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1. WO1999003368 - CHAUSSURE

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[ DE ]

S C H U H

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schuh.

Schuhe bestehen aus einer Sohle und einem Obermaterial, das den auf der Sohle aufliegenden Fuß umschließt. Die Sohlen von Schuhen weisen oftmals Dämpfungsmittel auf, mit denen die beim Laufen auf den Fuß bzw. auf den gesamten Körper des Läufers ausgeübte Belastung gemildert werden soll. Bekannte Dämpfungsmittel sind beispielsweise Luftpolster oder mit Gel gefüllte Hohlräume.

Es ist eine Sohle mit einer Vielzahl von Dämpfungselementen bekannt (EP 0 695 514 AI) . Diese Sohle weist im Fersenbereich, im Mittelfußbereich und im Ballenbereich mehrere sich in Querrichtung erstreckende Löcher auf, die als Dämpfungspolster dienen sollen. Diese Löcher sind in unterschiedlicher Form und Größe ausgebildet und weisen einen dementsprechend harten bzw. weichen Dämpfungseffekt auf. In einer Ausführungsform ist in die Sohle vom hinteren Ende eine Ausnehmung eingebracht, die seitlich offen ist, so daß der unterseitige Bereich der Sohle eine nach hinten frei vorstehende Platte bildet . Eine solche Sohle weist im Fersenbereich eine sehr weiche Dämpfungscharakteristik auf.

Es ist auch eine Sohle für einen Übungsschuh bekannt (DE 94 13 496 Ul) , mit dem das Gehen in der Ebene zu Trainingszwecken erschwert ist. Diese Sohle ist in dem dem Absatz zugeordneten Bereich ausgenommen, so daß der Benutzer des Schuhs im wesentlichen nur im Bereich der Ballen auftreten kann. Hierdurch soll ein Effekt wie beim Bergaufwärtsgehen an einer Steigung in einer Größenordnung von 15 Grad oder wie beim Treppensteigen erzielt werden. Ein solcher Schuh, der das Ballenlaufen fördert, ist unter gesundheitlichen Aspekten ungeeignet, da insbesondere beim Ballenlaufen der Fuß bzw. der Schuh mit gestrecktem Bein am Boden aufgesetzt wird und die Stoßbelastung unmittelbar auf die Knie- und Hüftgelenke und die Wirbelsäule übertragen wird.

Ausgehend von den vorgenannten Nachteilen und Unzulänglichkeiten der aus dem Stand der Technik bekannten Schuhe liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Schuh zu schaffen, mit dem die beim Laufen auftretenden Stoßbelastungen nicht oder in einem nur sehr geringen Maße auf die Knie-und Hüftgelenke und auf die Wirbelsäule übertragen werden.

Die Aufgabe wird durch einen Schuh gelöst, aufweisend eine sich von einem hinteren Fersenbereich über einen Mittelfußbereich zu einem vorderen Ballen- bzw. Zehenbereich erstreckende Sohle, die aus einem Sohlenkörper und einem an der Unterseite des Sohlenkörpers angeordneten Sohlenbelag ausgebildet ist, und
eine sich etwa vom Mittelfußbereich zum Fersenbereich erstreckende Ausnehmung, die zwischen dem Sohlenkörper und dem Sohlenbelag vorgesehen ist, wobei der der Ausnehmung zugeordnete Bereich des Sohlenbelags ein Schwenkelement bildet, das um eine im dem Mittelfußbereich zugewandten Endbereich der Ausnehmung angeordnete Schwenkachse schwenkbar ausgebildet ist .

Der Schuh gemäß der vorliegenden Erfindung weist eine aus einem Sohlenkörper und aus einem Sohlenbelag ausgebildete Sohle auf, wobei eine sich etwa vom Mittelfußbereich zum Fersenbereich erstreckende Ausnehmung im Bereich zwischen dem Sohlenkörper und dem Sohlenbelag vorgesehen ist, so daß der der Ausnehmung zugeordnete Bereich des Sohlenbelags beim Aufsetzen auf einen Untergrund nach oben um eine Schwenkachse weggeschwenkt wird, wodurch der Schuh sehr weich auf den Untergrund aufgesetzt wird.

Wenn der Schuh im Bereich der Schwenkachse auf den Untergrund aufgesetzt wird, kippt er um die Schwenkachse mit dem Ballen- bzw. Zehenbereich auf den Untergrund. Hierdurch wird der Fuß und der Unterschenkel etwas nach vorne versetzt, wodurch das Knie selbsttätig leicht gebeugt wird. Ein im Knie gebeugtes Bein nimmt die Stoßbelastung durch das Beinskelett und die umgebenden Muskeln auf, ohne daß die Stoßbelastung auf die Gelenke bzw. auf die Wirbelsäule übertragen wird.

Der Schuh gemäß der vorliegenden Erfindung bewirkt somit einen abrundenden Effekt, das heißt ein Abrollen während des Aufsetzens auf den Untergrund, wodurch die auf die empfindlichen Gelenke bzw. auf die Wirbelsäule ausgeübte Stoßbelastung wesentlich vermindert wird.

Auch in der Standphase wird der Träger des Schuhs in eine therapeutische Grundhaltung, das heißt in eine Haltung mit angewinkelten Knien gezwungen, wodurch die Wirbelsäule auch im Stand entlastet wird.

Der Erfindung liegt somit die Erkenntnis zugrunde, daß bei herkömmlichen Schuhen trotz aufwendiger und teurer Dämpfungselemente die Stoßbelastung unmittelbar auf die Gelenke und auf die Wirbelsäule übertragen wird, da mit diesen Schuhen der Fuß bzw. der Schuh mit gestrecktem Bein auf den Untergrund aufgesetzt werden kann.

Bevorzugte Ausgestaltungsformen der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen ausgeführt .

Im folgenden werden weitere Ausgestaltungen, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung anhand von vier Ausführungsformen näher erläutert, die unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 6 in exemplarischer Weise schematisch veranschaulicht sind.

Es zeigt :

Figur 1 eine Seitenansicht einer ersten
Ausführungsform eines Schuhs
gemäß der vorliegenden Erfindung;

Figur 2 eine Seitenansicht des Schuhs aus Figur 1
während der Belastung des Fersenbereichs
beim Aufsetzen bzw. Abrollen;

Figur 3 eine Seitenansicht einer zweiten
Ausführungsform eines Schuhs
gemäß der vorliegenden Erfindung;

Figur 4 eine Seitenansicht einer dritten
Ausführungsform eines Schuhs
gemäß der vorliegenden Erfindung;

Figur 5 eine Seitenansicht einer vierten
Ausführungsform eines Schuhs
gemäß der vorliegenden Erfindung; und

Figur 6 eine Seitenansicht des Schuhs aus Figur 5
während der Belastung des Fersenbereichs
beim Aufsetzen bzw. Abrollen.

Identische Bezugszeichen in den Figuren 1 bis 6 bezeichnen gleiche oder ähnliche Bestandteile des Schuhs gemäß der vorliegenden Erfindung.

Der Schuh 1 gemäß der vorliegenden Erfindung weist eine Sohle 2 und ein darauf angeordnetes Obermaterial 3 auf, das einen (in den Figuren 1 bis 6 nicht dargestellten) Fuß eines Läufers umschließt. Das Obermaterial 3 kann mittels Schnürsenkeln, Klettverschlüssen oder dergleichen verschlossen werden und weist eine Öffnung 4 auf, durch die sich der Fuß mit seinem Knöchelbereich nach oben erstreckt .

Die Sohle 2 erstreckt sich von einem hinteren Fersenbereich 6 über einen Mittelfußbereich 7 zu einem vorderen Ballen- bzw. Zehenbereich 8, wobei sich jeder dieser Bereiche 6, 7, 8 über etwa ein Drittel der Länge des Schuhs 1 erstreckt .

Die Sohle 2 ist aus einem volumigen Sohlenkörper 10 und einem an dessen Unterseite angeordneten Sohlenbelag 11 ausgebildet. Der Sohlenkörper 10 besteht aus einem gut dämpfenden Material, wie zum Beispiel einem Polyester-Urethan (PU) -Schaum, und der Sohlenbelag 11 aus einem abriebfesten, vorzugsweise an seiner Unterseite profilierten Material, wie zum Beispiel Hartgummi.

Die gesamte Sohle 2 weist eine vom Ballen- bzw. Zehenbereich 8 zum Fersenbereich 6 hin zunehmende Dicke auf, so daß die Sohle 2 in der Seitenansicht einen Keil bildet. Die Sohlenoberseite schließt mit der Sohlenunterseite einen Winkel α ein, der im Bereich von etwa 8 Grad bis etwa 20 Grad liegt.

Zwischen dem Sohlenkörper 10 und dem Sohlenbelag 11 ist eine sich vom Mittelfußbereich 7 zum Fersenbereich 8 keilförmig aufweitende Ausnehmung 13 vorgesehen. Der Sohlenkörper 10 bildet angrenzend an der Ausnehmung 13 eine Anschlagfläche 15.

Der Sohlenbelag 11 steht angrenzend von einer zum Ballen- bzw. Zehenbereich 8 zeigenden Spitze 13a der Ausnehmung 13 frei nach hinten vor, wobei dieser frei nach hinten vorstehende Bereich des Sohlenbelags 11 ein Schwenkelement 18 bildet, das um den der Ausnehmungsspitze 13a benachbarten Verbindungsbereich zwischen dem Schwenkelement 18 und dem übrigen Sohlenbelag 11 nach oben gegen die Anschlagfläche 15 des Sohlenkörpers 10 schwenkbar ist. Durch den Sohlenbelag 11 verläuft somit in Querrichtung benachbart zur Ausnehmungsspitze 13a eine Schwenkachse 20, um die das Schwenkelement 18 schwenkbar angeordnet ist .

Ein Schwenkwinkel ß zwischen der Anschlagfläche 15 und dem Schwenkelement 18 liegt im Bereich von etwa 10 Grad bis etwa 30 Grad, insbesondere im Bereich von etwa 15 Grad bis etwa 20 Grad. Die Spitze 13a der Ausnehmung 13 und somit die Schwenkachse 20 sind im Bereich zwischen der Längsmitte des Schuhs 1 und dem Fersenbereich 6, der sich in etwa über ein Drittel der Länge des Schuhs 1 erstreckt, angeordnet.

Der Sohlenbelag 11 weist insbesondere im Bereich der Schwenkachse 20 und des Schwenkelements 18 eine beachtliche Formstabilität und/oder Biegesteifigkeit auf und ist faserbewehrt, wodurch der Sohlenbelag 11 eine erhebliche Eigensteifigkeit aufweist.

Wie aus der Darstellung der Figur 2 hervorgeht, berührt der Schuh 1 beim Laufen aufgrund der Keilform der gesamten Sohle 2 beim Aufsetzen auf einen Untergrund mit seinem Sohlenbelag 11 im Fersenbereich 6 und somit mit seinem Schwenkelement 18 den Untergrund 22. Hierbei wird das Schwenkelement 18 des Sohlenbelags 11 um die Schwenkachse 20 gegen die Anschlagfläche 15 gedrückt.

Diese Schwenkbewegung des Schwenkelements 18 erzeugt trotz der beachtlichen Formstabilität des Sohlenbelags 11 ein sehr weich, nachgebendes Aufsetzen des Schuhs 1 auf den Untergrund 22. Die Rückstellkraft des Sohlenbelags 11 ist so gewählt, daß höchstens dreißig Prozent, nach Möglichkeit nur zehn Prozent des Gewichts des Läufers (beispielsweise 65 Kilogramm bis 75 Kilogramm) , für das der Schuh 1 ausgelegt ist, genügen, um das Schwenkelement 18 gegen die Anschlagfläche 15 zu drücken.

Schlägt das Schwenkelement 18 an der Anschlagfläche 15 an (vgl. Figur 2) , so ist der sich von der Schwenkachse 20 zum Ballen- bzw. Zehenbereich 8 erstreckende Bereich der Sohle 2 bzw. des Sohlenbelags 11 um den Schwenkwinkel ß gegenüber dem Untergrund 22 nach vorne oben geneigt. Der Sohlenbelag 11 weist bei abgewinkeltem Schwenkelement 18 einen stumpfen Winkel von nahezu 180 Grad im Bereich der Schwenkachse 20 auf.

Beim Anschlag des Schwenkelements 18 an der Anschlagfläche 15 ist der weiche Aufsetzvorgang im Fersenbereich 6 beendet, und die vom Fuß des Läufers auf die Sohle 2 ausgeübte Belastung verteilt sich etwa gleichmäßig über die gesamte Länge der Sohle 2. Hierdurch und durch den in Laufrichtung gerichteten Impuls des Läufers kippt der Schuh 1 um die Schwenkachse 20 nach vorne ab und liegt mit seinem vorderen Bereich des Sohlenbelags 11 auf dem Untergrund 22 auf.

Dieses Abkippen des Schuhs 1 bewirkt, daß der Fuß und der Unterschenkel des Läufers in Laufrichtung nach vorne etwas versetzt werden, wodurch das Knie zwischen dem Unterschenkel und dem Oberschenkel leicht gebeugt wird. Die Maximalbelastung auf den Fuß bzw. auf die Sohle 2 tritt erst nach dem Abkippen des Schuhs 1 bzw. nach dem Beugen des Knies des Läufers auf, so daß der sich durch das Auftreffen auf dem Untergrund 22 erzeugte Rückstoß auf ein im Knie bereits abgewinkeltes Bein trifft, das elastisch federnd um das Kniegelenk mit seinem Beinskelett und den Muskeln die Stoßbelastung schonend aufnehmen kann .

Der Schuh 1 gemäß der vorliegenden Erfindung bewirkt somit ein automatisches Abrollen des Fußes beim Laufen, wodurch im Vergleich zu herkömmlichen Schuhen eine wesentlich schonendere Übertragung der Stoßbelastung auf den Körper bewirkt wird.

Eine zweite Ausführungsform des Schuhs gemäß der vorliegenden Erfindung ist in Figur 3 gezeigt. Dieser Schuh 1 entspricht im wesentlichen dem vorstehend beschriebenen Schuh 1; demgemäß sind gleiche oder ähnliche Bestandteile mit identischen Bezugszeichen versehen.

Der Schuh 1 gemäß Figur 3 weist in der keilförmigen Ausnehmung 13 ein Materialelement in Form eines Materialkeils 25 auf, das aus einem offenzelligen Schaumstoff gebildet ist. Dieser Materialkeil 25 ist an der Anschlagfläche 15 des Sohlenkörpers 10 sowie an dem Schwenkelement 18 mittels einer Klebeverbindung angebracht .

Der Sohlenbelag 11 ist im Bereich der Schwenkachse 20 durch einen Schlitz 27 unterteilt. Im Rahmen der Erfindung liegt selbstverständlich auch eine Ausführungsform ohne Schlitz (vgl . beispielsweise die in den Figuren 5 und 6 gezeigte vierte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung) .

Zweckmäßig ist, daß der Sohlenbelag 11 im Bereich der Schwenkachse 20 biegsam, etwa durch eine Verjüngung, ausgebildet ist, denn bei diesem Ausführungsbeispiel des Schuhs 1 ist es vorteilhaft, daß während der Aufsetzphase des Schuhs 1 im Fersenbereich 6 auf den Untergrund 22 die Rückstellkraft des Schwenkelements 18 möglichst lediglich vom Materialkeil 25 aufgebracht wird, um ein möglichst weiches Aufsetzen des Schuhs 1 auf den Untergrund 22 sicherzustellen.

In den Sohlenkörper 10 ist eine Verstärkungsplatte 29 eingesetzt, die sich etwa von der Längsmitte des Schuhs 1 bis in den rückwärtigen Fersenbereich 6 erstreckt. Die Verstärkungsplatte 29 besteht aus einer Metallplatte oder aus einer faserverstärkten Kunststoffplatte und ist mit Abstand oberhalb eines Druckverteilungsteils 16 angeordnet, wobei die Verstärkungsplatte 29 an die Wölbung des Druckverteilungsteils 16 angepaßt ist. Die Verstärkungsplatte 29 erstreckt sich in Querrichtung über etwa drei Fünftel bis vier Fünftel der Breite des Schuhs 1 und gewährleistet während der Aufsetzphase, während der das Schwenkelement 18 gegen die Anschlagfläche 15 gedrückt wird, daß der Sohlenkörper 10 durch die Ferse nicht heruntergekippt wird.

Eine dritte Ausführungsform der Erfindung ist in Figur 4 gezeigt. Dieser Schuh 1 weist im wesentlichen den gleichen Aufbau wie die vorstehend beschriebenen Schuhe 1 auf; demgemäß sind gleiche oder ähnliche Bestandteile mit identischen Bezugszeichen versehen.

Die keilförmige Ausnehmung zwischen der Anschlagfläche 15 und dem Schwenkelement 18 ist von einem Luftbalg 31 eingefaßt. In den Sohlenkörper 10 sind zwei Löcher 32 eingebracht, die mit ihrem einen Ende an der Anschlagfläche 15 und mit ihrem anderen Ende außenseitig am Sohlenkörper 10 münden.

In jedem der beiden Löcher 32 ist jeweils ein Ventil 33 eingesetzt, das den Austritt der Luft aus dem Luftbalg 31 nach außen beschränkt, so daß beim Andrücken des Schwenkelements 18 in Richtung zur Anschlagfläche 15 durch den begrenzten Luftaustritt bei der Schwenkbewegung des Schwenkelements 18 ein vorbestimmter, relativ weicher Widerstand entgegengesetzt wird.

Wird der Druck, mit dem das Schwenkelement 18 gegen die Anschlagfläche 15 gedrückt wird, aufgehoben, so schwenkt das Schwenkelement 18 wieder in die Ausgangsstellung zurück, die in geradliniger Verlängerung des übrigen Sohlenbelags 11 verläuft, wobei die Ventile 33 sich öffnen und einen schnellen Luftstrom in den Luftbalg 31 erlauben.

Das Schwenkelement 18 des Sohlenbelags 11 ist einteilig mit dem übrigen Bereich des Sohlenbelags 11 ausgebildet und weist eine gewisse Formstabilität bzw. Biegesteifigkeit auf, so daß es selbsttätig nach einer Kompression des Luftbalgs 31 in die Ausgangsstellung zurüekschwenkt .

Die vierte Ausführungsform gemäß Figur 5 entspricht im wesentlichen der zweiten Ausführungsform gemäß Figur 3, lediglich mit dem Unterschied, daß die Ausnehmung 13 nicht keilförmig, sondern im wesentlichen kreisabschnittförmig ausgebildet und mit einem Materialelement 25 aus offenporigem Kunststoff gefüllt ist.

Hierbei ist die Sohle 2 gemäß einem erfindungswesentlichen Merkmal seitlich hochgezogen bzw. mit einer sehr dünnen seitlichen Abdeckung in Form von Seitenwänden aus Gummi versehen, die den Kunststoffkern nach außen hin schützend abdecken und sich balgartig leicht zusammendrücken lassen.

Bei der vorliegenden Erfindung wird also die Wirkung der Ausnehmung 13 derart ausgebildet, daß beim Abrollen über die Schwenkachse 20 hinweg die Ausnehmung 13 bzw. deren Füllung durch das Materialelement 25 keine elastische federnde Wirkung ausübt, sondern praktisch kraftlos bis zum Anschlag nachgibt, bei der der Sohlenbelag 11 an einem harten, unnachgiebigen Bereich des Schuhs 1 zur Anlage kommt .

Der Schuh 1 gemäß einer der vorstehend beschriebenen vier Ausführungsformen zeichnet sich dadurch aus, daß beim Laufen automatisch ein Abrollen des Schuhs 1 bzw. des Fußes auf dem Untergrund bewirkt wird. Dies wird durch die keilförmige Ausnehmung 13 zwischen dem Sohlenkörper 10 und dem Sohlenbelag 11 bewerkstelligt, denn der Sohlenbelag 11 weicht mit seinem Schwenkelement 18 bei einer Belastung im Fersenbereich 6 nach oben aus, und es bildet sich weich einfedernd ein stumpfer Winkel an der Sohle 2 aus, dessen Spitze im Bereich der Schwenkachse 20 angeordnet ist.

Um diesen stumpfen Winkel kippt der Schuh 1 nach vorne ab, wodurch das Knie des Läufers gebeugt wird und die Stoßbelastung vom Läufer bei gebeugtem Knie aufgenommen wird. Die Stoßbelastung wird nicht auf die empfindlichen Gelenke und auf die Wirbelsäule übertragen, sondern vom Skelett und von den entsprechenden Muskeln aufgenommen.

Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend erläuterten vier Ausführungsformen beschränkt; der Fachmann kann ohne weiteres weitere Abwandlungen der Erfindung auffinden. Beispielsweise liegt im Rahmen der Erfindung auch eine Ausführungsform, bei der der Sohlenkörper 10 und der Sohlenbelag 11 einteilig und/oder einstückig ausgebildet sind.