このアプリケーションの一部のコンテンツは現時点では利用できません。
このような状況が続く場合は、にお問い合わせくださいフィードバック & お問い合わせ
1. (WO2019042530) COOLANT PUMP FOR AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE
注意: このテキストは、OCR 処理によってテキスト化されたものです。法的な用途には PDF 版をご利用ください。

B E S C H R E I B U N G

Kühlmittelpumpe für eine Verbrennungskraftmaschine

Die Erfindung betrifft eine Kühlmittelpumpe für eine Verbrennungskraftmaschine mit einer Antriebswelle, einem Kühlmittelpumpenlaufrad, welches zumindest drehfest auf der Antriebswelle angeordnet ist und über welches Kühlmittel förderbar ist, einem Pumpengehäuse, einem verstellbaren Regelschieber, über den ein Durchströmungsquerschnitt eines Ringspalts zwischen einem Austritt des Kühlmittelpumpenlaufrades und dem umgebenden Förderkanal regelbar ist, wobei der Regelschieber mit einer Wandfläche axial entlang einer radial unmittelbar gegenüberliegenden Wandfläche des Pumpengehäuses verschiebbar ist.

Derartige Kühlmittelpumpen dienen in Verbrennungsmotoren zur Mengenregelung des zur Kühlung notwendigen Kühlmittelstroms, um ein Überhitzen des Verbrennungsmotors zu verhindern. Der Antrieb dieser Pumpen erfolgt zumeist über einen Riemen- oder Kettentrieb, so dass das Kühlmittelpumpenrad mit der Drehzahl der Kurbelwelle oder einem festen Verhältnis zur Drehzahl der Kurbelwelle angetrieben wird.

In modernen Verbrennungsmotoren ist die geförderte Kühlmittelmenge an den Kühlmittelbedarf des Verbrennungsmotors oder des Kraftfahrzeugs anzupassen. Zur Vermeidung erhöhter Schadstoffemissionen und zur Minderung des Kraftstoffverbrauchs ist es insbesondere wünschenswert, die Kaltlaufphase des Motors verkürzen zu können. Dies erfolgt unter anderem dadurch, dass der Kühlmittelstrom während dieser Phase gedrosselt oder vollkommen abgeschaltet wird.

Pumpenausführungen bekannt geworden. Neben elektrisch angetriebenen Pumpen sind Pumpen bekannt, die über Kupplungen, insbesondere hydrodynamische Kupplungen an ihren Antrieb gekoppelt oder von diesem getrennt werden können. Eine besonders kostengünstige und einfach aufgebaute Möglichkeit zur Regelung des geförderten Kühlmittelstroms ist jedoch die Verwendung eines axial verschiebbaren hohlzylindrischen Regelschiebers, der über das Kühlmittelpumpenlaufrad geschoben wird, so dass zur Reduzierung des Kühlmittelstroms der Durchströmungsquerschnitt des Ringspaltes, über den das Pumpenlaufrad das Kühlmittel in den umliegenden Förderkanal pumpt, verringert oder vollständig geschlossen wird.

Die Regelung dieser Schieber erfolgt ebenfalls in unterschiedlicher Weise. Neben einer rein elektrischen Verstellung hat sich vor allem eine hydraulische Verstellung der Schieber bewährt. Hierzu befindet sich an der zum Pumpenlaufrad abgewandten Seite des Schiebers ein Druckraum, der mit einer unter Druck stehenden hydraulischen Flüssigkeit gefüllt wird, um eine Druckdifferenz über den Schieber zu erzeugen, die zu einer Verschiebung des Regelschiebers führt. Eine Rückstellung des Schiebers erfolgt entweder über Beaufschlagung eines zweiten, gegenüberliegenden Druckraums mit unter Druck stehender Flüssigkeit oder mittels Federelementen und Ablassen des Drucks aus dem ersten Druckraum. Der hydraulische Druck kann beispielsweise durch eine auf der Antriebswelle angeordnete Sekundärpumpe erzeugt werden, so dass das Kühlmittel auch zur Verstellung des Regelschiebers genutzt wird.

Eine solche Kühlmittelpumpe wird beispielsweise in der DE 10 2015 119 093 AI beschrieben. Ein einstückig mit dem Kühlmittelpumpenlaufrad ausgeführtes Regelpumpenlaufrad erzeugt in einem Förderkanal, der in einem ersten Pumpengehäuseteil ausgebildet ist, einen Druck, der wahlweise den durch den Regelschieber voneinander getrennten

entsprechend über das Kühlmittelpumpenlaufrad geschoben wird oder dessen Auslassquerschnitt freigibt. Die Abdichtung dieser beiden Druckräume zueinander erfolgt über an den Wandflächen zwischen dem Regelschieber und dem Pumpengehäuse angeordnete Kolbenringe.

Problematisch bei diesen Kühlmittelpumpen mit Regelschieber ist es, dass zwischen den Pumpengehäuseteilen und dem Regelschieber Berührflächen vorhanden sind, über die der Regelschieber an den Pumpengehäuseteilen entlang gleitet. Einerseits müssen diese einander unmittelbar gegenüberliegenden Wandflächen gegeneinander eine möglichst hohe Dichtheit aufweisen, um einen Übergang von Kühlmittel von einem Raum in den anderen möglichst zuverlässig zu verhindern, andererseits müssen die Stellkräfte des Regelschiebers möglichst gering gehalten werden. Auch ist es schwierig eine exakt lineare Führung des Regelschiebers zu erhalten, da Druckschwankungen und Ungenauigkeiten in der Fertigung zu einem leichten Verkippen des Regelschiebers führen können. All dies führt zu einer erhöhten Abnutzung an den sich gegenüberliegenden Wandflächen, was schließlich zu einem Klemmen führen kann und so die Funktionalität der Pumpe gefährdet.

Es stellt sich daher die Aufgabe, eine Kühlmittelpumpe für eine Verbrennungskraftmaschine zu schaffen, bei der ein Leckagestrom zwischen dem Regelschieber und dem Pumpengehäuse über eine möglichst lange Lebensdauer möglichst gering gehalten werden kann. Hierzu soll der Verschleiß am Pumpengehäuse und am Regelschieber möglichst minimiert werden und so ein Klemmen verhindert werden. Somit soll eine möglichst exakte und reibungsarme Verstellung des Regelschiebers in alle Positionen gewährleistet werden, bei der lediglich geringe Stellkräfte benötigt werden.

Hauptanspruchs 1 gelöst.

Dadurch, dass die unmittelbar gegenüberliegenden Wandflächen des Regelschiebers und des Pumpengehäuses jeweils mit einer Beschichtung versehen sind, wobei die Beschichtung der Wandfläche des Pumpengehäuses härter ist als die Beschichtung der Wandfläche des Regelschiebers, werden die Oberflächenfestigkeiten der beiden Wandflächen verbessert und die Rauhigkeit verringert, was zu einer deutlich geringeren Abnutzung auch beim Verkippen der Schieberhülse zum Pumpengehäuse führt. Es hat sich dabei gezeigt, dass es günstiger ist, den sich bewegenden und kippenden Partner mit der weniger harten Oberfläche zu versehen, da hierdurch die Schäden am Gehäuse deutlich geringer gehalten werden. Durch die Verringerung der Rauhigkeit wird auch ein besseres reibungsfreies Gleiten gewährleistet und ebenfalls die Ausbildung kleiner Riefen weitestgehend verhindert.

Vorzugsweise ist die Beschichtung der Wandfläche des Pumpengehäuses eine chemische Beschichtung. Eine solche Beschichtung ist besonders gleichmäßig aufzutragen, so dass Toleranzen eingehalten werden können. Auch eignen sich diese Beschichtungen für komplex geformte Bauteile und zum Beschichten von Aluminiumlegierungen.

Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn die Beschichtung der Wandfläche des Pumpengehäuses eine chemische Nickelbeschichtung ist. Diese ist auch unter dem Begriff chemische Hartvernickelung bekannt. Eine derartige Beschichtung weist eine hohe Oberflächenfestigkeit und Härte auf und bietet einen ausgezeichneten Korrosionsschutz, wie er im Einsatzbereich von flüssigen Kühlmitteln erforderlich ist.

Vorzugsweise weist die Beschichtung der Wandfläche des Pumpengehäuses eine Schichtdicke von 5 bis 15 μιτι, so dass die

kann die Lebensdauer bereits beträchtlich erhöht werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Beschichtung der Wandfläche des Regelschiebers eine oxidische Beschichtung auf dem Regelschieber aus Aluminium, welche durch elektrolytische Oxidation aufgebracht ist, so dass eine Aluminiumoxidschicht entsteht. Dieses Verfahren ist unter dem Begriff Eloxal -Verfahren bekannt geworden. Dabei wird in der oberen Metallschicht ein Oxid des Aluminiums gebildet. Diese Oberfläche weist einen deutlich erhöhten Härtegrad und sehr guten Korrosionsschutz auf und ist unempfindlich gegen Kratzer.

Dabei weist die Beschichtung der Wandfläche des Regelschiebers vorzugsweise eine Schichtdicke von 10 bis 25 μιτι auf. Eine derartig dünne Schicht ist mit hoher Maßhaltigkeit aufbringbar, so dass die notwendigen Toleranzen zum Pumpengehäuse eingehalten werden können.

Der Regelschieber weist vorteilhafterweise einen Boden auf, der zwei Räume voneinander trennt und von dem aus sich eine hohlzylindrische Umfangswand axial in Richtung zum Kühlmittelpumpenlaufrad erstreckt. Ein derartiger Boden trennt entweder zwei Druckräume voneinander oder einen Druckraum und einen Raum, in dem ein Federelement zur Verstellung wirksam ist. Ein derartiger Regelschieber ist einfach und genau zu führen, so dass die Pumpe mit geringen Spalten ausgelegt werden kann.

Vorzugsweise weist das Pumpengehäuse ein erstes Gehäuseteil mit einer radial äußeren Wandfläche auf, an der entlang eine radial innere Wandfläche der hohlzylindrischen Umfangswand des Regelschiebers verschiebbar ist. Entsprechend kann der Regelschieber mit dieser

ein Kippen weitestgehend vermieden werden kann.

Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn das Pumpengehäuse ein zweites Gehäuseteil mit einem sich axial zum Kühlmittelpumpenlaufrad erstreckenden ringförmigen Vorsprung aufweist, an dessen inneren Wandfläche entlang eine radial äußere Wandfläche der hohlzylindrischen Umfangswand des Regelschiebers verschiebbar ist. Diese ist insbesondere am anderen axialen Ende der Umfangswand ausgebildet, so dass eine Führung über beide axiale Enden der Umfangswand erfolgt, was ebenfalls ein Verkanten verhindert.

Eine weitere Führung ist vorzugsweise herstellbar, indem der Boden eine zentrale Öffnung aufweist, durch die eine radial innere Wandfläche gebildet ist, welche bei Bewegung des Regelschiebers entlang einer radial gegenüberliegenden zweiten radial äußeren Wandfläche des ersten Gehäuseteils des Pumpengehäuses verschiebbar ist, so dass über das erste Gehäuseteil eine zweiseitige Führung erreicht wird. So kann mit engeren Toleranzen gearbeitet werden.

Vorzugsweise ist im ersten Gehäuseteil ein Förderkanal ausgebildet, der mit einem Regelpumpenlaufrad zum Druckaufbau zusammenwirkt, wobei das Regelpumpenlaufrad einstückig mit dem Kühlmittelpumpenlaufrad ausgebildet ist und wobei der Boden des Regelschiebers zwei Druckräume voneinander axial trennt. Eine derartige Pumpe kann ohne zusätzliche Feder oder zusätzliches Laufrad zuverlässig die benötigte Kühlmittelmenge fördern.

Es wird somit eine Kühlmittelpumpe für eine Verbrennungskraftmaschine geschaffen, bei der ein Verschleiß und eine Riefenbildung am Regelschieber weitestgehend vermieden wird und mit engen Spalten zur Erhöhung der Dichtigkeit bei der Auslegung der Kühlmittelpumpe

weitestgehend vermieden wird und die Oberflächen, falls doch ein Verkippen entsteht, so ausgelegt sind, dass lediglich geringste Schäden am Schieber beziehungsweise den führenden Gehäuseteilen entstehen. Dies wird durch eine korrosionsfreie und langlebige Beschichtung erzielt, die gleichzeitig eine hohe Festigkeit aufweist und als Gleitpartner zueinander wirkt. So kann über eine lange Lebensdauer eine gleichbleibende Funktion der Kühlmittelpumpe sichergestellt werden. Gleichzeitig wird eine exakte Führung des Regelschiebers erreicht, so dass alle Spalten minimiert werden können.

Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kühlmittelpumpe für einen Verbrennungsmotor ist in der Figur dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.

Die Figur zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Kühlmittelpumpe in geschnittener Darstellung.

Die erfindungsgemäße Kühlmittelpumpe besteht aus einem Pumpengehäuse 10 mit einem Außengehäuseteil 11, in dem ein spiralförmiger Förderkanal 12 ausgebildet ist, in dem über einen ebenfalls im Außengehäuseteil 11 ausgebildeten axialen Pumpeneinlass 14 ein Kühlmittel angesaugt wird, welches über den Förderkanal 12 zu einem im Außengehäuseteil 11 ausgebildeten tangentialen Pumpenauslass 16 und in einen Kühlkreislauf der Verbrennungskraftmaschine gefördert wird. Dieses Außengehäuseteil 11 kann beispielsweise einstückig mit dem Kurbelgehäuse oder dem Zylinderkopf einer Verbrennungskraftmaschine ausgebildet sein.

Hierzu ist radial innerhalb des Förderkanals 12 auf einer Antriebswelle 18 ein Kühlmittelpumpenlaufrad 20 befestigt, welches als Radialpumpenrad ausgebildet ist, durch dessen Drehung die Förderung des Kühlmittels im axialen Seite des Kühlmittelpumpenlaufrades 20 ist ein Regelpumpenlaufrad 22 ausgebildet, welches entsprechend mit dem Kühlmittelpumpenlaufrad 20 gedreht wird. Dieses Regelpumpenlaufrad 22 weist Schaufeln 23 auf, die axial gegenüberliegend zu einem als Seitenkanal ausgebildeten Strömungskanal 24 angeordnet sind, der in einem ersten inneren Gehäuseteil 26 des Pumpengehäuses 10 ausgebildet ist. In diesem ersten Gehäuseteil 26 sind ein nicht dargestellter Einlass und ein ebenfalls nicht dargestellter Auslass ausgebildet, so dass das Regelpumpenlaufrad 22 mit dem Strömungskanal 24 eine Regelpumpe 28 bildet, über welche der Druck des Kühlmittels vom Einlass der Regelpumpe 28 zum Auslass erhöht wird.

Der Antrieb des Kühlmittelpumpenlaufrades 20 und des Regelpumpenlaufrades 22 erfolgt über einen Riemen, der in ein Riemenrad 30 greift, welches am zum Kühlmittelpumpenlaufrad 20 entgegengesetzten axialen Ende der Antriebswelle 18 befestigt ist. Das Riemenrad 30 ist über ein zweireihiges Kugellager 32 gelagert, dessen Außenring 34 am Riemenrad 30 und dessen Innenring 36 auf einem zweiten feststehenden Gehäuseteil 38 des Pumpengehäuses 10 aufgepresst ist.

Das zweite Gehäuseteil 38 weist eine innere axiale Durchgangsöffnung 40 auf, durch die die Antriebswelle 18 unter Zwischenlage einer Wellendichtung 42 ragt und in die ein innerer ringförmiger Vorsprung 44 des ersten Gehäuseteils 26 ragt, über den das erste Gehäuseteil 26 zum zweiten Gehäuseteil 38 zentriert ist. Das erste Gehäuseteil 26 wird über Schrauben 46, welche das erste Gehäuseteil 26 axial durchdringen am zweiten Gehäuseteil 38 befestigt. Das zweite Gehäuseteil 38 ist unter Zwischenlage einer Dichtung 48 am Außengehäuseteil 11 befestigt. Hierzu weist das Außengehäuseteil 11 an seinem zum Pumpeneinlass 14 entgegengesetzten axialen Ende eine Aufnahmeöffnung 50 konstanten

Gehäuseteils 38 ragt, an dessen begrenzender flanschförmiger Wand 54, die axial gegen das Außengehäuseteil 11 anliegt, eine Nut 56 ausgebildet ist, in der die Dichtung 48 angeordnet ist.

Dieser Vorsprung 52 dient gleichzeitig als rückwärtiger Anschlag für einen Regelschieber 58, dessen radial äußere hohlzylindrische Umfangswand 60 derart über das Kühlmittelpumpenlaufrad 20 geschoben werden kann, dass ein freier Querschnitt eines Ringspalts 62 zwischen einem Austritt 64 des Kühlmittelpumpenlaufrades 20 und dem Förderkanal 12 geregelt wird. Entsprechend der Stellung dieses Regelschiebers 58 wird somit der durch den Kühlmittelkreislauf geförderte Kühlmittelstrom geregelt. Diese Umfangswand 60 weist entsprechend einen Absatz 66 auf, von dem aus sich die Umfangswand 60 mit einem vergrößerten Durchmesser weiter axial in Richtung des Ringspaltes 62 erstreckt. Der Außendurchmesser dieses Abschnitts 68 entspricht dabei etwa dem Außendurchmesser des ringförmigen Vorsprungs 52, so dass der ringförmige Vorsprung 52 und dieser Abschnitt 68 der Umfangswand 60 unmittelbar gegenüberliegend zu einer Innenwand 70 der Aufnahmeöffnung 50 des Außengehäuseteils 11 ausgebildet sind, wodurch Spalten in diesem Bereich minimiert werden.

Am sich vom Absatz 66 in entgegengesetzter Richtung zum Kühlmittelpumpenlaufrad 20 erstreckenden Abschnitt 72 der äußeren Umfangswand 60 ist an einer radial äußeren Wandfläche 73 des Regelschiebers 58 eine Radialnut 74 ausgebildet, in der ein Dichtring 76 angeordnet ist. Der Dichtring 76 ist derart angeordnet, dass er in jeder Position des Regelschiebers 58 an einer radial inneren Wandfläche 78 des ringförmigen Vorsprungs 52 des zweiten Gehäuseteils 38 anliegt.

Der Regelschieber 58 weist neben der Umfangswand 60 einen Boden 80 mit einer inneren Öffnung 82 auf, von dessen Außenumfang aus sich die Umfangswand 60 axial erstreckt und von dessen inneren Umfang sich eine Kühlmittelpumpenlaufrad 20 erstreckt. An einer radial inneren Wandfläche 85 dieser Umfangswand 84 ist eine Radialnut 86 ausgebildet, in der ebenfalls ein Dichtring 88 angeordnet ist. Die radial innere Wandfläche 85 der Umfangswand 84 gleitet auf einer radial äußeren Wandfläche 89 eines sich axial erstreckenden zylindrischen Abschnitts 90 des ersten Gehäuseteils 26, der zwischen dem ringförmigen Vorsprung 44 und dem den Strömungskanal 24 bildenden Abschnitt des ersten Gehäuseteils 26 ausgebildet ist. Der Abschnitt 90 dient zur Lagerung des Regelschiebers 58.

Des Weiteren besteht lediglich ein geringer Spalt zwischen einer radial inneren Wandfläche 92 eines zum Kühlmittelpumpenlaufrad 20 ragenden Bereichs der Umfangswand 60 des Regelschiebers 58 und einer gegenüberliegenden radial äußeren Wandfläche 94 des ersten Gehäuseteils 26 des Pumpengehäuses 10.

Erfindungsgemäß weisen die drei Wandflächen 73, 85, 92 des aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung hergestellten Regelschiebers 58 zur Sicherstellung einer reibungsarmen Führung sowie eines geringen Verschleißes eine oxidische Beschichtung von ca. 25 μιτι Schichtdicke auf. Diese wird durch elektrolytische Oxidation aufgebracht, so dass eine Aluminiumoxidschicht entsteht. Dieses Verfahren ist bekannt unter dem Begriff Eloxieren. Insbesondere kann eine hartanodische Oxidation verwendet werden, bei der eine Schicht entsteht, wie sie beispielsweise unter der Bezeichnung Hart-Coat® oder auch HC-GL angeboten wird, wobei die HC-GL Beschichtung noch zusätzlich verbesserte Gleiteigenschaften aufweist. Eine derartige Beschichtung weist eine mittlere Rauheit von lediglich etwa 0, 1 bis 0,2 μιτι bei einer Härte von ca. 500 HV auf.

Pumpengehäuses 10 sind ebenfalls mit einer Beschichtung versehen, die jedoch härter ist als die Beschichtung der Wandflächen 73, 85, 92 des Regelschiebers 58. Insbesondere werden hier chemische Nickelbeschichtungen mit einer Schichtdicke von etwa 15 μιτι vorgesehen. Eine geeignete Beschichtung ist beispielsweise unter dem Begriff Durni-Coat® DNC 520 bekannt geworden. Diese Beschichtung weist eine Härte von 550 bis 1000HV auf, je nach durchgeführter Wärmebehandlung. Entsprechend hoch ist die Abriebfestigkeit. Auch besteht ebenso wie bei der Beschichtung des Regelschiebers 58 eine sehr hohe Korrosionsbeständigkeit.

Diese Gleitkombinationen haben zur Folge, dass bei Bewegung des Regelschiebers 58 lediglich geringe Stellkräfte erforderlich sind und eine hohe Dichtigkeit zwischen der Vorderseite und der Rückseite des Regelschiebers 58 erreicht wird. Des Weiteren bleiben diese durch die hohe Verschleißfestigkeit über einen langen Zeitraum bestehen.

Dies ist wichtig, da an der vom Kühlmittelpumpenlaufrad 20 abgewandten Seite des Regelschiebers 58 ein erster Druckraum 96 ausgebildet ist, der axial durch das zweite Gehäuseteil 38 und den Boden 80 des Regelschiebers 58 und radial nach außen durch den ringförmigen Vorsprung 52 des zweiten Gehäuseteils 38 und nach radial innen durch das erste Gehäuseteil 26 begrenzt wird und an der zum Kühlmittelpumpenlaufrad 20 gewandten Seite des Bodens 80 ein zweiter Druckraum 98 ausgebildet ist, der axial durch die Bodenplatte 80 und das erste Gehäuseteil 26, nach radial außen durch die Umfangswand 60 des Regelschiebers 58 und nach radial innen durch den Abschnitt 90 des ersten Gehäuseteils 26 begrenzt wird. Je nach am Boden 80 des Regelschiebers 58 in den beiden Druckräumen 96, 98 anliegender Druckdifferenz wird die äußere Umfangswand 60 des Regelschiebers 58 entsprechend in den Ringspalt 62 hinein- oder aus dem Ringspalt 62

zwischen den beiden Druckräumen 96, 98 eine hohe Dichtigkeit der Druckräume 96, 98 zueinander erforderlich ist, welche durch die Dichtringe 76, 88 und die herstellbaren geringen Toleranzen der gewählten Beschichtungen der gegenüberliegenden Wandflächen 73, 78, 85, 89, 92, 94 und deren guten Gleiteigenschaften erreicht wird.

Die zur Verstellung des Regelschiebers 58 notwendige Druckdifferenz wird durch die Regelpumpe 28 mittels zweier Druckräume 96, 98 mit unterschiedlichen Druckniveaus erzeugt. Hierzu sind in den beiden Gehäuseteilen 26, 38 entsprechend angeordnete und in den Figuren nicht sichtbare Kanäle ausgebildet. Dem Druckraum 98 wird unter Druck stehendes Kühlmittel aus einem ersten Auslass der Regelpumpe 28 zugeführt, welcher nahe hinter dem Einlass aus dem Strömungskanal 24 der Regelpumpe 28 führt, während dem Druckraum 96 unter noch höherem Druck stehendes Kühlmittel zuführbar ist, welches aus einem in Laufrichtung des Regelpumpenlaufrades 22 weiter vom Einlass entfernten zweiten Auslass der Regelpumpe 28 stammt und über ein Magnetventil 100 entweder dem Druckraum 96 zugeführt oder aus diesem abgeführt wird. Als Folge der Druckdifferenz der Druckräume 96, 98 wird der Regelschieber 58 zur Reduzierung der geförderten Kühlmittelmenge in den Ringspalt 62 geschoben oder zur Maximierung der in den Kühlkreislauf geförderten Kühlmittelmenge aus diesem herausgeschoben.

Die beschriebene Kühlmittelpumpe weist eine sehr exakte innere Führung auf, so dass trotz geringer Spalte lediglich kleine Stellkräfte erforderlich sind, was durch die guten Gleiteigenschaften der Dichtringe sowie der gegenüberliegenden Wandflächen noch verstärkt wird. Durch die verwendeten Beschichtungen, die bezüglich ihrer Schichtdicke mit hoher Genauigkeit aufgebracht werden können, werden die Druckräume zuverlässig gegeneinander abgedichtet, so dass eine Verstellung des Regelschiebers mit geringen Stellkräften möglich ist und dabei ein

Vor allem wird dies über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten, da durch die Wahl der Beschichtungen Riefen und andere Rauigkeiten, die insbesondere an den Gehäuseteilen durch ein Verkippen des bewegbaren Regelschiebers auftreten könnten, zuverlässig vermieden werden, da die Beschichtungen der Wandflächen des Pumpengehäuses besonders hart und verschleißfest sind. Sowohl die Beschichtungen des Pumpengehäuses als auch des Regelschiebers weisen dabei eine geringe Rauigkeit auf, so dass auch die Gleiteigenschaften über einen langen Zeitraum erhalten bleiben.

Es sollte deutlich sein, dass der Schutzbereich des Hauptanspruchs nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel begrenzt ist. Insbesondere sind andere Gehäuseteilungen oder eine andere Art der Aktuierung des Regelschiebers denkbar. Neben einer rein hydraulischen Verstellung sind auch elektrische Verstellungen oder eine Vorspannung mittels Druckfedern denkbar. Die Beschichtungen können sowohl auf einzelnen gegenüberliegenden Wandflächen aufgebracht werden als auch auf allen aneinander gleitenden Wandflächen. Ebenso ist es denkbar, den gesamten Regelschieber oder das gesamte zum Regelschieber weisende Pumpengehäuse zu beschichten. Auch sind andere Beschichtungen wählbar, welche jedoch sowohl zur Anwendung im Kühlmittelbereich geeignet sein müssen als auch bezüglich ihrer Härten entsprechend des Hauptanspruchs aufeinander abzustimmen sind.