このアプリケーションの一部のコンテンツは現時点では利用できません。
このような状況が続く場合は、にお問い合わせくださいフィードバック & お問い合わせ
1. (WO2019002192) ELECTROCHEMICAL BATTERY CELL FOR A BATTERY MODULE, PROCESS FOR MANUFACTURING A BATTERY CELL, AND BATTERY MODULE
注意: このテキストは、OCR 処理によってテキスト化されたものです。法的な用途には PDF 版をご利用ください。

Elektrochemische Batteriezelle für ein Batteriemodul und Verfahren zur Herstellung einer Batteriezelle sowie Batteriemodul

Die Erfindung betrifft eine elektrochemische Batteriezelle für ein Batteriemodul für ein elektromotorisch antreibbares oder angetriebenes Kraftfahrzeug, aufweisend ein Zellgehäuse und ein an einer Gehäuseseite des Zellgehäuses befestigtes Abstandselement zur beabstandeten und elektrisch isolierenden Abstützung an einem benachbart angeordneten oder anordbaren Zellgehäuse. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Batteriezelle sowie ein Batteriemodul für ein elektromotorisch antreibbares oder angetriebenes Kraftfahrzeug, mit einer Anzahl von derartigen Batteriezellen.

Elektrisch beziehungsweise elektromotorisch angetriebene oder antreibbare Kraftfahrzeuge, wie beispielsweise Elektro- oder Hybridfahrzeuge, umfassen üblicherweise einen Elektromotor, mit dem eine oder beide Fahrzeugachsen antreibbar sind. Zum Zwecke einer Versorgung mit elektrischer Energie ist der Elektromotor typischerweise mit einer fahrzeuginternen (Hochvolt-)Batterie als elektrischen Energiespeicher gekoppelt. Derartige Batterien sind beispielsweise als Akkumulatoren ausgeführt, wobei zur Erzeugung einer ausreichend hohen Betriebsspannung typischerweise mehrere einzelne Batterien modular zu einem gemeinsamen Batteriesystem verschaltet sind.

Die einzelnen Batteriemodule umfassen üblicherweise eine Anzahl von elektrochemischen Batteriezellen, welche innerhalb eines jeweiligen, insbesondere prismatischen oder prismenförmigen, Batterie- oder Zellgehäuses entlang einer Paket- oder Stapelrichtung zu einem Zellpaket

beziehungsweise einem Zellstapel aneinander gereiht beziehungsweise gestapelt sind. Die Batteriezellen sind hierbei häufig als Lithium-Ionen-Batteriezellen ausgeführt.

Hierbei ist es beispielsweise denkbar, dass die Batteriezellen zur Herstellung des Batteriemoduls an ihren einander zugewandten Gehäuseseiten flächig miteinander verklebt und anschließend weggesteuert und kraftüberwacht mittels Druckplatten verpresst werden, sodass die Zellgehäuse vollflächig direkt aneinander anliegen und somit ein verpresstes Zellpaket ausbilden. Die Druckplatten werden beispielsweise mit Zugankern verbunden, wodurch das verpresste Zellpaket mittels eines umlaufenden Rahmens verspannt ist, und so in einer definierten Form gehalten wird. Nachteilig ist, dass im Betrieb aufgrund von Alterungsprozessen sowie Lade- und/oder Entladevorgängen Volumenänderungen (Zellatmung) der Batteriezellen auftreten, wodurch zusätzliche Drücke beziehungsweise Kräfte im Verbund des Zellstapels wirken, welche zu einer Beschädigung oder vollständigen Zerstörung einer oder mehrerer Batteriezellen führen können.

Aus der DE 10 2014 221 493 A1 ist ein Batteriemodul für ein elektromotorisch antreibbares oder angetriebenes Kraftfahrzeug bekannt, bei welchem die Zellgehäuse der Batteriezellen an einer Gehäuseseite mit einem Abstandselement versehen sind, welches mittels einer Anlagefläche an der jeweils gegenüberliegenden Gehäuseseite eines benachbart angeordneten Zellgehäuses abgestützt ist. Die Anlagefläche ist hierbei kleiner als die Fläche der Gehäuseseite, sodass ein Teil der jeweiligen Gehäuseseite unabgestützt ist. Über die Anlagefläche wird die zur Pressung des Zellpakets benötigte Kraft mittels der Druckplatten auf die einzelnen Batteriezellen übertragen. Der nicht abgestützte Teil oder Bereich der jeweiligen Gehäuseseite wirkt hierbei zum Ausgleich und zur Kompensation von Kräften und Toleranzen. Durch die Abstandselemente - -

sind die Batteriezellen zueinander räumlich beabstandet sowie gegeneinander elektrisch isoliert abgestützt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine besonders geeignete elektrochemische Batteriezelle für ein Batteriemodul anzugeben. Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, ein geeignetes Verfahren zur Herstellung einer solchen Batteriezelle anzugeben. Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Batteriemodul für ein elektromotorisch antreibbares oder angetriebenes Kraftfahrzeug mit einer Anzahl von derartigen Batteriezellen anzugeben.

Hinsichtlich der Batteriezelle wird die Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und hinsichtlich des Verfahrens mit den Merkmalen des Anspruchs 8 sowie hinsichtlich des Batteriemoduls mit den Merkmalen des Anspruchs 9 erfindungsgemäß gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Batteriezelle ist für ein Batteriemodul für ein elektromotorisch (elektrisch) antreibbares oder angetriebenes Kraftfahrzeug, insbesondere einem Elektro- oder Hybridfahrzeug, geeignet und eingerichtet. Die Batteriezelle ist hierbei insbesondere als eine Lithium-Ionen-Zelle mit einem Zellgehäuse mit einer insbesondere prismatischen Gehäuseform ausgeführt. An einer Gehäuseseite des Zellgehäuses, insbesondere an einer (Gehäuse-)Stirnseite beziehungsweise Seitenfläche, weist die Batteriezelle ein Abstandselement zur räumlich beabstandeten und elektrisch isolierenden Abstützung an einem benachbart angeordneten oder anordbaren Zellgehäuse oder an einer Druckplatte auf. Unter einer Gehäuseseite (Stirnseite, Seitenfläche) ist hierbei insbesondere eine der beiden größten Gehäuseflächen des prismatischen Zellgehäuses zu verstehen.

- -

Erfindungsgemäß ist das Abstandselement mehrteilig ausgeführt. Das Abstandselement weist hierbei eine an der Gehäuseseite des Zellgehäuses befestigte, elektrisch isolierende Isolationsschicht auf. Die Isolationsschicht ist aus einem elektrisch nicht leitfähigen Material, beispielsweise einer Kunststofffolie, gefertigt, und vorzugsweise vollflächig auf die Gehäuseseite aufgebracht. Das Abstandselement weist weiterhin eine an der flächigen Isolationsschicht befestigte und dieser emporstehende Toleranzausgleichsschicht auf. Die Toleranzausgleichsschicht steht dem Zellgehäuse im Bereich der Gehäuseseite somit zur Abstützung seitlich über, insbesondere ist hierdurch eine Weg- und/oder Kraftkompensation in einem (Batteriezellen-)Verbund eines Zellpakets des Batteriemoduls realisiert. Mit anderen Worten bildet die Toleranzausgleichsschicht die Anlage- oder Kontaktfläche zur Abstützung an einem benachbarten Zellgehäuse oder an einer Druckplatte. Dadurch ist eine besonders geeignete Batteriezelle realisiert.

In einer möglichen Ausführungsform wird die Toleranzausgleichsschicht aus einem geschäumten Kunststoffmaterial, wie beispielsweise einem Acrylat-schaum oder einem Polyethylenschaum (PE-Schaum) hergestellt. Die Isolationsschicht wird hierbei beispielsweise aus einem elektrisch nicht leitfähigen Kunststoffmaterial, wie Polyethylenterephthalat (PET), PE oder Polypropylen (PP) hergestellt.

Im Gegensatz zum Stand der Technik ist das Abstandselement der Batteriezelle somit nicht einteilig, also monolithisch oder einstückig, ausgebildet, sondern weist vielmehr einen mehrteiligen, separat geschichteten Aufbau mit der Isolationsschicht und mit der Toleranzausgleichsschicht auf. Dadurch wird die Herstellung des Abstandselements vereinfacht und somit Kosten reduziert.

- -

Vorzugsweise ist die Anlage- oder Kontaktfläche der Toleranzausgleichsschicht kleiner als die Fläche der Isolationsschicht beziehungsweise der Gehäuseseite dimensioniert. Die Toleranzausgleichsschicht des Abstandselements ist hierbei vorzugsweise geeignet und ausgebildet, den durch die Volumenänderungen bei einer Zellatmung bewirkten Druck aufzunehmen.

Mit anderen Worten ist die Toleranzausgleichsschicht beispielsweise mechanisch stabil genug ausgeführt, sodass keine Verformung im Zuge einer derartigen Druck- beziehungsweise Krafteinwirkung auftritt. Dadurch wird eine vollflächige Anlage und Pressung der Batteriezellen bei einem Batteriemodul vorteilhaft und einfach vermieden, sodass der nichtabgestützte oder freigestellte Teil oder Bereich der jeweiligen Gehäuseseite im Zuge einer Zellatmung oder Zellalterung expandieren kann. Somit ist ein konstruktiv einfacher und zuverlässiger Ausgleich von im Betrieb auftretenden Kräften beziehungsweise Drücken und (Ferti-gungs-)Toleranzen ermöglicht. Dies bedeutet, dass die Toleranzausglei chsschicht eine mechanische Beabstandung oder Abstützung zu einem benachbarten Zellgehäuse bewirkt, wobei gleichzeitig eine nichtmechanische Weg- und/oder Kraftkompensation für das angrenzende oder flankierende Zellgehäuse erzeugt wird.

In einer vorteilhaften Weiterbildung sind die Isolationsschicht und/oder die Toleranzausglei chsschicht zur Befestigung geklebt. Mit anderen Worten weist die Isolationsschicht zur Befestigung an der Gehäuseseite beispielsweise eine Klebeschicht, also eine klebende Beschichtung, auf. Geeigneterweise ist die Toleranzausgleichsschicht zur Befestigung an der Isolationsschicht mit einer entsprechend flächigen Klebeschicht versehen. Dadurch ist eine besonders aufwandsarme, betriebssichere und verrutschfreie (gleitfreie) Befestigung des Abstandselements an dem - -

Zellgehäuse realisiert, wodurch eine besonders einfach herzustellende Batteriezelle gebildet wird. Dies überträgt sich in der Folge vorteilhaft auf eine Reduzierung der Herstellungskosten der Batteriezelle.

In einer geeigneten Ausführung sind die Isolationsschicht und/oder die Toleranzausgleichsschicht aus einem jeweiligen Endlosmaterial hergestellt. Unter einem Endlosmaterial ist hierbei insbesondere ein Material mit einer im Wesentlichen beliebigen Länge zu verstehen, sodass im Wesentlichen beliebig viele Isolationsschichten beziehungsweise Toleranzausgleichsschichten aus einem einzelnen Endlosmaterial herstellbar sind. Dies bedeutet, dass die Länge des Endlosmaterials im Vergleich zu dessen Breite oder Höhe quasi endlos ausgeführt ist. Mit anderen Worten ist die Länge des Endlosmaterials ein großes Vielfaches dessen Höhe oder Breite. Das beispielsweise als Meterware ausgeführte Endlosmaterial ist hierbei geeigneterweise auf einer (Endlos-)Rolle oder Stange gelagert, und wird bei der Herstellung fortlaufend, das bedeutet im Wesentlichen unterbrechungsfrei, einer Herstellungsanlage zugeführt. Die Isolationsschicht und/oder die Toleranzausgleichsschicht werden geeigneterweise als Ablängungen, Stanzungen oder Zuschnitte aus dem jeweiligen folien- oder bandartigen Endlosmaterial gefertigt. Dadurch ist eine besonders kostengünstige Herstellung gewährleistet. Des Weiteren ist eine besonders flexible Anpassung des Abstandselements an unterschiedliche Zellgehäuseabmessungen und/oder an eine gewünschte Abstützungsgeometrie realisierbar.

In einer zweckmäßigen Ausbildung weist die Toleranzausgleichsschicht eine größere Schichtdicke als die Isolationsschicht auf. Dadurch steht die Toleranzausgleichsschicht der Isolationsschicht - und somit der Gehäuseseite - vorsprungartig empor, wobei eine durch die Schichtdicke der Toleranzausgleichsschicht gebildete Vorsprungshöhe den räumlichen

Abstand beziehungsweise die lichte Weite zwischen zwei benachbart angeordneten Zellgehäusen bestimmt. Dadurch ist eine definierte räumliche Beabstandung der Zellgehäuse gewährleistet.

In einer möglichen Weiterbildung ist die Toleranzausgleichsschicht als mindestens eine längliche, streifenartige oder streifenförmige, Abstandsleiste ausgebildet. Dadurch ist eine zweckmäßige Toleranzausgleichsschicht hinsichtlich einer Abstützung sowie hinsichtlich einer Weg-und/oder Kraftkompensation gebildet.

In einer alternativen Weiterbildungsform ist die Toleranzausgleichsschicht beispielsweise ringartig in Form eines die Isolationsschicht beziehungsweise die Gehäuseseite randseitig umlaufenden Kragens ausgebildet.

In einer zweckmäßigen Ausgestaltung ist die Toleranzausgleichsschicht als genau zwei parallel zueinander beabstandete Abstandsleisten ausgebildet. Dadurch ist eine besonders zweckmäßige Toleranzausgleichsschicht zur Abstützung realisiert, wobei insbesondere der zwischen den Abstandsleisten freigestellte (Hohl-)Raum als Ausdehnungsraum für die Weg- und/oder Kraftkompensation geeignet und eingerichtet ist.

In einer bevorzugten Ausführung ist die oder jede Abstandsleiste parallel zu einer Langseite des Zellgehäuses orientiert. Dadurch ist eine homogene Krafteinleitung bei einer Pressung der Batteriezellen im Zuge einer Zellpaketherstellung gewährleistet. Die Kraftübertragung beim Pressen erfolgt hierbei insbesondere im Bereich der langseitigen Ränder der Gehäuseseite beziehungsweise der Zellgehäuse. Dies bedeutet, dass eine größtmögliche Weg- und/oder Kraftkompensation ermöglicht

- -

ist, da die Anlage oder Abstützung der oder jeder Abstandsleiste der Toleranzausgleichsschicht randseitig erfolgt, und somit ein besonders großer Ausdehnungsraum ausgebildet ist.

Alternativ ist es beispielsweise ebenso denkbar, dass die oder jede Abstandsleiste quer zu der Langseite des Zellgehäuses, also insbesondere entlang einer Schmalseite, orientiert aufgebracht ist. Ebenso ist eine diagonale Ausrichtung der oder jeder Abstandsleiste an der Gehäuseseite möglich. Im Wesentlichen ist eine beliebige Anordnung der Abstandsleisten möglich, sodass eine besonders hohe Flexibilität hinsichtlich der geometrischen Ausgestaltung der Toleranzausgleichsschicht realisiert ist.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung einer Batteriezelle wird eine Isolationsschicht aus einem ersten Endlosmaterial einer ersten Endlosrolle geschnitten und auf eine Gehäuseseite eines insbesondere prismatischen Zellgehäuses aufgebracht, insbesondere aufgeklebt. Anschließend wird aus einem zweiten Endlosmaterial einer zweiten Endlosrolle eine Toleranzausgleichsschicht geschnitten und auf die Isolationsschicht und/oder auf die Gehäuseseite des Zellgehäuses aufgebracht, insbesondere aufgeklebt. Das Zuschneiden und Aufbringen der Isolationsschicht sowie der Toleranzausgleichsschicht erfolgt hierbei vorzugsweise als Hochgeschwindigkeitsprozess. Dadurch ist ein besonders geeignetes Herstellungsverfahren realisiert.

Das Verfahren ist insbesondere hinsichtlich einer einfachen Herstellung der Schichten des Abstandselements geeignet und ausgestaltet. Die flächige Isolationsschicht wird vorzugsweise aus der großen ersten Endlosrolle je nach Größe der Druck- beziehungsweise Gehäuseseite des Zellgehäuses zugeschnitten. Die Toleranzausgleichsschicht wird - -

hierbei als zweites Endlosmaterial über die zweite Endlosrolle zur Verfügung gestellt. Der Zuschnitt auf eine entsprechende Batteriezelle erfolgt hierbei vorzugsweise „inline", also in einem im Wesentlichen kontinuierlichen Nonstop-Betrieb. Vorzugsweise erfolgt das Aufbringen beziehungsweise die Applikation am Band, insbesondere mittels mindestens einer Sondermaschine in einem Hochgeschwindigkeitsprozess.

Das erfindungsgemäße Batteriemodul ist für ein elektromotorisch (elektrisch) antreibbares oder angetriebenes Kraftfahrzeug, insbesondere einem Elektro- oder Hybridfahrzeug, geeignet und eingerichtet. Das Batteriemodul weist ein Zellpaket beziehungsweise einen Zellstapel mit einer Anzahl von vorstehend beschriebenen elektrochemischen Batteriezellen auf, welche entlang einer Paketrichtung (Stapelrichtung) zwischen zwei paketstirnseitigen Druckplatten aneinandergereiht angeordnet sind. Die Batteriezellen sind insbesondere als Lithium-Ionen-Zellen mit einer prismatischen Gehäuseform ausgeführt. Mit anderen Worten sind die Batteriezellen entlang der Paketrichtung jeweils beidseitig von einer Batteriezelle oder einer Druckplatte flankiert. Jede Batteriezelle des Zellpakets ist hierbei an einem Zellgehäuse einer jeweils benachbart angeordneten Batteriezelle oder an einer der Druckplatten beabstandet abgestützt.

Zur Bildung eines Batteriemoduls eines elektrischen oder elektromotorischen Kraftfahrzeugs sind beispielsweise mehrere Batteriezellen im Zellpaket aneinandergereiht. In einer möglichen Anwendung sind hierbei beispielsweise zwischen 10 und 30 Batteriezellen als Zellpaket des Batteriemodulsaneinandergereiht.

Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Batteriezellen ist hierbei je ein mehrteilig aufgebautes Abstandselement zwischen zwei benachbarten Batteriezellen und den benachbarten Druckplatten angeordnet.

- -

Dadurch ist eine Weg- und/oder Kraftkompensation für alle Batteriezellen des Zellpakets ausgebildet, wodurch sichergestellt wird, dass die ansteigende Kraft über die Laufzeit des Batteriemoduls aufgrund von alterungsbedingten Ausdehnungen beziehungsweise Volumenänderungen der Batteriezellen ausreichend kompensierbar sind. Somit wird eine Beschädigung oder eine Zerstörung der Batteriezellen im verspannten Zellpaket des Batteriemoduls im Wesentlichen vollständig vermieden.

Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen in vereinfachten und schematischen Darstellungen:

Fig. 1 ausschnittsweise ein Batteriemodul eines elektrisch angetriebenen Kraftfahrzeugs mit einem Zellpaket mit einer Anzahl von Batteriezellen,

Fig. 2 eine Batteriezelle mit einem Abstandselement gemäß einer ersten Ausführungsform, und

Fig. 3 die Batteriezelle mit dem Abstandselement gemäß einer zweiten Ausführungsform.

Einander entsprechende Teile und Größen sind in allen Figuren stets mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

In Fig. 1 ist ein Batteriemodul 2 eines fahrzeuginternen Energiespeichers eines elektrisch oder elektromotorisch angetriebenen oder antreibbaren Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Elektro- oder Hybridfahrzeugs, dargestellt. Zur Erzeugung einer hinreichend hohen Betriebsspannung weist das Batteriemodul 2 einen Zellstapel beziehungsweise ein Zellpaket 4 mit einer Anzahl von elektrochemischen Batteriezellen 6 - -

auf. Die Batteriezellen 6 sind hierbei als Akkumulatoren, beispielsweise als Lithium-Ionen-Zellen, mit einem Zellgehäuse 8 mit einer prismatischen Gehäuseform, insbesondere in einem BEV, PHEV- oder PHEV2-Zellformat, ausgeführt.

Die in den Figuren lediglich beispielhaft mit Bezugszeichen versehenen Batteriezellen 6 des Zellpakets 4 sind an ihren jeweiligen stirnseitigen Gehäuseseiten 10a, 10b entlang einer Stapel- oder Paketrichtung 12 aneinandergereiht angeordnet. Das Zellpaket 4 ist mittels zweier gegenüberliegend angeordneter Druckplatten 14 unter einer gewissen axialen Vorspannung entlang der Paketrichtung 10 gehalten und im Montagezustand in einem nicht näher gezeigten rahmenartigen oder rahmenförmi-gen Paketgehäuse des Batteriemoduls 2 eingesetzt.

In Fig. 2 ist eine Batteriezelle 6 des Zellpakets 4 einzeln perspektivisch dargestellt. Die Batteriezelle 6 weist an der Gehäuseseite 10a ein Abstandselement 16 zur räumlich beabstandeten und elektrisch isolierenden Abstützung an einem im Zellpaket 4 benachbart angeordneten Zellgehäuse 8, insbesondere an der jeweiligen Gehäuseseite 10b, beziehungsweise an der Druckplatte 14 auf.

Das Abstandselement 16 ist hierbei mehrteilig ausgeführt. Das Abstandselement 16 weist eine an der Gehäuseseite 10a des Zellgehäuses 8 befestigte, elektrisch isolierende Isolationsschicht 18 auf. Die Isolationsschicht 18 ist aus einem elektrisch nicht leitfähigen Material, beispielsweise einer Kunststofffolie, gefertigt und im Wesentlichen vollflächig auf die Gehäuseseite 10a aufgebracht.

- -

An der flächigen Isolationsschicht 18 ist eine dieser entlang der Paketrichtung 12 axial emporstehende Toleranzausgleichsschicht 20 aufgebracht und befestigt. Wie insbesondere in der schematischen Querdarstellung der Fig. 1 ersichtlich ist, steht die Toleranzausgleichsschicht 20 dem Zellgehäuse 8 somit im Bereich der Gehäuseseite 10a zur AbStützung seitlich über, insbesondere ist hierdurch eine Weg- und/oder Kraftkompensation in dem (Batteriezellen-)Verbund des Zellpakets 4 des Batteriemoduls 2 realisiert.

In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist die Toleranzausgleichsschicht 20 in Form von zwei länglichen Abstandsleisten 22 ausgeführt. Die Abstandsleisten 22 sind hierbei randseitig entlang einer jeweiligen Langseite 24 der Gehäuseseite 10a angeordnet. Mit anderen Worten sind die Abstandsleisten 22 beabstandet und parallel zueinander an den gegenüberliegenden Langseiten 24 der Gehäuseseite 10a angeordnet.

Die Isolationsschicht 18 sowie die Toleranzausgleichsschicht 20 beziehungsweise die Abstandsleisten 22 sind vorzugsweise aus einem jeweiligen Endlosmaterial hergestellt. Hierzu wird beispielsweise die insbesondere folienartige Isolationsschicht 18 auf die Abmessungen der Gehäuseseite 10a zugeschnitten und mittels einer Klebeschicht vollflächig und stoff schlüssig auf die Gehäuseseite 10a aufgetragen. Anschließend werden die Abstandsleisten 22 der Toleranzausgleichsschicht 20 zugeschnitten und mittels einer jeweiligen Klebeschicht an der Oberfläche der Isolationsschicht 18 stoffschlüssig aufgetragen.

Zwischen den beiden Abstandsleisten 22 einerseits und der Gehäuseseite 10a sowie der benachbarten Gehäuseseite 10b beziehungsweise der Druckplatte 14 ist somit im Montagezustand (Fig. 1 ) ein Hohlraum 26 ausgebildet. Zu diesem Zwecke weist die Toleranzausgleichsschicht - -

20 - wie insbesondere in der Fig. 1 ersichtlich - eine im Vergleich zur Isolationsschicht 18 wesentlich größere Schichtdicke auf. Mit anderen Worten ist die Toleranzausgleichsschicht 20 axial entlang der Paketrichtung 12 größer dimensioniert als die Isolationsschicht 18. In dem somit gebildeten Hohlraum 26 kann sich die jeweilige Batteriezelle 6, insbesondere die jeweils angrenzende beziehungsweise flankierende (Nach-bar-)Batteriezelle 6, während eines Betriebs des Batteriemoduls 2 erstrecken, wenn eine Ausdehnung oder Volumenänderung der entsprechenden Batteriezelle 6 auftritt. Somit ist eine Weg- und/oder Kraftkompensation im Betrieb des Batteriemoduls 2 realisiert, was sich vorteilhaft auf die Lebensdauer und Reichweite des Kraftfahrzeugs überträgt.

Die Fig. 3 zeigt eine alternative Ausführungsform des Abstandselements 16. In dieser Ausführungsvariante ist die Toleranzausgleichsschicht 20 als ein randseitig umlaufender, etwa ringartiger Abstandsrand 28 ausgebildet, welcher den Hohlraum 26 umgreift oder einfasst. Dadurch ist eine stabilere AbStützung im Zellpaket 4 realisiert.

Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr können auch andere Varianten der Erfindung von dem Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen. Insbesondere sind ferner alle im Zusammenhang mit den Ausführungsbeispielen beschriebenen Einzelmerkmale auch auf andere Weise miteinander kombinierbar, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen.

Bezugszeichenliste

2 Batteriemodul

4 Zellpaket

6 Batteriezelle

8 Zellgehäuse

10a, 1 0b Gehäuseseite

12 Paketrichtung

14 Druckplatte

16 Abstandselement

18 Isolationsschicht

20 Toleranzausgleichsschicht

22 Abstandsleiste

24 Langseite

26 Hohlraum

28 Abstandsrand