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1. WO2020108855 - ÉLÉMENT DE CONSTRUCTION POUR L'HABILLAGE OU L'ÉDIFICATION DE BÂTIMENTS

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[ DE ]

Bauelement für die Verkleidung oder Erstellung von Gebäuden

Die Erfindung betrifft ein Bauelement für die Verkleidung oder Erstellung von Gebäuden nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, ein Fassadenelement nach dem Oberbegriff des Anspruchs 12 und nach dem Oberbegriff des Anspruchs 13, eine Fassade nach dem Oberbegriff des Anspruchs 14 sowie einen zugehörigen Halterahmen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 15.

Für die Verkleidung der Außenfassaden von Gebäuden oder die Erstellung von Gebäuden sind aus Rahmenanordnungen und Membranelementen bestehende Bauelemente zunehmend von Bedeutung. Die Bauelemente haben dabei nicht nur die Funktion ein Gebäude, zum Beispiel ein Hochhaus oder eine Sportstätte, außenseitig zu verkleiden und zu schützen, sondern auch den dekorativen, ästhetischen Gesamteindruck eines solchen Gebäudes zu prägen.

Aus der EP 2 370 651 Bl geht ein Bauelement mit einer Rahmenanordnung aus Rohren, die allseitig von einer zweilagigen Membran umschlossen ist, hervor. Bei den die Rahmenanordnung bildenden Rohren handelt es sich dabei um Kederrohre, also Rohre, die die Innenseite einer Kederführung bilden können. Das Bauelement ist dabei weitgehend vorkonfektioniert und muss an der Baustelle im Wesentlichen nur noch in einen für die Rahmenanordnung vorgesehenen Halterahmen eingesetzt werden. Die Herstellung derartiger Bauelemente ist, speziell aufgrund des Verbindens, insbesondere des Verschweißens, der zweilagigen Membran, oftmals mit Schwierigkeiten verbunden. Außerdem ist die Ausbildung einer geschlossenen Fassade aus mehreren derartigen Bauelementen problematisch bzw. nicht ohne Weiteres möglich. Speziell die Übergangsbereiche benachbarter Bauelemente, und insbesondere die Kreuzungspunkte an denen mehrere Bauelemente Zusammentreffen, sind für die Ausbildung einer geschlossenen Fassade problematisch.

Aus der DE 202 04 840 Ul ist ein Folienkissen mit zwei äußeren Folienlagen als Teil eines Gebäudeumhüllungselements bekannt. Neben einem an einem Befestigungsabschnitt randseitig angeordneten Kedertau, das zur Befestigung des Fuftkissens in einem Halterahmen dient, weist das Fuftkissen dabei ein thermisches Isolierelement auf, welches dazu dient, die beiden äußeren Folienlagen des Kissens auf Abstand zu halten, so dass eine in diesem Bereich auftretende Kältebrücke beseitigt und die thermische Isolierwirkung des Gaspolsters des Folienkissens bis in den Befestigungsabschnitt aufrechterhalten wird.

Aufgabe der Erfindung ist es ein Bauelement für die Verkleidung oder Erstellung von Gebäuden bereitzustellen, das neben einer vereinfachten Herstellung das Ausbilden einer geschlossenen Fassade ermöglicht, sowie ein aus den Bauelementen gebildetes Fassadenelement und eine aus den Bauelementen gebildete Fassade sowie einen Halterahmen für ein derartiges Bauelement bereitzustellen.

Die Erfindung löst die Aufgabe durch ein Bauelement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 , ein Fassadenelement mit den Merkmalen des Anspruchs 12 und mit den Merkmalen des Anspruchs 13, eine Fassade mit den Merkmalen des Anspruchs 14 sowie einem Halterahmen mit den Merkmalen des Anspruchs 15. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Das Bauelement für die Verkleidung oder Erstellung von Gebäuden umfasst eine Rahmenanordnung, die als geschlossene, umlaufende Anordnung aus einem Kederrohr oder einer Kederstange oder aus mehreren Kederrohren oder Kederstangen gebildet ist, und eine Membran, die die Rahmenanordnung allseitig umschließt, wobei die Membran zumindest eine innere Membranlage und eine äußere Membranlage aufweist. Als innere Membranlage wird dabei die letztendlich einem Gebäude oder einer Wandung zugewandte und als äußere Membranlage die dem Gebäude oder der Wandung abgewandte Membranlage eines Bauelements bezeichnet. Die die Rahmenanordnung bildenden Kederstangen oder Kederrohre können dabei die Innenseite einer Kederführung bilden. Im Folgenden sind die die Rahmenanordnung bildenden Kederrohre oder Kederstangen mit dem Begriff Keder bezeichnet. Das Bauelement ist eine geschlossene Anordnung aus einer Rahmenanordnung aus einem oder mehreren Kedem mit einer umlaufenden, darüber gespannten Membran. Erfindungsgemäß ist das Bauelement dadurch gekennzeichnet, dass die innere Membranlage und die äußere Membranlage über einen von der Rahmenanordnung nach außen weisenden Überstand miteinander verbunden sind. Dadurch ist ein einfaches Verbinden der inneren und äußeren Membranlage, speziell auch in den Eckbereichen einer eckig ausgebildeten Rahmenanordnung, und somit eine einfache Herstellung des geschlossenen Bauelements gegeben. Die Membran liegt dabei passgenau an der Rahmenanordnung, speziell an den Außenseiten der Rahmenanordnung, an. Eine Bewegung der Rahmenanordnung innerhalb der umschließenden Membran, insbesondere ein Verrutschen, beispielsweise während des Transports des Bauelements von einer Fabrik in der das Bauelement gefertigt wird zu einer Baustelle, ist dadurch nicht möglich. Die verwendete Membran kann dabei jede beliebige Kunststoffmembran, speziell eine hochbelastbare Kunststoffmembran, beispielsweise eine ETFE enthaltende Membran, sein. Das Bauelement mit der Rahmenanordnung und der Membran kann, insbesondere auch in Bezug auf einen für das Bauelement vorgesehene Halterahmen, maßgenau innerhalb einer Fabrik vorfabriziert und vorkonfektioniert werden. Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Bauelements ist dadurch gegeben, dass benachbarte Bauelemente einer Fassade über den von der Rahmenanordnung nach außen weisenden Überstand auf einfache Weise miteinander verbunden werden können. Dadurch ist die Ausbildung einer aus mehreren Bauelementen bestehenden geschlossenen Fassade, insbesondere die Ausbildung einer wasser-, luft- und/oder gasdichten Fassade, auf einfache Weise möglich. Die Fänge des von der Rahmenanordnung nach außen weisenden Überstands kann dabei insbesondere in Abhängigkeit der für ein Bauelement vorgesehenen Rahmenanordnung sowie in Abhängigkeit der Verbindung von Bauelementen, beispielsweise durch ein Verschweißen oder Verkleben sich überlappender Überstände, gewählt werden.

Die geschlossene Rahmenanordnung ist aus Kedem gebildet, die die Innenseite einer Kederführung bilden können. Die Rahmenanordnung kann dabei aus einem einzigen geschlossenen Keder geformt sein oder aus mehreren miteinander verbundenen Kedem bestehen. Die geschlossen umlaufende Rahmenanordnung weist dabei bevorzugt in gesamter Fänge einschließlich vorhandener Ecken bzw. Eckverbindungen, einen konstanten Querschnitt, ohne Schwächungen des Querschnitts oder gar Unterbrechungen, die sich nachteilig auf eine dichte Verbindung der Membranlagen auswirken können, auf. Eine vorteilhafte stabile Rahmenanordnung ist speziell bei einer einteiligen Ausgestaltung der Rahmenanordnung, d.h. einer Rahmenanordnung aus einem einzigen Keder gegeben. Bei einer derartigen Ausgestaltung der Rahmenanordnung sind keine Schwachstellen durch Übergangsbereiche mehrerer miteinander verbundener Keder vorhanden. Die Keder können dabei vorzugsweise aus Kunststoff, beispielsweise Polyester, Polypropylen, Polyurethan oder einem Gemisch aus diesen Kunststoffen bestehen. Durch die verwendeten Materialien der Keder und auch der Membran ist ein geringes Eigengewicht der Bauelemente gewährleistet.

Bevorzugt ist die innere Membranlage als eine von der äußeren Membranlage getrennte Einheit ausgebildet. Neben einer einfachen Herstellung des Bauelements ist dadurch die Verwendung von Membranlagen mit unterschiedlichen Zusammensetzungen bzw. Ausgestaltungen möglich. Beispielsweise können die Membranlagen unterschiedliche Eigenschaften

hinsichtlich der Isolierung, der Beschattung bzw. der Beschattungswirkung, bspw. durch eine entsprechende Ausrichtung als Polarisationsfilter ausgestalteter Membranlagen, sowie unterschiedliche Farbeigenschaften aufweisen.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Bauelement einen die Rahmenanordnung vollständig umlaufenden Überstand aufweist. Das Verbinden der inneren und äußeren Membranlage über den vollständig umlaufenden nach außen weisenden Überstand erleichtert die Fertigung und gewährleistet die Herstellung eines von der Membran allseitig umschlossenen dichten Bauelements. Insbesondere ist dadurch eine geschlossene bzw. dichte Verbindung der Membranlagen an den Ecken eines eckig ausgestalteten Bauelements gewährleistet. Außerdem ist über den vollständig umlaufenden Überstand eine Verbindung, insbesondere eine geschlossene bzw. dichte Verbindung, eines Bauelements zu allen benachbarten Bauelementen einer Fassade möglich. Speziell an den Kreuzungspunkten an denen mehrere Bauelemente Zusammentreffen, beispielsweise die vier Ecken rechteckig ausgebildeter Bauelemente, ist dadurch eine geschlossene Verbindung der Bauelemente über die Überstände möglich. Der die Rahmenanordnung vollständig umlaufende nach außen weisende Überstand ermöglicht somit die Ausbildung einer vollständig geschlossenen Fassade.

Bevorzugt ist der Überstand im Wesentlichen parallel zur inneren Membranlage und/oder äußeren Membranlage. Neben fertigungstechnischen Vorteilen bei der Herstellung eines Bauelements ist dadurch ein einfaches Verbinden von Überständen benachbarter Bauelemente gegeben.

Vorteilhaft ist der Überstand durch Verschweißen oder Verkleben der Membranlagen gebildet. Dadurch ist die Ausbildung einer wasserdichten oder luftdichten oder gasdichten Verbindung der Membranlagen und somit die Ausbildung eines geschlossenen Bauelements möglich.

Bevorzugt ist die Rahmenanordnung eckig ausgebildet, wobei die Ecken an der Außenseite abgerundet sind. Durch die eckige Ausgestaltung der Rahmenanordnung ist die vollflächige Verkleidung oder Erstellung einer Fassade mit mehreren aneinandergrenzenden Bauelementen auf einfache Weise möglich. Speziell rechteckige Rahmenanordnungen sind dabei vorteilhaft. Allerdings ist es auch denkbar, beispielsweise aus dekorativen Gründen, dass die Rahmenanordnung dreieckig ausgestaltet ist oder mehr als vier Ecken aufweist. Durch das Abrunden der Ecken an der Außenseite wird insbesondere das Verbinden der Membranlagen

eines Bauelements, speziell das dichte Verbinden der Membranlagen, an den Ecken des Bauelements begünstigt.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist die Rahmenanordnung mindestens ein nach außen gerichtetes Ventil und/oder eine nach außen gerichtete Durchführung auf, das mit einem von der Membran umschlossenen Innenraum des Bauelements verbunden ist. Das Ventil kann dabei beispielsweise ein Ausgleichsventil sein, welches der Entlüftung dient, wobei in diesem Falle die Rahmenanordnung eine Öffnung aufweist, die in den von der Membran und der Rahmenanordnung umschlossenen Innenraum weist, damit der Druckausgleich hergestellt werden kann. Über das Ventil kann auch Luft oder ein anderes Gas, beispielsweise ein druckkonstantes Schwergas, Inertgas oder ein isolierendes Edelgas, abgesaugt oder zugeführt werden, so dass ein bestimmter, vorgegebener Druck innerhalb des Innenraums einstellbar ist. Durch eine nach außen gerichtete Durchführung, die mit dem Innenraum des Bauelements verbunden ist, können Elektrokabel oder andere durchführende Stränge eingebracht werden. Beispielsweise ist dadurch ein Beleuchten des Bauelements oder das Anlegen oder Abgreifen von Spannungen an entsprechend ausgestalteten Membranlagen, z.B. als Sichtschutz dienende schaltbare Membranlagen oder an Membranlagen, die ein Photovoltaikmodul bzw. Solarfolienelemente aufweisen, möglich. Die Keder ermöglichen dabei ein definiertes Einbringen und Durchführen der Ventile, wie auch die Durchführung von Elektrokabeln und anderer durchführender Stränge.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist der Keder oder die Keder ein Kederinnenteil und ein Kederaußenteil auf oder besteht aus einem Kederinnenteil und einem Kederaußenteil. Das Kederinnenteil und das Kederaußenteil sind dabei bevorzugt als in sich geschlossene Körper, speziell mit einem im wesentlichen halbkreisförmigen Querschnitt, ausgebildet, wobei das Kederinnenteil und das Kederaußenteil vorzugsweise über eine parallel zur inneren Membranlage und zur äußeren Membranlage verlaufenden Trennfläche verbunden sind. Durch eine derartige Ausgestaltung ist es möglich in den Zwischenraum der für die Rahmenanordnung verbundenen, insbesondere verklebten, Kederinnenteile und Kederaußenteile weitere für das Bauelement vorteilhafte Elemente einzubringen. Beispielsweise können dabei Elemente in den Zwischenraum zwischen Kederinnenteil und ein Kederaußenteil eingebracht werden, die das Verbinden der inneren Membranlage und der äußeren Membranlage über den von der Rahmenanordnung nach außen weisenden Überstand begünstigen. In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung weist die Membran des Bauelements zumindest eine mittlere

Membranlage auf, die zwischen dem Kederinnenteil und dem Kederaußenteil eingespannt ist. Die zusätzliche mittlere Membranlage, die insbesondere durch die innere Membranlage und die äußere Membranlage geschützt ist, kann beispielsweise für die Photo voltaik, Werbung, Beschattung oder Isolierung vorteilhaft eingesetzt werden. Die mittlere Membranlage kann dabei mit dem Kederinnenteil und dem Kederaußenteil verbunden, insbesondere verklebt, sein. In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist die mittlere Membranlage über den von der Rahmenanordnung nach außen weisenden Überstand mit der inneren Membranlage und der äußeren Membranlage verbunden. Dadurch ist eine fertigungstechnisch vorteilhafte Herstellung eines dichten Bauelements, insbesondere mit einem zwischen der mittleren Membranlage und der inneren Membranlage angeordneten ersten Innenraum und einem zwischen der mittleren Membranlage und der äußeren Membranlage angeordneten zweiten Innenraum möglich. Der erste Innenraum und der zweite Innenraum können dabei insbesondere als in sich abgeschlossene, dichte Innenräume ausgestaltet sein. Durch die Ausgestaltung des Überstands bestehend aus mehr als zwei Membranlage ist zudem ein stabiler Überstand gegeben, der insbesondere für die Verbindung benachbarter Bauelemente vorteilhaft ist. Bevorzugt weist das Bauelement mindestens ein mit dem zwischen der mittleren Membranlage und der inneren Membranlage angeordneten ersten Innenraum und/oder ein mit dem zwischen der mittleren Membranlage und der äußeren Membranlage angeordneten zweiten Innenraum verbundenes nach außen gerichtetes Ventil und/oder eine Durchführung auf. Dadurch ist eine entsprechende Zufuhr- bzw. Abfuhr von Luft bzw. einem anderen Gas sowie die Anordnung von Elektrokabeln oder anderer durchführender Stränge zu dem ersten Innenraum und/oder dem zweiten Innenraum unabhängig von dem anderen Innenraum möglich.

Das erfindungsgemäße Bauelement weist den Vorteil auf, dass es in einer Fabrik vorfabriziert und vorkonfektioniert werden kann. Zur Erzeugung einer geschlossenen Fassade, insbesondere einer wasser-, luft- oder gasdichten Fassade, werden die Bauelemente zunächst zu einzelnen Fassadenelementen verbunden. Ein Fassadenelement umfasst dabei mindestens zwei erfindungsgemäße Bauelemente, die durch Verschweißen oder Verkleben der jeweiligen Überstände miteinander verbunden sind. In einer vorteilhaften Ausgestaltung weisen die mindestens zwei Bauelemente eines Fassadenelements jeweils mindestens ein mit einem Innenraum des Bauelements in Verbindung stehendes nach außen gerichtetes Ventil und/oder eine Durchführung auf, wobei die Ventile und/oder die Durchführungen der mindestens zwei Bauelemente miteinander in Verbindung stehen. Dadurch ist eine Art Reihenschaltung der Bauelemente gegeben die beispielsweise eine gemeinsame Regelung der Zufuhr- bzw. Abfuhr von Luft oder einem anderen Gas oder eine elektronische Ansteuerung (z.B. Anlegen oder Abgreifen von Spannungen an einzelnen Membranlagen) mehrerer Bauelemente ermöglicht. Das Verbinden der einzelnen Bauelemente zu den Fassadenelementen bzw. zur Fassade kann dabei insbesondere unmittelbar an der Baustelle erfolgen.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung einer Fassade umfasst mehrere erfindungsgemäße Bauelemente, wobei alle aneinander angrenzenden Bauelemente über die Überstände wasserdicht und/oder luftdicht und/oder gasdicht miteinander verbunden sind. Die erfindungsgemäßen Bauelemente ermöglichen dabei über die Verbindung der Überstände die Ausgestaltung einer geschlossenen bzw. dichten Fassade. Insbesondere an den Kreuzungspunkten, an denen die Ecken mehrerer Bauelemente aneinander angrenzen, ist die Dichtigkeit der Fassade durch die Verbindung der Überstände gewährleistet.

Die vorkonfektionierten bzw. vorfabrizierten Bauelemente oder die zu Fassadenelementen verbundenen Bauelemente müssen auf der Baustelle nur noch in einen dafür vorgesehenen Halterahmen eingesetzt und verspannt werden. Der Halterahmen für ein Bauelement umfasst mindestens eine, einen Abschnitt eines Keders (Kederrohr bzw. Kederstange) des Bauelements aufnehmende Kederschiene, welche aus einer über einen Teil ihres Verlaufs der Außenkontur des Keders angepassten Tragschale und einer über einen Teil ihres Verlaufs der Außenkontur des Keders angepassten Deckschale besteht, wobei der Halterahmen mindestens eine Spannvorrichtung zum Führen von Trag- und Deckschale bei dazwischen angeordnetem Keder aufweist, so dass zwischen den Enden der Trag- und Deckschale die innere Membranlage und die äußere Membranlage unter Erhöhung ihrer Spannung aufeinander zugedrückt werden, wobei der Halterahmen umlaufend ausgebildet ist und der Größe der Rahmenanordnung des Bauelements entspricht, so dass der Keder oder die Keder des Bauelements allseitig in entsprechende Kederschienen des Halterahmens einspannbar sind. Die Ausgestaltung des Halterahmens ermöglicht dabei die flächige Spannung der Membran. Der Halterahmen umfasst dabei erfindungsgemäß mindestens zwei zwischen Tragschale und Deckschale angeordnete Klemmkörper, wobei der Überstand eines Bauelements oder miteinander verbundene Überstände benachbarter Bauelemente zwischen den Klemmkörpem geklemmt sind. Durch das Klemmen der Überstände ist die Ausbildung einer geschlossenen Fassade in den Übergangsbereichen zwischen benachbarten Bauelementen sowie auch in dem Randbereich einer Fassade gewährleistet. In einer vorteilhaften Ausgestaltung bestehen die Klemmkörper dabei aus einem komprimierbaren Material. Beim Zusammenführen von Tragschale und

Deckschale werden die Klemmkörper zumindest teilweise komprimiert, wobei der zwischen den Klemmkörpem angeordnete Überstand des Bauelements oder die Überstände zweier miteinander verbundener Bauelemente geklemmt werden. Dadurch ist eine besonders einfache Ausgestaltung des Halterahmens, insbesondere der zwischen Tragschale und Deckschale angeordneten Klemmkörper gegeben, der die Ausbildung einer dichten Fassade im Bereich des Halterahmens gewährleistet. Für das Verständnis der Erfindung ist von Bedeutung, dass der rahmenförmige Keder maßlich exakt durch die rahmenförmige Kederschiene abgebildet wird. Die Keder eines Bauelements werden durch die Führung in der Kederschiene stabilisiert. Wie das Bauelement kann auch der Halterahmen in einer Fabrik vorfabriziert bzw. vorkonfektioniert werden.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von detaillierten Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben. Diese zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine einteilige rechteckige Rahmenanordnung eines Bauteils;

Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Ausgangsform der Rahmenanordnung aus Fig. 1;

Fig. 3 einen Schnitt durch die Schnittebene A-A aus Fig. 1 bzw. Fig. 2;

Fig. 4 einen Ausschnitt eines Querschnitts durch ein erfindungsgemäßes Bauelement;

Fig. 5 einen Ausschnitt eines Bauelements gemäß Fig. 4 mit einer mittleren

Membranlage;

Fig. 6 einen Ausschnitt eines Querschnitts durch ein zweites erfindungsgemäßes

Bauelement;

Fig. 7 einen Ausschnitt einer Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Bauelement;

Fig. 8 einen Ausschnitt einer Draufsicht auf mehrere miteinander verbundene

Bauelemente;

Fig. 9 eine Darstellung eines erfindungsgemäßen Bauelements in der Führung eines randseitigen Halterahmens;

Fig. 10 einen Querschnitt durch einen Halterahmen zur Befestigung zweier benachbarter

Bauelemente.

In Fig. 1 ist beispielhaft eine geschlossene rechteckige Rahmenanordnung 2 eines erfindungsgemäßen Bauelements 1 gezeigt, wobei die Rahmenanordnung 2 aus einem einteiligen umlaufenden Keder (Kederrohr oder Kederstange) 3 gebildet ist. Die Rahmenanordnung 2 aus Fig. 1 kann dabei aus einem in Fig. 2 gezeigten geschlossenen runden Ausgangsprofil geformt, insbesondere gezogen, sein. Neben einer aus einem einzigen Keder 3 bestehenden Rahmenanordnung 2 sind allerdings auch Rahmenanordnungen 2 aus mehreren miteinander verbundenen Kedem 3 möglich. Die in Fig. 1 gezeigte rechteckige Rahmenanordnung 2 weist an der Außenseite abgerundete Ecken auf. Neben einer rechteckigen Rahmenanordnungen 2 sind auch weitere Ausgestaltungen der Rahmenanordnung 2, beispielsweise eine dreieckige oder hexagonale Rahmenanordnung 2, möglich.

Der in Fig. 3 dargestellte Schnitt durch die Schnittebene A-A aus Fig. 1 bzw. Fig. 2 zeigt einen runden Querschnitt des Keders 3. Der Keder 3 weist dabei in gesamter Länge einschließlich der Ecken einen konstanten Querschnitt auf. Eine für die Dichtigkeit des Bauelements 1 nachteilige Abweichung des Querschnitts der Rahmenanordnung 2 oder gar eine Unterbrechung ist dabei nicht gegeben.

Fig. 4 zeigt beispielhaft einen Ausschnitt eines Querschnitts durch ein erfindungsgemäßes Bauelement 1. Entgegen der in dem Querschnitt aus Fig. 3 dargestellten einteiligen Ausgestaltung des Keders 3 besteht der Keder 3 hierbei aus einem Kederinnenteil 4 und einem Kederaußenteil 5. Das Kederinnenteil 4, wie auch das Kederaußenteil 5, weist dabei einen halbkreisförmigen Querschnitt mit einer Längskante 6, 6‘ auf. Das Verbinden, insbesondere ein Verkleben, des Kederinnenteils 4 mit dem Kederaußenteil 5 zu dem für die Rahmenanordnung 2 vorgesehenen Keder 3 erfolgt dabei über die durch die Längskanten 6, 6‘ dargestellten horizontal verlaufenden Trennflächen der Kederteile 4, 5. Weiter weist das Bauelement 1 eine Membran mit einer inneren Membranlage 7 und einer äußeren Membranlage 8 auf. Als innere Membranlage 7 wird dabei die letztendlich einem Gebäude zugewandte und als äußere Membranlage 8 die dem Gebäude abgewandte Membranlage des Bauelements 1 bezeichnet.

Die innere Membranlage 7 und die äußere Membranlage 8 sind dabei über die aus dem Keder 3 gebildete Rahmenanordnung 2 geführt und über einen von der Rahmenanordnung 2 nach außen weisenden Überstand 9 miteinander verbunden. Wie in der Fig. 4 angedeutet, kann zwischen dem Kederinnenteil 4 und dem Kederaußenteil 5 ein weiteres Element, wie beispielsweise ein zusätzlicher Membranabschnitt 10, eingebracht sein. Der zusätzliche Membranabschnitt 10 ist dabei mit den durch die Längskanten 6, 6‘ dargestellten Trennflächen des Kederinnenteils 4 und des Kederaußenteils 5 verklebt und bildet mit der inneren Membranlage 7 und der äußeren Membranlage 8 den Überstand 9. Durch die Rahmenanordnung 2, die innere Membranlage 7 und die äußere Membranlage 8 ist einen Innenraum 11 des Bauelements 1 begrenzt. Die Rahmenanordnung 2 kann dabei mindestens ein nicht dargestelltes nach außen gerichtetes Ventil und/oder eine Durchführung aufweisen, das bzw. die mit dem Innenraum 11 des Bauelements 1 verbunden sind. Dadurch ist beispielsweise eine entsprechende Zufuhr- bzw. Abfuhr von Luft bzw. einem anderen Gas zu dem Innenraum 11 sowie das Durchführen von Elektrokabeln möglich.

Lig. 5 zeigt einen Ausschnitt eines Bauelements 1 gemäß Lig. 4 mit einer mittleren Membranlage 12 zwischen dem Kederinnenteil 4 und dem Kederaußenteil 5. Die mittlere Membranlage 12 kann dabei insbesondere mit den durch die Längsseiten 6, 6‘ dargestellten Trennflächen des Kederinnenteils 4 und des Kederaußenteils 5 verklebt sein. Über den Überstand 9 ist die mittlere Membranlage 12 dabei mit der inneren Membranlage 7 und der äußeren Membranlage 8 verbunden. Zwischen der inneren Membranlage 7 und der mittleren Membranlage 12 weist das Bauelement 1 dabei einen ersten Innenraum 13 und zwischen der mittleren Membranlage 12 und der äußeren Membranlage 8 einen zweiten Innenraum 14 auf. Die Rahmenanordnung 2 kann dabei nicht dargestellte nach außen gerichtete Ventile und/oder Durchführungen aufweisen, die mit dem ersten Innenraum 13 und/ oder dem zweiten Innenraum 14 des Bauelements 1 verbunden sind.

Lig. 6 zeigt einen Ausschnitt eines Querschnitts eines zweiten erfindungsgemäßen Bauelements 1, wobei der die Rahmenanordnung 2 bildende Keder 3, bzw. der aus Kederinnenteil 4 und Kederaußenteil 5 gebildete Keder 3, die Lorm eines langgezogenen Kreises bzw. zweier über zwei Geradenabschnitte verbundener Kreishälften aufweist.

In Lig. 7 ist ein Ausschnitt einer Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Bauelement 1 mit der die Rahmenanordnung 2 umschließenden Membran gezeigt, wobei in Lig. 7 nur die äußere

Membranlage 8 zu erkennen ist. Das Bauelement 1 weist dabei einen die Rahmenanordnung 2 vollständig umlaufenden Überstand 9 auf. Insbesondere an der Ecke der Rahmenanordnung 2, die an der Außenseite abgerundet ist, ist dabei ein ausreichender Überstand 9 ausgebildet.

Die Verbindung mehrerer benachbarter Bauelemente 1, 1‘, 1“, 1‘“ zu einem geschlossenen Fassadenelement bzw. einer geschlossenen Fassade ist in Fig. 8 gezeigt. Benachbarte Bauelemente 1, G, 1“, 1‘“ sind dabei über die jeweils angrenzenden, ein Bauelement 1, G, 1“, G“ vollständig umlaufenden Überstände 9, 9‘ , 9“ , 9‘“ verbunden. In dem Kreuzungspunkt der vier Bauelemente 1, G, 1“, 1‘“ ist dabei die Abdichtung der Fassade bzw. des Fassadenelements durch die Verbindung der vier Überstände 9, 9‘, 9“, 9‘“ gewährleistet.

In Fig. 9 ist ein randseitiger Teil eines Halterahmens 15 mit einem erfindungsgemäßen Bauelement 1 dargestellt. Der Halterahmen 15 weist dabei eine Kederschiene 16 auf, welche aus einer Tragschale 17 und einer Deckschale 18 besteht. Der dargestellte Halterahmen 15 ist prinzipiell zur Aufnahme zweier benachbarter Bauelemente 1 geeignet, wobei in dem randseitigen Teil des Halterahmens 15 aus Fig. 9 anstelle eines zweiten Bauelements 1 ein Übergangsrohr 22, beispielsweise ein Feerrohr oder ein Verbindungselement, das eine Verbindung zu weiteren Fassadenelementen, z.B. einem Glasfassadenelement, ermöglicht, in die Kederschiene 16 eingebracht ist. In einer nicht gezeigten alternativen Ausgestaltung kann ein randseitiger Halterahmen 15 auch nur zur Aufnahme eines Bauelements 1 ausgebildet sein. Fig. 10 zeigt eine entsprechende Ausgestaltung eines Halterrahmens 15 zur Befestigung zweier benachbarter Bauelemente 1, 1‘. Zur Befestigung des Halterahmens 15 an einer Wandung 20 ist eine Haltekonsole 23 über Befestigungselemente 21, insbesondere Schrauben, an der Wandung 20 angebracht. Die Tragschale 17 ist dabei in die Haltekonsole 23 eingebracht, wobei die Tragschale 17 auf Ihrer der Wandung 20 zugewandten Seite Hinterschneidungen 24 aufweist, in denen ein T eil der Befestigungselemente 21 , insbesondere Schraubenköpfe, geführt ist. Über die in die Hinterschneidungen 24 eingebrachten Befestigungselemente 21 ist die Tragschale 17 an der Wandung 20 festgelegt. Die Form der Tragschale 17 ist so gestaltet, dass sie über einen Teil ihres den Bauelementen 1 , 1‘ zugewandten Verlaufs dem Außendurchmesser der Keder 3, 3‘ der Bauelemente 1, G angepasst ist und sich so an die Keder 3, 3‘ annähert und anschmiegt. In gleicher Weise ist die Deckschale 18 so geformt, dass sie sich über einen Teil ihres den Bauelementen 1, G zugewandten Verlaufs dem Außendurchmesser der Keder 3, 3‘ annähert und anschmiegt. Die Deckschale 18 ist dabei im Wesentlichen identisch zur Tragschale 17 ausgebildet. Auf der Außenseite weist die Deckschale 18 eine Abdeckung 25

auf, die über eine Rastnase 26 mit einem Rastelement 27 der Deckschale 18 verbunden ist. Die Tragschale 17 weist dabei ebenfalls die Rastelemente 27 auf, die an der Haltekonsole 23 anliegen. Die Kederschiene 16 bewirkt eine Führung, nicht jedoch eine Klemmung der Keder 3, 3‘. Der in Fig. 9 und Fig. 10 gezeigte Halterahmen 15 weist Spannvorrichtungen 19, zum Führen von Tragschale 17 und Deckschale 18 bei dazwischen angeordnetem Keder 3, 3‘ bzw. dazwischen angeordneten Kedem 3, 3‘ auf. Die dargestellte Spannvorrichtung 19 umfasst neben einer Schraube 30 und dem dazu entsprechenden Gewinde einen zwischen der Tragschale 17 und der Deckschale 18 angeordneten ersten Klemmblock 28 und einen zweiten Klemmblock 29. Die Klemmblöcke 28, 29 sind komprimierbar ausgestaltet, wobei beim Einschrauben der Schraube 30 durch das Zusammenführen von Tragschale 17 und Deckschale 18 eine Komprimierung der Klemmblöcke 28, 29 erfolgt. Zwischen den Klemmblöcken 28, 29 ist der Überstand 9, 9‘ eines Bauelements 1, G oder die miteinander verbundenen Überstände 9, 9‘ benachbarter Bauelemente 1, 1‘ angeordnet. Beim Zusammenführen von Tragschale 17 und Deckschale 18 durch die Spannvorrichtung 19 klemmen die Klemmblöcke 28, 29 dabei den Überstand 9, 9‘ eines Bauelements 1, G bzw. die Überstände 9, 9‘ benachbarter Bauelemente 1, G. Die Tragschale 17 und die Deckschale 18 sind so ausgestaltet, dass diese beim Einschrauben der Schraube 30 die innere Membranlage 7, 7‘ und die äußere Membranlage 8, 8‘ unter Erhöhung ihrer Spannung aufeinanderdrücken. Die Ausgestaltung des Halterahmens 15 ermöglicht dadurch die flächige Spannung der Membran. Der Halterahmen 15 ist entsprechend der Größe des Bauelements 1, G umlaufend ausgebildet, so dass die Rahmenanordnung 2 eines Bauelements 1, 1‘ allseitig in entsprechenden Kederschienen 16, 16‘ des Halterahmens 15 festlegt ist.

Die thermische Längenänderung zwischen Halterahmen 15 und Bauwerk bzw. Wandung 20 wird mit Langlöchem und seitlichen Führungen, insbesondere durch die Führung der Tragschale 17 in der Haltekonsole 23 über die in die Hinterschneidung 24 eingebrachten Befestigungselementen 21, gewährleistet. Die thermische Bewegung zwischen Halterahmen 15 und Bauelement 1 wird mit der Kederschiene 16, 16‘, in der die Keder 3, 3‘ lediglich geführt und nicht geklemmt sind, gewährleistet.

Zur Erstellung einer geschlossenen Fassade werden die vorkonfektionierten Bauelemente 1, 1‘ an einer Baustelle über die Überstände 9, 9‘ zu einem geschlossenen Fassadenelement bzw. einer geschlossenen Fassade verbunden, in den jeweils für ein Bauelement 1, G vorgesehenen Halterahmen 15 eingebracht und über die Spannvorrichtung 19 gespannt und festgelegt.

Alternativ ist es auch möglich die einzelnen Bauelemente 1, G zuerst in den Halterahmen 15, bzw. in die Tragschale 17 einzubringen und dann die Überstände 9, 9‘ benachbarter Bauelemente 1, G zu verbinden. Durch das Zusammenführen der Tragschale 17 und der Deckschale 18 werden die Bauelemente 1, G festgelegt, wobei die zwischen den Klemmblöcken 28, 29 angeordneten Überstände 9, 9‘ dabei geklemmt werden.

Bezugszeichenliste

1, V, 1“, 1‘“ Bauelement

2, 2‘, 2“, 2‘“ Rahmenanordnung

3, 3‘ Keder

4 Kederinnenteil

5 Kederaußenteil

6, 6‘ Längskante

7, T Innere Membranlage

8, 8‘ Äußere Membranlage

9, 9‘, 9“, 9‘“ Überstand

10 Zusätzlicher Membranabschnitt 11 Innenraum

12, 12‘ Mittlere Membranlage

13 Erster Innenraum

14 Zweiter Innenraum

15 Halterahmen

16 Kederschiene

17 Tragschale

18 Deckschale

19 Spannvorrichtung

20 Wandung

21 Befestigungselemente

22 Übergangsrohr

23 Haltekonsole

24 Hinterschneidung

25 Abdeckung

26 Rastnase

27 Rastelement

28 Erster Klemmblock

29 Zweiter Klemmblock

30 Schraube