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1. (WO2019052887) SUPPLY SYSTEM FOR A MEDICAL IMPLANT
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ZULEITUNGSSYSTEM FÜR EIN MEDIZINISCHES IMPLANTAT

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft ein Zuleitungssystem für ein medizinisches Implantat. Insbesondere ist das erfindungsgemäße Zuleitungssystem für eine Herzunterstützungsvorrichtung zur Unterstützung einer Pumpfunktion des Herzens geeignet.

Hintergrund der Erfindung

Krankheitsbedingt kann die Pumpfunktion eines Herzens reduziert sein, was auch als Herzinsuffizienz bezeichnet wird. Die Herzinsuffizienz ist sowohl aus medizinischer als auch aus ökonomischer Sicht von großer und wachsender Bedeutung. In der zweiten Dekade dieses Jahrhunderts werden weltweit 23 Mio. Menschen an der Herzinsuffizienz leiden, die jährliche Neuerkrankungsrate wird dann bei 2 Mio. Menschen liegen. Alleine in den USA sind derzeit ca. 5 Mio. Menschen an Herzinsuffizienz erkrankt. Hier beträgt die jährliche Neuerkrankungsrate ca. 550.000 Menschen. Bereits in diesem Jahrzehnt werden sich alleine in den USA die Zahlen bei den über 50- Jährigen auf über 10 Mio. verdoppeln. Das Gleiche gilt für den europäischen Kontinent.

Ursächlich für eine Herzinsuffizienz kann eine verschlechterte Kontraktionsfähigkeit oder Füllung des Herzens durch eine Schädigung des Herzmuskels sein. Ein erhöhter Blutdruck kann zu einem erhöhten Pumpwiderstand führen, der sich ebenfalls negativ auf die Pumpfunktion des Herzens auswirken kann. Die Pumpfunktion eines Herzens kann auch durch undichte Klappen, wie z.B. einer undichten Aortenklappe oder Mitralklappe, vermindert sein.

Verschiedene Arten der Herzinsuffizienz können medikamentös oder operativ behandelt werden. Neben weiteren Behandlungsmethoden stellt die Unterstützung der Pumpfunktion des Herzens durch ein Implantat, das auf das Herz einen mechanischen Druck ausübt und damit dessen Pumpleistung verbessert, einen vielversprechenden, die verschiedenen Ursachen der Herzinsuffizienz übergreifenden Ansatz der Behandlung dar.

Derartige Implantate benötigen für ihre Funktion meist ein Zuleitungssystem, das mit einer extrakorporalen Versorgungseinheit verbunden wird. Ein solches Zuleitungssystem kann neben der Sicherstellung des Betriebs des Implantats, weitere Funktionen, wie beispielsweise eine Datenübertragung zur Funktionsüberwachung übernehmen. Üblicherweise umfassen derartige Zuleitungssysteme pneumatische oder hydraulische Zuleitungen zur Versorgung expandierbarer Einheiten am Implantat und elektrische Zuleitungen zur Abnahme des EKGs.

Gegenwärtigen Zuleitungssysteme stellen jedoch eine große technische und medizinische Herausforderung dar, da sie einerseits zu Patientenkomplikationen, andererseits zu einem Systemdefekt führen können. Gängige Komplikationen von Zuleitungssystemen wie Infektionen können tödliche Folgen für den Patienten haben und stellen damit einen limitierenden Faktor für die Gesamteffektivität der Behandlungsmethode dar. Ebenso kann es durch eine Versorgungsunterbrechung oder eine Übertragungsunterbrechung in einer Zuleitung des Zuleitungssystems zu einem Systemausfall mit teils schwerwiegenden Folgen, wie einem erforderlichen chirurgischen Eingriff, einem Herzversagen oder gar zum Tod des Patienten aufgrund Systemausfall und Verlust der Pumpleistung führen.

Das Infektionsrisiko ist vor allem in der frühen postoperativen Phase sehr hoch. Aber auch im weiteren Verlauf bleibt ein hohes Infektionsrisiko bestehen, da das perkutane Zuleitungssystem zum intrakorporalem Implantat dauerhaft im Körper des Patienten verbleibt und somit eine Hautaustrittsöffnung erfordert, um zur extrakorporalen Versorgungseinheit geführt werden zu können. Der Hautaustrittsbereiche ist dabei einer der anfälligsten Bereiche für Infektionen und Gewebeverletzungen. Dies führt nicht selten zur Langzeithospitalisierung und zu häufigen Wiederaufnahmen bereits aus dem Krankenhaus entlassener Patienten für beispielsweise eine intensive antibiotische Therapie oder sogar chirurgische Eingriffe.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ein Zuleitungssystem zu einem medizinischen Implantat bereitzustellen, das nicht die Nachteile der bekannten

Zuleitungssysteme aufweist und die Patientenkompatibilität und die Systemzuverlässigkeit erhöht.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Zuleitungssystem für ein medizinisches Implantat.

Das erfindungsgemäße Zuleitungssystem in einer ersten Variante umfasst einen intrakorporalen Zuleitungsabschnitt und einen extrakorporalen Zuleitungsabschnitt. Dabei weist das Zuleitungssystem in einem proximalen Bereich des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts und in einem distalen Bereich des extrakorporalen Zuleitungsabschnitts ein flaches Querschnittsprofil auf. Dadurch ergibt sich der Effekt, dass das Zuleitungssystem im Einbauzustand im Hautaustrittsbereich mit einem flachen Querschnittsprofil austreten kann. Dadurch kann eine Austrittsöffnung des Zuleitungssystems in der Haut eines Patienten vorteilhaft klein gehalten und eine Infektionsgefahr an einer Austrittsstelle des Zuleitungssystems verringert werden. Außerdem werden durch die geringere Ausdehnung des Zuleitungssystems in einer Richtung parallel zu einer kurzen Seite des Zuleitungssystemquerschnitts geringere Zugkräfte auf die Haut des Patienten ausgeübt. Somit kann die Hautaustrittsstelle durch den flachen Querschnitt mechanisch entlastet werden.

Weiterhin kann das Zuleitungssystem durch den flachen Querschnitt im Hautaustrittsbereich leichter um eine Achse parallel zu einer langen Seite des Zuleitungssystemquerschnitts gebogen werden, wodurch der extrakorporale Zuleitungsabschnitt näher am Körper des Patienten verlaufen kann. Hierdurch kann der Tragekomfort und die Alltagstauglichkeit verbessert werden. Weiterhin kann das

Verletzungsrisiko aufgrund des Hängenbleibens an dem Zuleitungssystem und einer nachfolgenden Dislokation des Zuleitungssystems minimiert werden.

In Ausgestaltungen kann der intrakorporale Zuleitungsabschnitt einen Übergangsbereich von dem flachen Querschnittsprofil zu einem nichtflachen Querschnittsprofil aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann auch der extrakorporale Zuleitungsabschnitt einen Übergangsbereich von dem flachen Querschnittsprofil zu einem nichtflachen Querschnittsprofil aufweisen. Dabei kann das nichtflache Querschnittsprofil bevorzugt als ein im Wesentlichen quadratisches, rundes oder vieleckiges, besonders bevorzugt als im Wesentlichen dreieckiges Querschnittsprofil ausgeführt sein.

Dadurch ergibt sich einerseits der Effekt, dass das Zuleitungssystem innerhalb des jeweiligen Übergangsbereichs so angepasst werden kann, dass es mit einem beliebigen Querschnitt einer Schnittstelle kompatibilisiert werden kann. Im Falle einer Schnittstelle mit flachem Querschnitt kann der jeweilige Abschnitt auch einen weiteren Übergangsbereich von nichtflach auf flach oder gar keinen Übergangsbereich umfassen. Andererseits kann somit ein Zuleitungssystem mit spezifisch für den jeweiligen Bereich des Zuleitungssystems angepassten mechanischen Eigenschaften geschaffen werden. Wie weiter oben beschrieben kann das Zuleitungssystem durch den flachen Querschnitt für einen Hautaustrittsbereich optimiert sein. Weiter im Körperinneren kann durch den Übergangsbereich des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts dann beispielsweise ein Querschnittsprofil erzeugt werden, das bezüglich der intrakorporalen Anforderungen wie beispielsweise Biegsamkeit, Steifigkeit und intrakorporale Lagerung optimiert ist.

In Ausgestaltungen, die mit allen bisher beschriebenen Ausgestaltungen kombinierbar sind, kann der intrakorporale Zuleitungsabschnitt mindestens eine und bevorzugt drei intrakorporale Verankerungsummantelungen umfassen. Die intrakorporalen Verankerungsummantelungen sind dabei ausgelegt, ein Einwachsen von Gewebe zu fordern. Hierdurch wird sichergestellt, dass Gewebe des Patienten mit den intrakorporalen Verankerungsummantelungen und somit mit dem intrakorporalen

Zuleitungsabschnitt verbunden werden kann. Durch eine Gewebeverbindung kann der intrakorporale Zuleitungsabschnitt im Körper des Patienten gelagert und fixiert werden. In Folge dessen wird das Risiko von Dislokationen des Zuleitungssystems, insbesondere des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts minimiert und sowohl die Systemzuverlässigkeit als auch die Patientensicherheit erhöht. Besonders im Hautaustrittsbereich wird durch die Fixierung des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts ein Verletzungsrisiko infolge von Dislokationen minimiert sowie die generelle Übertragbarkeit von mechanischen Kräften in Folge von Körperbewegungen auf die Hautaustrittsstelle reduziert, was zu einer besseren Heilung der Hautaustrittsstelle und somit zu einem geringeren Infektionsrisiko führt.

In Ausgestaltungen, die mit der vorherigen Ausgestaltung kombinierbar sind, umfasst der intrakorporale Zuleitungsabschnitt eine erste, eine zweite und eine dritte Verankerungsummantelung. Die erste, die zweite und die dritte Verankerungsummantelung sind dabei in einer Richtung von proximal nach distal auf dem intrakorporalen Zuleitungsabschnitt angeordnet. Durch mehrere Verankerungsummantelungen kann eine größere Stabilität des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts im Körper des Patienten erzielt werden. Weiterhin können auf das Zuleitungssystem wirkende äußere Kräfte besser kompensiert werden, als bei nur einer oder gar keiner Verankerungsummantelung.

In Ausgestaltungen, die mit der vorherigen Ausgestaltung kombinierbar sind, kann der Übergangsbereich des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts zwischen der ersten und der zweiten Verankerungsummantelung angeordnet sein. Da die erste Verankerungsummantelung die proximalste der drei Verankerungsummantelungen ist, kann somit kurz nach dem Hautaustrittsbereich in distaler Richtung hinter der ersten Verankerungsummantelung das Querschnittsprofil des Zuleitungssystems an die weiter oben beschriebenen intrakorporalen Anforderungen angepasst werden.

In Ausgestaltungen, die mit den drei vorherigen Ausgestaltungen kombinierbar sind, können die intrakorporalen Verankerungsummantelungen eine poröse, faserige oder

textile Struktur aufweisen. Durch eine derartige Ausgestaltung der Struktur der Verankerungsummantelungen wird die Möglichkeit geschaffen, dass Gewebe in die Verankerungsummantelungen einwachsen kann. Mit anderen Worten kann durch diese offenporige Gestaltung der Verankerungsummantelungen eine Umgebung geschaffen werden, in die Gewebe bevorzugt einwachsen kann. Die intrakorporalen Verankerungsummantelungen können dabei Strukturen, wie beispielsweise Kavitäten bzw. Hohlräume mit Dimensionen von 40 μιη bis 2000 μιη, bevorzugt von 50 μιη bis 1000 μιη und besonders bevorzugt von 80 μιη bis 500 μιη aufweisen. Hierdurch können optimale dimensionale Bedingungen für das Einwachsen von Gewebe geschaffen werden.

In Ausgestaltungen, die mit allen bisher beschriebenen Ausgestaltungen kombinierbar sind, kann das Zuleitungssystem mindestens zwei und bevorzugt neun elektrische Zuleitungen umfassen. Alternativ oder zusätzlich kann das Zuleitungssystem mindestens zwei und bevorzugt drei pneumatische Zuleitungen umfassen. Durch die mindestens zwei elektrischen Zuleitungen ist das Zuleitungssystem in der Lage ein elektrisches Signal zwischen einer Versorgungseinrichtung und dem medizinischen Implantat zu übertragen. Beispielsweise kann hierdurch ein elektrisches Aktionspotential des Herzens in Form von elektrischer Spannung von zumindest zwei Elektroden an die Versorgungseinrichtung übertragen werden und damit ein EKG Signal berechnet werden. Hierdurch kann eine direkte Rückmeldung über die Körperfunktionen im Bereich des Implantats erfolgen. Das heißt durch die besondere Ausgestaltung des Zuleitungssystems kann das medizinische Implantat besser gesteuert und kontrolliert werden. Dies führt zu einer Steigerung der Systemzuverlässigkeit und des Behandlungserfolgs sowie zu einer Erhöhung der Patientensicherheit.

Durch eine größere Anzahl an elektrischen Zuleitungen können Aktionspotentiale von mehreren Elektroden am Herzen oder im menschlichen Körper an die Versorgungseinheit übertragen werden und damit mehrere EKG Signale berechnet werden. Weiterhin kann über elektrische Zuleitungen eine Kabelbrucherkennung bereitgestellt werden und eine elektrische Schirmung verwirklicht werden. Diese bevorzugten vorteilhaften Ausgestaltungen können die Systemzuverlässigkeit und den Behandlungserfolg weiter erhöhen. Durch die Bereitstellung der pneumatischen Zuleitungen im Zuleitungssystem kann ein pneumatisches Implantat, beispielsweise expandierbare Einheiten mit Druckluft versorgt werden. Alternativ oder zusätzlich kann in derartigen expandierbaren Einheiten ein Unterdruck erzeugt werden. Da das Zuleitungssystem mit den pneumatischen Zuleitungen bis extrakorporal der Hautaustrittsstelle verläuft, kann somit eine Versorgungseinrichtung außerhalb des Körpers eines Patienten angeordnet werden. Durch den Entfall der Notwendigkeit einer intrakorporalen Versorgungseinrichtung kann somit verhindert werden, dass ein weiterer Fremdkörper die Patientensicherheit gefährdet.

In Ausgestaltungen, die mit der vorherigen Ausgestaltung kombinierbar sind, kann der intrakorporale Zuleitungsabschnitt einen Splittingabschnitt umfassen, der an einem distalen Ende des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts angeordnet ist und ein Vereinzeln der Zuleitungen ermöglicht. Ein proximales Ende des Splittingabschnitts kann dabei durch ein in proximaler Richtung direkt hinter dem Splittingabschnitt angeordnetes Auftrennelement begrenzt werden. Durch die Vereinzelung der Zuleitungen wird sichergestellt, dass die Zuleitungen jeweils an der korrekten Position des Implantats platziert bzw. mit diesem verbunden werden können. Durch die Positionierung des Splittingabschnittes an einem distalen Ende des intrakorporalen Zuleitungsabschnitt wird außerdem sichergestellt, dass die einzelnen Zuleitungen erst kurz vor ihrem Bestimmungsort vereinzelt werden. Dies gewährleistet eine gemeinsame Zuführung der Zuleitung auf einem Großteil des intrakorporalen Zuleitungsabschnitt. Durch die gemeinsame Zuführung auf dem Großteil des intrakorporalen Zuleitungsabschnitt kann eine Patientenbelastung minimiert werden unddie Beständigkeit gegenüber mechanischer Belastung erhöht werden. Weiterhin kann durch eine gemeinsame Zuführung die frei zugängliche Oberfläche reduziert werden, womit die chemische Belastung in Folge der Immunreaktion vermindert und somit die Dauerfestigkeit der Zuleitung verbessert werden kann.

In Ausgestaltungen, die mit den zwei vorherigen Ausgestaltungen kombinierbar sind, kann zumindest eine der elektrischen Zuleitungen in zumindest einem Abschnitt des Zuleitungssystems schraubenförmig gewunden sein. Alternativ oder zusätzlich kann die zumindest eine der elektrischen Zuleitungen in zumindest einem Abschnitt des

Zuleitungssystems schraubenförmig um zumindest eine der pneumatischen Zuleitungen gewunden sein. Alternativ können mehrere elektrische Zuleitungen schraubenförmig gewunden sein. Alternativ können mehrere elektrische Zuleitungen schraubenförmig um eine pneumatische Zuleitung gewunden sein. Alternativ kann zumindest eine elektrische Zuleitung schraubenförmig um je eine pneumatische Zuleitung gewunden sein.

Durch eine schraubenförmige Windung sind die elektrischen Zuleitungen unanfälliger gegen Distanzveränderungen zwischen dem Implantat und beispielsweise dem Hautaustrittsbereich als ungewundene elektrische Zuleitungen. Im Falle eines Implantats als Herzunterstützungsvorrichtung kann es beispielsweise durch Expansion und Kontraktion des Herzens zu Distanzveränderungen zwischen den soeben genannten Bereichen kommen. Eine schraubenförmige Windung der elektrischen Zuleitungen kann Distanzveränderungen dabei in gewissem Grad kompensieren, ähnlich eines gewundenen Telefonkabels. Weiterhin kann durch die schraubenförmige Windung das Risikos eines Knickens oder Brechens der elektrischen Zuleitungen minimiert werden. Dies kann die Lebensdauer der elektrischen Zuleitungen erhöhen. Da durch die elektrischen Zuleitungen das EKG abgenommen werden kann, welches wiederum als Steuerungssignal des Implantats dient, kann ein Bruch der elektrischen Zuleitungen zum Funktionsverlust des Implantats führen. Da dies schwerwiegende Folgen für den Patienten haben kann, ist dies unbedingt zu vermeiden. Durch eine Windung um eine pneumatische Zuleitung kann ein durch das Zuleitungssystem verdrängtes Volumen reduziert sowie eine Querschnittsfläche des Zuleitungssystems reduziert werden, was sich positiv auf die Patientenkompatibilität auswirkt. Weiterhin kann die pneumatische Zuleitung durch eine schraubenförmig darum gewundene elektrische Zuleitung mechanisch stabilisiert werden. Mit anderen Worten kann durch eine schraubenförmige Windung die Knicksteifigkeit erhöht werden und gleichzeitig eine geforderte Flexibilität erhalten bleiben.

In Ausgestaltungen, die mit den drei vorherigen Ausgestaltungen kombinierbar sind, zumindest eine der elektrischen Zuleitungen in dem proximalen Bereich des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts und in dem distalen Bereich des extrakorporalen Zuleitungsabschnitts ungewunden sein. Alternativ können mehrere oder alle elektrischen Zuleitungen in diesem Bereich ungewunden sein. Hierdurch kann insbesondere im Hautaustrittsbereich eine kleinere Querschnittsfläche des Zuleitungssystems erzielt werden als bei schraubenförmig gewundenen elektrischen Zuleitungen. Dadurch kann, wie bereits weiter oben beschrieben, die Austrittsöffnung des Zuleitungssystems verkleinert werden.

In Ausgestaltungen, die mit den vier vorherigen Ausgestaltungen kombinierbar sind, kann zumindest eine der elektrischen Zuleitungen in einen Mantel zumindest einer pneumatischen Zuleitung integriert sein. Alternativ können mehrere oder alle elektrischen Zuleitungen in einen Mantel zumindest einer pneumatischen Zuleitung integriert sein. Dadurch kann einerseits ein kompakteres Zuleitungssystem bereitgestellt werden. Andererseits kann durch die Integration der elektrischen Zuleitungen die jeweilige pneumatische Zuleitung verstärkt und das Risiko gegen Knicken der j eweiligen pneumatischen Zuleitung reduziert werden.

In Ausgestaltungen, die mit den fünf vorherigen Ausgestaltungen kombinierbar sind, kann zumindest eine der pneumatischen Zuleitungen mindestens eine Mantelschicht umfassen, in die zumindest eine der elektrischen Zuleitungen eingebettet ist. Weiterhin kann zumindest eine der pneumatischen Zuleitungen eine innere Mantelschicht und eine äußere Mantelschicht umfassen. Alternativ können mehrere oder alle pneumatischen Zuleitungen eine innere Mantelschicht und eine äußere Mantelschicht umfassen. Die innere Mantelschicht kann dabei aus einem ersten Material und die äußere Mantelschicht aus einem zweiten Material bestehen. Das erste Material kann dabei ein elastisches Material und das zweite Material ein weniger elastisches Material als das erste sein. Beispielsweise kann das erste Material ein elastisches Material, insbesondere Silikon und das zweite Material ein mechanisch stabileres Material, insbesondere Polyurethan, sein. Alternativ können das erste und das zweite Material auch aus demselben Material, beispielsweise einem elastischen Material bestehen.

Durch diese vorteilhaften Ausgestaltungen können spezifische mechanische Eigenschaften der pneumatischen Zuleitungen eingestellt werden.

In Ausgestaltungen, die mit der vorherigen Ausgestaltung kombinierbar sind, kann zumindest eine der elektrischen Zuleitungen in die äußere Mantelschicht der jeweiligen pneumatischen Zuleitung integriert sein. Alternativ können mehrere elektrischen Zuleitungen in die äußere Mantelschicht der jeweiligen pneumatischen Zuleitung integriert sein. Alternativ können alle elektrischen Zuleitungen in die äußere Mantelschicht einer pneumatischen Zuleitung integriert sein. Dies bewirkt eine einfache und sichere Integration der elektrischen Zuleitungen in die jeweilige pneumatische Zuleitung. Ist das zweite Material in diesem Fall dasselbe wie das erste, kann die pneumatische Zuleitung eine weitere Mantelschicht um die äußere Mantelschicht herum umfassen. Diese weitere Mantelschicht kann dabei aus einem anderen Material als die erste und zweite Mantelschicht sein, vorzugsweise aus einem mechanisch stabileren Material.

In Ausgestaltungen, die mit den sieben vorherigen Ausgestaltungen kombinierbar sind, können die pneumatischen Zuleitungen stoffschlüssig miteinander verbunden sein. Hierdurch wird ein Vereinzeln der Zuleitungen verhindert. Dies ist besonders im intrakorporalen Zuleitungsabschnitt von Relevanz, da hier vereinzelte Zuleitungen zu einer Gefährdung des Patienten führen können. Die pneumatischen Zuleitungen können dabei über ein Material, das dem weiter oben erwähnten zweiten Material entspricht miteinander verbunden werden. Alternativ oder zusätzlich können die pneumatischen Zuleitungen in eine gemeinsame Ummantelungsschicht eingebettet sein, die alle pneumatischen Zuleitungen umschließt. Diese Ummantelungsschicht kann dabei aus dem zweiten Material sein. Ist das zweite Material ein elastisches Material, kann die Ummantelungsschicht auch aus einem mechanisch stabileren Material sein. Wie bereits weiter oben erwähnt, kann der intrakorporale Zuleitungsabschnitt einen Splittingabschnitt aufweisen. Ist dies der Fall, sind die pneumatischen Zuleitungen im Bereich des Splittingabschnitts nicht stoffschlüssig miteinander verbunden.

In Ausgestaltungen, die mit den acht vorherigen Ausgestaltungen kombinierbar sind, kann zumindest eine der pneumatischen Zuleitungen mindestens eine und bevorzugt mindestens drei stegförmige Erhebungen auf einer Innenmantelfläche der jeweiligen pneumatischen Zuleitung aufweisen. Alternativ können mehrere oder alle pneumatischen Zuleitungen mindestens eine und bevorzugt mindestens drei stegförmige Erhebungen auf einer Innenmantelfläche der jeweiligen pneumatischen Zuleitung aufweisen. Die stegförmigen Erhebungen können dabei von einer Mantelinnenfläche der inneren Mantelschicht radial nach innen hineinragen. Diese vorteilhaften Ausgestaltungen ermöglichen es eine einen Komplettverschluss der pneumatischen Zuleitung bei einem Schlauchknick zu verhindern. Ein Schlauchknick mit einem Komplettverschluss der pneumatischen Zuleitung, könnte dazu führen, dass ein Implantat in einem für den Patienten potentiell gefährlichen Zustand verbleibt. Die Aufrechterhaltung eines Minimallumens der pneumatischen Zuleitung im Knickfall kann eine Notentlüftung des Implantats sicherstellen und gefährliche Zustände vermeiden.

In Ausgestaltungen, die mit allen bisher beschriebenen Ausgestaltungen kombinierbar sind, kann der intrakorporale Zuleitungsabschnitt eine Barriereummantelung umfassen. Die Barriereummantelung kann dabei an einem proximalen Ende des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts angeordnet sein. Eine Barriereummantelung, die ausgehend von der Austrittstelle in distaler Richtung verläuft hat den Effekt, dass Keime nur erschwert in den Körper des Patienten eindringen können. Dadurch trägt die Barriereummantelung zu einem verringerten Infektionsrisiko bei. Die Barriereummantelung kann dabei ausgelegt sein, eine Ansiedlung von Makrophagen zu fördern. Weiterhin kann die Barriereummantelung eine poröse oder faserige Struktur aufweisen. Die Barriereummantelung kann dabei eine offenporige Struktur aufweisen. Weiterhin kann die Barriereummantelung Kavitäten, alternativ oder zusätzlich auch Hohlräume, die bevorzugt zu mindestens einer Seite offen sind, aufweisen. Die Dimensionen dieser Kavitäten, insbesondere die jeweiligen Durchmesser können dabei Abmessungen von 10 μιη bis 100 μιη, bevorzugt von 20 μιη bis 60 μιη und besonders bevorzugt von 30 μιη bis 50 μιη aufweisen.

Die letzten Merkmale stellen spezifische Bedingungen bereit, die ein Ansiedeln von Fresszellen ermöglichen und fördern. Dieses gezielte Ansiedeln von Fresszellen in der Umgebung des Hautaustrittsbereichs stellt eine aktive Maßnahme gegen Infektionen durch Keime direkt nach dem Eintritt in den Körper eines Patienten dar. Dadurch kann verhindert werden, dass Keime tiefer in den Körper eindringen und generell das Infektionsrisiko minimiert werden. Die Dimensionen der Kavitäten und Hohlräume stellen dabei spezifische Eigenschaften für ein gezieltes Einwachsen bzw. Ansiedeln von Makrophagen dar.

In Ausgestaltungen, die mit allen bisher beschriebenen Ausgestaltungen kombinierbar sind, kann das Zuleitungssystem weiterhin ein Steckersystem mit einem ersten Steckerteil und einem zweiten Steckerteil umfassen. Der erste Steckerteil kann an einem proximalen Ende des extrakorporalen Zuleitungsabschnitts angeordnet und vorzugsweise weiblich ausgebildet sein. Der zweite Steckerteil kann proximal des ersten Steckerteils angeordnet und vorzugsweise männlich ausgebildet sein. Durch ein Steckersystem kann eine implantatseitige Zuleitung von einer versorgungsseitigen Zuleitung entkoppelt werden. Beispielsweise im Falle einer Reparatur einer Versorgungseinrichtung oder einer vorhandenen versorgungsseitigen Zuleitung, muss nicht die gesamte implantatseitige Zuleitung entfernt werden, sondern nur der rein extrakorporale Teil des Systems. Dadurch lassen sich chirurgische Eingriffe vermeiden und die Patientensicherheit kann erhöht werden. Durch eine weibliche Ausgestaltung des ersten Steckerteils kann eine Beschädigung von Steckerpins auf der Implantatseite verhindert werden. Das heißt, falls das Steckersystem beschädigt wird, ist es wahrscheinlich, dass der zweite Steckerteil beschädigt wird, der wesentlich einfacher und für den Patienten ungefährlicher auszutauschen ist, als der erste Steckerteil.

In Ausgestaltungen, die mit vorherigen Ausgestaltung kombinierbar sind, kann das Zuleitungssystem weiterhin einen Teilzuleitungsabschnitt für eine Versorgungseinrichtung umfassen. Der Teilzuleitungsabschnitt kann dabei von dem zweiten Steckerteil in proximaler Richtung zu einer Versorgungseirichtung verlaufen.

In Ausgestaltungen, die mit den zwei vorherigen Ausgestaltungen kombinierbar sind, kann das Zuleitungssystem eine Sollbruchstelle in einem Bereich proximal des ersten Steckerteils umfassen. Die Sollbruchstelle kann vorzugsweise in einem Bereich des zweiten Steckerteils angeordnet sein. Alternativ, bei Vorhandensein eines Teilzuleitungsabschnitts, kann die Sollbruchstelle in einem distalen Bereich des Teilzuleitungsabschnitts angeordnet sein.

In Ausgestaltungen, die mit allen bisher beschriebenen Ausgestaltungen kombinierbar sind, kann der extrakorporale Zuleitungsabschnitt eine Zuleitungsfixierung umfassen, die ausgelegt ist auf der Haut angebracht zu werden. Alternativ oder zusätzlich, kann bei Vorhandensein eines Teilzuleitungsabschnitts auch dieser eine Zuleitungsfixierung umfassen. Durch eine Zuleitungsfixierung kann das Zuleitungssystem fixiert und gegen Dislokationen gesichert bzw. diese minimiert werden und somit die Übertragbarkeit von mechanischen Kräften auf die Hautaustrittsstelle verringert werden. Weiterhin kann das Zuleitungssystem durch die Zuleitungsfixierung näher am Körper geführt werden. Hierdurch wird der Tragekomfort durch einen Patienten erhöht und ein Verletzungs-sowie Infektionsrisiko minimiert.

In Ausgestaltungen, die mit den vierzehn vorherigen Ausgestaltungen kombinierbar sind, kann das flache Querschnittsprofil einen kleineren Umfang aufweisen als das nichtflache Querschnittsprofil. Hierdurch kann eine Austrittsöffnung verringert werden und die Hautaustrittstelle mechanisch entlastet werden. Weiterhin kann die Infektionsgefahr verringert werden.

In Ausgestaltungen, die mit den fünfzehn vorherigen Ausgestaltungen kombinierbar sind, kann das flache Querschnittsprofil in x-Richtung eine größere Biegsamkeit aufweisen als in y-Richtung. Alternativ oder zusätzlich kann ein axiales Flächenträgheitsmoment des flachen Querschnittsprofils in x-Richtung kleiner sein als in y-Richtung. Wie weiter oben in Zusammenhang mit dem flachen Querschnitt beschrieben ist, kann der extrakorporale Zuleitungsabschnitt durch eine leichtere Biegsamkeit bzw. ein kleineres axiales Flächenträgheitsmoment in x-Richtung direkt nach dem Austritt aus der Haut näher am Körper des Patienten geführt werden. Hierdurch kann der Tragekomfort und die Alltagstauglichkeit verbessert werden. Weiterhin kann das Verletzungsrisiko aufgrund des Hängenbleibens an dem Zuleitungssystem und einer nachfolgenden Dislokation des Zuleitungssystems minimiert werden.

In Ausgestaltungen, die mit den sechzehn vorherigen Ausgestaltungen kombinierbar sind, kann das nichtflache Querschnittsprofil eine größere Steifigkeit als das flache Querschnittsprofil aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann das nichtflache Querschnittsprofil eine im Wesentlichen gleichmäßige Biegsamkeit in radialer Richtung aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann das nichtflache Querschnittsprofil ein im Wesentlichen gleichmäßiges axiales Flächenträgheitsmoment in x-Richtung sowie in y-Richtung aufweisen. Durch diese vorteilhaften Ausgestaltungen kann die mechanischen Eigenschaften des Zuleitungssystems in einem Bereich mit einem nichtflachen Querschnittsprofil für diesen Bereich verbessert werden. Beispielsweise kann der intrakorporale Zuleitungsabschnitt durch ein nichtflaches Querschnittsprofil mit einem im Wesentlichen gleichmäßigen axialen Flächenträgheitsmoment in x-Richtung und in y-Richtung die intrakorporalen Anforderungen sowohl bezüglich gewisser notwendiger Biegsamkeit als auch Steifigkeit erfüllen.

In Ausgestaltungen, die mit allen bisher beschriebenen Ausgestaltungen kombinierbar sind, kann das medizinische Implantat eine Herzunterstützungsvorrichtung sein.

Kurzbeschreibung der Figuren

zeigt eine isometrische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Zuleitungssystems

zeigt Querschnittsansichten verschiedener nichtflacher Querschnittsformen des erfindungsgemäßen Zuleitungssystems mit elektrischen und pneumatischen Zuleitungen

zeigt Querschnittsansichten verschiedener flacher Querschnittsformen des erfindungsgemäßen Zuleitungssystems mit elektrischen und pneumatischen Zuleitungen

zeigt eine isometrische Ansicht des erfindungsgemäßen Zuleitungssystems mit pneumatischen Zuleitungen und schraubenförmig gewundenen elektrischen Zuleitungen

zeigt eine isometrische Ansicht des erfindungsgemäßen Zuleitungssystems mit zwei schraubenförmig um eine pneumatische Zuleitung gewundenen elektrischen Zuleitungen

zeigt eine Querschnittsansicht des erfindungsgemäßen Zuleitungssystems in einer flachen Querschnittsform mit stoffschlüssig verbundenen pneumatischen Zuleitungen und geradlinigen elektrischen Zuleitungen zeigt eine Querschnittsansicht des erfindungsgemäßen Zuleitungssystems in einer nichtflachen Querschnittsform mit stoffschlüssig verbundenen pneumatischen Zuleitungen und geradlinigen elektrischen Zuleitungen zeigt eine Querschnittsansicht des erfindungsgemäßen Zuleitungssystems in einer nichtflachen Querschnittsform mit schraubenförmig in den Mantel einer pneumatischen Zuleitung integrierten elektrischen Zuleitungen zeigt eine Querschnittsansicht einer pneumatischen Zuleitung mit geradliniger integrierter elektrischer Zuleitung des erfindungsgemäßen Zuleitungssystems im Bereich des Splittingabschnitts

zeigt eine Querschnittsansicht einer pneumatischen Zuleitung mit gewunden integrierter elektrischer Zuleitung des erfindungsgemäßen Zuleitungssystems im Bereich des Splittingabschnitts

zeigt eine Querschnittsansicht einer pneumatischen Zuleitung mit entkoppelten elektrischen Zuleitungen eines Steckersystems

Figur 5 zeigt eine isometrische Ansicht einer erfindungsgemäßen pneumatischen

Zuleitung mit stegförmigen Erhebungen

Figur 6 zeigt eine isometrische Ansicht des erfindungsgemäßen Zuleitungssystems mit Reparaturstecker, Teilzuleitungsabschnitt und Versorgungseinrichtung

Detaillierte Beschreibung

Im Folgenden werden anhand der Figuren Ausführungsbeispiele für das erfindungsgemäße Zuleitungssystem 1 beschrieben. Im Rahmen dieser Anmeldung beziehen sich der Begriff proximal auf Bereiche oder Richtungen, die einer Versorgungseinrichtung oder einem Bediener zugewandt bzw. näher sind. Distale Bereiche oder Richtungen beziehen sich auf Bereiche und Richtungen die einem medizinischen Implantat zugewandt bzw. näher sind. Mit anderen Worten beschreibt die proximale Richtung eine Richtung von einem Implantat zu einer Versorgungseinheit und die distale Richtung eine Richtung von einer Versorgungseinheit zu einem Implantat. Extrakorporal beschreibt alles, was in eingebautem Zustand größtenteils oder vollständig außerhalb des Körpers eines Patienten, das heißt proximal einer Hautaustrittstelle befindlich ist. Intrakorporal beschreibt hingegen alles, was im Einbauzustand größtenteils oder vollständig innerhalb des Körpers eines Patienten, das heißt distal einer Hautaustrittstelle befindlich ist.

Bezugnehmend auf Fig. 1 umfasst das erfindungsgemäße Zuleitungssystem 1 einen intrakorporalen Zuleitungsabschnitt 100 und einen extrakorporalen Zuleitungsabschnitt 200. In einem proximalen Bereich 112 des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts 100 und in einem distalen Bereich 214 des extrakorporalen Zuleitungsabschnitts 200 weist das Zuleitungssystem 1 ein flaches Querschnittsprofil 11 auf. Dadurch ergibt sich der Effekt, dass das Zuleitungssystem 1 im Einbauzustand im Hautaustrittsbereich 6 mit einem flachen Querschnittsprofil 11 austreten kann. Dadurch kann eine Austrittsöffnung des Zuleitungssystems 1 in der Haut eines Patienten, die hier nicht dargestellt ist, vorteilhaft schmal gehalten werden. Außerdem werden durch die geringere Ausdehnung des Zuleitungssystems 1 in einer Richtung parallel zu einer kurzen Seite des

Zuleitungssystemquerschnitts 10, also in x-Richtung 61 geringere Zugkräfte auf die Haut des Patienten ausgeübt. Somit kann der Hautaustrittsbereich durch den flachen Querschnitt 11 mechanisch entlastet werden.

Weiterhin kann das Zuleitungssystem 1 durch den flachen Querschnitt 11 im Hautaustrittsbereich 6 leichter um eine Achse parallel zu einer langen Seite des Zuleitungssystemquerschnitts gebogen werden gebogen werden, wodurch der extrakorporale Zuleitungsabschnitt 200 näher am Körper eines Patienten verlaufen kann. Hierdurch kann der Tragekomfort und die Alltagstauglichkeit verbessert werden. Weiterhin kann das Verletzungsrisiko aufgrund des Hängenbleibens an dem Zuleitungssystem 1 und einer nachfolgenden Dislokation des Zuleitungssystems 1 minimiert werden. Der Hautaustrittsbereich 6 stellt dabei den Bereich der Epidermis und Dermis eines Patienten dar, der durch das Zuleitungssystem 1 durchstoßen werden muss. Die Austrittsöffnung ist dabei die notwendige Öffnung in der Haut eines Patienten, um das Zuleitungssystem 1 hindurchführen zu können und somit von der Querschnittsgeometrie 11 des Zuleitungssystems 1 abhängig. In Fig. 1 ist weiterhin ein relatives Koordinatensystem 60 des Zuleitungssystems 1 dargestellt. Dabei definiert die x-Richtung 61 eine Richtung die parallel einer kurzen Kante des flachen Querschnitts 11 verläuft. Die y-Richtung 62 hingegen verläuft entlang einer langen Kante des flachen Querschnitts 11.

Wie Fig. 1 zu entnehmen, weist der intrakorporale Zuleitungsabschnitt 100 einen Übergangsbereich 113 von dem flachen Querschnittsprofil 11 zu einem nichtflachen Querschnittsprofil 12 auf. Weiterhin weist auch der extrakorporale Zuleitungsabschnitt 200 einen Übergangsbereich 213 von dem flachen Querschnittsprofil 11 zu einem nichtflachen Querschnittsprofil 12 auf. Im gezeigten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist das nichtflache Querschnittsprofil 12 des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts 100 als im Wesentlichen dreieckiges Querschnittsprofil 12d ausgeführt (siehe Fig. 2a). Das nichtflache Querschnittsprofil 12 des extrakorporalen Zuleitungsabschnitts 200 ist als rundes Querschnittsprofil 12b ausgeführt (siehe Fig. 2a).

In anderen Ausführungen können die nichtflachen Querschnitte 12 des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts 100 und des extrakorporalen Zuleitungsabschnitts 200 auch in anderen Querschnittsformen ausgeführt sein. Die Fig. 2a stellt exemplarisch vier verschiedene nichtflache Querschnitte (12a, 12b, 12c, 12d) dar. Beispielhaft können die nichtflachen Querschnitte 12 als im Wesentlichen quadratisch 12a, rund 12b, vieleckig 12c oder dreieckig 12d ausgeführt sein. Mit„im Wesentlichen" ist an dieser Stelle beispielsweise eine Querschnittsform, die Grundform einer der genannten Formen aber auch leichte Abweichungen durch beispielsweise Rundungen hat (siehe beispielsweise gestrichelte Linien der Querschnittsform 12d in Fig. 2a).

Mit den Begriffen„flacher Querschnitt 11" bzw. „nichtflacher Querschnitt 12" sind hierbei zweidimensionale Formen eines Querschnitts 10 gemeint, bei denen ein Verhältnis der Ausdehnung einer kürzeren Dimension 63 zur Ausdehnung einer längeren Dimension 64 einen Grenzwert von 0,5 unterschreitet (flach) bzw. überschreitet (nichtflach). Bei einem flachen Querschnitt 11 kann das Verhältnis einen Grenzwert von bevorzugt 0,4 und besonders bevorzugt 0,3 unterschreiten. Bei einem nichtflachen Querschnitt 12 kann das Verhältnis einen Grenzwert von bevorzugt 0,6 und besonders bevorzugt 0,7 überschreiten. Zum besseren Verständnis sind diesbezüglich die jeweils kürzeren (63a, 63b) und längeren Dimensionen (64a, 64b) der Querschnittsformen 12a und 12b in Fig. 2a dargestellt. Zur Bestimmung des Verhältniswerts sollte dabei als kürzere Dimension 63 die minimale Ausdehnung der jeweiligen Form und als längere Dimension 64, die maximale Ausdehnung der jeweiligen Form in einer Richtung orthogonal zur Richtung der kürzeren Dimension 63 herangezogen werden.

Durch den jeweiligen Übergangsbereich (113, 213) kann das Zuleitungssystem 1 so angepasst werden, dass es mit einem beliebigen Querschnitt 10 einer Schnittstelle kompatibilisiert werden kann. Im Falle einer Schnittstelle mit flachem Querschnitt 11 kann der jeweilige Abschnitt (100, 200) auch einen weiteren Übergangsbereich von nichtflach auf flach, was hier nicht dargestellt ist, umfassen. Auch wenn in Fig. 1 die bevorzugte Ausführungsform dargestellt ist, kann der jeweilige Zuleitungsabschnitt (100, 200) in alternativen Ausführungen auch gar keinen Übergangsbereich (113, 213) umfassen. Neben der Schnittstellenkompatibilisierung kann ein Zuleitungssystem 1 mit spezifisch für den jeweiligen Bereich (113, 213) des Zuleitungssystems 1 angepassten mechanischen Eigenschaften geschaffen werden. Wie weiter oben beschrieben kann das Zuleitungssystem 1 durch den flachen Querschnitt 11 für einen Hautaustrittsbereich 6 optimiert sein. Weiter im Körperinneren kann durch den Übergangsbereich 113 des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts 100 dann beispielsweise ein Querschnittsprofil 10 erzeugt werden, das bezüglich der intrakorporalen Anforderungen wie beispielsweise Biegsamkeit, Steifigkeit und intrakorporale Lagerung optimiert ist.

Wie später im Detail erläutert wird, kann das Zuleitungssystem 1 auch einen Teilzuleitungsabschnitt 300 (siehe Fig. 6) umfassen. Ist dies der Fall kann alternativ oder zusätzlich zum extrakorporalen Zuleitungsabschnitt 200 auch der Teilzuleitungsabschnitt 300 einen Übergangsbereich 313 von einem flachen Querschnittsprofil 11 auf ein nichtflaches Querschnittsprofil 12 umfassen.

Fig. 1 ist weiter zu entnehmen, dass der intrakorporale Zuleitungsabschnitt 100 mehrere intrakorporale Verankerungsummantelungen 120 umfasst. Im Detail sind eine erste 120a, eine zweite 120b und eine dritte 120c Verankerungsummantelung in distaler Richtung 4a hintereinander verteilt auf dem intrakorporalen Zuleitungsabschnitt 100 angeordnet. In alternativen Ausführungen kann der intrakorporale Zuleitungsabschnitt 100 auch mehr oder weniger als drei Verankerungsummantelungen 120 umfassen. Wie in Fig. 1 schematisch angedeutet weisen die intrakorporalen Verankerungsummantelungen (120; 120a, 120b, 120c) eine poröse, faserige beziehungsweise textile Struktur 121 auf. Durch diese besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Struktur 121 wird die Möglichkeit geschaffen, dass kollagenreiches Bindegewebe in die Verankerungsummantelungen (120; 120a, 120b, 120c) einwachsen kann. In alternativen Ausführungen können die intrakorporalen Verankerungsummantelungen (120; 120a, 120b, 120c) auch anderweitig ausgelegt sein, um ein Einwachsen von Bindegewebe zu fördern.

Durch eine offenporige Gestaltung der Verankerungsummantelungen (120; 120a, 120b, 120c) wird eine Umgebung geschaffen, in die Bindegewebe bevorzugt einwachsen kann. Hierdurch wird sichergestellt, dass Bindegewebe des Patienten mit den intrakorporalen Verankerungsummantelungen 120 und somit mit dem intrakorporalen Zuleitungsabschnitt 100 verbunden werden kann. Durch eine Bindegewebeverbindung kann der intrakorporale Zuleitungsabschnitt 100 im Körper des Patienten gelagert und fixiert werden. In Folge dessen wird das Risiko von Dislokationen des Zuleitungssystems 1, insbesondere des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts 100 minimiert und sowohl die Systemzuverlässigkeit als auch die Patientensicherheit erhöht. Gerade im Hautaustrittsbereich 6 wird durch die Fixierung des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts 100 die generelle Übertragbarkeit von mechanischen Kräften infolge von Dislokationen minimiert und somit ein Verletzungsrisiko reduziert. Außerdem wird die Heilung der Hautaustrittsstelle verbessert, wodurch das Infektionsrisiko verringert werden kann. Weiterhin können auf das Zuleitungssystem 1 wirkende äußere Kräfte besser kompensiert werden, da diese über die Verankerungsummantelungen (120; 120a, 120b, 120c) durch das Bindegewebe aufgenommen werden können. Durch die mehreren Verankerungsummantelungen 120 kann eine größere Stabilität des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts 100 bereitgestellt werden. Somit werden Relativbewegungen zwischen dem Zuleitungssystem 1 und dem Bindegewebe minimiert.Eine Länge 123 der jeweiligen Verankerungsummantelungen (120; 120a, 120b, 120c) kann insbesondere in Abhängigkeit der Anforderungen an Fixierung und Beweglichkeit bzw. Flexibilität des intrakorporalen Zuleitungsabschnitt 100 angepasst werden. Beispielsweise kann durch mehrere kürzere Verankerungsummantelungen 120, mehrere Fixierungspunkte geringerer Kraftaufnahmekapazität bereitgestellt werden. Durch eine geringere Anzahl an längeren Verankerungsummantelungen 120 kann eine geringere Anzahl an Fixierungspunkten bereitgestellt werden, die jedoch größere Kräfte aufnehmen können. Mit„Länge 123" einer Verankerungsummantelung 120 ist hierbei eine Dimension in einer longitudinalen Richtung des Zuleitungssystems 1 zu verstehen. Die Länge 123 einer Verankerungsummantelung (120; 120a, 120b, 120c) kann dabei in einem Bereich von 0,5 cm bis 20 cm, bevorzugt in einem Bereich von 1 cm bis 10 cm und besonders bevorzugt in einem Bereich von 3 cm bis 6 cm liegen. In einer bevorzugten

Ausführungsform beträgt die Länge 123 einer Verankerungsummantelung (120; 120a, 120b, 120c) 5 cm.

Die mtrakorporalen Verankerungsummantelungen 120 weisen dabei Strukturen, wie beispielsweise Kavitäten bzw. Zwischenräume mit Dimensionen von 40 μιη bis 2000 μιη, bevorzugt von 50 μιη bis 1000 μιη und besonders bevorzugt von 80 μιη bis 500 μιη auf. Hierdurch können optimale dimensionale Bedingungen für das Einwachsen von Bindegewebe geschaffen werden. Diese Strukturen können bereitgestellt werden, indem die mtrakorporalen Verankerungsummantelungen 120 beispielsweise aus sogenannten „surgical felts", fabrics oder aus anderen gewebten, geflochtenen, gesponnenen, gefilzten oder geschäumten Produkten, vorzugsweise Produkten aus Kunststoffen hergestellt sind. Die mtrakorporalen Verankerungsummantelungen 120 tragen neben den bereits genannten Vorteilen zu einer verbesserten Biokompatibilität des Zuleitungssystems 1 bei. Weiterhin können die Verankerungsummantelungen 120 auch als Schutzmaßnahme gegen Verknicken des mtrakorporalen Zuleitungsabschnitt 100 dienen.

Der Übergangsbereich 113 des mtrakorporalen Zuleitungsabschnitts 100 ist im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 zwischen der ersten 120a und der zweiten 120b Verankerungsummantelung angeordnet. In alternativen Ausführungen kann der Übergangsbereich 113 des mtrakorporalen Zuleitungsabschnitts 100 auch in einem anderen Bereich des mtrakorporalen Zuleitungsabschnitts 100 angeordnet sein. Durch den relativ nahe des Hautaustrittsbereichs 6 gelegenen Übergangsbereich 113, kann in distaler Richtung 4a hinter der ersten Verankerungsummantelung 120a das Querschnittsprofil 10 des Zuleitungssystems 1 an die weiter oben beschriebenen mtrakorporalen Anforderungen angepasst werden.

Wie insbesondere den Figuren 1 und 2 zu entnehmen ist, kann das erfindungsgemäße Zuleitungssystem 1 in einer bevorzugten Ausführungsform mindestens neun elektrische Zuleitungen 20 und drei pneumatische Zuleitungen (30a, 30b, 30c) umfassen. In anderen Ausführungen kann das Zuleitungssystem aber auch mehr oder weniger als neun elektrische Zuleitungen 20 und drei pneumatische Zuleitungen 30 umfassen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel dienen je zwei elektrische Zuleitungen 20 zur Übertragung eines Signals einer bipolaren Elektrode des Implantats 2. In der bevorzugten Ausführungsform sind dies drei Paare mit je zwei elektrische Zuleitungen 20 zur Signalübertragung. Das Signal kann beispielsweise ein analoges Signal zur Überwachung der Vitalfunktion, insbesondere ein EKG Signal eines Patienten umfassen. Zwei weitere elektrische Zuleitungen 20 dienen der Kabelbrucherkennung und eine weitere elektrische Zuleitung 20 dient der elektrischen Abschirmung. Diese bevorzugten vorteilhaften Ausgestaltungen können die Systemzuverlässigkeit und den Behandlungserfolg weiter erhöhen. In anderen Ausführungen können die elektrischen Zuleitungen 20 auch andere als die eben beschriebenen Funktionen übernehmen. Dabei können auch mehr oder weniger als neun elektrische Zuleitungen 20 vorhanden sein. Beispielsweise kann das Zuleitungssystem 1 auch nur elektrische Zuleitungen 20 aufweisen, die zur Übertragung eines EKG Signals eingesetzt werden.

Durch die mindestens zwei elektrischen Zuleitungen 20 ist das Zuleitungssystem 1 in der Lage ein elektrisches Signal zwischen einer Versorgungseinrichtung 3 und dem medizinischen Implantat 2 auszutauschen. Beispielsweise kann hierdurch ein elektrisches Aktionspotential des Herzens in Form von elektrischer Spannung von zumindest zwei Elektroden an die Versorgungseinrichtung übertragen werden und damit ein EKG Signal berechnet werden. Hierdurch kann eine direkte Rückmeldung über die Körperfunktionen im Bereich des Implantats erfolgen. Hierdurch kann eine direkte Rückmeldung über die Körperfunktionen, insbesondere der Herzfunktion im Bereich des Implantats 2 erfolgen. Das heißt durch die besondere Ausgestaltung des Zuleitungssystems 1 kann das medizinische Implantat 2 besser gesteuert und kontrolliert werden. Dies führt zu einer Steigerung der Systemzuverlässigkeit und des Behandlungserfolgs sowie zu einer Erhöhung der Patientensicherheit. Durch eine größere Anzahl an elektrischen Zuleitungen 20 können mehrere elektrische Signale, insbesondere Aktionspotentiale von mehreren Elektroden am Herzen oder im menschlichen Körper an die Versorgungseinheit übertragen werden und mehrere EKG Signale berechnet werden. Wie weiter oben erwähnt, kann über elektrische Zuleitungen 20 eine Kabelbrucherkennung bereitgestellt werden und eine elektrische Schirmung verwirklicht werden.

Durch die Bereitstellung der pneumatischen Zuleitungen 30 im Zuleitungssystem 1 kann ein pneumatisches Implantat, beispielsweise eines mit expandierbaren Einheiten mit Druckluft versorgt werden. Dabei kann das Implantat 2 mit Überdruck versorgt werden. Alternativ oder zusätzlich kann das Implantat 2 mit Unterdruck versorgt werden. In einem Implantat mit expandierbaren Einheiten können somit die einzelnen expandierbaren Einheiten abwechselnd expandiert und komprimiert werden. Im Falle eines Implantats 2 zur Herzunterstützung kann somit beispielsweise die Pumpfunktion des Herzens unterstützt werden. Da das Zuleitungssystem 1 mit den pneumatischen Zuleitungen 30 bis extrakorporal der Hautaustrittsstelle verläuft, kann somit eine Versorgungseinrichtung 3 außerhalb des Körpers eines Patienten angeordnet werden. Durch den Entfall der Notwendigkeit einer intrakorporalen Versorgungseinrichtung kann somit verhindert werden, dass ein weiterer Fremdkörper die Patientensicherheit gefährdet. In alternativen Ausführungen können statt der pneumatischen Zuleitungen auch hydraulische Zuleitungen verwendet werden.

Weiterhin umfasst der intrakorporale Zuleitungsabschnitt 100 einen Splittingabschnitt 130. Der Splittingabschnitt 130 ist an einem distalen Ende 115 des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts 100 angeordnet. Dadurch, dass der Splittingabschnitt 130 an einem distalen Ende 115 des intrakorporalen Zuleitungsabschnitt 100 angeordnet ist, wird sichergestellt, dass die einzelnen Zuleitungen (20,30) erst kurz vor ihrem Bestimmungsort vereinzelt werden. Dies gewährleistet eine gemeinsame Zuführung der Zuleitungen (20,30) auf einem Großteil des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts 100. Durch die gemeinsame Zuführung auf dem Großteil des intrakorporalen Zuleitungsabschnitt 100 kann eine Patientenbelastung minimiert werden. Weiterhin kann hierdurch die Stabilität der Zuleitung verbessert und somit die Wahrscheinlichkeit eines Funktionsausfalls reduziert werden. Im extrakorporalen Zuleitungsabschnitt 200 werden die Zuleitungen (20,30) außer im Falle ausgewählter Steckerausführungen durchgängig gemeinsam geführt. In alternativen Ausführungen können die Zuleitungen (20,30) in Teilbereichen des Zuleitungssystems 1 oder im gesamten Zuleitungssystem 1 auch getrennt geführt werden. Beispielsweise können die pneumatischen Zuleitungen 30 getrennt von den elektrischen Zuleitungen 20 geführt werden. Alternativ können je zwei oder drei elektrische Zuleitungen 20 mit je einer pneumatischen Zuleitung 30 geführt werden.

Durch den Splittingabschnitt 130 werden die elektrischen 20 und pneumatischen Zuleitungen 30 im Bereich des Splittingabschnitts 130 vereinzelt. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 werden in distaler Richtung 4a zuerst die drei pneumatischen Zuleitungen 30 vereinzelt. Weiter in distaler Richtung 4a zum Implantat hin, werden die jeweiligen elektrischen Zuleitungen 20 von der jeweiligen pneumatischen Zuleitung 30 vereinzelt und an ihre Bestimmungsposition am Implantat

2 geführt. In alternativen Ausführungen können diese länger oder kürzer gemeinsam geführt und in distaler Richtung 4a früher oder später vereinzelt werden. Gerade bei einer anderen Anzahl an elektrischen Zuleitungen 20 und/oder pneumatischen Zuleitungen 30 kann der Splittingabschnitt 130 anders ausgestaltet sein. Durch die Vereinzelung der Zuleitungen (20, 30) wird sichergestellt, dass die Zuleitungen (20, 30) jeweils an der korrekten Position des Implantats 2 platziert bzw. mit diesem verbunden werden können. Ein proximales Ende des Splittingabschnitts 130 ist durch ein in proximaler Richtung 5a direkt hinter dem Splittingabschnitt 130 angeordnetes Auftrennelement 150 begrenzt. In der dargestellten Ausführungsform ist das Auftrennelement 150 durch die dritte Verankerungsummantelung 120c realisiert. In alternativen Ausführungen kann das Auftrennelement 150 auch eine andere Verankerungsummantelung 120, beispielsweise eine vierte hier nicht dargestellte Verankerungsummantelung 120 oder ein anderes Element sein. Durch das Auftrennelement 150 wird ein Vereinzeln der Zuleitungen in distaler Richtung 4a des Auftrennelements 150 ermöglicht und/oder ein Vereinzeln in proximaler Richtung 5a des Splittingabschnitts 130 verhindert.

Wie in Fig. 3a schematisch dargestellt können die elektrischen Zuleitungen 20 in zumindest einem Abschnitt des Zuleitungssystems 1 schraubenförmig gewunden sein. Die elektrischen Zuleitungen 20 können dabei schraubenförmig um sich selbst (siehe Fig. 3a) oder schraubenförmig um zumindest eine der pneumatischen Zuleitungen 30

(siehe Fig. 3b) gewunden sein. In der Darstellung der Fig. 3b ist eine elektrische Zuleitung 20 in einen Mantel der pneumatischen Zuleitung 30 gewunden integriert. Alternativ kann eine elektrische Zuleitung 20 auch um einen Mantel der pneumatischen Zuleitung 30 gewunden sein (hier nicht dargestellt). In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel können je drei elektrische Zuleitungen 20 um eine der drei pneumatischen Zuleitungen (30a, 30b, 30c) gewunden sein (nicht sichtbar in den Figs. 1 und 6). Dabei können je zwei der drei elektrischen Zuleitungen 20 zur Signalübertragung einer bipolaren Elektrode ausgelegt sein und können somit je eine elektrische Zuleitungsgruppe (21a, 21b, 21c) bilden. Die entsprechenden Zuleitungsgruppen (21a, 21b, 21c) werden erst kurz vor einem Bestimmungsort am medizinischen Implantat von der jeweiligen pneumatischen Zuleitung (30a, 30b, 30c) in einem distalen Bereich des Splittingabschnitts 130 weggeführt und vereinzelt (siehe Figs. 1 und 6). Die jeweils andere elektrische Zuleitung 20 an den pneumatischen Zuleitungen 30a und 30b ist je eine Brucherkennungsleitung (22a, 22b), die im Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 6 im Bereich des Auftrennelements 140 kurzgeschlossen werden und somit nicht sichtbar sind. Das Bereitstellen und Kurzschließen zweier Brucherkennungsleitungen (22a, 22b) ermöglicht es, eine elektrische Nulllinie von einem Defekt einer elektrischen Zuleitung zu differenzieren. Die dritte elektrische Zuleitung 20, die um die pneumatische Zuleitung 30c gewunden ist, stellt eine Abschirmungsleitung 23 dar, die im Bereich des Auftrennelements 140 endet. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die eben beschriebenen gewundenen elektrischen Zuleitungen nicht in den Figuren 1 und 6 sichtbar. Fig. 4b zeigt beispielhaft geradlinig verlaufende Brucherkennungsleitungen (22a, 22b) und eine Abschirmungsleitung 23. In Fig. 4b sind die elektrischen Zuleitungen (22a, 22b, 23) beispielhaft mittig im Querschnitt 12 dargestellt. Alternativ können diese elektrischen Zuleitungen (22a, 22b, 23) aber auch anderen Positionen einem Querschnitt (10; 11 , 12) angeordnet sein. In einer alternativen Ausführungsform können auch mehr als drei oder alle elektrischen Zuleitungen 20 um eine pneumatische Zuleitung 30 gewunden sein. In alternativen Ausführungen kann eine oder mehrere elektrische Zuleitungen 20 auch um alle pneumatischen Zuleitungen 30 gewunden sein. Dies kann insbesondere eine Abschirmungsleitung 23 sein. In alternativen Ausführungen können die Brucherkennungsleitungen (22a, 22b) auch zu einer, insbesondere derselben Elektrode geführt und an dieser Stelle kurzgeschlossen werden. Ebenso ist auch ein Kurzschluss an einer anderen Position des Zuleitungssystems 1 denkbar. Idealerweise sollte die Stelle des Kurzschlusses der Brucherkennungsleitungen (22a, 22b) möglichst distal liegen, um einen großen Bereich des Zuleitungssystems 1 abzudecken. In weiteren alternativen Ausführungen können auch keine oder mehr als zwei Brucherkennungsleitungen 22 eingesetzt werden. Analog verhält es sich mit der Abschirmungsleitung 23. Die soeben beschriebenen Ausführungen bezüglich gewundener elektrischer Zuleitungen 26 können analog auch auf nicht gewundene elektrische Zuleitungen 28 übertragen werden, soweit sie dann anwendbar sind. Beispielsweise können auch nicht gewundene, als im Wesentlichen geradlinig verlaufende Brucherkennungsleitungen (22a, 22b) in der Nähe einer jeweiligen pneumatischen Leitung (30a, 30b) geführt und im Bereich eines Auftrennelements 140 kurzgeschlossen werden.

Durch eine schraubenförmige Windung 26 sind die elektrischen Zuleitungen 20 unanfälliger gegen Distanzveränderungen zwischen dem Implantat 2 und beispielsweise dem Hautaustrittsbereich 6 als ungewundene elektrische Zuleitungen 28. Im Falle eines Implantats 2 das als Herzunterstützungsvorrichtung dient, kann es durch Expansion und Kontraktion des Herzens zu Distanzveränderungen beispielsweise zwischen den soeben genannten Bereichen kommen. Eine schraubenförmige Windung 26 der elektrischen Zuleitungen 20 kann Distanzveränderungen dabei in gewissem Grad kompensieren, ähnlich eines gewundenen Telefonkabels. Weiterhin kann durch die schraubenförmige Windung 26 das Risikos eines Knickens oder Brechens der elektrischen Zuleitungen 20 minimiert werden. Da durch die elektrischen Zuleitungen das EKG abgenommen werden kann, welches wiederum als Steuerungssignal des Implantats 2 dient, kann ein Bruch der elektrischen Zuleitungen 20 zum Funktionsverlust des Implantats 2 führen. Da dies schwerwiegende Folgen für den Patienten haben kann, ist dies unbedingt zu vermeiden. Dies kann die Lebensdauer der elektrischen Zuleitungen 20 erhöhen. Durch eine Windung um eine pneumatische Zuleitung 30 kann ein durch das Zuleitungssystem 1 verdrängtes Volumen reduziert sowie eine Querschnittsfläche 10 des Zuleitungssystems 1 reduziert werden, was sich positiv auf die Patientenkompatibilität auswirkt. Weiterhin kann die pneumatische Zuleitung 30 durch eine schraubenförmig darum gewundene elektrische Zuleitung 20 mechanisch

stabilisiert werden. Mit anderen Worten kann durch eine schraubenförmige Windung 26 die Knicksteifigkeit erhöht werden und gleichzeitig eine geforderte Flexibilität erhalten bleiben.

In einer Ausführungsform sind die elektrischen Zuleitungen 20 im proximalen Bereich 112 des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts 100 und in dem distalen Bereich 214 des extrakorporalen Zuleitungsabschnitts 200 ungewunden. Das heißt die elektrischen Zuleitungen 20 verlaufen in diesen Bereichen (112, 214) im Wesentlichen geradlinig. Die Fig. 4a zeigt diesbezüglich ein flaches Querschnittsprofil 11 des Zuleitungssystems 1 mit neun geradlinigen elektrischen Zuleitungen 20 und drei pneumatischen Zuleitungen 30. Die Anordnung der elektrischen Zuleitungen 20 im Querschnitt 10 des Zuleitungssystems 1 kann dabei sowohl für flache als auch nichtflache Querschnittsprofile (10; 11, 12) auch anders als die in Fig. 4a dargestellte Anordnung ausgebildet sein. Fig. 4b zeigt eine alternative Anordnung geradliniger elektrischer Zuleitungen 20 in einem nichtflachen Querschnittsprofil 12 des Zuleitungssystems 1. In alternativen Ausführungen können die elektrischen Leitungen auch in weiteren oder nur in anderen Bereichen des Zuleitungssystems 1 geradlinig verlaufen. Alternativ können auch nur ausgewählte elektrische Zuleitungen 20 in einem bestimmten Bereich des Zuleitungssystems 1 geradlinig verlaufen. Durch die bevorzugte Ausführungsform kann insbesondere im Hautaustrittsbereich 6 eine kleinere Querschnittsfläche 10 des Zuleitungssystems 1 erzielt werden als bei schraubenförmig gewundenen elektrischen Zuleitungen 20. Dadurch kann, wie bereits weiter oben beschrieben, die Austrittsöffnung des Zuleitungssystems 1 verkleinert werden.

In der bevorzugten Ausführungsform (siehe beispielsweise Fig. 4c) umfassen die pneumatischen Zuleitungen 30 jeweils eine innere Mantelschicht 31a und eine äußere Mantelschicht 31b. Die innere Mantelschicht 31a besteht dabei aus einem ersten Material 32a und die äußere Mantelschicht 31b aus einem zweiten Material 32b. Je drei elektrische Zuleitungen 20 sind dabei jeweils in die äußere Mantelschicht 21b der jeweiligen pneumatischen Zuleitung 30 integriert. Schematisch ist dies in Fig. 4c angedeutet, bei der beispielhaft eine elektrische Zuleitung 20 in je eine pneumatische Leitung 30 integriert ist. Weiterhin zu erkennen ist, dass die pneumatischen Zuleitungen der intrakorporale Zuleitungsabschnitt 100 einen Splittingabschnitt 130. Im Bereich des Splittingabschnitts 130 sind die pneumatischen Zuleitungen 30 nicht stoffschlüssig miteinander verbunden. Schematisch zeigen die Fig. 4d und die Fig. 4e je eine pneumatische Zuleitung 30 mit einer in die äußere Mantelschicht 31b integrierten elektrischen Zuleitung 20. Exemplarisch ist jeweils nur eine elektrische Zuleitung 20 zu erkennen. Jedoch sollte klar sein, dass auch mehrere, insbesondere drei oder vier elektrische Zuleitungen 20 in die äußere Mantelschicht 31b integriert werden können. Dies gilt sowohl für einzelne pneumatische Zuleitungen 30 (siehe beispielsweise Fig. 4d und Fig. 4e) als auch für pneumatische Zuleitungen 30 die stoffschlüssig miteinander verbunden sind (siehe beispielsweise Fig. 4c).

Das erste Material 32a kann dabei ein elastisches Material und das zweite Material 32b ein weniger elastisches Material als das erste sein. Beispielsweise kann das erste Material 32a ein elastisches Material, insbesondere Silikon und das zweite Material 32b ein mechanisch stabileres Material, insbesondere Polyurethan sein. Mechanisch stabiler bezieht sich hierbei auf eine Material mit einer höheren Festigkeit, insbesondere mit einer höheren Schnittfestigkeit, einer höheren Abriebfestigkeit und/oder mit besseren Weiterreißeigenschaften. Alternativ können das erste Material 32a und das zweite Material 32b auch aus demselben Material sein. Durch ein elastisches Material der inneren Mantelschicht 31a kann beispielsweise das Risiko eines Weißbruchs der äußeren Mantelschicht 31b aus einem mechanisch stabileren Material minimiert werden. In alternativen Ausführungen kann eine pneumatische Zuleitung 30 auch nur eine Mantelschicht 31 oder mehr als zwei Mantelschichten 31 umfassen. Insbesondere, wenn das zweite Material 32b dasselbe wie das erste Material 32a ist, kann eine pneumatische Zuleitung 30 eine weitere Mantelschicht 31 um die äußere Mantelschicht 3 lb herum umfassen. Diese weitere Mantelschicht kann dabei aus demselben oder aus einem anderen Material als die erste 31a und zweite Mantelschicht 31b sein, vorzugsweise aus einem mechanisch stabileren Material als das erste Material 32a.

Durch die Integration einer oder mehrerer elektrischer Zuleitungen 20 in die äußere Mantelschicht 31b einer pneumatischen Zuleitung 30 kann einerseits ein kompakteres Zuleitungssystem 1 bereitgestellt werden. Andererseits kann durch die Integration der elektrischen Zuleitungen 20 die jeweilige pneumatische Zuleitung 30 verstärkt und das Risiko gegen Knicken der jeweiligen pneumatischen Zuleitung 30 reduziert werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn eine oder mehrere elektrische Zuleitungen 20 schraubenförmig gewunden in die die äußere Mantelschicht 31b einer pneumatischen Zuleitung 30 integriert werden. Daneben bewirkt die (gewundene oder ungewundene) Einbettung einer elektrische Zuleitung 20 die äußere Mantelschicht 31b eine einfache und sichere Integration der elektrischen Zuleitungen 20 in die jeweilige pneumatische Zuleitung 30. In alternativen Ausführungen können eine oder mehrere elektrische Zuleitungen 20 auch um eine oder mehrere pneumatischen Zuleitungen 30 gewickelt werden. In alternativen Ausführungen können die elektrischen Zuleitungen 20 auch in mehrere Mantelschichten 31 einer pneumatischen Zuleitung 30 und/oder in eine andere als die äußere Mantelschicht 31b einer pneumatischen Zuleitung 30 eingebettet sein. Durch diese vorteilhaften Ausgestaltungsmöglichkeiten verschiedener Mantelschichten und die Möglichkeit einer Integration von elektrischen Zuleitungen 20 können spezifische mechanische Eigenschaften der pneumatischen Zuleitungen eingestellt werden.

Durch die stoffschlüssige Verbindung der pneumatischen Zuleitungen 30 wird ein Vereinzeln der pneumatischen Zuleitungen 30 verhindert. Dies ist besonders im intrakorporalen Zuleitungsabschnitt 100 von Relevanz, da hier vereinzelte Zuleitungen (20, 30) zu einer Gefährdung des Patienten führen können. Wie beispielsweise in den Fig. 4a bis Fig. 4c zu erkennen ist, umschließt die stoffschlüssige Verbindung 31c alle Zuleitungen (20, 30). Die stoffschlüssige Verbindung 31c ist dabei so ausgestaltet, dass bevorzugt keine konkaven Außenflächen des Zuleitungssystems 1 entstehen. In alternativen Ausführungen kann die stoffschlüssige Verbindung 31c auch nur zwischen den Zuleitungen (20, 30) angeordnet sein (siehe gestrichelte Linie 65 in Fig. 4c). In weiteren alternativen Ausführungen können die pneumatischen Zuleitungen 30 auch kontaktierend zusammengerückt sein und nur an den Kontaktstellen stoffschlüssig verbunden sein (nicht dargestellt). In letztgenanntem Fall wären konkave Außenflächen des Zuleitungssystems 1 möglich. In Ausführungsformen, in denen die elektrischen Zuleitungen 20 nicht in eine oder mehrere pneumatischen Zuleitungen 30 integriert sind, können die elektrischen Zuleitungen 20 direkt in die stoffschlüssige Verbindung 31c integriert sein (siehe Fig. 4a und Fig. 4b). Dabei könnten die elektrischen Zuleitungen 20 auch schraubenförmig um sich selbst gewendelt oder um einen Mantel einer pneumatischen Zuleitung 30 gewendelt in die stoffschlüssige Verbindung 31c integriert sein (nicht dargestellt).

Weiterhin ermöglicht die stoffschlüssige Verbindung 31c der pneumatischen Zuleitungen 30 die Sicherstellung einer bestimmten Querschnittsform 10, wie beispielsweise eine der in den Fig. 2a und Fig. 2b dargestellten Querschnittsformen (Ha, I Ib, 11c, 12a, 12b, 12c, 12d). Die pneumatischen Zuleitungen 30 können dabei über ein Material, das dem weiter oben erwähnten zweiten Material 32b entspricht, miteinander verbunden werden. Alternativ kann die stoffschlüssige Verbindung 31c auch aus dem ersten Material 32a bestehen. Alternativ oder zusätzlich können die pneumatischen Zuleitungen in eine gemeinsame Ummantelungsschicht eingebettet sein, die alle pneumatischen Zuleitungen umschließt. Diese Ummantelungsschicht kann dabei aus dem zweiten Material sein. Ist das zweite Material 32b ein elastisches Material, kann die Ummantelungsschicht auch aus einem mechanisch stabileren Material, beispielsweise einem mechanisch stabileren duroplastischen oder thermoplastischen Material oder einem anderen Material sein.

In alternativen Ausführungen können die Zuleitungen auch formschlüssig oder kraftschlüssig miteinander verbunden sein.

In einer bevorzugten Ausführungsform, die in Fig. 5 dargestellt ist, kann eine pneumatische Zuleitung 30 mehrere stegförmige Erhebungen 33 auf einer Innenmantelfläche 35 der pneumatischen Zuleitung 30 aufweisen. Diesbezüglich zeigt Fig. 5 eine isometrische Ansicht eines Teilstücks einer pneumatischen Zuleitung 30 im Querschnitt. Auch wenn in Fig. 5 fünf stegförmige Erhebungen 33 dargestellt sind, kann eine pneumatische Zuleitung 30 in alternativen Ausführungsformen auch mehr oder weniger stegförmige Erhebungen 33 umfassen. Bevorzugt umfasst eine pneumatische Zuleitung 30 mindestens eine und besonders bevorzugt drei, fünf oder sieben stegförmige Erhebungen 33. Die stegförmigen Erhebungen 33 ragen dabei von einer Mantelinnenfläche 35 der inneren Mantelschicht 31a in radialer Richtung 34a nach innen. In alternativen Ausführungen, in denen eine pneumatische Zuleitung 30 nur eine Mantelschicht umfasst ragen die stegförmigen Erhebungen 33 ebenfalls von einer Mantelinnenfiäche in radialer Richtung nach innen. Dabei erstrecken sich die stegförmigen Erhebungen 33 in zumindest einem Abschnitt der pneumatischen Leitung 30 entlang einer longitudinalen Richtung 34b. Die stegförmigen Erhebungen 33 können dabei kontinuierlich oder intermittierend in longitudinaler Richtung 34b verlaufen. In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5 dargestellt ist eine intermittierende Anordnung. Wenn die stegförmigen Erhebungen 33 intermittierend in longitudinaler Richtung 34b verlaufen, können sie dabei nach einer oder mehreren Unterbrechungen auch an unterschiedlichen Positionen in Umfangsrichtung 34c angeordnet sein. Die stegförmigen Erhebungen 33 tragen zu einer Stabilisierung der pneumatischen Leitungen 30 bei und ermöglichen es, einen Komplettverschluss der pneumatischen Zuleitung 30 bei einem Schlauchknick zu verhindern. Ein Schlauchknick mit einem Komplettverschluss der pneumatischen Zuleitung 30, könnte dazu führen, dass ein Implantat 2 in einem für den Patienten potentiell gefährlichen Zustand verbleibt. Die Aufrechterhaltung eines Minimallumens der pneumatischen Zuleitung 30 im Knickfall kann eine Notentlüftung des Implantats sicherstellen und gefährliche Zustände vermeiden. Durch intermittierende Stege 33 und/oder eine entsprechende Dimensionierung der Stege 33 können Steifigkeit bzw. Flexibilität in gewissem Maße eingestellt werden. Die Stege 33 können aus demselben Material wie die innere Mantelschicht 31a, also dem ersten Material 32a hergestellt. In alternativen Ausführungen können die Stege 33 aus einem anderen Material als dem ersten Material 32a hergestellt sein.

Wie insbesondere der Fig. 1 und der Fig.6 zu entnehmen ist, umfasst der intrakorporale Zuleitungsabschnitt 100 weiterhin eine Bamereummantelung 140. Die Bamereummantelung 140 ist dabei an einem proximalen Ende 111 des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts 100 angeordnet. Mit proximalem Ende 111 ist hierbei der proximalste Bereich des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts 100 zu verstehen. Dabei verläuft die Bamereummantelung 140 von diesem proximalem Ende 111 in distaler

Richtung 4a. Bevorzugt erstreckt sich die Barriereummantelung dabei 140 in distaler Richtung 4a in einem Bereich von 5 mm bis 35 mm und besonders bevorzugt von 10 mm bis 20 mm. Die Barriereummantelung 140 ist dabei so konfiguriert, dass sie bevorzugt mindestens 5 mm von der extrakorporalen Seite der Epidermis entfernt ist. Besonders bevorzugt erstreckt sich die Barriereummantelung 140 in eingebautem Zustand ausschließlich auf der intrakorporalen Seite der Epidermis. Eine Barriereummantelung 140, die in distaler Richtung 4a von der Austrittstelle ausgehend verläuft, hat den Effekt, dass Keime nur erschwert in den Körper des Patienten eindringen können.

Wie in Fig. 1 und Fig.6 schematisch angedeutet ist, weist die Barriereummantelung 140 eine poröse beziehungsweise faserige Struktur 141 auf. Durch diese besonders vorteilhafte offenporige Struktur 141 wird die Möglichkeit geschaffen, dass sich vor allem Makrophagen in der Barriereummantelung 140 ansiedeln können. In alternativen Ausführungen kann die Barriereummantelung 140 auch anderweitig ausgelegt sein, eine Ansiedlung von Makrophagen zu fördern. Die Makrophagen wiederum dienen als effektive Maßnahme gegen Keime. Dadurch trägt die Barriereummantelung 140 zu einem verringerten Infektionsrisiko bei.

Die Barriereummantelung 140 weist dabei Strukturen, wie beispielsweise Kavitäten 142 bzw. Hohlräume auf. Die Dimensionen dieser Kavitäten 142, insbesondere die jeweiligen Durchmesser können dabei Abmessungen von 10 μιη bis 100 μιη, bevorzugt von 20 μιη bis 60 μιη und besonders bevorzugt von 30 μιη bis 50 μιη aufweisen. Hierdurch können optimale dimensionale Bedingungen für das Ansiedeln von Makrophagen geschaffen werden. Diese Strukturen können bereitgestellt werden, indem die Barriereummantelung 140 beispielsweise aus Scaffolds mit porösem Aufbau oder aus schaumartigen Materialien hergestellt wird. Die letzten Merkmale stellen spezifische Bedingungen bereit, die ein Ansiedeln von Makrophagen ermöglichen und fördern. Dieses gezielte Ansiedeln von Makrophagen in der Umgebung des Hautaustrittsbereichs 6 stellt eine aktive Maßnahme gegen Infektionen durch Keime direkt nach dem Eintritt in den Körper eines Patienten dar. Dadurch kann verhindert werden, dass Keime tiefer in den Körper eindringen und generell das Infektionsrisiko minimiert werden. Die Dimensionen der Kavitäten 142 und Hohlräume stellen dabei spezifische Eigenschaften für ein gezieltes Einwachsen bzw. Ansiedeln von Makrophagen dar. Eine Dicke der Barriereummantelung 140 sollte mindestens so groß sein wie die Porengröße der Barriereummantelung 140 (siehe Dimensionen der Kavitäten 142 der Barriereummantelung 140 weiter oben) und dünner als 2 mm, dünner als 1 mm, insbesondere dünner als 500 μιη, um die Hautbarriere nur wenig zu belasten.

Wie insbesondere Fig. 6 zu entnehmen ist, umfasst das Zuleitungssystem 1 weiterhin ein Steckersystem 40 mit einem ersten Steckerteil 41 und einem zweiten Steckerteil 42. Der erste Steckerteil 41 ist an einem proximalen Ende 211 des extrakorporalen Zuleitungsabschnitts 200 angeordnet und vorzugsweise weiblich ausgebildet. Der zweite Steckerteil 42 ist proximal des ersten Steckerteils 41 angeordnet und vorzugsweise männlich ausgebildet. Weiterhin umfasst das Zuleitungssystem 1 einen Teilzuleitungsabschnitt 300 für eine Versorgungseinrichtung 3. Der Teilzuleitungsabschnitt 300 erstreckt sich zwischen der Versorgungseinrichtung 3 und dem zweiten Steckerteil 42. Der Teilzuleitungsabschnitt 300 ist dabei direkt mit der Versorgungseinrichtung 3 verbunden. In alternativen Ausführungen kann der Teilzuleitungsabschnitt 300 auch über ein weiteres Steckersystem mit der Versorgungseinrichtung 3 verbunden werden. In weiteren alternativen Ausführungen kann der zweite Steckerteil 42 auch in die Versorgungseinrichtung 3 integriert und somit die Versorgungseinrichtung 3 direkt an den ersten Steckerteil 41 angeschlossen werden.

In der Ausführungsform der Fig. 6 ist das Steckersystem 40 als hybrides Steckersystem mit pneumatischen Zuleitungen 30 und elektrischen Zuleitungen 20 ausgebildet. In alternativen Ausführungen kann das Steckersystem 40 auch zwei getrennte Stecker, einen für die pneumatischen Zuleitungen 30 und einen für die elektrischen Zuleitungen 20 umfassen. In einer weiteren alternativen Ausführungsform kann das Steckersystem 40 auch nur einen Stecker für die elektrischen Zuleitungen 20 umfassen. In letztgenanntem Fall sind die pneumatischen Zuleitungen 30 durchgängig. Hierfür werden die elektrischen Zuleitungen 20 von den pneumatischen Zuleitungen im Bereich des Steckersystems 40 entkoppelt. Eine derartige Konfiguration ist in Fig. 4f dargestellt.

Die pneumatischen Zuleitungen 30 können in der letztgenannten alternativen Ausführung im Reparaturfall abgetrennt und durch Hülsen mit einem neuen pneumatischen Zuleitungsteil verbunden werden. Die defekten elektrischen Zuleitungen 20 auf einer proximalen Seite des Steckersystems 40 können über das Steckersystem 40 abgeschlossen, durch neue elektrische Zuleitungen 20 ersetzt und wieder an das Steckersystem angeschlossen werden. Eine derartige Konfiguration hat den Vorteil, dass sie kleinere Abmessungen hat als ein hybrides Steckersystem und somit erheblich zum Patientenkomfort beiträgt.

Generell kann durch ein Steckersystem 40 eine implantatseitige Zuleitung von einer versorgungsseitigen Zuleitung entkoppelt werden. Mit implantatseitiger Zuleitung ist hier ein Bereich des Zuleitungssystems 1 in distaler Richtung 4a des Steckersystems 40 zu verstehen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist dies der extrakorporale Zuleitungsabschnitt 200 und der intrakorporale Zuleitungsabschnitt 100. Beispielsweise im Falle einer Reparatur der Versorgungseinrichtung 3 oder des Teilzuleitungsabschnitts 300, muss nicht die gesamte implantatseitige Zuleitung entfernt werden, sondern nur der rein extrakorporale Teil, also eine versorgungsseitige Zuleitung des Systems. Mit versorgungsseitiger Zuleitung ist hier ein Bereich des Zuleitungssystems 1 in proximaler Richtung 5 a des Steckersystems 40 zu verstehen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist dies der Teilzuleitungsabschnitt 300.

Durch die Entkoppelungsmöglichkeit lassen sich chirurgische Eingriffe im Reparaturfall vermeiden und die Patientensicherheit kann erhöht werden. Dies wird gerade dadurch erreicht, dass das Steckersystem 40 möglichst nah am Hautaustrittsbereich 6 angeordnet ist. Durch eine weibliche Ausgestaltung des ersten Steckerteils 41 kann eine Beschädigung von Steckerpins auf der implantatseitigen Zuleitung verhindert werden. Das heißt, falls das Steckersystem beschädigt wird, ist es wahrscheinlich, dass der zweite Steckerteil 42 beschädigt wird, der wesentlich einfacher und für den Patienten ungefährlicher auszutauschen ist, als der erste Steckerteil 41.

Weiterhin kann das Zuleitungssystem 1 eine Sollbruchstelle 50 in einem Bereich proximal 5a des ersten Steckerteils 41 umfassen. Die Sollbruchstelle 50 kann vorzugsweise in einem Bereich des zweiten Steckerteils 42 angeordnet sein. Alternativ kann die Sollbruchstelle 50 in einem distalen Bereich des Teilzuleitungsabschnitts 300 angeordnet sein. In weiteren alternativen Ausführungen kann das Steckersystem 40 als Sollbruchstelle 50 ausgeführt sein. Beispielhaft ist in der Fig. 6 eine Sollbruchstelle 50 in einem Bereich des zweiten Steckerteils 42 angeordnet.

Der extrakorporale Zuleitungsabschnitt 200 umfasst weiterhin eine Zuleitungsfixierung 270, die ausgelegt ist, auf der Haut angebracht zu werden. Alternativ oder zusätzlich kann auch der Teilzuleitungsabschnitt 300 eine Zuleitungsfixierung 370 umfassen. Durch eine Zuleitungsfixierung (270, 370) kann das Zuleitungssystem 1 im extrakorporalen Bereich fixiert und gegen Dislokationen gesichert bzw. diese minimiert werden. Weiterhin kann das Zuleitungssystem 1 durch die Zuleitungsfixierung (270, 370) näher am Körper geführt werden. Hierdurch wird der Tragekomfort durch einen Patienten erhöht, ein Verletzungsrisiko minimiert und durch Reduktion von Bewegungen der Zuleitung an der Hautaustrittsstelle das Infektionsrisiko gesenkt.

In alternativen Ausführungen kann das Zuleitungssystem 1 weiterhin Fixierungspflaster, die in keiner der Figuren dargestellt sind, umfassen. Das Fixierungspflaster kann insbesondere im Hautaustrittsbereich 6 auf der Hautoberfläche eines Patienten aufgebracht werden. Das Fixierungspflaster kann einen antiseptischen Bereich umfassen, der den Hautaustrittsbereich 6 vor Infektionen schützt. Weiterhin kann das Fixierungspflaster das Verletzungsrisiko im Hautaustrittsbereich 6 verringern. Weiterhin kann das Fixierungspflaster die Austrittsstelle von Verunreinigungen sauber halten, eine Reizung/Verletzung des Hautaustrittsbereich 6 minimieren und zu einer verringerten Bewegung des Zuleitungssystems 1 beitragen.

In alternativen Ausführungen kann das flache Querschnittsprofil 11 einen kleineren Umfang aufweisen als das nichtfiache Querschnittsprofil 12. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn eine Flächenausnutzung des flachen Querschnittsprofils 1 1 durch geschickte Anordnung der Zuleitungen wesentlich höher ist als eine Flächenausnutzung des nichtflachen Querschnittsprofils 12. Hierdurch kann eine Austrittsöffnung verringert werden und die Hautaustrittstelle mechanisch entlastet werden. Weiterhin kann die Infektionsgefahr verringert werden. Dies ist beispielsweise dadurch zu erzielen, indem ein Flächennutzungsgrad einer Querschnittsfläche des flachen Querschnittsprofils 11 durch entsprechende Anordnung der pneumatischen Zuleitungen 30 und der elektrischen Zuleitungen 20 im Vergleich zu einem Flächennutzungsgrad einer Querschnittsfläche des nichtflachen Querschnittsprofils 12 erhöht wird.

In alternativen Ausführungen kann das flache Querschnittsprofil 11 in x-Richtung 61 eine größere Biegsamkeit aufweisen als in y- Richtung 62. Alternativ oder zusätzlich kann ein axiales Flächenträgheitsmoment des flachen Querschnittsprofils 11 in x-Richtung 61 kleiner sein als in y-Richtung 62. Wie weiter oben in Zusammenhang mit dem flachen Querschnitt 11 beschrieben ist, kann der extrakorporale Zuleitungsabschnitt 200 durch eine leichtere Biegsamkeit bzw. ein kleineres axiales Flächenträgheitsmoment in x-Richtung 11 direkt nach dem Austritt aus der Haut näher am Körper des Patienten geführt werden. Hierdurch kann der Tragekomfort und die Alltagstauglichkeit verbessert werden. Weiterhin kann das Verletzungsrisiko aufgrund des Hängenbleibens an dem Zuleitungssystem 1 und einer nachfolgenden Dislokation des Zuleitungssystems 1 minimiert werden.

In alternativen Ausführungen kann das nichtflache Querschnittsprofil 12 eine größere Steifigkeit als das flache Querschnittsprofil 11 aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann das nichtflache Querschnittsprofil 12 eine im Wesentlichen gleichmäßige Biegsamkeit in einer orthogonalen Richtung zur longitudinalen Richtung des Zuleitungssystems aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann das nichtflache Querschnittsprofil 12 ein im Wesentlichen gleichmäßiges axiales Flächenträgheitsmoment in x-Richtung 61 sowie in y-Richtung 62 aufweisen. Durch diese vorteilhaften Ausgestaltungen können die mechanischen Eigenschaften des Zuleitungssystems 1 in einem Bereich mit einem nichtflachen Querschnittsprofil 12 für diesen Bereich verbessert werden. Beispielsweise kann der intrakorporale Zuleitungsabschnitt 100 durch ein nichtflaches Querschnittsprofil 12 mit einem im Wesentlichen gleichmäßigen axialen Flächenträgheitsmoment in x-Richtung 61 und in y-Richtung 62 die intrakorporalen Anforderungen sowohl bezüglich notwendiger Biegsamkeit als auch Steifigkeit erfüllen.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das medizinische Implantat 2 eine Herzunterstützungs Vorrichtung. In alternativen Ausführungsformen kann das medizinische Implantat 2 auch eine andere Vorrichtung sein.

Obwohl die vorliegende Erfindung oben beschrieben wurde und in den beigefügten Ansprüchen definiert ist, sollte verstanden werden, dass die Erfindung alternativ auch entsprechend der folgenden Ausführungsformen definiert werden kann:

1. Zuleitungssystem für ein medizinisches Implantat umfassend:

einen intrakorporalen Zuleitungsabschnitt, und

einen extrakorporalen Zuleitungsabschnitt;

dadurch gekennzeichnet, dass

das Zuleitungssystem in einem proximalen Bereich des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts und in einem distalen Bereich des extrakorporalen Zuleitungsabschnitts ein flaches Querschnittsprofil aufweist.

2. Zuleitungssystem nach Ausführungsform 1, dadurch gekennzeichnet, dass der intrakorporale Zuleitungsabschnitt und/oder der extrakorporale Zuleitungsabschnitt jeweils einen Übergangsbereich von dem flachen Querschnittsprofil zu einem nichtflachen Querschnittsprofil, insbesondere einem im Wesentlichen quadratischen, runden oder vieleckigen, insbesondere zu einem im Wesentlichen dreieckigen Querschnittsprofil aufweist.

3. Zuleitungssystem nach Ausführungsform 2, dadurch gekennzeichnet, dass der intrakorporale Zuleitungsabschnitt mindestens eine intrakorporale Verankerungsummantelungen umfasst, die ausgelegt ist, ein Einwachsen von Gewebe zu fördern.

4. Zuleitungssystem nach Ausführungsform 3, dadurch gekennzeichnet, dass der intrakorporale Zuleitungsabschnitt eine erste, eine zweite und eine dritte Verankerungsummantelung umfasst, die von proximal nach distal auf dem intrakorporalen Zuleitungsabschnitt angeordnet sind.

5. Zuleitungssystem nach Ausführungsform 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Übergangsbereich des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts zwischen der ersten und der zweiten Verankerungsummantelung befindet.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die intrakorporale Verankerungsummantelung eine poröse, faserige oder textile Struktur aufweist.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die intrakorporale Verankerungsummantelung Kavitäten und/oder Hohlräume aufweist, die Dimensionen von 40 μιη bis 1000 μιη, bevorzugt von 50 μιη bis 800 μιη und besonders bevorzugt von 200 μιη bis 500 μιη aufweisen.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuleitungssystem mindestens zwei, bevorzugt neun elektrische Zuleitungen und/oder mindestens zwei, bevorzugt drei pneumatische Zuleitungen umfasst.

Zuleitungssystem nach Ausführungsform 8, dadurch gekennzeichnet, dass der intrakorporale Zuleitungsabschnitt einen Splittingabschnitt umfasst, der an einem distalen Ende des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts angeordnet ist und ein Vereinzeln der Zuleitungen ermöglicht.

Zuleitungssystem nach Ausführungsform 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein proximales Ende des Splittingabschnitts durch ein in proximaler Richtung direkt hinter dem Splittingabschnitt angeordnetes Auftrennelement begrenzt wird.

Zuleitungssystem nach Ausführungsform 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Auftrennelement eine Verankerungsummantelung ist.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der elektrischen Zuleitungen in zumindest einem Abschnitt des Zuleitungssystems schraubenförmig gewunden ist.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der elektrischen Zuleitungen in zumindest einem Abschnitt des Zuleitungssystems schraubenförmig um zumindest eine der pneumatischen Zuleitungen gewunden sind.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der elektrischen Zuleitungen in dem proximalen Bereich des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts und in dem distalen Bereich des extrakorporalen Zuleitungsabschnitts ungewunden sind.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der elektrischen Zuleitungen in einen Mantel zumindest einer pneumatischen Zuleitung integriert sind.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der pneumatischen Zuleitungen mindestens eine Mantelschicht umfasst, in die zumindest eine der elektrischen Zuleitungen eingebettet ist.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 8 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der pneumatischen Zuleitungen eine innere Mantelschicht und eine äußere Mantelschicht umfasst.

Zuleitungssystem nach Ausführungsform 17, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Mantelschicht aus einem ersten Material, insbesondere einem elastischen Material besteht und die äußere Mantelschicht aus einem zweiten Material besteht, das weniger elastisch ist, insbesondere einem mechanisch stabileren Material.

Zuleitungssystem nach Ausführungsform 17, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zweite Material aus einem elastischen Material, insbesondere Silikon besteht.

Zuleitungssystem nach einer der Ausführungsformen 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der elektrischen Zuleitungen in die äußere Mantelschicht zumindest einer pneumatischen Zuleitung integriert ist.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 8 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die pneumatischen Zuleitungen stoffschlüssig miteinander verbunden sind.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 8 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der pneumatischen Zuleitungen mindestens eine und bevorzugt mindestens drei stegförmige Erhebungen auf einer Innenfläche der jeweiligen pneumatischen Zuleitung aufweisen, die radial in die jeweilige pneumatische Zuleitung hineinragen.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen, dadurch gekennzeichnet, dass der intrakorporale Zuleitungsabschnitt eine Barriereummantelung umfasst, die an einem proximalen Ende des intrakorporalen Zuleitungsabschnitts angeordnet ist.

Zuleitungssystem nach Ausführungsform 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Barriereummantelung ausgelegt ist, eine Ansiedlung von Makrophagen zu fördern.

Zuleitungssystem nach einer der Ausführungsformen 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Barriereummantelung eine poröse oder faserige Struktur aufweist.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Barriereummantelung Kavitäten und/oder Hohlräume aufweist, die Dimensionen von 20 μιη bis 60 μιη und bevorzugt von 30 μιη bis 40 μιη aufweisen.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuleitungssystem weiterhin ein Steckersystem mit einem ersten Steckerteil und einem zweiten Steckerteil umfasst, wobei der erste Steckerteil an einem proximalen Ende des extrakorporalen Zuleitungsabschnitts angeordnet und vorzugsweise weiblich ist und wobei der zweite Steckerteil proximal des ersten Steckerteils angeordnet und vorzugsweise männlich ist.

Zuleitungssystem nach Ausführungsform 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuleitungssystem weiterhin einen Teilzuleitungsabschnitt für eine Versorgungseinrichtung umfasst, der von dem zweiten Steckerteil in proximaler Richtung zu einer Versorgungseinrichtung verläuft.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuleitungssystem eine Sollbruchstelle in einem distalen Bereich des Teilzuleitungsabschnitts, vorzugsweise in einem Bereich des zweiten Steckerteils umfasst.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen, dadurch gekennzeichnet, dass der extrakorporale Zuleitungsabschnitt und/oder der Teilzuleitungsabschnitt eine Zuleitungsfixierung umfasst, die ausgelegt ist auf der Haut angebracht zu werden.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 2 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass das flache Querschnittsprofil einen kleineren Umfang aufweist als das nichtflache Querschnittsprofil.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 2 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass das flache Querschnittsprofil in x-Richtung eine größere Biegsamkeit aufweist als in y-Richtung.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 2 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass das axiale Flächenträgheitsmoment des flachen Querschnittsprofils in x-Richtung kleiner ist als in y-Richtung.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 2 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass das nichtflache Querschnittsprofil eine größere Steifigkeit als das flache Querschnittsprofil aufweist.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 2 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass das nichtflache Querschnittsprofil eine im Wesentlichen gleichmäßige Biegsamkeit in radialer Richtung nach außen aufweist.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen 2 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass das nichtflache Querschnittsprofil ein im Wesentlichen gleichmäßiges axiales Flächenträgheitsmoment in x-Richtung und in y-Richtung aufweist.

Zuleitungssystem nach einer der vorherigen Ausführungsformen, wobei das medizinische Implantat eine Herzunterstützungsvorrichtung ist.