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1. (WO1980000746) PROCEDE POUR LA LOCALISATION DE FUITES ET BOITE DE MESURE POUR LA MISE EN OEUVRE DE CE PROCEDE
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Verfahren zur Leckortung sowie dabei verwendbarer Meßschacht

Techni sches Gebiet;

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Überwachung von vermaschten Leitungen bzw. Leitungsnetzen, wie insbesondere öffentlichen Trinkwasserleitungsnetzen, auf Leckverluste und zur Leckortung, sowie auf einen bei der Durchführung des Verfahrens verwendbaren einbaubaren vorgefertigten Meßschacht.

Bei öffentlichen Trinkwasserleitungsnetzen treten u. U.
erhebliche Verluste aufgrund von Rohrbrüchen, Undichtigkeiten und dgl - auf. Solche Undichtigkeiten können
witterungsbedingt sein, d.h., daß nach Zeiten großer
Trockenheit oder starken Frostes die Leckverluste ansteigen. Leckverluste dieser Art sind oft nicht erkennbar, da die Leitungen im Allgemeinen erdverlegt sind.
Unter Verlusten ist im wesentlichen die Wassermenge zu verstehen, die sich im wesentlichen aus der Differenz der dem Netz zugeführten Wassermenge und der Verbrauchern in Rechnung stellbaren Wassermenge ergibt.

Zugrundeliegender Stand der Technik:

Zur Überwachung von Leitungen auf Leckverluste und zur
Leckortung in diesen Leitungen ist es bei Erdöl-Pipelines bekannt, Kontrollstellen im Verlauf der Leitungen einzurichten und die dort erfaßten Durchflußeigenschaften, wie Durchflußmenge, Durchflußrichtung, Durchflußgeräusch, Fluiddruck oder dgl. in Bezug auf das den Leitungen zugeführte und aus diesen wieder abgeführte Fluid auszuwerten, um anschließend bei Feststellen eines Lecks den Leitungsverlauf zwischen zwei solchen Kontrollstellen mittels gezielter Meß- und Ortungsmaßnahmen zu orten und anschli essend zu beseitigen. Bei Erdöl oder dergleichen umweltschädigenden Medien erfolgt die Überwachung kontinuierlich. Auch die Auswertung erfolgt kontinuierlich oder quasikontinuierlich (z. B. im Multiplex). Solche Verfahren sind beispielsweise bekannt aus: "Z. 3R International, 15. Jg.
(Juli 1976) H.7, S. 375-381", "Z. TÜ 11 (Juni 1970) Nr.6, S. 213-215", "z.Öl-Zeitschrift für die Mineralölwirtschaft (1973) S.2-6"

Zur Erkennung von Leckverlusten und zur Leckortung in vermaschten Leitungsnetzen wie insbesondere öffentlichen
Trinkwasserleitungsnetzen ist es traditionell üblich, das Le tungsnetz abzufahren und mittels üblicher Ortungsverfahren nachzuprüfen, ob Lecks vorhanden sind. Abgesehen-,davon, daß mit dem derzeit üblichen Verfahren im Allgemeinen nur große Lecks erfaßt werden können, während Undichtigkeiten und geräuschlose Lecks meist unentdeckt bleiben, haftet dem bekannten Verfahren der Nachteil an, daß eine bestimmte
Stelle des Leitungsnetzes nur in sehr großen Zeitabständen, meist einmal jährlich, überprüft wird, wobei andererseits bereits unmittelbar nach der Überprüfung an dieser Stelle erneut ein. Leck auftreten kann und dieses erst bei der nächsten Überprüfung festgestellt wird. Insbesondere bei neuverlegten und vor der Inbetriebnahme auf Dichtigkeit überprüften Leitungssystemen ist dieser Nachteil gravierend, da die Überprüfung dieser Leitungssysteme meist erst einige Jahre später begonnen wird.

Die bei Öffentlichen Trinkwasserleitungsnetzen festgestellten Verluste können 10 % deutlich übersteigen, insbesondere, wenn es sich um nichtsanierte Altbaugebiete handelt, oder wenn es sich um einen geologisch problema tischen Untergrund handelt. Da das Trinkwasser unter Aufwendung erheblicher Kosten gefördert und häufig aufbereitet werden muß (beispielsweise mittels Entsalzungsanlagen oder dgl.) sind die volkswirtschaftlichen Verluste erheblich.

Falls die bei Erdöl -Pipiline s bekannten Verfahren, die sehr große Genauigkeit erfordern, bei der Überprüfung von vermaschten Leitungsnetzen angewendet werden sollten, so müßte eine sehr große Anzahl von Meß- und Kontrollstellen eingerichtet werden, da nämlich mittels der bekannten Verfahren nur ein auch unter Berücksichtigung von Hausanschlüssen abzweigfreier Leitungsabschnitte überprüft werden kann. Darüber hinaus erfolgt die Auswertung bei den bekannten Verfahren ständig. Die bekannten Verfahren sind somit bei vermasbhten Leitungsnetzen, in denen die Leitungslänge zwischen Verzweigungs-u. Abnahmepunkten mitunter nur wenige Meter beträgt, nicht nur einerseits aus praktischen Gründen, sondern im wesentlichen aus Kostengründen nicht anwendbar. Darüber hinaus ist die von den verschiedenen Meß- und Kontrollstellen stammende und ständig auftretende Informations- und Datenflut selbst mittels
Großrechner praktisch nicht mehr verarbeitbar.

Es ist somit Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren anzugeben, mit dem Lecks in vermaschten Leitungsnetzen möglichst schnell und kostengünstig erfaßt werden können.

Offenbarung der Erfindung:

Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß das Verbraucherverhalten einen bestimmten, sich wiederholenden Rythmus besitzt, während die Verluste an einem Leck im wesentlichen konstant bleiben. Weiter geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, daß Lecks das Durchflußverhalten nicht nur in dem kurzem Leitungsabschnitt zwischen zwei Verzweigungspunkten beeinflußen, sondern auch Einfluß auf benachbarte Leitungen, also auf ein wieder vermaschtes Unter-Leitungsnetz des gesamten Leitungsnetzes, nehmen. Die Erfindung löst die Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch, daß bei der Überwachung von vermaschten Leitungsnetzen, wie insbesondere öffentlichen Trinkwasserleitungsnetzen, in deren Verlauf die Kontrollstellen angeordnet sind, diese innerhalb eines vermaschten Unter-Leitungsnetzes zur Bildung von Kontrollbezirken, die sowohl untereinander verbunden als auch getrennt sein können, angeordnet werden und durch sie die Durchflußeigenschaften während einer regelmäßigen und stets während der gleichen Meßzeit erfolgenden Kurzzeitmessung von etwa einer halben Stunde täglich, insbesondere während der Nachtstunden bzw. während Zeiten, während denen die gegelmäßig gemessenen Durchflußeigenschaften über vergleichsweise sehr lange Zeiträume im wesentlichen
konstant bleiben, wie in verbrauchsarmen Zeiten, jedoch für alle Kontrollstellen im wesentlichen gleichzeitig automatisch erfaßt und ausgewertet werden.

Damit wird einerseits erreicht, daß die bei der Auswertung zu verarbeitenden Informationen und Daten überschaubar sind, wobei andererseits ein Leck bereits kurz nach der Enistehung erfaßt werden kann. Weiter können Lecks einer Größenordnung erfaßt werden, die mittels der bisherigen Verfahren bei Wasserleitungsnetzen nicht erfaßt wurden. Der .genaue Ort des Lecks ist dann ausgehend von der Feststellung des Kontrollbezirks, in dem das Leck aufgetreten ist, mittels herkömmlicher Verfahren oder durch schrittweise Wiederholung des erfindungsgemäßen Verfahrens vergleichsweise schnell feststellbar und kann dann sehr schnell beseitigt werden. Dadurch, daß Zeiten zur Erfassung des Durchflußverhaltens herangezogen werden, während denen der Verbrauch niedrig ist, wobei der Verbrauchspegel über längere Zeiträume im wesentlichen konstant bleibt, ist die Empfindlichkeit bei der Leckortung stark vergrößert, da die Meßgeräte in ihrem Meß- und damit auch ihrem Empfindlichkeitsbereich auf diesen im wesentlichen konstanten Pegel abstimmbar sind. Als besonders günstige Orte für Kontrollstellen sind solche anzusehen, an denen eine Durchflußrichtungsumkehr aufgrund der Verbrauchergewohnheiten und, damit regelmäßig auftritt.

Die Auswertung der Messungen kann dabei sowohl vorort als auch in einer Zentrale erfolgen.

Vorteilhaft bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist weiter, daß auch bereits bestehende Lecks erfaßt werden können, wobei allerdings zunächst ein statistischer durchschnittlicher Pegel der gemessenen Durchflußeigenschaft für den Zeitraum der Kurzzeitmessung festgestellt werden muß, wobei dann ausgehend von dem tatsächlich festgestellten
Meßwert gegebenenfalls auf das Vorliegen eines bereits bestehenden Lecks geschlossen werden kann. Dieses kann dann mittels herkömmlicher Verfahren in seiner genauen Lage bestimmt werden.

Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist zur Bildung einer Kontroll- und/oder Meßstelle ein einbaubarer vorgefertigter Meßschacht von besonderem Vorteil.
Es ist möglich, einen derartigen Meßschacht schnell zu installieren und auch auf die jeweils interessierende
Durchflußeigenschaft umzurüsten, bzw. Art und Funktion der Messung je nach Bedarf zu ändern.

Die Erfindung wird durch die weiteren in den Unteransprüchen gekennzeichneten Maßnahmen vorteilhaft weitergebildet.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen:

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 schematisch eine Darstellung eines vermaschten
Leitungsnetzes, bei dem die Erfindung angewendet
wird,
Fig. 2 im Schnitt einen vorgefertigten einbaubaren MeßSchacht,
Fig. 3 den Schnitt III-III in Fig. 2,
Fig. 4 eine Einzelheit des Meßschachts gemäß Fig. 2,
Fig. 5 eine Aύsbildungsalternative eines Teils des Meßschachts gemäß Fig. 2,
Fig.6, 7 im Längsschnitt bzw. im Querschnitt eine andere
Ausbildung einer Kontrollstelle.

Bester Weg zur Ausführung der Erfindung:

Das in Fig. 1 schematisch dargestellte öffentliche
Trinkwasserleitungsnetzt 2 besitzt typischen Aufbau. Aufbereitetes Trinkwasser wird dem Wassernetz 2 einerseits von einem Hochbehälter 1 zugeführt, dessen Pegelstand
mittels einer Meßeinrichtung 15 erfaßt wird. Andererseits erhält das Wassernetz 2 Wasser von einer Pumpstation mit Erdbehälter 7 der Wasser von Versorgungsbrunnen 14 zugeführt wird. Dem Wassernetz 2 ist weiter als Zentrale ein Wasserwerk 3 zugeordnet. Das Wassernetz 2 weist als typische Bestandteile ein Altstadtgebiet 4, ein Neubaugebiet 5 λsowie Industriegebiete 6 auf. Weiter ist schematisch ein Leitungsstück eines Abwasserkanals 8 dargestellt, der Teil eines ähnlichen Kanalisationsnetzes bildet. Pfeile in den Leitungen des Wassernetzes 2 geben die übliche Strömungsrichtung des fließenden Trinkwassers an.

In dem Wassernetz 2 sind verschiedenartige Meß- und Kontrollstellen angeordnet, die zur Durchführung der Erfindung verwendet werden können.

Insbesondere sind vorgesehen Kontrollstellen 9 mit induktiver Messung, als Kontrollstellen ausgebildete oder ausbildbare Hydranten 10 und als Kontrollstellen ausge bildete Meßschächte, wie sie in den Figuren 2-5 dargestellt werden.

Dabei sind Kontrollstellen 12 vorgesehen, in denen eine
Messung in zwei Richtungen durchgeführt wird, wie das
durch das Symbol J dargestellt ist, sowie Kontrollstellen 13, bei denen eine induktive Messung in zwei Richtungen durchgeführt wird, wie das durch ein Pfeil-Symbol erläutert ist. Einige Kontrollstellen 18 sind dabei längs einer Linie vorgesehen, die durch bezüglich des Strσmungsverhaltens Wendepunkte des Leitungsnetzes hindurchgeht, wie das durch die Strichlinie 17 dargestellt ist.

Wie das bei einigen Kontrollstellen dargestellt ist, werden die dort erfaßten Meßwerte zur Zentrale 3 übertragen und auf einem schematisch dargestellten Mehrfachschreiber 16 aufgezeichnet. Die Meßwertübertragung kann dabei drahtlos erfolgen, wie das durch das Symbol 19 dargestellt ist. Ein örtliches Signal 20, das anzeigt, daß an der entsprechenden Kontrollstelle 11 der Durchschnittswert der Durchflußeigenschaft während der Kurzzeitmessung überschritten worden ist, kann isoliert, aber auch zusammen mit der Meßsignalübertragung 19 zur Zentrale 3, wie das durch 21 wiedergegeben ist, vorgesehen sein.

Wie sich das aus Fig. 1 weiter aufgrund der schematischen Darstellung ergibt, sind einige der Kontrollstellen 11 so ausgebildet, daß sie ständig in Betrieb sind, d.h., also die Kurzzeitmessung regelmäßig durchführen, während andere Kontrollstellen erst dann in Betrieb genommen werden, wenn die ständig betriebenen Kontrollstellen ein Leck im durch sie überwachten Kontrollbezirk anzeigen. In gleicher Weise können die Hydranten 10 auch erst dann als Kontrollstelle 22 verwendet werden, wenn die ständig betriebene Kontrollstelle 11 des jeweiligen Kontrollbezirks ein Leck anzeigt.

Dies ist besonders deutlich im Altstadtgebiet 4 zu sehen, das einerseits stark vermascht ist, das andererseits auch stark für die Entstehung von Lecks anfällig ist.

Es hat sich gezeigt, daß das Verbraucherverhalten zwar in verbrauchsreichen Zeiten sehr stark unterschiedlich und schwankend sein kann, daß es aber verbrauchsarme
Zeiten gibt, während denen das Verbrauchsverhalten praktisch keinen Schwankungen unterworfen ist. Als besonders günstig sind dabei die frühen Morgenstunden zwischen
1.00 Uhr und 3.00 Uhr (im Ausland häufig zwischen 4.00 Uhr und 6.00 Uhr) anzusehen, in denen die Wasserverluste den normalen Nachtverbrauch z.T. erheblich übersteigen, so daß Messungen in diesen verbrauchsarmen Zeiten besonders effizient durchgeführt werden können. Es genügt eine Kurzzeitmessung von etwa einer halben Stunde täglich oder auch wöchentlich während dieser Zeit, um zu sehr genauen Aussagen über Lecks in dem jeweils überwachten Kontrollbezirk zu gelangen. Da während dieser verbrauchsarmen
Zeiten die- gemessene Durchflußeigenschaft sehr konstant und ohne starke Schwankungen ist und die verwendeten Meßgerate nur während dieser Kurzzeitmessung betrieben werden, können vergleichsweise kleine Lecks erfaßt werden, die zwar auf den Pegel der Durchflußeigenschaft während der Hauptverbrauchsstunden praktisch keinen Einfluß besitzen, die jedoch bei dem vergleichsweise niedrigen Pegel während der Kurzzeitmessung erfassbar sind. Durch Auswahl geeignete Meßgeräte können Lecks mit einem Verlust von weniger als 0,5 m /h festgestellt werden, wenn die Durchflußeigenschaft sich durch besondere Gleichmäßigkeit auszeichnet, wie z.B. in reinen Wohngebieten.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist auch zur Feststellung und Lokalisierung alter, bereits bestehender Lecks geeignet, d.h., solcher Lecks, die bereits vor dem Einbau der Kontrollstellen 11 vorhanden waren. Dabei wird u. a. auch von der Erkenntnis ausgegangen, daß ein Leck, abenauch die Beseitigung eines Lecks, erhebliche und weitreichende
Auswirkungen auf die Durchflußeigenschaften in zumindest einem Teilnetz, das nicht mit dem Kontrollbezirk übereinstimmen muß,, besitzt, so daß auf diese Weise fortschreitend auch bestehende Lecks bereits nach Vorsehen der Kontrollstellen bzw. nach Einbau der Meßschächte
in einem vermaschten Netz erkannt und anschließend beseitigt werden können. Dabei muß allerdings bei der Auswertung der Meßergebnisse zur Feststellung des alten Lecks etwas anders vorgegangen werden, als bei der Auswertung der Ergebnisse zur Feststellung neuentstandener Lecks.

Zunächst ist die Ermittlung eines durchschnittlichen Wasserverlustwertes des gesamten vermaschten Rohrleitungsnetzes, d. h., des Wassernetzes 2, erforderlich, der sich aus dem bei einer Jahresabrechnung ermittelten Gesamtjahresverlust, umgerechnet in m3/h, und der Länge des Wassernetzes 2 ergibt. Daraus ist für jeden Kontrollbezirk und damit für jede Kontrollstelle 11 ein individueller durchschnittlicher Verbrauchswert während der kurzen Meßzeit ermittelbar. Ausgehend von der Abweichung des gemessenen Ist-Verbrauchswertes und des vorgegebenen durchschnittlichen Verbrauchswertes kann auf die Wasserverluste des Kontrollbereichs geschlossen werden. Dann kann ausgehend von der Feststellung der Größenordnung der Verluste im Kontrollbereich durch herkömmliche Ortungsverfahren die Verlustbehaftete Rohrnetzstrecke und letztendlich die Leckstelle gefunden werden.

Als herkömmliche Verfahren zur Ortung eines Lecks sind anzusehen: (i) das sogenannte Abschiebern, d.h., das Abtrennen von Teilstrecken innerhalb des vermaschten Teil netzes, (ii) das sogenannte Abhorchen mittels ortsbeweglicher Meßeinrichtungen von der Erdoberfläche aus,
(iii) das künstliche Erzeugen von Durchflußänderungen.
beispielsweise durch Erzeugen eines Druckstoßes und Auswertung der sich deshalb ergebenden Änderungen der Meßwerte, (IV) das Aufgraben, d.h. Freilegen der Leitung und und SichtÜberprüfung, wobei letztere Vorgehensweise aus Kostengründen erst dann durchgeführt werden sollte, wenn der Ort des Lecks auf einen vergleichsweise kurzen Leitungsabschnitt eingeschränkt worden ist, zumal zur Beseitigung des Lecks sowieso aufgegraben werden muß, (v) die Messung von Schalleigenschaften der Leckstellen an Rohrleitungskontaktpunkten.

Während es bei der Errichtung von neuen Leitungsnetzen in beispielsweise Neubaugebieten möglich ist, den Ort der Kontrollstelle 11 bereits bei der Planung vorzusehen, kann es bei bereits bestehenden Leitungsnetzen wie in Altbaugebieten 4 neben dem gezielten Vorsehen an bestimmten Stellen zweckmäßig sein, Kontrollstellen an der Stelle 'erfaßter und aufgegrabener Lecks anzuordnen, da dann die Tatsache, daß eine Baugrube besteht, sinnvoll und kostengünstig ausgenutzt werden kann. Bei solchen PControllstellen kann es sich durchaus um solche handeln, die nicht ständig betrieben werden.

Zur Ortung von Lecks ist es zweckmäßig, Kontrollstellen 11 so im Wassernetz 2 vorzusehen, daß der überwachte Kontrollbezirk je nach Art und Zustand der jeweiligen Leitungen eine sehr geringe Rohrleitungslänge umfaßt. Falls der Kontrollpunkt eine Kontrollstelle 18 ist, an der das Wasser in unterschiedlichen Richtungen fließt, kann eine größere Rohrnetzlänge überwacht werden.

Es sei bemerkt, daß sich das erfindungsgemäße Verfahren auch zur Überwachung von Netzen eignet, die mittels der herkömmlichen Verfahren praktisch nicht überwachbar sind, wie beispielsweise Netzteile aus nichtmetallischen Werkstoffen (Asbestzement oder dgl.).

Als Kontrollstellen können bereits bestehende Einsteigschächte und auch Hydranten (Kontrollpunkte 10,22) verwendet werden, an denen lediglich die erforderlichen Meß geräte vorgesehen werden müssen. Falls aus Platzgründen lediglich der Meßfühler vorgesehen werden kann, kann das Meßgerät auch in bei anderen Rohrleitungsnetzen vorgesehenen Schächten vorgesehen sein, wie bei Stromversorgungs- und Kanalisationssystemen, wie das im Zusammenhang mit dem
Teil 8 der Kanalisation in Fig. 1 dargestellt ist.

Von besonderem Vorteil ist es, wenn vorgefertigte einbaubare Meßschächte für die Kontrollstellen 11, 18 vorgesehen werden.

Ein solcher einbaubarer vorgefertigter Meßschacht ist in Fig. 2-5 dargestellt.

Ein solcher' Meßschacht besteht beispielsweise aus einem Zylindermantel 31, einem Konusmantel 32, und einem Mantelhals 33, die untereinander sowie mit einem Boden 34 verbunden, beispielsweise, wenn es sich um schweißbares Material, wie Stahlblech handelt, verschweißt sind. Wie in Fig. 5 dargestellt, kann der Mantel auch aus einem stahlverstärkten Kunststoff wie GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff) bestehen. Für den Zugang zum Inneren des Meßschachtes sind an der Wand Steigeisen 35 vorgesehen.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist im Deckelhals ein Ringflansch 36 angeschweißt, auf dem ein Deckel 37 in der in Fig. 4 dargestellten Weise befestigt werden kann. Dazu ist zwischen dem Deckel 37 und dem Flansch 36 eine Dichtung 38 vorgesehen, wobei der
Deckel 37 mittels die Dichtung 38 und den Flansch 36 durchsetzende Ringschrauben 39, die in am Flansch 36 angeschweißten Muttern 40 eingreifen, mit dem Flansch 38 dicht verbindbar ist. Zur Ableitung von oberhalb des
Deckels 37 zufließendem Wasser, wie Regenwasser, ist am Rand ein Regenablaufröhr 4l vorsehbar, das das zufließende Wasser nach außerhalb des Mantels 31, 32, 33 abführt. An der Außenseite des Mantels, insbesondere am Mantelkonus 32, sind Transportösen 33 angebracht, mittels denen der Meßschacht von der Lagerstelle zur Einbaustelle transportiert und in die dort gebildete Baugrube abgesenkt werden kann.

An der Innenseite des Meßschachtes ist eine Konsole
oder Meßtafel 42 angebracht, wobei wie dargestellt eine
Silikagel-Kammer 44 vorgesehen sein kann, die besonders für Meßschächte in Tropenausführung zweckmäßig ist. Insbesondere bei Meßschächten mit Kunststoffmantel ist ein
Kontaktstreifen 45 vorgesehen, der als ein Signalgeber nach außerhalb des Meßschachtes führbar und damit auch von außerhalb abtastbar ist, wie das in Fig. 2 schematisch dargestellt ist.

Die zu überwachende Rohrleitung des Leitungsnetzes 2
(Fig. 1) wird in den Meßschacht hineingeführt und wieder aus diesem herausgeführt. An der Durchgangsstelle durch den Mantel 31 ist dabei eine Rostschutzeinrichtung 46, wie beispielsweise eine entsprechende Rostschutzpaste, vorgesehen. Die Durchführung kann dabei
wie dargestellt mittels Rohrstutzen 51 erfolgen, die
mit dem Blechmantel 31 verschweißt sind. Im Verlauf der zu überwachenden Leitung, d.h. zwischen den beiden Rohrstutzen 51, die den Mantel 31 durchsetzen, ist zwischen zwei Schiebern 47 eine Meßeinrichtung 48 wie ein Durchflußzähler oder dgl. vorgesehen, wobei diese Meßeinrichtung 48, wie durch eine Strich-Punkt-Linie dargestellt, durchaus unterschiedliche Bauhöhe innerhalb des Meßschachtes besitzen kann, abhängig von einerseits der Meßgröße, andererseits dem vom zu erfassenden Pegel abhängigen
Meßbereich und der Empfindlichkeit. Parallel zu dieser durch die Rohrstutzen 51, die Schieber 47 und der Meßeinrichtung 48 gebildeten Einrichtung kann ein Bypaß 50
(eine sogenannte Umgehungsleitung) vorgesehen sein, die von dem Rohrstutzen 51 wie dargestellt außerhalb des Mantels 31, aber auch, wenn es die Platzverhältnisse erlauben innerhalb des Mantels 31 abzweigt und im Bedarfsfall ein Fließen des überwachten Mediums ermöglicht, wie beispielsweise bei Wartungsarbeiten oder Austauscharbeiten an der Meßeinrichtung 48. Der Bypaß weist dabei in ähnlicher Weise Schieber 52 auf, die mit Blindflanschen 53 versehen sind. Im Bedarfsfall werden die Blindflanschen 53 durch ein
Leitungsstück oder ein weiteres Meßgerät ersetzt und anschließend die Schieber 52 geöffnet.

In der Meßtafel 42 befindet sich zumindest ein Meßgerät für die durch die Meßeinrichtung 48 erfaßte Größe. Verbindungsleitungen zwischen der Meßeinrichtung 48 und der Meßtafel 42 sind nicht dargestellt. Falls es sich um
elektrisch arbeitende Meßeinrichtungen 48. und Meßgeräte 54 handelt, kann eine elektrische Stromversorgung, wie eine Batterie 49, im Meßschacht vorgesehen sein. Auch hier sind die notwendigen Verbindungsleitungen und -kabel nicht dargestellt. Weiter befindet sich in der dargestellten Meßtafel 42 ein Signalgeber 55, der auch als Meßwertsender ausgebildet sein kann, um ein Signal wie ein Alarmsignal 20 (Fig. 1) nach außerhalb des Meßschachtes abzugeben und/öder um ein Meßwertsignal 19 (Fig. 1) zur Zentrale 3 (Fig. 1) fernzuübertragen. Diese Fernübertragung kann drahtlos erfolgen. Die Batterie 49 kann nachladbar oder wiederaufladbar ausgebildet sein.

In Fig. 2 und 3 ist die Fließrichtung des strömenden Mediums (Trinkwasser) durch einen Pfeil wiedergegeben. Das Durchflußverhalten in einer Fließrichtung kann zusätzlieh mittels eines Sensors 56 gemessen werden. Das durch den Sensor 56 erreichte Meßergebnis kann in gleicher Weise zur Meßtafel 42 geführt und von dort mit entsprechenden Meßgeräten und Signalgebern ausgewertet bzw. übertragen werden. Das Meßergebnis kann auch, wie in Fig. 2 angedeutet, über den Kontaktstreifen 45 nach außerhalb geführt werden.

Schließlich befindet sich am Oberende des Meßschachtes eine übliche Schachtabdeckung 57, durch die eine Verbin düng mit der Erdoberfläche erreicht ist und der Meßschacht vor Umwelteinflüssen, Einwirkungen von Straßenverkehr, Nässe usw. geschützt ist.

Selbstverständlich kann der Meßschacht auch quaderförmig ausgebildet sein und kann der Bypaß 50 auch unterhalb der HauptStrömungsrichtung geführt werden. Weiter ist es auch möglich, mehrere Meßtafeln 42 vorzusehen.
Die Ausrüstung mit Meßeinrichtung 48, Sensor 56, Meßgerät 54 und Meßgeber 55 sowie Batterie 49 hängt dabei von den Umständen des Einzelfalles, d.h., von dem Ort und den Strömungsverhältnissen an der jeweiligen Kontrollstelle ab. Statt der Batterie 49 kann beispielsweise auch ein üblicher Stromanschluß vorgesehen sein.

Weiter ist in dem Meßschacht zusätzlich ein Ultraschallmeßgerät vorsehbar, um das Durchflußgeräusch zu erfassen.

Das Meßgerät 54 kann aus mehreren Teilen bestehen, wie
Integratoren, Impulsgebern, Zählern usw., die zur Auswertung der (analogen) Meßergebnisse durch die Meßeinrichtung 48,56 dienen. Beispielsweise wird es zweckmäßig sein, wenn der Signalgeber 55 ein Alarmsignal 20 nach
außerhalb des Meßschachtes erst dann abgibt, wenn während mindestens zweier aufeinanderfolgender kurzer
Meßzeiten die Alarmbedingung erfüllt ist. Dadurch kann verhindert werden, daß zufällige Überschreitungen des kon-stanten Verbrauches während verbrauchsarmer Zeiten (beispielsweise während der Sylvesternacht) als Auftreten
eines Lecks identifiziert werden.

Wie bereits erwähnt, wird lediglich eine bestimmte Anzahl der Kontrollstellen bzw. Kontrollpunkte 11 , 18 ständig zur Durchführung der Kurzzeitmessung betrieben. Insbesondere bei den Kontrollstellen 18 längs der Strich-Punkt-Linie werden mehr als eine Messung durchgeführt werden. Andere Kontrollstellen 11 im Wassernetz 2 werden nicht ständig betrieben, sondern nur dann, wenn eine der ständig betriebenen Kontrollstellen, 11, 18 bzw. einer der Kontrollpunkte ein Leck im jeweils überwachten Kontrollbezirk festgestellt hat. Falls die letzteren Kontrollstellen mit Meßgeräten und Meßeinrichtungen versehen sind, kann deren Betrieb selbstverständlich ferngesteuert ausgelöst werden. Als Kontrollstelle 11 der letzteren Art eignen sich auch Hydranten 10, die als Kontrollpunkt 22 ausgebildet sind. Ein Kontrollpunkt 22 (Fig. 6 und 7) weist einen Mantel 6l und eine übliche Straßenkappe 62 auf. Im Verlauf der durch den Kontrollpunkt 22 hindurchgeführten Rohrleitung befindet sich eine Meßeinrichtung, wie beispielsweise ein Wasserzähler 63, weiter ist eine Meßtafel 42 mit Meßgerät 54 und Signalgeber 55 an der Wand des Mantels 6l vorgesehen. Die Durchführung der Rohrleitung durch den Mantel 6l weist ebenfalls die Rostschutzeinrichtung 46 auf. Weiter kann gegebenenfalls auch ein Kontaktstreifen 45 vorgesehen sein. Der Kontrollpunkt 22 bzw. dessen Mantel 6l kann einen festangebrachten Boden besitzen, kann aber auch wie dargestellt in einen Betonsockel 65 eingesetzt sein.

Wie bereits erläutert ist eine bestimmte Verteilung der Kontrollstellen bzw. Kontrollpunkte 10, 11, 18 , 22 im gesamten Wassernetz 2 zweckmäßig. Dies kann schrittweise durchgeführt werden, wobei insbesondere dann, wenn bereits bestehende Lecks schrittweise in der erläuterten Weise beseitigt werden, die Meßeinrichtungen und Meßgeräte an den einzelnen Kontrollstellen bzw. Kontrollpunkten 10, 11, 18, 22 gegebenenfalls gegen andere ausgetauscht werden müssen, da .sich aufgrund der Beseitigung von Lecks die Durchflußeigenschaften auch dort ändern können.

Die Messung während der Meßzeit kann dabei so durchgeführt werden, daß die Messung zentralgesteuert ausgelöst wird oder daß die Auslösung in jedem Meßschacht für sich erfolgt. Wesentlich ist, daß die Meßwerterfassung und gegebenenfalls die Meßwertübertragung lediglich während der kurzen Meßzeit, die für alle Kontrollstellen gleich ist, erfolgt.

Zusätzlich zur Feststellung von Lecks und deren Ortung können außerdem aufgrund der Meßergebnisse in einigen
Fällen Beschwerden von Abnehmern schneller behandelt werden. Darüber hinaus kann die Kontrolle der Gesamtwasserabnahme der Wasseraufbereitung und -abgäbe des
Wasserverbrauches usw. für betriebswirtschaftliche Zwecke für Abrechnung und Kostenkontrolle in wesentlich kürzeren Zeitabständen als derzeit üblich erfolgen, selbst wenn die tatsächliche Abrechnung gegenüber dem Abnehmer im Allgemeinen lediglich einmal jährlich erfolgt. Weiter können selbstverständlich zusätzlich auch Meßgeräte vorgesehen werden, die das Wasser hinsichtlich seiner Qualität untersuchen.

Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die Anwendung auf Trinkwasserleitungsnetze beschränkt. Die Erfindung ist beispielsweise auch anwendbar auf Abwassernetze und Fernwärmenetze, d.h., allgemein auf vermaschte Versorgungs- und Entsorgungsnetze, bei denen ein Leck keine Verseuchung der Umwelt verursacht, dessen baldige Erfassung aber aus wirtschaftlichen Gründen erwünscht ist.

Gewerbliche Verwertbarkeit:

Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es möglich, auf relativ schnelle Weise Lecks in öffentlichen Rohrlcitungsnetzen auf vergleichsweise kostengünstige Weise festzustellen. Die bei Trinkwasserleitungsnetzen üblichen und bisher in Kauf genommenen Verluste von weit über 10 % können stark verringert werden, so daß die Investitionskosten, die kurzfristig, nämlich bei der Einführung des Verfahrens, hoch sein mögen, in relativ kurzer Zeit amortisiert sind. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, daß das Trinkwasser auf kostspielige Weise erst aufbereitet werden oder fremdbezogen werden muß. Beides ist mit erheblichen Kosten verbunden. Falls nun, wie durch das erfindungsgemäße Verfahren, sowohl neu entstehende als auch bereits alte, bestehende Lecks, noch dazu mit einer Leckrate, die deutlich unter der bisher Erfaßbaren liegt, erfaßt werden können, können Kosten in erheblicher Höhe eingespart werden. Darüber hinaus sind die Lecks sehr schnell erfaßbar. Dadurch können auch die Verbrauchskosten des Einzelnen, der ja für die Lecks nicht verantwortlich ist, langfristig gesehen verringert werden, da der Verbraucher bisher an den Verlusten durch Lecks einerseits über den Wasserverkaufspreis, andererseits über öffentliche Abgaben (Steuern), die zum Ausgleich von derartigen finanzi ellen Verlusten der Wasserwerke verwendet werden, beteiligt ist.