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1. (WO2018162567) EYEGLASSES
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Brille

Die Erfindung betrifft eine Brille mit zwei Bügeln, die jeweils über eine Schwenkverbindung an einem in Gebrauchslage das Sichtfeld bedeckenden, optischen Mittelteil angelenkt sind und von einem Lagerungszustand, in dem die Bügel am optischen Mittelteil angelegt sind, in einen Gebrauchszustand, in dem die Bügel vom Mittelteil ausgeklappt sind, schwenkbar sind, wobei der optische Mittelteil aus einem biegeelastischen

Material gefertigt ist, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Brillen dieser Art mit einem optischen Mittelteil, der aus einem biegeelastischen Material gefertigt ist, dienen etwa dazu die Intensität des in das Auge des Trägers einstrahlenden Lichtes insgesamt zu verringern, oder hinsichtlich

ausgewählter Frequenzbereiche zu verringern. Beispiele sind etwa Sonnenbrillen oder Gelbfilterbrillen. Hier sind zur

Fertigung des in Gebrauchslage das Sichtfeld bedeckenden, optischen Mittelteils spezielle Kunststoffe bekannt, die etwa Licht im ultravioletten Frequenzbereich schwächen wie bei Sonnenbrillen, oder im blauen Frequenzbereich wie bei

Gelbfilterbrillen um den Melatoninhaushalt des Körpers zu beeinflussen und die biegeelastisch sind. Unter biegeelastisch wird hier verstanden, dass das entsprechende Material bei manueller Handhabung biegsam aber nicht dehnbar ist, und im belastungsfreien Zustand elastisch in einen Ausgangszustand zurückkehrt. Des Weiteren sind Brillen bekannt, bei denen rechtes und linkes Sichtfeld des optischen Mittelteils zur Darstellung dreidimensional wahrzunehmender Bilder

unterschiedliche Filtereigenschaften aufweisen und die somit auch als 3D-Brillen bezeichnet werden. Auch bei diesen Brillen finden Kunststoffe mit entsprechenden optischen Eigenschaften Einsatz, die in der Regel biegeelastisch sind.

Insbesondere wenn eine schützende Wirkung erzielt werden soll, muss der optische Mittelteil möglichst nah am Gesicht

angeordnet werden, sodass der Abstand zwischen Brillenrand und Hautoberfläche möglichst gering gehalten wird. Auf diese Weise kann die Menge des seitlich eintretenden Lichts, das nicht den optischen Mittelteil quert aber dennoch das Auge des Trägers erreicht, verringert werden. Zusätzlich kann auf diese Weise eine mechanische Barriere zwischen dem Augenbereich und der Umwelt geschaffen werden, um damit einen zusätzlichen Schutz vor Staub, Sand, Spritzern usw. zu bieten. Dieser Maßnahme sind im praktischen Einsatz aber Grenzen gesetzt, etwa wenn der Träger gleichzeitig eine Brille zur Korrektur von

Fehlsichtigkeiten tragen muss und zusätzlich eine

Gelbfilterbrille oder 3D-Brille tragen soll. Zur Reduktion von seitlich eintretendem Licht sind zudem Ausführungen bekannt, bei denen ein Rahmenteil des optischen Mittelteils im

Wesentlichen senkrecht von der optisch aktiven Brillenfläche absteht und in Gebrauchslage bis zur Gesichtsfläche des

Trägers reicht. Diese Ausführungen sind aber klobig und im praktischen Einsatz unhandlich und zudem vergleichsweise teuer herzustellen .

Es ist daher das Ziel der Erfindung eine Brille zu

verwirklichen, bei der in Gebrauchslage seitlich eintretendes Licht, das nicht den optischen Mittelteil quert aber dennoch das Auge des Trägers erreicht, weitestgehend unterbunden wird. Die Brille soll dabei praktisch in ihrer Handhabung und günstig herzustellen sein.

Diese Ziele werden durch die Merkmale von Anspruch 1 erreicht. Anspruch 1 bezieht sich auf eine Brille mit zwei Bügeln, die jeweils über eine Schwenkverbindung an einem in Gebrauchslage das Sichtfeld bedeckenden, optischen Mittelteil angelenkt sind und von einem Lagerungszustand, in dem die Bügel am optischen Mittelteil angelegt sind, in einen Gebrauchszustand, in dem die Bügel vom Mittelteil ausgeklappt sind, schwenkbar sind, wobei der optische Mittelteil aus einem biegeelastischen

Material gefertigt ist. Erfindungsgemäß ist dabei vorgesehen, dass die beiden Bügel jeweils über zumindest eine gekrümmte Schwenkachse der Schwenkverbindung oder jeweils über zumindest zwei quer zueinander angeordnete, geradlinige Schwenkachsen der Schwenkverbindung am Mittelteil angelenkt sind, wobei der aus einem biegeelastischen Material hergestellte optische Mittelteil beim Ausschwenken der Bügel einen vom Schwenkwinkel der Bügel abhängigen und mit zunehmendem Schwenkwinkel

zunehmend gewölbten Zustand einnimmt. Bei quer zueinander angeordneten, geradlinigen Schwenkachsen schließen die

Schwenkachsen oder deren gedachte Verlängerungen einen Winkel ungleich 0° oder 180° ein, sind also nicht parallel

zueinander angeordnet. Diese Ausführung bewirkt, dass der aus einem biegeelastischen Material hergestellte optische

Mittelteil beim Ausschwenken der Bügel einen vom Schwenkwinkel der Bügel abhängigen und mit zunehmendem Schwenkwinkel

zunehmend gewölbten Zustand einnimmt. Die hierbei

aufzuwendende Biegekraft ist umso stärker, je steifer das biegeelastische Material des optischen Mittelteils ist, je größer die Krümmung der Schwenkachse oder die Schrägstellung der zumindest zwei geradlinigen Schwenkachsen zueinander ist, und je größer der Schwenkwinkel ist. Durch geeignete Wahl der Schwenkachsen und der Biegeelastizität des optischen

Mittelteils können bei aufgeklappten Bügeln unterschiedlich starke Wölbungen des Mittelteils verwirklicht werden, die etwa auch so stark sein kann, dass der optische Mittelteil mit seiner Umfangslinie in Gebrauchslage zumindest teilweise in Anlage zum Gesicht des Trägers gebracht werden kann. Seitlich eintretendes Licht, das nicht den optischen Mittelteil quert aber dennoch das Auge des Trägers erreicht, kann somit

weitestgehend reduziert werden. Bei geeigneter Größe der erfindungsgemäßen Brille kann auch eine Brille zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten unterhalb der erfindungsgemäßen Brille getragen werden. Wird die Brille abgenommen um die Bügel wieder an den optischen Mittelteil anzulegen, kehrt der optische Mittelteil wieder elastisch in einen Lagerungszustand zurück. Der optische Mittelteil ist dabei in der Regel

rahmenlos ausgeführt, und die Bügel sind direkt am optischen Mittelteil angelenkt und nicht etwa an einem Rahmen wie in herkömmlicher Weise vorgesehen ist, damit die im Zuge des Ausschwenkens der Bügel ausgeübten Biegekräfte unmittelbar auf den optischen Mittelteil übertragen werden und dessen Wölbung herbeiführen. Der optische Mittelteil weist hierfür eine brillenähnliche Umfangslinie auf, die zwei Sichtbereiche und einen mittigen, im Vergleich zu den beiden Sichtbereichen schmäleren Nasenbereich definiert. Zudem bewirkt die

erfindungsgemäße Ausführung der Schwenkachsen, dass die Bügel bei aufgeklappter Brille einen leichten Anpressdruck auf die Schläfe des Trägers ausüben, da der gewölbte optische Mittelteil eine in seinen ebenen Zustand rückstellende Kraft ausübt, die die Bügel in Richtung des optischen Mittelteils zieht .

Der optische Mittelteil kann im Lagerungszustand einen ebenen Zustand einnehmen, um eine besonders praktische Handhabung im Lagerungszustand und eine kostengünstigere Herstellung zu ermöglichen. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der optische Mittelteil im Lagerungszustand mit einer Vorkrümmung versehen ist, um sicherzustellen, dass sich der optische

Mittelteil im Zuge des Ausschwenkens der Brillenbügel nach außen und nicht nach innen wölbt, und um die aufzuwendende Biegekraft zu verringern.

Gemäß einer Ausführungsform können Bügel und optischer

Mittelteil aus demselben biegeelastischen Material gefertigt sein, sodass besonders einfache und kostengünstige Lösungen ermöglicht werden. Für diese Ausführungsformen wird

vorzugsweise vorgeschlagen, dass es sich bei der

Schwenkverbindung um zumindest eine Biegelinie oder Biegezone handelt. Eine Biegelinie oder Biegezone kann etwa durch eine Materialschwächung beispielsweise durch Perforierung in diesen Bereichen verwirklicht werden.

Die Schwenkverbindung muss einen Schwenkwinkel des Bügels von 0° bis zumindest 90° erlauben. Um Materialschädigungen durch die dabei an der Schwenkverbindung wirkenden Kräfte bei oftmaligem Verschwenken der Bügel zu verringern wird

vorzugsweise vorgeschlagen, dass es sich bei der

Schwenkverbindung um zumindest zwei parallele Biegelinien handelt, um den Biegewinkel je Biegelinie zu verkleinern. Bei einem Schwenkwinkel von 90° wird der Biegewinkel je Biegelinie somit auf 45° verkleinert, wodurch die Beanspruchung des Materials verringert werden kann. Bei einer Verwirklichung mehrerer paralleler Biegelinien geht der Bereich der

betreffenden Schwenkverbindung schließlich in eine Biegezone über, wie sie oben erwähnt wurde.

Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass es sich bei der Schwenkverbindung um ein Filmscharnier handelt. Hierbei wird ein Materialfilm an seinem ersten Ende an einem Bügel befestigt, etwa verklebt, und an seinem zweiten Ende am optischen Mittelteil. Vorzugsweise wird das Filmscharnier dabei an den Außenseiten von Bügel und optischem Mittelteil befestigt, um auf diese Weise Designakzente setzen zu können, die durch die optischen Eigenschaften des Mittelteils nicht beeinträchtigt werden. Vorzugsweise weist das Filmscharnier dabei zwei parallele Biegelinien auf, zwischen denen das Filmscharnier einen Wulst ausbildet. Auf diese Weise werden Scherbelastungen auf das Filmscharnier verringert. Zudem kann ein größerer Abstand überwunden werden, ohne dass die

Übertragung von Biegekräften vom Bügel auf den optischen

Mittelteil beeinträchtigt wird, da der Wulst eine

stabilisierende Funktion ausübt.

Des Weiteren wird vorzugsweise vorgeschlagen, dass der

Mittelteil zumindest einen Knick aufweist, der symmetrisch und rechtwinkelig zu einer in eine Querrichtung des optischen Mittelteils verlaufenden Symmetrieachse angeordnet ist. Die Symmetrieachse verläuft dabei im Nasenbereich und teilt die Brille in zwei symmetrische Hälften. Durch den Knick kann sichergestellt werden, dass sich der optische Mittelteil beim Öffnen der Bügel nach außen und nicht nach innen wölbt. Zudem versteift ein solcher Knick den optischen Mittelteil

insbesondere im schmäleren Nasenbereich. Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Mittelteil zumindest eine

Längsaussteifung aufweist, die symmetrisch und rechtwinkelig zu einer in eine Querrichtung des optischen Mittelteils verlaufenden Symmetrieachse angeordnet ist. Des Weiteren kann auch vorgesehen sein, dass die Bügel jeweils zumindest eine in Längsrichtung des Bügels verlaufende Längsaussteifung

aufweisen .

Vorzugsweise weisen auch die Bügel jeweils zumindest einen in Längsrichtung des Bügels verlaufenden Versteifungsknick auf, um die Bügel jeweils zu versteifen.

Da die Bügel zumeist länger sind als die Erstreckung des optischen Mittelteils zwischen den Bügeln wird ferner

vorgeschlagen, dass die Bügel jeweils eine Ausnehmung zur Aufnahme des jeweils anderen Bügels im Lagerungszustand aufweisen. Die Brillenbügel können somit im Lagerungszustand bei ebener Konfiguration in Anlage mit dem optischen

Mittelteil gebracht werden.

Des Weiteren hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der optische Mittelteil über den Bügel geringfügig hinausragt, oder der Bügel über den optischen Mittelteil geringfügig hinausragt. Zudem kann vorgesehen sein, dass der Bügel und/oder der optische Mittelteil im Bereich der

Schwenkverbindung eine elastische Dichtung aufweisen.

Zudem wird vorgeschlagen, dass die Schwenkverbindung als Biegezone ausgeführt ist, die den optischen Mittelteil mit dem jeweiligen Bügel verbindet, wobei der Bügel zumindest einen Abschnitt aus einem Material mit geringerer Biegeelastizität aufweist als die Biegezone. Diese Variation der

Biegeelastizität kann etwa durch Verwendung unterschiedlicher Kunststoffmaterialien für den optischen Mittelteil, die

Biegezone und den Bügel erzielt werden, oder durch

unterschiedliche Materialstärken .

Die Erfindung wird in weiterer Folge anhand von

Ausführungsbeispielen mithilfe der beiliegenden Figuren näher erläutert. Es zeigen hierbei die

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brille in Gebrauchslage,

Fig. 2 eine Seitensicht einer Ausführungsform der

erfindungsgemäßen Brille in Gebrauchslage,

Fig. 3a eine Ansicht einer Ausführungsform der

erfindungsgemäßen Brille bei ausgeschwenkten Bügeln von oben gesehen,

Fig. 3b eine Ansicht einer Ausführungsform der

erfindungsgemäßen Brille bei ausgeschwenkten Bügeln von vorne gesehen,

Fig. 3c eine Ansicht einer Ausführungsform der

erfindungsgemäßen Brille bei ausgeschwenkten Bügeln von der Seite gesehen,

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brille bei eingeschwenkten Bügeln im

Lagerungs zustand,

Fig. 5 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brille mit jeweils zwei quer zueinander angeordneten, geradlinigen

Schwenkachsen,

Fig. 6 eine Darstellung zur Erläuterung der Abhängigkeit der Wölbung von der Schrägstellung der Schwenkachsen zueinander (Fig. 6a und 6b) sowie vom Schwenkwinkel der Bügel (Fig. 6c),

Fig. 7 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brille mit jeweils drei quer zueinander angeordneten, geradlinigen

Schwenkachsen,

Fig. 8 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brille mit jeweils einer gekrümmten Schwenkachse,

Fig. 9 drei unterschiedliche Ausführungsformen eines

Brillenbügels für eine erfindungsgemäße Brille,

Fig. 10 eine einteilige Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brille,

Fig. 11 eine dreiteilige Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brille,

Fig. 12 eine Detailansicht einer Schwenkverbindung eines Bügels zum optischen Mittelteil mit zwei parallelen

Biegelinien,

Fig. 13 eine Detailansicht einer Schwenkverbindung eines Bügels zum optischen Mittelteil mit einer Biegezone,

Fig. 14 eine Darstellung einer Ausführungsform der

Schwenkverbindung über ein Scharnier,

Fig. 15 eine Darstellung einer weiteren Ausführungsform der Schwenkverbindung über ein Scharnier im unverbundenen Zustand (Fig. 15a), im eingesteckten Zustand (Fig. 15b) und in einem dem Lagerungszustand der Brille entsprechenden Zustand (Fig. 15c) ,

Fig. 16 eine Darstellung einer weiteren Ausführungsform der Schwenkverbindung über ein Filmscharnier in einem dem

Lagerungszustand entsprechenden Zustand (Fig. 16a) und einem geöffneten Zustand (Fig. 16b),

Fig. 17a die Ausführungsform gemäß Fig. 16a in

perspektivischer Darstellung,

Fig. 17b die Ausführungsform gemäß Fig. 16b in

perspektivischer Darstellung,

Fig. 18 eine Darstellung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brille mit einem Knick im Mittelteil,

Fig. 19 eine Darstellung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brille mit einem in Längsrichtung des Bügels verlaufenden Knick,

Fig. 20 eine Darstellung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brille mit einem zwischen dem Bügel und dem Mittelteil vorgesehenen Schlitz zur Aufnahme des jeweils anderen Bügels,

Fig. 21a eine perspektivische Darstellung einer weiteren

Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brille mit Bügeln, die jeweils eine Ausnehmung zur Aufnahme des jeweils anderen

Bügels aufweisen, wobei der in der Fig. 21a rechte Bügel teilweise eingeklappt ist,

Fig. 21b die Ausführungsform der Fig. 21a, wobei der in der Fig. 21a rechte Bügel zur Gänze eingeklappt ist,

Fig. 22a eine erste Ausführungsform der Ausnehmung für eine erfindungsgemäße Brille gemäß der Fig. 21,

Fig. 22b eine zweite Ausführungsform der Ausnehmung für eine erfindungsgemäße Brille gemäß der Fig. 21,

Fig. 22c eine dritte Ausführungsform der Ausnehmung für eine erfindungsgemäße Brille gemäß der Fig. 21,

Fig. 23a eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brille mit teilweise geöffnetem Spalt zwischen Bügel und optischem Mittelteil,

Fig. 23b eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brille, bei der der optische Mittelteil über den Bügel geringfügig hinausragt,

Fig. 23c eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brille, bei der der Bügel über den optischen Mittelteil geringfügig hinausragt,

Fig. 24a eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brille mit teilweise geöffnetem Spalt zwischen Bügel und optischem Mittelteil,

Fig. 24b eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brille, bei der Bügel und optischer Mittelteil im Bereich der Schwenkverbindung elastische Dichtungen aufweisen,

Fig. 24c eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brille, bei der der Bügel im Bereich der Schwenkverbindung eine elastische Dichtung aufweist,

Fig. 24d eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brille, bei der der optische Mittelteil im Bereich der

Schwenkverbindung eine elastische Dichtung aufweist,

Fig. 25 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brille, bei der das dem Ohr näherliegende Ende durch ein starres Element ausgeformt wird, das in den biegsamen Bereich des Bügels hineinragt,

Fig. 26a, b Darstellungen zum Einfalten des Bügels bei einer erfindungsgemäßen Brille,

Fig. 27a, b Darstellungen einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brille mit zweigeteiltem Bügel,

Fig. 28a, b Darstellungen einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brille, bei der die Bügel im Vorderteil durch ein biegeelastisches Material und im Hinterteil durch einen bogenförmig geformten Metallbügel ausgeformt sind,

Fig. 29a, b Darstellungen einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brille mit elastischem Halteband,

Fig. 30a, b Darstellungen einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brille mit starren Längselementen, die am Mittelteil oder Bügel angebracht oder in diesen eingebettet sind,

Fig. 31a, b Darstellungen einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brille mit verdickten Bereichen am

Mittelteil oder Bügel, und die

Fig. 32 eine Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brille mit starren zweigeteilten

Brillenbügeln, die an den ohrseitigen Enden durch ein Gelenk verbunden sind.

Zunächst wird auf die Fig. 1 und 2 Bezug genommen, die eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brille 1 in

Gebrauchslage in unterschiedlichen Ansichten zeigen. Die

Brille 1 weist einen optischen Mittelteil 2 und zwei Bügel 3 auf, die jeweils am optischen Mittelteil 2 über

Schwenkverbindungen 4 angelenkt sind. In den beigeschlossenen Figuren sind dabei die Schwenkverbindungen 4 jeweils in dicken Linien dargestellt. In Gebrauchslage gemäß der Fig. 1 und 2 befindet sich der optische Mittelteil 2 in einem gewölbten Zustand, der das Sichtfeld des Trägers überspannt, wobei die Umfangslinie des optischen Mittelteils 2 zumindest teilweise bis zur Anlage an das Gesicht des Trägers gebracht werden kann, um auf diese Weise seitlich eintretendes Licht, das den optischen Mittelteil 2 nicht quert aber dennoch das Auge des Trägers erreicht, weitestgehend vermieden werden kann. Die Fig. 3 zeigt hierzu eine Ansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brille bei ausgeschwenkten Bügeln 3 von oben gesehen (Fig. 3a), von vorne gesehen (Fig. 3b), sowie von der Seite gesehen (Fig. 3c). Insbesondere ist dabei ersichtlich, dass der optische Mittelteil 2 im Gebrauchszustand eine annähernd zylindrische Wölbung aufweist, deren Mantellinien senkrecht zur Symmetrieachse S verlaufen.

Der optische Mittelteil 2 ist dabei in der Regel rahmenlos ausgeführt, und die Bügel 3 sind direkt am optischen

Mittelteil 2 angelenkt und nicht etwa an einem Rahmen wie in herkömmlicher Weise vorgesehen ist, damit die im Zuge des Ausschwenkens der Bügel 3 ausgeübten Biegekräfte unmittelbar auf den optischen Mittelteil 2 übertragen werden und dessen Wölbung herbeiführen. Der optische Mittelteil 2 weist hierfür eine brillenähnliche Umfangslinie auf, die zwei Sichtbereiche 2a und einen mittigen, im Vergleich zu den beiden

Sichtbereichen 2a schmäleren Nasenbereich 2b definiert (Fig. 3b) . Der optische Mittelteil 2 sowie die Bügel 3 sind aus einem biegeelastischen Material gefertigt, vorzugsweise ein Kunststoff mit den jeweils geforderten optischen

Eigenschaften .

Im Lagerungszustand können die Bügel 3 an den optischen

Mittelteil 2 angelegt werden, wie in der Fig. 4 ersichtlich ist. In der gezeigten Ausführungsform nimmt dabei der optische Mittelteil 2 im Lagerungszustand einen ebenen Zustand ein, wodurch die praktische Handhabung durch die flache

Konstruktion und damit kompakte Lagerung sowie die Herstellung sehr erleichtert werden.

Anhand der Fig. 5 bis 8 werden unterschiedliche geometrische Verwirklichungen der Schwenkverbindungen 4 erläutert, um die erfindungsgemäß gewünschte Wölbung des optischen Mittelteils 2 im Zuge des Ausschwenkens der Bügel 3 zu erzielen. Bei quer zueinander angeordneten, geradlinigen Schwenkachsen der

Schwenkverbindungen 4 schließen die Schwenkachsen oder deren gedachte Verlängerungen einen Winkel ungleich 0° oder 180° ein, sind also nicht parallel zueinander angeordnet (Fig. 5) . Diese Ausführung bewirkt, dass der aus einem biegeelastischen Material hergestellte optische Mittelteil 2 beim Ausschwenken der Bügel 3 einen vom Schwenkwinkel der Bügel 3 abhängigen und mit zunehmendem Schwenkwinkel zunehmend gewölbten Zustand einnimmt. Die hierbei erzielte Wölbung ist umso stärker, je größer die Schrägstellung der zumindest zwei geradlinigen Schwenkachsen zueinander ist, wie einem Vergleich der Fig. 6a und 6b entnommen werden kann, und je größer der Schwenkwinkel der Bügel 3 ist, wie durch die Fig. 6c angedeutet wird. Durch geeignete Wahl der Schwenkachsen und der Biegeelastizität des optischen Mittelteils 2 können bei aufgeklappten Bügeln 3 unterschiedlich starke Wölbungen des Mittelteils 2

verwirklicht werden.

Dabei können auch Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Brille 1 mit jeweils drei quer zueinander angeordneten, geradlinigen Schwenkachsen der Schwenkverbindung 4

verwirklicht werden, wie in der Fig. 7 dargestellt ist. Bei tatsächlicher oder gedachter Wahl einer noch höheren Anzahl an Schwenkverbindungen 4 kann schließlich eine Konfiguration wie in der Fig. 8 erreicht werden, bei der die beiden Bügel 3 jeweils über eine gekrümmte Schwenkachse, die etwa auch durchgehend ausgeführt sein kann, der Schwenkverbindung 4 am Mittelteil 2 angelenkt sind.

Die Fig. 9 zeigt beispielhaft drei unterschiedliche

Ausführungsformen eines Bügels 3 für eine erfindungsgemäße Brille 1, wobei auch ersichtlich ist, wie etwa die beiden Schwenkachsen einer Schwenkverbindung 4 eines Bügels 3 zum Mittelteil 2 beispielsweise der Fig. 3 einem Bügel 3

zugeordnet werden können. Der Bügel 3 kann dabei einteilig mit dem optischen Mittelteil 2 ausgeführt sein, oder auch als separater und somit auch austauschbarer Teil. Im letzteren Fall wäre es etwa möglich Mittelteile 2 für unterschiedliche Gesichtsformen oder auch Bügel 3 für unterschiedliche

Kopfformen austauschbar zu befestigen.

Die Fig. 10 zeigt etwa eine einteilige Ausführung einer erfindungsgemäßen Brille 1, bei der die beiden Bügel 3 über Biegelinien 5 jeweils am oberen Bereich des optischen

Mittelteils 2 angelenkt sind. Diese Biegelinie 5 können etwa durch eine Materialschwächung beispielsweise durch

Perforierung in diesem Bereich verwirklicht werden. In den unteren Bereichen des Mittelteils 2 sind Klebelaschen 6 angeformt, die an den Bügeln 3 befestigt, etwa angeklebt werden können, wie durch die Pfeile der Fig. 10 angedeutet wird. Auch die Klebelaschen 6 verfügen über Biegelinien 5. Nach Befestigung der Klebelaschen 6 am jeweiligen Bügel 3 kann nur mehr im Lagerungszustand bei Anliegen der Bügel 3 am optischen Mittelteil 2 ein spannungsfreier Zustand eingenommen werden. Sobald die Bügel 3 vom Mittelteil 2 weg bewegt, also ausgeschwenkt werden, wird der Mittelteil 2 in einen

Spannungszustand versetzt, der eine zunehmende Wölbung des Mittelteils 2 verursacht. Freilich könnten auch am jeweiligen Bügel 3 die Klebelaschen 6 vorgesehen sein, die in diesem Fall am unteren Bereich des Mittelteils 2 angeklebt werden können.

Die Fig. 11 zeigt im Gegensatz zur Fig. 10 eine dreiteilige Ausführungsform, bei der der optische Mittelteil 2 sowie die beiden Bügel 3 jeweils als separate Teile ausgeführt sind. Die Klebelaschen 6 sind dabei in den oberen und unteren Bereichen des Mittelteils 2 angeformt und können an den Bügeln 3

befestigt, etwa angeklebt werden. Die Klebelaschen 6 verfügen wiederum über Biegelinien 5.

Wie bereits ausgeführt wurde, müssen die Schwenkverbindungen 4 der Bügel 3 Schwenkwinkel von 0° bis zumindest 90° erlauben. Um Materialschädigungen durch die dabei an der

Schwenkverbindung 4 wirkenden Kräfte bei oftmaligem

Verschwenken der Bügel 3 zu verringern kann vorgesehen sein, dass es sich bei der Schwenkverbindung 4 um zumindest zwei parallele Biegelinien 5 handelt, wie in der Fig. 12 gezeigt wird. Diese Maßnahme verkleinert den Biegewinkel je Biegelinie 5. Bei einem Schwenkwinkel von 90° wird der Biegewinkel je Biegelinie 5 somit auf 45° verkleinert, wodurch die

Beanspruchung des Materials verringert werden kann. Bei

Verwirklichung mehrerer paralleler Biegelinien 5 geht der Bereich der betreffenden Schwenkverbindung 4 schließlich in eine Biegezone 7 über, wie in der Fig. 13 angedeutet wird.

In der Fig. 14 ist eine erste Ausführungsform eines

Filmscharniers 8 gezeigt. Hierbei wird ein Materialfilm an seinem ersten Ende an einem Bügel 3 befestigt, etwa gesteckt, genietet oder verklebt, und an seinem zweiten Ende am

optischen Mittelteil 2. Die Filmscharniere 8 der Fig. 14 weisen dabei jeweils eine Biegelinie 5 auf. Die Fig. 15 zeigt im Unterschied dazu ein Scharnier 9, bei dem ein

beispielsweise am Bügel 3 befestigtes, erstes Scharnierteil 9a Laschen aufweist und ein beispielsweise am Mittelteil 2 befestigtes, zweites Scharnierteil 9b Scharnierschlitze aufweist (Fig. 15a), in die die Laschen des ersten

Scharnierteils 9a gesteckt werden können (Fig. 15b) . Die

Laschen sind dabei so dimensioniert, dass sie einen Widerstand überwinden müssen, wenn sie in die ihnen jeweils zugeordneten Scharnierschlitze gesteckt werden, damit sich die so gebildete Schwenkverbindung 4 nicht von selber wieder lösen kann. Die Scharnierschlitze sind aber dennoch ausreichend breit, sodass die beiden Scharnierteile 9a, 9b im Lagerungszustand sehr flach aneinander liegen können (Fig. 15c) .

In den Fig. 16 und 17 ist eine weitere Ausführungsform eines Filmscharniers 8 gezeigt, das zwei parallele Biegelinien 5 aufweist, zwischen denen das Filmscharnier 8 einen Wulst 13 ausbildet. Auf diese Weise werden Scherbelastungen auf das Filmscharnier 8 verringert. Zudem kann ein größerer Abstand überwunden werden, ohne dass die Übertragung von Biegekräften vom Bügel 3 auf den optischen Mittelteil 2 beeinträchtigt wird, da der Wulst 13 eine stabilisierende Funktion ausübt. Vorzugsweise wird das Filmscharnier 8 dabei an den Außenseiten von Bügel 3 und optischem Mittelteil 2 befestigt, um auf diese Weise Designakzente setzen zu können, die durch die optischen Eigenschaften des Mittelteils 2 nicht beeinträchtigt werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass der Mittelteil 2 einen Knick 10 aufweist, wie in der Fig. 18 durch die punktierte Linie gezeigt wird. Bei geeigneter Ausführung dieses Knicks 10 kann sichergestellt werden, dass sich der optische Mittelteil 2 beim Öffnen der Bügel 3 nach außen und nicht nach innen wölbt. Zudem versteift ein solcher Knick 10 den optischen Mittelteil 2 insbesondere im schmäleren Nasenbereich 2b.

In der Fig. 19 wird gezeigt, dass auch die Bügel 3 jeweils einen in Längsrichtung des Bügels 3 verlaufenden

Versteifungsknick 11 aufweisen können, um die Bügel 3 jeweils zu versteifen. Diese Maßnahme erweist sich insbesondere bei Verwendung eines biegeelastischen Materials für die Bügel 3 als sehr vorteilhaft.

In einer weiteren Ausführungsform werden anstelle eines Knicks 10 oder Versteifungsknicks 11 zur Versteifung des optischen Mittelteiles 2 oder der Bügel 3 Längsaussteifungen 22 an

Mittelteil 2 oder Bügel 3 angeordnet oder in diesen

eingebettet, wie in den Fig. 30 a,b ersichtlich ist. Diese Längsausteifungen 22 können beispielsweise als starre

Längselemente, beispielsweise Metallstäbe oder dergleichen, ausgeführt sein. In einer weiteren Ausführungsform werden anstelle eines Knicks 10 oder Versteifungsknicks 11 zur

Versteifung des optischen Mittelteiles 2 oder der Bügel 3 verdickte Bereiche 23 in diesen Elementen hergestellt, wie in den Fig. 31 a,b ersichtlich ist.

In der Fig. 20 ist ersichtlich, dass zwischen dem Bügel 3 und dem Mittelteil 2 ein Schlitz 12 zur Aufnahme des jeweils anderen Bügels 3 im Lagerungszustand vorgesehen sein kann, da die Bügel 3 zumeist länger sind als die Erstreckung des optischen Mittelteils 2 zwischen den Bügeln 3 und die Bügel 3 auf diese Weise im Lagerungszustand bei ebener Konfiguration in Anlage mit dem optischen Mittelteil 2 gebracht werden können. Da die Bügel 3 praktischerweise länger als der

optische Mittelteil 2 sind, um im Ohrenbereich ausreichend Halt zu geben, müssen sie beim Zusammenlegen der Brille aber mitunter stark gekrümmt werden, um durch den Schlitz 12 gesteckt werden zu können. Wenn das Material der Bügel 3 dicker ausgeformt ist, kann dieser Vorgang das Material im Biegebereich stark belasten.

Die Fig. 21a, b und 22a-c zeigen daher Ausführungsformen, bei denen die beiden Bügel 3 jeweils eine Ausnehmung 14 zur

Aufnahme des jeweils anderen Bügels 3 im Lagerungszustand aufweisen, damit beim Zusammenlegen der Brille (siehe Fig. 21) derjenige Bügel 3, der als erstes eingefaltet wird, durch die Ausnehmung 14 des gegenüberliegenden Bügels 3 auf den

optischen Mittelteil 2 geklappt werden kann, ohne den Bügel 3 dabei verbiegen zu müssen.

Fig. 22b zeigt dabei eine Ausführungsform, bei der die Bügel 3 durch Metallbügel 15, beispielsweise ein geeigneter Draht, ausgebildet sind, sodass naturgemäß jeder Bügel 3 durch den offenen Bereich des gegenüberliegenden Bügels 3 geklappt werden kann.

Die Fig.22c zeigt eine Ausführungsform, bei der die Ausnehmung 14 im Bügel 3 nicht bis zur Schwenkverbindung 4 reicht, sodass im Bereich der Schwenkverbindung 4 einerseits noch ein Schutz gegen Licht, Wind, Späne (bei Schutzbrille), etc. verbleibt, andererseits aber die Bügel 3 in Längsrichtung trotzdem steif ausgestaltet sein können, da sie auch durch diese nun kleinere Ausnehmung 14 durchtauchen können, ohne in Längsrichtung geknickt, gefaltet, oder eingeschoben werden zu müssen.

Um das Eindringen von Fremdkörpern oder Licht durch einen zwischen dem Bügel 3 und dem optischen Mittelteil 2 gebildeten Spalt 16 zu verhindern, werden im folgenden mehrere

Ausführungsformen beispielhaft angegeben.

Fig. 23a zeigt hierzu eine Ausführungsform, bei der der Spalt

16 zwischen Bügel 3 und optischem Mittelteil 2 noch

ungeschützt ist.

Fig. 23b zeigt hingegen eine Ausführungsform, bei der der optische Mittelteil 2 über den Bügel 3 im Bereich zwischen den Schwenkverbindungen 4 hinausragt, und durch diese Überlappung

17 das frontale Eindringen von Fremdkörpern und Licht

verhindert wird.

Fig. 23c zeigt eine Ausführungsform, bei der der Bügel 3 über den optischen Mittelteil 2 im Bereich zwischen den

Schwenkverbindungen 4 hinausragt und durch diese Überlappung 17 das seitliche Eindringen von Fremdkörpern und Licht

wiederum verhindert wird.

Eine weitere Möglichkeit das Eindringen von Fremdkörpern oder Licht durch einen zwischen dem Bügel 3 und dem optischen

Mittelteil 2 gebildeten Spalt 16 zu verhindern wird in den Fig. 24a-d gezeigt.

Fig. 24a zeigt eine Ausführungsform, bei der der Spalt 16 zwischen Bügel 3 und optischem Mittelteil 2 noch ungeschützt ist .

Fig. 24b zeigt hingegen eine Ausführungsform, bei der

optischer Mittelteil 2 und Bügel 3 im Bereich zwischen den Schwenkverbindungen 4 elastische Dichtungen 18 aufweisen, welche das Eindringen von Fremdkörpern und Licht verhindern.

Fig. 24c zeigt eine Ausführungsform, bei der der Bügel 3 im Bereich zwischen den Schwenkverbindungen 4 eine elastische Dichtung 18 aufweist, welche das Eindringen von Fremdkörpern und Licht verhindert.

Fig. 24d zeigt eine Ausführungsform, bei der der optische Mittelteil 2 im Bereich zwischen den Schwenkverbindungen 4 eine elastische Dichtung 18 aufweist, welche das Eindringen von Fremdkörpern und Licht verhindert.

Selbstverständlich können die oben genannten

Dichtungsmöglichkeiten auch in Mischformen angewandt werden, bzw. auch weitere Abdichtmöglichkeiten angewendet werden, die hier nicht weiter explizit beschrieben werden.

Die Stabilität oder Steifigkeit der erfindungsgemäßen Brille während der Benutzung ist durch die Krümmung von optischem Mittelteil 2 und Bügel 3 gegeben. Wenn jedoch im Ohrenbereich das Material des Bügels 3 so schmal wird, dass keine

zufriedenstellende Krümmung mehr gegeben ist, kann sich dieser Bereich vom Kopf wegbiegen und damit den Halt der Brille gefährden .

Fig. 25 zeigt daher eine Ausführungsform des Bügels 3, bei der das dem Ohr näherliegende Ende durch ein starres Element 19 ausgeformt wird, das in den biegsamen Bereich des Bügels 3 hineinragt und mit diesem nach dem Auffalten der Brille einen stabilen Halt am Kopf gewährleistet.

Um das beim Zusammenfalten der Brille notwendige Einschieben der Bügel 3 in den gegenüberliegenden Schlitz 12 oder in die gegenüberliegende Ausnehmung 14 zu vermeiden, werden im folgenden drei weitere Ausführungsformen angegeben.

Fig. 26a, b zeigen hierzu das einfache Einfalten eines Bügels 3 entlang einer Biegelinie 5. Dies ist möglich, wenn das

Bügelmaterial dünn ist. Wird die Brille aufgeklappt und der eingefaltete Teil des Bügels 3 ebenfalls aufgeklappt, nimmt dieser eine zylindrische Krümmung an und kann sich nicht mehr vom Kopf wegbiegen.

Fig. 27a, b zeigen zweigeteilte Bügel 3. Die beiden Bügelteile eines Bügels 3 sind hier durch ein Gelenk 20 miteinander verbunden, ähnlich wie die Verbindung zwischen optischem Mittelteil 2 und Bügel 3, nur liegen hier die Schwenkachsen des Gelenks 20 in einer Linie.

Fig. 28a, b zeigen eine Ausführungsform, bei der die Bügel 3 in ihrem dem optischen Mittelteil 2 nahen Bereich durch ein biegeelastisches Material ausgeformt sind, und in ihrem dem optischen Mittelteil 2 fernen Bereich durch einen bogenförmig geformten Metallbügel 15.

Fig. 29 a,b, zeigen eine Ausführungsform, bei der die Bügel 3 in ihrem dem optischen Mittelteil 2 nahen Bereich nur so lange ausgeführt sind, um das seitliche Eindringen von Fremdkörpern oder Licht zu verhindern. Damit trotz solcher kurzer

Bügelteile ein ausreichender Halt der Brille am Kopf

ermöglicht wird, ist ein elastisches Band 21 vorgesehen, das den linken und rechten Bügel 3 miteinander verbindet, und beim Tragen der Brille über den Hinterkopf gezogen wird. Damit wird sichergestellt, dass die Brille auch bei heftigen Bewegungen, bei Wind usw. sicher den Augenbereich zu schützen vermag.

Die Fig. 32 zeigt eine Darstellung einer weiteren

Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brille mit starren, entlang ihrer Längsrichtung zweigeteilten Bügeln 3, die an den ohrseitigen Enden durch ein Gelenk 20 verbunden sind. Im

Gegensatz zu einteiligen Bügeln 3 aus biegeelastischem

Material bauen die starren Bügeln 3 der Fig. 32 keine Spannung auf. Die rückstellende Spannung der Brille wird hierbei ausschließlich durch den optischen Mittelteil 2 generiert.

Auf diese Weise kann eine Brille 1 verwirklicht werden, bei der in Gebrauchslage seitlich eintretendes Licht, das nicht den optischen Mittelteil 2 quert aber dennoch das Auge des Trägers erreicht, weitestgehend unterbunden wird. Die Brille 1 ist dabei praktisch in ihrer Handhabung, da sie im

Lagerungszustand flach oder mit geringer Vorkrümmung

ausgeführt werden kann und daher leicht zu verstauen ist. Die erfindungsgemäße Brille ist zudem günstig herzustellen.

Bezugs zeichenliste :

1 Brille

2 optischer Mittelteil

3 Bügel

4 Schwenkverbindung

5 Biegelinie

6 Klebelasche

7 Biegezone

8 Filmscharnier

9a erster Scharnierteil

9b zweiter Scharnierteil

10 Knick

11 Versteifungsknick

12 Schlitz

13 Wulst

14 Ausnehmung

15 Metallbügel

16 Spalt

17 Überlappung

18 elastische Dichtungen

19 starres Element

20 Gelenk

21 elastisches Band

22 Längsaussteifungen

23 verdickte Bereiche