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1. (WO2017191164) LIGHT-EMITTING ASSEMBLY AND METHOD FOR OPERATING A LIGHT-EMITTING ASSEMBLY
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LICHTEMITTIERENDE BAUGRUPPE UND VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINER

LICHTEMITTIERENDEN BAUGRUPPE

BESCHREIBUNG

Die Erfindung betrifft eine lichtemittierende Baugruppe und ein Verfahren zum Betreiben einer lichtemittierenden

Baugruppe .

Optoelektronische Bauelemente auf organischer Basis,

sogenannte organische optoelektronische Bauelemente, finden zunehmend verbreitete Anwendung. Beispielsweise organische lichtemittierende Bauelemente, insbesondere organische

Leuchtdioden (organic light emitting diode - OLED) , halten zunehmend Einzug in die Allgemeinbeleuchtung, beispielsweise als Flächenlichtquellen, und werden zunehmend als

Anzeigeelemente oder Signalelemente verwendet.

Des Weiteren ist es bekannt, eine OLED als

berührungsempfindlichen Sensor zu verwenden. Insbesondere bilden die Elektroden einer OLED einen Kondensator, dessen Kapazität sich bei einer Berührung der OLED ändert. Diese Änderung der Kapazität kann erfasst werden und zum

elektronischen Erkennen der Berührung verwendet werden.

Ein organisches lichtemittierendes Bauelement, beispielsweise eine OLED, kann eine Anode und eine Kathode und dazwischen ein organisches funktionelles Schichtensystem aufweisen. Das organische funktionelle Schichtensystem kann aufweisen eine oder mehrere Emitterschichten, in denen elektromagnetische Strahlung erzeugt wird, eine Ladungsträgerpaar-Erzeugungs-Schichtenstruktur aus jeweils zwei oder mehr

Ladungsträgerpaar-Erzeugungs-Schichten („Charge generating layer" , CGL) zur Ladungsträgerpaarerzeugung, sowie eine oder mehrere Elektronenblockadeschichten, auch bezeichnet als Lochtransportschichten („hole transport layer" -HTL) , und eine oder mehrere Lochblockadeschichten, auch bezeichnet als Elektronentransportschichten („electron transport layer" -ETL) , um den Stromfluss zu richten.

Falls die OLED mehrere Emitterschichten aufweist,

beispielsweise zwei oder drei, so können diese vertikal übereinander gestapelt werden. Dies kann dazu verwendet werden, mittels einer OLED Licht verschiedener Farben

und/oder Farbtemperaturen und/oder weißes Licht zu erzeugen. Dabei können die Emitterschichten einzeln so angesteuert werden, dass nur eine der Emitterschichten Licht

entsprechender Farbe emittiert, oder es können zwei oder mehr der Emitterschichten so angesteuert werden, dass sie

gleichzeitig Licht entsprechender Farbe emittieren, welches sich dann zu einem Mischlicht einer anderen Farbe und/oder Farbtemperatur mischt.

Ferner sind segmentierte OLEDs bekannt, bei denen eine der beiden Elektroden, die eine oder die mehreren

Emitterschichten und/oder beide Elektroden segmentiert sind, wodurch mehrere Leuchtsegmente gebildet sind. Die einzelnen Leuchtsegmente können gemeinsam oder unabhängig voneinander derart angesteuert werden, dass sie Licht emittieren. Dies ermöglicht, mittels der entsprechenden OLEDs abhängig von den angesteuerten LeuchtSegmenten verschiedene Informationen darzustellen. Alternativ oder zusätzlich kann dies dazu beitragen, eine entsprechende OLED weiter verwenden zu können, auch wenn sie einen Fehler aufweist, sofern bei dem Fehler nur ein, zwei oder wenige Leuchtsegmente betroffen sind und die anderen Leuchtsegmente noch bestimmungsgemäß verwendet werden können.

Des Weiteren sind Eingabegeräte bekannt, mittels derer

Informationen, Anweisungen, Daten und/oder Code in eine elektronische Vorrichtung eingegeben werden können. Bei der Verwendung von Knöpfen und/oder Touchpanels, insbesondere deren Berührung, ist es oft unklar, ob die entsprechende Berührung erkannt wurde oder nicht. Gelegentlich gibt es auf Touchscreens mittels Softwareprogrammen animierte Knöpfe, die blinken oder sich bewegen, sobald sie berührt werden. Dies funktioniert allerdings nur bei Anzeigevorrichtungen von Displays, die an relativ leistungsstarke Computer

angeschlossen sind. Bei einfachen Vorrichtungen,

beispielsweise bei Türklingeln, Eingabetasten von

Getränkeautomaten, Pincode-Eingabefeldern usw. fehlt ein derartiges Feedback grundsätzlich.

Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine lichtemittierende Baugruppe bereitzustellen, die auf einfache, intuitive und/oder kostengünstige Weise ermöglicht, Informationen, Anweisungen, Daten und/oder einen Code in eine elektronische Vorrichtung einzugeben.

Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum

Betreiben einer lichtemittierenden Baugruppe bereitzustellen, das auf einfache, intuitive und/oder kostengünstige Weise ermöglicht, Informationen, , Daten und/oder einen Code in eine elektronische Vorrichtung einzugeben.

Eine Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch eine

lichtemittierende Baugruppe mit: mindestens einem organischen lichtemittierenden Bauelement, das mehrere lateral

nebeneinander angeordnete Leuchtsegmente, die unabhängig voneinander ansteuerbar sind, aufweist, wobei jedes der

Leuchtsegmente zwei vertikal übereinander ausgebildete organische funktionelle Schichtenstrukturen aufweist, die jeweils mindestens eine Emitterschicht aufweisen und

unabhängig voneinander ansteuerbar sind; und einem

elektronischen Schaltkreis, der dazu eingerichtet ist, eine dynamische Berührung von mindestens zwei der Leuchtsegmente zu erkennen, in Reaktion auf die erkannte dynamische

Berührung die entsprechenden Leuchtsegmente derart

anzusteuern, dass mindestens eine der beiden entsprechenden Emitterschichten Licht emittiert, mittels einer vorgegebenen ZuOrdnungsvorschrift anhand der dynamischen Berührung der entsprechenden Leuchtsegmente mindestens einen Parameterwert zu ermitteln, der der dynamischen Berührung zugeordnet ist, und ein Signal zu erzeugen, das repräsentativ für den

Parameterwert ist.

Die dynamische Berührung ist repräsentativ für eine

Information, eine Anweisung, Daten und/oder einen Code. Dass die Berührung dynamisch ist, bedeutet, dass ein, zwei oder mehr kleine Bereiche einer optisch aktiven Außenfläche des organischen lichtemittierenden Bauelements gleichzeitig berührt werden, beispielsweise mittels eines Fingers oder eines Eingabestift, und dann unter Beibehaltung der Berührung die Position der Berührung auf der optisch aktiven

Außenfläche geändert wird. Die dynamische Berührung steht damit im Gegensatz zu einer statischen Berührung, bei der lediglich ein kleiner Bereich auf der optisch aktiven

Außenfläche des organischen lichtemittierenden Bauelements statisch berührt werden würde. Bei der dynamischen Berührung werden somit ein, zwei oder mehr der Leuchtsegmente

gleichzeitig berührt und dann werden zeitlich direkt daran anschließend ein, zwei oder mehr andere der Leuchtsegmente berührt. Das Eingeben von Informationen, Anweisungen, Daten bzw. Code mittels einer dynamischen Berührung ist besonders einfach und besonders intuitiv.

Die dynamischen Berührungen entsprechen Abfolgen von

berührten Leuchtsegmente. In anderen Worten ist eine

bestimmte Abfolge von berührten LeuchtSegmenten repräsentativ für eine bestimmte dynamische Berührung. In der

ZuOrdnungsvorschrift sind verschiedene dynamische Berührungen oder die entsprechenden Abfolgen von berührten

Leuchtsegmenten abgespeichert. Außerdem sind in der

ZuOrdnungsvorschrift den dynamischen Berührungen bzw. den entsprechenden Abfolgen von berührten Leuchtsegmenten verschiedene Parameterwerte zugeordnet. Die Parameterwerte entsprechen somit den Informationen, Anweisung, Daten bzw. dem Code.

Das organische lichtemittierende Bauelement mit den

Leuchtsegmenten kann als segmentierte OLED ausgebildet sein.

Die einzelnen Leuchtsegmente dienen als Berührungssensoren, insbesondere kapazitive Berührungssensoren. Alle

Leuchtsegmente zusammen bilden ein Feld von

Berührungssensoren. Insbesondere kann mittels der

Leuchtsegmente ein zweidimensionales Feld von

Berührungssensoren bereitgestellt werden.

Gleichzeitig dienen die einzelnen Leuchtsegmente als

Lichtsignalgeber, die einer Person, die das organische lichtemittierende Bauelement dynamisch berührt, eine direkte Rückkopplung, insbesondere ein direktes Feedback, geben, welche der Leuchtsegmente berührt wurden. Dies trägt dazu bei, dass die Eingabe der Information, Anweisung, Daten bzw. des Codes besonders einfach und intuitiv ist.

Die lichtemittierende Baugruppe dient als Eingabegerät zum Eingeben von Informationen, Daten, Anweisungen und/oder einem Code in eine elektronische Vorrichtung. Dazu kann die

lichtemittierende Baugruppe mit der elektronischen

Vorrichtung gekoppelt sein. Die Verwendung des organischen Iichtemittierenden Bauelements mit den Leuchtsegmenten und des elektronischen Schaltkreises als Eingabeeinheit, kann dazu beitragen, ein besonders kostengünstiges Eingabegerät bereitzustellen und/oder ein Eingabegerät bereitzustellen, dass lediglich geringe Anforderungen an die elektronische

Vorrichtung stellt. Beispielsweise kann das Eingabegerät mit der lichtemittierenden Baugruppe bei relativ einfachen elektronischen Vorrichtungen, beispielsweise bei Türklingeln, Getränkeautomaten oder Geldautomaten verwendet werden. Dabei bedeutet „relativ einfach", dass die elektronische

Vorrichtung kein Desktop-Computer, Laptop-Computer, Tablet- Computer oder Smartphone sein muss.

Die Kopplung zwischen der lichtemittierenden Baugruppe und der elektronischen Vorrichtung kann beispielsweise eine kabelgebundene oder eine kabellose Kopplung sein. Ferner können die lichtemittierende Baugruppe und die elektronische Vorrichtung in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sein. Das Signal, das repräsentativ für den Parameterwert ist, ist somit repräsentativ für die Information, die Anweisung, die Daten bzw. den Code, die bzw. der mittels der

lichtemittierenden Baugruppe in die elektronische Vorrichtung eingegeben werden soll (en) .

Somit ermöglicht die lichtemittierende Baugruppe auf

einfache, intuitive und/oder kostengünstige Weise,

Informationen, Anweisungen, Daten und/oder einen Code in eine elektronische Vorrichtung einzugeben.

Gemäß einer Weiterbildung ist die dynamische Berührung eine Geste oder eine Wischbewegung. Die Gesten bzw. die

Wischbewegungen können derart gewählt werden, dass die

Eingabe der Information, Anweisung, Daten bzw. Codes

besonders intuitiv sind.

Gemäß einer Weiterbildung werden in Reaktion auf die

Wischbewegung die berührten Leuchtsegmente derart

angesteuert, dass eine Spur, entlang der die Wischbewegung erfolgt ist, mittels der berührten Leuchtsegmente angezeigt wird. In anderen Worten werden berührte Leuchtsegmente, auch nachdem die Berührung vorbei ist, noch für eine vorgegebene Zeitdauer so angesteuert, dass sie leuchten, insbesondere mindestens eine der entsprechenden Emitterschichten.

Gemäß einer Weiterbildung werden die Leuchtsegmente entlang der Spur derart angesteuert, dass sich ihre Helligkeit und/oder Farbe mit fortschreitender Zeitdauer verändern.

Beispielsweise können bereits berührte Leuchtsegmente, nachdem die Berührung vorbei ist, für die vorgegebene

Zeitdauer weiter so angesteuert werden, dass diese,

insbesondere mindestens eine der entsprechenden

Emitterschichten, Licht emittieren, wobei mit

fortschreitender Zeit eine Intensität und/oder eine

Helligkeit des entsprechenden Lichts abnimmt und/oder sich eine Farbe des entsprechenden Lichts ändert. Dies kann dazu beitragen, dass das Feedback an die Person, die die

dynamische Bewegung ausgeführt hat, besonders intuitiv und/oder einprägsam ist.

Gemäß einer Weiterbildung werden in Reaktion auf die erkannte dynamische Berührung die entsprechenden Leuchtsegmente derart angesteuert, dass beide entsprechenden Emitterschichten Licht emittieren. Somit können, beispielsweise abhängig von der Art der erkannten Berührung oder der Information, Anweisung, den Daten bzw. dem Code, für den die dynamische Berührung

repräsentativ ist, lediglich eine der Emitterschichten, beide Emitterschichten oder gegebenenfalls mehr als zwei der

Emitterschichten nacheinander oder gleichzeitig angesteuert werden, wodurch in Relation zu der erkannten Berührung das Feedback mittels Lichts verschiedener Farben und/oder

wechselnder Farben bereitgestellt werden kann. Dies

ermöglicht, nicht nur ein Feedback darüber zu geben, welche dynamische Berührung erkannt wurde, insbesondere welche der Leuchtsegmente berührt wurden, sondern auch darüber ein

Feedback zu geben, welche Information, Anweisung, Daten bzw. welcher Code erkannt wurde. Insbesondere dadurch, dass abhängig von der erkannten Information, Anweisung, Daten bzw. Code verschiedene optische Feedbacks gegeben werden.

Gemäß einer Weiterbildung weist jedes der Leuchtsegmente mindestens drei übereinander gestapelte organische

funktionelle Schichtenstrukturen mit jeweils mindestens einer Emitterschicht auf. Dies ermöglicht, Licht dreier Farben zu emittieren, und/oder Licht von mehr als drei Farben,

insbesondere Mischfarben, zu emittieren, mittels Mischens des Lichts der drei bzw. mehr Emitterschichten.

Gemäß einer Weiterbildung sind die Emitterschichten so ausgebildet, dass im Betrieb bei entsprechender Ansteuerung eine der Emitterschichten rotes Licht emittiert, eine der Emitterschichten grünes Licht emittiert und eine der

Emitterschichten blaues Licht emittiert. Dies ermöglicht, mittels der Emitterschichten weißes Licht zu emittieren und/oder Licht verschiedener Farbtemperaturen zu emittieren.

Eine Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben der lichtemittierenden Baugruppe, bei dem: die dynamische Berührung von mindestens zwei der Leuchtsegmente des organischen lichtemittierenden Bauelements erkannt wird, wobei die lichtemittierende Baugruppe einen elektronischen Schaltkreis und mehrere mit dem elektronischen Schaltkreis verbundene lateral nebeneinander angeordnete Leuchtsegmente, die unabhängig voneinander ansteuerbar sind, aufweist und wobei jedes der Leuchtsegmente zwei vertikal übereinander ausgebildete Emitterschichten aufweist, die unabhängig voneinander ansteuerbar sind; die berührten Leuchtsegmente in Reaktion auf die erkannte dynamische Berührung derart

angesteuert werden, dass mindestens eine der beiden

entsprechenden Emitterschichten Licht emittiert; anhand der dynamischen Berührung der entsprechenden Leuchtsegmente mindestens der Parameterwert, der der dynamischen Berührung zugeordnet ist, mittels der vorgegebenen ZuOrdnungsvorschrift ermittelt wird; und das Signal, das repräsentativ für den ermittelten Parameterwert ist, erzeugt wird.

Die im Vorhergehenden im Zusammenhang mit der

lichtemittierenden Baugruppe erläuterten Weiterbildungen und/oder Vorteile können ohne weiteres auf das Verfahren zum Betreiben der lichtemittierenden Baugruppe übertragen werden.

Gemäß einer Weiterbildung ist die dynamische Berührung die Geste oder die Wischbewegung.

Gemäß einer Weiterbildung werden in Reaktion auf die

Wischbewegung die berührten Leuchtsegmente derart

angesteuert, dass die Spur, entlang der die Wischbewegung erfolgt ist, mittels der berührten LeuchtSegmente angezeigt wird.

Gemäß einer Weiterbildung werden die Leuchtsegmente entlang der Spur derart angesteuert, dass sich ihre Helligkeit und/oder Farbe mit fortschreitender Zeitdauer verändern.

Gemäß einer Weiterbildung werden in Reaktion auf die erkannte dynamische Berührung die entsprechenden Leuchtsegmente derart angesteuert, dass beide entsprechenden Emitterschichten Licht emittieren. Dies ermöglicht, das Licht der beiden

Emitterschichten zu mischen. Dies ermöglicht, mittels der beiden Emitterschichten zusätzlich zu dem Licht der Farbe der einzelnen Emitterschichten Mischlicht mit mindestens einer weiteren Farbe zu erzeugen.

Gemäß einer Weiterbildung werden in Reaktion auf die erkannte dynamische Berührung die entsprechenden Leuchtsegmente derart angesteuert, dass die entsprechenden Emitterschichten für eine vorgegebene Zeitdauer permanent Licht emittieren. Dies ermöglicht, das Feedback mittels permanenter Lichtemission bereitzustellen.

Gemäß einer Weiterbildung werden in Reaktion auf die erkannte dynamische Berührung die entsprechenden Leuchtsegmente derart angesteuert, dass die entsprechenden Emitterschichten

blinken. Dies ermöglicht, das Feedback mittels unterbrochener Lichtemission bereitzustellen.

Gemäß einer Weiterbildung sind die Emitterschichten so ausgebildet, dass im Betrieb bei entsprechender Ansteuerung eine der Emitterschichten rotes Licht emittiert, eine der Emitterschichten grünes Licht emittiert und eine der

Emitterschichten blaues Licht emittiert.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und werden im Folgenden näher erläutert.

Es zeigen:

Figur 1 eine seitliche Schnittdarstellung eines

Ausführungsbeispiels einer lichtemittierenden Baugruppe ;

Figur 2 eine Draufsicht auf einen optisch aktiven Bereich eines organischen lichtemittierenden Bauelements in einem ersten Zustand,-

Figur 3 eine Draufsicht auf den optisch aktiven Bereich des organischen lichtemittierenden Bauelements gemäß Figur 2 in einem zweiten Zustand;

Figur 4 eine Draufsicht auf einen optisch aktiven Bereich eines Ausführungsbeispiels eines organischen lichtemittierenden Bauelements in einem ersten Zustand;

Figur 5 eine Draufsicht auf den optisch aktiven Bereich des organischen lichtemittierenden Bauelements gemäß

Figur 4 in einem zweiten Zustand;

Figur 6 eine Draufsicht auf den optisch aktiven Bereich des organischen lichtemittierenden Bauelements gemäß Figur 4 in dem dritten Zustand;

Figur 7 eine Draufsicht auf den optisch aktiven Bereich des organischen lichtemittierenden Bauelements gemäß Figur 4 in einem vierten Zustand;

Figur 8 eine Draufsicht auf den optisch aktiven Bereich des organischen lichtemittierenden Bauelements gemäß Figur 4 in einem fünften Zustand.

In der folgenden ausführlichen Beschreibung wird auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen, die Teil dieser Beschreibung bilden und in denen zur Veranschaulichung spezifische Ausführungsbeispiele gezeigt sind, in denen die Erfindung ausgeübt werden kann. Da Komponenten von

Ausführungsbeispielen in einer Anzahl verschiedener

Orientierungen positioniert werden können, dient die

Richtungsterminologie zur Veranschaulichung und ist auf keinerlei Weise einschränkend. Es versteht sich, dass andere Ausführungsbeispiele benutzt und strukturelle oder logische Änderungen vorgenommen werden können, ohne von dem

Schutzumfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Es versteht sich, dass die Merkmale der hierin beschriebenen verschiedenen Ausführungsbeispiele miteinander kombiniert werden können, sofern nicht spezifisch anders angegeben. Die folgende ausführliche Beschreibung ist deshalb nicht in einschränkendem Sinne aufzufassen, und der Schutzumfang der vorliegenden Erfindung wird durch die angefügten Ansprüche definiert. In den Figuren sind identische oder ähnliche

Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen, soweit dies zweckmäßig ist.

Eine lichtemittierende Baugruppe weist ein, zwei oder mehr organische lichtemittierende Bauelemente und mindestens einen elektronischen Schaltkreis auf. Ein elektronischer

Schaltkreis kann beispielsweise ein, zwei oder mehr aktive und/oder passives elektronische Bauelemente aufweisen. Ein aktives elektronisches Bauelement kann beispielsweise eine Rechen-, Steuer- und/oder Regeleinheit und/oder einen

Transistor oder einen Mikrochip aufweisen. Ein passives elektronisches Bauelement kann beispielsweise einen

Kondensator, einen Widerstand, eine Diode oder eine Spule aufweisen. Ein organisches lichtemittierendes Bauelement kann beispielsweise als organische lichtemittierende Diode

(organic light emitting diode, OLED) oder als organischer lichtemittierender Transistor ausgebildet sein. Das

organische lichtemittierende Bauelement kann in verschiedenen Ausführungsbeispielen Teil einer integrierten Schaltung sein. Weiterhin kann eine Mehrzahl von organischen

lichtemittierenden Bauelementen vorgesehen sein,

beispielsweise untergebracht in einem gemeinsamen Gehäuse.

Fig. 1 zeigt eine seitliche Schnittdarstellung eines

Ausführungsbeispiels einer lichtemittierenden Baugruppe 1. Die lichtemittierende Baugruppe 1 weist ein organisches lichtemittierendes Bauelement 10 und einen elektronischen Schaltkreis 8 auf. Der elektronische Schaltkreis 8 dient zum Betreiben des organischen lichtemittierenden Bauelements 10. Die lichtemittierende Baugruppe 1 dient als Eingabegerät für eine elektronische Vorrichtung. Insbesondere können

Informationen, Anweisungen, Daten und/oder ein Code mittels der lichtemittierenden Baugruppe 1 in die elektronische

Vorrichtung eingeben werden. Die Informationen, Anweisungen, Daten und/oder der Code können mittels des organischen lichtemittierenden Bauelements 10 erfasst werden und mittels des elektronischen Schaltkreises 8 an die elektronische

Vorrichtung übertragen werden. Die elektronische Vorrichtung kann beispielsweise ein Computer, ein Telefon, eine

Türklingel, ein Getränkeautomat oder ein Geldautomat sein.

Das organische lichtemittierende Bauelement 10 weist einen Träger 12 auf. Der Träger 12 kann transluzent oder

transparent ausgebildet sein. Der Träger 12 dient als

Trägerelement für elektronische Elemente oder Schichten, beispielsweise lichtemittierende Elemente. Der Träger 12 kann beispielsweise Kunststoff, Metall, Glas, Quarz und/oder ein Halbleitermaterial aufweisen oder daraus gebildet sein.

Ferner kann der Träger 12 eine Kunststofffolie oder ein

Laminat mit einer oder mit mehreren Kunststofffolien

aufweisen oder daraus gebildet sein. Der Träger 12 kann mechanisch rigide oder mechanisch flexibel ausgebildet sein.

Auf dem Träger 12 ist eine optoelektronische

Schichtenstruktur ausgebildet. Die optoelektronische

Schichtenstruktur weist eine erste Elektrodenschicht 14 auf. Die erste Elektrodenschicht 14 weist mehrere erste Elektroden 20 auf, die lateral nebeneinander angeordnet und elektrisch voneinander isoliert sind. Die ersten Elektroden 20 sind voneinander mittels nicht dargestellter elektrischer

Isolierungsbarrieren 21 elektrisch isoliert. Die erste

Elektrodenschicht 14 kann mehrere nicht dargestellte

Kontaktabschnitte aufweisen oder mit mehreren

Kontaktabschnitten elektrisch gekoppelt sein. Insbesondere kann jede der ersten Elektroden 20 mit einem entsprechenden Kontaktabschnitt elektrisch gekoppelt sein. Gegebenenfalls dienen die Kontaktabschnitte zum elektrischen Kontaktieren der entsprechenden ersten Elektroden 20. Der Träger 12 mit der ersten Elektrodenschicht 14 kann auch als Substrat bezeichnet werden. Zwischen dem Träger 12 und der ersten Elektrodenschicht 14 kann eine erste nicht dargestellte

Barriereschicht, beispielsweise eine erste

Barrieredünnschicht, ausgebildet sein.

Die ersten Elektroden 20 können jeweils als Anode oder als Kathode des entsprechenden Leuchtsegments 40 ausgebildet sein. Die ersten Elektroden 20 können transluzent oder transparent ausgebildet sein. Die ersten Elektroden 20 weisen ein elektrisch leitfähiges Material auf, beispielsweise

Metall und/oder ein leitfähiges transparentes Oxid

(transparent conductive oxide, TCO) oder einen

Schichtenstapel mehrerer Schichten, die Metalle oder TCOs aufweisen. Die ersten Elektroden 20 können beispielsweise einen Schichtenstapel einer Kombination einer Schicht eines Metalls auf einer Schicht eines TCOs aufweisen, oder

umgekehrt. Ein Beispiel ist eine Silberschicht, die auf einer Indium-Zinn-Oxid-Schicht (ITO) aufgebracht ist (Ag auf ITO) oder ITO-Ag-ITO Multischichten. Die ersten Elektroden 20 können alternativ oder zusätzlich zu den genannten

Materialien aufweisen: Netzwerke aus metallischen Nanodrähten und -teilchen, beispielsweise aus Ag, Netzwerke aus

Kohlenstoff-Nanoröhren, Graphen-Teilchen und -Schichten und/oder Netzwerke aus halbleitenden Nanodrähten.

Über den ersten Elektroden 20 ist eine erste organische funktionelle Schichtenstruktur 22 der optoelektronischen Schichtenstruktur ausgebildet. Die erste organische

funktionelle Schichtenstruktur 22 kann beispielsweise eine, zwei oder mehr übereinander gestapelt Teilschichten

aufweisen. Beispielsweise kann die erste organische

funktionelle Schichtenstruktur 22 eine Lochinjektionsschicht, eine Lochtransportschicht, eine Emitterschicht, eine

Elektronentransportschicht und/oder eine

Elektroneninjektionsschicht aufweisen. Die

Lochinjektionsschicht dient zum Reduzieren der Bandlücke zwischen erster Elektrode und Lochtransportschicht. Bei der Lochtransportschicht ist die Lochleitfähigkeit größer als die Elektronenleitfähigkeit. Die Lochtransportschicht dient zum Transportieren der Löcher. Bei der Elektronentransportschicht ist die Elektronenleitfähigkeit größer als die

Lochleitfähigkeit. Die Elektronentransportschicht dient zum Transportieren der Elektronen. Die

Elektroneninjektionsschicht dient zum Reduzieren der

Bandlücke zwischen einer zweiten Elektrode 23 und der

Elektronentransportschicht .

Über der organischen funktionellen Schichtenstruktur 22 ist eine zweite Elektrodenschicht der optoelektronischen

Schichtenstruktur ausgebildet, die die zweite Elektrode 23 bildet. Die zweite Elektrodenschicht, also die zweite

Elektrode 23, ist nicht segmentiert. Alternativ dazu kann die zweite Elektrodenschicht segmentiert sein und mehrere zweite Elektroden 23 aufweisen. Die zweite Elektrodenschicht kann bezüglich des für sie verwendeten Materials und/oder ihres vertikal verlaufenden Schichtaufbaus gemäß einer der

Ausgestaltungen der ersten Elektrodenschicht 14 ausgebildet sein, wobei die erste Elektrodenschicht 14 und die zweite Elektrodenschicht diesbezüglich gleich oder unterschiedlich ausgebildet sein können.

Über der zweiten Elektrode 23 ist eine zweite organische funktionelle Schichtenstruktur 25 ausgebildet. Die zweite organische funktionelle Schichtenstruktur 25 kann prinzipiell gleich oder ähnlich ausgebildet sein wie die erste organische funktionelle Schichtenstruktur 22. Beispielsweise kann die zweite organische funktionelle Schichtenstruktur 25 eine Lochinjektionsschicht, eine Lochtransportschicht, eine

Emitterschicht, eine Elektronentransportschicht und/oder eine Elektroneninjektionsschicht aufweisen. Die Emitterschicht der zweiten organischen funktionellen Schichtenstruktur 25 kann Licht gleicher Farbe und/oder gleicher Farbtemperatur wie oder Licht einer anderen Farbe und/oder einer anderen

Farbtemperatur emittieren als die Emitterschicht der ersten organischen funktionellen Schichtenstruktur 22.

Über der zweiten organischen funktionellen Schichtenstruktur 25 ist eine dritte Elektrodenschicht 26 gebildet. Die dritte Elektrodenschicht 26 ist segmentiert, so dass sie mehrere dritte Elektroden 27 aufweist. Die dritte Elektrodenschicht 26 kann bezüglich des für sie verwendeten Materials und/oder ihres vertikal verlaufenden Schichtaufbaue gemäß einer der Ausgestaltungen der ersten Elektrodenschicht 14 ausgebildet sein, wobei die erste Elektrodenschicht 14 und die dritte Elektrodenschicht 26 diesbezüglich gleich oder

unterschiedlich ausgebildet sein können. Die dritten

Elektroden 27 sind lateral nebeneinander angeordnet und elektrisch voneinander isoliert. Die dritten Elektroden 27 sind voneinander mittels nicht dargestellter elektrischer Isolierungsbarrieren elektrisch isoliert. Die dritte

Elektrodenschicht kann mehrere nicht dargestellte

Kontaktabschnitte aufweisen oder mit mehreren

Kontaktabschnitten elektrisch gekoppelt sein. Insbesondere kann jede der dritten Elektroden 27 mit einem entsprechenden Kontaktabschnitt elektrisch gekoppelt sein. Gegebenenfalls dienen die Kontaktabschnitte zum elektrischen Kontaktieren der entsprechenden dritten Elektroden 27. Optional können die Kontaktabschnitte zum elektrischen Kontaktieren der dritten Elektroden 27 von der ersten Elektrodenschicht 14 gebildet sein.

Jede erste Elektrode 20 definiert ein Leuchtsegment 40. Jedes der Leuchtsegmente 40 erstreckt sich von der entsprechenden ersten Elektrode 20 in vertikaler Richtung über die erste organische funktionelle Schichtenstruktur 22, die zweite Elektrode 23, die zweite organische funktionelle

Schichtenstruktur 25 bis hin zu der entsprechenden dritten Elektrode 27. Die ersten Elektroden 20 und die dritten

Elektroden 27 liegen in Draufsicht paarweise deckungsgleich übereinander. Alternativ dazu können die ersten Elektroden 20 in Draufsicht versetzt zu den dritten Elektroden 27

ausgebildet sein.

Die optoelektronische Schichtenstruktur ist ein elektrisch und/oder optisch aktiver Bereich. Der aktive Bereich ist beispielsweise der Bereich des organischen lichtemittierenden Bauelements 10, in dem elektrischer Strom zum Betrieb des organischen lichtemittierenden Bauelements 10 fließt.

Auf oder über dem aktiven Bereich kann eine Getter-Struktur (nicht dargestellt) angeordnet sein. Die Getter-Schicht kann transluzent, transparent oder opak ausgebildet sein. Die Getter-Schicht kann ein Material aufweisen oder daraus gebildet sein, das Stoffe, die schädlich für den aktiven Bereich sind, absorbiert und bindet.

Ober der dritten Elektrodenschicht und ist eine

Verkapselungsschicht 24 der optoelektronische

Schichtenstruktur ausgebildet, die die optoelektronische Schichtenstruktur verkapselt. Die Verkapselungsschicht 24 kann als zweite Barriereschicht, beispielsweise als zweite Barrieredünnschicht, ausgebildet sein. Die

Verkapselungsschicht 24 kann auch als Dünnschichtverkapselung bezeichnet werden. Die Verkapselungsschicht 24 bildet eine Barriere gegenüber chemischen Verunreinigungen bzw.

atmosphärischen Stoffen, insbesondere gegenüber Wasser

(Feuchtigkeit) und Sauerstoff. Die Verkapselungsschicht 24 kann als eine einzelne Schicht, ein Schichtstapel oder eine Schichtstruktur ausgebildet sein. Die Verkapselungsschicht 24 kann aufweisen oder daraus gebildet sein; Aluminiumoxid,

Zinkoxid, Zirkoniumoxid, Titanoxid, Hafniumoxid, Tantaloxid Lanthaniumoxid, Siliziumoxid, Siliziumnitrid,

Siliziumoxinitrid, Indiumzinnoxid, Indiumzinkoxid, Aluminiumdotiertes Zinkoxid, Poly (p-phenylenterephthalamid) , Nylon 66, sowie Mischungen und Legierungen derselben. Gegebenenfalls kann die erste Barriereschicht auf dem Träger 12

korrespondierend zu einer Ausgestaltung der

Verkapselungsschicht 24 ausgebildet sein. Vorzugsweise

erstreckt sich die Verkapselungsschicht 24 an lateral äußeren Seitenflächen des organischen lichtemittierenden Bauelements 10 in vertikaler Richtung bis hin zu dem Träger 12 oder gegebenenfalls der darauf ausgebildeten Barriereschicht, so dass zumindest die organischen funktionellen

Schichtenstrukturen 22, 25 mittels der Verkapselungsschicht 24 verkapselt sind, was in Figur 1 jedoch nicht dargestellt ist.

Über der Verkapselungsschicht 24 ist eine Haftmittelschicht 36 ausgebildet. Die Haftmittelschicht 36 weist beispielsweise ein Haftmittel, beispielsweise einen Klebstoff,

beispielsweise einen Laminierklebstoff , einen Lack und/oder ein Harz auf. Die Haftmittelschicht 36 kann beispielsweise Partikel aufweisen, die elektromagnetische Strahlung streuen, beispielsweise lichtstreuende Partikel. Optional erstreckt sich die Haftmittelschicht 36 an den lateral äußeren

Seitenflächen des organischen lichtemittierenden Bauelements 10 in vertikaler Richtung bis hin zu dem Träger 12 oder gegebenenfalls der darauf ausgebildeten Verkapselungsschicht 24 oder der Barriereschicht, so dass die Haftmittelschicht 36 die Verkapselungswirkung der Verkapselungsschicht 24

unterstützt, was in Figur 1 jedoch nicht dargestellt ist.

Über der Haftmittelschicht 36 ist ein Abdeckkörper 38

ausgebildet. Die Haftmittelschicht 36 dient zum Befestigen des Abdeckkörpers 38 an der Verkapselungsschicht 24. Der Abdeckkörper 38 weist beispielsweise Kunststoff, Glas

und/oder Metall auf. Beispielsweise kann der Abdeckkörper 38 im Wesentlichen aus Glas gebildet sein und eine dünne

Metallschicht, beispielsweise eine Metallfolie, und/oder eine GraphitSchicht, beispielsweise ein Graphitlaminat, auf dem Glaskörper aufweisen. Der Abdeckkörper 38 dient zum Schützen des organischen lichtemittierenden Bauelements 10,

beispielsweise vor mechanischen Krafteinwirkungen von außen. Ferner kann der Abdeckkörper 38 zum Verteilen und/oder

Abführen von Hitze dienen, die in dem organischen

lichtemittierenden Bauelement 10 erzeugt wird. Beispielsweise kann das Glas des Abdeckkörpers 38 als Schutz vor äußeren Einwirkungen dienen und die Metallschicht des Abdeckkörpers 38 kann zum Verteilen und/oder Abführen der beim Betrieb des organischen lichtemittierenden Bauelements 10 entstehenden Wärme dienen.

Der elektronische Schaltkreis 8 ist elektrisch mit dem organischen lichtemittierenden Bauelement 10 gekoppelt. Der elektronische Schaltkreis 8 weist mindestens eine,

vorzugsweise zwei Stromquellen zum Betreiben der ersten organischen funktionellen Schichtenstruktur 22 bzw. der zweiten organischen funktionellen Schichtenstruktur 25 auf. Der elektronische Schaltkreis 8 kann über dem Träger 12 ausgebildet sein und/oder zusammen mit dem organischen lichtemittierenden Bauelement 10 monolithisch in einem

Verbundkörper integriert sein. Alternativ dazu kann der elektronische Schaltkreis 8 mechanisch mit dem organischen lichtemittierenden Bauelement 10 verbunden sein oder von diesem beabstandet angeordnet sein. Der elektronische

Schaltkreis 8 kann mit der elektronischen Vorrichtung

gekoppelt sein. Dabei kann es sich um eine kabelgebundene oder um eine kabellose Kopplung handeln.

Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf einen optisch aktiven

Bereich eines Ausführungsbeispiels eines organischen

lichtemittierenden Bauelements 10, beispielsweise des

organischen lichtemittierenden Bauelements 10 gemäß Figur 1, in einem ersten Zustand. Das organische lichtemittierende Bauelement 10 weist in Zeilen und Spalten lateral

nebeneinander angeordnete Leuchtsegmente 40 auf. Die

Leuchtsegmente 40 bilden somit ein zweidimensionales Feld, insbesondere ein zweidimensionales Eingabefeld. Bei diesem Ausführungsbeispiel weist das organische lichtemittierende Bauelement 10 vier Zeilen und fünf Spalten von

LeuchtSegmenten 40 auf. Alternativ dazu kann das organische lichtemittierende Bauelement 10 jedoch auch mehr oder weniger Zeilen und/oder Spalten von LeuchtSegmenten 40 aufweisen.

Mittels einer dynamischen Berührung können einzelne oder mehrere der Leuchtsegmente 40 berührt werden. Die dynamische Berührung kann beispielsweise eine Wischbewegung oder eine Geste sein. Bei der Wischbewegung können beispielsweise mittels eines Fingers oder eines Stiftes mehrere der

Leuchtsegmente 40 nacheinander berührt werden, indem mittels des Fingers bzw. des Stiftes über den optisch aktiven Bereich gewischt wird. Eine Wischrichtung 44 repräsentiert eine

Wischbewegung, bei der von den Leuchtsegmenten 40 zunächst ein erstes Leuchtsegment 50 berührt und dadurch aktiviert wird, dann ein zweites Leuchtsegment 52 berührt und dadurch aktiviert wird, dann ein drittes Leuchtsegment 54 berührt und dadurch aktiviert wird und dann ein viertes Leuchtsegment 56 berührt und dadurch aktiviert wird.

Die dynamische Berührung, insbesondere die Abfolge von

Berührungen die zu der Aktivierung der aktivierten

Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 führen, führen zunächst zu Änderungen von Kapazitäten, die von den Elektroden 20, 23, 27 der entsprechenden Leuchtsegmente 40 gebildet sind. Diese

Änderungen der Kapazitäten können mittels des elektronischen Schaltkreises 8 erfasst werden. Der elektronische Schaltkreis 8 aktiviert die entsprechenden Leuchtsegmente 40, so dass die aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 leuchten. Bei der Aktivierung der LeuchtSegmente 40 können die entsprechenden lateralen Abschnitte der ersten organischen funktionellen Schichtenstruktur 22 und/oder der zweiten organischen

funktionellen Schichtenstruktur 25 der entsprechenden

Leuchtsegmente 40 aktiviert werden.

Die dynamischen Berührungen werden genutzt, um mittels der lichtemittierenden Baugruppe 1 Informationen, Daten und/oder einen Code in eine externe Vorrichtung einzugeben. Neben der Aktivierung der aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 ermittelt der elektronische Schaltkreis 8 anhand einer abgespeicherten ZuOrdnungsvorschrift einen, zwei oder mehr Parameter, die den berührten und nachfolgend aktivierten Leuchtsegmenten 50, 52, 54, 56 und damit der entsprechenden dynamischen Berührung zugeordnet sind. Oer bzw. die Parameter sind repräsentativ für die dynamische Berührung und können in Form eines Signals an die elektronische Vorrichtung übergeben werden. Die elektronische Vorrichtung kann anhand der

Parameter die Information, die Daten und/oder den Code nutzen bzw. entschlüsseln.

Die aktivierten LeuchtSegmente 50, 52, 54, 56 bilden eine Spur der Wischbewegung, die die Wischrichtung 44

repräsentiert. Der elektronische Schaltkreis 8 kann die aktivierten LeuchtSegmente 50, 52, 54, 56 derart ansteuern, dass die Spur für eine vorgegebene Zeitdauer nach der

Berührung der aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 angezeigt wird. Der elektronische Schaltkreis 8 kann die aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 beispielsweise derart ansteuern, dass mit fortschreitender Zeitdauer eine Helligkeit des von den aktivierten Leuchtsegmenten 50, 52, 54, 56 abgestrahlten Lichts abnimmt, so dass die angezeigte Spur mit zunehmender Zeitdauer verblasst. Alternativ oder zusätzlich kann der elektronische Schaltkreis 8 die

aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 derart ansteuern, dass mit fortschreitender Zeitdauer sich die Farbe und/oder die Farbtemperatur des von den aktivierten LeuchtSegmenten 50, 52, 54, 56 abgestrahlten Lichts ändert.

Beispielsweise können die aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 derart angesteuert werden, dass direkt nach deren Berührung alle Emitterschichten der entsprechenden

aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 Licht emittieren und dass mit fortschreitender Zeitdauer eine abnehmende

Anzahl von Emitterschichten der entsprechenden aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 Licht emittieren. Alternativ dazu können die aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 derart angesteuert werden, dass direkt nach der Berührung der entsprechenden aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 zunächst je eine der Emitterschichten der entsprechenden aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 Licht emittiert und nachfolgend jeweils eine zunehmende Anzahl von

Emitterschichten der entsprechenden aktivierten

Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 Licht emittieren. Beide

Vorgehensweisen ermöglichen, die Farbe der angezeigten Spur mit fortschreitender Zeitdauer zu verändern, sofern die vertikal übereinander ausgebildeten Emitterschichten Licht unterschiedlicher Farbe emittieren.

Ferner können die aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 derart angesteuert werden, dass zwar mehrere Emitterschichten jedes aktivierten Leuchtsegments 50, 52, 54, 56 leuchten, dass mit fortschreitender Zeitdauer jedoch die Helligkeit des Lichts einzelner der Emitterschichten verändert wird.

Beispielsweise kann auf diese Weise eine Veränderung der Farbtemperatur vorgenommen werden. Beispielsweise kann jedes der Leuchtsegmente 40 vertikal übereinander drei

Emitterschichten aufweisen, insbesondere eine rotes Licht emittierende Emitterschicht, eine blaues Licht emittierende Emitterschicht und eine grünes Licht emittierende

Emitterschicht. Direkt nach der Berührung können dann die aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 derart angesteuert werden, dass sie beispielsweise zunächst kalt-weißes Licht emittieren, beispielsweise indem die blaues Licht

emittierende Emitterschicht so angesteuert wird, dass sie viel blaues Licht emittiert, und indem die rotes Licht emittierende Emitterschicht so angesteuert wird, dass sie wenig rotes Licht emittiert. Mit fortschreitender Zeitdauer können dann dieselben aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 derart angesteuert werden, dass die entsprechenden blaues Licht emittierenden Emitterschichten nach und nach weniger blaues Licht emittieren und die rotes Licht emittierenden Emitterschichten nach und nach immer mehr rotes Licht emittieren. Der optische Effekt, der dadurch erzielt wird, ist, dass die Spur zunächst kalt-weiß angezeigt wird und dann, beispielsweise mit fließendem Übergang, warm-weiß angezeigt wird.

Darüber hinaus sind auch Mischungen der vorstehend

erläuterten Betriebsweisen möglich, beispielsweise können sowohl einzelne Emitterschichten mit fortschreitender

Zeitdauer zugeschaltet oder abgeschaltet werden und/oder es können einzelne Emitterschichten derart angesteuert werden, dass sie Licht mit zunehmender oder abnehmender Helligkeit emittieren.

Die aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 und

insbesondere das Anzeigen der Spur ermöglichen, einem Nutzer der lichtemittierenden Baugruppe 1 ein direktes optisches Feedback darüber zu geben, dass seine dynamische Berührung erkannt wurde. Die vielfachen im Vorhergehenden erläuterten Möglichkeiten, die aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 nach deren Berührung anzusteuern, eröffnen eine breite

Palette an Möglichkeiten, dem Nutzer verschiedene optische Rückkopplungen zu geben. Dadurch kann dem Nutzer nicht nur ein Feedback darüber geben werden, welche der LeuchtSegmente 40 berührt wurden, sondern auch darüber, was die

entsprechende dynamische Berührung bedeutet oder bewirkt.

Beispielsweise können die aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 so lange so angesteuert werden, dass sie

beispielsweise rotes Licht emittieren und/oder dass sie beispielsweise blinken, bis der entsprechenden dynamischen Berührung ein vorgegebener Parameter zugewiesen werden konnte und/oder eine vorgegebene Information, vorgegebene Anweisung, vorgegebene Daten und/oder ein vorgegebener Code erkannt wurden. Nachdem der entsprechenden dynamischen Berührung der vorgegebene Parameter zugewiesen werden konnte bzw. die vorgegebene Information, die vorgegebene Anweisung, die vorgegebenen Daten bzw. der vorgegebene Code erkannt wurden, können die aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 so angesteuert werden, dass sie beispielsweise grünes Licht emittieren und/oder permanent leuchten.

Falls beispielsweise die dynamische Berührung benutzt wird, um einen Öffnungsmechanismus zu aktivieren, so kann

beispielsweise die Spur solange rot und/oder blinkend

angezeigt werden, bis die dynamische Berührung als

hinreichend für die Öffnung des Öffnungsmechanismus erkannt wird, und ab dann kann die Spur grün und/oder permanent leuchtend angezeigt werden.

Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf den optisch aktiven Bereich des organischen lichtemittierenden Bauelements 10 gemäß Figur 2 in einem zweiten Zustand. Dem zweiten Zustand ist

beispielsweise eine dynamische Berührung in Form einer Geste vorangegangen, bei der in zwei einander entgegengesetzten Gestenrichtungen 48 Leuchtsegmente 40 berührt wurden, so dass die aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54 leuchten. Da die beiden zweiten aktivierten Leuchtsegmente 52 und die beiden dritten aktivierten LeuchtSegmente 54 paarweise gleichzeitig berührt wurden, können sie, insbesondere auch mit

fortschreitender Zeitdauer, gleich angesteuert werden, so dass sie zu jedem Zeitpunkt Licht gleicher Farbe,

Farbtemperatur und/oder Helligkeit emittieren.

Die sonstigen Möglichkeiten der Ansteuerung der aktivierten Leuchtsegmente 50, 52, 54, 56 und der Zuordnung der

dynamischen Berührungen zu den entsprechenden Parametern und entsprechenden Informationen, Anweisungen, Daten bzw. Code können prinzipiell zu dem mit Bezug zu Figur 3 erläuterten Ausführungsbeispiel korrespondieren, weswegen an dieser

Stelle auf eine erneute Erläuterung derselben verzichtet wird.

Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf einen optisch aktiven

Bereich eines Ausführungsbeispiels eines organischen

lichtemittierenden Bauelements 10 in einem ersten Zustand. Bezüglich seines Schichtquerschnitts und/oder Schichtaufbaus kann dieses organische lichtemittierende Bauelement 10 beispielsweise dem mit Bezug zu Figur 1 erläuterten

organischen lichtemittierenden Bauelement 10 entsprechen. Bei diesem Ausführungsbeispiel weist das organische

lichtemittierende Bauelement 10 drei Zeilen und drei Spalten von LeuchtSegmenten 40 auf. Die einzelnen Leuchtsegmente 40 sind durchnummeriert , so dass das organische

lichtemittierende Bauelement 10 einen Ziffernblock,

insbesondere einen Neuner-Ziffernblock, bildet. Der

Ziffernblock kann beispielsweise zum Eingeben eines Codes genutzt werden. Der erste Zustand kann beispielsweise ein Grundzustand des organischen lichtemittierenden Bauelements 10 sein, in dem beispielsweise keines der Leuchtsegmente 40 aktiviert ist.

Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf den optisch aktiven Bereich des organischen lichtemittierenden Bauelements 10 gemäß Figur 4 in einem zweiten Zustand. In dem zweiten Zustand wurde infolge des Beginns einer dynamischen Berührung das erste aktivierte Leuchtsegment 50 berührt und nachfolgend

aktiviert, nämlich das, das die Ziffer „1" aufweist.

Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf den optisch aktiven Bereich des organischen lichtemittierenden Bauelements 10 gemäß Figur 4 in einem dritten Zustand. In dem dritten Zustand wurde infolge des Fortsetzen der dynamischen Berührung das zweite aktivierte Leuchtsegment 52 berührt und nachfolgend

aktiviert, nämlich das, das die Ziffer „2" aufweist. Auch das erste aktivierte Leuchtsegment 50 ist noch aktiviert, sodass die Spur der dynamischen Berührung angezeigt wird. Jedoch kann in dem dritten Zustand die Helligkeit, Farbe und/oder Farbtemperatur des von dem ersten aktivierten Leuchtsegment 50 emittierten Lichts im Vergleich zu dem zweiten Zustand verändert sein, beispielsweise ähnlich wie im Vorhergehenden mit Bezug zu Figur 2 näher erläutert.

Fig. 7 zeigt eine Draufsicht auf den optisch aktiven Bereich des organischen lichtemittierenden Bauelements 10 in einem vierten Zustand. In dem vierten Zustand wurde infolge des Fortsetzen der dynamischen Berührung das dritte aktivierte Leuchtsegment 54 berührt und nachfolgend aktiviert, nämlich das, das die Ziffer „3" aufweist. Auch das erste aktivierte Leuchtsegment 50 und das zweite aktivierte Leuchtsegment 52 sind noch aktiviert, sodass die Spur der dynamischen

Berührung angezeigt wird. Jedoch können in dem vierten

Zustand die Helligkeit, Farbe und/oder Farbtemperatur des von dem ersten und/oder zweiten aktivierten Leuchtsegment 50, 52 emittierten Lichts im Vergleich zu dem zweiten und/oder dritten Zustand verändert sein, beispielsweise ähnlich wie im Vorhergehenden mit Bezug zu Figur 2 näher erläutert.

In dem mit Bezug zu den Figuren 5, 6, 7 erläuterten

Ausführungsbeispiel wurde beispielsweise der Code „1-2-3" eingegeben.

Fig. 8 zeigt eine Draufsicht auf den optisch aktiven Bereich des organischen lichtemittierenden Bauelements 10 in einem fünften Zustand. In dem fünften Zustand wurde infolge des Beendens der dynamischen Berührung kein weiteres

Leuchtsegment 40 berührt und nachfolgend aktiviert. Das erste aktivierte Leuchtsegment 50 und das zweite aktivierte

Leuchtsegment 52 wurden deaktiviert, sodass nur noch das Ende der Spur der dynamischen Berührung angezeigt wird, nämlich nur noch das dritte aktivierte Leuchtsegment 54. In dem fünften Zustand kann die Helligkeit, Farbe und/oder

Farbtemperatur des von dem dritten aktivierten Leuchtsegment 54 emittierten Lichts im Vergleich zu dem vierten Zustand verändert sein, beispielsweise ähnlich wie im Vorhergehenden mit Bezug zu Figur 2 näher erläutert.

Die Erfindung ist nicht auf die angegebenen

Ausführungsbeispiele beschränkt. Beispielsweise kann das organische lichtemittierende Bauelement 10 eine beliebige Anzahl von Zeilen und/oder Spalten von LeuchtSegmenten 40 aufweisen. Ferner kann die lichtemittierende Baugruppe 1 zwei oder mehr organische lichtemittierende Bauelemente 10 aufweisen. Ferner können alle dargestellten organischen lichtemittierenden Bauelement 10 jeweils zwei, drei oder mehr übereinander ausgebildete Emitterschichten aufweisen. Ferner können andere Informationen, Daten und/oder kurz mittels entsprechender dynamische Berührung den lichtemittierenden Baugruppen 1 übergeben werden. Ferner können mittels der lichtemittierenden Baugruppe 1 andere als die beispielhaft dargestellten optischen Rückkopplungen ausgegeben werden.