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1. (WO2018158085) AIR VENT FOR A MOTOR VEHICLE
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Luftausströmer für ein Kraftfahrzeug

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Luftausströmer für ein Kraftfahrzeug gemäß Anspruch 1 , eine Instrumententafel mit einem solchen Luftausströmer gemäß Anspruch 6 sowie ein hiermit ausgestattetes Kraftfahrzeug gemäß Anspruch 8.

Aus der US 2017/0021692 A1 ist ein Luftausströmer für ein Kraftfahrzeug mit mindestens einer im Bereich einer Luftaustrittsöffnung befindlichen Luftleitvorrichtung bekannt. Der Luftausströmer ist derart eingerichtet, dass aus der Luftaustrittsöffnung ausströmende Luft entlang einer zu der Luftaustrittsöffnung benachbarten Fläche vermittels des Coanda-Effektes gerichtet strömt. Der aus der Luftaustrittsöffnung austretende Volumenstrom ist, in Einbaulage des Luftausströmers betrachtet, nach oben gerichtet, um dem Oberkörperbereich eines Fahrzeuginsassen Luft zuführen zu können.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, technische Mittel anzugeben, mit denen ein Betrieb eines gattungsgemäßen Luftausströmers zuverlässig ermöglicht ist.

Diese Aufgabe wird durch einen Luftausströmer für ein Kraftfahrzeug gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Der erfindungsgemäße Luftausströmer für ein Kraftfahrzeug weist mindestens eine im Bereich einer Luftaustrittsöffnung befindliche Luftleitvorrichtung auf. Er ist eingerichtet, aus der Luftaustrittsöffnung ausströmende Luft gerichtet entlang einer zu der Luftaustrittsöffnung benachbarten Fläche vermittels des Coanda-Effektes strömen zu lassen. Die Luftleitvorrichtung und die benachbarte Fläche sind gegeneinander in einem Neigungswinkel geneigt, der im Wesentlichen zwischen 23° und 27° beträgt, und die gerichtete Luft weist einen Volumenstrom von im Wesentlichen zwischen 30 m3/h und 700 m3/h auf. In vorteilhafter Weise wird hierdurch sichergestellt, dass der aus dem Luftausströmer austretende Volumenstrom an der benachbarten Fläche anliegt und definiert in eine bestimmte Richtung gelenkt wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Luftleitvorrichtung und die benachbarte Fläche gegeneinander mit einem Neigungswinkel von im Wesentlichen 26° geneigt, und die gerichtete Luft weist einen Volumenstrom von im Wesentlichen zwischen 60 m3/h und 180 m3/h auf. In vorteilhafter Weise strömt die aus der Luftaustrittsöffnung austretende Luft in diesem Fall besonders stabil an der geneigten Fläche entlang.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform befindet sich die Fläche unterhalb der Luftleiteinrichtung. Hierdurch ist es in vorteilhafter Weise möglich, den Volumenstrom auf einfache Weise, in Einbaulage des Luftausströmers betrachtet, nach unten zu leiten.

Ein besonders einfacher Aufbau des erfindungsgemäßen Luftausströmers ist erzielt, wenn die Luftleitvorrichtung einen Boden des Luftausströmers bildet. Dieser Boden kann eben oder gekrümmt, insbesondere konvex geformt, ausgebildet sein. Alternativ oder kumulativ kann die Luftleitvorrichtung eine zu einem Boden des Luftausströmers parallele Schwenkachse aufweisen, um die die Luftleitvorrichtung verstellt werden kann. Hierdurch kann in vorteilhafter

Weise ein Ablösen oder Anliegen des Volumenstromes an der Fläche durch einen Benutzer des Luftausströmers beeinflusst werden.

Ein besonders ästhetisches Erscheinungsbild des erfindungsgemäßen Luftausströmers ist in vorteilhafter Weise erzielt, wenn die von dem Volumenstrom überströmte Fläche mindestens teilweise eine Blende des Luftausströmers ist.

Die zuvor genannte Aufgabe wird auch durch eine Instrumententafel gelöst, die mindestens einen Luftausströmer der zuvor offenbarten Art aufweist. Die zuvor genannten Vorteile gelten adäquat.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform zeichnet sich die erfindungsgemäße Instrumententafel dadurch aus, dass die benachbarte Fläche mindestens teilweise ein Bedienteil aufweist. In vorteilhafter Weise dient das Bedienteil somit nicht nur einer Bedienung einer mit ihm wirkverbundenen Vorrichtung, in besonders vorteilhafter Weise einer Klimaanlage und/oder einer Entertainmentvorrichtung, sondern gleichzeitig auch als Mittel zur gewünschten coandaeffektbasierten Beeinflussung der Richtung des den Luftausströmer verlassenden Volumenstromes.

Die zuvor genannte Aufgabe wird ebenfalls durch ein Kraftfahrzeug mit mindestens einem, einen Fahrzeuginsassen aufnehmenden Sitz gelöst, das einen Luftausströmer der zuvor offenbarten Art oder eine Instrumententafel der zuvor offenbarten Art aufweist. Die zuvor genannten Vorteile gelten adäquat.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Luftausströmer eingerichtet, den Volumenstrom mindestens teilweise zu einem Hüftpunkt des Fahrzeuginsassen zu leiten. Unter Hüftpunkt ist dabei der theoretische Hüftpunkt zu verstehen, auch als R-Punkt oder Seating Reference Point (SgRP) bezeichnet, der gemäß dem Testverfahren nach Norm SAE J 826 der Society of Automotive Engineers (SAE) gemessen wird. In vorteilhafter Weise ist es hierdurch möglich, den unteren Bereich eines Fahrzeuginsassen auf einfache Weise mit dem aus dem Luftausströmer ausströmenden Volumenstrom zu bestreichen.

In vorteilhafter Weise befindet sich der Luftausströmer oberhalb einer als Bedienteil ausgebildeten Fläche, wobei das Bedienteil mit einer in dem Kraftfahrzeug befindlichen Klimaanlage wirkverbunden ist. Hierdurch ist es auf einfache Weise möglich, dem Fahrzeuginsassen klimatisierte, den Fahrkomfort verbessernde Luft zukommen zu lassen.

Nachstehend erfolgt unter Bezugnahme auf die beigefügten, nicht maßstäblichen Figuren eine detaillierte, nicht präjudizierende, insbesondere einschränkende, Beschreibung von Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung. Gleiche Elemente sind mit identischen Bezugszeichen versehen, soweit nichts anderes angegeben wird.

Fig. 1 ist eine schematische Schnittansicht durch einen erfindungsgemäßen Luftausströmer, der sich in einer erfindungsgemäßen, teilweise dargestellten Instrumententafel eines teilweise dargestellten erfindungsgemäßen Kraftfahrzeuges befindet.

Fig. 2 zeigte eine gegenüber Fig. 1 alternative Ausführungsform.

Fig.3 ist eine perspektivische Ansicht auf ein teilweise dargestelltes, gegenüber Fig. 1 und Fig. 2 alternatives erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug.

In Figur 1 ist ein Kraftfahrzeug 1 schematisch gezeigt, in dem sich eine Instrumententafel 5 befindet. Die Instrumententafel 5 weist einen Luftausströmer 10 auf, der eingangsseitig mit einer in dem Kraftfahrzeug 1 befindlichen Klimaanlage 15 wirkverbunden ist. Auf der in der Figur 1 linken Seite des Luftausströmers 10 befindet sich eine Luftaustrittsöffnung 20, durch die von der Klimaanlage 15 klimatisierte Luft in einen Fahrzeuginnenraum 25 einströmen kann. Die Beförderung der Luft erfolgt gemäß diesem Ausführungsbeispiel vermittels eines an sich bekannten, hier nicht gezeigten Gebläses.

Der Luftausströmer 10 umfasst an seinem in der Figur 1 unteren Bereich eine Luftleitvorrichtung 30, die gleichzeitig als sein Boden 35 fungiert und über die eingangsseitig eingeströmte Luft in Richtung der Luftaustrittsöffnung 20 strömt. Unterhalb der Luftaustrittsöffnung 20 und zu dieser benachbart befindet sich eine Fläche 40, über die aus der Luftaustrittsöffnung 20 austretende Luft strömt. Die Fläche 40 ist gemäß diesem Ausführungsbeispiel eine Blende 42 des Luftausströmers 10; es versteht sich jedoch, dass die Fläche 40 auch andere Funktionen ausüben oder Bestandteil einer anderen, in einem Fahrzeuginnenraum 25 befindlichen Komponente sein kann.

Der Luftausströmer 10 ist derart eingerichtet, dass ein, durch den in der Figur 1 gezeigten Pfeil repräsentierter, Volumenstrom 45 der Luft aus der Luftaustrittsöffnung 20 austritt und die hierzu benachbarte Fläche 40 vermittels des Coanda-Effektes überstreicht. Zu diesem Zweck betragen der Neigungswinkel φ zwischen der Luftleitvorrichtung 30 bzw. dem Boden 35 und der Fläche 40 im Wesentlichen zwischen 23 ° und 27° sowie der Volumenstrom 45 im Wesentlichen zwischen 30 m3/h und 700 m3/h. In dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel betragen der Neigungswinkel φ = 26° und der Volumenstrom je nach Wunsch eines hier nicht gezeigten Fahrzeuginsassen zwischen 60 m3/h und 180 m3/h. Es sei darauf hingewiesen, dass die aus der Luftaustrittsöffnung 20 ausströmende Luft bei jeder beliebigen Kombination von Neigungswinkel φ und Volumenstrom 45 an der Fläche 40 anliegt, sofern die

zuvor dargestellten Bedingungen hinsichtlich Neigungswinkel φ und Volumenstrom 45 eingehalten werden.

Der Neigungswinkel φ zwischen Luftleitvorrichtung 30 bzw. Boden 35 und Fläche 40 ist gemäß dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel unveränderlich. In Figur 2 hingegen ist ein Ausführungsbeispiel mit einem veränderlichen Neigungswinkel φ dargestellt. In diesem Fall ist eine als Luftleitvorrichtung 30 fungierende Lamelle 50 um eine in dem Luftausströmer 10 befindliche, parallel zu dem Boden 35 ausgerichtete Schwenkachse 55 verschwenkbar gelagert.

Der Luftausströmer 10 ist auch hier derart eingerichtet, dass ein, durch den in der Figur 2 gezeigten Pfeil repräsentierter, Volumenstrom 45 der Luft aus der Luftaustrittsöffnung 20 austritt und die hierzu benachbarte Fläche 40 vermittels des Coanda-Effektes überstreicht. Zu diesem Zweck sind der Neigungswinkel φ zwischen der Luftleitvorrichtung 30 bzw. der Lamelle 50 und der Fläche 40 im Wesentlichen zwischen 23 ° und 27° sowie der Volumenstrom 45 im Wesentlichen zwischen 30 m3/h und 700 m3/h verstellbar. In dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel betragen der Neigungswinkel φ = 27° und der Volumenstrom je nach Wunsch eines hier nicht gezeigten Fahrzeuginsassen im Wesentlichen zwischen 60 m3/h und 180 m3/h.

Es sei darauf hingewiesen, dass die aus der Luftaustrittsöffnung 20 der Figur 2 ausströmende Luft bei jeder beliebigen Kombination von Neigungswinkel φ und Volumenstrom 45 an der Fläche 40 anliegt, sofern die zuvor dargestellten Bedingungen hinsichtlich Neigungswinkel φ und Volumenstrom 45 eingehalten werden. Für den Fall, dass der Fahrzeuginsasse keinen an der Fläche 40 anliegenden Volumenstrom 45 mehr wünscht, kann er den Neigungswinkel φ aus dem offenbarten Bereich herausschwenken. So ist es in vorteilhafter Weise möglich, ein Ablösen des Volumenstromes 45 von der Fläche 40 herbeizuführen, wenn der Neigungswinkel φ größer als im Wesentlichen 27°, insbesondere 30 °

oder 35° ist, wobei der Volumenstrom 45 von im Wesentlichen zwischen 60 m3/h und 180 m3/h betragen kann.

In Figur 3 ist eine perspektivische Ansicht auf ein teilweise dargestelltes, gegenüber Figur 1 und Figur 2 alternatives erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug gezeigt. Die Fläche 40 ist als an sich bekanntes Bedienteil 60 einer gezeigten Klimaanlage 15 ausgebildet. Zur Erhöhung des Komforts eines teilweise dargestellten, auf einem Sitz 62 befindlichen Fahrzeuginsassen 65 kann der Volumenstrom 45 auf den Hüftpunkt 70 des Fahrzeuginsassen 65 ausgerichtet werden. Dies ist auf einfache Art möglich, wenn der Luftausströmer 10 derart ausgerichtet ist, dass die aus der Luftaustrittsöffnung 20 ausströmende Luft vermittels des Coanda-Effektes über die Bedienfläche 60 in Richtung Hüftpunkt 70 strömt, wobei die folgenden Bedingungen erfüllt sein müssen:

23° < Neigungswinkel φ < 27°, und

30 m3/h < Volumenstrom 45 < 700 m3/h.

Es versteht sich, dass der Volumenstrom 45 der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Ausführungsbeispielen ein gemittelter Volumenstrom 45 sein kann. Darüber hinaus ist es möglich, nicht nur eine einzige Luftleitvorrichtung 30, sondern eine Mehrzahl derselben vorzusehen, solange die zuvor dargestellten Bedingungen hinsichtlich der Neigungswinkel φ und der Volumenströme 45 erfüllt sind.

Bezugszeichenliste

1 Kraftfahrzeug

5 Instrumententafel

10 Luftausströmer

15 Klimaanlage

20 Luftaustrittsöffnung

25 Fahrzeuginnenraum

30 Luftleitvorrichtung

35 Boden

40 Fläche

42 Blende

45 Volumenstrom

50 Lamelle

55 Schwenkachse

60 Bedienteil

62 Sitz

65 Fahrzeuginsasse

70 Hüftpunkt

x, y, z Achsen eines an sich bekannten fahrzeugeigenen kartesischen Koordinatensystems

φ Neigungswinkel