Em processamento

Aguarde...

Configurações

Configurações

1. WO1998050171 - DEVICE FOR GENERATING DIRECTED VIBRATIONS

Nota: O texto foi obtido por processos automáticos de reconhecimento ótico de caracteres.
Para fins jurídicos, favor utilizar a versão PDF.

Vorrichtung zum Erzeugen gerichteter Schwingungen

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erzeugen gerichteter Schwingungen.

Derartige Vorrichtungen sind bekannt und dienen zur Einleitung gerichteter Schwingungen in eine Struktur. Bei der Struktur kann es sich um einen Rütteltisch zur Betonverdichtung oder um ein Arbeitsgerät, z.B. eine Rüttelplatte zur Bodenverdichtung, handeln. Bei Rütteltischen werden die gerichteten Schwingungen vorwiegend durch elektrisch/elektronisch oder mechanisch zwangsweise synchronisierte Rüttler oder auch durch Pendelrüttler erzeugt.

Bei den Rüttlern handelt es sich um zwei gegensinnig rotierende Fliehgewichte, deren gegeneinander gerichtete Fliehkraftkomponenten sich gegenseitig aufheben, während die senkrecht zu der durch die Drehachsen der Fliehgewichte aufgespannten Ebene stehenden Fliehkräfte sich zu einer resultierenden Kraft addieren und die Schwingung bewirken. Die Synchronisation der Fliehgewichte erfolgt mit teilweise erheblichem Aufwand auf mechanische, elektrische oder elektronische Weise. Um das Auftreten von schädlichen Kräften in einer Richtung quer zu der eigentlichen Schwingungsrichtung zu vermeiden, ist eine erhebliche Präzision bei der Synchronisation erforderlich.

Ebenfalls wie bei Rütteltischen ist es auch bei Bodenverdichtungsgeräten, insbesondere bei Vibrationsplatten, bekannt, daß eine reine gerichtete Schwingung dadurch erhalten werden kann, daß zwei Fliehgewichte mit gleichem m * r (Produkt aus Mas-se der Unwucht und Radius des Schwerpunkts) um zueinander parallele Achsen mit gleicher Drehzahl gegensinnig in Drehung versetzt werden. Zu diesem Zweck sind bei den bekannten Geräten die in einem gemeinsamen Gehäuse gelagerten Unwuchten ebenfalls zwangsweise miteinander drehbar gekoppelt und von einem gemeinsamen Antrieb her beide mit der gewünschten gleichen Drehzahl in Gegensinn angetrieben.

Insbesondere bei dem Einsatz bei Rütteltischen hat sich die bekannte Art der Erzeugung gerichteter Schwingungen wegen des damit verbundenen hohen konstruktiven Aufwands und den damit verbundenen Kosten als problematisch erwiesen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung anzugeben, mit der bei vertretbarem konstruktivem Aufwand gerichtete Schwingungen erzeugt und einer Struktur zugeführt werden können.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen von Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterentwicklungen der Erfindung sind den abhängigen Ansprüchen zu entnehmen.

Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Erzeugen gerichteter Schwingungen ist gekennzeichnet durch wenigstens zwei Fliehgewichte mit im wesentlichen gleichem m * r, die voneinander unabhängig mit im wesentlichen gleicher Drehzahl gegensinnig um zueinander parallele Achse drehend antreibbar sind; einen weitgehend starren Träger, auf dem die wenigstens zwei Fliehgewichte drehbar gelagert sind; und durch eine Konsole, an der der Träger über eine Halterung derart befestigbar ist, daß der Träger relativ zu der Konsole beweglich ist.

Es hat sich überraschend gezeigt, daß beim Einschalten des Antriebs der Fliehgewichte bei der in der vorstehenden Weise gestalteten Vorrichtung nahezu augenblick-lieh eine selbsttätige Synchronisation der beiden Fliehgewichte stattfindet, wenn in Richtung parallel zur gemeinsamen Ebene der Drehachsen der Fliehgewichte, d.h. in Richtung senkrecht zur Schwingungsrichtung und senkrecht zu den Drehachsen der Fliehgewichte, sowie senkrecht zu den Drehachsen, d.h. in Richtung der zu erzeugenden Schwingungen, der die Fliehgewichte tragende Träger jeweils einen Bewe-gungsfreiheitsgrad hat, der in der Regel konstruktiv durch eine gewisse Materialelastizität gegeben ist und im Bedarfsfalle auch in der Größe passend eingerichtet werden kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, daß der Träger weitgehend starr ist. Aus diesem Grund laufen die Fliehgewichte des Unwucht-Schwingungserregers so, als wären sie miteinander zur Erzeugung einer reinen gerichteten Schwingung miteinan-der zwangsgekoppelt, ohne daß dies in Wirklichkeit der Fall ist, so daß der diesbezüglich übliche hohe konstruktive Aufwand und die damit einhergehende Störanfälligkeit vermieden wird. Darüber hinaus ergibt sich eine leichtere Montierbarkeit, da die gesamte Vorrichtung leicht in unabhängige Teilkomponenten zerlegt werden kann. Dies ist insbesondere für die Montage an Rütteltischen von Bedeutung.

Aus diesem Grund ist eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Träger relativ zu der Konsole in Richtung der zu erzeugenden gerichteten Schwingung sowie in einer Richtung senkrecht zu der Schwingungsrichtung und senkrecht zu den Drehachsen der Fliehgewichte beweglich ist.

Vorteilhafterweise ist die zu erzeugende Schwingung senkrecht zu einer durch die Drehachsen der Fliehgewichte aufgespannten Ebene ausgerichtet.

Bei einer besonders vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung weist die Halterung wenigstens ein Federelement zum Übertragen der Bewegung des Trägers in Richtung der gerichteten Schwingung auf. Bei dem Federelement kann es sich auch um ein gummielastisches Element handeln. Bei einer anderen vorteilhaften Weiter-entwicklung weist die Halterung wenigstens ein Federelement zum Übertragen der Bewegung des Trägers in Richtung senkrecht zu der Schwingungsrichtung und senkrecht zu den Drehachsen der Fliehgewichte auf. Die Federelemente gewährleisten eine Beweglichkeit des Trägers in der Halterung und damit relativ zu der Konsole, ohne daß ein unzulässiges Spiel zwischen dem Träger und der Halterung auftreten kann. Weiterhin bewirken die Federelemente, insbesondere bei Kopplung mit Dämpfungselementen, eine effektive Lärmreduzierung, da die von den Fliehgewichten und deren Antrieb erzeugten Körperschallschwingungen nicht oder nur zum Teil auf die Konsole übertragen werden.

Vorteilhafterweise sind die Steifigkeit des oder der Federelemente an die Steifigkeit des Trägers angepaßt. Dadurch wird sichergestellt, daß sich die Selbstsynchronisation der beiden Fliehgewichte unabhängig von der anzuregenden Struktur einstellt.

Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekenn-zeichnet, daß die Halterung zwei an der Konsole befestigte Halterungseinheiten aufweist, zwischen die der Träger beweglich aufgenommen ist. Die Halterungseinheiten stehen einander bei dazwischen angeordnetem Träger gegenüber, so daß der Träger sicher festgehalten werden kann, ohne daß zusätzliche Bauelemente erforderlich sind.

Vorteilhafterweise weist jede der Halterungseinheiten ein Federelement auf, in das der Träger eingesetzt ist.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist jeweils ein Antrieb für ein Fliehgewicht auf dem Träger angeordnet. Da sich erfindungsgemäß die Fliehgewichte selbständig synchronisieren, ist es nicht erforderlich, die Antriebe durch mechanische, elektrische oder elektronische Komponenten zusätzlich zu synchronisieren.

Besonders zweckmäßig kann es sein, die Fliehgewichte jeweils hälftig axial geteilt und mit jeweils dazwischen angeordnetem Antriebsmotor auszuführen, um die Lagerund Wellenbelastungen der Motoren zu vergleichmäßigen.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Konsole Bestandteil einer Struktur ist, in die die gerichteten Schwingungen einleitbar sind. Dies bedeutet entweder, daß die Halterung bzw. die Halterungseinheiten direkt auf der anzuregenden Struktur befestigt werden, oder daß die Konsole mit der Halterung und dem Träger als bauliche Einheit an der Struktur befestigbar ist.

Ebenfalls vorteilhaft ist es, wenn die Struktur ein Rütteltisch oder eine Vibrationsplatte ist, weil sich bei einer derartigen Verwendung der Vorrichtung die bisher bekannten aufwendigen Schwingungserzeuger durch eine einfachere Vorrichtung erset-zen lassen.

Diese und weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden nachfolgend unter Zuhilfenahme der begleitenden Figur näher erläutert.

Die einzige Figur zeigt eine Schnittdarstellung einer Vorrichtung gemäß einerAusfüh-rungsform der Erfindung.

Zwei schematisch dargestellte Fliehgewichte 1 sind in Form von Unwuchten an Drehachsen 2 drehbar gehalten und werden über die Drehachsen 2 jeweils von nicht dar-gestellten Elektromotoren angetrieben. Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung sind in Tiefenrichtung der Figur jeweils zwei Fliehgewichte 1 vorgesehen, zwischen denen der Antriebsmotor angeordnet ist. Derartige Anordnungen sind aber bereits von Vorrichtungen mit zwangssynchronisierten Fliehgewichten bekannt, so daß auf eine weitergehende Beschreibung verzichtet wird.

Die Fliehgewichte 1, die Drehachsen 2 und die Antriebsmotoren sind jeweils mittels Stützen 3 mit einem gemeinsamen Träger 4 verbunden. Der Träger 4 ist eine relativ dicke Stahlplatte und sollte so verwindungssteif wie möglich ausgeführt werden.

Die Stützen 3 sind auf dem Träger 4 festgeschweißt oder festgeschraubt und bilden mit dem Träger 4 ebenfalls eine möglichst steife Konstruktion.

Der Träger 4 ist an zwei seiner Stirnseiten von eine Halterung bildenden Halterungseinheiten 5a und 5b gehalten, die wiederum an einer Konsole 6 festgeschweißt sind. Bei anderen Ausführungsformen sind die Halterungseinheiten nicht mit der Konsole verschweißt, sondern verschraubt. Die Halterungseinheiten 5a und 5b übergreifen hakenartig den Träger 4, wobei zwischen dem Träger 4 und den Halterungseinheiten 5a, 5b Federelemente 7 eingelegt sind. Die Federelemente 7 können z.B. aus Gummi oder aus elastischem Kunststoff bestehen und erforderlichenfalls auch Dämpfungseigenschaften aufweisen.

In der Figur ist gezeigt, daß zwischen den Stirnseiten des Trägers 4 und den Halte-rungseinheiten 5a, 5b jeweils ein Spalt 8 ausgebildet ist. Dieser Spalt 8 ermöglicht es, daß sich der Träger mit den an ihm befestigten Unwuchteinheiten beim Anlaufen der Fliehgewichte 1 in - bezüglich Fig. 1 - Horizontalrichtung geringfügig bewegen kann, was für die Synchronisierung der Fliehgewichte 1 erforderlich ist. Der Spalt 8 kann bei einer anderen Ausführungsform ebenfalls durch ein Federelement ausge-füllt sein, um zu vermeiden, daß der Träger 4 direkt auf die Halterungseinheiten 5a, 5b aufschlägt.

Zum Erzeugen der gerichteten Schwingung werden die Fliehgewichte 1 durch die Antriebsmotoren in gegensinnige Drehbewegung bei im wesentlichen gleicher Drehzahl gebracht. Da ihr Produkt aus Masse der Unwucht und Radius des Unwuchtschwerpunkts im wesentlichen gleich ist, sind auch die sich durch die Rotation ergebenden Fliehkräfte im wesentlichen gleich. Aufgrund der gegensinnigen Drehung heben sich die - in bezug auf Fig. 1 gesehen - Horizontalkomponenten der Fliehkräfte gegenseitig auf, während sich die in Pfeilrichtung 9 gerichteten Vertikalkomponenten der Flieh-kräfte addieren und somit eine gerichtete Schwingung in Pfeilrichtung 9 erzeugen. Die senkrecht zu einer durch die Drehachsen 2 aufgespannten Ebene stehende, gerichtete Schwingung wird über den starren Träger 4 und die Federelemente 7 auf die Konsole 6 übertragen, wo sie in der gewünschten Weise genutzt werden kann.

Die Konsole 6 kann bei Verwendung der Vorrichtung auf einer Struktur oder an einem Arbeitsgerät befestigt werden, um die gerichtete Schwingung in der gewünschten Weise einzuleiten. Ebenfalls ist es möglich, daß die Konsole 6 bereits Teil der anzuregenden Struktur bzw. des Arbeitsgeräts ist. Zum Beispiel kann die Konsole 6 Bestandteil einer Vibrationsplatte zur Bodenverdichtung oder einer Schalungshaut ei-nes Rütteltischs zur Betonverdichtung sein.

Selbstverständlich kann die Vorrichtung nicht nur bei dem genannten Rütteltisch oder der Vibrationsplatte eingesetzt werden, sondern auch bei jeder anderen Vorrichtung, bei der gerichtete Schwingungen erforderlich sind.

Die in der Figur gezeigte Ausführungsform weist zwei Halterungseinheiten 5a, 5b auf. Bei einer kleineren Ausführungsform der Erfindung ist es auch möglich, den Träger 4 durch nur eine Halterungseinheit an der Konsole 6 zu befestigen.