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1. (WO2019048250) COOLANT
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Kältemittel

Die Erfindung betrifft ein Kältemittel für eine Kühleinrichtung sowie eine Prüfkammer mit dem Kältemittel sowie eine Verwendung eines Kältemittels, wobei das Kältemittel für eine Kühleinrichtung mit einem Kühlkreislauf mit zumindest einem Wärmeübertrager, in dem das Kältemittel eine Phasenänderung durchläuft, aus einem Kältemittelgemisch aus einem Mas seanteil Kohlendioxid und einem Mas seanteil mindestens einer weiteren Komponente besteht.

Derartige Kältemittel zirkulieren im Allgemeinen innerhalb eines geschlos senen Kühlkreislaufs von Kühleinrichtungen und erfahren nacheinander verschiedene Änderungen eines Aggregatzustandes . Dabei sollen Kältemittel sollen so beschaffen sein, das s sie in einem Kühlkreislauf innerhalb einer vorgenannten Temperaturdifferenz verwendbar sind. Aus dem Stand der Technik sind sogenannte Einstoffkältemittel und auch Kältemittelgemische aus zumindest zwei Stoffen bekannt. Eine Benennung der Kältemittel erfolgt nach DIN 8960 Absatz 6.

Infolge gesetzlicher Bestimmungen darf ein Kältemittel nicht wesentlich zum Ozonabbau in der Atmosphäre oder der globalen Erwärmung beitragen . So können im Wesentlichen keine fluorierten Gase oder chlorierten Stoffe als Kältemittel eingesetzt werden, weshalb natürliche Kältemittel beziehungsweise Gase in Frage kommen. Darüber hinaus sollte ein

Kältemittel nicht brennbar sein, um unter anderem eine Befüllung, einen Versand und einen Betrieb eines Kühlkreislaufs nicht aufgrund eventuell einzuhaltender Sicherheitsvorschriften zu erschweren. Auch verteuert sich die Herstellung eines Kühlkreislaufs durch die Verwendung eines brennbaren Kältemittels infolge der dadurch erforderlichen konstruktiven Maßnahmen. Unter Brennbarkeit wird hier die Eigenschaft des Kältemittels verstanden, mit Umgebungs sauerstoff unter Freisetzung von Wärme zu reagieren . Ein Kältemittel ist insbesondere dann brennbar, wenn es in die Brandklasse C nach der europäischen Norm EN2 beziehungsweise der DIN 378 Klassen A2, A2L und A3 fällt.

Darüber hinaus sollte ein Kältemittel ein relativ geringes C02-Äquivalent aufweisen, das heißt ein relatives Treibhauspotential oder auch Global Warming Potential (GWP) sollte möglichst gering sein, um eine indirekte Schädigung der Umwelt durch das Kältemittel bei Freiset-zung zu vermeiden. Das GWP gibt an, wieviel eine festgelegte Mas se eines Treibhausgases zur globalen Erwärmung beiträgt, wobei als Vergleichswert Kohlendioxid dient. Der Wert beschreibt die mittlere Erwärmungswirkung über einen bestimmten Zeitraum, wobei hier zur Vergleichbarkeit 20 Jahre festgelegt werden. Zur Definition des relativen C02-Äquivalents beziehungsweise GWPs wird auf den fünften Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) , Assessment Report, Appendix 8.A, Table 8.A. 1 verwiesen.

Nachteilig bei Kältemitteln mit geringem GWP, beispielsweise < 2500 , ist, das s diese Kältemittel in den für einen Kühlkreislauf relevanten Temperaturbereichen eine teilweise deutlich verringerte Kälteleistung im Vergleich zu Kältemitteln mit vergleichsweise größerem GWP aufwei-

sen. Mit Kältemittelgemischen, die einen vergleichsweise hohen Mas seanteil an Kohlendioxid aufweisen, kann ein niedriger GWP erzielt werden, wobei diese Kältemittelgemische aufgrund der unterschiedlichen, miteinander gemischten Stoffe zeotrope Eigenschaften aufweisen können, was wiederum bei vielen Kühlkreisläufen unerwünscht ist.

Bei einem zeotropen Kältemittelgemisch erfolgt ein Phasenübergang über einen Temperaturbereich, den sogenannten Temperaturglide. Als Tempe-raturglide wird dabei eine Differenz zwischen der Siedetemperatur und der Taupunkttemperatur bei konstantem Druck angesehen. Bei zeotropen Kältemittelgemischen ist regelmäßig ein hoher Mas seanteil einer nicht brennbaren Komponente des Kältemittelgemisches enthalten, wobei diese sich jedoch durch einen vergleichsweise hohen GWP auszeichnet. Kohlendioxid erscheint zunächst als eine Komponente für ein Kältemittelgemisch geeignet, da dieses nicht brennbar ist und einen niedrigen GWP aufweist. Bei einer Mischung von Kohlendioxid mit einer weiteren

Komponente ist jedoch wesentlich, das s , sofern die weitere Komponente brennbar ist, ein Mas seanteil an Kohlendioxid vergleichsweise groß sein mus s . Dies ist jedoch wiederum nachteilig, da Kohlendioxid eine Gefriertemperatur bzw . einen Gefrierpunkt von -56,6°C aufweist, was eine Erzielung von Temperaturen bis -60°C bei einer hohen Kohlendioxidkonzentration kaum ermöglicht.

Auch sollen Kältemittel möglichst einfach einsetzbar sein, d.h. keinen aufwendigen technischen Umbau einer Kühleinrichtung erfordern.

Insbesondere bei Kältemitteln mit einem Temperaturglide > 3 K ist es erforderlich, ein Expansionsorgan und einen Wärmeübertrager bzw.

Verdampfer des betreffenden Kühlkreislaufs an die Verdampfungstemperatur des Kältemittels anzupas sen und eine entsprechende Regelung vorzusehen. Weiter ist zu unterscheiden zwischen Kältemitteln, die für einen statischen Betrieb einer Kühleinrichtung, d.h. einer Kühleinrich-tung mit einer im Wesentlichen über einen längeren Zeitraum konstanten Temperatur am Wärmetauscher bzw. Verdampfer, und einer dynamischen Kühleinrichtung mit einem vergleichsweise schnellen Temperaturwechsel am Wärmeübertrager ausgebildet sind. Derartige dynamische Kühleinrichtungen sind unter anderem in Prüfkammern verbaut, so das s ein verwendetes Kältemittel innerhalb eines großen Temperaturbereichs einsetzbar sein mus s .

Prüfkammern werden regelmäßig zur Überprüfung von physikalischen und/oder chemischen Eigenschaften von Gegenständen, insbesondere Vorrichtungen eingesetzt. So sind Temperaturprüfschränke oder Klima-prüfschränke bekannt, innerhalb derer Temperaturen in einem Bereich von -60°C bis + 1 80°C eingestellt werden können. Bei Klimaprüfschrän-ken können ergänzend gewünschte Klimabedingungen eingestellt werden, denen dann die Vorrichtung beziehungsweise das Prüfgut über einen definierten Zeitraum ausgesetzt wird. Derartige Prüfkammern sind regelmäßig beziehungsweise teilweise als ein mobiles Gerät ausgebildet, welches lediglich mit erforderlichen Versorgungsleitungen mit einem Gebäude verbunden ist und alle zur Temperierung und Klimatisierung erforderlichen B augruppen umfas st. Eine Temperierung eines das zu prüfende Prüfgut aufnehmenden Prüfraums erfolgt regelmäßig in einem Umluftkanal innerhalb des Prüfraums . Der Umluftkanal bildet einen Luftbehandlungsraum im Prüfraum aus , in dem Wärmetauscher zur Erwärmung oder Kühlung der den Umluftkanal beziehungsweise den Prüfraum durchströmenden Luft angeordnet sind. Dabei saugt ein Lüfter beziehungsweise ein Ventilator die im Prüfraum befindliche Luft an und leitet sie im Umluftkanal zu den j eweiligen Wärmetauschern. Das

Prüfgut kann so temperiert oder auch einem definierten Temperaturwechsel ausgesetzt werden. Während eines Prüfintervals kann dann eine Temperatur zwischen einem Temperaturmaximum und einem Temperaturminimum der Prüfkammer wiederholt wechseln. Eine derartige Prüfkammer ist beispielsweise aus der EP 0 344 397 A2 bekannt.

Das in einem Kühlkreislauf zirkulierende Kältemittel mus s so beschaffen sein, das s es im Kühlkreislauf innerhalb der vorgenannten Temperatur- differenz verwendbar ist. Insbesondere kann eine Taupunkttemperatur des Kältemittels nicht höher sein als eine minimale Temperatur des zu erreichenden Temperaturbereiches des Kühlkreislaufs , da sonst bei einem Verdampfen des Kältemittels in dem Wärmeübertrager, der zur Kühlung des Prüfraums dient, die minimale Temperatur nicht erreichbar wäre. Die Taupunkttemperatur von azeotropischen Kältemitteln wird unmittelbar nach dem Expansionsorgan in dem Wärmeübertrager erreicht. Gerade Kühlkreisläufe für Prüfräume erfordern zur präzisen Temperierung der Prüfkammer eine sehr hohe räumliche Temperaturkonstanz, wie sie mit zeotropischen Kältemitteln nicht oder nur mit Einschränkungen erzielbar ist. Eine hohe Temperaturkonstanz ist hier nicht erzielbar, da sich die Taupunkttemperatur beziehungsweise ein Taupunkt des zeotropischen Kältemittels in Abhängigkeit einer Temperatur im Prüfraum im Bereich des Wärmetauschers im Prüfraum durch Temperaturdifferenzen örtlich verschieben kann. Eine Verwendung zeotropischer Kältemittel beziehungsweise von Kältemitteln mit Temperaturglide in Kühlkreisläufen von Prüfkammern wird daher vermieden .

Weiter sind Kühleinrichtungen bekannt, bei denen ein zeotropes Kältemittelgemisch sukzes sive verdampft wird. Das heißt Stoffkomponenten des Kältemittels werden nacheinander über ein Expansionsorgan verdampft. Derartige Kühleinrichtungen werden auch als Gemischkaskadenanlage bezeichnet und sind zur Ausbildung einer im Wesentlichen statischen Tieftemperatur geeignet.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Kältemittel für eine Kühleinrichtung, eine Prüfkammer mit einem Kältemittel sowie eine Verwendung eines Kältemittels vorzuschlagen, mit dem beziehungsweise der Temperaturen bis mindestens -60°C umweltfreundlich und sicher erzielbar sind.

Diese Aufgabe wird durch ein Kältemittel mit den Merkmalen des An-spruchs 1 , eine Prüfkammer mit den Merkmalen des Anspruchs 12 und eine Verwendung eines Kältemittels mit den Merkmalen des Anspruchs 18 gelöst.

Bei dem erfindungsgemäßen Kältemittel für eine Kühleinrichtung mit einem Kühlkreislauf mit zumindest einem Wärmeübertrager, durchläuft das Kältemittel in dem Wärmeübertrager eine Phasenänderung, wobei das Kältemittel ein Kältemittelgemisch aus einem Masseanteil Kohlendioxid und einem Masseanteil mindestens einer weiteren Komponente ist, wobei der Mas seanteil Kohlendioxid an dem Kältemittelgemisch 10 bis 50 Masseprozent, vorzugsweise 30 bis 50 Mas seprozent beträgt, wobei die weitere Komponente Pentafluorethan und/oder Difluormethan ist.

Kohlendioxid (C02) ist auch als Kältemittel bzw. Komponente unter der Bezeichnung R744, Pentafluorethan (C2HF5) unter der Bezeichnung R 125 und Difluormethan (CH2F2) unter der Bezeichnung R32, Trifluorethylen unter der Bezeichnung R 1 123 , 1 , 1 -Difluorethen (C2H2F2) unter der Be-Zeichnung R-1132a, Fluorethen (C2H3F) unter der Bezeichnung R 1 141 gemäß DIN 8960 in der zuletzt gültigen Fas sung vor dem Prioritätstag der Anmeldung bekannt.

Erfindungsgemäß ist ein Kältemittelgemisch aus Kohlendioxid und einem bzw. mehreren fluorierten Kältemitteln vorgesehen, die einen geringen GWP aufweisen und nicht oder eingeschränkt brennbar sind. Ein Anteil an Kohlendioxid mus s dabei möglichst gering sein, da sonst ein Gefrierpunkt des Kältemittelgemisches mit einem steigenden Mas seanteil von Kohlendioxid zunimmt. Ein geringerer Mas seanteil an Kohlendioxid mindert j edoch eine das GWP reduzierende Wirkung des Kohlendioxids . So weisen teilfluorierte Kältemittel einen deutlich höheren GWP als

Kohlendioxid auf, wobei diese jedoch auch eine verbes serte brandhemmende Wirkung haben. Insbesondere Pentafluorethan und Difluormethan enthalten eine erhebliche Menge an Fluoratomen, was zu einem unerwünscht hohen GWP führt. Wie sich überraschenderweise herausgestellt hat, kann j edoch mit einem Kältemittelgemisch mit einem Mas seanteil Kohlendioxid von 30 bis 40 Mas seprozent mit Pentafluorethan und/oder Difluormethan ein ausreichend niedriger GWP, d.h. beispielsweise < 150 erzielt werden. Wie sich ebenfalls herausgestellt hat ist eine brandhemmende Wirkung von Pentafluorethan vergleichsweise größer als die von Kohlendioxid. Durch ein Hinzufügen von Difluormethan als dritte Komponente des Kältemittelgemisches können die negativen Eigenschaften des Pentafluorethans und des Kohlendioxids darüber hinaus reduziert werden. So ist ein Kältemittelgemisch mit Pentafluorethan und Difluormethan als nicht brennbar einzustufen. Gleichzeitig weist Difluormethan mit Kohlendioxid eine tiefere Gefriertemperatur auf als mit Pentafluo-rethan. Folglich kann mit einem Gemisch aus Pentafluorethan, Difluormethan und Kohlendioxid eine geringere Gefriertemperatur als mit Pentafluorethan und Kohlendioxid alleine erreicht werden. Difluormethan senkt damit den Gefrierpunkt des Kältemittelgemisches signifikant ab, wobei ein bestimmter Masseanteil an Kohlendioxid erforderlich ist, damit das Kältemittelgemisch nicht brennbar ist. Gleichzeitig erzeugt Difluormethan jedoch eine hohe Verdichtungsendtemperatur, weshalb Difluormethan als alleiniger Mischungspartner für Kohlendioxid nur eingeschränkt geeignet ist. Pentafluorethan kann einen Gefrierpunkt des Kältemittelgemisches nicht so weit absenken wie Difluormethan, hat aber eine im Vergleich zu Kohlendioxid höhere flammhemmende Wirkung, was vorteilhaft ist.

Das Kohlendioxid ist besonders vorteilhaft mit Pentafluorethan und/oder Difluormethan mischbar, wenn der Masseanteil an Kohlendioxid an dem Kältemittelgemisch 3 1 bis 46 Mas seprozent beträgt. Eine Gefriertempe-ratur des Kältemittelgemisches kann durch die Zugabe der genannten

Komponenten reduziert werden. Die Reduktion kann dabei derart eingestellt werden, dass zum einen der Gefrierpunkt des Kältemittelgemisches niedriger ist als die angestrebte Verdampfungstemperatur und gleichzeitig der zu der Verdampfungstemperatur gehörige Dampfdruck der über oder nur gering unter dem Umgebungsdruck liegen darf.

In einer Ausführungsform des Kältemittels kann ein Mas seanteil an Kohlendioxid 30 bis 33 , bevorzugt 3 1 Mas seprozent und ein Masseanteil Pentafluorethan 70 bis 67 , bevorzugt 69 Masseprozent betragen. So ist es dann möglich ein Kältemittelgemisch alleine bestehend aus Kohlendioxid und Pentafluorethan herzustellen. Pentofluorethan ist nicht brennbar, so das s auch alle Gemische mit ihm und Kohlendioxid nicht brennbar sind. Die Gefrierpunktreduktion ist verglichen mit Difluormethan und R 1 123 weniger stark ausgeprägt. Sein GWP ist mit 3 150 deutlich höher als der anderer möglicher Komponenten. Es kann daher auch durch andere Stoffe partiell im Kältemittelgemisch substituiert werden um den GWP des Kältemittelgemisches zu reduzieren. Die brandhemmende Wirkung von Pentofluorethan ist stärker als die von Kohlendioxid, so das s ein Mas seanteil an Kohlendioxid im Kältemittelgemisch reduziert werden kann was den Gefrierpunkt weiter senkt, die nicht Brennbarkeit weiterhin gewähr-leistet aber den GWP erhöht. Es sind somit auch Gemische aus Kohlendioxid, Pentofluorethan und R 1 132A, R 1 123 und R 1 141 möglich .

In einer weiteren Ausführungsform des Kältemittels kann ein Mas seanteil Kohlendioxid 44 bis 48 , bevorzugt 45 ,8 Masseprozent und ein

Masseanteil Difluormethan 56 bis 52, bevorzugt 54,2 Mas seprozent betragen. Das Kältemittelgemisch kann dann alleine aus Kohlendioxid und Difluormethan bestehen . Bereits mit einem Mas seanteil Kohlendioxid von mind. 35 Mas seprozent kann das Kältemittelgemisch als nicht brennbar eingestuft werden. Die Gefrierpunktreduktion ist gegenüber R 125 , R 1 132A und R 1 141 größer, weshalb eine Reduktion des Gefrier-punktes ermöglicht werden kann. Ein GWP von Difluormethan ist aber größer als der von R 1 132A, R 1 141 , R 1 123 und Kohlendioxid. Difluormethan kann als kleines Molekül bezeichnet werden, was dazu führt das bei der Verdichtung von Difluormethan im Vergleich zu größeren und schwereren Molekülen wie Pentofluorethan die Verdichtungsendtempera-tur bei gleichen technischen Randbedingungen höher liegt. Die Kältemittel R410A und R410B zeigen niedrigerer Verdichtungsendtemperaturen

als Difluormethan, weswegen sie sich insbesondere als Gemischpartner mit Kohlendioxid anbieten.

Folglich kann das Kältemittelgemisch als ein binäres Gemisch ausgebildet sein.

Das Kältemittelgemisch kann als eine zusätzliche Komponente Trifluo-rethylen, 1 , 1 -Difluorethen oder Fluorethen aufweisen. 1 , 1 -Difluorethen hat einen sehr geringen GWP, so dass es als Komponente zur Reduktion des GWP eignet. Es hat weiterhin einen sehr geringen Gefrier- und Normalsiedepunkt was es für Tieftemperaturanwendungen verwendbar macht. 1 , 1 -Difluorethen und Fluorethen sind jedoch brennbar und sollten bei einer Beimischung nicht mehr als 10 m im Kältemittelgemisch betragen. Trifluorethylen hat einen sehr geringen GWP, so das s es als Komponente zur Reduktion des GWP eignet. Da es thermodynamisch ähnlich Difluormethan ist, können Kältemittelgemische aus Kohlendi-oxid, Difluormethan und Trifluorethylen ausgebildet werden. Trifluorethylen, kann, ähnlich wie Difluormethan, zu einer starken Reduktion des Gefrierpunktes (stärker als bei Pentafluorethan) führen. Masseanteile von Trifluorethylen zu Difluormethan können vorzugsweise 45/55 betragen.

In einer weiteren Ausführungsform kann bei dem Kältemittel ein Masseanteil Kohlendioxid 33 bis 38 , bevorzugt 35 Masseprozent, ein Mas seanteil Pentafluorethan 33 ,5 bis 3 1 , bevorzugt 32,5 Masseprozent, und ein Masseanteil Difluormethan 33 ,5 bis 3 1 , bevorzugt 32,5 Mas seprozent betragen. Das Kältemittelgemisch kann demnach alleine aus drei Kom-ponenten bestehen. Ein Mas seanteil der Komponenten Difluormethan und Pentafluorethan ist dann gleich groß . Wie vorstehend bereits beschrieben, hat sich eine Mischung von Kohlendioxid mit Pentafluorethan und Difluormethan als besonders vorteilhaft herausgestellt. Dieses Kältemittelgemisch kann einen Temperaturgleit > 7 K bei Verdampfungsdrücken um 1 bar aufweisen. Weiter führt dieses Kältemittelgemisch zu einer Reduktion des Gefrierpunktes, welche Konzentrationsabhängig ist. Es

können sich daher, bei von den angegebenen Mas seanteilen abweichenden Mas seanteilen, brennbare und nicht brennbare Kältemittelgemische für unterschiedliche Temperaturanwendungen ergeben.

In einer weiteren Ausführungsform kann bei dem Kältemittel ein Masse anteil Kohlendioxid 10 bis 35 Mas seprozent betragen, wobei dann ein Masseanteil Pentafluorethan und ein Mas seanteil Difluormethan zusammen 65 bis 80 Masseprozent beträgt, wobei ein Verhältnis der Masseanteile Pentafluorethan zu Difluormethan 0,7 bis 1 ,3 betragen kann.

Weiter kann ein Mas seanteil Kohlendioxid 33 bis 38 , bevorzugt 35 Masseprozent und ein Masseanteil des Kältemittels R410A oder R410B 67 bis 62, bevorzugt 65 Mas seprozent betragen. Das Kältemittel R410A enthält gleiche Mas seanteile von Pentafluorethan und Difluormethan . Das Kältemittel R410A ist als bereits ausgebildetes Kältemittelgemisch einfach am Markt verfügbar, so das s das Kältemittel lediglich durch Mischen von Kohlendioxid mit R410A kostengünstig und einfach ausge bildet werden kann.

In der nachfolgenden Tabelle sind Beispiele für Kältemittel entsprechend den zuvor beschriebenen Ausführungsformen angegeben.

Kältemittel 1 2 3 4

R744

31 45,8 35 35 (Gew.-%)

R125

69 32,5 (Gew.-%)

R32

54,2 32,5

(Gew.-%)

R410A

65

(Gew.-%)

Temperaturglide

17,1 15,9 15,7 15,7 Absolut (K)

Temperaturglide

-77,7 bis -60,6 -78,7 bis -62,8 -77 bis -61,3 -77 bis -61,3

(°C)

Gefrierpunkt

-80 -87 -86 -86

(°C)

Tabelle

Weiter kann das Kältemittel einen Temperaturglide von > 10 K, bevorzugt > 15 K, besonders bevorzugt > 18 K aufweisen. Ein Temperaturglide des Kältemittels sollte dabei nicht > 20 K sein, damit eine Kühleinrichtung sinnvoll betrieben werden kann.

Das Kältemittel kann ein relatives C02-Äquivalent, bezogen auf 20 Jahre, von < 2500, bevorzugt < 1500 , besonders bevorzugt < 500, aufweisen. Folglich kann das Kältemittel wenig umweltschädigend sein.

Das Kältemittel kann nicht brennbar sein. Wenn das Kältemittel nicht brennbar ist, wird es möglich, den Kühlkreislauf und insbesondere eine Prüfkammer kostengünstiger auszubilden, da keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen hinsichtlich Brennbarkeit des Kältemittels zu beachten sind. Das Kältemittel kann dann zumindest nicht der Brandklasse C und/oder der Kältemittelsicherheitsgruppe A I zugeordnet werden. Darüber hinaus wird ein Versand beziehungsweise ein Transport des Kühlkreislaufs vereinfacht, da der Kühlkreislauf bereits vor einem Transport, unabhängig von der Transportart mit dem Kältemittel befüllt werden kann. Bei brennbarem Kältemittel ist gegebenenfalls erst eine Befüllung im Rahmen einer Inbetriebnahme am Aufstellort möglich. Weiter ist eine Verwendung des nicht brennbaren Kältemittels bei vorhandenen Zündquellen möglich.

Die erfindungsgemäße Prüfkammer zur Konditionierung von Luft um-fas st einen gegenüber einer Umgebung verschließbaren und temperaturisolierten Prüfraum zur Aufnahme von Prüfgut, und eine Temperiervorrichtung zur Temperierung des Prüfraums , wobei mittels der Temperier- Vorrichtung eine Temperatur in einem Temperaturbereich von -60 °C bis + 180 °C innerhalb des Prüfraums ausbildbar ist, wobei die Temperiervorrichtung eine Kühleinrichtung mit einem Kühlkreislauf mit einem erfindungsgemäßen Kältemittel, einem Wärmeübertrager, einem Verdichter, einem Kondensator und einem Expansionsorgan aufweist. Zu den Vorteilen der erfindungsgemäßen Prüfkammer wird auf die Vorteilsbeschreibung des erfindungsgemäßen Kältemittels verwiesen.

Mittels der Temperiervorrichtung kann eine Temperatur in einem Temperaturbereich von -60 °C bis + 180°C, bevorzugt - 80°C bis + 180°C, beson-ders bevorzugt - 100°C bis + 180°C, innerhalb des Prüfraums ausgebildet werden. Im Gegensatz zu einer Gemischkaskadenanlage kann hier das Kältemittel mit allen im Kältemittel enthaltenen Stoffkomponenten gleichzeitig über das Expansionsorgan verdampft werden. Da ein Gefrierpunkt des Kohlendioxids bei -56 ,6 °C liegt, sind Kältemittelgemi-sehe, die einen großen Mas seanteil an Kohlendioxid enthalten, prinzipiell nicht mehr zur Erzielung von Temperaturen unter -56,6 °C geeignet. Durch die Verwendung des erfindungsgemäßen Kältemittels wird es jedoch möglich, eine Taupunkttemperatur des Kältemittels von unter -60°C zu erzielen.

Der Kühlkreislauf kann einen internen Wärmeübertrager aufweisen, wobei der interne Wärmeübertrager an einer Hochdruckseite des Kühlkreislaufs in einer Strömungsrichtung vor dem Expansionsorgan und nachfolgend dem Kondensator, und an einer Niederdruckseite des Kühlkreislaufs in einer Strömungsrichtung vor dem Verdichter und nachfol-gend dem Wärmeübertrager angeschlos sen sein kann. Durch den Einsatz des internen Wärmetauschers und die damit durchgeführte Kühlung des verflüs sigten Kältemittels der Hochdruckseite können Temperaturen unter -56 °C leicht erreicht werden. Dabei kann die Verdampfungstemperatur des mittels des internen Wärmeübertragers gekühlten Kältemittels am Expansionsorgan relativ zu einer Verdampfungstemperatur eines ungekühlten Kältemittels abgesenkt werden. Die über den internen

Wärmetauscher von der Niederdruckseite auf die Hochdruckseite übertragene Kälteleistung kann somit zumindest teilweise, bevorzugt ausschließlich zur Absenkung der Verdampfungstemperatur des Kältemittels am Expansionsorgan genutzt werden . Weiter wird es überhaupt erst möglich, ein zeotropes Kältemittel mit einem Temperaturglide zu verwenden, da dann der Ort der Taupunkttemperatur des Kältemittels beziehungsweise der Taupunkt des Kältemittels in den internen Wärmeübertrager verschoben werden kann. Infolge des Temperaturglides des zeotropen Kältemittels kann die erzielte Taupunkttemperatur des Käl-temittels vergleichsweise hoch sein und so eine weitergehende Abkühlung des Wärmeübertragers verhindern .

Es kann daher nur ein Teil des Kältemittels in dem Wärmeübertrager verdampft und der nicht nutzbare Teil des Nassdampfanteils des Kältemittels in den internen Wärmeübertrager verlagert werden. Insgesamt wird es so möglich, auch Kältemittel mit einem Mas seanteil an Kohlendioxid, die einerseits umweltfreundlich sind aber andererseits zeotrope Eigenschaften aufweisen, zur Ausbildung niedriger Temperaturen in einem Prüfraum zu verwenden . Wenn ein Teil des Temperaturglides beziehungsweise ein Teil des Nas sdampfes des Kältemittels von dem Wärmeübertrager im Prüfraum in den internen Wärmeübertrager verlagert wird, wird es darüber hinaus möglich, mit dem zeotropen Kältemittel eine vergleichsweise verbes serte Temperaturkonstanz zu erzielen. Eine über den Wärmeübertrager abgegebene Kälteleistung kann dann nur innerhalb eines Ab schnitts des Temperaturglides erzeugt werden, so das s eine Verschiebung des Taupunktes des Kältemittels im Kühlkreislauf kaum eine Temperaturkonstanz des Wärmeübertragers beeinflus sen kann. Weiter kann vorgesehen sein, das s hier lediglich ein einziger Wärmetauscher zur Kühlung eines Mediums, hier der Luft im Prüfraum, verwendet wird.

Der Wärmeübertrager kann derart dimensioniert ausgebildet sein, das s das Kältemittel nur teilweise in dem Wärmeübertrager verdampfen kann.

Hieraus ergibt sich der Vorteil, das s der Taupunkt beziehungsweise der Ort der Taupunkttemperatur des Kältemittels aus dem Wärmeübertrager heraus, in den internen Wärmeübertrager verschoben werden kann.

Aufgrund eines Temperaturglides des zeotropen Kältemittels wird bei dem teilweisen Verdampfen des Kältemittels in dem Wärmeübertrager eine niedrigere Temperatur im Wärmeübertrager erzielt, als bei dem nachfolgenden, restlichen Verdampfen des Kältemittels in dem internen Wärmeübertrager.

In einer Ausführungsform der Prüfkammer kann der Wärmeübertrager in dem Prüfraum angeordnet sein. Auch kann der Wärmeübertrager dann in einem Luftbehandlungsraum des Prüfraums angeordnet sein, so das s von einem Lüfter umgewälzte Luft mit einem Wärmeübertrager in Kontakt gelangen kann. S o wird es möglich eine umgewälzte Luftmenge des Prüfraums mittels der Kühleinrichtung über den Wärmeübertrager im Prüfraum direkt abzukühlen. Die Prüfkammer kann dann den Kühlkreislauf als einen alleinigen, einzigen Kühlkreislauf aufweisen. Der Kühlkreislauf ist dann direkt an den Prüfraum angeschlossen .

In einer weiteren Ausführungsform der Prüfkammer kann der Kondensator als ein Kaskaden-Wärmeübertrager eines weiteren Kühlkreislaufs der Kühleinrichtung ausgebildet sein. Demnach kann die Prüfkammer dann zumindest zwei Kühlkreisläufe aufweisen, wobei der Kühlkreislauf eine zweite Stufe der Kühleinrichtung und ein weiterer Kühlkreislauf, der dann dem Kühlkreislauf vorgelagert ist, eine erste Stufe der Kühleinrichtung ausbilden kann. Der Kondensator dient dann als ein Kaskaden-Wärmeübertrager beziehungsweise Wärmeübertrager für den Kühlkreislauf. Bei dieser Ausführungsform einer Prüfkammer wird es möglich, besonders niedrige Temperaturen in dem Prüfraum auszubilden.

Die Temperiervorrichtung kann eine Heizeinrichtung mit einer Heizung und einem Heiz-Wärmeübertrager in dem Prüfraum aufweisen . Die Heizeinrichtung kann beispielsweise eine elektrische Widerstandsheizung sein, die den Heiz-Wärmeübertrager beheizt, derart, das s über den Heiz-Wärmeübertrager eine Temperaturerhöhung in dem Prüfraum ermöglicht wird. Wenn der Wärmeübertrager und der Heiz-Wärmeübertrager mittels einer Regeleinrichtung zur Kühlung oder Wärmung der im Prüfung umgewälzten Luft gezielt gesteuert werden können, kann mittels der Temperiervorrichtung innerhalb des Prüfraums eine Temperatur in dem vorstehend angegebenen Temperaturbereich ausgebildet werden. Dabei kann unabhängig vom Prüfgut beziehungsweise eines Betriebszustandes des Prüfgutes eine zeitliche Temperaturkonstanz von + 1 K, vorzugsweise +0 ,3 K bis +0,5 K oder kleiner +0,3 K während eines Prüfintervalls in dem Prüfraum ausgebildet werden. Unter einem Prüfintervall wird je ein Zeitabschnitt eines vollständigen Prüfzeitraums verstanden, in dem das Prüfgut einer im Wesentlichen gleichbleibenden Temperatur oder Klimabedingung ausgesetzt wird. Der Heiz-Wärmeübertrager kann zusammen mit dem Wärmeübertrager des Kühlkreislaufs derart kombiniert sein, das s ein gemeinsamer Wärmeübertragerkörper ausgebildet ist, der vom Kältemittel durchströmbar ist und der Heizelemente einer elektrischen Widerstandsheizung aufweist. Der Kondensator kann mit einer Luftkühlung oder Wasserkühlung oder einer anderen Kühlflüssigkeit ausgebildet sein . Prinzipiell kann der Kondensa-tor mit j edem geeigneten Fluid gekühlt werden. Wesentlich ist, das s die am Kondensator anfallende Wärmelast über die Luftkühlung oder Wasserkühlung so abgeführt wird, dass das Kältemittel so kondensieren kann, dass es vollständig verflüssigt ist.

Im Kühlkreislauf kann ein erster Bypas s mit zumindest einem regelbaren zweiten Expansionsorgan ausgebildet sein, wobei der erste Bypas s in einer Strömungsrichtung vor dem internen Wärmeübertrager und nachfolgend dem Kondensator an den Kühlkreislauf angeschlo ssen sein kann, wobei der erste Bypas s als regelbare interne Ergänzungskühlung ausgebildet sein kann. Der erste Bypass kann so eine Rückeinspritzeinrichtung für Kältemittel ausbilden. Demnach kann von dem regelbaren zweiten Expansionsorgan im internen Wärmeübertrager auf der Niederdruckseite Kältemittel zugeführt werden. Der erste Bypass kann dann an der Nie- derdruckseite des Kühlkreislaufs in einer Strömungsrichtung vor dem internen Wärmeübertrager und nachfolgend dem Wärmeübertrager angeschlos sen sein. Das durch das zweite Expansionsorgan gekühlte beziehungsweise seinem Temperaturniveau abgesenkte Kältemittel kann dann durch den internen Wärmeübertrager hindurch geleitet werden und eine Kühlung des Kältemittels auf der Hochdruckseite des internen Wärmeübertragers verstärken. Auch wird eine Kühlleistung des internen Wärmeübertragers dadurch noch genauer regelbar.

In dem Kühlkreislauf kann ein zweiter Bypas s mit zumindest einem dritten Expansionsorgan ausgebildet sein, wobei der zweite Bypas s das Expansionsorgan in Strömungsrichtung nachfolgend dem Kondensator und vor dem internen Wärmeübertrager überbrückt, wobei über das dritte Expansionsorgan das Kältemittel so dosierbar ist, dass eine S auggastemperatur und/oder ein Sauggasdruck des Kältemittels auf der Niederdruck-seite des Kühlkreislaufs vor dem Verdichter geregelt werden kann.

Dadurch kann unter anderem verhindert werden, das s der Verdichter, bei dem es sich beispielsweise um einen Kompres sor handeln kann, eventuell überhitzt dann beschädigt wird. Folglich kann über den zweiten Bypas s durch Betätigung des dritten Expansionsorgans vor dem Verdichter befindliches gasförmiges Kältemittel durch Zudosieren von noch flüssigem Kältemittel gekühlt werden. Eine Betätigung des dritten Expansionsorgans kann durch eine Steuervorrichtung erfolgen, die ihrerseits mit einem Druck- und/oder Temperatursensor in einem Kühlkreislauf vor dem Verdichter gekoppelt ist. Besonders vorteilhaft ist es , wenn über den zweiten Bypass eine S auggastemperatur von < 30 °C eingestellt werden kann . Auch kann das Kältemittel so do siert werden, dass eine Betriebsdauer des Verdichters regelbar ist. Prinzipiell ist es nachteilig, wenn der Verdichter beziehungsweise Kompressor vielfach eingeschaltet und ausgeschaltet wird. Eine Lebensdauer eines Kompres sors kann verlängert werden, wenn dieser längere Zeitabschnitte in Betrieb ist.

Über den zweiten Bypas s kann ein Kältemittel an dem Expansionsorgan oder dem Kondensator vorbeigeführt werden, um beispielsweise ein

automatisches Abschalten des Kompressors zu verzögern und eine Betriebsdauer des Kompres sors zu verlängern.

In dem Kühlkreislauf kann ein weiterer Bypass mit zumindest einem weiteren Expansionsorgan ausgebildet sein, wobei der weitere Bypas s den Verdichter in Strömungsrichtung nachfolgend dem Verdichter und vor dem Kondensator überbrückt, derart, das s eine S auggastemperatur und/oder ein Sauggasdruck des Kältemittels auf der Niederdruckseite des Kühlkreislaufs vor dem Verdichter regelbar sein kann, und/oder dass eine Druckdifferenz zwischen der Hochdruckseite und einer Nieder-druckseite des Kühlkreislaufs ausgeglichen werden kann. Der zweite Bypas s kann ergänzend mit einem einstellbaren oder regelbaren Ventil, beispielsweise einem Magnetventil ausgestattet sein . Durch die Verbindung von Hochdruckseite und Niederdruckseite über das weitere Expansionsorgan kann sichergestellt werden, dass bei einem Anlagenstillstand das so verdichtete und gasförmige Kältemittel von der Hochdruckseite allmählich auf die Niederdruckseite des Kühlkreislaufs strömt. So wird auch bei geschlossenem Expansionsorgan sichergestellt, das s ein allmählicher Druckausgleich zwischen der Hochdruckseite und der Niederdruckseite erfolgt. Ein Querschnitt des weiteren Expansionsorgans kann dabei so bemes sen sein, das s ein Überströmen des Kältemittels von der Hochdruckseite zu der Niederdruckseite einen normalen Betrieb der Kühleinrichtung nur unwesentlich beeinflus st. Gleichwohl kann vorgesehen sein, das s vor dem Verdichter befindliches gasförmiges Kältemittel durch Zudosieren von dem flüs sigen Kältemittel über den weiteren Bypas s gekühlt wird.

Der interne Wärmeübertrager kann weiter als eine Unterkühlstrecke oder ein Wärmetauscher, insbesondere Plattenwärmetauscher, ausgebildet sein. Die Unterkühlstrecke kann bereits durch zwei aneinander anliegende Leitungsabschnitte des Kühlkreislaufs ausgebildet sein.

Das Expansionsorgan kann ein Dros selorgan und ein Magnetventil aufweisen, wobei über das Dros selorgan und das Magnetventil Kältemit- tel dosiert werden kann. Das Dros selorgan kann ein einstellbares Ventil oder eine Kapillare sein, über das dann mittels des Magnetventils Kältemittel geleitet wird. Das Magnetventil kann seinerseits mittels einer Regeleinrichtung betätigt werden.

Auch kann die Temperiervorrichtung eine Regeleinrichtung mit zumindest einem Drucksensor und/oder zumindest einem Temperatursensor in dem Kühlkreislauf umfas sen, wobei ein Magnetventil mittels der Regeleinrichtung in Abhängigkeit von einer gemessen Temperatur beziehungsweise eines Drucks betätigt werden kann. Die Regeleinrichtung kann Mittel zur Datenverarbeitung umfas sen, die Datensätze von Sensoren verarbeiten und die Magnetventile ansteuern. Eine Regelung einer Funktion der Kühleinrichtung kann dann auch, beispielsweise über ein entsprechendes Computerprogramm, an das verwendete Kältemittel angepas st sein. Weiter kann die Regeleinrichtung eine Betriebs störung signalisieren und gegebenenfalls eine Abschaltung der Prüfkammer veranlas sen, um die Prüfkammer und das Prüfgut vor einer Beschädigung durch kritische oder unerwünschte Betriebszustände der Prüfkammer zu schützen.

Bei der erfindungsgemäßen Verwendung eines Kältemittels , bestehend aus einem Kältemittelgemisch aus einem Masseanteil Kohlendioxid von 10 bis 50 Mas seprozent, vorzugsweise 30 bis 50 Masseprozent und einem Masseanteil mindestens einer weiteren Komponente, wobei die weitere Komponente Pentafluorethan und/oder Difluormethan ist, wird das Kältemittel zur Konditionierung von Luft in einem gegenüber einer Umgebung verschließbaren und temperaturisolierten Prüfraum einer

Prüfkammer zur Aufnahme von Prüfgut verwendet, wobei mittels einer Kühleinrichtung einer Temperiervorrichtung der Prüfkammer, mit einem Kühlkreislauf mit dem Kältemittel, einem Wärmeübertrager, einem Verdichter, einem Kondensator und einem Expansionsorgan, eine Tempe-ratur in einem Temperaturbereich von -60 °C bis + 1 80 °C, bevorzugt - 70 °C bis + 180 °C, besonders bevorzugt - 80 °C bis + 180 °C, innerhalb des Prüfraums ausgebildet wird.

Das Kältemittel kann mittels eines internen Wärmeübertragers des Kühlkreislaufs , angeschlos sen an einer Hochdruckseite des Kühlkreis-laufs in einer Strömungsrichtung vor dem Expansions organ und nachfolgend dem Kondensator, und an einer Niederdruckseite des Kühlkreislaufs in einer Strömungsrichtung vor dem Verdichter und nachfolgend dem Wärmeübertrager, der Hochdruckseite gekühlt werden, wobei die Kühlung des Kältemittels der Hochdruckseite mittels des internen Wärme-Übertragers zur Absenkung einer Verdampfungstemperatur am Expansionsorgan genutzt werden kann. Während der Absenkung der Verdampfungstemperatur des Kältemittels der Hochdruckseite kann ein Saugdruck des Kältemittels der Niederdruckseite konstant gehalten werden. Ein größerer anlagentechnischer Aufwand, beispielsweise eine ergänzende Regelung des S augdrucks, wie auch über eine Regelung des Expansionsorgans in Abhängigkeit des S augdrucks, ist dann nicht zwingend erforderlich. Insbesondere kann der Verdichter dann auch mit einer konstanten Leistung, unabhängig von einem Betriebszustand des Kühlkreislaufs, betrieben werden. Gerade bei einer Verwendung von Kolbenpumpen als Verdichter ist es wesentlich, das s diese zur Erzielung einer langen

Lebensdauer über lange Zeiträume und konstanter Drehzahl im Einsatz sind.

Das Kältemittel der Hochdruckseite kann von dem Kältemittel der Niederdruckseite bei einem konstanten Saugdruck auf der Niederdruck-seite mittels des internen Wärmeübertragers gekühlt werden. Folglich kann das Kältemittel kann auf einer Verdampfungs strecke des Kühlkreislaufs von dem Expansionsorgan bis einschließlich dem internen Wärmeübertrager bei einem konstanten S augdruck verdampfen. Bei dem konstanten S augdruck beziehungsweise Verdampfungsdruck des Kältemittels kann dann das Kältemittel von dem Expansionsorgan mit einer niedrigen Verdampfungstemperatur bis hin zu dem internen Wärmeübertrager mit einer hohen Verdampfungstemperatur entsprechend dem Temperaturglide des Kältemittels verdampfen. Die durch den Temperaturglide sich ergebende Taupunkttemperatur kann dabei über der Temperatur des zu kühlenden Mediums beziehungsweise der Luft in dem Prüfraum liegen. Sobald eine Verdampfungstemperatur des Kältemittels bei gleichem Saugdruck der Temperatur der zu kühlenden Luft in dem Prüfraum entspricht, kann keine weitere Abkühlung der Luft erzielt werden. Die Taupunkttemperatur, die im weiteren Wärmetauscher erreicht wird, liegt jedoch noch unter der Flüs sigkeitstemperatur des Kältemittels auf der Hochdruckseite des internen Wärmeübertragers , so das s eine Flüssigkeitstemperatur des Kältemittels weiter reduziert werden kann. Demnach kann eine Verdampfungstemperatur nach dem Expansionsorgan ohne eine Veränderung des Saugdrucks abgesenkt und damit eine weitergehende Kühlung der Luft in dem Prüfraum erzielt werden.

So kann eine erste Teilmenge des über das Expansionsorgan geleiteten Kältemittels in dem Wärmeübertrager und eine zweite Teilmenge des Kältemittels in dem internen Wärmeübertrager verdampft werden. Eine Verdampfungs strecke des Kühlkreislaufs , innerhalb dem das Kältemittel verdampft, kann sich von dem Expansionsorgan bis hin zu dem internen Wärmeübertrager erstrecken. Dabei kann die Verdampfungs strecke durch den internen Wärmeübertrager verlaufen, wobei vorzugsweise ein Taupunkt des Kältemittels an einem Ausgang des internen Wärmeübertragers in Strömungsrichtung vor dem Verdichter liegen kann . Ein Verhältnis der ersten Teilmenge zu der zweiten Teilmenge kann sich während eines Betriebs des Kühlkreislaufs in Abhängigkeit einer Temperatur in dem Prüfraum beziehungsweise an dem Wärmeübertrager verändern . Beispielsweise kann sich bei einer vergleichsweise großen Temperaturdifferenz zwischen der Temperatur des Wärmeübertragers und einer Temperatur im Prüfraum eine beschleunigte Erwärmung des Kältemittels im Wärmeübertrager ergeben, die zu einer Verschiebung des Taupunkts des Kältemittels bis hin zu einem Eingang des internen Wärmeübertragers oder Ausgang des Wärmeübertragers in Strömungsrichtung vor dem

Verdichter führt. Eine derartige Verschiebung des Taupunktes kann toleriert werden, so lange noch keine vergleichsweise niedrige Temperatur beziehungsweise Soll-Temperatur im Prüfraum ausgebildet ist.

Nähert sich die Temperatur des Wärmetauschers der Temperatur im Prüfraum an, erfolgt eine Verschiebung des Taupunktes und damit eine Vergrößerung der zweiten Teilmenge relativ zur ersten Teilmenge des Kältemittels .

Die Absenkung der Verdampfungstemperatur des Kältemittels der Hochdruckseite kann selb stregelnd erfolgen. Je nach Temperatur am Wärme-Übertrager kann nicht mehr verdampfendes Kältemittel aus diesem in

Strömungsrichtung ausgeleitet werden, da in diesem Fall die Temperatur am Wärmeübertrager nicht mehr ausreicht um einen Phasenwechsel des Kältemittels zu erzeugen. So wird Nassdampf beziehungsweise flüs siges Kältemittel im internen Wärmeübertrager nachverdampft, da hier ein Temperaturunterschied zwischen der Hochdruckseite und der Niederdruckseite immer größer als am Wärmeübertrager sein kann. Wenn mittels des internen Wärmeübertragers eine Temperatur des flüs sigen Kältemittels vor dem Expansionsorgan durch den Wärmeaustausch am internen Wärmeübertrager reduziert wird, erhöht sich die Energiedichte des Kältemittels vor dem Expansionsorgan und die damit erzielbare Temperaturdifferenz am Wärmeübertrager. Eine Regelung des Zusammenspiels von Expansionsorgan, Wärmeübertrager und internem Wärmeübertrager ist prinzipiell nicht erforderlich.

Besonders vorteilhaft ist es , wenn die Kühleinrichtung aus schließlich unterhalb des kritischen Punktes des Kältemittels betrieben wird. Wenn die Kühleinrichtung unterhalb des Tripelpunktes des Kältemittels betrieben wird, kann ein Erreichen eines überkritischen Zustands des Kältemittels ausgeschlossen werden . So ist es dann auch nicht erforderlich, die Kühleinrichtung für einen Betrieb im überkritischen Zustand auszubil-den, wodurch Kosten zur Ausbildung der Kühleinrichtung eingespart werden können.

Der konstante Saugdruck kann insbesondere auch während einer Absenkung der Verdampfungstemperatur des Kältemittels der Hochdruckseite durch den internen Wärmeübertrager aufrechterhalten werden . Demnach ist die Kühlung des Kältemittels der Hochdruckseite über den internen Wärmeübertrager auch zumindest teilweise oder auch aus schließlich zur Absenkung einer Verdampfungstemperatur des Kältemittels am Expansionsorgan nutzbar.

Eine Taupunkttemperatur des Kältemittels kann höher sein als eine Minimaltemperatur des Temperaturbereichs . Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Prüfkammern ist dann mit einem derartigen Kältemittel nicht mehr die Minimaltemperatur des Temperaturbereichs im Prüfraum ausbildbar, sondern eine vergleichsweise höhere Minimaltemperatur, die im wesentlichen der Taupunkttemperatur des Kältemittels entspricht. Bei der erfindungsgemäßen Prüfkammer kann j edoch ein Kälte-mittel verwendet werden, des sen Taupunkttemperatur höher ist als eine erzielbare Minimaltemperatur des Temperaturbereichs, da das verflüssigte Kältemittel auf der Hochdruckseite mittels des internen Wärmeübertragers gekühlt werden kann, sodas s eine Verdampfungstemperatur des Kältemittels am Expansionsorgan vergleichsweise geringer sein kann.

Das Kältemittel kann bei einem Saugdruck beziehungsweise Verdampfungsdruck in einem Druckbereich von 0,3 bis 5 bar ab solut verdampft werden. Der Einsatz des Kältemittels innerhalb dieses Druckbereichs ermöglicht eine kostengünstige Ausbildung des Kühlkreislaufs , da dann keine besonderen, druckstabilen Baugruppen und Komponenten zur Ausbildung der Niederdruckseite des Kühlkreislaufs erforderlich sind.

Auch kann das Kältemittel bei einem Kondensationsdruck in einem Druckbereich von 5 bis 35 bar absolut kondensiert werden . Auch hier kann die Hochdruckseite dann mit B augruppen und Komponenten ausgebildet werden, die nicht an vergleichsweise höhere Drücke angepas st sein müs sen.

Weitere Ausführungsformen einer Verwendung ergeben sich aus den Merkmalsbeschreibungen der auf den Vorrichtungsanspruch 1 rückbezogenen Unteransprüche.

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 ein Druck-Enthalpie-Diagramm für ein Kältemittel;

Fig. 2 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Kühleinrichtung;

Fig. 3 eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Kühleinrichtung;

Fig. 4 eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform einer Kühleinrichtung;

Fig. 5 eine schematische Darstellung einer vierten Ausführungsform einer Kühleinrichtung;

Fig. 6 eine schematische Darstellung einer fünften Ausführungsform einer Kühleinrichtung .

Die Fig. 2 zeigt eine erste Ausführungsform einer Kühleinrichtung 10 einer hier nicht näher dargestellten Prüfkammer. Die Kühleinrichtung 10 umfas st einen Kühlkreislauf 1 1 mit einem Kältemittel, einem Wärmeübertrager 12, einem Verdichter 13 und einem Kondensator 14 sowie einem Expansionsorgan 15. Der Kondensator 14 wird hier durch einen weiteren Kühlkreislauf 16 gekühlt. Der Wärmeübertrager 12 ist in einem hier nicht dargestellten Prüfraum der Prüfkammer angeordnet. Weiter weist der Kühlkreislauf 1 1 eine Hochdruckseite 17 und eine Niederdruckseite 18 auf, an die ein interner Wärmeübertrager 19 angeschlo ssen ist.

Die Fig. 1 zeigt ein Druck-Enthalpie-Diagramm (log p/h-Diagramm) für das im Kühlkreislauf 1 1 zirkulierende Kältemittel, bei dem es sich um ein zeotropes Kältemittel handelt. Ausgehend von der Position A wird nach einer Zusammenschau der Fig. 1 und 2 das Kältemittel vor dem Verdichter 13 angesaugt und komprimiert, sodas s ein Druck entsprechend der Position B in Strömungsrichtung nach dem Verdichter 13 erzielt wird. Das Kältemittel wird mittels des Verdichters 13 verdichtet und entsprechend der Position C nachfolgend im Kondensator 14 verflüssigt. Das Kältemittel durchläuft den internen Wärmeübertrager 19 auf der Hochdruckseite 17 und wird in diesem weiter abgekühlt, sodas s die

Position C in Strömungsrichtung vor dem Expansionsorgan 15 erreicht wird. Mithilfe des internen Wärmeübertragers 19 kann der im Wärmeübertrager 12 nicht nutzbare Teil des Nas sdampfgebietes (Positionen E bis E ') zur weiteren Reduzierung einer Temperatur des Kältemittels (Positionen C bis C) genutzt werden. An dem Expansionsorgan 15 erfolgt eine Entspannung des Kältemittels (Positionen C bis D ') und eine teilweise Verflüs sigung in dem Wärmeübertrager 12 (Po sitionen D ' bis E) . Danach gelangt der Nas sdampf des Kältemittels in den internen Wärmeübertrager 19 auf der Niederdruckseite 1 8 , wobei hier eine Nach-Verdampfung des Kältemittels bis zur Taupunkttemperatur beziehungsweise dem Taupunkt des Kältemittels bei der Po sition E ' erfolgt. Eine erste Teilstrecke 20 einer Verdampfungs strecke 22 des Kältemittels verläuft daher durch den Wärmeübertrager 12, wobei eine zweite Teilstrecke 21 der Verdampfungs strecke 22 durch den internen Wärmeüber-trager 19 verläuft. Wesentlich ist hier, dass auf der Verdampfungs strecke 22 ein Saugdruck des Verdichters 13 auf der Niederdruckseite 18 auch bei einer Änderung der Verdampfungstemperatur am Expansionsorgan 15 konstant gehalten wird.

Bei dem Kältemittel handelt es sich um ein Kältemittelgemisch aus einem Masseanteil Kohlendioxid von 30 bis 50 Mas seprozent und einem Masseanteil mindestens einer weiteren Komponente, wobei die weitere Komponente Pentafluorethan und/oder Difluormethan ist. Prinzipiell ist es möglich, in dem Kühlkreislauf 1 1 und den nachfolgend beschriebenen Kühlkreisläufen die in der vorstehenden Tabelle aufgeführten Kältemittel zu verwenden.

Die Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer einfachsten Ausfüh-rungsform einer Kühleinrichtung 23 , wobei die Kühleinrichtung 23 selbstregelnd ausgebildet ist. Die Kühleinrichtung umfas st einen Kühlkreislauf 24 mit einem Wärmeübertrager 25 , einem Verdichter 26, einem Kondensator 27 , einem Expansionsorgan 28 und einem internen Wärmeübertrager 29. Je nach einer Temperatur am Wärmeübertrager 25 ent-weicht nicht vollständiges verdampftes Kältemittel aus dem Wärmeübertrager 25 , da die Temperatur am Wärmeübertrager 25 beziehungsweise in einem hier nicht gezeigten Prüfraum nicht mehr ausreicht, um einen Phasenwechsel zu erzeugen . In diesem Fall wird noch flüs siges Kältemittel im internen Wärmeübertrager 29 nachverdampft, da hier ein Tempera-turunterschied immer größer als am Wärmeübertrager 25 sein muss .

Sobald die Temperatur des flüs sigen Kältemittels vor dem Expansionsorgan 28 durch den Wärmeaustausch im internen Wärmeübertrager 29 reduziert wurde, erhöht sich die Energiedichte und die damit erzielbare Temperaturdifferenz am Wärmeübertrager 25. Bei der Kühleinrichtung 23 ist eine aufwendige Regelung mit Sensoren etc . nicht erforderlich.

Die Fig. 4 zeigt eine Kühleinrichtung 30, die im Unterschied zur Kühleinrichtung aus Fig. 3 mit einem ersten Bypass 3 1 und einem zweiten Bypas s 32 ausgebildet ist. In dem ersten Bypass 3 1 ist ein regelbares zweites Expansionsorgan 33 angeordnet, wobei der erste Bypass 3 1 als interne Ergänzungskühlung 34 ausgebildet ist. Der erste Bypas s 3 1 ist unmittelbar in Strömungsrichtung nachfolgend dem Kondensator 27 vor dem internen Wärmetauscher 29 sowie in Strömungsrichtung nach dem Wärmeübertrager 25 und vor dem internen Wärmeübertrager 29 an den Kühlkreislauf 24 angeschlos sen. Der erste Bypas s 3 1 überbrückt somit das Expansionsorgan 28 mit dem Wärmeübertrager 25 , wobei über das zweite Expansionsorgan 33 dem internen Wärmeübertrager 29 verdamp-

fendes Kältemittel zugeführt werden kann. Ein Sauggasmas senstrom, der in den internen Wärmeübertrager 29 geleitet wird, kann mithilfe des ersten Bypas s 3 1 bei hohen Sauggastemperaturen, welche durch den Wärmeübertrager 25 entstehen können, zusätzlich gekühlt werden. Somit kann sichergestellt werden, das s es zu keiner Verdampfung von Kältemittel vor dem Expansionsorgan kommen kann. Mittels des ersten Bypas s 3 1 ist es daher möglich, auf wechselnde Lastfälle der Kühleinrichtung 30 zu reagieren . Der zweite Bypass 32 weist ein drittes Expansionsorgan 35 auf und ist in Strömungsrichtung nachfolgend dem Kondensator 27 und vor dem internen Wärmeübertrager 29 sowie nachfolgend dem internen Wärmeübertrager 29 und vor dem Verdichter 26 an den Kühlkreislauf 24 angeschlos sen. Dadurch wird es möglich einen Sauggasmas senstrom vor dem Verdichter 26 über den zweiten Bypas s 32 soweit zu reduzieren, das s unzulässig hohe Verdichtungsendtemperaturen vermieden werden .

Die Fig. 5 zeigt eine Kühleinrichtung 36, die im Unterschied zur Kühleinrichtung aus Fig. 4 einen weiteren Kühlkreislauf 37 aufweist. Der weitere Kühlkreislauf 37 dient zur Kühlung eines Kondensators 38 eines Kühlkreislaufs 39. Der Kondensator 38 ist hier als ein Kaskaden-Wärmeübertrager 40 ausgebildet. Weiter weist der Kühlkreislauf 39 noch einen weiteren Bypas s 41 mit einem weiteren Expansionsorgan 42 auf. Der weitere Bypas s 41 ist in Strömungsrichtung des Kühlkreislaufs 39 nachfolgend dem Verdichter 26 und vor dem Kondensator 38 sowie nachfolgend dem internen Wärmeübertrager 29 und vor dem Verdichter 26 an den Kühlkreislauf 39 angeschlossen. Über den weiteren Bypas s 41 kann somit noch nicht verflüssigtes, aber verdichtetes Kältemittel zurück, vor den Verdichter 26 strömen, wodurch eine S auggastemperatur und/oder ein Sauggasdruck des Kältemittels geregelt werden kann.

Die Fig. 6 zeigt eine Kühleinrichtung 30 mit einem Kühlkreislauf 44 und einem weiteren Kühlkreislauf 45 und insbesondere einem internen

Wärmeübertrager 46 in dem Kühlkreislauf 44. Ein Wärmeübertrager 47

ist hier in einem nicht dargestellten, temperaturisolierten Prüfraum Prüfkammer angeordnet.