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1. (WO2018189227) STORAGE-STABLE SOLUTIONS CONTAINING CYANAMIDE
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Lagerstabile Cyanamid-haltige Lösungen

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft wässrige Cyanamid-haltige Lösungen,

insbesondere lagerstabile wässrige Cyanamid-haltige Lösungen, die einen

Stabilisator und ein Tensid enthalten.

Wässrige Cyanamid-Lösungen haben vielfältige Einsatzbereiche. Als Rohstoff für chemische Synthesen dienen sie zur Herstellung von Guanidinen, Thioharnstoffen, Isoharnstoff-Derivaten, N-Cyanimiden und heterocyclischen Verbindungen wie z.B. Pyrimidinen, 1 ,3,5-Triazinen, Imidazolen, 1 ,2,4-Triazolen und Tetrazolen. Im landwirtschaftlichen Bereich kommen wässrige Cyanamid-Lösungen als Biozid, als Wachstumsregulator bzw. als dormanzbrechendes Phytohormon zum Einsatz. In Wasch- und Reinigungsmitteln sowie bei der Zellstoffbleiche werden wässrige Cyanamid-Lösungen als Bleichaktivator für Peroxide eingesetzt.

Handelsübliche Cyanamid-Lösungen werden heute in großen Mengen in Form einer wässrigen Lösung, meist im Konzentrationsbereich um 50 Gew.-%, angeboten. Zudem wird Cyanamid als Feststoff mit ca. 99 %-igem Gehalt vermarktet.

Wässrige Cyanamid-Lösungen haben eine begrenzte Lagerstabiltät, da abhängig von ihrem pH-Wert und ihrer Konzentration sowohl eine Dimerisation zu

Dicyandiamid (N-Cyanoguanidin) als auch eine Hydratation zu Harnstoff und weiter zu Ammoniumcarbamat bzw. Ammoniumcarbonat auftritt. Zur Verzögerung dieser unerwünschten Reaktionen wurden bereits verschiedene Stabilisierungsmittel vorgeschlagen. Beispielsweise wurden Alkoxyethylacetate (vgl. US 3295926), Borsäure (vgl. SU 122742), Carbonsäureester wie z.B. Ethylformiat (vgl.

DE 2642023) oder Diammoniumphosphat (vgl. JP 10203824) als

Stabilisierungsmittel vorgeschlagen. Im technischen Bereich hat sich ein

Stabilisatorsystem auf Basis von anorganischen Phosphaten bewährt (vgl. Kirk-Othmer, Encyclopedia of Chemical Technology, 3rd edition 1979, Vol.7, page 297).

Bei besonders hohen Anforderungen an die Stabilität kann zusätzlich ein System enthaltend anorganische oder organische Magnesiumsalze, insbesondere

Magnesiumchlorid-Hexahydrat, eingesetzt werden (vgl. DE 3219054).

Leider ergeben die bekannten Stabilisierungssysteme für manche Anwendungen -insbesondere bei erforderlich längerer Lagerung in warmen Ländern - keine ausreichende Stabilität. Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein weiter verbessertes Stabilisierungssystem für wässrige Cyanamid-Lösungen zu finden. Zudem ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine lagerstabile Cyanamid-haltige Lösung zur Verfügung zu stellen, die in einer Vielzahl an Anwendungen, insbesondere in der Landwirtschaft zur Regulierung des Pflanzenwachstums, eingesetzt werden kann und deren Anwendung als unbedenklich für den Anwender eingestuft werden kann.

Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben durch eine Zusammensetzung gemäß Anspruch 1 gelöst. Demnach ist eine Cyanamid-haltige Lösung Gegenstand der vorliegenden Erfindung, die umfasst:

a) 15 bis 60 Gew.-% Cyanamid,

b) 0,01 bis 4 Gew.-% eines Stabilisators enthaltend eine oder mehrere

Verbindungen aus der Gruppe der Phosphor-haltigen Säuren oder deren Salze, c) 0,01 bis 4 Gew.-% eines nichtionischen Tensids enthaltend eine oder mehrere Verbindungen aus der Gruppe der Ethoxylate gemäß Formel (I), der

Fettalkoholglucoside gemäß Formel (II) oder Mischungen hiervon, wobei für Formel (I) und (II) gilt,

R1-0-(CH2CH20)n-H Formel (I)


wobei für die Reste R1, R2 und die Indizes n, m gleichzeitig oder unabhängig gilt:

eine lineare oder verzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine partiell oder vollständig fluorierte

Alkylgruppe mit 6 bis 18 Kohlenstoffatomen, eine Phenylgruppe, eine alkylsubstituierte Phenylgruppe, eine ein- oder mehrfunktionelle Siloxangruppe,

R2 = eine lineare oder verzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen,

n = eine Zahl von 2 bis 20,

eine Zahl von 1 bis 5,

d) Rest Wasser,

wobei die Komponenten a) und c) in einem Gewichtsverhältnis Cyanamid zu nichtionischem Tensid im Bereich von 500 : 1 bis 5 : 1 vorliegen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung ist eine Cyanamid-haltige Lösung

Gegenstand der vorliegenden Erfindung, die enthält:

a) 15 bis 60 Gew.-% Cyanamid,

b) 0,01 bis 4 Gew.-% eines Stabilisators enthaltend eine oder mehrere

Verbindungen aus der Gruppe der Phosphor-haltigen Säuren oder deren Salze, c) 0,01 bis 4 Gew.-% eines nichtionischen Tensids enthaltend eine oder mehrere Verbindungen aus der Gruppe der Ethoxylate gemäß Formel (I), der

Fettalkoholglucoside gemäß Formel (II) oder Mischungen hiervon, wobei für Formel (I) und (II) gilt,

R1-0-(CH2CH20)n-H Formel (I)


Formel (II)

wobei für die Reste R1, R2 und die Indizes n, m gleichzeitig oder unabhängig gilt:

R1 = eine lineare oder verzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine partiell oder vollständig fluorierte

Alkylgruppe mit 6 bis 18 Kohlenstoffatomen, eine Phenylgruppe, eine alkylsubstituierte Phenylgruppe, eine ein- oder

mehrfunktionelle Siloxangruppe,

R2 = eine lineare oder verzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen,

n = eine Zahl von 2 bis 20,

m = eine Zahl von 1 bis 5,

d) 0 bis 6 Gew.-% Dicyandiamid,

e) 0 bis 5 Gew.-% Formulierungshilfsstoff, und

f) Rest Wasser,

wobei die Komponenten a) und c) in einem Gewichtsverhältnis Cyanamid zu nichtionischem Tensid im Bereich von 500 : 1 bis 5 : 1 vorliegen.

Überraschender weise hat sich gezeigt, dass erfindungsgemäße wässrige

Cyanamid-Lösungen mit Zusatz eines nichtionischen Tensids eine gegenüber nicht Tensid-haltigen Lösungen deutlich verbesserte Lagerstabilität aufweisen. In diesem Zusammenhang hat sich gezeigt, dass der Abbau von Cyanamid in diesen Tensid-haltigen Lösungen im Vergleich zu bekannten Lösungen, die bekannte

Stabilisatoren enthalten, in deutlich geringerem Umfang stattfindet. Somit stellen diese Tensid-haltigen Cyanamidlösungen eine technisch und wirtschaftlich verbesserte Stoffzusammensetzung dar. Insbesondere wässrige Cyanamid-Lösungen mit Zusatz eines nichtionischen Tensids aus der Gruppe der Ethoxylate gemäß Formel (I), der Fettalkoholglucoside gemäß Formel (II) oder Mischungen hiervon, zeigen eine deutlich verbesserte Lagerstabilität gegenüber nicht Tensid-haltigen Zusammensetzungen als auch gegenüber Cyanamid-haltigen Lösungen, die ein anionisches Tensid enthalten. Zudem hat sich herausgestellt, dass die Bildung von Dicyandiamid in erfindungsgemäßen wässrigen Cyanamid-Lösungen mit Zusatz eines nichtionischen Tensids aus der Gruppe der Ethoxylate gemäß Formel (I), der Fettalkoholglucoside gemäß Formel (II) oder Mischungen hiervon, deutlich gesenkt werden kann.

Erfindungsgemäße Cyanamid-haltige Lösungen können in einer Vielzahl an Anwendungen, insbesondere in der Landwirtschaft zur Regulierung des

Pflanzenwachstums, eingesetzt werden. Zudem hat sich gezeigt, dass nicht-ionische Tenside hierfür uneingeschränkt zu verwenden sind. Es ist bekannt, dass nichtionische Tenside aus der Gruppe der Ethoxylate gemäß Formel (I), der Fettalkoholglucoside gemäß Formel (II) oder Mischungen hiervon, beispielsweise als Spreitmittel in der Landwirtschaft eingesetzt werden können. Nicht bekannt ist hingegen, dass diese Verbindungen einen stabilisierenden Effekt auf Cyanamid-haltige Lösungen ausüben. Insbesondere ist nicht bekannt, dass diese Tenside gegenüber für Cyanamid-haltige Lösungen bekannten Stabilisator-Systemen einen zusätzlichen stabilisierenden Effekt zeigen. Diese Tatsachen sind in der

Gesamtbetrachtung vollkommen überraschend und nicht vorhersehbar.

Dabei umfasst oder enthält eine erfindungsgemäße Cyanamid-haltige Lösung mindestens 15 Gew.-% Cyanamid. Wesentlich ist hierbei, dass das Cyanamid (CH2N2, CAS-Nr. 420-04-2) als solches und nicht als Salz eingesetzt wird.

Besonders bevorzugt umfasst oder enthält eine erfindungsgemäße Cyanamid-haltige Lösung mindestens 20 Gew.-% Cyanamid, weiter bevorzugt mindestens 25 Gew.-% Cyanamid, weiter bevorzugt mindestens 30 Gew.-% Cyanamid und ganz besonders bevorzugt mindestens 35 Gew.-% Cyanamid. Gleichzeitig oder unabhängig hiervon kann die Cyanamid-haltige Lösung erfindungsgemäß Cyanamid bis zu einer Menge von 60 Gew.-%, bevorzugt bis zu einer Menge von 52 Gew.-%, weiter bevorzugt bis zu einer Menge von 45 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt bis zu einer Menge von 42 Gew.-% umfassen oder enthalten. Besonders bevorzugt umfasst oder enthält die Cyanamid-haltige Lösung 30 bis 60 Gew.-% Cyanamid und ganz besonders bevorzugt 35 bis 52 Gew.-% Cyanamid. Somit können Cyanamid-haltige Lösungen bereitgestellt werden, die lagerstabil sind, und die gleichzeitig den vorherrschenden Regularien für den Transport von Cyanamid-haltigen Lösungen entsprechen.

Erfindungswesentlich umfasst oder enthält eine Cyanamid-haltige Lösung gemäß der vorliegenden Erfindung ein nichtionisches Tensid enthaltend eine oder mehrere Verbindungen aus der Gruppe der Ethoxylate gemäß Formel (I), der

Fettalkoholglucoside gemäß Formel (II) oder Mischungen hiervon, wobei für die Reste R1, R2 und die Indizes m, n gleichzeitig oder unabhängig gilt:

R1 = eine lineare oder verzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 6 bis 24

Kohlenstoffatomen, eine partiell oder vollständig fluorierte Alkylgruppe mit 6 bis 18 Kohlenstoffatomen, eine Phenylgruppe, eine alkylsubstituierte

Phenylgruppe, eine ein- oder mehrfunktionelle Siloxangruppe,

R2 = eine lineare oder verzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 6 bis 24

Kohlenstoffatomen

n = eine Zahl von 2 bis 20,

m = eine Zahl von 1 bis 5.

Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung soll dabei unter einer linearen oder verzweigten Alkylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Alkylgruppe verstanden sein, die in Summe 6 bis 24 Kohlenstoffatome aufweist, und die insbesondere die allgemeine Formel CnH2n+i aufweist, wobei n = eine ganze Zahl von 6 bis 24 bedeutet.

Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass R1 und/ oder R2 für eine lineare Alkylgruppe ausgewählt aus der Gruppe n-Hexyl, n-Heptyl, n-Octyl, n-Nonyl, n-Decyl, n-Undecyl, n-Dodecyl, n-Tridecyl, n-Tetradecyl, n-Pentadecyl, n-Hexadecyl, n-Heptadecyl, n-Octadecyl, n-Nonadecyl, n-Eicosanyl, n-Heneicosanyl, n-Docosanyl, n-Tricosanyl oder n-Tetracosanyl steht. Diese linearen Alkylgruppen können ihrerseits mit einer oder mehreren Alkylgruppen substituiert sein, so dass verzweigte Alkylgruppen resultieren. Damit kann gemäß einer weiteren, bevorzugten Ausführung R und/ oder R2 auch für eine verzweigte Alkylgruppe ausgewählt aus der Gruppe n-Hexyl, n-Heptyl, n-Octyl, n-Nonyl, n-Decyl, n-Undecyl, n-Dodecyl, n-Tridecyl, n-Tetradecyl, n-Pentadecyl, n-Hexadecyl, n-Heptdecyl, n-Octdecyl, n-Nonadecyl, n-Eicosanyl, n-Heineicosanyl, n-Docosanyl, n-Tricosanyl oder n-Tetracosanyl stehen, wobei diese Gruppen ihrerseits mit einer oder mehreren C1- bis C12-Alkylgruppen substituiert sind, wobei C1- bis C12-Alkyl weiterhin bevorzugt Methyl, Ethyl, n-Propyl, n-Butyl, n-Pentyl, n-Hexyl, n-Heptyl, n-Octyl, n-Nonyl, n-Decyl, n-Undecyl oder n-Dodecyl bedeuten kann.

Bevorzugt werden als Reste R1 und/ oder R2 lineare Alkylgruppen mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, insbesondere geradzahlige, lineare Alkylgruppen mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, speziell auch im Gemisch untereinander, so wie sie aus natürlichen Fetten gewonnen werden können.

Alternativ bevorzugt ist im Umfang der vorliegenden Erfindung auch vorgesehen, dass R und/ oder R2 für eine verzweigte Alkylgruppe mit 8 bis 18

Kohlenstoffatomen, insbesondere eine ungeradzahlige, verzweigte Alkylgruppe mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen steht.

Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung soll dabei unter einer linearen oder verzweigte Alkylgruppe mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, eine Alkylgruppe verstanden sein, die in Summe 8 bis 18 Kohlenstoffatome aufweist, und die insbesondere die allgemeine Formel CnH2n+i aufweist, wobei n = eine ganze Zahl von 8 bis 18 bedeutet.

Somit bedeutet R1 und/ oder R2 bevorzugt n-Octyl, n-Nonyl, n-Decyl, n-Undecyl, n-Dodecyl, n-Tridecyl, n-Tetradecyl, n-Pentadecyl, n-Hexadecyl, n-Heptadecyl und n-Octadecyl. Besonders bevorzugt bedeutet R1 und/ oder R2 n-Octyl, n-Decyl, n-Dodecyl, n-Tetradecyl, n-Hexadecyl und n-Octadecyl.

Alternativ bevorzugt bedeutet R1 und/ oder R2 somit n-Heptyl, n-Octyl, n-Nonyl, n-Decyl, n-Undecyl, n-Dodecyl, n-Tridecyl, n-Tetradecyl, wobei diese Gruppen ihrerseits mit einer oder mehreren C1 - bis C5-Alkylgruppen substituiert sind, wobei C1- bis C5-Alkyl weiterhin bevorzugt Methyl, Ethyl, n-Propyl, n-Butyl oder n-Pentyl bedeuten kann. Besonders bevorzugt bedeutet R1 und/ oder R2 n-Octyl, n-Decyl oder n-Dodecyl, wobei diese Gruppen ihrerseits einfach oder mehrfach Methyl oder n-Propyl substituiert sind.

R1 und/oder R2 können weiterhin eine lineare oder verzweigte Alkenylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen darstellen, wobei eine solche Alkenylgruppe wenigstens eine Doppelbindung aufweist.

Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung soll unter einer linearen oder verzweigten Alkenylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen insbesondere eine

Alkenylgruppe verstanden sein, die i) in Summe 6 bis 24 Kohlenstoffatome und eine Doppelbindung aufweist, und die insbesondere die allgemeine Formel CnH2n-i aufweist, wobei n = eine ganze Zahl von 6 bis 24 bedeutet, oder die ii) in Summe 6 bis 24 Kohlenstoffatome und zwei Doppelbindungen aufweist, und die insbesondere die allgemeine Formel CnH2n-3 aufweist, wobei n = eine ganze Zahl von 6 bis 24 bedeutet, oder die iii) in Summe 6 bis 24 Kohlenstoffatome und drei

Doppelbindungen aufweist, und die insbesondere die allgemeine Formel CnH2n-5 aufweist, wobei n = eine ganze Zahl von 6 bis 24 bedeutet. Diese Alkenylgruppen können linear, somit nicht verzweigt, oder verzweigt sein.

Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass R1 und/ oder R2 eine lineare

Alkenylgruppe ausgewählt aus der Gruppe Hexenyl, Heptenyl, Octenyl, Nonenyl, Decenyl, Undecenyl, Dodecenyl, Tridecenyl, Tetradecenyl, Pentadecenyl,

Hexadecenyl, Heptadecenyl, Octadecenyl, Nonadecenyl, Eicosenyl, Hexadienyl, Heptadienyl, Octadienyl, Nonadienyl, Decadienyl, Undecadienyl, Dodecadienyl, Tridecadienyl, Tetradecadienyl, Pentadecadienyl, Hexadecad ienyl,

Heptadecadienyl, Octadecadienyl, Nonadecadienyl, Eicosadienyl, Hexatrienyl, Heptatrienyl, Octatrienyl, Nonatrienyl, Decatrienyl, Undecatrienyl, Dodecatrienyl, Tridecatrienyl, Tetradecatrienyl, Pentadecatrienyl, Hexadecatrienyl,

Heptadecatrienyl, Octadecatrienyl, Nonadecatrienyl oder Eicosatrienyl bedeutet. Diese linearen Alkenylgruppen können ihrerseits mit einer oder mehreren

Alkylgruppen oder Alkenylgruppen substituiert sein, so dass verzweigte

Alkenylgruppen resultieren. Damit kann gemäß einer weiteren, bevorzugten Ausführung R und/ oder R2 auch eine verzweigte Alkenylgruppe ausgewählt aus der Gruppe Hexenyl, Heptenyl, Octenyl, Nonenyl, Decenyl, Undecenyl, Dodecenyl, Tridecenyl, Tetradecenyl, Pentadecenyl, Hexadecenyl, Heptadecenyl, Octadecenyl, Nonadecenyl, Eicosenyl, Hexadienyl, Heptadienyl, Octadienyl, Nonadienyl, Decadienyl, Undecadienyl, Dodecadienyl, Tridecadienyl, Tetradecadienyl,

Pentadecadienyl, Hexadecadienyl, Heptadecadienyl, Octadecadienyl,

Nonadecadienyl, Eicosadienyl, Hexatrienyl, Heptatrienyl, Octatrienyl, Nonatrienyl, Decatrienyl, Undecatrienyl, Dodecatrienyl, Tridecatrienyl, Tetradecatrienyl,

Pentadecatrienyl, Hexadecatrienyl, Heptadecatrienyl, Octadecatrienyl,

Nonadecatrienyl oder Eicosatrienyl bedeuten, die ihrerseits mit einer oder mehreren C1- bis C12-Alkylgruppen oder mit einer oder mehreren C2- bis C12-Alkyenylgruppen substituiert sind, wobei C1 - bis C12-Alkyl weiterhin bevorzugt Methyl, Ethyl, n-Propyl, n-Butyl, n-Pentyl, n-Hexyl, n-Heptyl, n-Octyl, n-Nonyl, n-Decyl, n-Undecyl oder n-Dodecyl, und wobei C2- bis C12-Alkenyl weiterhin bevorzugt Vinyl, Allyl, Butenyl, Pentenyl, Hexenyl, Heptenyl, Octenyl, Nonenyl, Decenyl, Undecenyl oder Dodecenyl bedeuten kann.

Bevorzugt werden als Reste R1 und/ oder R2 lineare Alkenylgruppen mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, insbesondere geradzahlige, lineare Alkenylgruppen mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, speziell auch im Gemisch untereinander, so wie sie aus natürlichen Fetten gewonnen werden können.

Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung soll unter einer linearen

Alkenylgruppe mit 8 bis 18 Kohlenstoff atomen eine Alkenylgruppe verstanden sein, die in Summe 8 bis 18 Kohlenstoffatome und eine Doppelbindung aufweist, und die insbesondere die allgemeine Formel CnH2n-i aufweist, wobei n = eine ganze Zahl von 8 bis 18 bedeutet.

Somit bedeutet R1 und/ oder R2 bevorzugt Octenyl, Nonenyl, Decenyl, Undecenyl, Dodecenyl, Tridecenyl, Tetradecenyl, Pentadecenyl, Hexadecenyl, Heptadecenyl und Octadecenyl. Besonders bevorzugt bedeutet R1 und/ oder R2 Octenyl, Decenyl, Dodecenyl, Tetradecenyl, Hexadecenyl, und Octadecenyl.

Weiterhin soll im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung unter einer Phenylgruppe ein nicht-substituierter aromatischer Rest der Formel C6H5

verstanden sein. Im Unterschied hierzu soll unter einem alkylsubstituierten

Phenylgruppe eine mit mindestens einer Alkylgruppe substituierte Phenylgruppe verstanden sein, wobei Alkyl in diesem Zusammenhang bevorzugt C1 - bis C10-Alkyl bedeutet, und C1 - bis C10-AI kyl weiterhin bevorzugt für Methyl, Ethyl, n-Propyl, 1-Methylethyl, n-Butyl, 1 -Methylpropyl, 2-Methylpropyl, 1 ,1 -Dimethylethyl, n-Pentyl, 1 -Methylbutyl, 2-Methylbutyl, 3-Methylbutyl, 1 ,1 -Dimethylpropyl, 1 ,2-Dimethylpropyl, 2,2-Dimethylpropyl, 1 -Ethylpropyl, n-Hexyl, n-Heptyl, n-Octyl, n-Nonyl, 7-Methyloctyl, 2,4-Dimethyl-3-heptyl oder n-Decyl steht.

Weiterhin soll im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung unter einer ein-oder mehrfunktionellen Siloxangruppe eine Siloxangruppe verstanden sein, die durch gemischte Hydrolyse aus

a) einem oder mehreren Chlorsilanen aus der Gruppe Trimethylchlorsilan,

Dimethyldichlorsilan und Methyltrichlorsilan, und

b) einem oder mehreren 3-Heteropropylsubstituierten Chlorsilanen aus der

Gruppe der 3-Heteropropyl-trichlorsilan, 3-Heteropropyl-methyldichlorsilan ι

3-Heteropropyl-dimethylchlorsilan, wobei 3-Heteropropyl die Bedeutung hat: 3-Chlorpropyl, 3-Hydroxypropyl oder 3-(Hydroxyethoxy)propyl,

herstellbar sind.

Typische aus diesen Bausteinen herstellbare ein- oder mehrfunktionelle

Siloxangruppen sind nachfolgend in den Formeln genannt, wobei Formel (III) für eine monofunktionelle Siloxangruppe, Formel (IV) für eine bifunktionelle

Siloxangruppe sowie Formeln (V) und (Va) für eine v-funktionelle Siloxangruppe steht, und für die Formeln (III), (IV), (V) und (Va) gilt:

(H3C)3Si-0-((CH3)2SiO)x-Si(CH3)2-(CH2)3— Formel (III)

wobei für den Index x gilt:

x = eine Zahl von 0 bis 15, insbesondere eine Zahl von 0 bis 10,

insbesondere eine Zahl von 3 bis 10,

H-(OCH2CH2)y-0-(CH2)3-((CH3)2SiO)z-Si(CH3)2-(CH2)3— Formel (IV)

wobei für die Indizes y und z gilt:

y = eine Zahl von 2 bis 20, insbesondere eine Zahl von 2 bis 10,

insbesondere eine Zahl von 3 bis 10,

z = eine Zahl von 0 bis 10, insbesondere eine Zahl von 0 bis 5,

insbesondere eine Zahl von 1 bis 3,

Si(CH3)3

O

(H3C)3Si O— CH3)Si (CH2)3


0)y— H Formel (V)

wobei für die Indizes y, u und v gilt:

y = eine Zahl von 2 bis 20, insbesondere eine Zahl von 2 bis 10, insbesondere eine Zahl von 3 bis 10,

u = eine Zahl von 0 bis 15, insbesondere eine Zahl von 0 bis 10,

insbesondere eine Zahl von 0 bis 3,

v = eine Zahl von 0 bis 4, insbesondere eine Zahl von 0 bis 3.

Besonders bevorzugt sind v-funktionelle Siloxangruppen, insbesondere

Siloxangruppen der Formel (Va), die ein Spezialfall der Formel (V) für u = v = 0 darstellt, wobei für Formel (Va) gilt:

CH3

(H3C)3Si— O— Si— O— Si(CH3)3

CH2)3

I Formel (Va)

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, dass als nichtionisches Tensid ein Ethoxylate gemäß Formel (I) eingesetzt wird, wobei für den Rest R und den Index n gilt:

R1 = lineare oder verzweigte Alkylgruppe mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, alkylsubstituierte Phenylgruppe,

ein monofunktionelles Siloxan der Formel (III) mit x = eine Zahl von 3 bis 10,

ein bifunktionelles Siloxan der Formel (IV) mit z = eine Zahl von 1 bis 3 und y = eine Zahl von 2 bis 10, oder

eine mehrfunktionelle Siloxangruppe der Formel (V) mit u = eine Zahl von 0 bis 3 und v = eine Zahl von 0 bis 3 und y = eine Zahl von 2 bis 10, insbesondere eine Zahl von 3 bis 10,

n = eine Zahl von 2 bis 20, insbesondere eine Zahl von 2 bis 10,

insbesondere eine Zahl von 3 bis 10.

Gemäß einer weiterhin bevorzugten Ausführung, kann als nichtionisches Tensid auch Gemisch aus verschiedenen Ethoxylaten gemäß Formel (I) eingesetzt werden. Hierbei hat sich besonders wirkungsvoll ein Gemisch aus mindestens zwei

verschiedenen Ethoxylaten gemäß Formel (I) gezeigt, wobei für den Rest R1 und den Index n gilt:

R = eine mehrfunktionelle Siloxangruppe der Formel (V) mit u = eine Zahl von 0 bis 3 und v = eine Zahl von 0 bis 3 und y = eine Zahl von 2 bis 10, n = eine Zahl von 2 bis 20, insbesondere eine Zahl von 2 bis 10,

insbesondere eine Zahl von 3 bis 10.

Gemäß einer weiterhin bevorzugten Ausführung, kann als nichtionisches Tensid auch Gemisch aus verschiedenen Ethoxylaten gemäß Formel (I) eingesetzt werden. Hierbei hat sich besonders wirkungsvoll ein Gemisch aus mindestens zwei verschiedenen Ethoxylaten gemäß Formel (I) gezeigt, wobei für den Rest R1 und den Index n gilt:

R1 = n-Dodecyl, n-Hexadecyl und n-Octadecyl,

n = eine Zahl von 2 bis 20, insbesondere eine Zahl von 2 bis 10.

Ganz besonders bevorzugt sind Ethoxylate gemäß Formel (I), wobei für den Rest R1 und den Index n gilt:

R1 = n-Dodecyl, n-Tetradecyl, n-Hexadecyl, n-Octadecyl, Methyldecyl,

Methyldodecyl, Methyltetradecyl, oder ein Siloxan der Formel (Va), n = eine Zahl von 4 bis 8.

Gemäß einer alternativen bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, dass als nichtionisches Tensid ein Fettalkoholglucoside gemäß Formel (II) eingesetzt wird, wobei für den Rest R2 und den Index m gilt:

R2 = lineare Alkylgruppe mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen,

m = eine Zahl von 2 bis 5.

Ganz besonders bevorzugt sind Fettalkoholglucoside gemäß Formel (II), wobei für den Rest R2 und den Index m gilt:

R2 = n-Hexadecyl oder n-Octadecyl,

m = eine Zahl von 3 bis 5

Diese besonders bevorzugten nichtionischen Tenside bewirken eine besonders gute Lagerstabilität. So können wässrige Cyanamid-haltige Lösungen, die neben den bekannten Stabilisatoren ein nichtionisches Tenside der genannten Art enthalten, auch in Regionen mit Durchschnittstemperaturen von mehr als 30 °C im Schatten exportiert werden, ohne dass eine Kühlung notwendig ist.

Im Umfang der der Erfindung zugrundeliegenden Untersuchung konnte dabei festgestellt werden, dass diese Tenside in einer Menge von 0,01 bis 4 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmenge an Lösung stabilisierend wirkt, sofern hierbei das Gewichtsverhältnis von Cyanamid zu nichtionischen Tensid im Bereich von 500 : 1 bis 5 : 1 eingestellt wird. Hervorzuheben ist hierbei, dass das hierbei verwendete Tensid als solches oder in Abmischung mit einem weiteren Tensid der Formel (I) und/oder der Formel (II) verwendet werden kann. Besonders gute Stabilisierungen konnten erreicht werden, wenn das Gewichtsverhältnis von Cyanamid zu

nichtionischen Tensid im Bereich von 100 : 1 bis 5 : 1 eingestellt wird. Somit ist gemäß einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung auch vorgesehen, dass die Komponenten a) und c) in einem Gewichtsverhältnis Cyanamid zu nichtionischen Tensid im Bereich von 100 : 1 bis 5 : 1 , bevorzugt im Bereich von 80 : 1 bis 5 : 1 , weiter bevorzugt im Bereich von 50 : 1 bis 5 : 1 , weiter bevorzugt im Bereich von 30 : 1 bis 5 : 1 , weiter bevorzugt im Bereich von 20 : 1 bis 5 : 1 und ganz besonders bevorzugt im Bereich von 10 : 1 bis 5: 1 , vorliegen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung enthält eine Cyanamid-haltige Lösung 0,01 bis 4 Gew.-%, bevorzugt 0,01 bis 3 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,01 bis 2 Gew.-%, eines Stabilisators enthaltend eine oder mehrere Verbindungen aus der Gruppe der Phosphor-haltigen Säuren oder deren Salze. Besonders bevorzugt kann hierbei als Phosphor-haltige Säure Orthophosphorsäure (H3P04) eingesetzt werden. Sollten Salze dieser Phosphor-haltigen Säuren eingesetzt werden, so können bevorzugt Salze der Orthophosphorsäure eingesetzt werden. Ganz besonders bevorzugt kann als Salz der Phosphor-haltigen Säure Ammoniumdihydrogenphosphat,

Diammoniumhydrogenphosphat, Natriumdihydrogenphosphat,

Dinatriumhydrogenphosphat, Kaliumdihydrogenphosphat,

Dikaliumhydrogenphosphat oder Magnesiumhydrogenphosphat eingesetzt werden.

Gleichzeitig oder unabhängig hiervon kann der Stabilisator ein oder mehrere Verbindungen aus der Gruppe der Phosphorhaltigen-Säuren und deren Salze enthalten, die in Kombination einen Puffer bilden. Ein Puffer ist ein Stoffgemisch, dessen pH-Wert (Konzentration der Oxoniumionen) sich bei Zugabe einer Säure

oder einer Base wesentlich weniger stark ändert, als dies in einem ungepufferten System der Fall wäre. Die Wirkung des Puffers beruht auf der Umsetzung der durch die Säure bzw. Base zugeführten Oxoniumionen (H30+) bzw. der Hydroxidionen (OH ) zu schwachen Säuren bzw. Basen, die selbst nur wenig zur Bildung von H30+ bzw. OH~-lonen neigen.

Ganz besonders bevorzugt kann eine Cyanamid-haltige Lösung gemäß der vorliegenden Erfindung einen Stabilisator enthalten, der ein oder mehrere

Verbindungen aus der Gruppe der Phosphor-haltigen Säuren oder deren Salze enthält, die einen Puffer bilden, und die weiter bevorzugt in einem Verhältnis abgemischt sind, so dass sich in der Cyanamid-haltigen Lösung ein Pufferkapazität von 0,1 bis 100 mmol/l (25 °C), bevorzugt 0,2 bis 50 mmol/l (25°C), besonders bevorzugt 1 bis 10 mmol/l (25°C) einstellt. Somit eingestellte Cyanamid-haltige Lösungen sind besonders lagerstabil.

Weiterhin kann gemäß einer weiter bevorzugten Ausführung auch vorgesehen sein, dass eine Cyanamid-haltige Lösung gemäß der vorliegenden Erfindung einen pH-Wert im Bereich von 3,5 bis 5,5, bevorzugt im Bereich von 3,9 bis 4,5, aufweist. Somit eingestellte Cyanamid-haltige Lösungen sind besonders lagerstabil.

Cyanamid-haltige Lösung weisen herstellungsbedingt immer einen geringen Anteil an Dicyandiamid auf. Zudem wird Dicyandiamid auch in stabilisierten wässrigen Cyanamid-Lösungen gebildet. In den allermeisten Anwendungen sind

Dicyandiamid-Gehalte in Cyanamid-haltigen Lösungen bis zu 6 Gew.-% toleriert. Somit kann eine erfindungsgemäße Cyanamid-haltige Lösung auch einen Anteil an Dicyandiamid aufweisen, wobei der Gehalt an Dicyandiamid höchstens 6 Gew.-%, insbesondere höchstens 5 Gew.-%, insbesondere höchstens 4 Gew.-%, insbesondere höchstens 3 Gew.-% und besonders bevorzugt höchstens 2 Gew.-% beträgt. Insbesondere frisch hergestellte Cyanamid-haltige Lösungen weisen höchstens 2 Gew.-% Dicyandiamid auf.

Aufgrund der besonderen Stabilisierung durch den erfindungsgemäßen Einsatz von nichtionischen Tensiden enthaltend eine oder mehrere Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe der Ethoxylate gemäß Formel (I), der Fettalkoholglucoside gemäß Formel (II) oder Mischungen hiervon, ist auch eine Cyanamid-haltige Lösung

Gegenstand der vorliegenden Erfindung, die einen Gehalt an Dicyandiamid nach einer Lagerzeit von 180 Tagen bei einer Temperatur von 30 °C von höchstens 6 Gew.-%, insbesondere von höchstens 5 Gew.-%, insbesondere von höchstens 4 Gew.-% aufweist.

In einer weiterhin vorteilhaften Ausführung der Erfindung, weist eine

erfindungsgemäße Cyanamid-haltige Lösung bei einer Temperatur von 25 °C eine Oberflächenspannung von weniger als 70 mN/m, bevorzugt von weniger als 60 mN/m, und ganz besonders bevorzugt von weniger als 40 mN/m, auf, wobei gleichzeitig oder unabhängig hiervon vorgesehen sein kann, dass die Lösung bei einer Temperatur von 25 °C eine Oberflächenspannung von mindestens 5 mN/m aufweist.

In einer weiterhin vorteilhaften Ausführung der Erfindung, weist eine

erfindungsgemäße Cyanamid-haltige Lösung bei einer Temperatur von 25 °C eine Viskosität von weniger als 1 Pa*s aufweist. Die erfindungsgemäßen Lösungen weisen vorzugsweise eine Viskosität von weniger als 500 mPa*s, mehr bevorzugt von weniger als 100 mPa*s und noch mehr bevorzugt von weniger als 50 mPa*s bei 25 °C auf.

Im Umfang der vorliegenden Erfindung kann weiterhin vorgesehen sein, dass die Cyanamid-haltige Lösung weitere Inhaltsstoffe, nämlich Formulierungshilfsstoffe, umfassen oder enthalten kann. Bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass die

Cyanamid-haltige Lösung mindestens einen Formulierungshilfsstoff, insbesondere aus der Gruppe der Viskositätsmodifikatoren, Farbstoffe, Markierungsstoffe und Bitterstoffe, umfasst oder enthält. Diese Formulierungshilfsstoffe können in einer Menge bis zu 5 Gew.-% in der Lösung umfasst oder enthalten sein. Im Unterschied zu erfindungswesentlich enthaltenen nichtionischen Tenside weisen diese

Formulierungshilfsstoffe jedoch keinen Effekt auf die Lagerstabilität der Cyanamid-haltigen Lösungen auf und dienen ausschließlich anwendungsspezifischer

Anforderungen.

Besonders bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass die Formulierungshilfsstoffe in einer Menge bis zu 4 Gew.-%, weiter bevorzugt bis zu 3 Gew.-% und besonders bevorzugt bis zu 2 Gew.-% umfasst oder enthalten sind. Sollte die

erfindungsgemäße Cyanamid-haltige Lösung aufgrund von

anwendungsspezifischen Anforderungen Formulierungshilfsstoffe aufweisen, so kann die Cyanamid-haltige Lösung bevorzugt 0,01 Gew.-% Formulierungshilfsstoffe, insbesondere 0,1 Gew.-%, umfassen oder enthalten.

Hervorzuheben ist, dass im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung unter einem Formulierungshilfsstoff kein Öl verstanden sein soll, insbesondere kein Öl aus der Gruppe der natürlichen Öle, insbesondere Öle tierischer oder pflanzlicher Herkunft, und synthetische Öle. Darüber hinaus umfasst oder enthält eine

Cyanamid-haltige Lösung gemäß der vorliegenden Erfindung kein Öl, insbesondere kein Öl aus der Gruppe der natürlichen Öle, insbesondere Öle tierischer oder pflanzlicher Herkunft, und synthetische Öle.

Damit ist auch eine Cyanamid-haltige Lösung Gegenstand der vorliegenden

Erfindung, die umfasst oder enthält:

a) 15 bis 60 Gew.-% Cyanamid,

b) 0,01 bis 4 Gew.-% eines Stabilisators enthaltend eine oder mehrere

Verbindungen aus der Gruppe der Phosphor-haltigen Säuren oder deren Salze,

c) 0,01 bis 4 Gew.-% eines nichtionischen Tensids ausgewählt aus der Gruppe der Ethoxylate gemäß Formel (I), der Fettalkoholglucoside gemäß Formel (II) oder Mischungen hiervon,

d) 0 bis 6 Gew.-% Dicyandiamid,

e) 0,01 bis 5 Gew.-% Formulierungshilfsstoff, und

f) Rest Wasser,

wobei die Komponenten a) und c) in einem Gewichtsverhältnis Cyanamid zu nichtionischen Tensid im Bereich von 500 : 1 bis 5 : 1 vorliegen.

Ganz besonders bevorzugt umfasst oder enthält eine Cyanamid-haltige Lösung gemäß der vorliegenden Erfindung

a) 35 bis 52 Gew.-% Cyanamid,

b) 0,01 bis 4 Gew.-% eines Stabilisators enthaltend eine oder mehrere

Verbindungen aus der Gruppe der Phosphor-haltigen Säuren oder deren Salze,

c) 0,01 bis 4 Gew .-% eines nichtionischen Tensids ausgewählt aus der Gruppe der Ethoxylate gemäß Formel (I), der Fettalkoholglucoside gemäß Formel (II) oder Mischungen hiervon,

d) 0,01 bis 4 Gew .-% Dicyandiamid,

e) 0,01 bis 4 Gew .-% Formulierungshilfsstoffe, und

f) Rest Wasser,

wobei die Komponenten a) und c) in einem Gewichtsverhältnis Cyanamid zu nichtionischen Tensid im Bereich von 500 : 1 bis 5 : 1 vorliegen.

Die hiermit beschriebenen wässrigen Cyanamid-haltigen Lösungen zeigen im Vergleich zu bekannten, wässrigen bereits stabilisierten Cyanamidlösung bei der Lagerung eine verbesserte Stabilität auf und sind zur Regulierung des

Pflanzenwachstums bzw. als Formulierung für einen Cyanamid-haltigen

Pflanzenwachstumsregulator bestens geeignet. Damit ist im Umfang der vorliegenden Erfindung auch eine aus bzw. mit dieser wässrigen Cyanamid-haltigen Lösung anwendungsgerecht hergestellte Zubereitung Gegenstand der vorliegenden Erfindung.

Des Weiteren ist die Verwendung der hiermit beschriebenen Cyanamid-haltige Lösung oder eine unter Verwendung dieser wässrige Cyanamid-haltige Lösung hergestellte Zubereitung als Mittel zur Regulierung des Pflanzenwachstums, insbesondere als Düngemittel oder als Pflanzenwachstumsregulator, von der vorliegenden Erfindung umfasst.

Weiterhin ist auch die Verwendung eines nichtionischen Tensids enthaltend eine oder mehrere Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe der Ethoxylate gemäß Formel (I), der Fettalkoholglucoside gemäß Formel (II) oder Mischungen hiervon, zur Stabilisierung von Cyanamid-haltigen Lösungen, insbesondere zur Stabilisierung von Cyanamid-haltigen Lösungen der hierin beschriebenen Zusammensetzung, Gegenstand der vorliegenden Erfindung, wobei für Formel (I) und (II) gilt,

R1-0-(CH2CH20)n-H Formel (I)

Formel (II)

wobei für die Reste R1, R2 und die Indizes n, m gleichzeitig oder unabhängig gilt:

R1 = eine lineare oder verzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine partiell oder vollständig fluorierte

Alkylgruppe mit 6 bis 18 Kohlenstoffatomen, eine Phenylgruppe, eine alkylsubstituierte Phenylgruppe, eine ein- oder

mehrfunktionelle Siloxangruppe,

R2 = eine lineare oder verzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen,

n = eine Zahl von 2 bis 20,

m = eine Zahl von 1 bis 5.

chfolgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.

Beispiele

I) Verwendete Rohstoffe

a) technischer, gemahlener Kalkstickstoff (Hersteller: AlzChem AG) mit 23,1 % Gesamt-Stickstoffgehalt, 22,2% Cyanamid-Stickstoff und 0, 1 %

Calciumcarbidgehalt.

b) handelsübliche 85%ige Phosphorsäure

c) Magnesiumhydrogenphosphat-Trihydrat der Formel MgHP04.3H20, Hersteller:

Fa. Aldrich, Best.Nr. M1265

d) Ethoxyliertes iso-tridecanol mit durchschnittlich 5 Ethylenoxid-Einheiten,

Handelsname: Marlipal 013/50 der Fa. Evonik

e) ethoxyliertes Trisiloxan, Handelsname: Break-Thru S240 der Fa. Evonik f) Octadecyl-Polyglucosid mit durchschnittlich 3 Glucose-Einheiten,

Handelsname: Cognis APG der Fa. Cognis

g) Nonylphenyl-Ethoxylat mit durchschnittlich 5 Ethylenoxid-Einheiten,

Handelsname: Triton N-57 der Fa. Dow Chemical

h) Natriumstearat der Fa. TCI Europe, Best.Nr. S00081

i) Natriumdodecylsulfat der Fa. Aldrich, Best.Nr. 436143

II) Analysemethoden

a) Der Cyanamid-Gehalt wurde per potentiometrischer Titration mit Silbernitrat gegen eine Silberelektrode bestimmt. Das Lösemittel wurde wie folgt hergestellt: 10 ml einer 1 -molaren Natronlauge und 20 ml einer 2-molaren Ammoniaklösung wurden mit 330 ml Ethanol vermischt und mit Wasser auf 1000 ml aufgefüllt. Eine Einwaage entsprechend ca. 5 mg Cyanamid wurde in

50 ml dieses Lösemittels vorgelegt und mit einer 0,05-molaren

Silbernitratlösung titriert, wobei gelbes Silbercyanamid Ag2NCN ausfiel. Der Titrationsendpunkt für die Auswertung entsprach dem Wendepunkt des Potentials an der Silberelektrode.

b) Dicyandiamid (DCD) wurde per Umkehrphasen-HPLC gegen einen externen Standard mit bekanntem Gehalt bestimmt. Verwendete Säule: Nucleosil 5 C- 18 bei 20°C. Mobile Phase: 1 % Methanol in Wasser. Detektionswellenlänge: c) Der pH-Wert wurde mittels einer kalibrierten Glaselektrode (Referenzelektrode AgCI/Ag) ohne weitere Probenvorbereitung gemessen.

d) Phosphat wurde mittels lonenchromatographie gegen einen externen

Standard mit bekanntem Phosphatgehalt bestimmt. Verwendete Säule:

Dionex HPIC AS3 bei 20°C. Als mobile Phase diente gepuffertes Reinst- Wasser mit einem Zusatz von 233 ppm Natriumcarbonat und 235 ppm

Natriumhydrogencarbonat. Detektion mittels Leitfähigkeitssensor.

III) Prüfmethode zur Lagerung der untersuchten Cyanamid-Lösungen

250 ml Natronglas-Enghalsflaschen wurden mit deionisiertem Wasser gereinigt, um anhaftende Alkalispuren zu entfernen. 200 g der zu untersuchenden Lösung wurden jeweils in eine derart vorbereitete Flasche gefüllt. Die zu prüfenden Flaschen wurden in je einem kalibrierten Umluft-Trockenschrank mit 30 bzw. 60°C Innentemperatur gelagert. Für jede Prüftemperatur und jeden

Prüfzeitraum wurde eine eigene Flasche verwendet. Nach Ende des

Prüfzeitraums wurde die jeweilige Flasche aus dem Trocken schrank

entnommen, auf 20°C abgekühlt und entsprechend den obigen

Analysenmethoden auf Cyanamid, DCD und pH untersucht.

Die untersuchten Prüfzeiträume waren:

bei 60°C (beschleunigter Lagertest): 24 Stunden bzw. 48 Stunden bzw. 96 Stunden

- bei 30°C (normaler Lagertest) : 90 bzw. 180 Tage

IV) Herstellung der wässrigen Cyanamid-haltigen Zusammensetzungen (Lösungen)

Lösung 1 a)

720 kg technischer, gemahlener Kalkstickstoff wurden mit 800 kg Brauchwasser bei 20°C unter einem Druck von 3 bar mit technisch reinem Kohlendioxidgas umgesetzt. Das ausgefallene Calciumcarbonat wurde zusammen mit den im Kalkstickstoff enthaltenen unlöslichen Nebenprodukten (u.a. Graphit) abfiltriert. Das Filtrat wurde mit 2,3 kg 85%iger Phosphorsäure von pH 6,9 auf pH 4,0 gestellt. Die erhaltene 33%ige Cyanamid-Lösung (ca. 1000 kg) wurde unter vermindertem Druck (ca. 20 mbar) bei 30-40°C partiell eingedampft. Als

Destillationsrückstand wurden ca. 650 kg der Probelösung 1 a erhalten. Diese Probelösung 1 a hatte folgende Zusammensetzung:

Cyanamid-Gehalt: 50,7%, Dicyandiamid-Gehalt: 0,8%, pH-Wert 4,3, Phosphat-Gehalt: 0,3%.

Lösung 1 b)

720 kg technischer Kalkstickstoff wurden mit 800 kg Brauchwasser bei 20°C unter einem Druck von 3 bar mit technisch reinem Kohlendioxidgas umgesetzt. Das ausgefallene Calciumcarbonat wurde zusammen mit den im Kalkstickstoff enthaltenen unlöslichen Nebenprodukten (u.a. Graphit) abfiltriert. Das Filtrat wurde mit 1 ,4 kg Magnesiumhydrogenphosphat-Trihydrat versetzt und mit 1 ,3 kg 85%iger Phosphorsäure von pH 5,6 auf pH 4,3 gestellt. Die erhaltene ca. 33%ige Cyanamid-Lösung wurde unter vermindertem Druck (ca. 20 mbar) bei 30-40°C partiell eingedampft. Als Destillationsrückstand wurden ca. 630 kg der Probelösung 1 b erhalten. Diese Probelösung 1 b hatte folgende

Zusammensetzung:

Cyanamid-Gehalt: 51 ,1 %, Dicyandiamid-Gehalt: 0,8%, pH-Wert 4,5, Phosphat-Gehalt: 0,3%, Magnesiumgehalt; 0,03%.

Lösung 1 c)

720 kg technischer Kalkstickstoff wurden mit 800 kg Brauchwasser bei 20°C unter einem Druck von 3 bar mit technisch reinem Kohlendioxidgas umgesetzt. Das ausgefallene Calciumcarbonat wurde zusammen mit den im Kalkstickstoff enthaltenen unlöslichen Nebenprodukten (u.a. Graphit) abfiltriert. Das Filtrat wurde mit 1 ,4 kg Magnesiumhydrogenphosphat-Trihydrat versetzt und mit 1 ,3 kg 85%iger Phosphorsäure von pH 5,6 auf pH 4,3 gestellt. Die erhaltene ca. 33%ige Cyanamid-Lösung wurde unter vermindertem Druck (ca. 20 mbar) bei 30-40°C partiell eingedampft. Als Sumpf wurden ca. 800 kg der Probelösung 1 c erhalten. Diese Probelösung 1 c hatte folgende Zusammensetzung:

Cyanamid-Gehalt: 40,2%, Dicyandiamid-Gehalt: 0,6%, pH-Wert 4,3, Phosphat-Gehalt: 0,2%, Magnesiumgehalt; 0,02%.

Tensid-haltige Lösungen 2a bis 7b

Die Tensid-haltigen Lösungen 2a bis 7b wurden hergestellt, indem jeweils 990 g der Stammlösungen 1 a bzw. 1 b bzw. 1 c mit 10 g des jeweils angegebenen Tensids versetzt wurden und die Mischung bis zur Homogenität gerührt wurde. Die Cyanamid-Konzentration der Ausgangslösungen verringert sich dadurch geringfügig, was durch entsprechende Analysen bestätigt wurde. Der pH-Wert veränderte sich bei Einsatz der erfindungsgemäßen nichtionischen Tenside nicht in messbarer Weise. Bei Einsatz anionischer Tenside veränderte sich der pH-Wert z.T. deutlich.

Tabelle 1 a: wässrige Cvanamid-haltige Zusammensetzung (erfindungsgemäß)


Tabelle 1 b: wässrige Cyanamid-haltige Zusammensetzung (nicht erfindungsgemäß)

Nr. Gehalt Cyanamid Stabilisator nichtionisches Tensid

6a 1 Gew.-% Na-Stearat

50,2 Gew.-% 0,3 Gew.-% Phosphat

(nicht erfindungsgemäß) gemäß l)h)

6b 0,3 Gew.-% Phosphat 1 Gew.-% Na-Stearat

50,6 Gew.-%

(nicht erfindungsgemäß) 0,03 Gew.-% Mg2+ gemäß l)h)

7a 1 Gew.-% Na- 50,2 Gew.-% 0,3 Gew.-% Phosphat

(nicht erfindungsgemäß) Dodecylsulfat gemäß l)i)

7b 0,3 Gew.-% Phosphat 1 Gew.-% Na- 50,6 Gew.-%

(nicht erfindungsgemäß) 0,03 Gew.-% Mg2+ Dodecylsulfat gemäß l)i)

Tabelle 2a: Lagerstabilität der Zusammensetzungen gemäß Tabelle 1 a - bei 60 °C

nach nach nach

Nr. Untersuchte Werte Ausgangwert

24 Std. 48 Std. 96 Std. pH-Wert 4,3 5 5,6

1 a Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,7 49,2 47,2

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 2,3 4,3

pH-Wert 4,5 5,1 5,8

1 b Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 51 ,1 49,6 46,0

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 2,1 5,8 pH-Wert 4,3 5,0 5,6

1 c Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 40,2 38,8 35,9

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,6 1 ,8 4,6 pH-Wert 4,3 4,6 5,1

2a Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,2 49,5 47,5

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 1 ,7 3,1

pH-Wert 4,5 4,8 5,3

2b Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,6 49,8 46,9

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 1 J 4,2 pH-Wert 4,3 4,7 5,4

2c Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 39,8 39,3 36,6

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,6 1 ,5 3,9 pH-Wert 4,3 4,7 5,2

3a Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,2 49,3 47,7

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 1 ,8 3,3

pH-Wert 4,5 4,7 5,3

3b Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,6 49,7 47,1

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 1 ,7 4,4 pH-Wert 0,6 4,8 5,3

3c Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 39,8 39,2 36,8

Gehalt DCD [Gew.-%] 4,3 1 ,4 3,6 pH-Wert 4,3 4,6 5,2

4a Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,2 49,4 47,9

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 1 ,6 3,0

pH-Wert 4,5 4,9 5,4

4b Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,6 49,8 47,2

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 1 ,6 4,1 pH-Wert 4,3 4,6 5,1

5a Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,2 49,3 47,8

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 1 ,7 3,2

pH-Wert 4,5 4,8 5,3

5b Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,6 49,7 47,1

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 1 J 4,2

Tabelle 3a: Lagerstabilität der Zusammensetzungen gemäß Tabelle 1 a - bei 30 °C

nach nach

Nr. Untersuchte Werte Ausgangswert

90 Tagen 180 Tagen pH-Wert 4,3 5,8 6,2

1 a Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,7 46,9 40,8

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 4,7 10,8 pH-Wert 4,5 5,0 5,8

1 b Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 51 ,1 48,6 45,0

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 3,3 6,8 pH-Wert 4,3 4,9 5,6

1 c Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 40,2 37,0 35,2

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,6 2,8 5,5 pH-Wert 4,3 4,8 5,9

2a Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,2 47,6 43,4

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 3,5 7,8 pH-Wert 4,5 4,7 5,3

2b Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,6 48,9 46,1

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 2,6 4,9 pH-Wert 4,3 4,7 5,4

2c Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 39,8 37,9 36,4

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,6 2,1 4,5 pH-Wert 4,3 4,8 5,9

3a Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,2 47,5 43,5

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 3,4 7,7 pH-Wert 4,5 4,8 5,3

3b Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,6 48,0 46,5

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 2,4 5 pH-Wert 4,3 4,7 5,3

3c Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 39,8 38,0 36,8

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,6 2,0 4,3 pH-Wert 4,3 4,7 5,7

4a Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,2 47,3 43,3

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 3,3 7,5 pH-Wert 4,5 4,7 5,3

4b Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,6 49,1 46,5

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 2,4 5,2 pH-Wert 4,3 4,7 5,5

5a Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,2 47,5 43,5

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 3,5 7,4 pH-Wert 4,5 4,8 5,3

5b Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,6 49,0 46,2

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 2,6 5,1

Tabelle 2b: Laqerstabilität der Zusammensetzungen gemäß Tabelle 1 b - bei 60 °C

* DCD als Feststoff ausgefallen

Tabelle 3b: Lagerstabilität der Zusammensetzungen gemäß Tabelle 1 b - bei 30 °C

nach nach

Nr. Untersuchte Werte Ausgangswert

90 Tagen 180 Tagen pH-Wert 4,3 5,8 6,2

1 a

Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,7 46,9 40,8

(Vergleich)

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 4,7 10,8 pH-Wert 4,5 5,0 5,8

1 b

Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 51 ,1 48,6 45,0

(Vergleich)

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 3,3 6,8 pH-Wert 5,7 6 6,4

6a Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,2 44,4 35,2

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 6,8 > 10 * pH-Wert 5,6 6 6,3

6b Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,6 46,7 41 ,2

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 4,7 > 10 * pH-Wert 4,5 5,9 6,3

7a Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,2 44,7 35,9

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 6,4 > 10 *

nach nach

Nr. Untersuchte Werte Ausgangswert

90 Tagen 180 Tagen pH-Wert 4,6 5,4 6,1

7b Gehalt Cyanamid [Gew.-%] 50,6 47 41 ,7

Gehalt DCD [Gew.-%] 0,8 4,5 9,6

* DCD als Feststoff ausgefallen

Bewertung der Ergebnisse

Lösung (1 a) zeigt eine für manche Anwendungen bereits ausreichende

Grundstabilisierung, die durch Zusatz von Magnesiumphosphat (Lösung (1 b) bzw. (1 c)) verbessert werden kann (entspricht dem Stand der Technik). Für viele

Anwendungen ist jedoch auch diese verbesserte Stabilität nicht ausreichend.

Durch Vergleich der Stabilitätsdaten von Lösungen (2a) bis (5a) mit Lösung (1 a), bzw. (2b) bis (5b) mit (1 b) bzw. (2c) und (3c) mit (1 c) bei 30 (Tabelle 3) bzw. bei 60°C (Tabelle 2) zeigt sich sehr deutlich der zusätzlich stabilisierende Effekt der nichtionischen Tenside. Durch Vergleich mit den Stabilitätsdaten von Lösung (6a) und (7a) bzw. (6b) und (7b) zeigt sich, dass anionische Tenside demgegenüber einen destabilisierenden Effekt haben, und deshalb nicht Bestandteil dieser

Erfindung sind.