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1. (WO2019048602) PLUG CONNECTOR WITH LOCKING HOOKS FOR SECURING THE CONTACT SUPPORT OF THE PLUG CONNECTOR IN THE OUTER HOUSING OF THE PLUG CONNECTOR
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Steckverbinder mit Verriegelungshaken zur Festlegung seines Kontaktträgers in seinem Außengehäuse

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Steckverbindung, aufweisend einen Steckverbinder und einen Gegensteckverbinder, wobei der Steckverbinder und der Gegensteckverbinder zu der Steckverbindung zusammengesteckt werden können, wobei der Steckverbinder einen Kontaktträger mit zumindest einer Kontaktkammer zur Aufnahme eines Kontaktpartners aufweist und der Kontaktträger in ein Außengehäuse des Steckverbinders eingesetzt ist, wobei jeder Kontaktpartner in seiner Kontaktkammer primärverriegelt ist und ein Sekundärriegel für eine Sekundärverriegelung der Kontaktpartner in ihren Kontaktkammern vorgesehen ist gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.

Es sind Steckverbinder solcher Steckverbindungen bekannt, die einen Kontaktträger aufweisen. Der Kontaktträger weist zumindest eine Kontaktkammer, im Regelfall mehrere Kontaktkammern, auf, in die jeweils ein Kontaktpartner eingesetzt ist. Der Kontaktpartner ist am Ende eines elektrischen Leiters angeordnet. Für die zuverlässige Funktion des Steckverbinders ist der Kontaktpartner in seiner zugehörigen Kontaktkammer primärverriegelt. Dies erfolgt beispielsweise mittels einer von dem Kontaktpartner abstehenden Federlasche, die an einen Hinterschnitt in der Kontaktkammer zur Anlage kommt, wenn der Kontaktpartner in seiner bestimmungsgemäßen soll Position in die Kontaktkammer eingesetzt worden ist.

Darüber hinaus ist es bekannt, dass der Kontaktpartner nicht nur primär in seiner Kontaktkammer verriegelt wird, sondern dass auch eine sogenannte Sekundärverriegelung erfolgt. Eine solche Sekundärverriegelung erfolgt beispielsweise mit Verriegelungslaschen, Verriegelungsriegeln oder dergleichen.

Für die Funktion der Steckverbindung im Betrieb, d. h., wenn der Steckverbinder in den Gegensteckverbinder eingesteckt worden ist, ist es erforderlich, dass diese beiden Elemente dauerhaft und zuverlässig miteinander verbunden sind. Hierzu sind schon Verriegelungselement, sogenannte CPA's (connector Position assurance), bekannt geworden.

Daneben ist es aber auch erforderlich, dass für die Funktion des Steckverbinders der Steckverbindung der Kontaktträger zuverlässig und dauerhaft in seiner bestimmungsgemäßen Sollposition in seinem Außengehäuse festgelegt wird. Je nach Ausführungsform des Steckverbinders kann diese bestimmungsgemäße Sollposition eine Endposition sein, wenn der Kontaktträger in das Außengehäuse eingesetzt worden ist. Es kann aber auch eine Vorverrastposition sein, in die der Kontaktpartner zunächst in Bezug auf das Außengehäuse gebracht wird, wobei danach weitere Maßnahmen erfolgen (wie zum Beispiel Einsetzen der Kontaktpartner) und erst danach der Kontaktträger in seine bestimmungsgemäße Endposition in das Außengehäuse gebracht wird. In beiden Fällen kann es in nachteiliger Weise passieren, dass zwar der Kontaktträger in sein Außengehäuse eingesetzt worden ist, er sich im Laufe weiterer Montage- oder Steckvorgänge jedoch wieder aus dieser Position heraus bewegen kann, sodass diese weiteren Montage- oder Steckvorgänge nicht zuverlässig, d. h. fehlerbehaftet, erfolgen können.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Steckverbinder zu verbessern und die eingangs geschilderten Nachteile zu vermeiden.

Diese Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Außengehäuse zumindest einen mit dem Kontaktträger zusammenwirkenden Verriegelungshaken aufweist, wobei der Kontaktträger eine Hakengegengeometrie aufweist, und der zumindest eine Verriegelungshaken schräg zu einer Mittenachse des Außengehäuses ausgerichtet ist. Der zumindest eine Verriegelungshaken gewährleistet den Einsteckvorgang des Kontaktträgers in sein Außengehäuse, d. h. dieser Vorgang wird nicht durch den Verriegelungshaken behindert. Erst wenn der Kontaktträger bestimmungsgemäß in das Außengehäuse eingesetzt worden ist (entweder in seine bestimmungsgemäße Endposition oder in eine bestimmungsgemäße Vorverrastposition, die vor dem Einnehmen der Endposition eingenommen wird) wirkt der Verriegelungshaken, insbesondere sein freies Ende, mit der Hakengegengeometrie des Kontaktträgers zusammen und bewirkt, dass der Kontaktträger sich nicht mehr aus dem Außengehäuse heraus bewegen kann. Für eine solche Herausbewegung, so sie denn erforderlich sein sollte, wäre es erforderlich, den zumindest einen Verriegelungshaken von der Hakengegengeometrie zu lösen und danach den Kontaktträger aus seinem Außengehäuse herauszuziehen.

Der zumindest eine Verriegelungshaken ist mit seinem einen Ende an dem Außengehäuse fest angeordnet, wohingegen sein anderes Ende als freies Ende ausgestaltet ist. Dadurch ist es möglich, dass der insbesondere länglich gestaltete Verriegelungshaken beim Einsetzen des Kontaktträgers in das Außengehäuse ausgelenkt wird, wohingegen er seine ursprüngliche Ausgangslage wieder einnimmt, wenn der Kontaktträger bestimmungsgemäß in das Außengehäuse eingesetzt und das freie Ende des Verriegelungshakens an der Hakengegengeometrie des Kontaktträgers zur Anlage gekommen ist. Durch die schräge Ausrichtung des Verriegelungshakens in Bezug auf die Mittelachse des Außengehäuses wird somit einerseits die Auslenkung während des Einsetzvorganges des Kontaktträger das Außengehäuse gewährleistet, andererseits aber auch nach Beendigung des Einsetzvorganges gewährleistet, dass der Kontaktträger nicht mehr aus dem Außengehäuse heraus bewegt werden kann.

In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass symmetrisch zu der Mittelachse des Außengehäuses zwei Verriegelungshaken an dem Außengehäuse angeordnet sind. Durch diese Ausgestaltung wird nicht nur eine deutlich gesteigerte Festlegung des Kontaktträgers in seinem Außengehäuse bewirkt, sondern der Kontaktträger auch gezielt geführt, wenn er in sein Außengehäuse eingesetzt und mit seiner äußeren Kontur an den beiden Verriegelungshaken entlang gleitet.

In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das freie Ende des zumindest einen Verriegelungshakens und die Hakengegengeometrie eine miteinander korrespondierende Hinterschnittkontur bilden. Während es einerseits denkbar ist, dass das freie Ende des Verriegelungshakens flach ausgebildet ist, genauso wie die Anlagefläche der Hakengegengeometrie und somit das freie Ende des Verriegelungshakens planparallel zur Anlage an der Hakengegengeometrie kommt, ist es andererseits in vorteilhafter Weise denkbar, dass eine Hinterschnittkontur vorgesehen wird, die zu einer definierten Festlegung des Kontaktträgers in seinem Außengehäuse in der gewünschten Position beiträgt und darüber hinaus nochmals zu dem Effekt beiträgt, dass der Kontaktträger ohne Aufbringung höherer Kräfte, die während der weiteren Montage im Regelfall nicht auftreten, nicht mehr aus seinem Außengehäuse heraus bewegt werden kann.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben, aus denen sich weitere Vorteile ergeben, die im Zusammenhang mit der Figurenbeschreibung noch weiter erläutert werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren dargestellt und im Folgenden näher erläutert.

Figur 1 zeigt, soweit im Einzelnen dargestellt, eine Steckverbindung 1. Diese Steckverbindung 1 umfasst einen Steckverbinder 2 und einen damit zusammensteckbaren Gegensteckverbinder 3. Einige Elemente der Steckverbindung 1 (wie beispielsweise elektrische Leiter, an deren Ende Kontaktpartner angeordnet sind) sind zwecks besserer Übersicht weggelassen, in der Praxis jedoch vorhanden und grundsätzlich bekannt.

Der Steckverbinder 2 ist gebildet von einem Kontaktträger 4, der nicht näher dargestellte Kontaktkammern für die Kontaktpartner aufweist. Der Kontaktträger 4 wird in ein Außengehäuse 5 (auch als Schutzkragen bezeichnet) eingesetzt. Die in die Kontaktkammern eingesetzten Kontaktpartner werden in an sich bekannter und geeigneter Weise primärverriegelt (sogenannte Primärverriegelung). Darüber hinaus erfolgt eine Sekundärverriegelung mittels eines Sekundärriegels 6, der vorhanden sein kann, aber nicht muss. Zur Abdichtung und zur Erzielung einer Längswasserdichtheit ist zwischen dem Kontaktträger 4 und dem Außengehäuse 5 eine Dichtung, insbesondere ausgeführt als eine Lippendichtung 7, eingesetzt. Als weitere Elemente der Steckverbindung 1 können, aber müssen nicht vorhanden sein ein Verriegelungselement 8 (für den Kontaktträger 4) und/oder ein Verriegelungselement 9 (für das Außengehäuse 5) und/oder ein Verriegelungselement 10 (für den

Sekundärriegel 6). Für die Erzielung einer Abdichtung und einer Längswasserdichtheit ist zwischen dem Steckverbinder 2 und dem Gegensteckverbinder 3 (der auch als Stecksockel bezeichnet wird) ein weiteres Dichtelement, insbesondere wiederum eine Lippendichtung 11 , vorgesehen. Zur dauerhaften Fixierung der aus Steckverbinder 2 und Gegensteckverbinder 3 zusammengesteckten Steckverbindung 1 ist ein weiteres Verriegelungselement, nämlich eine an sich bekannte CPA 12, vorhanden.

Der Zusammenbau der vorstehend genannten Elemente wird im Folgenden anhand der Figuren 2 bis 4 erläutert.

In Figur 2 ist dargestellt, dass der Kontaktträger 4 ein Stück weit in sein Außengehäuse 5 eingesetzt worden ist, sodass er sich in einer ersten Stellung, die als Vorverraststellung bezeichnet wird, in dem Außengehäuse 5 befindet. Ausgehend von dieser Vorverraststellung ist es möglich, den Kontaktträger 4 weiter in das Außengehäuse 5 zu bewegen, bis die bestimmungsgemäße Endposition erreicht worden ist. In der Vorverraststellung, wie sie in Figur 2 gezeigt ist, steht der Kontaktträger 4 beispielsweise 3,45 mm aus dem Außengehäuse 5 hervor. Größere oder kleinere Abstände sind selbstverständlich auch denkbar. Nachdem die Kontaktpartner (zum Beispiel Kontaktbuchsen) in ihre zugehörigen Kontaktkammern in dem Kontaktträger 4 eingesetzt und dort primärverriegelt worden sind, erfolgt die Sekundärverriegelung der Kontaktpartner in ihren Kontaktkammern mittels des Sekundärriegels 6. Danach erfolgt die weitere Montage des Steckverbinders 2 und das Zusammenstecken des Steckverbinders 2 mit seinem Gegensteckverbinder 3. Sobald der noch in der Vorverraststellung aus dem Außengehäuse 5 hervorstehende Kontaktträger 4 an einem Anlagebereich, zum Beispiel einem Boden, des Gegensteckverbinders 3 zur Anlage gekommen ist, verschiebt sich das Außengehäuse 5 ebenfalls bis zu dem Anlagebereich (insbesondere dem Boden) des

Gegensteckverbinders 3, wodurch das Außengehäuse 5 und der Kontaktträger 4 weiter ineinander zusammengeschoben werden, sodass danach der Kontaktträger 4 bestimmungsgemäß in seiner Endposition in dem Außengehäuse 5 angeordnet ist und das Außengehäuse 5 und der Kontaktträger 4 stirnseitig (d. h. in Richtung des Gegensteckverbinders 3) eine ebene Fläche bilden. Durch diesen in Figur 3 dargestellten Zustand ist somit der Kontaktträger 4 bestimmungsgemäß in seinem Außengehäuse 5 festgelegt. Diese Position ist auch als Endverraststellung des Steckverbinders 2 zu bezeichnen. Anschließend erfolgt, wie es in Figur 4 dargestellt ist, das Einstecken des Gegensteckverbinders 3 in den wie vorstehend beschrieben vorbereiteten Steckverbinder 2, sodass dadurch die Steckverbindung 1 zusammengesteckt ist. Abschließend erfolgt eine Sicherung dieser Steckverbindung 1 durch Betätigung der CPA 12, sodass es ohne lösen der CPA 12 nicht möglich ist, den Gegensteckverbinder 3 wieder aus dem Steckverbinder 2 heraus zu bewegen.

Der Figur 2 konnte entnommen werden, dass der Kontaktträger 4 in eine erste Position relativ zu dem Außengehäuse 5 gebracht wurde, bei der es sich um die beschriebene Vorverraststellung handelte. Um wirksam zu verhindern, dass der Kontaktträger 4 sich aus dieser Vorverraststellung aus dem Außengehäuse 5 bewegen kann, weist nach der Erfindung das Außengehäuse 5 zumindest einen mit dem Kontaktträger 4 zusammenwirkenden Verriegelungshaken 13 auf, wobei der Kontaktträger 4 eine Hakengegengeometrie 14 aufweist und der zumindest eine Verriegelungshaken 13 schräg zu einer Mittenachse des Außengehäuses 5 ausgerichtet ist. Dies ist in Figur 5 dargestellt, wobei hier ein Ausführungsbeispiel gezeigt ist, bei dem symmetrisch zu der Mittelachse des Außengehäuses 5 zwei Verriegelungshaken 13 an dem Außengehäuse 5 angeordnet sind.

Bei der Montage (Einsetzen) des Kontaktträgers 4 in sein Außengehäuse 5 werden die beiden Verriegelungshaken 13 links und rechts auseinandergespreizt, sodass der Kontaktträger 4 geführt durch diese beiden auseinandergespreizten Verriegelungshaken 13 in das Außengehäuse 5 eingesetzt (eingeschoben) werden kann. Ist der Kontaktträger 4 anschließend in seine bestimmungsgemäße Position (beispielsweise die Vorverraststellung) gebracht worden, verformen sich die beiden Verriegelungshaken 13 wieder in ihre ursprüngliche Position zurück und kommen zur Anlage an der Hakengegengeometrie 14 und verhindern dadurch, dass der Kontaktträger 4 aus seiner eingenommenen Position aus dem Außengehäuse 5 heraus bewegt werden kann. Der Vorgang des Entlanggleitens des Kontaktträgers 4 an den beiden ausgelenkten Verriegelungshaken 13 ist in Figur 6 dargestellt, wobei der Figur 7 entnommen werden kann, dass das jeweilige freie Ende der beiden Verriegelungshaken 3 an der Hakengegengeometrie 14 zur Anlage gekommen ist. Die Ausrichtung der Verriegelungshaken 13 ist dabei in bevorzugter Weise vor und nach dem Einsetzen des Kontaktträgers 4 in sein Außengehäuse 5 nahezu identisch oder sogar vollständig identisch.

In den Figuren 8 bis 11 sind sowohl die Verriegelungshaken 13 des Außengehäuses 5 und die Hakengegengeometrie 14 des Kontaktträgers 4 noch einmal in verschiedenen perspektivischen Ansichten dargestellt.

Unter Verweis auf die Figuren 10 und 11 ist noch zu erläutern, dass die Hakengegengeometrie 14 an einem Ende eines von der Mittelachse des Kontaktträgers 4 ausgehenden Quersteges 15 angeordnet ist. Wie in Figur 11 sehr gut erkennbar ist, ist auch der Quersteg 15 mit seinen beiden am jeweiligen Ende angeordneten Hakengegengeometrie 14 symmetrisch zu der Längsachse des Kontaktträgers 4 ausgebildet. Außerdem ist erkennbar, dass das Ende des

Quersteges 15 mit seiner Hakengegengeometrie 14 als freies von der Oberfläche des Kontaktträgers 4 abstehendes Ende ausgebildet ist. Dadurch lässt sich diese Hakengegengeometrie 14 sehr gut in einem Kunststoffspritzverfahren herstellen, da diese Geometrie in dem entsprechenden Spritzgrußwerkzeug abgebildet werden kann und auch eine entsprechende gute Entformbarkeit gegeben ist.

Bei Betrachtung der Figuren 12 und 13, die die Anordnung und das Zusammenwirken der Verriegelungshaken 13 mit der Hakengegengeometrie 14 noch einmal im Detail zeigen, ist erkennbar, dass durch das Zusammenwirken der Verriegelungshaken 13 und der Hakengegengeometrie 14 des Kontaktträgers 4 auch bei hohen Belastungen ein Herausbewegen des Kontaktträgers 4 aus dem Außengehäuse 5 verhindert wird. Dieses Herausbewegen (herausdrücken) muss insbesondere dann und deshalb wirksam verhindert werden, wenn der Gegensteckverbinder 3 in den Steckverbinder 2 eingesteckt wird. Diese wirksame Verhinderung wird durch eine Hinterschnittkontur der Winkel a und b, welche sowohl an den freien Enden der Verriegelungshaken 13 als auch an der entsprechenden Anlagenfläche der Hakengegengeometrie 14 ausgeformt sind, erzielt und eine definierte Belastungsrichtung durch die leichte Schrägstellung der Verriegelungshaken 13 in Bezug auf die Längsachse der Steckverbindung 1 sichergestellt. Außerdem wird durch das Zusammenwirken der gezeigten und beschriebenen Geometrie eine Bewegung der festgelegten Verriegelungshaken 13 (zum Beispiel ein Ausklappen) verhindert. Ein Wegknicken der Verriegelungshaken 13 über den Winkel c nach innen (siehe Figur 13, linke untere Darstellung) verhindert dabei der definierte Anschlag d an dem Kontaktträger 4 (siehe wiederum Figur 13, linke untere Darstellung.

Während in den Figuren 1 bis 4 der Aufbau und die Funktionsweise eines Beispieles einer Steckverbindung gezeigt und vorstehend beschrieben worden ist, wurde in den 8 074116

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Figuren 5 bis 13 basierend auf diesem Ausführungsbeispiel der Verriegelungshaken 13 an dem Kontaktträger 4 im Zusammenhang mit der Hakengegengeometrie 14 an dem Außengehäuse 5 gezeigt und ebenfalls vorstehend beschrieben.

Im Folgenden wird nunmehr der Sekundärriegel 6, der in den Kontaktträger 4 einsetzbar ist, auf Basis der Figuren 14 bis 21 beschrieben.

Es versteht sich von selbst, dass das Ausführungsbeispiel und die zugehörige Beschreibung den Sekundärriegel 6 betreffend alleine in einem Steckverbinder umgesetzt werden kann, genauso wie der Verriegelungshaken 13 im Zusammenhang mit der Hakengegengeometrie 14. Demgegenüber ist in allen Figuren die Kombination dieser beiden Elemente (Sekundärriegel 6 und Verriegelungshaken 13) gezeigt und beschrieben.

Figur 14 zeigt den Sekundärriegel 6 in zwei verschiedenen Ansichten. Er ist grundsätzlich länglich gestaltet und weist einen insbesondere flachen Längssteg 16 auf. Am Ende dieses Längssteges 16 sind jeweils ein Verrastelement 17 angeordnet. Das Verrastelement 17 ist als etwa rechtwinklig von dem Längssteg 16 ausgehende Lasche ausgebildet, an dessen Ende wiederum ein Absatz, der insbesondere einen Hinterschnitt bildet, angeordnet ist. Eine Stirnseite des Längssteges 16 ist nicht rechtwinklig zu der größeren Oberfläche des Längssteges 16 ausgebildet, sondern abgeschrägt und bildet somit eine Einführfase 18, an der die Kontaktpartner beim Einsetzen in ihre Kontaktkammer entlanggleiten können und somit bei diesem Einsetzvorgang ein Blockieren verhindert wird. Auf der Oberseite des Längssteges 16 sind Kraftaufnahmestege 19 angeordnet. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind 3 symmetrisch über die Längserstreckung des Längssteges 16 angeordnete Kraftaufnahmestege 19 vorhanden. Es können aber auch ein, zwei oder mehr als drei EP2018/074116

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Kraftaufnahmestege 19 vorgesehen werden, wobei sich die Anzahl nach der Ausgestaltung des Steckverbinders, insbesondere dessen Anzahl der Kontaktpartner, richtet. Weiterhin ist im Bereich der Verrastelemente 7 eine Entriegelungsaussparung 20 in der Lasche, die sich ausgehend von dem Längssteg 16 etwa rechtwinklig erstreckt, vorhanden. In diese Entriegelungsaussparung 20 kann ein Entriegelungswerkzeug eingesetzt werden, wozu der Kontaktträger 4 eine entsprechende Öffnung aufweist, über die nicht nur der Sekundärriegel 6 eingesetzt werden kann, sondern über die auch die Entriegelungsaussparung 20 mit dem Entwicklungswerkzeug betätigt werden kann. Schließlich weist der in diesem Ausführungsbeispiel dargestellte Sekundärriegel 6 eine Kodierung 21 auf. Die Kodierung 21 ist in diesem Fall eine Aussparung in einer Längsseite des Längssteges 16.

In Figur 15 ist dargestellt, dass die Einführfase 18 im geöffneten Zustand bei der Kontaktbestückung (Einsetzen der Kontaktpartner in ihre zugehörigen Kontaktkammern) für ein reibungsloses Positionieren des jeweiligen Kontaktpartners in seine zugehörigen Kontaktkammern ermöglicht. Bei dem geöffneten Zustand kann es sich zum einen um die Vorraststeilung des Sekundärriegels 6 in seinem Kontaktträger 4 handeln, in der es möglich ist, die Kontaktpartner in die Kontaktkammern einzusetzen, wobei diese jedoch noch nicht sekundärverriegelt sind. Die Sekundärverriegelung erfolgt erst dann, wenn der Sekundärriegel 6 von seiner Vorraststeilung in seine bestimmungsgemäße Endraststellung gebracht worden ist. Bei dem geöffneten Zustand kann sich aber auch darum handeln, dass der Kontaktträger 4 noch gar nicht oder nur ein Stück weit in das Außengehäuse 5 eingesetzt worden ist.

Figur 16 zeigt den Verriegelungsvorgang des Sekundärriegels 6, bei dem dieser von der Vorraststellung in seine bestimmungsgemäße Endraststellung gebracht wird. Bei diesem Verriegelungsvorgang des Sekundärriegels 6 wird auf die Kraftaufnahmestege 19 eine nach unten wirkende Kraft angelegt. Dies ist in Figur 16 in der linken Darstellung gezeigt. Die Kraftaufnahme ist durch die drei Pfeile angedeutet. Dies erfolgt zum Beispiel mit oder ohne eines Werkzeuges, von Hand oder maschinell. Während der Bewegung des Sekundärriegels 6 von seiner vor Vorraststellung (erkennbar in der Mitte der Figur 16) in seine Endraststellung werden dabei die beiden Verrastelemente 17 auseinandergespreizt und schnappen in Endlage wieder in ihre ursprüngliche Position zurück, um die Kontaktpartner über den Längssteg 16 des Sekundärriegels 6, der sich dann in seiner Endraststellung befindet, sekundärverriegelt festzulegen. Dies ist in der rechten Darstellung der Figur 16 erkennbar. Es versteht sich von selbst, dass der Sekundärriegel 6 zunächst in den Kontaktträger 4 eingesetzt und dort in seiner Vorraststellung festgelegt worden ist. Die Verrastelemente 17, die eine Rastgeometrie bzw. eine Hinterschnittgeometrie bilden, sind hinsichtlich ihrer Funktion auf eine Gegenrastgeometrie bzw. eine Gegenhinterschnittgeometrie des Kontaktträgers 4 angepasst. Eine solche Gegengeometrie ist in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 16 beispielsweise als vorstehende Wulst des Kontaktträgers 4 ausgebildet.

In Figur 17 ist ein Entriegelungsvorgang des Sekundärriegels 6 dargestellt. Bei diesem Entriegelungsvorgang des Sekundärriegels 6 wird beidseitig durch einen entsprechenden Ausschnitt in dem Kontaktträger 4 (und gegebenenfalls dem Außengehäuse 5, nachdem der Kontaktträger 4 bestimmungsgemäß und vollständig in das Außengehäuse 5 eingesetzt worden ist) ein entsprechendes Entriegelungswerk in die Entriegelungsaussparungen 20 eingesetzt und der Sekundärriegel 6 mittels dieses Entwicklungswerkzeuges nach oben gezogen (bei Betrachtung der Figur 17)

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und somit entriegelt. Infolge dieser Entriegelung ist es möglich, dass die Kontaktpartner (bzw. zumindest nur ein oder mehrere Kontaktpartner) zum Beispiel im Falle einer Fehlbestückung gewechselt oder im Falle einer Beschädigung ausgetauscht werden können.

In Figur 18 ist erkennbar, dass der Vorgang des Einstecken des Kontaktträgers 4 in sein Außengehäuse 5 nur im geschlossenen Zustand (Endraststellung) des Sekundärriegels 6 möglich ist. Die Relativbewegung (Einstecken des Kontaktträgers 4 in das Außengehäuse 5) ist durch den noch geöffneten Sekundärriegel 6 blockiert. Geöffnet bedeutet dabei, dass der Sekundärriegel 6 zwar schon in seine Vorraststellung in dem Kontaktträger 4 gebracht worden ist, jedoch die Endraststellung noch nicht erreicht wurde. Der Sekundärriegel 6 taucht mit den Kraftaufnahmestegen 19 sowohl in den Kontaktträger 4 als auch in das Außengehäuse 5 ein und verhindert die Verschiebung des Gesamtsystemes in ihre Endverraststellung. Das bedeutet, dass der Kontaktträger 4 zwar schon ein Stück weit in das Außengehäuse 5 ein gesteckt worden ist, eine weitere Einsteckbewegung jedoch wegen der Blockade durch den Sekundärriegel 6 noch nicht möglich ist. In dieser Position des Kontaktträgers 4 in Bezug auf das Außengehäuse 5 ist es möglich, die Kontaktpartner in ihre Kontaktkammern einzusetzen (zu bestücken). Die entsprechenden Geometrien der Kontaktpartner für deren Sekundärverriegelung haben in dieser Position noch keine Berührung, insbesondere noch keinen Hinterschnitt (sind noch nicht in Anlage zueinander gekommen) mit dem Sekundärriegel 6 und sind daher noch nicht in ihrer bestimmungsgemäßen Endposition fixiert (Sekundärverriegelung). Durch die Betätigung des Sekundärriegel 6 (auch als Schließen zu bezeichnen), mit der der Sekundärriegel 6 von seiner Vorraststellung in seine Endraststellung gebracht wird (siehe Figur 19) taucht der Sekundärriegel 6 komplett in den Kontaktträger 4 ein, sodass er nicht mehr über die Oberfläche des Kontaktträgers 4 übersteht. Mit anderen Worten hat dann der Sekundärriegel 6 keine Überdeckung mehr zu dem Außengehäuse 5. Gleichzeitig erzeugt der Sekundärriegel 6 einen Hinterschnitt zu den Verriegelungsgeometrien der Kontaktpartner für ihre Sekundärverriegelung und sichert somit die richtige Positionierung, d. h. deren bestimmungsgemäße Endposition, der Kontaktpartner in deren Kontaktkammern. Damit ist dann gemäß Figur 19 ein jeder Kontaktpartner in seiner zugehörigen Kontaktkammer sekundärverriegelt.

Mit Bezugnahme auf die Figur 20 wird das Funktionsprinzip der Kraftaufnahmestege 19 beschrieben. Die gezeigte Geometrie der Kraftaufnahmestege 19 gewährleistet immer die richtige Position des jeweiligen Kontaktpartners in seiner Kontaktkammer. Auf Zug belastet liegen die Verriegelungsgeometrien der jeweiligen Kontaktpartner (hier mit der Bezugsziffer 22 versehen) dabei an dem Kraftaufnahmesteg 9 an, wenn sich der Sekundärriegel 6 in seiner bestimmungsgemäßen Endposition in dem Kontaktträger 4 befindet. Dadurch wird eine Verschiebung des Kontaktpartners in seiner Kontaktkammer durch das Anliegen an dem Kontaktträger 4 (genauer dessen Kontaktkammern) dauerhaft und wirksam verhindert.

In Figur 21 schließlich ist die Situation dargestellt, dass die Kontaktpartner im vollmontierten Zustand des Steckverbinders 2 einfach und schnell austauschbar sind. Außerdem ist die Vorverraststellung und die Endraststellung des Sekundärriegel 6 im montierten Zustand des Steckverbinders 2 ersichtlich. Das Öffnen und Schließen (d. h. das Verbringen des Sekundärriegel 6 von seiner Vorraststellung in seine Endraststellung an dem Kontaktträger 4 und umgekehrt) 6 kann im vollständig montierten Zustand des Steckverbinders 2 erfolgen, bei dem der Kontaktträger 4 vollständig in das Außengehäuse 5 eingesteckt worden ist. In diesem Zustand oder auch nachdem der Kontaktträger 4 aus dem Außengehäuse 5 heraus bewegt worden ist, kann der Sekundärriegel 6 geöffnet und entweder beim Fehlen eines

Kontaktpartners in einer Kontaktkammer ein Kontaktpartner bestückt oder im Falle von Beschädigungen ein beschädigter Kontaktpartner durch einen neuen Kontaktpartner ausgetauscht werden.

Außerdem hat die beschriebene Ausgestaltung und Montageabfolge des Sekundärriegels 6 den Vorteil, dass die Stellung des Sekundärriegels 6 während der Montage des Steckverbinders 2 an mehreren Stellen und zu mehreren Zeitpunkten abgefragt werden kann, um eine fehlerfreie Montage des Steckverbinders 2 zu gewährleisten bzw. fehlerhafte Montagen zu erkennen. Ist der Sekundärriegel 6 in seiner Vorraststeilung an dem Kontaktträger 4 eingesetzt, so kann dies an vier Stellen abgefragt werden. Und zwar außen links und außen rechts an den sichtbaren Positionsnoppen und in der Mitte links und rechts an den beiden blockierten Stegen. In der Endraststellung tauchen diese komplett in den Kontaktträger ein und sind nicht mehr sichtbar. Die Positionsnoppen und die beiden blockierten Stege sind in Figur 21 in der linken Darstellung erkennbar, wohingegen sie in der rechten Darstellung der Figur 21 nicht mehr ersichtlich sind, sodass dieser Wechsel des Zustandes mit entsprechenden Erfassungsmitteln abgefragt werden kann.

Bezugszeichenliste

1. Steckverbindung

2. Steckverbinder

3. Gegensteckverbinder (Stecksockel)

4. Kontaktträger

5. Außengehäuse (Schutzkragen)

6. Sekundärriegel

7. Lippendichtung

8. Verriegelungselement Kontaktträger

9. Verriegelungselement Außengehäuse

10. Verriegelungselement Sekundärriegel

11. Lippendichtung

12. CPA

13. Verriegelungshaken

14. Hakengegengeometrie

15. Quersteg

16. Längssteg

17. Verrastelement

18. Einführfase

19. Kraftaufnahmesteg

20. Entriegelungsaussparung

21. Kodierung

22. Kontaktpartner