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1. WO1981001065 - PROCEDE POUR TRANSFORMER DES SIGNAUX NUMERIQUES DE CHROMINANCE D"UN SYSTEME ORTHOGONAL DE COORDONNEES DE COULEUR EN DES SIGNAUX NUMERIQUES DE COULEUR ET EN DES SIGNAUX DE SATURATION D"UN SYSTEME DE COORDONNEES DE COULEUR ET CIRCUIT DE TRANSFORMATION

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[ DE ]

Verfahren zur Umwandlung von digitalen ChrominanzSignalen eines rechtwinkligen Farbkoordinaten-Systems in digitale Farbton-Signale und Sättigungs-Signale eines polaren Farbkoordinaten-Systems und Transformationsschaltung

Beschreibung

Verfahren zur Umwandlung von digitalen ChrominanzSignalen eines rechtwinkligen Farbkoordinaten-Systems in digitale Farbton-Signale und Sättigungs-Signale eines polaren Farbkoordinaten-Systems und Transformationsschaltung .

Technisches Gebiet

Die Erfindung bezieht sich auf die elektronische Reproduktionstechnik, insbesondere auf die Farbkorrektur und Farberkennung.

Zugrundeliegender Stand der Technik

In der elektronischen Reproduktionstechnik werden

durch bildpunktweise optoelektronische und trichroπiatische Abtastung einer Vorlage oder Farbe drei

Farbkomponenten gewonnen, welche die Farbanteile

Rot, Grün und Blau der abgetasteten Bildpunkte

bilden.

Die Farbkomponenten stellen die Koordinaten der jeweiligen Farbe in dem dreidimensionalen Farbraum dar.

Bei der Farbkorrektur werden die gemessenen Farbkomponenten korrigiert und daraus die zur Herstellung von Farbauszügen benötigten FarbauszugSignale abgeleitet, welche ein Maß für die im

späteren Druck erforderlichen Druckfarbmengen sind.

Bei der Farberkennung werden die gemessenen Farbkomponenten auf ihre Zugehörigkeit zu einem der innerhalb des Farbraums abgegrenzten Farberkennung sräume untersucht.

Die Farbkomponenten können den drei primären Farbmeßwert-Signalen, den Chrominanz- und

Luminanz-Signalen oder aber auch den Farbton-, Sattigungs- und Luminanz-Signalen entsprechen. Die primären Farbmeßwert-Signale sind die rechtwinkligen Koordinaten des RGB-Farbraumes und die Chrominanz- und Luminanz-Signale die entsprechenden rechtwinkligen Koordinaten des Chrominanz-Luminanz-Farbraumes . Die Farbton-, Sattigungs- und Luminanz-Signale stellen die Zylinderkoordinaten des Farbton-SättigungsLuminanz-Farbraumes dar, wobei die FarbtonSignale die Winkel, die Sättigungs-Signale die Radien und die Luminanz-Signale die dritten Koordinaten bilden.

Oft erweist es sich als besonders vorteilhaft, anstelle der Farbmeßwert-Signale oder der Chrominanz- und Luminanz-Signale die Farbton-, Sattigungs- und Luminanz-Signale zu verwenden. In diesem Falle müssen die rechtwinkligen

Farbkoordinaten in zylindrische Farbkoordinaten bzw. polare Farbkoordinaten umgerechnet werden. Es ist bekannt, solche Koordinaten-Transformationen mittels analoger Funktionsgeneratoren vorzunehmen. Diese analogen Funktionsgeneratoren haben aber den Nachteil, daß sie aufwendig sind, instabil arbeiten und nur eine geringe Arbeitsgeschwindigkeit aufweisen.

Offenbarung der Erfindung

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine digitale TransformationsSchaltung zur Umwandlung von digitalen ChrominanzSignalen eines rechtwinkligen FarbkoordinatenSystems in digitale Farbton- und Sättigungs-Signale eines polaren Farbkoordinaten-Systems anzugeben, mit denen die Nachteile der bekannten analogen Funktionsgeneratoren vermieden werden.

Diese Aufgabe wird bei der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, daß durch den Mittelpunkt (P'o ) des polaren Farbkoordinaten-Systems (4) ein parallel zum ersten rechtwinkligen FarbkoordinatenSystem (1) verlaufendes zweites rechtwinkliges Farbkoordinaten-System (8) gelegt wird, welches das polare Farbkoordinaten-System (4) in vier Quadranten unterteilt, wobei den Quadranten Quadranten-Kennummern zugeordnet sind.

daß die Quadranten, in welche die digitalen Chrominanz-Signale (X;Y) fallen, festgestellt und die betreffenden digitalen Quadranten-Kennummern markiert werden,

daß die Chrominanz-Signale (X;Y) betragsmäßig in entsprechende Koordinatenwerte (X';Y') eines der Quadranten umgerechnet werden,

daß aus den Koordinatenwerten (X',Y') das SättigungsSignal (S) nach der Beziehung:


und das Farbton-Signal (T*) des Quadranten nach der Beziehung:


ermittelt wird,

und daß die digitalen Farbton-Signale (T) für alle Quadranten aus den markierten Quadranten-Kennummern und den Farbton-Signalen (T*) des Quadranten gebildet werden.

In vorteilhafter Weise ist vorgesehen, daß den einzelnen Quadranten in Richtung wachsender FarbtonSignale (T) ansteigende digitale Quadranten-Kennnummern zugeordnet werden und daß die markierten Quadranten-Kennummern jeweils die höchstwertigen Bits und die Farbton-Signale (T*) des Quadranten jeweils die niederwertigen Bits der zu ermittelnden Farbton-Signale (T) für alle Quadranten bilden.

Vorzugsweise entsprechen die Koordinaten des Mittelpunktes (P'o ) und der maximale Radius des polaren Farbkoordinaten-Systems (4) den halben Endwerten der digitalen Chrominanz-Signale (X;Y) in dem ersten rechtwinkligen FarbkoordinatenSystem (1).

Die digitalen Quadranten-Kennummern werden aus einer logischen Verknüpfung der jeweils höchstwertigen Bits (MSB) der digitalen ChrominanzSignale (X;Y) ermittelt.

In einer vorteilhaften Ausführungsform wird vorgeschlagen, daß die digitalen Koordinatenwerte X'(Y') durch Weglassen der höchstwertigen Bits (MSB) und Invertierung aller niederwertigen Bits

(LSB) der digitalen Chrominanz-Signale X(Y) gewonnen werden, falls die betreffenden ChrominanzSignale X(Y) links der Y'-Achse (unterhalb der X'-Achse) des zweiten rechtwinkligen Farbkoordinaten-Systems (8) liegen,

und daß die digitalen Koordinatenwerte X'(Y-) durch Weglassen der höchstwertigen Bits (MSB) und Nichtinvertierung aller niederwertigen Bits (LSB) der digitalen Chrominanz-Signale X(Y) gewonnen werden, falls die betreffenden Chrominanz-Signale X(Y) rechts der Y'-Achse (oberhalb der X'-Achse) des zweiten Farbkoordinaten-Systems (8) liegen.

Die Invertierung der Nichtinvertierung aller niederwertigen Bits der Chrominanz-Signale X und Y wird durch das jeweils höchstwertige Bit gesteuert.

Eine bevorzugte Weiterbildung sieht vor, daß die Funktionen:


und


für einen der Quadranten in einem Tabellen-Speicher abgespeichert sind, der durch die digitalen Koordinatenwerte X' und Y' adressiert wird.

Die digitalen Farbton-Signale (T) werden in vorteilhafter Weise invertiert, falls sie in den zweiten oder vierten Quadranten fallen.

In bevorzugter Weise wird die Invertierung der digitalen Farbton-Signale (T) in Abhängigkeit der markierten Quadranten-Kennummern gesteuert.

Eine vorteilhafte Verbesserung besteht darin, daß die digitalen Koordinatenwerte (X',Y') vor der Adressierung des Tabellen-Speichers einer Stellenverschiebung unterzogen werden, und daß die Stellen-Verschiebung bei den aus dem Tabellen-Speicher ausgelesenen Werten wieder rückgängig gemacht wird.

Vorgesehen ist, daß die Anzahl der Stellen, um welche die Koordinatenwerte X' und Y' verschoben werden, von der Größe der betreffenden Koordinatenwerte X' und Y' abhängig ist und daß die Koordinatenwerte X' und Y' in Wertebereiche unterteilt und in jedem Wertebereich eine entsprechende Stellenverschiebung vorgenommen wird.

Eine vorteilhafte Koordinatentransformations-Schaltung, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, ist gekennzeichnet durch eine jeweils mit den höchstwertigen Bits (MSB) der digitalen Chrominanz-Signale X und Y beaufschlagten Quadranten-Erkennungsstufe (11) zur Ermittlung der digitalen Quadranten-Kennummern, eine mit den digitalen Chrominanz-Signalen X und Y beaufschlagte Transformations-Schaltung (10) zur Ermittlung der entsprechenden Koordinatenwerte x' und Y' des zweiten rechtwinkligen Farbkoordinaten-Systems (8) und einen an die Transformations-Schaltung (10) angeschlossenen und durch die Koordinatenwerte X' und Y' adressierbaren Tabellen-Speicher (12) für die Transformationsgleichungen zur Gewinnung der digitalen Farbton-Signale (T) an einem ersten Speicherausgang und der digitalen Sättigungs-Signale (S) an einem zweiten Speicherausgang.

In vorteilhafter Weise wird dem ersten Speicherausgang des Tabellen-Speichers (12) ein von der Quadranten-Erkennungsstufe (11) gesteuerter Inverter (13) für die Farbton-Signale (T) nachgeschaltet.

Vorgesehen ist, daß die Transformations-Schaltung (10) als ein von den jeweils höchstwertigen Bits der digitalen Chrominanz-Signale X und Y gesteuerter Inverter für deren niederwertige Bits ausgebildet ist.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, daß zwischen der Transformations-Schaltung (10) und dem Tabellen-Speicher (12) eine steuerbare Verschiebe-Stufe (46) zur Stellenverschiebung der Koordinatenwerte X' und Y' angeordnet ist und daß dem zweiten Speicherausgang des Tabellen-Speichers (12) eine steuerbare Korrektur-Stufe (52) nachgeschaltet ist, um die Stellenverschiebung rückgängig zu machen.

In bevorzugter Weise sind die Steuereingänge der Verschiebe-Stufe (46) und der Korrektur-Stufe (52) mit einem Steuergenerator (48) verbunden, der mit den Koordinatenwerten X' und Y' beaufschlagt ist.

Kurze Beschreibung der Erfindung

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren 1 bis 5 näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine räumliche Darstellung des Chrominanz- Luminanz-Farbraumes und des Farbton- Sättigungs-Luminanz-Farbraumes ;

Figur 2 eine Projektion der Farbräume;

Figur 3 ein Ausführungsbeispiel für eine digitale Transformations-Schaltung;

Figur 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine digitale Transformations-Schaltung;

Figur 5 ein Ausführungsbeispiel für eine Korrektur- Stufe.

Bester Weg zur Ausführung der Erfindung

Zur Erläuterung der Koordinaten-Transformation zeigt Figur 1 ein rechtwinkliges (karthesisches) XYZ-Koordinatensystem 1 mit dem Koordinaten-Nullpunkt PO. In dem XYZ-Koordinatensystem 1 ist der Chrominanz-Luminanz-Farbraum 2 aufgespannt. Ein beliebig angenommener Farbort F hat die Farbkoordinaten X, Y und Z.

Die Farbkoordinaten X und Y entsprechen den Chrominanz-Signalen und die Farbkoordinate Z dem Luminanz-Signal. Der Chrominanz-Luminanz-Farbraum 2 ist durch die Farbkoordinaten Xn, Yn, und Zn begrenzt,

In das rechtwinklige XYZ-Koordinatensystem 1 ist ein zylindrisches TSL-Koordinatensystem 3 mit dem Koordinaten-Nullpunkt P' einbeschrieben, der

im XYZ-Koordinatensystem 1 die Farbkoordinaten

Xn/2r Yn/2 und 0 aufweist. Der Winkel T entspricht dem Farbton-Signal T, der Radius S dem Sättigungs-Signal S und die Koordinate L dem Luminanz-Signal L, das mit dem Liminanz-Signal

im Chrominanz-Luminanz-Farbraum 2 identisch ist.

In dem zylindrischen TSL-Koordinatensystem 3 ist der idealisierte Farbton-Sättigungs-Luminanz-Farbraum 4 als Doppelkegel gestrichelt angedeutet.

Durch den Koordinaten-Nullpunkt P' verläuft die-Grauachse 5 mit dem Weißpunkt 6 und dem Schwarzpunkt 7.

Figur 2 zeigt eine Projektion der räumlichen Koordinatensysteme nach Fig. 1 in die XY-Ebene, wodurch die Koordinaten-Transformation auf ein zweidimen-sionales Problem zurückgeführt und nunmehr das rechtwinklige XY-Koordinatensystem l' und das polare TS-Koordinatensystem 4' betrachtet wird, da die

Luminanz-Signale L in beiden Koordinatensystemen ohnehin identisch sind.

Durch den Koordinaten-Nullpunkt P' des polaren

TS-Koordinatensysterns 4' verläuft ein gegenüber dem XY-Koordinatensystem l', um die Werte Xn/2 und Yn/2 verschobenes X'Y'-Koordinatensystem 8. Das X'Y'-Koor-dinatensystem 8 unterteilt das polare TS-Koordinaten-system 4' in Richtung aufsteigender Winkel T in die vier Quadranten O, I, II und III, wobei der Winkel T=0 auf die X'-Achse fällt. Entsprechend dieser Numerierung sind den einzelnen Quadranten digitale Quadranten-Kennummern ä 2-Bit zugeordnet, und zwar dem Quadranten O die Quadranten-Kennummer LL, dem Quadranten I die Quadranten-Kennummer LH, dem

Quadranten II die Quadranten-Kennummer HL und dem Quadranten III die Quadranten-Kennummer HH.

Der in die XY-Ebene pojizierte Farbort F ist

in dem X'Y'-Koordinatensystem 8 durch die Farbkoordinaten X' und Y' und in dem polaren TS-Koor-dinatensystem 4' durch den Winkel T und den Radius S gekennzeichnet.

Zur Bestimmung des Winkels T und des Radius' S eines Farbortes F wird erfindungsgemäß zunächst durch Untersuchung der Farbkoordinaten X und y festgestellt, in welchen Quadranten der Farbort F fällt und die betreffende Quadranten-Kennummer markiert, wodurch die eigentliche Koordinatenberechnung in vorteilhafter Weise auf einen Haupt-Quadranten, im Ausführungsbeispiel auf den Quadranten 0, beschränkt wird.

Daher können in einem zweiten Schritt die Farbkoordinaten X' und Y' des zu untersuchenden Farbortes F betragsmäßig ohne Zusatz eines Vorzeichens aus den entsprechenden Farbkoordinaten X und Y ermittelt werden. In einem weiteren Schritt werden aus den Farbkoordinaten X' und Y' die Radien S bzw. das gesuchte Sättigungs-Signal S nach der Gleichung:


und der zugehörige Winkel T* zunächst bezogen auf den

H Haauupptt--QQuuaacdranten 0 (Winkel 0° bis 90°) nach der

Gleichung;


berechnet. Im Ausfuhrungsbeispiel haben S und T* ein Auflösungsvermögen von 4 Bit, so daß insgesamt sech-zehn Radien S und sechzehn Winkel T* pro Quadrant unterschieden werden können, die in Figur 2 für den Haupt-Quadranten 0 angedeutet sind.

Die Winkel T bzw. die gesuchten digitalen Farbton-Signale T für alle vier Quadranten (Winkel O bis 360°) ergeben sich aus dem berechneten Winkel T* ä 4 Bit und der vorangestellten markierten Qua-dranten-Kennummer ä 2 Bit, so daß bei einer Wortlänge von 6 Bit insgesamt vierundsechzig Winkel bzw. Farbton-Signale T unterschieden werden können.

Wurde beispielsweise der Winkel T* = HLLL (45 ) und die digitale Quadranten-Kennummer LH (Quadrant I) ermittelt, so ergibt sich der tatsächliche Winkel T = LHHLLL (135°). In Figur 2 sind einige charakteristische Winkel T als 6-Bit-Worte angegeben, und zwar LLLLLL = 0°; LLHLLL = 45°; LHLLLL = 90°;

LHHLLL = 135°; HLLLLL = 180°; HLHLLL = 225°

und HHLLLL = 270°.

Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine digitale Koordinatentransformations-Schaltung zur Umrechnung der digitalen Chrominanz-Signale X und Y in die digitalen Farbton-Signale T und die digitalen Sättigungs-Signale S. Die Koordinatentransformations-Schaltung besteht aus einer Invertierungs-Stufe 10, einer Quadranten-Erkennungsstufe 11, einem Tabellen-Speicher 12 und aus einer weiteren Invertierungs-Stufe 13.

Die digitalen Chrominanz-Signale X und Y mögen im Ausführungsbeispiel eine Wortlänge von jeweils 8 Bit aufweisen, wobei die einzelnen Bits mit kleinen Buchstaben bezeichnet und deren Wertigkeiten durch Indizes angegeben sind. Bei der 8-Bit-Auflösung sind die Endwerte im XY-Koordinatensystem 1

Xn = Yn = 255 und somit Xn/2 = Yn/2 = 127.

Die höchstwertigen Bits (MSB) x7, und y7, der Chrominanz-Signale X und Y auf den Leitungen 14 und 15 werden in einem Exklusiv-ODER-Tor 16 und einem Inverter 17 der Quadranten-Erkennungsstufe 11 logisch ausgewertet. Die Ausgangssignale t4 und tader Quadranten-Erkennungsstufe 11 auf den Leitungen 18 und 19 bilden die digitalen Quadranten-Kennummern à 2-Bit derjenigen Quadranten, in welche die zu untersuchenden Farborte F fallen. Die Ausgangssignale t4 und t5 sind gleichzeitig die höchstwertigen Bits der zu bestimmenden digitalen Farbton-Signale T.

Wie aus Figur 2 ersichtlich ist, liefern die Werte X≥ 128 und X <1128 eine Aussage darüber, ob der zu untersuchende Farbort F rechts (Quadrant 0;III) oder links (Quadrant I;II) der Y'-Achse und die Werte Y ≥ 128 und Y < 128 die entsprechende Aussage, ob der Farbort F oberhalb (Quadrant 0;I) oder unterhalb (Quadrant II; III) der X'-Achse liegt. Die betreffen- den Quadranten werden durch Untersuchung der jeweils höchstwertigen Bits (MSB) X7 und Y7 yach folgender Tabelle festgestellt:


Diese Beziehungen werden in dem Exklusiv-ODER-Tor 16 und dem Inverter 17 der Quadranten-Erkennungsstufe 11 nach folgender Wahrheitstabelle ausgewertet:

In der Invertierungs-Stufe 10 werden gemäß Figur 2 die digitalen Farbkoordinaten X' und Y' des X'Y'-Koordi- natensystems 8 betragsmäßig ohne Zusatz eines Vorzeichens ermittelt.

Dazu werden die restlichen Bits (LSB) xO bis x6 des digitalen Chrominanz-Signals X in der Invertierungs- Stufe 10 auf eine erste Gruppe von sieben Exklusiv-ODER-Toren 20 bis 26 und die entsprechenden restlichen Bits y0 bis y6 des digitalen Chrominanz-Signals Y auf eine zweite Gruppe von weiteren sieben Exklusiv-ODER-Toren 27 bis 33 gegeben. Alle Exklusiv-ODER-Tore 20 bis 26 der ersten Gruppe sind mit einem Inverter 34 verbunden, in dem das höchstwertige Bit (MSB) x- des digitalen Chrominanz-Signals X invertiert wird. Alle Exklusiv-ODER-Tore 27 bis 33 der zweiten Gruppe sind an einem weiteren Inverter 35 angeschlossen, welcher das höchstwertige Bit (MSB) y-, des digitalen Chrominanz-Signals Y invertiert. Die Bits x'0 bis x'6 an den Ausgängen der Exklusiv-ODER-Tore 20 bis 26 bzw. die Bits y'0 bis y'6 an den Ausgängen der Exklusiv-ODER-Tore 27 bis 33 bilden die digitalen Farbkoordinaten X' und Y' des verschobenen X'Y'-Koordinatensystems 8 nach Figur 2.

Mit Hilfe der Exklusiv-ODER-Tore 20 bis 26 bzw. 27 bis 33 erfolgt eine von den höchstwertigen Bits (MSB) x7 bzw. Y7 gesteuerte Invertierung oder Nichtin-vertierung aller niederwertigen Bits (LSB) x0 bis X6 zw. y0 bis y6 der digitalen Chrominanz-Signale X und Y nach den Tabellen:


Ist beispielsweise das höchstwertige Bit x7 = L, liegt der entsprechende Farbort F in Quadranten I oder II, und die Farbkoordinaten X' berechnen sich gemäß Figur 2 nach der Beziehung X' = X - 127, die im digitalen Bereich durch Weglassen des höchstwertigen Bits (MSB) und Invertierung aller niederwertigen Bits (LSB) realisiert wird. Ist dagegen x- = H, befindet sich der Farbort F im Quadranten 0 oder III, und die zugehörigen Farbkoordinaten X' er-geben sich nach den Gleichungen X' = 128 - X, die im digitalen Bereich durch Weglassen des höchstwertigen Bits (MSB) und Nichtinvertierung aller niederwertigen Bits (LSB) gelöst wird. Auf dieselbe Weise wird das Bit γ~ ausgewertet.

Die in der Invertierungs-Stufe 10 gewonnenen digitalen Farbkoordinaten X' und Y' à 7 Bit rufen

über die Leitungen 36 die 14-Bit-Adressen des Tabellen- Speichers 12 auf. Im Tabellen-Speicher 12 mit einer Speicherkapazität von 16 K x 8 ist für jede X'Y'-Wertekombination ein 4-Bit-Farbtonwert T*

(t0 bis t3) und ein 4-Bit-Sättigungswert S

(S0 bis S3) abgespeichert, die nach den angegebenen Gleichungen (1) und (2) für den Hauptquadranten berechnet wurden. Somit können in Abhängigkeit der

X'Y'-Wertekombinationen sechzehn digitale Sättigungswerte S und sechzehn digitale Farbtonwerte T* pro Quadrant aus dem Tabellenspeicher 12 abgerufen werden.

Die aus dem Tabellen-Speicher 12 ausgelesenen Farbtonwerte T* bilden die niederwertigen Bits (tg bis t3) und die in der Quadranten-Erkennungsstufe 11 gewonnenen Quadranten-Kennummern (t4 und t5) die hochwertigen Bits der gesuchten digitalen Farbton-Signale T mit einer Wortlänge von 6 Bit.

Falls der zu untersuchende Farbort F im Quadranten I oder III liegt, werden die digitalen Farbton-Signale T* in der Invertierungs-Stufe 13 invertiert, die mit dem Ausgang 37 des Tabellen-Speichers 12 verbunden ist. Die Invertierungs-Stufe 13 besteht aus vier Exklusiv-ODER-Toren 39 bis 42, welche über einen weiteren Inverter 43 vom Ausgangssignal t4 der Quadranten-Erkennungsstufe 11 gesteuert werden.

Durch die gesteuerte Invertierung wird erreicht, daß die Farbtonsignale T* von 0 bis 63 bzw. die Winkel von 0 bis 360 von Quadrant zu Quadrant stetig ansteigen.

Figur 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Koordinatentransformations-Schaltung.

Während der Tabellen-Speicher 12 bei der Aus-führungsform nach Figur 3 eine Kapazität von

16 K x 8 Bit aufweist, hat der Tabellen-Speicher 12' in Figur 4 eine geringere Kapazität, z. B. von 1 K x 8 Bit. Die geringere Kapazität

-'-t U.PR

C-.- V.'Ir hat unter anderem den Vorteil, daß die Zugriffs-zeit kürzer und damit die Arbeitsgeschwindigkeit der Koordinatentransformations-Schaltung größer ist.

Während die in der Invertierungs-Stufe.10 gewonnenen Farbkoordinaten X' und Y' nach wie vor als zweimal 7-Bit-Informationen vorliegen, können bei dem kleinen Tabellen-Speicher 12' nur zweimal 5-Bit-Adressen angewählt werden. In diesem Falle müßten die niederwertigen Bits der Farbkoordinaten X' und Y' unberücksichtigt bleiben, was aber zu einer ungenauen Koordinatenumrechnung führen würde.

Zur Verbesserung der Genauigkeit, insbesondere bei der Berechnung der digitalen Farbton-Signale T aus kleinen Farbkoordinatenwerten X' und Y', ist dem Tabellen-Speicher 12' erfindungsgemäß eine steuerbare Verschiebe-Stufe 46 (Shifter) vorgeschaltet. Mit der Verschiebe-Stufe 46 wird eine aufwärts gerichtete Stellenverschiebung der Farbkoordinaten X' und Y' gemäß einer Multiplikation um einen Faktor "a" durchgeführt, wobei die Anzahl der Stellen, um die verschoben wird, von Wertebereichen A, B und C für die digitalen Farbkoordinaten X' und Y' abhängig ist. Nach einer Stellenverschiebung wird der Tabellen-Speicher 12' nicht mehr durch die Farbkoordinaten X' und Y', sondern von den ver- größerten Farbkoordinaten X" = aX' und Y" = aY' adressiert. In diesem Falle ergeben sich die digitalen Farbton-Signale T* und Sättigungs-Signale S

nach den Beziehungen:

und


Die Wertebereiche A, B und C sind in der Figur 2

für den Quadranten I eingetragen. In den Wertebereich A fallen kleine, in den Wertebereich B

mittlere und in den Wertebereich C große Werte

von X' und Y'.

Im Wertebereich A stellt die Verschiebe-Schaltung 46 folgende Verbindungen her:

Die digitalen Farbkoordinaten X' und Y' werden um zwei Stellen aufwärts geschoben (a = 4). Die niederwertigen Bits x'0 und x'1 sowie y'0 und

Y'-a, werden ausgewertet. Die hochwertigen Bits x'6 und x'5 sowie y'6 und y'5 werden nicht berücksichtigt, da sie ohnehin 0 sind.

Im Wertebereich B stellt die Verschiebe-Schaltung 46 folgende Verbindung her:


Die digitalen Farbkoordinaten X' und Y' werden um eine Stelle aufwärts geschoben (a = 2). In diesem Fall gehen jeweils nur die niederwertigen Bits x'0 und y'0 der Farbkoordinaten verloren. Ihre hochwertigen Bits x'6 und y'6 können unberücksichtigt bleiben, da sie 0 sind.

Im Wertebereich C werden durch die VerschiebeSchaltung 46 folgende Verbindungen hergestellt:

Die digitalen Farbkoordinaten X' und Y' werden geradeaus durchgeschaltet (a = 1) und die niederwertigen Bits x'0 und x'1 sowie Y'0 und Y'1 abgeworfen.

Als Verschiebe-Stufe 46 kann beispielsweise ein integrierter Four-Bit-Shifter vom Typ Am25S10 der Firma Advanced Micro Devices, Inc. Verwendung finden. Diese Bausteine werden von 2-Bit-Verschiebe-befehlen V und V a einen1 2 n Steuereingang 47

nach folgender Tabelle gesteuert:


Die Wertebereiche A, B und C können durch die Bits x'4, x'5, x'6, y'4, y'5 und y'6 der

digitalen Farbkoordinaten X' und Y' definiert werden. Diese Bits adressieren einen FestwertSpeicher 48 (PROM) nach einer Verknüpfung der Bits x'6 und y'6 in einem ODER-Tor 49 über

die Adresseneingänge 50. In dem Festwertspeicher 48 sind die Verschiebebefehle V1 und V2 in Abhängigkeit der Wertebereiche A, B und C gespeichert. Diese Verschiebebefehle gelangen über eine Leitung 51 an die Steuereingänge 47 der Verschiebe-Stufe 46.

Wie aus den angegebenen Gleichungen (12) und (13) hervorgeht, ergeben sich für die Wertebereiche A und B digitale Sättigungs-Signale S, die um den Faktor "a" zu groß sind und korrigiert werden müssen. Aus diesem Grunde ist dem Ausgang 38 des Tabellen-Speichers 12' eine entsprechende Korrektur-Stufe 52 nachgeschaltet, die ebenfalls von den Verschiebebefehlen V1 und V2 auf den Leitungen 51 über die Steuereingänge 53 gesteuert wird. Die Korrektur-Stufe 52 nimmt eine abwärts gerichtete Stellenverschiebung vor, die einer Division durch den Faktor "a" entspricht.

Die Korrektur-Stufe 52 kann entweder als VerschiebeStufe (Shifter), die in ihrer Wirkungsweise der Verschiebe-Stufe 46 entspricht, oder aber gemäß Figur 5 ausgebildet sein.

Anstelle des Tabellen-Speichers 12 in Figur 3

mit einer Kapazität von 16 K x 8 Bit oder des Tabellen-Speichers 12' in Figur 4 mit einer Kapazität von 1 K x 8 Bit könnten selbstverständlich auch zwei getrennte Tabellen-Speicher mit jeweils 16 K x 4 Bit bzw. 1 K x 4 Bit verwendet werden, wobei in dem ersten Tabellenspeicher die digitalen Farbton-Signale T und in dem zweiten Tabellenspeicher die digitalen Sattigungssignale S abgespeichert sind.

In diesem Falle könnte eine Variante der in Figur 4 dargestellten Koordinaten-Transformations-Schaltung darin bestehen, daß nur dem ersten Tabellenspeicher die Verschiebe-Schaltung 46 vorgeschaltet wird, während der zweite Tabellenspeicher direkt von der Invertierungs-Stufe 10 adressiert wird. Dann müßten allerdings jeweils die niederwertigen

Bits X'0 und x'1, sowie y'0 und y'1 der Farbkoordinaten X' und Y' abgeworfen werden, wodurch die Koordinatenberechnung ungenauer wird.

Die Variante hätte aber den Vorteil, daß eine Korrektur der Sättigungs-Signale S entfallen könnte. Die Rundung des Ergebnisses könnte mit in den zweiten Tabellenspeicher einprogrammiert werden.

Eine vorteilhafte Ausführungsform der KorrekturStufe 52 zeigt Figur 5.

Die Korrekturstufe 52 besteht im wesentlichen aus vier steuerbaren Gattern 54 bis 57 und aus einem programmierbaren Festwertspeicher 58 (PROM).

Die Gatter 54 bis 57 (z. B. vom Typ SN74LS244 der Firma Texas Instruments) stehen mit den Ausgängen 38 des Tabellen-Speichers 12' in Verbindung. Die Gatter weisen 3-State-Ausgänge auf, deren Zustände von einem FreischaltEingang 59 her derart gesteuert werden, daß die Leitungen bei einem log. "L" am FreischaltEingang 59 durchgeschaltet (Ausgang niederohmig) und bei einem log. "H" gesperrt (Ausgang hochohmig) sind.

Der Festwertspeicher 58 (z. B. vom Typ SN74S288) mit einer Kapazität von 32 x 8 Bit weist ebenfalls 3-State-Ausgänge auf, deren Zustände von einem Freischalt-Eingang 61 her gesteuert werden. Da sowohl die Gatter als auch der Festwertspeicher 3-State-Ausgänge aufweist, können die Ausgangsleitungen unmittelbar verbunden werden.

Der Festwertspeicher 58 hat zwei Speicherbereiche ä 16 Bit, in denen jeweils die durch a = 4 bzw.

a = 2 dividierten und gegebenenfalls gerundeten Daten des Tabellen-Speichers 12' abgelegt sind.

Diese Daten werden über vier der 5-Bit-AdreßEingänge 50, die mit den Ausgängen 38 des TabellenSpeichers 12' verbunden sind, angewählt. Die Auswahl des Speicherbereiches erfolgt über den fünften Adreß-Eingang 60'.

Die Steuereingänge 53 der Korrektur-Stufe 52, an denen die Verschiebebefehle V1 und V2 erscheinen, stehen über ein ODER-Tor 63 mit dem Freischalt-Eingang-59 der Gatter 54 bis 57 und über einen Inverter 64 mit dem Freischalt-Eingang 61 des Festwertspeichers 58 in Verbindung. Der Adreß-Eingang 60' des Festwertspeichers 58 ist mit dem Verschiebebefehl V1 als Steuerbit beaufschlagt.

Die Wirkungsweise der Korrekturstufe 52 ist folgende. Für den Fall, daß in der Verschiebe-Schaltung 46 keine Stellenverschiebung stattgefunden hat (siehe Tabelle 17; V1 = V2 = L), sind die Gatter 54

bis 57 durchgeschaltet, und es findet keine Korrektur der aus dem Tabellen-Speicher 12' ausgelesenen digitalen Sättigungs-Signale S* statt. Falls aber in der Verschiebe-Schaltung 46 eine Stellenverschiebung um "1" oder "2" durchgeführt wurde

(Tabelle 17; V1 = H oder L; V2 = L oder H),

sind die Gatter 54 bis 57 gesperrt und die Ausgänge 62 des Festwertspeichers 58 wirksam. Dann adressieren die aus dem Tabellen-Speicher 12' ausgelesenen digitalen Sättigungs-Signale S* den Festwertspeicher 58, und der Verschiebebefehl V1 am Adreß-Eingang 60' entscheidet als Steuerbit darüber, ob die durch den Faktor "2" oder "4" dividierten und damit korrigierten Sättigungs-Signale S aus dem Festwertspeicher 58 ausgelesen werden.

OMPI Gewerbliche Verwertbarkeit

Die Erfindung kann in allen Gebieten verwertet werden, in denen rechtwinklige in polare Farbkoordinaten umzurechnen sind. Sie findet mit Vorteil auf dem Gebiet der elektronischen Reproduktionstechnik, insbesondere bei der Farbkorrektur und Farberkennung Anwendung.