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1. WO1986004811 - EPICONDYLIC BANDAGE

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EPICONDYLITIS-BAHDAGE

Beschreibung:

Die Neuerung bezieht sich auf eine Epicondylitis-Bandage.

Eine solche Bandage dient zur Behandlung eines sogenannten "Tennisarms". Dabei handelt es sich um einen schmerzhaften Reizzustand im Ursprungsbereich der Unterarmstrecksehnen an der Ellbogenaußenseite, dort wo die Sehnen am Knochen verankert sind. Anders als die Bezeichnung "Tennisarm" vermuten läßt, treten solche schmerznaften Reizzustände aber nicht nur bei Tennisspielern auf, sondern stellen einen schmerzhaften Reizzustand dar, der zahlenmäßig in noch größerem

Umfang auch bei beruflichen Tätigkeiten oder Tätigkeiten im Haushalt festzustellen ist.

Bei Tennisspielern treten solche Reizzustände auf, wenn ein Tennisspieler eine falsche Technik, d. h. zu viel Kraft statt Schwung, anwendet. Oft sind auch Metallschläger die Ursache für einen sogenannten Tennisarm. Sie absorbieren die Schwingungen weniger als traditionelle Holz- oder moderne Corbon-Fiber-Schläger. Insbesondere derjenige, der seinen Schläger knallhart bespannt, setzt seinen Arm großer Gefahr aus. Wird dann der Ball auch nur ein paarmal in der Stunde falsch getroffen, kann dies die Ursache für Beschwerden sein. Auch das Wechseln vom langsamen Grandplatz auf schnelle Böden wie Beton, Kunststoff, Kunstrasen oder Teppich fördert die Beschwerden. Der Ball springt anders, fast immer
schneller. Die ballistische Kurve wird flacher und
der Ball ist schlechter zu berechnen. Dadurch kommt
es zu überhästeten, unharmonischen Bewegungen. Eandgelenk und Unterarmmuskulatur müssen in Sekundenbruchteilen verkrampft die fehlerhaften Schlagtechniken ausgleichen.

Ganz Entsprechendes läßt sich auch feststellen, wenn jemand im Beruf bestimmte krafterfordernde Bewegungen überhastet und unharmonisch ausführt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn ein bestimmter Zeitrhythmus von außen vorgegeben wird, insbesondere also bei Band- oder Akkordarbeit.

Aber auch bei im Haushalt oder im Büro tätigen Frauen kann der sogenannte "Tennisarm" auftreten. Bügeln, Stricken oder Maschineschreiben können in solchen Fällen die Ursache sein.

Im akuten Zustand der Reizung bereitet schon das Heben einer Kaffeetasse Schmerzen. Darüber hinaus ist die schmerzhafte Stelle druckempfindlich.

Zur Behandlung werden u. a. verschiedenartige Salbenverbände empfohlen. Es ist auch bereits eine sogenannte Epicondylitis-Spange bekannt geworden, die den Arm in der Nähe des Ellbogengelenks im wesentlichen halbringförmig umspannt (DE - PS 26 35 426). Ein solches riemenähnliches Gebilde hat jedoch den Nachteil, daß praktisch kein Wärmeeffekt ermöglicht wird und die Druckpolster nicht gelockert werden können, da dies sonst zu einem Verrutschen der Druckpolster führen würde. Es hat sich jedoch als vorteilhaft erwiesen, den Druck der Platten nach ca. 10 Minuten Betätigung im gewissen Umfang zu lockern, da die Muskulatur bei einer Belastung bekanntlich anschwillt und dem. durch die
Lockerung im ausreichenden Maße Rechnung getragen
werden muß. Anderenfalls kommt es zu einer raschen Ermüdung und Erlahmung der Muskulatur. Schließlich geben bei der vorbekannten Ausführung die Druckpolster den Druck nur wenig konzentriert weiter. Der erzielbare Effekt wird dadurch gemindert.

Der Neuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Epicondylitis-Bandage zu schaffen, die sowohl aus medizinischer Sicht als auch im Hinblick auf ihre praktische Anwendung von besonderem Vorteil ist.

Dies geschieht mit Hilfe der kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.

Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprächen.

Von Bedeutung ist dabei, daß die Druckwirkung durch einen den Arm umgreifenden Riemen mit Hilfe von Plättchen erzeugt wird, die den Positionen der Epicondylen zugeordnet sind. Riemen und Plättchen sind fest mit einer elastischen Armbandage verbunden. Die Armbandage umschließt Unterarm, Ellbogen und Oberarm und ist im höchsten Maße rutschfest und garantiert die medizinisch richtige Lage von Spannriemen mit Plättchen, und zwar auch dann, wenn der Spannriemen nur schwach gespannt ist. Ein weiterer Vorteil ist die Wärmewirkung der Bandage.

Die Neuerung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungsfigur beispielsweise erläutert.

In der Zeichnungsfigur ist ein aus elastischem Material gearbeiteter, insbesondere gestrickter oder rundgestrickter Schlauchabschnitt 10 zu erkennen, der in seiner Form im wesentlichen dem Armgelenk angepaßt ist. Der Schlauchabschnitt 10 kann so gearbeitet sein, daß die in Umfangsrichtung vorhandene elastische Spannung in Längsrichtung gesehen vom Unterarm zum Oberarm hin kontinuierlich abnimmt. Dies wirkt sich vorteilhaft auf die Durchblutung aus.

Der Schlauchabschnitt 10 ist so gestaltet, daß er in seiner Form den anatomischen Verhältnissen um das Ellbogengelenk entspricht. An der dem Ellbogengelenk zugeordneten Stelle des Schlauchabschnitts 10 kann ein Zwickel 11 eingenäht sein oder aber der Schlauchabschnitt in einem kontinuierlichen Arbeitsvorgang, beispielsweise beim Rundstrickvorgang, eine leichte Ausbauchung erhalten haben.

Wird der Schlauchabschnitt 10 nicht rundgestrickt, sondern aus einer Flachbahn oder aus einem Flachgestrick hergestellt, so wird er eine Naht aufweisen, die vorzugsweise an der der Innenseite des Arms entsprechenden Längslinie des Schlauchabschnitts 10 verlaufen sollte. An den den
Epicondylen (Nervus radialis profundus) entsprechenden
Stellen des Schlauchabschnitts 10 sind relativ feste, im wesentlichen plattenförmige Einlagen 12 vorgesehen, die an diesen Stellen - ggf. in einer Tasche - auf den Schlauchabschnitt 10 genäht oder aber anderweitig dort befestigt sind. Dadurch wird in erster Linie eine mechanische Entlastung der Muskeln an ihren Ansatzpunkten, nämlich an den Epicondylen, erreicht. Die Folge davon wiederum ist eine Entspannung der Hand- und Fingerstreckmuskulatur und demzufolge eine Besserung der Knochenhautreizung. Die als
Druckplatte dienende Einlage 12 ist vorzugsweise eben und besteht aus einem elastisch verformbaren Material. Sie wird durch den elastischen Schlauchabschnitt 10 und
durch den Spannriemen 13 an den Radius des Unterarms
angepaßt. Dabei ist der Druck der Platte in deren Mitte verständlicherweise am größten und nimmt zum Randbereich hin kontinuierlich ab. So wird der Druck sehr gezielt auf den Nervus radialis profundus konzentriert, der für die Wahrnehmung der Schmerzen beim sogenannten "Tennisarm" verantwortlich ist. Der Druck führt zu einer Beruhigung und Schmerzlinderung. Insbesondere bei hartelastischen Druckplatten konzentriert sich der Druck stark auf deren

Mitte. Bei weichelastischen Druckplatten verteilt sich der Druck hingegen gleichmäßiger auf eine größere Fläche. Über die unterschiedliche Härte des Materials kann die Druckverteilung individuell gewählt werden.

Wie bereits weiter oben erwähnt, wird durch den verstärkten Druck der Platten auf die Unterarmmuskulatur am Epicondylus lateralis und medialis eine Zugentlastung an den Sehnenansätzen (Extensoren und Flexoren) erreicht. Weiter wird durch die Platten eine zusätzliche Dämpfung des Aufprallschocks und der Schwingungen vom Schläger auf den Sehnenansatz ermöglicht. Schmerzhafte Druckstellen am Randbereich der
Platten werden dadurch vermieden, daß der Druck zum Randbereich hin praktisch kontinuierlich abnimmt.

Über einen Spannriemen 13, der die beiden vorgesehenen plattchenförmigen Einlagen 12 zumindest teilweise übergreift, kann die Umfangsspannung in diesem Bereich eingestellt werden. Um eine stufenlose, den jeweiligen Bedürfnissen entsprechende Verstellung der Spannung des Spannriemens 13 zu erreichen, ist dieser mit einem an sich bekannten Verschluß versehen. Dabei kann es sich um einen Riemen-oder Schnallenverschluß, aber auch um einen
sogenannten KlettVerschluß handeln.

Der Spannriemen 13 kann auch doppelt geführt werden, indem er durch eine öse 14 und von dort in seine Ausgangsrichtung zurückgeführt wird. Die Fixierung des Spannriemens 13 erfolgt dann gegenüber dem Spannriemen 13 selbst, wie dies in der Zeichnungsfigur schematisch
dargestellt ist.

Die oben geschilderte Epicondylitis-Bandage hat sich in der Praxis außerordentlich gut bewährt. Dies dürfte auch darauf zurückzuführen sein, daß durch den elastischen
Schlauchabschnitt 10 in Verbindung mit den plattenförmigen Einlagen 12 eine mechanische Entlastung der Muskeln in ihren Ansatzpunkten, nämlich den Epicondylen, erreicht wird, wodurch sich eine Entspannung der Hand- und Fingerstreckmuskulatur ergibt. Ein weiterer Vorteil ist die zusätzliche Wärmewirkung der Bandage, insbesondere in den Fällen, in denen eine wärmeisolierende textile oder andere Lage zusätzlich vorgesehen ist oder aber ein zusätzliches wärmeisolierendes Fadenmaterial in das Gewebe oder Gestrick aufgenommen worden ist.

Die oben beschriebene Bandage kann auch prophylaktisch bei arbeits- oder sportbedingten Bewegungen zum Einsatz kommen, die möglicherweise eine Epicondylitis auslösen oder aber bereits einmal zu einer ersten Erkrankung geführt haben. Insbesondere nach einer ersten Erkrankung besteht stets die Gefahr eines Rezidivs.

Die gezielte Druckentwicklung, radial und/oder ulnar, führt im gefährdeten Bereich zu einer optimalen Druck verteilung. Der elastische Schlauchabschnitt 10 entspricht der anatomischen Form des Unterarms und garantiert Rutschfestigkeit, optimalen Sitz und ggf. auch
eine kontinuierliche Veränderung der Umfangskräfte über die Länge des Schlauchabschnitts 10.

Der nicht vom Spannriemen 13 erfaßte Umfangsabschnitt kann mit einem elastischen oder auch weitgehend unelastischen Band 15 besetzt sein, das auch dann für einen gewissen Mindestzug in Umfangsrichtung sorgt, wenn der Anwender nach einer gewissen Zeit der Tätigkeit den Spannriemen 13 nach und nach lockert. Dabei ermöglicht der
Verschluß eine individuelle Anpassung der Spannung des
Spannriemens 13, insbesondere bei Verwendung des Klettverschlusses.

Zu erwähnen ist noch, daß der oben beschriebene Schlauchabschnitt 10 zu einer Verstärkung der Venenpumpe im gesamten Unterarmbereich führt, und zwar ohne Beeinträchtigung der arteriellen Durchblutung. Die Größe der plattenförmigen Einlagen 12 kann der Größe des Arms im gewissen Umfang angepaßt werden, wird im Durchschnitt bei etwa 7,5 cm x 5,5 cm liegen.