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1. WO1997041988 - TETE D'OUTIL UTILISABLE DANS DES MACHINES-OUTILS

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[ DE ]

Werkzeugkopf für den Einsatz in Werkzeugmaschinen

Beschreibung

Die Erfindung betrifft einen Werkzeugkopf für den Einsatz in Werkzeugmaschinen, mit einem Grundkörper, mit einem axial über den Grundkörper überstehenden, mit einer Maschinenspin-del kuppelbaren Werkzeugschaft, mit mindestens einem im wesentlichen quer zur Grundkörperachse verstellbaren, eine stirnseitig überstehende Werkzeugaufnahme aufweisenden Arbeitsschieber und mit einem im Grundkörper angeordneten, über Getriebemittel in Verstellrichtung auf den Arbeits-schieber einwirkenden elektrischen Verstellmotor.

Es ist ein Werkzeugkopf dieser Art bekannt (DE-A-4330822 ) , bei welchem der Verstellmotor mit seinem im wesentlichen zylindrischen Motorgehäuse in einer quer zur Grundkörperachse ausgerichteten, die Grundkörperachse schneidenden Queraus-nehmung des Grundkörperε mit parallel zur Querausnehmung ausgerichteter Abtriebswelle angeordnet ist. Für den Antrieb des Arbeitsschiebers sind Getriebemittel vorgesehen, die ein auf der Abtriebswelle des Motors angeordnetes Zahnrad, ein mit dem Zahnrad kämmendes Antriebsritzel und eine starr mit diesem verbundene Gewindespindel aufweisen. Auf der Gewinde-spindel ist ein Gleitstein mit einer Schrägverzahnung geführt, die mit einer komplementären Schrägverzahnung eines am Schieber angeordneten Gegenstücks kämmt. Die Getriebemittel sind dort außermittig im Grundkörper angeordnet. Auf der Seite des Werkzeugschaftes ist ein ringförmiges Spulengehäu-se angeordnet, in welchem sich eine Sekundärspule mit zugehöriger Stabilisierungselektronik befindet, die Bestandteil einer induktiven Übertragungsstrecke einer Stromversorgungseinrichtung für den Verstellmotor und die im Werkzeugkopf enthaltenen Elektronikschaltungen ist. Grundsätzlich ist es möglich, die Induktionsstrecke auch zur bidirektionalen Datenübertragung zu verwenden, wobei die Datensignale dem In- duktionsstrom aufmoduliert werden. Die Primärspule der induktiven Übertragungsstrecke befindet sich in einem maschi-nenseitigen Spulengehäuse, das radial außerhalb des Werkzeugschafts in den freien Zwischenraum zwischen der Stirn-fläche der Maschinenspindel und der Stirnfläche des werk-zeugkopfseitigen Spulengehäuses eingreift. Die fliehkraftfreie Anordnung des Verstellmotors und des Getriebes im Werkzeugkopf ist bisher noch nicht befriedigend gelöst. Auch die Baugröße und die Montage- und Wartungsfreundlichkeit des bekannten Werkzeugkopfes lassen zu wünschen übrig.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Werkzeugkopf der eingangs angegebenen Art zu entwickeln, der eine montage- und wartungsfreundliche und den-noch kompakte Bauweise ermöglicht und einen vibrationsfreien Betrieb gewährleistet.

Zur Lösung dieser Aufgabe werden die in den Patentansprüchen 1, 2, 26 und 31 angegebenen Merkmalskombinationen vorge-schlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Die erfindungsgemäße Lösung geht primär von dem Gedanken aus, daß die Getriebemittel eine konzentrisch zur Grundkör-perachse drehbare Ausgangswelle aufweisen, die ein mit einer arbeitsschieberseitigen Verzahnung kämmendes Antriebsritzel trägt. Vorteilhafterweise ist die arbeitsschieberseitige Verzahnung starr mit dem Arbeitsschieber verbunden.

Eine weitere Ausführungsvariante sieht vor, daß die arbeitsschieberseitige Verzahnung an einer im Grundkörper linear geführten Zahnplatte angeordnet ist, die ihrerseits über ein vorzugsweise als Keilgetriebe ausgebildetes Zwischengetriebe mit dem Arbeitsschieber gekuppelt ist. Das Keilgetriebe kann dabei durch an der Zahnplatte und am Arbeitsschieber angeordnete, zueinander komplementäre, ineinandergreifende Schragverzahnungen gebildet sein. Mit dieser Ausfuhrungsva-riante wird eine Selbsthemmung und eine Spielfreistellung erreicht, die es ermöglicht, den Verstellmotor in jeder Antriebspause leistungsfrei zu stellen oder abzustellen.

Vorteilhafterweise ist der Arbeitsschieber in einer Linear-fuhrung gefuhrt, wahrend die Verzahnung durch eine mit dem Arbeitsritzel kammende Zahnplatte oder Zahnstange gebildet ist. Um die internen Fliehkräfte auszugleichen, ist es von Vorteil, wenn zusätzlich em im Grundkorper angeordneter Ausgleichsschieber vorgesehen ist, der über eine ausgleichs-schieberfeste, mit dem Antriebsritzel kammende Zahnplatte gegensinnig zum Arbeitsschieber verschiebbar ist. Zur Reduzierung der Baugroße ist es zweckmäßig, wenn der Ausgleichs-Schieber zumindest teilweise aus einem Schwermetall besteht. Andererseits kann zu diesem Zweck der Arbeitsschieber mindestens einen Hohlraum aufweisen, wobei es für den einseitigen Spielausgleich im Bereich des Arbeitsschiebers von Vorteil sein kann, wenn mindestens ein in Verschieberichtung im Ab-stand von der Werkzeugaufnahme angeordneter Hohlraum mit einem Schwermetall ausgefüllt iεt. Da die Massenverteilung innerhalb des Werkzeugkopfes nur näherungsweise vorausberechnet werden kann, ist es für einen exakten Wuchtausgleich von Vorteil, wenn der Ausgleichsschieber ein abnehmbares oder austauschbares, vorzugsweise in seiner Masse durch Materialabtrag veränderbares Massenelement tragt.

Gemäß einer abgewandelten Ausgestaltung der Erfindung ist der Arbeitsschieber als um ein zur Grundkorperachse paralle-le Achse drehbarer Rundschieber ausgebildet, wahrend die Verzahnung durch em mit dem Antriebsritzel kämmendes Zahnrad gebildet ist. Die Werkzeugaufnahme ist bei diesem Ausführungsform exzentrisch auf dem Rundschieber angeordnet. Da sich bei der Drehung des Rundschiebers keine Massenverlage-rung ergibt, kann bei dieser Anordnung auf einen Ausgleichs-Schieber verzichtet werden.

Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß der Verstellmotor eine mit der getriebeseitigen Ausgangswelle fluchtende Abtriebswelle aufweist und daß die Getriebe-mittel als Untersetzungsgetriebe mit zueinander fluchtenden Ein- und Ausgangsachsen ausgebildet sind. Besonders einfach laßt sich dies verwirklichen, wenn das Untersetzungsgetriebe als Harmonic-Drive-Getriebe ausgebildet ist. Um dazuhin eine besonders kompakte Bauweise zu erzielen, wird gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, daß der Verstellmotor und die Getriebemittel zumindest teilweise radial und axial ineinandergeschachtelt angeordnet sind. Dies kann entweder dadurch erfolgen, daß der Verstellmotor oder dessen Antriebswelle einen zentralen Durchbruch zur Aufnahme der Getriebemittel aufweist oder daß die Getriebemittel einen zentralen Durchbruch zur Aufnahme des Versteilmotors aufweisen.

Um bei geringer Reibung eine hohe Stellgenauigkeit zu erzie-len, ist es von Vorteil, wenn der Arbeitsschieber in einer grundkorperfesten, spielfrei' gestellten, vorzugsweise pris-menförmigen Wälzfuhrung gefuhrt ist. Da die Wälzfuhrung durch die angreifenden Schneidkräfte trotz Vorspannung einer Momentenbelastung und Biegeverformung unterworfen ist, ist es vorteilhaft, wenn die Wälzfuhrung in ihrer elastischen Verformbarkeit begrenzt ist und wenn zusatzlich eine bei Erreichen der elastischen Verformungsgrenze wirksam werdende Gleitführung für den Arbeitsschieber vorgesehen ist. Dadurch wird einmal eine Verbesserung des Dämpfungsverhaltens auch bei hohen Belastungsspitzen erzielt. Zum anderen wird gewährleistet, daß sich an den Führungsrollen und am Schieber keine bleibenden Verformungen bilden können.

Grundsätzlich ist es möglich, auch den Ausgleichsschieber in einer grundkorperfesten Wälzfuhrung anzuordnen.

Zur Erhöhung der Verstellgenauigkeit ist es von Vorteil, wenn der Arbeitsschieber und das Antriebsritzel in ihrer Wirkverbindung spielfrei gestellt werden. Um dies zu erreichen, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß die ar-beitsschieberfeste Zahnplatte oder das Ritzel in zwei axial getrennte, relativ zueinander verschieb- oder verdrehbare und starr miteinander verbindbare Verzahnungsteile unterteilt sind.

Im Falle des in einer Linearführung verschiebbaren Arbeitsschiebers hat es sich aus baulichen und energetischen Gründen als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn der Arbeitsschieber und ein an diesem angeordneter, die zugehörige Zahnplatte tragender Schenkel ein im wesentlichen L-förmiges Profil aufweisen und wenn auch der Ausgleichsschieber und ein an diesem angeordneter, die zugehörige Zahnplatte tragender Schenkel ein im wesentlichen L-förmiges Profil aufweisen. Die die Zahnplatten tragenden Profilschenkel des Ar-beitsschiebers und des Ausgleichsschiebers sind dabei zweck-mäßig parallel zueinander ausgerichtet und auf einander gegenüberliegenden Seiten des Antriebsritzels angeordnet.

Um eine hohe Montage- und Wartungsfreundlichkeit zu erzielen, wird gemäß einer alternativen oder bevorzugten Ausge-staltung der Erfindung vorgeschlagen, daß der Grundkörper in eine Schieberbaugruppe zur Aufnahme des Arbeitsschiebers und gegebenenfalls des Ausgleichsschiebers, eine Antriebsbaugruppe zur Aufnahme des Versteilmotors und der Getriebemittel und eine den Werkzeugschaft aufweisende Anschlußbaugrup-pe unterteilt ist, die an axialen Trennstellen lösbar miteinander verbunden sind. Die Schieberbaugruppe enthält dabei zweckmäßig eine Meßeinrichtung zur direkten Messung des Ver-stellwegs des Antriebsschiebers relativ zum Grundkörper. Weiter ist in der Schieberbaugruppe und/oder der Antriebs-baugruppe eine mit der Meßeinrichtung verbundene Meß- und Regelelektronik zur Ansteuerung des VerStellmotors angeord- net . In der Anschlußbaugruppe befindet sich eine Schnittstelle für eine induktive Stromversorgung oder Datenübertragung, während zusätzlich im Grundkörper, vorzugsweise im Bereich der Schieberbaugruppe eine Schnittstelle für eine gal-vanische Stromversorgung und Datenübertragung angeordnet sein kann.

Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß der Arbeits- und der Ausgleichsschieber unter Bildung eines Freiraums in axialem Abstand voneinander angeordnet sind und daß die Zahnplatten des Arbeitsschiebers und des Ausgleichsschiebers sowie das am freien Ende der Ausgangswelle angeordnete Antriebsritzel in den Freiraum eingreifen. Um dies zu ermöglichen, weist der Ausgleichsschieber zweckmäßig ein Langloch für den Durchgriff der Ausgangswelle auf. Um die am Antriebsritzel angreifenden Kräfte ohne Einbuße an Verstellgenauigkeit auf den Grundkörper übertragen zu können, ist es dabei vorteilhaft, wenn die Antriebsbaugruppe mit einer axial überstehenden Lagerhülse für die Ausgangswelle in eine axial offene Ausnehmung der Schieberbaugruppe eingreift. Die Lagerhülse greift dabei zweckmäßig durch das Langloch des Ausgleichsschiebers hindurch.

Eine weitere bevorzugte oder alternative Ausgestaltung zur Lösung der Erfindungsaufgabe sieht vor, daß der Verstellmotor mit seinem rotationssymmetrischen Motorgehäuse in einer zur Grundkörperachse konzentrischen Ausnehmung des Grundkörpers angeordnet ist, die einen durch das Motorgehäuse begrenzten, flüssigkeitsdichten, mit einem Kühlmittelstrom be-aufschlagbaren Spaltraum für die Motorkühlung enthalten kann. Der den Spaltraum enthaltenden Teil der Ausnehmung ist zweckmäßig in der Anschlußbaugruppe angeordnet. Da auch im Bereich der Stromversorgungs- und Datenübertragungsschnittstelle thermische Energie abgeführt werden muß, ist es von Vorteil, wenn die Stromversorgungs- und Datenübertragungs-schnittstelle in einem außenseitig breitflächig mit einem Kühlmittelstrom beaufschlagbaren Gehäuseteil der Anschlußbaugruppe angeordnet ist.

Zur Versorgung der Werkzeugaufnahme mit einem Kühlschmier-mittel kann der Arbeitsschieber mit einer mit der Werkzeugaufnahme kommunizierenden, parallel zur Verstellrichtung des Arbeitsschiebers ausgerichteten Radialbohrung für den Anschluß an eine grundkörperfeste Kühlschmiermittelleitung versehen werden. Die grundkörperfeste Kühlschmiermittellei-tung weist zu diesem Zweck ein in die Radialbohrung gleitend und flüssigkeitsdicht eingreifendes Steckrohr auf.

Um die Schieberbaugruppe gegen Schmutz- und Kühlschmiermittelzutritt abzudichten, weist sie ein über ein Deckelteil mit dem Grundkörper dreh- und verschiebetest verspanntes Mantelrohr auf.

Der erfindungsgemäße Werkzeugkopf wird mit Vorteil als Plandrehkopf oder Ausdrehkopf eingesetzt.

Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung in schematischer Weise dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 eine Seitenansicht eines als Plandrehkopf ausgebildeten Werkzeugkopfs;

Fig. 2 eine Draufsicht auf den Werkzeugkopf nach Fig. 1 ;

Fig. 3 einen Schnitt entlang der Schnittlinie III-III der Fig. 2;

Fig. 4 einen Schnitt entlang der Schnittlinie IV-IV der Fig. 2;

Fig. 5 einen Schnitt entlang der Schnittlinie V-V der Fig.

4 ;

Fig. 6 eine Draufsicht auf die Antriebsbaugruppe des Werkzeugkopfs bei abgenommener Schieberbaugruppe;

Fig. 7 eine Draufsicht auf ein gegenüber Fig. 1 bis 6 abgewandeltes Ausführungsbeispiel eines Plandrehkopfs mit als Rundschieber ausgebildetem Arbeitsschieber;

Fig. 8 eine Draufsicht auf ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel eines Plandrehkopfs mit zwischen Antriebsritzel und Arbeitsschieber angeordnetem, als Keilgetriebe ausgebildetem Zwischengetriebeelement.

Der in der Zeichnung dargestellte Werkzeugkopf ist als Plandrehkopf für den Einsatz in Werkzeugmaschinen bestimmt. Der Werkzeugkopf besteht im wesentlichen aus einem um eine Drehachse 12 drehbaren Grundkörper 10, einem im Grundkörper 10 quer zur Drehachse 12 verschiebbaren, eine Werkzeugaufnahme 14 für ein Schneidwerkzeug tragenden Arbeitsschieber 16, einem in entgegengesetzter Richtung des Arbeitsschiebers 16 im Grundkörper 10 verschiebbaren Ausgleichsschieber 18 (nur Fig. 1 bis 6), einer Meßeinrichtung 20 zur direkten Ver-stellwegmessung des Arbeitsschiebers 16 relativ zum Grund-körper 10, einem unter Zwischenschaltung eines Untersetzungsgetriebes 22 auf den Arbeitsschieber 16 und den Ausgleichsschieber 18 einwirkenden elektrischen Verstellmotor 24, einer Stromversorgungseinrichtung 26 und einem axial über den Grundkörper 10 überstehenden Werkzeugschaft 28, der mit einer nicht dargestellten Maschinenspindel einer Werkzeugmaschine kuppelbar ist.

Der Werkzeugkopf ist aus drei an axialen Trennstellen 30,32 lösbar miteinander verbindbaren Baugruppen zusammengesetzt, einer den Arbeitsschieber 16 und den Ausgleichsschieber 18 aufnehmenden Schieberbaugruppe 34, einer den Verstellmotor 24 und das Untersetzungsgetriebe 22 enthaltenden Antriebsbaugruppe 36 und einer den Werkzeugschaft 28 und die Strom-Versorgungseinrichtung 26 enthaltenden Anschlußbaugruppe 38. Die Schieberbaugruppe 34 wird an ihrem Umfang von einem Man-telring 40 aus Metall oder Kunststoff umfaßt und stirnseitig durch ein Deckelteil 42 verschlossen. Die Verbindung der Schieberbaugruppe 34 und der Antriebsbaugruppe 36 erfolgt mit Hilfe der achsparallelen Schrauben 44, die durch das Deckelteil 42 und nicht dargestellte Durchgangsoffnungen der Schieberbaugruppe 34 hindurch in Gewindebohrungen 46 der Antriebsbaugruppe 36 eingedreht sind. Die Anschlußbaugruppe 38 ist von der anderen Stirnseite her mittels Schrauben 48 an der Antriebsbaugruppe 36 angeschraubt.

Der mit der Werkzeugaufnahme 14 durch ein Langloch 50 des Deckelteils 42 hindurchgreifende Arbeitsschieber 16 ist in einer grundkörperfesten prismenförmigen Wälzführung 52 in Verschieberichtung gefuhrt. Die Wälzfuhrung ist dabei mittels nicht dargestellter, gegen die grundkörperfesten Füh-rungsprismen 54 andruckender Klemmkeile spielfrei gestellt. Da die Wälzfuhrung 52 bei hohen Schneidkräften über die Werkzeugaufnahme 54 einer Momentenbelastung ausgesetzt ist, die zu einer Biegeverformung führen kann, ist zusätzlich eine bei Erreichen der elastischen Verformungsgrenze wirksam werdende Gleitführung 56 für den Arbeitsschieber 16 vorgesehen. Im unbelasteten Zustand bildet sich vor dem Gleitlager 56 ein Freiraum 58 aus, in den hinein sich das arbeitsschie-berfeste Führungsprisma 58 im Belastungszustand biε zur Anlage gegen das Gleitlager 56 elastisch verbiegen kann. Das Gleitlager sorgt dafür, daß bei schwerer Zerspanung das

Werkzeug über das Gleitlager 56 gedämpft und dadurch ein Rattern oder Vibrieren vermieden wird. Der Arbeitsschieber ist auf seiner einen Breitseite mit Hohlräumen 17 versehen. Aus Fig. 3 ist zu ersehen, daß der in größtem Abstand von der Werkzeugaufnahme 14 in Verschieberichtung angeordnete Hohlraum mit einem Schwermetall 19 ausgefüllt.

Der vorzugsweise aus einem Schwermetall bestehende Ausgleichsschieber 18 ist ebenfalls in einer grundkörperfesten Wälzführung 60, die nicht spielfrei gestellt sein muß, ge-führt. Auf seiner einen Breitseite ist der Ausgleichsschieber 18 mit einem abnehmbaren oder austauschbaren plattenför-migen Massenelement 21 bestückt, das für den Wuchtausgleich in seiner Masse durch Materialabtrag veränderbar ist.

Der Arbeitsschieber 16 und der Ausgleichsschieber 18 sind in axialem Abstand voneinander angeordnet. Wie insbesondere aus Fig. 4 zu ersehen ist, weisen sie ein im wesentlichen L-förmiges Profil auf, wobei an den jeweils kurzen, in den Abstandsbereich 66 eingreifenden Schenkeln 67,69 Zahnplatten 68,70 angeordnet sind, die mit einem auf der zur Drehachse 12 koaxialen Ausgangswelle 72 des Untersetzungsgetriebes 22 angeordneten Antriebsritzel 74 kämmen. Auf diese Weise werden der Arbeitsschieber 16 und der Ausgleichsschieber 18 bei drehendem Antriebsritzel 74 gegensinnig verschoben.

Die Ausgangswelle 72 ist in einer axial über die Antriebsbaugruppe 36 überstehenden Lagerhülse 76 mittels zweier Kugellager 77 gelagert. Sie greift zusammen mit der Lagerhülse durch eine Öffnung 78 in der Schieberbaugruppe 34 und durch ein Langloch 80 im Ausgleichsschieber 18 von der Seite der Antriebsbaugruppe 36 her ein.

Bei dem Untersetzungsgetriebe 22 handelt es sich um ein Har-monic-Drive-Getriebe, dessen ovale Antriebsscheibe 82 mit der zur Drehachse 12 koaxialen Abtriebswelle 84 des Versteilmotors 24 gekuppelt ist, dessen innenverzahnter Ring 86 mit Hilfe der Schrauben 88 mit dem Grundkörper 10 im Bereich der Antriebsbaugruppe 38 drehfest verbunden ist und dessen flexible außenverzahnte Hülse 90 über das Kupplungsstück 92 mit der Ausgangswelle 72 gekuppelt ist.

Der in Fig. 3 und 4 vereinfacht dargestellte, mit einem Drehgeber 94 bestuckte Verstellmotor 24 steht mit seinem Motorgehäuse 95 über die Antriebsbaugruppe 36 axial über und greift dort in eme zur Drehachse 12 konzentrische topfarti-ge Ausnehmung 96 der Anschlußbaugruppe 38 unter Freilassung eines Spaltraums 98 ein. Der Spaltraum 98 kommuniziert mit den Kanälen 100,102 der Anschlußbaugruppe 38 und ist über diese von der Werkzeugmaschine her mit einem Kuhlmittel beaufschlagbar. Auf diese Weise kann die beim Betrieb des Ver-Stellmotors anfallende Abwarme abgeführt werden.

Die Stromversorgungseinrichtung 26 weist ein an der Anschlußbaugruppe 38 angeordnetes Spulengehause 104 auf, m dem sich eme in einer mechanisch belastbaren Gußmasse aus Kunststoff oder Kunstharz eingebettete Sekundarspule mit zugehöriger Stabilisierungselektronik befindet.

Die Sekundarspule ist Bestandteil einer induktiven Übertragungsstrecke der Stromversorgungseinrichtung 26, die für die Stromversorgung deε Verstellmotors 24 und der im Werkzeugkopf enthaltenen Elektronikschaltungen 106 sorgt. Weiter dient die Induktionsstrecke zur bidirektionalen Datenübertragung, wobei die Datensignale dem Induktionsεtrom aufmoduliert werden. Die nicht dargestellte Primarspule der Strom-Versorgungseinrichtung 26 ist in einem maschinenseitigen

Spulengehause angeordnet, das radial außerhalb des Werkzeug-schaftes 28 in einen freien Zwiεchenraum zwischen der Stirnflache einer Maschinenspindel und der Stirnflache des werk-zeugkopfseitigen Spulengehauses 104 eingreift. Auf der Außenseite des Spulengehauses 14 befindet sich ein Spaltraum

108, der über Kanäle 109 mit dem motorseitigen Spaltraum 98 kommuniziert und dadurch mit Kuhlmittel beaufschlagbar ist. Auf diese Weise kann die in der Sekundarspule der Stromversorgungseinrichtung 26 entstehende Abwarme nach außen abge-fuhrt werden.

Ein Teil des über die Kanäle 100,102 zugefuhrten Kuhlschmiermittels wird innerhalb des Grundkorpers 10 der Werkzeugaufnahme 14 und über diese dem nicht dargestellten Schneidentrager zugeführt. Zu diesem Zweck weist der Arbeitsschieber 16 eine parallel zu seiner Verschieberichtung ausgerichtete, bis zur Werkzeugaufnahme 14 reichende Radialbohrung 110 auf, in die ein mit den grundkorperseitigen Kühlmittelkanalen 112 kommunizierendes Steckrohr 114 gleitend und flussigkeitsdicht eingreift.

Im Bereich der Schieberbaugruppe befindet sich zusätzlich eine Schnittstelle mit einer Steckerbuchse 116 für die galvanische Stromversorgung und Datenübertragung.

Das in Fig. 7 in einer Draufsicht dargestellte Ausfuhrungs-beispiel eines Plandrehkopfs unterscheidet sich von dem Aus-fuhrungsbeispiel nach Fig. 1 bis 6 dadurch, daß der Arbeitsschieber 16 als exzentrisch auf dem Werkzeugkopf angeordneter Rundschieber ausgebildet ist, der über das Antriebsrit-zel 74 und ein mit dem Arbeitsschieber starr verbundenes Zahnrad 68' unter im wesentlichen radialer Verstellung der Werkzeugaufnahme 14 drehbar ist. Durch die Drehung des Rundschiebers 16 ergibt sich keine Massenverlagerung, so daß in diesem Falle kein Ausgleichsschieber erforderlich ist. Da-durch kommt man mit einer erheblich niedrigeren Antriebsleistung des Versteilmotors 24 aus.

Das in Fig. 8 in einer Draufsicht dargestellte Auεführungs-beispiel eines Plandrehkopfs unterscheidet sich von dem Aus-fuhrungsbeispiel nach Fig. 1 bis 6 dadurch, daß zwischen dem Antriebsritzel 74 und dem als Linearschieber ausgebildeten Arbeitsschieber 16 ein Zwischengetriebeelement 120 angeordnet ist, das in Richtung des Doppelpfeils 122 linear im Werkzeugkopf geführt ist, eine mit dem Ritzel 74 kämmende Linearverzahnung 124 sowie eine zum Arbeitsschieber 16 wei-sense Schrägverzahnung 126' aufweist, die mit einer komple- mentären Schrägverzahnung 126'' im Sinne eines Keilgetriebes zusammenwirkt, so daß der Arbeitsschieber unter radialer Verstellung der Werkzeugaufnahme 14 in Richtung des Doppelpfeils 118 verschoben wird. Die Schrägverzahnung 126 ',126'' führt zu einer zusätzlichen Untersetzung des Verschiebewegs des Arbeitsschiebers 16 und zu einer Selbsthemmung in jeder Zwischenlage . Die Schrägverzahnung 126', 126'' kann außerdem mit einfachen Mitteln spielfrei gestellt werden.

Zusammenfassend ist folgendes festzustellen: Die Erfindung bezieht sich auf einen Werkzeugkopf für den Einsatz in Werkzeugmaschinen. Der Werkzeugkopf weist einen Grundkörper 10, einen axial über den Grundkörper überstehenden, mit einer Maschinenεpindel verbindbaren Werkzeugεchaft 28, mindestens einen quer zur Grundkörperachse 12 verstellbaren Arbeitsschieber und einen im Grundkörper angeordneten, über Getriebemittel 22,72,74, 68 in Verstellrichtung auf den Arbeitsschieber 16 einwirkenden Verstellmotor 24 auf. Um eine kompakte, montagefreundliche und betriebssichere Bauweise zu erzielen, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß die

Getriebemittel eine koaxial zur Grundkörperachse ausgerichtete Ausgangswelle 72 aufweisen, die ein mit einer arbeitsschieberseitigen Zahnplatte 68,124 kämmendes Antriebsritzel 74 trägt. Eine weitere Verbesserung in dieser Hinsicht wird erzielt, wenn der Verstellmotor 24 eine mit der getriebesei-tigen Ausgangswelle 72 fluchtende Abtriebswelle 84 aufweist. Zur Verbesserung der Montagefreundlichkeit ist der Werkzeugkopf in drei an axialen Trennstellen 30,32 lösbar miteinander verbindbaren Baubaugruppen zusammengesetzt, einer den Arbeitsschieber 16 enthaltenden Schieberbaugruppe, einer den

Verstellmotor und die Getriebemittel enthaltenden Antriebε-baugruppe 36 und einer den Werkzeugεchaft 28 und die Stromversorgungseinrichtung 26 enthaltenden Anschlußbaugruppe 38.