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1. WO2020114948 - CONVERTISSEUR INDIRECT À DEUX OU PLUSIEURS ÉTAGES DE SORTIE INDÉPENDANTS

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[ DE ]

SPERRWANDLER MIT ZWEI ODER MEHR UNABHÄNGIGEN AUSGANGSSTUFEN

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Netzteil mit den Merkmalen des

Oberbegriffs des Anspruchs 1 und ein Verfahren zur Stromversorgung eines elektronischen Kraftfahrzeug-Steuergerätes mit den Merkmalen des

Oberbegriffs des Anspruchs 12.

Aktuelle elektronische Kraftfahrzeug-Steuergeräte enthalten SBC (System-Basis-Chip), ASIC oder diskrete Implementierung mehrerer Versorgungs architekturen oder eine Kombination davon : Abwärtswandler (engl buck switch mode power Converters (SMP)), kaskadierte Ab-Aufwärtswandler (engl buck-boost switched-mode power supply (SMPS), Sperrwandler (engl fly-back SMPS) und Linearregler. Diese enthalten Regler, die auf analogen PI- oder PID-Reglern basieren.

Die Stromversorgung stellt einen wichtigen, kostspieligen und thermisch relevanten Teil von elektronischen Steuergeräten dar. Herkömmliche

Stromversorgungen weisen mehrere Ausgänge mit hoher Last auf, was bedeutet, dass Geräte dafür kostspielig sind. Steuereinheiten und Regler werden separat implementiert. Schaltnetzteile (SMPS) werden immer häufiger eingesetzt, um herkömmliche lineare Wechselstromnetzteile zu ersetzen und so den Stromverbrauch zu senken und die Wärmeabfuhr sowie Größe und Gewicht des Bauteils zu reduzieren. Da Schaltnetzteile aber eine komplexe Steuereinheit benötigen, werden maximal ein bis zwei Ausgänge mit

Schaltnetzteilen realisiert. Der Rest der Ausgänge wird mit linearen Reglern, kurz LDO, erzeugt, die erhebliche Wärme produzieren und große Transistoren benötigen.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Netzteil anzugeben, das eine besonders einfache und kostengünstige Stromversorgung für ein

elektronisches Steuergerät bereitstellt.

Diese Aufgabe wird von einem Netzteil für ein elektronisches Steuergerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und von einem Verfahren zur Stromver sorgung eines elektronischen Kraftfahrzeug-Steuergerätes mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte

Weiterbildungen der Erfindung genannt.

Demnach ist ein Netzteil für ein elektronisches Steuergerät, insbesondere ein Kraftfahrzeug-Steuergerät, aufweisend einen Transformator mit einer mittels eines schaltbaren Primärschalters ansteuerbaren Primärspule und wenigstens einer Sekundärspule vorgesehen, wobei die Primärspule und die wenigstens eine Sekundärspule auf einem gemeinsamen Magnetkern angeordnet sind, und die wenigstens eine Sekundärspule wenigstens zwei Ausgänge mit steuerbaren Ausgangsspannungen bereitstellt, wobei der wenigstens einen Sekundärspule für jeden der wenigstens zwei Ausgänge ein schaltbarer Sekundärschalter zugeordnet ist, und wobei das Netzteil eine Signalver-arbeitungs- und Berechnungseinheit umfasst, die dazu eingerichtet ist, den Primärschalter und die Sekundärschalter mittels Pulsgeneratoren anzusteuern, wobei die wenigstens zwei Ausgänge sequenziell geschaltet sind, um

wenigstens zwei steuerbare Ausgangsspannungen bereitzustellen.

Mit dieser digitalen Steuerung kann eine komplexe, intelligente und robuste Regelung realisiert werden. Es wird praktisch möglich, ein Netzteil mit mehreren Ausgängen zu erstellen, wobei alle Ausgänge geregelt werden. Auf diese Weise werden keine Linearregler benötigt.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind wenigstens zwei Sekundärspulen vorgesehen, wobei die Primärspule und die wenigstens zwei Sekundärspulen auf einem gemeinsamen magnetischen Kern angeordnet sind, wobei jedem der wenigstens zwei Sekundärspulen ein schaltbarer Sekundärschalter vorgeschaltet ist, und wobei das Netzteil eine Signalverarbeitungs- und

Berechnungseinheit umfasst, die dazu eingerichtet ist, den Primärschalter und die Sekundärschalter mittels Pulsgeneratoren anzusteuern, wobei die

wenigstens zwei Sekundärspulen sequenziell geschaltet sind, um wenigstens zwei steuerbare, insbesondere regelbare Ausgangsspannungen bereitzustellen.

Eine Sekundärspule kann im Sinne der Erfindung aber auch mehrere

Ausgangsspannungen bereitstellen. Dafür ist die Sekundärspule mit einer entsprechenden Anzahl an steuerbaren Sekundärschaltern verbunden, die der Sekundärspule nachgeschaltet sind. Durch sequentielles Schalten der

Sekundärschalter kann die Sekundärspule mehrere Ausgangsspannungen bereitstellen.

Der Transformator ist bevorzugt ein Teil eines getakteten Sperrwandlers. Der Sperrwandler weist insbesondere eine Potentialtrennung auf, die zur

galvanisch entkoppelten Übertragung von elektrischer Energie von der

Primärseite zur Sekundärseite dient.

Es ist vorteilhaft, wenn das Netzteil Spannungs-Erfassungsschaltungen umfasst, die dazu eingerichtet sind, die mittels der wenigstens einen

Sekundärspule bereitgestellten Ausgangsspannungen zu messen und an die Signalverarbeitungs- und Berechnungseinheit weiterzugeben. Dies ermöglicht insbesondere die von den Spannungs-Erfassungsschaltungen gemessene Spannung mit vorgebbaren Sollwerten zu vergleichen. Dieser Vergleich kann durch Komparatoren erfolgen und zur Regelung der Ausgangsspannungen dienen. Es kann zusätzlich vorgesehen sein, dass eine Spannungs-Erfassungsschaltung die Eingangsspannung misst.

Zur Taktung der Schaltungszyklen umfasst das Netzteil bevorzugt einen Taktgenerator, der ein Taktsignal für die Signalverarbeitungs- und

Berechnungseinheit bereitstellt.

Das Netzteil kann insbesondere eine Diagnoseeinheit und/oder andere

Funktionen (wie Power-Up/Down-Sequenzierung, Fehlerbehandlung,

Neukonfiguration) aufweisen, die einfach und kostengünstig implementiert werden können. Für eine mögliche Neukonfiguration weist das Netzteil bevorzugt einen Konfigurationsspeicher auf.

Es ist vorteilhaft, wenn das Netzteil eine Kommunikationsschnittstelle zur Kommunikation mit einem Hauptprozessors des Steuergeräts aufweist.

In einer vorteilhaften Ausführungsform weist das Netzteil einen zusätzlichen Primärkreis zur Speicherung oder zum Abbau von überschüssiger Energie auf. In einer anderen Ausführungsform können anstelle des zusätzlichen Primär kreises ein Zirkulator und ein zusätzlicher Impulsgenerator vorgesehen sein. Der zusätzliche Impulsgenerator schaltet ein Schaltelement, dass einem Ausgang zugewiesen ist, um einen Kurzschluss herzustellen. Mittels des Zirkulators wird der Strom in einer Spule zirkuliert, damit die überschüssige Energie nicht komplett verloren geht, sondern erhalten bleibt. Diese Energie kann als Reserve genutzt werden.

Es kann vorgesehen sein, dass das Netzteil eine Kurzschluss-Erkennungs einrichtung aufweist. Die Kurzschluss-Erkennungseinrichtung detektiert kurzgeschlossene Ausgänge bevorzugt mittels der Komparatoren. Wenn ein Kurzschluss vorliegt, kann der vorgegebene Sollwert nicht erreicht werden. Es werden daher die Ausgangssignale der Pulsgeneratoren mit vorgegebenen Schwellwerten verglichen. Wird ein solcher Schwellwert überschritten, liegt ein Kurschluss vor, der von der Kurzschluss-Erkennungseinrichtung detektiert wird.

Die Primär- und/oder Sekundärschalter sind bevorzugt bipolare Transistoren, IGBT oder MOSFETs.

Zudem ist ein elektronisches Kraftfahrzeug-Steuergerät mit einem zuvor beschriebenen Netzteil vorgesehen, wobei das Netzteil Ausgangsspannungen mit Lasten aufweist, die größer als 100 mA sind. Die Eingangsspannung des Netzteils wird bevorzugt von einer Batterie bereitgestellt. Weiterhin ist ein Verfahren zur Stromversorgung eines elektronischen Kraftfahrzeug-Steuergerätes mit einem Netzteil aufweisend einen Transformator mit einer mittels eines schaltbaren Primärschalters ansteuerbaren Primärspule und

wenigstens einer Sekundärspule vorgesehen, wobei die Primärspule und die wenigstens eine Sekundärspule auf einem gemeinsamen Magnetkern angeordnet sind und die wenigstens eine Sekundärspule wenigstens zwei Ausgänge mit steuerbaren Ausgangsspannungen bereitstellt, wobei der wenigstens einen Sekundärspule für jeden der wenigstens zwei Ausgänge ein schaltbarer Sekundärschalter zugeordnet ist, und wobei das Netzteil eine Signalverarbeitungs- und Berechnungseinheit umfasst, und dass das Verfahren folgende Verfahrensschritte umfasst:

- Ansteuern des Primärschalters und des wenigstens einen Sekundärschalters mittels von der Signalverarbeitungs- und Berechnungseinheit gesteuerten Pulsgeneratoren;

- Ausgeben eines getakteten Steuersignals mittels eines primären Puls

generators an den Primärschalter, sodass der Primärschalter für eine bestimmte Zeit leitend geschaltet ist, wodurch ein Strom durch die

Primärspule fließt, der ein Magnetfeld in dem Magnetkern erzeugt und der Primärschalter danach für eine bestimmte Zeit in den Sperrzustand übergeht;

- Sequenzielles Einschalten der wenigsten zwei Ausgänge mittels der

Sekundärschalter während des Sperrzustandes des Primärschalters, wobei der Einschaltvorgang jeweils solange andauert bis ein Sollwert der jeweiligen Ausgangsspannung erreicht ist oder eine vorbestimmte Zeit überschritten ist.

Das Verfahren erlaubt auf einfach Art und Weise geregelte Ausgangs spannungen an einem Netzteil bereitzustellen. Die Regelung aller

Ausgangsspannungen erfolgt dabei mit nur einer einzigen gemeinsamen Signalverarbeitungs- und Berechnungseinheit.

Es ist bevorzugt, wenn das Verfahren folgende weitere Verfahrensschritte umfasst:

- Messen der mittels der wenigstens einen Sekundärspule bereitgestellten Ausgangsspannungen und Weitergabe der Signalwerte an die;

- Vergleichen der gemessenen Signalwerte mit vorgebbaren Sollwerten in der Signalverarbeitungs- und Berechnungseinheit zur Regelung der Einschalt vorgänge der Sekundärschalter. Der Vergleich erfolgt bevorzugt mittels Komparatoren. Es kann zudem vorgesehen sein, dass die Eingangs spannung ebenfalls gemessen wird und der Wert zur Regelung an die Signalverarbeitungs- und Berechnungseinheit weitergegeben wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind wenigstens zwei Sekundärspulen vorgesehen, wobei die Primärspule und die wenigstens zwei Sekundärspulen auf einem gemeinsamen magnetischen Kern angeordnet sind, und wobei jedem der wenigstens zwei Sekundärspulen ein schaltbarer Sekundärschalter vorgeschaltet ist, und wobei das Netzteil eine Signalverarbeitungs- und Berechnungseinheit umfasst, und das Verfahren folgende Verfahrensschritte umfasst:

- Ansteuern des Primärschalters und der wenigstens zwei Sekundärschalter mittels von der Signalverarbeitungs- und Berechnungseinheit gesteuerten Pulsgeneratoren,

- Ausgeben eines getakteten Steuersignals mittels eines primären Puls

generators an den Primärschalter, sodass der Primärschalter für eine bestimmte Zeit leitend geschaltet ist, wodurch ein Strom durch die

Primärspule fließt, der ein Magnetfeld in dem Magnetkern erzeugt und der Primärschalter danach für eine bestimmte Zeit in den Sperrzustand übergeht;

- Nachdem das Magnetfeld erzeugt wurde, werden die wenigstens zwei

Sekundärspulen während des Sperrzustandes des Primärschalters

sequenziell eingeschaltet, wobei der Einschaltvorgang einer Sekundärspule jeweils solange andauert bis ein Sollwert der jeweiligen Ausgangsspannung erreicht ist oder eine vorbestimmte Zeit überschritten ist.

Vorzugsweise umfasst das Verfahren folgenden weiteren Verfahrensschritt:

- Bereitstellen eines Taktsignals für die Signalverarbeitungs- und

Berechnungseinheit mittels eines Taktgenerators zur Taktung der

Schaltvorgänge.

Bevorzugt wird der Transformator so angesteuert, dass die Ausgangs spannungen kontinuierlich ansteigen. Dafür wird der entsprechende Sollwert der Ausgangsspannung während eines einzelnen Einschaltvorgangs stetig angehoben bis ein Zielsollwert erreicht ist. Die Ausgangsspannung folgt dann dem Sollwert und kann so gezielt langsam erhöht werden.

Das Netzteil kann insbesondere eine Diagnoseeinheit und/oder andere

Funktionen (wie Power-Up/Down-Sequenzierung, Fehlerbehandlung,

Neukonfiguration) aufweisen, die einfach und kostengünstig implementiert werden können. Für eine mögliche Neukonfiguration weist das Netzteil bevorzugt einen Konfigurationsspeicher auf.

Es ist vorteilhaft, wenn das Netzteil eine Kommunikationsschnittstelle zur Kommunikation mit einem Hauptprozessors des Steuergeräts aufweist.

In einer vorteilhaften Ausführungsform weist das Netzteil einen zusätzlichen Primärkreis zur Speicherung oder zum Abbau von

überschüssiger Energie auf. In einer anderen Ausführungsform können anstelle des zusätzlichen Primärkreises ein Zirkulator und ein zusätzlicher Impulsgenerator vorgesehen sein. Der zusätzliche Impulsgenerator schaltet ein Schaltelement, dass einem Ausgang zugewiesen ist, um einen Kurzschluss herzustellen. Mittels des Zirkulators wird der Strom in einer Spule zirkuliert, damit die überschüssige Energie nicht komplett verloren geht, sondern erhalten bleibt. Diese Energie kann als Reserve genutzt werden.

Es kann vorgesehen sein, dass das Netzteil eine Kurzschluss-Erkennungs einrichtung aufweist. Die Kurzschluss-Erkennungseinrichtung detektiert kurzgeschlossene Ausgänge bevorzugt mittels der Komparatoren. Wenn ein Kurzschluss vorliegt, kann der vorgegebene Sollwert nicht erreicht werden. Es werden daher die Ausgangssignale der Pulsgeneratoren mit vorgegebenen Schwellwerten verglichen. Wird ein solcher Schwellwert überschritten, liegt ein Kurschluss vor, der von der Kurzschluss-Erkennungseinrichtung detektiert wird.

Die Primär- und/oder Sekundärschalter sind bevorzugt bipolare Transistoren, IGBT oder MOSFETs.

Die Eingangsspannung des Netzteils wird bevorzugt von einer Batterie bereitgestellt.

Zudem ist ein elektronisches Kraftfahrzeug-Steuergerät mit einem Netzteil vorgesehen, das dazu eingerichtet ist, das zuvor beschriebene Verfahren auszuführen.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Gleiche bzw. funktionsgleiche Bauteile sind dabei figurübergreifend mit denselben Bezugszeichen versehen. Es zeigen :

Fig. 1 : eine schematische Darstellung eines Transformators, sowie

Fig. 2: ein Blockschaltbild einer Steuerung einer Stromversorgung eines

Steuergerätes.

Der in Figur 1 dargestellte Transformator 1 weist auf einer Primärseite eine Primärspule 2 und auf einer Sekundärseite zwei Sekundärspulen 3,4 auf, die auf einem gemeinsamen Magnetkern angeordnet sind. Die an der Primärspule 2 anliegende Eingangswechselspannung wir damit in eine Ausgangswechsel spannung umgewandelt, die an den Sekundärspulen 3,4 abgegriffen werden kann.

Wie in Figur 2 gezeigt, ist der Transformator 1 Teil eines getakteten

Sperrwandlers 6, der wiederrum Teil eines Netzteils 7 zur Steuerung einer Stromversorgung eines Steuergerätes ist. Der Sperrwandler 6 weist eine Potentialtrennung auf, die zur galvanisch entkoppelten Übertragung von elektrischer Energie von der Primärseite zur Sekundärseite dient.

Der Sperrwandler 6 ist als getakteter Wandler ausgestaltet und weist einen steuerbaren Primärschalter 8 auf. Der steuerbare Primärschalter 8 ist ein Leistungsschalter, insbesondere ein Transistor mit isolierter Gateelektrode, bevorzugt ein IGBT oder MOSFET. Eine Signalverarbeitungs- und

Berechnungseinheit 9 schaltet getaktet den steuerbaren Primärschalter 8 mittels eines primären Pulsgenerators 10. Die Primärseite des Sperrwandlers 6 ist mit dem Pluspol einer Batterie verbunden. Ein positiver Steuerpuls schaltet den Transistor des Primärschalters 8 für eine bestimmte Zeit leitend. Durch die Primärspule 2 fließt ein linear ansteigender Strom und erzeugt ein Magnetfeld in dem nicht dargestellten Magnetkern. Während dieser Zeit fließt in den Sekundärspulen 3,4 kein Strom. Schaltet das Steuersignal den Primärschalter 8 für einen Zeitraum in den Sperrzustand, werden die auf der Sekundärseite vorgesehenen beiden Ausgänge 11,12 sequenziell eingeschaltet, wobei die Einschaltung eines Ausgangs 11,12 bevorzugt solange erfolgt, bis ein Sollwert der Ausgangsspannung erreicht ist.

Zur Ein- und Ausschaltung der Ausgänge 11,12 ist jedem Ausgang 11,12 ein Sekundärschalter 13,14 zugewiesen, der ebenfalls von der Signalver-arbeitungs- und Berechnungseinheit 9 über einen sekundären Pulsgenerator 15,16 getaktet angesteuert wird.

Dabei ist ein erster Sekundärschalter 13 einer ersten Sekundärspule 3 und der zweite Sekundärschalter 14 der zweiten Sekundärspule 4 zugewiesen. Die Sekundärschalter 13,14 sind ebenfalls Leistungsschalter, insbesondere

Transistoren mit isolierter Gateelektrode, bevorzugt IGBT oder MOSFET.

Schaltet ein positiver Steuerpuls den ersten oder zweiten Sekundärschalter 13,14 (externer Transistor) für eine bestimmte Zeit leitend, so wird in der ersten oder zweiten Sekundärspule 3,4 unter Abbau des gespeicherten

Magnetfelds eine Spannung induziert.

Die mittels der Sekundärspulen 3,4 bereitgestellten Ausgangsspannungen und die Eingangsspannung werden mittels Spannungs-Erfassungsschaltungen 17,18,19 gemessen und an die gemeinsame Signalverarbeitungs- und

Berechnungseinheit 9 weitergegeben. Die Signalverarbeitungs- und

Berechnungseinheit 9 berechnet anhand der gemessenen Spannungen die Steuersignale für den primären und die sekundären Pulsgeneratoren 10,15,16. Dazu werden die von den Spannungs-Erfassungsschaltungen 17,18,19 gemessen Istwerte mit vorgebaren Sollwerten verglichen. Bevorzugt ist dazu jeweils ein nicht dargestellter Komparator vorgesehen. Ist ein Sollwert einer Ausgangsspannung erreicht, wird die entsprechende Sekundärspule 3,4 abgeschaltet. Dazu wird der Transistor des Sekundärschalters 13,14 in den Sperrzustand geleitet. Dieser Vorgang wiederholt sich, wobei die Sekundär spulen 3,4 nacheinander geschaltet werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Sekundärspulen nach einer vorgegeben Zeitspanne ausgeschaltet werden, auch wenn der Sollwert der Ausgangsspannung noch nicht erreicht ist um einen Kurzschluss zu vermeiden oder einen Überladungsschutz

sicherzustellen.

Die Anzahl der Ausgangsspannungen ist bevorzugt größer als zwei. Dabei weist der Transformator wenigstens eine Sekundärspule auf. In einer nicht dargestellten Ausführungsform werden bei der Verwendung einer einzigen Sekundärspule, die wenigstens zwei Ausgangsspannungen durch eine gemeinsame Sekundärspule bereitgestellt. Dazu ist die Sekundärspule jeweils mit einem schaltbaren Sekundärschalter pro Ausgang verbunden. Schaltet ein positiver Steuerpuls einen der beiden Sekundärschalter für eine bestimmte Zeit leitend, so wird in der Sekundärspule unter Abbau des gespeicherten Magnetfelds eine Spannung induziert. Das Einschalten der Ausgänge erfolgt dabei ebenfalls sequenziell.

Zur zeitlichen Steuerung der Steuersignale empfängt die Signalverarbeitungs und Berechnungseinheit 9 von einem Taktgenerator 20 ein Taktsignal.

Die Signalverarbeitungs- und Berechnungseinheit 9 arbeitet bevorzugt digital. Sie wird von einer an den Pluspol der Batterie angeschlossenen internen Versorgungseinrichtung 21 mit Spannung versorgt.

Eine Diagnoseeinheit 22 kann zudem zur Weitergabe von Diagnose

informationen an einen nicht dargestellten Hauptprozessors des Steuergeräts vorgesehen sein. Die Diagnoseeinheit 22 kommuniziert mit dem

Hauptprozessor dabei bevorzugt über eine Kommunikationsschnittstelle 23.

Vorzugsweise ist auch ein Konfigurationsspeicher 24 vorgesehen, der zwischen der Signalverarbeitungs- und Berechnungseinheit 9 und der Kommunikations schnittstelle 23 angeordnet ist und von der Kommunikationsschnittstelle 23 angesprochen wird, um die Signalverarbeitungs- und Berechnungseinheit 9 anzusteuern.

Nachdem ein Steuerungszyklus durchlaufen ist und beide Ausgänge mit Spannung versorgt worden sind, kann überschüssige Energie vorhanden sein. Diese überschüssige Energie wird in einen zusätzlichen Primärkreis 25 abgeführt.

Die in dem zusätzlichen Primärkreis 25 gespeicherte Energie kann

beispielswiese in den magnetischen Kern des Transformators geleitet werden, um unvorhersehbare Änderungen in den Gegebenheiten während eines Schaltungszyklus abdecken zu können. Dazu wird eine der Spulen 3,4 kurzgeschlossen. Die überschüssige Energie kann auch als Ausgangsspannung für Lasten verwendet werden, die nicht so empfindlich auf Abweichungen reagieren und relativ zum Pluspol der Batterie arbeiten.

Die überschüssige Energie wird mittels einer Erfassungsschaltung 26 gemessen, die den Wert an die Signalverarbeitungs- und Berechnungseinheit 9 weitergibt.

In dem zusätzlichen Primärkreis 25 kann eine nicht dargestellte Zener-Diode zum Abbau von Energie vorgesehen sein. Das Steuersignal für den primären Pulsgenerator 10 wird in Abhängigkeit von dem im zusätzlichen Primärkreis 25 fließenden Strom und der Spannung gesteuert.

In einer anderen Ausführungsform können anstelle des zusätzlichen

Primärkreises ein Zirkulator und ein zusätzlicher Impulsgenerator vorgesehen sein. Der zusätzliche Impulsgenerator schaltet ein Schaltelement, dass einem Ausgang zugewiesen ist, um einen Kurzschluss herzustellen. Mittels des Zirkulators wird der Strom in einer Spule zirkuliert, damit die überschüssige Energie nicht komplett verloren geht, sondern erhalten bleibt. Diese Energie kann als Reserve genutzt werden. Ein Messgerät misst den Zirkulatorstrom. Der zusätzliche Impulsgenerator und der primäre Pulsgenerator werden in Abhängigkeit von dem gemessenen Zirkulatorstrom angesteuert.

Der Sperrwandler 6 ist bevorzugt so ausgestaltet, dass die Ausgangs spannungen kontinuierlich ansteigen. Dafür wird der entsprechende Sollwert der Ausgangsspannung in dem Komparator stetig angehoben. Die

Ausgangsspannung folgt dann dem Sollwert und kann so gezielt langsam erhöht werden.

Weiterhin kann eine nicht dargestellte Kurzschluss-Erkennungseinrichtung vorgesehen sein. Die Kurzschluss-Erkennungseinrichtung detektiert

kurzgeschlossene Ausgänge mittels der Komparatoren. Wenn ein Kurzschluss vorliegt, kann der vorgegebene Sollwert nicht erreicht werden. Es werden daher die Ausgangssignale der Pulsgeneratoren mit vorgegebenen

Schwellwerten verglichen. Wird ein solcher Schwellwert überschritten, liegt ein Kurschluss vor, der von der Kurzschluss-Erkennungseinrichtung detektiert wird.

Das Netzteil wird bevorzugt in elektronischen Kraftfahrzeug-Steuergeräten eingesetzt, bei denen mehrere Versorgungsspannungen mit hohen Lasten (> 100 mA) benötigt werden. Das Netzteil kann aber eingesetzt werden, wenn an den Ausgängen nur Sensoren angeschlossen sind. In diesem Fall wird nur ca. 5 mA aufgenommen.