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1. (WO2019057331) WELDING POWER CABLE FOR CONNECTING TO A WELDING POWER SOURCE IN ORDER TO CARRY OUT AN ARC WELDING METHOD
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Schweißstromkabel zum Anschluß an eine Schweißstromquelle zur Ausführung eines Lichtbogenschweißverfahrens

Die Erfindung betrifft ein Schweißstromkabel zum Anschluß an eine Schweißstromquelle, das mit einer äußeren Schutz- und Isolationstülle sowie mit einem innerhalb der Tülle angeordneten elektrisch leitenden Kabel versehen ist, das an einem stirnseitigen Ende des Schweißstromkabels mit einem elektrisch leitenden Kontaktstück verbunden ist, ferner mit einem elektrischen Kontaktierungsmittel, zur Erzeugung eines elektrisch leitenden Kontakts mit der Schweißstromquelle, sowie mit einem Verbindungsmittel, zur Erzeugung einer lösbaren mechanischen Verbindung zwischen der Schweißstromquelle und dem Schweißstromkabel versehen ist

Es existiert eine Vielzahl von unterschiedlichen Schweißverfahren. Die vorliegende Erfindung hat besondere Bedeutung für die verschiedenen Verfahren des Lichtbogenschweißens. Diese basieren auf einer Hitzeentwicklung eines elektrischen Lichtbogens zwischen einer Schweißelektrode und einem Werkstück, an dem eine Schweißung vorgenommen werden soll. Durch die Hitzeentwicklung kann der bzw. können die zu schweißenden Werkstoffe lokal aufgeschmolzen werden. Bei nahezu sämtlichen Lichtbogenschweißverfahren wird dem Bereich des Lichtbogens hierzu ein Schutzgas zugeführt, um einerseits eine widerstandssenkende ionisierte Atmosphäre zwischen der Schweißelektrode und dem Werkstück zu ermöglichen und um andererseits eine Oxidation der Schweißelektrode und des Werkstücks zu verhindern. Anstelle eines hierbei als Schutzgas vorgesehenen Inertgases kann auch ein Aktivgas oder eine Mischform zugeführt werden, das zur Reaktion dient. Ebenso können Elektroden vorgesehen sein, die keine externe Gaszuführung benötigen, da die hierfür erforderlichen Substanzen in den Elektroden integriert sind und beim Abschmelzen der Elektroden freigesetzt werden.

Ein Lichtbogen-Schweißbrenner ist üblicherweise derart ausgelegt, daß ein Benutzer oder ein Roboter einen Metallschweißdraht, der auch als Metallzusatzwerkstoff bezeichnet werden kann, auf eine spezifizierte Fügestelle auf dem Zielmetallstück

BESTÄTIGUNGSKOPIE

richten kann. Der Schweißdraht wird durch den Schweißbrenner geführt und schließlich durch eine Öffnung in der Kontaktdüse am Ende des Schweißbrenners zum Zielmetallstück transportiert.

Bei Anlegen einer elektrischen Spannung an einem Schweißbrennerinnenrohr und beim Kontaktieren des Schweißdrahtes mit dem Zielmetallstück, fließt ein hoher elektrischer Strom von einem Schweißbrennerinnenrohr über einen sogenannten Düsenstock, dann über die Kontaktdüse, über den Schweißdraht und gegebenenfalls einem Lichtbogen zum Zielmetallstück und dann zur Masse. Der hohe Strom und der Lichtbogen verursachen das Schmelzen des Schweißdrahtes in einer Schutzgasatmosphäre, was zur Tropfenbildung des Drahtes und zum Entstehen eines Lichtbogens führt.

Dieser Lichtbogen schmilzt das Metall der Zielmetallstücke und den nachgeführten Schweißdraht. Durch Abfallen der entstanden Tropfen des Schweißdrahtes oder durch Übergabe des Tropfens im Kurzschluss auf die verflüssigte Stelle der Zielmetallstücke, werden diese miteinander verbunden.

Lichtbogenschweißanlagen sind zur Bereitstellung des erforderlichen elektrischen Stroms und der Spannung jeweils mit einer Schweißstromquelle versehen, mit welcher der Schweißbrenner der Lichtbogenschweißanlage elektrisch leitend verbunden werden muß, damit der jeweiligen Lichtbogenschweißstelle Strom zugeführt und an sie eine Spannung angelegt werden kann. Diese Verbindung wird üblicherweise mittels Schweißstromkabeln erzeugt, wobei für jeden der beiden Pole der jeweiligen Schweißstromquelle ein Schweißstromkabel vorgesehen ist. Neben einem Anschluß am Schweißbrenner muß somit das jeweilige Schweißkabel auch an der Schweißstromquelle angeschlossen werden. Sofern aufgrund des jeweiligen Schweißverfahrens Schweißmedien, wie beispielsweise Schutzgas und/oder ein Schweißdraht, der Prozeßstelle zugeführt werden sollen, so kann dies ebenfalls durch eines der beiden Schweißstromkabel erfolgen, insbesondere mittels eines Koaxialschweißstromkabels, das eine mittige Durchführung für Schweißmedien

aufweist. Die vorliegende Erfindung betrifft sowohl Schwei ßstromkabel ohne als auch mit integrierter Medienzuführung.

Insbesondere, aber nicht nur, im Zusammenhang mit Lichtbogenschweißautomaten, welche Lichtbogenschweißbrenner in mehreren Achsen führen und bewegen, können gattungsgemäße Schweißkabel sehr stark mechanisch beansprucht werden. Eine derartige typische und häufig auftretende Bewegung ist auch eine Drehung des Lichtbogenschweißbrenners und des Kabels um eine Rotationsachse, die zu einer Verdrillung/Torsion des Kabels führt. Hierbei bauen sich im Schwei ßstromkabel rotativ ausgerichtete Rückstellkräfte auf, die auch auf die Anschlußstelle des Schweißstromkabels an der Schweißstromquelle wirken und die grundsätzlich in der Lage sind, ein Schweißstromkabel von der Schweißstromquelle oder von einem Verlängerungskabel des Schweißstromkabels zu lösen oder die Verbindung zumindest zu lockern. Es gilt deshalb Vorkehrungen zu treffen, daß diese Verbindungen nicht ohne weiteres lösbar sind. Außerdem können solche Torsionsbelastungen der Schweißstromkabel, insbesondere wenn betriebsbedingte dynamische aufgrund von Dauerbelastungen hinzukommen, zu Kabelbrüchen führen.

Eine hohe Beanspruchung solcher Schweißstromkabel ergibt sich auch durch die herrschende Hitze sowie aufgrund möglicher Schweißspritzer, die auf das Schweißstromkabel treffen können. Derartige Schweißstromkabel werden deshalb in der Regel massiv, vergleichsweise steif und widerstandsfähig ausgeführt, was dann bei einer Torsion um die Längsachse des Kabels zu einem besonders hohen Rückstellmoment solcher Kabel führt. Die hierbei wirkenden Rückstellmomente und -kräfte wirken auch auf die Anschlüsse der Schweißstromkabel an der Schweißstromquelle oder an Verlängerungskabeln, die zwischen ein Schweißstromkabel und die Schweißstromquelle eingefügt sind.

Für Anschlüße von Schweißstromkabel an einer Schweißstromquelle existiert eine Norm, nämlich die Norm DIN EN 60974-12. Diese Norm beschreibt eine Steckverbindung zwischen einem Schweißstromkabel und einer Polkontakteinrichtung einer Schweißstromquelle, bei der durch eine Bewegung eines Arretierbolzens in

einer Nut eine Verriegelung erreicht werden soll. Die in eine Buchse eingebrachte Nut zur Führung des Arretierbolzens verläuft hierbei gemäß Anhang A der genannten Norm von einer Ausgangsposition im wesentlichen radial mit einer geringen Steigung zu einer Endposition hin. Mit einer bei dieser Bewegung erzeugten Torsionvorspannung des Schweißstromkabels soll mit dieser Torsion eine Verriegelung der Verbindung gesichert werden. Aktuelle herkömmliche Schweißstromkabel halten sich üblicherweise an diese Normvorgaben. An dieser Lösung gemäß der Norm kann jedoch als nachteilig gesehen werden, daß angeschlossene Schweißstromkabel in der Regel schon alleine aufgrund der bei der Befestigung des Kabels an der Schweißstromquelle erforderlichen Rotationsbewegung des Kabels um seine Längsachse gezielt und beabsichtigt unter einer Torsionsbelastung stehen. Dieser Nachteil gilt nicht nur für Verbindungen eines Schweißstromkabels an einer Schweißstromquelle, sondern für jede Verbindung in einem Schweißstromkreis, die von einer solchen genormten Verbindung Gebrauch macht.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit anzugeben, mit welcher Schweißstromkabel sicher und schnell an eine Schweißstromquelle anschließbar und von ihr trennbar sind und trotzdem die Torsionsbelastung eines Schweißstromkabels im Bereich des Anschlusses an der Schweißstromquelle, insbesondere die Gefahr eines torsionsbedingten Lösens des Schweißstromkabels von der Schweißstromquelle, möglichst gering gehalten wird.

Der Lösung der Aufgabe liegt die bereits zur Erfindung gehörende Überlegung zugrunde, am Schweißstromkabel ein Verbindungsmittel vorzusehen, das zur Erzeugung einer lösbaren Befestigung mit einer Schweißstromquelle am Schweißstromkabel angeordnet und das von einem äußeren Mantel des Schweißstromkabels in Bezug auf rotative Bewegungen entkoppelt ist. Als Lösung der Aufgabe wird somit für ein Schweißstromkabel der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das elektrische Kontaktierungsmittel des Schweißstromkabels sowie das Verbindungsmittel des Schweißstromkabels relativ zueinander um eine Längsachse endlos drehbar sind, und das auf einer Außenseite

des Mantels angeordnete Verbindungsmittel mit einem Bajonettelement eines Bajonettverschlusses versehen ist. Vorzugsweise sollte mit einer Drehbewegung, vorzugsweise alleine mit einer Drehbewegung, eines Handhabungsteils eine Befestigung des Verbindungsteils mittels der Bajonettverschlusseinrichtung erzeugbar sein. Das Verbindungsteil sollte jedoch vorzugsweise in axialer Richtung in Bezug auf den äußeren Mantel des Schweißstromkabels geringfügig bewegbar sein. Vorzugsweise ist zumindest der rotativ vom Mantel des Schweißstromkabels entkoppelte Handhabungsteil des Verbindungsteils auch in axialer Richtung zumindest entlang eines vorgegebenen beschränkten Wegs axial bewegbar. Hierdurch kann das Schweißstromkabel in seiner befestigten Position an der Schweißstromquelle in axialer Richtung fixiert gehalten und trotzdem bei einer Torsionsbelastung um seine Längsachse gedreht werden, so daß das Kabel selbst bei einer Torsionsbelastung durch die Rotation sofort wieder entlastet wird. Außerdem kann hierdurch neben einer rotativen Bewegung auch eine axiale Bewegung, insbesondere eine axiale Hubbewegung, des Handhabungsteils bei der Erzeugung und beim Lösen der Bajonettverbindung zwischen dem Schwei ßstromkabel und der Schweißstromquelle genutzt werden. Die der rotativen Bewegung überlagerte axiale Bewegung kann insbesondere dafür genutzt werden, um ein Bajonettelement der Bajonettverschlusseinrichtung in eine form- oder in eine kraftschlüssige Verriegelungsposition zu überführen und zum Lösen der Bajonettverbindung wieder aus dieser zu entfernen. Im Zusammenhang mit der Erfindung kann unter einer Bajonettverbindung bzw unter einer Bajonettverschlusseinrichtung vorzugsweise eine Verbindung bzw Einrichtung verstanden werden, bei der das Schweißstromkabel an der Polkontakteinrichtung, oder an einem sonstigen Gegenstück, durch Ausführung von einer relativen Rotationsbewegung in nur eine Drehrichtung, sowie einer axialen Bewegung von zumindest einem Element der Bajonettverschlusseinrichtung, verrastet. Die Rotationsbewegung sollte vorzugsweise kleiner 360° und besonders bevorzugt kleiner 180° und demgegenüber nochmals bevorzugt, kleiner oder gleich 90° betragen. Die axiale Bewegung sollte vorzugsweise relativ kurz sein und dient vor allem dazu, die Bajonettverschlusseinrichtung lösbar zu verriegeln/verrasten bzw wieder zu entriegeln.

Besondere Vorteile ergeben sich durch die erfindungsgemäße Lösung insbesondere auch bei der Befestigung des Schweißstromkabels an der Schweißstromquelle. Die erfindungsgemäß vorgesehene Bajonettverschlusseinrichtung zur Befestigung des Schweißstromkabels an der Schweißstromquelle weist sowohl am Schweißstromkabel als auch an der Schweißstromquelle jeweils ein Bajonettelement auf, die miteinander in Eingriff bringbar sind. Durch eine relative Rotationsbewegung des einen Bajonettelements gegenüber dem anderen Bajonettelement, der vorzugsweise die axiale Bewegung überlagert ist, sind in einer Endposition eine Verriegelung und Fixierung der beiden Bajonettelemente aneinander erreichbar. Um einen Eingriff der beiden Bajonettelemente und die vorbestimmte Bewegungsbahn der ineinander greifenden Bajonettelemente zu ermöglichen, sollten das stromkabelseitige Bajonettelement und das stromquellenseitige Bajonettelement in einer bestimmten Rotationsposition zueinander ausgerichtet sein. Vorzugsweise kann dies dadurch erreicht werden, daß das Handhabungsteil des Schweißstromkabels händisch um seine Längsachse rotiert wird, bis es gegenüber der stromkabelseitigen Polkontakteinrichtung eine gewünschte und vorbestimmte Rotationsausrichtung einnimmt und die beiden Bajonettelemente für einen Eingriff ineinander ausgerichtet sind. Bei vorbekannten Schweißstromkabeln kann bei diesem Vorgang problematisch sein, daß bereits durch einen solchen Anschluß- und Befestigungsvorgang eine dauerhafte Torsionsbelastung auf das Schweißstromkabel erfolgen kann. Bereits zur Ausrichtung des Schweißstromkabels gegenüber der Polkontakteinrichtung muß das Schweißstromkabel möglicherweise tordiert werden. Insbesondere, aber nicht nur, bei Schweißstromkabeln, welche zusammen mit Schweißautomaten eingesetzt werden, können häufig und dynamisch auftretende weitere Torsionsbelastungen des Schweißstromkabels hinzukommen, die letztendlich zu Brüchen des jeweiligen Kabels und zu dauerhaften Torsionsbelastungen der Verbindung zwischen dem Schwei ßstromkabel und der Schweißstromquelle führen können. Mit der erfindungsgemäßen Lösung wirken auch solche Torsionsbelastungen nicht auf die Bajonettverbindung. Zudem kann ein erfindungsgemäßes Schweißstromkabel bei und aufgrund einer betriebsbedingt auf das Kabel einwirkenden Torsionskraft sich im Kontaktbereich mit der Schweißstromquelle relativ zur Bajonettverbindung und

seinem Bajonettelement drehen, um eine Verdrillung des Schweißstromkabels zu vermeiden.

Die relative Verdrehbarkeit des Verbindungsmittels, insbesondere eines Bajonettelements, in Bezug auf den Mantel des Schweißstromkabels hat bei der Montage eines Schweißstromkabels besondere Bedeutung. Denn hierdurch ist es möglich, trotz der Erzeugung einer sicheren Verriegelung, insbesondere einer Bajonettverbindung, zwischen dem Schweißstromkabel und der Polkontakteinrichtung, eine Torsionsbelastung der Verbindung und des Schweißstromkabels zu vermeiden. Das Verbindungsmittel, insbesondere das zumindest eine

Bajonettelement, und das sollten vorzugsweise rotativ voneinander entkoppelt sein, so daß der Mantel des Schweißstromkabels sich relativ rotativ gegenüber dem -- unendlich drehen kann. Diese Entkopplung ist sowohl im nicht angeschlossenen Zustand als auch dann vorhanden, wenn das Schweißstromkabel angeschlossen ist, vorzugsweise an einer Polkontakteinrichtung einer Schweißstromquelle, oder vorzugsweise an einem anderen Schweißstromkabel. Dies bedeutet, insbesondere auch im angeschlossenen Zustand kann relativ zueinander drehen.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das am Schweißstromkabel im Bereich von einer seiner Stirnseiten angeordnete Verbindungsmittel ein ringförmiges Betätigungselement aufweisen, an dem das schwei ßstromkabelseitige Bajonettelement angeordnet und das um die Außenseite des Schweißstromkabels und relativ zu diesem drehbar ist. Mit einer solchen Ausgestaltung des Verbindungsmittels des Schweißstromkabels kann eine besonders einfache Handhabung bei der torsionsfreien und relativen Ausrichtung des Bajonettelements des Schweißstromkabels sowie bei der Erzeugung und beim Lösen der Bajonettverbindung erreicht werden.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das am Schweißstromkabel angeordnete und relativ zum äußeren Mantel des Schweißstromkabels vorzugsweise endlos drehbare (auch im angeschlossenen Zustand des Schweißstromkabels) Verbindungsmittel ein Federelement aufweisen, das zum Ver- oder Vorspannen des schweißstromseitigen Bajonettelements am Bajonettelement der Schweißstromquelle vorgesehen ist. Das gespannte Federelement kann ein an sich bewegliches Bajonettelement insbesondere in einer Endposition halten, in der das Bajonettelement den Bajonettverschluss verriegelt und nur durch eine händische Entriegelung wieder lösbar ist.

In einer weiteren bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform kann eines der Bajonettelemente vorzugsweise an einer zum Mantel weisenden Innenfläche des Verbindungsmittels angeordnet sein. Das Schwei ßstromquellenseitige Bajonettelement kann vorzugsweise an einer äußeren Mantelfläche eines elektrischen Kontaktierungsmittels der Polkontakteinrichtung ausgebildet sein. Da somit zur Erzeugung der Bajonettverbindung das Verbindungsmittel des Schweißstromkabels über das Kontaktierungsmittel der Schweißstromquelle geführt werden sollte, findet hierbei auch eine Zentrierung bzw. sich selbst ergebende axiale Ausrichtung des schwei ßkabelseitigen Kontaktierungsmittels statt, die eine erleichterte schnelle Montage ermöglicht.

Ein Schweißstromkabel kann in einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weitestgehend vollständig von Torsionsbelastungen dadurch freigestellt werden, daß das Schweißstromkabel an seinen beiden Enden jeweils mit einem elektrischen Kontaktierungsmittel sowie mit jeweils einem Verbindungsmittel des Schweißkabels versehen ist, die jeweils relativ zueinander um eine Längsachse endlos drehbar sind, wobei das jeweils auf der Außenseite des Mantels des Schweißstromkabels angeordnete Verbindungsmittel mit einem Bajonettelement einer Bajonettverschlusseinrichtung versehen ist. Hierdurch kann bei auftretenden Torsionsbelastungen des sich im Schweißstromkreis befindenden Kabels, letzteres an seinen beiden Enden mit seinen beiden Kontaktierungsmitteln relativ zu seinen beiden Verbindungsmitteln um seine Längsachse Rotationsbewegungen ausführen und damit den Torsionskräften folgen, um eine Verdrillung des Kabels zu vermeiden. Gleichzeitig werden an beiden Enden des Schweißstromkabels die Verbindungen zur Polkontakteinrichtung bzw. zum Schweißbrenner nicht durch Torsionskräfte belastet und damit die Gefahr eines ungewollten Lösens der Verbindung der Bajonettverbindungen vermieden.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf Schweißstromkabel beschränkt, die unmittelbar an eine Polkontakteinrichtung einer Schweißstromquelle angeschlossen werden können oder angeschlossen sind. Die vorliegende Erfindung ist grundsätzlich auf jede Verbindung innerhalb eines Schweißstromkreises anwendbar, mit der ein Schweißstromkabel in einen Schweißstromkreis einfügbar ist. Es kann sich somit beispielsweise auch um ein Verlängerungskabel als Schwei ßstromkabel handeln, das an beiden Enden mit jeweils einem elektrischen Kontaktierungsmittel sowie einem Verbindungsmittel versehen ist. Bei einem Verlängerungskabel für ein Schweißstromkabel kann das Verlängerungskabel an seinen beiden Enden unterschiedliche Verbindungsmittel aufweisen. Diese unterschiedlichen Verbindungsmittel können insbesondere solche sein, die einerseits zur Anordnung an Verbindungsmitteln einer Polkontakteinrichtung und andererseits zur Anordnung an den Verbindungsmitteln eines Schweißstromkabels vorgesehen sind. Dies bedeutet, ein bevorzugtes erfindungsgemäßes Verlängerungskabel sollte an einem seiner Enden vorzugsweise ein Verbindungsmittel aufweisen, das zum Mantel des Verlängerungskabels rotationsfest angeordnet ist. An seinem anderen Ende sollte es hingegen vorzugsweise ein Verbindungsmittel aufweisen, das in Bezug auf den Mantel des Verlängerungskabels um dessen Längsachse relativ drehbar, vorzugsweise endlos drehbar, ist. Mit anderen Worten, das Verlängerungskabel kann an seinem einen Ende gemäß eines Steckers und an seinem anderen Ende gemäß einer Steckdose einer Stecker/Steckdosen-Verbindung bzw. einer Stecker-/Buchsen-Verbindung ausgebildet sein.

Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung.

Die Erfindung wird anhand von in den Figuren rein schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert, es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Schweißstromquelle für

Lichtbogenschweißverfahren mit an deren zwei Polkontakteinrichtungen angeschlossenen erfindungsgemäßen Schweißstromkabel;

Fig. 2 eine Explosionsdarstellung einer Polkontakteinrichtung der Schweißstromquelle;

Fig. 3 eine Schnittdarstellung durch eine Polkontakteinrichtung gemäß Fig. 2;

Fig. 4 eine Explosionsdarstellung einer erfindungsgemäßen Kontaktierungsund Verbindungseinrichtung eines Schwei ßstromkabels;

Fig. 5 eine Schnittdarstellung der Kontaktierungs- und Verbindungseinrichtung aus Fig. 4;

Fig. 6 eine Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Kontaktierungs- und

Verbindungseinrichtung, in welche eine Zuführeinrichtung für Schutzgas integriert ist;

Fig. 7 ein als Verlängerungskabel ausgebildetes Schweißstromkabel, das an seinen beiden Enden mit einem Buchsenanschluß und einem Steckeranschluß versehen ist, in einer Schnittdarstellung, in einer Seitenansicht und in einer perspektivischen Darstellung;

Fig. 8a in einer Schnittdarstellung einen Endabschnitt eines erfindungsgemäßen Schweißstromkabels, zusammen mit einem Teil einer auf das Schweißstromkabel abgestimmten Polkontakteinrichtung;

Fig. 8b in einer Schnittdarstellung einen Endabschnitt eines weiteren erfin- dungsmäßen Schweißstromkabels zusammen mit einem Teil einer auf das Schweißstromkabel abgestimmten Polkontakteinrichtung.

In Fig. 1 ist eine Schweißstromquelle 1 gezeigt, mit der elektrischer Strom und eine elektrische Spannung für die Durchführung von Lichtbogenschweißverfahren mittels eines nicht näher dargestellten Lichtbogenschweißbrenners zur Verfügung gestellt werden. Außerdem enthält die Schweißstromquelle 1 eine Steuerungseinrichtung mit einem Bedienpanel 2, mit welcher Parameter des jeweils durchzuführenden Lichtbogenschweißverfahrens eingestellt und der Schweißprozeß gesteuert werden kann. Vorliegend können mit der Schweißstromquelle 1 beispielsweise MIG/MAG oder auch WIG-, Plasma-, Elektroden- sowie sämtliche weiteren Lichtbogenschweißverfahren oder Hochstromanwendungen ausgeführt werden. In weiteren möglichen Ausführungsformen der Erfindung können auch andere Lichtbogenschweiß- und -trennverfahren ausgeführt werden. Die nachfolgend erörterte bevorzugte erfindungsgemäße Ausführungsform eines Schweißstromkabels 3 und seiner Verbindung mit der Schweißstromquelle 1 können hierbei ebenfalls zur Anwendung kommen.

Aus einem Gehäuse 4 der Schweißstromquelle 1 ragen zwei Polkontakteinrichtungen 5, 6 heraus, die zum Anschluß von jeweils einem Schweißstromkabel 3 vorgesehen und in Fig. 1 durch eine Überwurfmutter 10 des Schweißstromkabels 3 verdeckt sind. Die Polkontakte der Polkontakteinrichtungen 5, 6 sind jeweils in Form eines als im wesentlichen zylindrischen Kontaktstifts 7 ausgebildet. Der jeweilige Kontaktstift 7 ist in einer zentrischen Ausnehmung eines Gehäuseteils 8 der jeweiligen Polkontakteinrichtung 5, 6 angeordnet (Fig. 3). An einer Stirnseite 7a des jeweiligen Polkontakts, hier des Kontaktstifts 7, ist eine Kontaktfläche ausgebildet. Insbesondere eine Mantelfläche 7b des Kontaktstifts 7 und gegebenenfalls die Stirnseite 7a können zum elektrisch leitenden Kontakt mit einem oder mehreren Schwei ßstromkabelseitigen Kontaktelementen vorgesehen sein, beispielsweise nicht näher dargestellte Kontaktlamellen. Da der Kontaktstift 7 insgesamt aus einem elektrisch leitenden Werkstoff, insbesondere aus Kupfer oder einer Kupferlegierung hergestellt ist, ist er an seiner gesamten äußeren Hüll- bzw. Umfangsfläche in der Lage, ein elektrisch leitender Kontaktpartner zu sein. Das Gehäuseteil 8 ist mit Abschnitten unterschiedlicher Durchmesser ausgebildet, wobei sich der Abschnitt 8a mit dem größten Durchmesser in Bezug auf eine Längsachse des Gehäuseteils 8 etwa mittig

befindet. In Richtung zum Gehäuse der Schweißstromquelle hin schließt sich ein weiterer Abschnitte 8b an, der einen kleineren Durchmesser als der erste Abschnitt 8a aufweist. Ein dritter Abschnitt 8c ist zur übergreifenden Anordnung einer stromkabelseitigen Überwurfmutter 10 (Fig. 4) auf diesem dritten Abschnitten 8c vorgesehen. Auf dem zweiten Abschnitt 8b ist die Anordnung eines hinteren Gehäuseteils 11 vorgesehen ist, das im Ausführungsbeispiel in Form einer Kappe ausgebildet ist. Mit dem hinteren Gehäuseteil 11 und weiteren Befestigungsmitteln 12 wird der Kontaktstift 7 am Gehäuseteil 8 lösbar befestigt.

Die Stirnfläche 7a ist an einem Endabschnitt des Kontaktstifts 7 ausgebildet, der einen geringeren Durchmesser aufweist als der ihm vorausgehende Abschnitt des Kontaktstifts 7. Der besagte vorausgehende Abschnitt dient somit als Anschlag für die Positionierung des Kontaktstifts 7 im Gehäuseteil 8.

Das Gehäuseteil 8 weist an seiner äußeren Mantelfläche des dritten Abschnitts 8c zwei am Umfang um 180° zueinander versetzt angeordnete identische nutförmige Ausnehmungen 14 mit zumindest in etwa konstanter Tiefe und Breite auf, die entlang eines Teils des Umfangs des Abschnitts 8c entlang laufen. Die nutförmigen Ausnehmungen 14 sind an der Stirnseite 15 des Gehäuseteils offen und verlaufen zunächst in etwa parallel zur Längsachse des Gehäuseteils 8. Im weiteren Verlauf der Nuten 14 bewegen sich die Nuten 14 jeweils mit einer Verlaufskomponente in Umfangsrichtung, auch auf den Abschnitt 8a mit dem größten Durchmesser zu, um sich dann - ebenfalls mit einer Verlaufskomponente in Umfangsrichtung - wieder der Stirnseite 15 des Gehäuseteils 8 zu nähern. Der auch in Umfangsrichtung verlaufende Abschnitt der Nuten 14 weist in der bevorzugten Ausführungsform näherungsweise eine V-Form auf, wobei die beiden Schenkel der näherungsweisen V-Form in axialer Richtung zumindest ungefähr gleich lange Komponenten und in radialer Richtung jedoch unterschiedlich lange Komponenten aufweisen.

Wie in Fig. 4 dargestellt ist, ist das Schweißstromkabel 3 an seinem ein Stück weit abisolierten Schwei ßstromquellenseitigen Ende mit einer Kontaktierungs- und Verbindungseinrichtung 17 versehen. Eine Aderendhülse 18 der Kontaktierungs- und

Verbindungseinrichtung 17 ist auf die Litzen des abisolierten Kabels 3 aufgeschoben. Die Aderendhülse 18 wird von einer als Kontaktierungsmittel des Schweißstromkabels vorgesehenen Kontaktbuchse 19 umgeben, die Aderendhülse 18 befindet sich hierzu in einer stirnseitig vorgesehenen Sacklochbohrung 19a der Kontaktbuchse 19. Auch an ihrer anderen, der stromquellenseitigen Stirnseite, weist die Kontaktbuchse 19 eine Sacklochbohrung 19b auf. Ein stirnseitiges Ende dieser Sacklochbohrung 19b weist einen zentrischen Zapfen 20 auf, durch den der zur Anordnung in der Sacklochbohrung vorgesehene Kontaktstift 7 zentriert wird.

An seiner äußeren, zumindest im wesentlichen zylindrischen Mantelfläche weist die Kontaktbuchse 19 zwei Sacklochausnehmungen 21 (Fig.5) auf, die sich - in Längsrichtung gesehen - zwischen den beiden Sacklochbohrungen 19a, 19b befinden. Außerdem weist die Kontaktbuchse 19 an ihrer äußeren Mantelfläche einen Absatz 22 auf, der sich - wiederum in Längsrichtung gesehen - zwischen den Sacklochausnehmungen 21 und dem stromquellenseitigen Ende der Kontaktbuchse befindet. Die Kontaktbuchse 19 ist zusammen mit der Aderendhülse 18 mittels zwei Madenschrauben 23 auf das abisolierte Schweißstromkabel 3 geklemmt.

Auf die metallische, vorzugsweise aus Kupfer oder Kupferlegierungen gefertigte, Kontaktbuchse 19 ist eine elektrisch nicht leitende Isolierhülse 25 aufgeschoben. In ihrer Endposition auf der Kontaktbuchse 19 reicht die Isolierhülse 25 mit ihrer einen Stirnseite bis kurz vor die Sacklochausnehmungen 21 der Kontaktbuchse 19 und mit ihrer anderen Stirnseite bis zum stromquellenseitigen Ende der Kontaktbuchse 19. An ihrer die Ausnehmung der Isolierhülse 25 begrenzenden Innenwand ist letztere mit einem Absatz 26 versehen, der mit dem Absatz 22 der Außenfläche der Kontaktbuchse 19 korrespondiert, so daß ein Einschub der Kontaktbuchse 19 in die Isolierhülse 25 durch den Absatz 26 der Isolierhülse 25 begrenzt ist. Die Isolierhülse 25 liegt sowohl im Bereich des Absatzes 22 als auch - in Längsrichtung gesehen -beidseits des Absatzes 22 gegen die Außenfläche der Kontaktbuchse 19 an. An ihrer äußeren Mantelfläche ist die Isolierhülse 25 mit einem mit Abstand zum schweißkabelseitigen Ende angeordneten ringförmigen Flansch 27 versehen.

Zur Handhabung des Schwei ßstromkabels 3 ist dieses mit einer Griff hülse 29 als Bestandteil der Handhabungseinrichtung versehen. Die Griffhülse 29 ist auf die Kontaktbuchse 19 und auf das Schweißstromkabel 3 geklemmt. Die Griffhülse 29 umgibt einen Teil der Kontaktbuchse 19 sowie einen Endabschnitt des Schweißstromkabels 3. Die Griffhülse 29 weist zwei Griffschalen 29a, 29b auf, die mittels einer Klickverbindung miteinander verbunden sind. Die beiden Griffschalen 29a, 29b sind hierzu mit mehreren Rasthaken 30 und Ausnehmungen 31 versehen. Die einstückig mit jeweils einer der Griffschalen 29a, 29b verbundenen Rasthaken 30 sind zum Eingriff und Einrasten in jeweils einer der Ausnehmungen 31 vorgesehen. Im Bereich von einem der Enden der Griffhülse weist dieses an seiner Innenfläche eine umlaufende Nut auf, in die ein Dichtring 32 eingesetzt ist, der mit seiner Innenfläche gegen eine äußere Schutz- und Isolationstülle (Mantel) 3a des Schweißstromkabels 3 anliegt.

An ihrem anderen stirnseitigen Ende ist die Griffhülse 29 an ihrer Innenfläche mit einer Ausdrehung 35 der Innenwand versehen. Während die Innenwand auf einem Endbereich der Außenfläche der Isolierhülse 25 aufsitzt, übergreift die durch die Ausdrehung entstandene Begrenzungsfläche der Griffhülse 29 einen Absatz 10a der äußeren Umfangsfläche der Überwurfmutter 10, die sich im Bereich des schweißstromkabelseitigen Endes der Überwurfmutter 10 befindet und einen kleineren Durchmesser aufweist, als die restliche Mantelfläche der im wesentlichen hohlzylindrischförmigen Überwurfmutter 10. Wie insbesondere in Fig. 4 zu erkennen ist, weist die Überwurfmutter 10 an ihrer sonst glatten Innenfläche zwei am Umfang um 180° zueinander versetze identische Nocken 36 auf, deren Größe auf die Höhe und Breite der Nuten 14 des Gehäuseteils 8 derart abgestimmt ist, daß die Nocken 36 in die Nuten 14 angeordnet und möglichst leichtgängig bewegt werden können. Die Nocken 36 befinden sich an der Innenfläche 10b der Überwurfmutter mit geringem Abstand zum stirnseitigen und schweißstromquellenseitigen Ende der Überwurfmutter 10. Die Überwurfmutter 10 weist im Bereich ihres schweißstromkabelseitigen Endes an ihrer Innenfläche einen Absatz zu einem Bereich mit einem ersten verkleinerten Durchmesser auf, an den sich dann ein zweiter nochmals verkleinerter Durchmesserbereich anschließt.

Wie insbesondere Fig. 5 zu entnehmen ist, liegt an der durch die Durchmesserreduzierungen ausgebildeten inneren ringförmigen Stirnfläche 38 ein Federelement 39 an und stützt sich mit einem seiner beide Enden an dieser inneren Stirnfläche 38 ab. Da die Überwurfmutter 10 auf die Isolierhülse 25 aufgeschoben ist, liegt das Federelement 39 mit seinem anderen Ende gegen den Flansch 27 der Isolierhülse 25 an. Weil die Isolierhülse 25 in axialer Richtung auf der Kontaktbuchse 19 fixiert ist, die Überwurfmutter 10 jedoch in axialer Richtung gegen die Federkraft des Federelements 39 zwischen der Griffhülse 29 und dem Flansch 27 der Isolierhülse 25 in axialer Richtung hin und her bewegbar ist, kann mittels einer axialen Bewegung der Überwurfmutter 10 das Federelement 39 gestaucht werden. Ebenso kann durch die Federkraft des gestauchten Federelements 39 die Überwurfmutter 10 in axialer Richtung auf die Griffhülse zubewegt werden, um den festen Sitz im Bajonett in verriegelter Position sicherzustellen.

Um das Schwei ßstromkabel 3 an der Schweißstromquelle 1 oder einer anderen Schweißstromquelle anzuschließen, kann das Schweißstromkabel 3 an seiner Griffhülse 29 manuell gehandhabt werden. Es sollte dazu mit der die aus der Überwurfmutter 10 herausragende Kontaktbuchse 19 an den Kontaktstift 7 von einer der Polkontakteinrichtungen 5, 6 der Schweißstromquelle 1 herangeführt werden. Die Kontaktbuchse 19 wird dann mit der Sacklochbohrung 9b über den Kontaktstift 7 geführt. Die um ihre eigene Längsachse drehbare Überwurfmutter 10 kann nun ebenfalls durch manuelle Manipulation mit den Nocken 36 so ausgerichtet werden, dass sich die Nocken 36 in axialer Richtung vor der Stirnseite des Gehäuseteils 8 und in Rotationsrichtung an den Eingängen der Nuten 14 befinden. Nun können die Nocken 36 durch eine Bewegung parallel zur Längsachse in die Nuten 14 eingeführt werden. Das Federelement 39 wird hierdurch gespannt. Der jeweilige Nocken 36 kann entlang des weiteren Verlaufs der jeweiligen Nut 14 in dieser geführt werden. Nachdem der jeweilige Nocken 36 den parallel zur Längsachse verlaufenden Abschnitt der jeweiligen Nut 14 abgefahren hat, wird dieser in den näherungsweise V-förmigen Abschnitt der Nut 14 geführt, in welcher der Nocken 36 eine Bewegungen mit einer Komponente in Umfangsrichtung und einer Komponente parallel zur

Längsachse ausführt. Die Überwurfmutter 10 wird hierbei in Umfangsrichtung bewegt und führt dabei zunächst gleichzeitig eine weitere Hubbewegung entgegen der Federkraft des Federelements 39 aus. Nachdem der jeweilige Nocken 36 den Scheitelpunkt der V-Form seines Bewegungsverlaufs erreicht hat wird das Federelement bei der Rotationsbewegung und gleichzeitiger geringfügiger Hubbewegung parallel zur Längsachse, aber nun in entgegengesetzter Richtung von der Griffhülse 29 weg, geringfügig entlastet. Die Bajonettverbindung zwischen der Überwurfmutter 10 des Schweißstromkabels 3 und dem Gehäuseteil 8 der Schweißstromquelle 1 ist nun erzeugt. Der vom jeweiligen Nocken 36 zuerst abgefahrene Abschnitt der V-Form, also jener Abschnitt, der zwischen dem achsparallelen Abschnitt der Nut und dem Scheitelpunkt der V-Form verläuft, weist -bei zumindest in etwa gleicher Länge in Längsachsrichtung - eine geringere Steigung als der zweite Abschnitt der V-Form auf. Hierdurch wird zur Überführung des Nockens 36 in seine Rastposition eine geringere Kraft benötigt, als zur Überführung des Nockens 36 aus seiner Rastposition heraus. Durch diese konstruktive Auslegung kann eine zusätzliche Sicherheit gegen ein unbeabsichtigtes Lösen der Bajonettverbindung erreicht werden.

Diese Verbindung zwischen dem Schweißstromkabel 3 und einer der Polkontakteinrichtungen 5, 6 der Schweißstromquelle 1 kann nun nur durch Krafteinwirkung entgegen des vorgespannten Federelements 39 und gleichzeitiger Rotationsbewegung in nun umgekehrter Rotationsrichtung in Richtung des Umfangs des Gehäuseteils 8 wieder gelöst werden.

In Fig. 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schweißstromkabels 3 gezeigt. Bei dieser Ausführungsform ist unmittelbar hinter der Bajonettverbindung und hinter der Überwurfmutter 10 sowie hinter den Sacklochausnehmungen 21 der Griffhülse 29 eine Medienzuführung 42 für ein Schutzgas, wie beispielsweise Argon, CO2 oder ein Mischgas, in das Schweißstromkabel 3 integriert, die in eine zentrische Ausnehmung 46 des Schweißstromkabels mündet. Bis auf diesen Aspekt entspricht das Schweißstromkabel aus Fig. 6 dem in den Fig. 2 bis 5 gezeigten und erörterten Schweißstromkabel sowie insbesondere auch der zusammen mit einer Schweißstromquelle erzeugten Bajonettverbindung zwischen dem Schweißstromkabel und der Schweißstromquelle. Nachfolgend wird deshalb nur auf die Unterschiede zur Ausführungsform gemäß den Fig. 2 bis 5 eingegangen.

Eine Schale 29a, 29b der zweiteiligen Griffhülse 29 ist mit einer durch ihre Wand verlaufende Durchführung 43 versehen, an die eine von außen kommende Zuleitung 44 angeschlossen ist. Diese Durchführung 43 führt durch die Griffhülse 29 hindurch in eine Sacklochbohrung 45 der Kontaktbuchse 19 hinein. Die Sacklochbohrung 45 wiederum führt in eine zentrische Ausnehmung 46 mit welcher das Schweißstromkabel 3 dieser erfindungsgemäßen Ausführungsform von der Medienzuführung bis zu seinem anderen Ende versehen ist. Das Schweißstromkabel 3 dieser Ausführungsform weist zudem elektrisch leitende Kupferlitzen 47 auf, welche im Kabel koaxial zur Ausnehmung 46 angeordnet und mit einem Ende in eine entsprechende Ausnehmung der Kontaktbuchse 19 eingeführt und in dieser angeordnet sind. Die Kupferlitzen 47 sind wiederum von einer ebenfalls zentrisch ausgebildeten Isolierungstülle bzw. Mantel 48 des Schweißstromkabels umgeben. Mit diesem Schweißstromkabel 3 kann somit mittels der Kontaktbuchse 19 Strom und Spannung der Schweißstromquelle auf einen Schweißbrenner, oder auf ein im Schweißkreis befindliches Gerät, übertragen und ein Schutzgas dem Schweißbrenner zugeführt werden. Eine lösbare Verbindung zwischen der Schweißstromquelle und dem Schweißstromkabel kann mit einer identischen Bajonettverbindung wie im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 bis 5 erfolgen, deren schweißstromkabelseitiger Bestandteil, nämlich der Überwurfmutter 10 und ihren Nocken 36 erfindungsgemäß für rotative Bewegungen und Belastungen vom Schweißstromkabel 3 selbst entkoppelt sind. Dadurch ist auch das Schweißstromkabel 3 von relativen rotativen Bewegungen der Überwurfmutter 10 entkoppelt, vor allem und erst recht wenn das Schwei ßstromkabel sich im Schweißstromkreis befindet und mit einem Gegenstück verbunden ist, beispielsweise mit einem anderen Schweißstromkabel oder mit einer Polkontakteinrichtung einer Schweißstromquelle oder einer Drahtvorschubeinrichtung. Hierdurch lassen sich endlose Rotationsbewegungen zwischen der Überwurfmutter 10 und der Griffhülse bzw dem Mantel des Schweißstromkabels vornehmen. Es wird

diesbezüglich auf die entsprechenden Figuren und Beschreibungen zu den Fig. 1 bis 5 Bezug genommen.

In Fig. 7 ist ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Hierbei handelt es sich um ' ein als Verlängerungskabel 50 ausgebildetes Schweißstromkabel. Ein solches Verlängerungskabel 50 kann beispielsweise dazu vorgesehen sein, ein Schweißstromkabel, wie es in Fig. 4 gezeigt ist, zu verlängern. Ein Anwendungsfall für ein solches Verlängerungskabel 50 kann beispielsweise sein, daß das Schweißstromkabel aus Fig. 4 für einen Anschluß einer Schweißstromquelle an einer Komponente eines Schweißstromkreises zu kurz ist. Mit einem Verlängerungskabel 50 kann dann eine größere Distanz zwischen einer Polkontakteinrichtung 5, 6 einer Schweißstromkreiskomponente, beispielsweise einen Lichtbogenschweißbrenner, überbrückt werden. Das Verlängerungskabel 50 weist hierzu an einem seiner Enden einen Steckeranschluß 51 auf, dessen Geometrie und Form dem Steckerteil der Polkontakteinrichtung entspricht, wie sie in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist. Der Steckeranschluß 51 entspricht hierbei im wesentlichen dem Gehäuseteil 8 und dem Kontaktstift 7 der Polkontakteinrichtung aus Fig 2 und 3. Am Ende des Kabels und im Bereich des Steckeranschlußes 51 ist das Verlängerungskabel 50 zudem mit einer Griffhülse 52 versehen, die zwei miteinander verbundenen Griffschalen aufweist und ähnlich der Griffhülse 29 aus Fig. 4 und 5 ausgebildet ist. Die auf den Mantel des Schweißstromkabels geklemmte Griffhülse 52 erfasst an ihrer Stirnseite das Gehäuseteil 53 des Steckeranschlußes 51 und fixiert dieses in Bezug auf den Mantel des Verlängerungskabels 50 rotationsfest am Mantel.

Der Kontaktstift 107 des Steckeranschlußes 51 weist an seiner kabelseitigen Stirnseite eine Ausnehmung 54 auf, in der das abisolierte Ende des Kabels angeordnet und mittels einer Aderendhülse und Schrauben an den Kontaktstift 107 geklemmt ist. Das andere Ende des Kontaktstifts 107 ragt in das Gehäuseteil 53 hinein, so daß das Gehäuseteil 53 den Kontaktstift 107 konzentrisch umgibt. Das Ende des Kontaktstifts 107 ist gegenüber der Stirnseite 58 des Gehäuseteils 53 nur geringfügig zurückversetzt.

An seinem anderen Ende ist das Verlängerungskabel 50 mit einem Buchsenanschluß 60 versehen, der dem Buchsenanschluß des Schwei ßstromkabels aus Fig. 4 und 5 entspricht. Insbesondere sowohl die hier verwendete Überwurfmutter 1 10, als auch die Griffhülse 129 und die Kontaktbuchse 119 sind mit den entsprechenden Bauteilen aus dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 4 und 5 identisch. Auch hier ist die Überwurfmutter 1 10 relativ zum Mantel des Verlängerungskabels 50 rotierbar. Wie Fig. 7 entnommen werden kann, ragt wie beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 4 und 5 die Kontaktbuchse 1 19 über die Stirnseite der Überwurfmutter 1 10 des Steckeranschlußes hinaus. Im Bereich der über die Überwurfmutter hinausragenden Stirnseite weist die Kontaktbuchse 1 19 eine Sacklochbohrung 1 19a auf, an deren Stirnfläche ein Zapfen 120 ausgebildet ist.

In den Fig. 8a, 8b sind Endbereiche von zwei Schweißstromkabeln 65, 66 gezeigt, die jeweils mit einem Buchsenanschluß 67, 68 versehen sind. Der Buchsenanschluß 67 der Fig. 8a entspricht hier vollständig dem Buchsenanschluß aus den Fig. 4 und 5. Der Buchsenanschluß 68 der Fig. 8b unterscheidet sich hingegen bezüglich der geometrischen Form der Stirnseite ihrer Sacklochbohrung 69 der Kontaktbuchse 71. Im Unterschied zur Kontaktbuchse 70 aus der Fig. 8a ist bei der Kontaktbuchse 71 der zylindrische Zapfen 73 in axialer Richtung mit einer größeren Länge versehen und weist einen kleineren Durchmesser als der Zapfen 20 aus der Fig. 5 und der Zapfen aus Fg. 8a auf. Bei beiden Ausführungsformen aus den Fig. 8a und 8b ist die jeweilige Überwurfmutter relativ zum Mantel des Schweißstromkabels endlos drehbar.

Jeder der beiden Kontaktbuchsen 70, 71 ist ein Steckeranschluß 77, 78 zugeordnet, dessen jeweiliger Kontaktstift 79, 80 kongruent zur dazugehörenden Kontaktbuchse 70, 71 ausgebildet ist. Hierbei ist insbesondere die an der freien Stirnseite eingebrachte Ausnehmung 79a, 80a des jeweiligen Kontaktstifts 79, 80 an die geometrische Form des jeweiligen Zapfens 72, 73 bezüglich Länge und Durchmesser angepaßt. Hierdurch kann jeder der beiden Buchsenanschlüsse 67, 68 nur an den ihm zugeordneten Steckeranschluß 77, 78 in eine Position eingefügt werden, in welcher der Nocken der jeweiligen Überwurfmutter in die Nut des Gehäuseteils eingeführt und in die jeweilige Rastposition überführt werden kann. Somit sind diese Buchsen-/Steckerverbindungen kodiert, wodurch eine Vertauschung der Steckeranschlüsse mit den jeweiligen Buchsenanschlüssen des anderen Typs nicht möglich ist. Sind die beiden Polkontakteinrichtungen mit jeweils einer der beiden und damit unterschiedlichen Buchsenanschlüsse versehen, kann eine Vertauschung des Masseschweißstromkabels und des Schweißstromkabels für den Pluspol der Schweißstromquelle beim Anschluß an die jeweilige Polkontakteinrichtung 5, 6 ausgeschlossen werden.

Bezugszeichenliste

Schweißstromquelle 19b Sacklochbohrung

Bedienpanel 20 Zapfen

Schweißstromkabel 21 Sacklochausnehmung a Schutz- und Isolationstülle 22 Absatz

Gehäuse 23 Madenschraube

Polkontakteinrichtungen 24

Polkontakteinrichtungen 25 Isolierhülse

Kontaktstift 26 Absatz

a Stirnseite 27 Flansch

b Mantelfläche 28

Gehäuseteil 29 Griffhülse

a erster Abschnitt 29a Griffschale

b zweiter Abschnitt 29b Griffschale

c dritter Abschnitt 30 Rasthaken

31 Ausnehmung

0 Überwurfmutter 32 Dichtring

0a Absatz 33

0b Innenfläche 35 Ausdrehung

1 hinteres Gehäuseteil 36 Nocken

2 Befestigungsmittel 37 Stirnfläche

3 38 Stirnfläche

4 nutförmige Ausnehmung 39 Federelement

5 Stirnseite

6 42 Medienzuführung 7 Kontakierungs- und Verbin43 Durchführung

dungseinrichtung 44 Zuleitung

8 Aderendhülse 45 Sacklochbohrung 9 Kontaktbuchse 46 zentrische Ausnehmur 9a Sacklochbohrung 47 Kupferlitzen

Isolierungstülle 72 Zapfen

73 Zapfen

Verlängerungskabel 77 Steckeranschluß Steckeranschluß 78 Steckeranschluß Griffhülse 79 Kontaktstift Gehäuseteil 79a Ausnehmung Ausnehmung 80 Kontaktstift Stirnseite 80a Ausnehmung Buchsenanschluß

107 Kontaktstift Schweißstromkabel 1 10 Überwurfmutter Schweißstromkabel 1 19 Kontaktbuchse Buchsenanschluß 1 19 Sacklochbohrung Buchsenanschluß 120 Zapfen

Sacklochbohrung

Kontaktbuchse

Kontaktbuchse