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1. (WO2019030032) USER INTERFACE, DOOR OPERATING MODULE, ROOF OPERATING MODULE AND PROPULSION MEANS FOR DISPLAYING OPERATING ELEMENT INSCRIPTIONS FACING THE USER
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Anwenderschnittstelle, Türbedienmodul, Dachbedienmodul und Fortbewegungsmittel zur Anzeige anwenderzugewandter Bedienelementbeschriftungen

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Anwenderschnittstelle, ein Türbedienmodul, ein Dachbedienmodul und ein Fortbewegungsmittel zur Darstellung

anwenderzugewandter Bedienelementbeschriftungen oder -Symbole (im

Folgenden unter„Bedienelementbeschriftung" zusammengefasst).

Beschriftungen von Bedienelementen werden üblicherweise auf oder neben deren Bedienoberfläche angebracht. Abhängig von der Positionierung der Anwenderschnittstellen, kann die Lesbarkeit ihrer Bedienelementbeschriftung deutlich eingeschränkt sein, wenn der Blickwinkel des Anwenders in Bezug zur Bedienelementoberfläche zu flach ausfällt. Dieses Problem kann beispielsweise in einem Fortbewegungsmittel auftreten, in welchem die Anwenderschnittstellen oberhalb oder seitlich eines Anwenders angebracht sein können und somit außerhalb seines optimalen Blickwinkels liegen. Eine eingeschränkte Lesbarkeit von Bedienelementsymbolen führt in der Regel dazu, dass

Anwenderschnittstellen nur in Teilen der möglichen Bereiche im Umfeld des Anwenders angeordnet werden.

Weiterhin sind Vorrichtungen bekannt, die es erlauben, Bildinhalte eines Displays beispielsweise durch die zusätzliche Anordnung eines Retroreflektors und eines Halbspiegels im Raum zu platzieren. Mit anderen Worten: die Darstellungsebene des durch das Display erzeugten Bildes ist nicht mehr die Oberfläche des Displays selbst, sondern das Bild erscheint abhängig von der konstruktiven Anordnung des Retroreflektors und des Halbspiegels mehr oder weniger stark geneigt im Raum oberhalb des Displays und des Halbspiegels. Diese

Technologie wird Floating-Imaging-, Mid-Air-Imaging- oder auch Aerial-Imaging-Technologie (Asukanet) genannt (im Folgenden unter„Aerial-Imaging-Technologie" zusammengefasst).

Eine weitere bekannte technische Ausführungsform der Aerial-Imaging-Technologie basiert auf einer oberhalb des Displays angeordneten optischen Platte (auch„Aerial-Imaging-Plate"), die durch ihre speziellen Eigenschaften ebenfalls in der Lage ist, das Bild des Displays im Raum darzustellen. Im

Folgenden wird die Ausgestaltung als Aerial-Imaging-Plate zur weiteren

Erläuterung der Erfindung herangezogen, da diese einfacher darstellbar ist. Erfindungsgemäß sind hier aber auch weitere Ausgestaltungen der Aerial-Imaging-Technologie anwendbar.

Im Stand der Technik wird die Aerial-Imaging-Technologie eingesetzt, um beispielsweise Bedienelemente wie Schaltflächen für Geldautomaten usw.

schwebend im Raum zu positionieren. Die Bedienbarkeit der schwebenden Schaltflächen wird im Stand der Technik durch den Einsatz von 3D-Sensoren erreicht, die beispielsweise die Fingerposition eines Anwenders erfassen und einen Bedienvorgang auslösen können, wenn der Finger die schwebende Schaltfläche im Raum„berührt" bzw. sich an derselben Position befindet. Diese Art der Bedienung erfordert den Einsatz der genannten 3D-Sensoren und einer entsprechenden Auswerteeinheit, was einerseits mit höheren Kosten und andererseits auch mit einem erhöhten Platzbedarf für die Anordnung der Sensoren verbunden ist.

Es ist daher eine Aufgabe dieser Erfindung, die im Stand der Technik

angewendete Methode zur Beschriftung von Bedienelementen wie Tastern oder Schaltern im Hinblick auf eine bessere Lesbarkeit der Bedienelementsymbole, zu optimieren.

Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird erfindungsgemäß eine

Anwenderschnittstelle vorgeschlagen. Diese sieht ein Bedienelement, eine Anzeigeeinheit auf Basis der Aerial-Imaging-Technologie und einen

Betätigungssensor vor. Erfindungsgemäß umfasst das Bedienelement ein

lichtdurchlässiges Material, welches vorteilhafterweise in seiner optischen und haptischen Ausgestaltung an bereits vorhandene Anwenderschnittstellen angeglichen werden kann, um ein einheitliches Bedienerlebnis für den Anwender zu erzielen. Auf einer ersten Seite des Bedienelements, befindet sich eine Anzeigeeinheit, welche eingerichtet ist, ein Bild nach dem Prinzip der Aerial-Imaging-Technologie oder Floating Image-Technologie zu erzeugen. Dieses Bild wird auf einer zweiten Seite des Bedienelements, welche der ersten Seite des Bedienelements gegenüberliegt, im Raum dargestellt. Die Erzeugung des Bildes der Anzeigeeinheit kann beispielsweise durch ein LCD-Display in Verbindung mit einem Aerial-Imaging-Plate umgesetzt werden, welches aufgrund seiner optischen Eigenschaften eine Verlagerung des Bildes aus der Ebene der Bedienelementoberfläche hinaus erlaubt. Der Betätigungssensor ist eingerichtet, im Ansprechen auf eine Betätigung des Bedienelements ein Steuersignal zu erzeugen. Der Betätigungssensor kann beispielsweise ein elektrischer Kontakt, ein Reed-Schalter oder ein kapazitiver Sensor sein.

Die Unteransprüche zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Bedienelement der

Anwenderschnittstelle beweglich angeordnet, so dass es im Zuge einer

Anwenderinteraktion von einer ersten vordefinierten Position in eine zweite vordefinierte Position überführt werden kann. Das Erreichen der zweiten vordefinierten Position kann je nach Ausgestaltung der Anwenderschnittstelle z.B. mittels Drehen, Verschieben, Drücken oder Ziehen erfolgen. Das Erreichen der zweiten vordefinierten Position führt zu einem Auslösevorgang im

Betätigungssensor. Ein durch den Betätigungssensor erzeugtes Signal kann mittels einer Auswerteeinheit verarbeitet werden, welche mit dem

Betätigungssensor verbunden sein kann. Die Auswerteeinheit kann dabei sowohl innerhalb der Anwenderschnittstelle untergebracht sein, als auch außerhalb.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann das Bedienelement alternativ oder zusätzlich einen kapazitiven Sensor umfassen, so dass ein Berühren der Bedienelementoberfläche ausreicht, um einen Betätigungsvorgang auszulösen und zu signalisieren.

In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann die Anzeigeeinheit statt eines Displays eine LED als Lichtquelle in Kombination mit einer über der LED angeordneten Maske umfassen. Die Maske umfasst dabei ein

lichtundurchlässiges Material, welches an vordefinierten Positionen

lichtdurchlässige Ausschnitte oder Bereiche besitzt, die Symbole oder Schriften darstellen. Auf diese Weise können Bedienelementbeschriftungen in einer technisch vereinfachten und kosten-günstigeren Variante im Vergleich zur Display-basierten Lösung umgesetzt werden, für den Fall, dass die

Anzeigeeinheit nur unveränderliche Schriften oder Symbole darstellen soll.

Weiter bevorzugt umfasst die Anwenderschnittstelle einen Näherungssensor und eine Auswerteeinheit, die eingerichtet ist, die Ausgangssignale des

Näherungssensors über einen Dateneingang zu verarbeiten. Als

Näherungssensor kann beispielsweise eine Infrarot-LED in Kombination mit einer Photodiode eingesetzt werden, um die Intensität des durch den Anwender reflektierten Infrarotlichts zu erfassen. Die Auswerteeinheit, die beispielsweise ein in einem Fortbewegungsmittel auch für andere Funktionen eingesetztes

Steuergerät sein kann, empfängt die durch den Näherungssensor generierten Signale und errechnet die aktuelle Distanz des Anwenders zur

Anwenderschnittstelle. Wird eine in der Auswerteeinheit hinterlegte

Näherungsschwelle unterschritten, kann beispielsweise eine optische

Veränderung des dargestellten Bildes bewirkt werden. Diese optische

Veränderung kann beispielsweise ein Ausblenden oder Abschalten der

Bildausgabe sein. Auch ein Blinken des Bildes als optische Bestätigung für eine erfolgreiche Bedienung der Anwenderschnittstelle, und/oder ein Aufhellen und/oder ein Farbwechsel des Bildes bei Näherung sind denkbare

Anwendungsszenarien.

In einer weiteren Ausgestaltung können der Anwenderschnittstelle mittels eines Dateneingangs Informationen über den Blickwinkel des Anwenders auf das Bedienelement der Anwenderschnittstelle zur Verfügung gestellt werden. Dies kann beispielsweise durch einen optischen Sensor in Form einer Kamera erreicht werden, welche die Augen des Anwenders erfasst. Das Kamerabild kann im Anschluss durch eine Auswerteeinheit verarbeitet werden, die eingerichtet ist,

mittels Bilderkennung die Blickrichtung der Augen zu erfassen und weiter eingerichtet ist, aus der Blickrichtung in Bezug zur Oberfläche des

Bedienelements, den Blickwinkel des Anwenders auf das Bedienelement zu errechnen. Durch eine Weitergabe der Informationen über den Blickwinkel des Anwenders an die Anwenderschnittstelle, können die im Folgenden

beschriebenen erfindungsgemäßen Vorteile erzielt werden:

Zum einen wird hierdurch eine bedarfsorientierte Darstellung des Bildes der Anwenderschnittstelle ermöglicht. D.h., dass das durch die Aerial-Imaging-Technologie erzeugte Bild standardmäßig deaktiviert sein kann und nur bei Bedarf angezeigt wird, wenn der Anwender seinen Blick auf die

Anwenderschnittstelle richtet. Dies hat den Vorteil, dass der Anwender nicht durch permanent angezeigte Bilder von momentan nicht genutzten

Anwenderschnittstellen gestört wird, was insbesondere bei Nacht für den Fahrer eines Fortbewegungsmittels von Nutzen sein kann.

Die Berechnung des Blickwinkels und die im Ansprechen darauf stattfindende Ansteuerung der Anzeigeeinheit kann dabei auch durch eine Auswerteeinheit durchgeführt werden, die sich au ßerhalb der Anwenderschnittstelle befindet, indem die dazu benötigten Datenschnittstellen an der Anwenderschnittstelle zur Verfügung gestellt werden. Eine externe Auswerteeinheit kann sich vorteilhaft auf die Herstellungskosten und den benötigten Installationsraum der

Anwenderschnittstelle auswirken. Weiterhin kann die externe Auswerteeinheit für die Ansteuerung mehrerer Anwenderschnittstellen gleichzeitig eingesetzt werden. Sie kann darüber hinaus auch Teil eines für andere Funktionen eingesetzten Steuergeräts für ein Fortbewegungsmittel sein, welches aufgrund freier

Rechenkapazitäten die Ansteuerung für eine oder mehrere

Anwenderschnittstellen parallel zu den anderen Funktionen durchführen kann.

Zum anderen erlaubt die Information über den Blickwinkel des Anwenders auf das Bedienelement der Anwenderschnittstelle auch eine zusätzlich optimierte Ausrichtung der dargestellten Beschriftung. Dies kann zum Beispiel bei unterschiedlichen Fahrern eines Fortbewegungsmittels relevant sein, deren Körpergröße und somit auch deren Augenhöhe mehr oder weniger stark voneinander abweichen. Die mittels Aerial-Imaging-Technologie dargestellten Bilder werden Prinzip bedingt in einem fest vorgegebenen Neigungswinkel im Raum platziert, abhängig von der vordefinierten Stellung der optischen

Komponenten innerhalb der Anzeigeeinheit. Ziel dieser Neigung ist wie oben beschrieben eine optimale Lesbarkeit der Beschriftung durch den Anwender. Unterschiedliche Augenhöhen der Anwender bedeuten gleichzeitig auch unterschiedliche Blickwinkel auf die Anwenderschnittstelle. Ein idealer

Blickwinkel von 90 ° auf die Anwenderschnittstelle kann somit nicht für jeden Anwender garantiert werden. Für den Fall, dass die Anzeigeeinheit

beispielsweise ein LCD-Display umfasst, ist es möglich den Displayinhalt mittels bekannter Bildverarbeitungsalgorithmen in geeigneter Weise so zu verzerren, so dass das Bild zusätzlich zur Neigung durch die Aerial-Imaging-Technologie in Richtung des Blickwinkels des Anwenders geneigt erscheint. Die zusätzliche Verzerrung des Bildes kann beispielsweise mittels einer Trapezverzerrung durch eine interne oder externe Auswerteeinheit durchgeführt werden, die eingerichtet ist, das Bild des Displays zu transformieren.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung können einem ersten Anwender und einem zweiten Anwender gleichzeitig unterschiedliche Bilder durch ein und dieselbe Anwenderschnittstelle zur Verfügung gestellt werden. Um dies zu erreichen kann eine zweite Anzeigeeinheit vorgesehen sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Anzeigeeinheit beispielsweise um ein zweites Displays erweitert werden, welches ebenfalls unterhalb der ersten Seite des

Bedienelements angeordnet und neben dem ersten Display positioniert wird. Das zweite Display besitzt dabei einen anderen Abstrahlwinkel innerhalb der Anwenderschnittstelle in Bezug zur Bedienelementoberfläche. Aufgrund einer relativ starken Betrachtungswinkelabhängigkeit der Aerial-Imaging-Technologie ist es somit möglich, zwei Anwendern, die sich an verschiedenen

Betrachtungspositionen befinden, gleichzeitig unabhängige Bilder über dieselbe Anwenderschnittstelle zur Verfügung zu stellen. Die Ausrichtung des zweiten Displays richtet sich dabei nach dem Betrachtungswinkel des zweiten

Anwenders.

Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, den oben beschriebenen optischen Sensor in Form einer Kamera zur Erfassung der Blickrichtung des Anwenders

darüber hinaus auch zur Erfassung der Handpositionen des Anwenders heranzuziehen. Die Bilddaten des optischen Sensors können wie oben beschrieben mittels Bilderkennungsalgorithmen in der Auswerteeinheit verarbeitet werden, so dass eine Erkennung von Handpositionen und

Handbewegungen ermöglicht wird. Eine entsprechende Weitwinkeloptik vorausgesetzt, ermöglicht dies auch eine Erfassung von mehreren Anwendern, beispielsweise eines Fahrers und eines Beifahrers in einem

Fortbewegungsmittel. Die Bildverarbeitungsalgorithmen der Auswerteeinheit können dabei so ausgestaltet sein, dass sie zwischen einer Bedienung der Anwenderschnittstelle durch den Fahrer und einer Bedienung durch den

Beifahrer unterscheiden können, sobald eine Signalisierung durch den

Betätigungssensor der Anwenderschnittstelle registriert wird. In Kombination mit der oben beschriebenen unabhängigen Anzeige von Bildern für den Fahrer und den Beifahrer, lässt sich die Anwenderschnittstelle durch unterschiedliche Bilder einhergehend mit unterschiedlichen Funktionen einrichten. Durch die Erkennung des Bedieners der Anwenderschnittstelle können die unterschiedlichen angezeigten Funktionen im Moment des Bedienvorgangs eindeutig zugeordnet und ausgeführt werden. Dies erlaubt eine Doppelbelegung von

Anwenderschnittstellen für unterschiedliche Anwender, wodurch die Anzahl der benötigten Anwenderschnittstellen reduziert werden kann.

Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, die erfindungsgemäße

Anwenderschnittstelle in ein Dachbedienmodul für ein Fortbewegungsmittel zu integrieren. Typischerweise kann ein Dachbedienmodul Anwenderschnittstellen zur Ansteuerung der Innenbeleuchtung, des automatischen Schiebedachs, des SOS-Notrufs und für weitere Funktionen umfassen. Die Anordnung des

Dachbedienmoduls oberhalb des Anwenders geht in der Regel mit einem flachen Blickwinkel auf das Dachbedienmodul einher, wodurch herkömmliche

Bedienelementbeschriftungen der dort angeordneten Anwenderschnittstellen schwer lesbar sein können. Die erfindungsgemäße Anwenderschnittstelle erlaubt im Gegensatz dazu eine an den Blickwinkel des Anwenders angepasste, optimale Ausrichtung des im Raum stehenden Bildes.

Darüber hinaus kann die erfindungsgemäße Anwenderschnittstelle in einem Dachbedienmodul vorteilhaft um ein oder mehrere Bedienelemente erweitert werden, so dass mehrere nebeneinander angeordnete Bedienelemente durch eine einzelne Anzeigeeinheit mit im Raum positionierten Bildern versorgt werden können. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass zum Beispiel beim Einsatz eines LCD-Displays in der Anzeigeeinheit, mehrere Bedienelemente oberhalb eines einzelnen LCD-Displays angeordnet sein können und konstruktionsbedingt jeweils nur einen für sie spezifischen Bildausschnitt des Gesamtbildes des Displays für den Anwender freigeben. Dadurch, dass nicht jedem Bedienelement ein eigenes Display zur Verfügung gestellt werden muss, lassen sich die

Herstellungskosten für die Anwenderschnittstellen reduzieren. Au ßerdem kann durch diese Ausgestaltung der Verkabelungsaufwand gering gehalten werden, da nicht eine Vielzahl von Displays einzeln angesteuert werden muss. Ein weiterer Vorteil liegt in einer vereinfachten Ausrichtung der

Bedienelementbeschriftungen, da nicht mehrere Anzeigeeinheiten separat innerhalb des Dachbedienmoduls im Zuge der Herstellung bzw. des Einbaus ausgerichtet werden müssen, sondern lediglich die Fläche einer Anzeigeeinheit ausgerichtet wird.

In einer weiteren Ausführungsform können die oben beschriebenen Merkmale, Merkmalskombinationen und Vorteile auch in einem Türbedienmodul für ein Fortbewegungsmittel zum Tragen kommen. Typischerweise umfasst ein

Türbedienmodul Anwenderschnittstellen zur Sitzverstellung,

Seitenspiegeleinstellung, Fensterheberansteuerung und für weitere Funktionen. Da das Türbedienmodul in einem Fortbewegungsmittel in der Regel seitlich neben dem Anwender angeordnet ist, ergeben sich hier ähnliche Probleme hinsichtlich der Lesbarkeit der Bedienelementbeschriftungen wie beim zuvor beschriebenen Dachbedienmodul. Aus diesem Grund ist für das Türbedienmodul ein Einsatz der erfindungsgemäßen Anwenderschnittstelle analog zu den Ausgestaltungen des Dachbedienmoduls vorgesehen.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorliegenden Erfindung betrifft ein

Fortbewegungsmittel, umfassend die erfindungsgemäße Anwenderschnittstelle, alternativ oder zusätzlich umfassend das Türbedienmodul für ein

Fortbewegungsmittel, alternativ oder zusätzlich umfassend das

Dachbedienmodul für ein Fortbewegungsmittel und alternativ oder zusätzlich umfassend einen optischen Sensor, welcher eingerichtet ist, den Blickwinkel des Anwenders und/oder die Betätigung des Bedienelements durch den Anwender zu erfassen.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Figuren. Es zeigen:

Fig. 1 ein Querschnitt einer als Drucktaster ausgestalteten Anwenderschnittstelle, welche eingerichtet ist, ein Bild auf Basis der Aerial-Imaging-Technologie unter Einsatz eines Displays im Raum darzustellen;

Fig. 2 eine schematische Übersicht einer Anwenderschnittstelle, welche aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln unterschiedliche Bedienanzeigen bzw. Funktionen darstellen kann; und

Fig. 3 eine schematische Übersicht über die Komponenten eines

erfindungsgemäßen Fortbewegungsmittels.

Fig. 1 zeigt einen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Anwenderschnittstelle 10, welche eingerichtet ist, ein im Raum stehendes Bild 35 auf Basis der Aerial-Imaging-Technologie unter Einsatz eines Displays 31 darzustellen. Die dargestellte Anwenderschnittstelle 10 umfasst ein Bedienelement 20, einen kapazitiven Sensor 22, welcher unterhalb des Bedienelements 20 angeordnet ist, eine Anzeigeeinheit 30, welche unterhalb des kapazitiven Sensors 22

angeordnet ist, einen Betätigungssensor 40 und eine Auswerteeinheit 50. Die Anzeigeeinheit 30 umfasst wiederum ein LCD-Display 31 und ein Aerial-Imaging-Plate 32. Durch eine geneigte Anordnung des Displays 31 in Bezug zur

Bedienoberfläche 20 kann das Bild 35 des Displays 31 so im Raum dargestellt werden, dass die Blickrichtung 12 des Anwenders möglichst senkrecht zum im Raum stehenden Bild 35 ausgerichtet ist. Dies ermöglicht eine optimale

Lesbarkeit von Symbolen und Schriften, die durch das Bild 35 dargestellt werden.

Weiterhin sind das Bedienelement 20, der kapazitive Sensor 22 und die

Anzeigeeinheit 30 fest miteinander verbunden und in ihrer Gesamtheit innerhalb der Anwenderschnittstelle 10 beweglich angeordnet. Die bewegliche Anordnung oben beschriebener Komponenten der Anwenderschnittstelle 10 erlaubt im Falle einer Bedienung durch den Anwender, eine Verschiebung der Komponenten von einer ersten Position in eine zweite Position. Beim Erreichen der zweiten Position löst der unterhalb der Anzeigeeinheit 30 angeordnete Betätigungssensor 40 in Form eines elektrischen Kontaktes aus. Der Kontaktschluss kann somit durch die mit dem Betätigungssensor verbundene Auswerteeinheit erfasst werden. Mittels einer mechanischen Rückstellung 41 wird die Verschiebung der oben

beschriebenen Komponenten von einer ersten in eine zweite Position nach Betätigung des Bedienelements wieder rückgängig gemacht, so dass die Komponenten von der zweiten Position in die erste Position zurückgeführt werden.

Alternativ oder zusätzlich zur mechanischen Bedienung kann das Bedienelement 20 mittels des kapazitiven Sensors 22 per Berührung oder Annäherung betätigt werden. Dieser Bedienvorgang kann wiederum durch die mit dem kapazitiven Sensor 22 verbundene Auswerteeinheit 50 verarbeitet werden.

Fig. 2 zeigt eine schematische Übersicht der Anwenderschnittstelle 10, welche beispielsweise in einem für einen Fahrer und einen Beifahrer gut sichtbaren Dachbereich eines Fo rtbeweg u ng s m i tte I s angeordnet ist. Die

Anwenderschnittstelle ist eingerichtet, für den Fahrer und den Beifahrer unterschiedliche im Raum stehende Bilder 35,36 in Abhängigkeit ihrer jeweiligen Betrachtungsposition zu erzeugen. Zu diesem Zweck umfasst die

Anwenderschnittstelle 10 beispielsweise zwei unabhängige Anzeigeeinheiten, die in einem vordefinierten Winkel zueinander angeordnet sind. Der vordefinierte Winkel richtet sich dabei nach der jeweiligen Betrachtungsposition des Fahrers und des Beifahrers und deren Blickwinkel auf die Anwenderschnittstelle 10. Die in der Aerial-Imaging-Technologie eingesetzten optischen Oberflächen zur Erzeugung von im Raum stehenden Bildern 35, 36 besitzen i.d.R. eine starke Winkelabhängigkeit, wodurch eine gezielte Trennung der Bilder 35, 36 der beiden Anzeigeeinheiten für den Fahrer und den Beifahrer ermöglicht wird.

Fig. 3 zeigt eine schematische Übersicht über die Komponenten eines

erfindungsgemäßen Fortbewegungsmittels 90, welches ein Dachbedienmodul 70 und ein Türbedienmodul 80 umfasst. Weiterhin umfasst das Fortbewegungsmittel 90 einen optischen Sensor 100, welcher eingerichtet ist, den Blickwinkel 12 des Anwenders auf das Dachbedienmodul 70 und/oder das Türbedienmodul 80 zu erfassen. Durch eine Ermittlung des Blickwinkels 12 aus den Signalen des optischen Sensors 100 kann beispielsweise die Helligkeit der Bilder der

Anwenderschnittstellen 10 des Dachbedienmoduls 70 und/oder des

Türbedienmoduls 80 nutzungsorientiert angepasst werden. So können die Anzeigeeinheiten beispielsweise im Standardbetrieb (der Blick des Anwenders ist nicht auf eines der Bedienmodule 70, 80 gerichtet) mit einer Helligkeitsstufe von 50% und im Benutzungsfall (der Blick des Anwenders ist direkt auf eines der Bedienmodule 70, 80 gerichtet) mit einer Helligkeitsstufe von 100% betrieben werden. Darüber hinaus umfasst das Fortbewegungsmittei 90 einen

Näherungssensor 45, welcher in unmittelbarer Nähe des Dachbedienmoduls 70 angeordnet ist. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Näherungssensor 45 in das Dachbedienmodul integriert. Aus den Signalen des Näherungssensors 45 kann eine Annäherung des Anwenders an das Dachbedienmodul 70 ermittelt werden. Befindet sich beispielsweise eine Hand des Anwenders in der Nähe des Dachbedienmoduls 70, so kann das durch die Anzeigeeinheit dargestellte schwebende bzw. im Raum stehende Bild abgeschaltet werden, um dem

Anwender für einen Bedienungsvorgang einen optimalen Blick auf die

Bedienoberfläche der Anwenderschnittstelle 10 zu gewährleisten.

Bezugszeichenliste:

10 Anwenderschnittstelle 12 Blickwinkel

20 Bedienelement

22 Kapazitiver Sensor

30 Anzeigeeinheit

31 Display

32 Aerial-Imaging-Plate

34 Bild

35 im Raum stehendes Bild

36 im Raum stehendes Bild

40 Betätigungssensor

41 Mechanische Rückstellung 45 Näherungssensor

50 Auswerteeinheit

70 Dachbedienmodul 80 Türbedienmodul

90 Fortbewegungsmittel 100 Optischer Sensor