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1. WO2020109169 - CIRCUIT DE SURVEILLANCE POUR UN SYSTÈME DE VERROUILLAGE, SYSTÈME DE VERROUILLAGE, ARRANGEMENT AVEC UN SYSTÈME DE VERROUILLAGE ET UNE UNITÉ FONCTIONNELLE AINSI QUE PROCÉDÉ DE FONCTIONNEMENT D'UN SYSTÈME DE VERROUILLAGE

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[ DE ]

Überwachungsschaltung für ein Interlocksystem, Interlocksystem, Anordnung mit einem Interlocksystem und einer Funktionseinheit sowie Verfahren zum Betreiben eines Interlocksystems

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Überwachungsschaltung für ein Interlock-system, das eine erste Überwachungsleitung, eine zweite Überwachungsleitung und wenigstens eine Leitungsbrücke, mittels welcher die Überwachungsleitungen in einem geschlossenen Zustand des Interlocksystems elektrisch leitend verbun den sind, aufweist, umfassend eine Signalerzeugungseinrichtung, welche zum Er zeugen eines zwischen einer ersten Überwachungsspannung und einer zweiten Überwachungsspannung wechselnden, auf ein Bezugspotential bezogenen Über wachungssignals für die erste Überwachungsleitung eingerichtet ist, und eine Sig nalauswertungseinrichtung, mittels welcher ein auf das Bezugspotential bezoge ner Spannungsverlauf auf der zweiten Überwachungsleitung erfassbar ist.

Daneben betrifft die Erfindung ein Interlocksystem, eine Anordnung mit einem In terlocksystem und einer Funktionseinheit und ein Verfahren zum Betreiben eines Interlocksystems.

Interlocksysteme dienen der Erkennung einer Störung von elektrischen Netzen, beispielsweise eines Hochspannungsnetzes eines Fahrzeugs. Eine solche Stö rung kann ein unerwünschtes Lösen einer Steckverbindung oder ein unzulässiger manueller Eingriff, beispielsweise ein unzulässiges Öffnen einer Schutzabde ckung, sein, in dessen Folge spannungsführende Teile freiliegen können. Typi scherweise wird das elektrische Netz bei Erkennung eines solchen Fehlers span nungsfrei geschaltet. Das Interlocksystem weist dazu durch wenigstens eine Lei tungsbrücke verbundene Überwachungsleitungen auf, wobei eine Überwachungs schaltung vorgesehen ist, welche die Entfernung einer Leitungsbrücke, die bei spielsweise dem zuvor genannten Steckverbinder zugeordnet ist, erkennt.

Das Dokument DE 10 2010 045 990 A1 offenbart ein Verfahren zum Betreiben ei nes Kraftwagens mit einer Hochspannungsquelle zum Versorgen von Komponen ten eines Hochspannungsbordnetzes mit elektrischer Energie, bei welchem eine Signalschleife, welche die Komponenten verbindet, mit einem pulsweitenmodulier ten Signal beaufschlagt wird, wobei das Vorliegen des Signals durch wenigstens eine Messvorrichtung detektiert wird und, falls das Signal nicht vorliegt, die Hoch spannungsquelle durch wenigstens ein elektrisches Trennmittel vom Hochspan nungsbordnetz abgetrennt wird.

Durch die Verwendung von zwei durch das pulsweitenmodulierte Signal realisier ten Überwachungsspannungen können zwar durch Induktion in die Überwa chungsleitungen eingestreute Störsignale vom pulsweitenmodulierten Signal un terschieden werden. Eine genauere Bestimmung der Störung ist jedoch nur sehr unzureichend möglich.

Der Erfindung liegt mithin die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Möglichkeit zum Betrieb eines Interlocksystems für ein Fahrzeug anzugeben.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Überwachungsschal tung der eingangs genannten Art vorgeschlagen, dass die Signalauswertungsein richtung zum Ermitteln einer durch eine auf das Bezugspotential bezogene Stör spannung verursachten Störung auf einer der Überwachungsleitungen und/oder einer Störung der Überwachungsschaltung mittels eines Vergleichs des Span nungsverlaufs mit einem vorgegeben ersten Toleranzintervall um die erste Über wachungsspannung und mit einem vorgegebenen zweiten Toleranzintervall um die zweite Überwachungsspannung eingerichtet ist.

Die Erfindung beruht auf der Überlegung, zwei Toleranzintervalle zu definieren, in denen der Spannungsverlauf auf der zweiten Überwachungsleitung wechselweise in einem störungsfreien Betrieb liegt, so dass Störungen, wie Kurzschlüsse zur Störspannung, anhand eines Unterschieds zwischen dem erfassten Spannungs verlaufs und dem Spannungsverlauf im störungsfreien Betrieb genauer ermittelt werden können. Alternativ oder zusätzlich können auch Störungen der Überwa chungsschaltung selbst, beispielsweise sogenannte "stuck at"-Fehler, durch den Vergleich anhand der Toleranzintervalle ermittelt werden.

Typischerweise ist die Signalauswertungseinrichtung dazu eingerichtet, bei einer erkannten Störung ein Auslösesignal auszugeben, durch welches eine Trennein richtung ansteuerbar ist, um eine Spannungsquelle von einer Funktionseinheit, der die Leitungsbrücke zugeordnet ist, zu trennen. Typischerweise weist das Überwa chungssignal ein Tastverhältnis von 50% auf. Es kann jedoch auch ein davon ab weichendes Tastverhältnis vorgesehen sein. Die Signalauswertungseinrichtung kann ferner dazu eingerichtet sein, eine Störungsinformation auszugeben, welche die ermittelte Störung näher beschreibt. Dies erleichtert eine Fehlerdiagnose nach dem Ermitteln der Störung. Typischerweise bilden die Überwachungsspannungen keine Begrenzung ihres jeweiligen Toleranzintervalls. Die Toleranzintervalle sind vorteilhafterweise so gewählt, dass betriebsübliche, insbesondere nicht auf eine Störung hinweisende, Schwankungen des Spannungsverlaufs, innerhalb des oder eines jeweiligen Toleranzintervalls liegen.

Als Störspannung können insbesondere Potentialunterschiede zum Bezugspoten tial in Betracht, die einen niedrigen Innenwiderstand aufweisen und insofern als "harte" Spannung erachtet werden können. Mit anderen Worten kommen als Stör spannung solche Spannungen in Betracht, die einen so niedrigen Innenwiderstand aufweisen, dass der Spannungsverlauf den Wert der Störspannung annimmt, wenn ein Kurzschluss zu dieser Spannung vorliegt. Die Überwachungsspannun gen sind zweckmäßigerweise derart gewählt, dass der durch sie erzeugte Span nungsverlauf für die Signalauswertungseinrichtung wohlunterscheidbar von der Störspannung ist.

Die Toleranzintervalle sind zweckmäßigerweise überlappungsfrei definiert. D. h., zwischen den Toleranzintervallen liegt ein Potentialintervall, in dem der Span nungsverlauf bei einem störungsfreien Betrieb des Interlocksystems nicht längere Zeit liegt. Alternativ oder zusätzlich umfassen die Toleranzintervalle zur Erken nung der Störspannung vorgesehene Spannungswerte nicht.

Anhand der Toleranzintervalle lassen sich beispielsweise folgende Störungen er mitteln:

Die Signalauswertungseinrichtung kann zum Ermitteln der Störung auf den Über wachungsleitungen anhand eines nicht zwischen den Toleranzintervallen liegen den erfassten Wertes des Spannungsverlaufs, der außerhalb der Toleranzinter valle liegt, eingerichtet sein. Daraus kann auf eine Störung in Form eines Kurz schlusses mit einem innerhalb oder außerhalb des Interlocksystems vorliegenden Potential, dessen Potentialunterschied zum Bezugspotential die Störspannung bil det, geschlossen werden. Die Signalauswertungseinrichtung kann dabei dazu ein gerichtet sein, eine einen Kurzschluss beschreibende Störinformation auszuge ben.

Die Signalauswertungseinrichtung kann ferner zum Ermitteln der Störung auf den Überwachungsleitungen anhand von wenigstens zwei aufeinanderfolgend erfass ten, zwischen den Toleranzintervallen liegenden Werten des Spannungsverlaufs eingerichtet sein. Auch daraus kann auf einen Kurzschluss mit dem zuvor be schriebenen innerhalb oder außerhalb des Interlocksystems vorliegenden Potenti als geschlossen werden. Hierbei werden jedoch zweckmäßigerweise wenigstens zwei aufeinanderfolgend erfasste Werte des Spannungsverlaufs ausgewertet. Denn die Erfassung lediglich eines zwischen den Toleranzintervallen liegenden Werts des Spannungsverlaufs kann dadurch verursacht sein kann, dass der Wert während eines Wechsels zwischen den Überwachungsspannungen erfasst wurde und der Spannungsverlauf nur eine endliche Flankensteilheit aufweist. Wenn je doch wenigstens zwei aufeinanderfolgende, zwischen den Toleranzintervallen lie gende Werte des Spannungsverlaufs erfasst werden, kann, bei Annahme eines ausreichend großen Verhältnisses der Flankensteilheit zu einem Abtastintervall, davon ausgegangen werden, dass die Störspannung dauerhaft an einer der Über wachungsleitungen liegt. Die Signalauswertungseinrichtung kann dabei dazu

eingerichtet sein, die oder eine einen Kurzschluss beschreibende Störinformation auszugeben.

Die Signalauswertungseinrichtung kann ferner zum Ermitteln der Störung der Überwachungsschaltung anhand von mehreren aufeinanderfolgend erfassten Werten des Spannungsverlaufs, die für oder länger als eine vorgegebene Dauer innerhalb eines Toleranzintervalls liegen, eingerichtet sein. Es kann mithin auf ei nen "stuck at"-Fehler geschlossen werden, wenn die aufeinanderfolgend erfassten Werte des Spannungsverlaufs eines der Toleranzintervalle nicht mehr verlassen. Die vorgegebene Dauer ist bevorzugt in Abhängigkeit der vorgesehenen Dauer der Erzeugung einer jeweiligen Überwachungsspannung durch die Signalerzeu gungseinrichtung gewählt. Die Signalauswertungseinrichtung kann dabei dazu ein gerichtet sein, eine Störungsinformation auszugeben, die eine Störung der Über wachungsschaltung beschreibt.

Gemäß einer Ausgestaltungsvariante der Signalauswertungseinrichtung umfasst diese zum Vergleichen des Spannungsverlaufs mehrere Komparatoren, deren Re ferenzwerte Grenzen der Toleranzintervalle entsprechen. Gemäß einer alternati ven Ausgestaltungsvariante umfasst die Signalauswertungseinrichtung zum Ver gleichen des Spannungsverlaufs einen Analog-Digital-Wandler zum Wandeln des Spannungsverlaufs in Binärdaten. Die Signalauswertungseinrichtung kann eine Auswerteeinheit aufweisen, welche Ausgangssignale der Komparatoren oder die Binärdaten erhält.

Bei der erfindungsgemäßen Überwachungsschaltung kann vorgesehen sein, dass eine einen Signalzustand des Überwachungssignals beschreibende Signalinfor mation von der Signalerzeugungseinrichtung an die Signalauswertungseinrichtung übermittelbar ist und die Signalauswertungseinrichtung zum Erkennen der Störung anhand eines Vergleichs eines erfassten Werts des Spannungsverlaufs mit dem erhaltenen Signalzustand des Überwachungssignals eingerichtet ist. Beim Ermit teln der Störung kann so, bei Annahme hinreichend kleiner Signallaufzeiten der Signalinformation, ein Vergleich eines Soll-Spannungsverlaufs, der durch die

Signalinformation beschrieben wird, mit dem durch die erfassten Werte beschrie benen (Ist-)Spannungsverlaufs erfolgen. Dadurch kann die Überwachungsschal tung vorteilhafterweise auch mit einer unregelmäßigen Folge von ersten Versor gungspotentialen und zweiten Versorgungspotentialen betrieben werden.

Bei der erfindungsgemäßen Überwachungsschaltung kann vorgesehen sein, dass die Signalerzeugungseinrichtung dazu eingerichtet ist, das Überwachungssignal aus einer auf das Bezugspotential bezogenen Versorgungsspannung mit einem ersten Versorgungspotential und einem zweiten Versorgungspotential zu erzeu gen.

Die Versorgungsspannung stellt insoweit auch eine harte Spannung dar. Die Überwachungsspannungen sind zweckmäßigerweise derart gewählt, dass der durch sie erzeugte Spannungsverlauf für die Signalauswertungseinrichtung wohl unterscheidbar von den Versorgungspotentialen ist. Zweckmäßigerweise ist das zweite Versorgungspotential das Bezugspotential. Das erste Versorgungspotential ist typischerweise höher als das zweite Potential.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Signalerzeugungseinrichtung dazu einge richtet ist, das Überwachungssignal derart aus der Versorgungsspannung zu er zeugen, dass die Überwachungsspannungen zwischen den Versorgungspotentia len liegen. Typischerweise liegt die zweite Überwachungsspannung zwischen der ersten Überwachungsspannung und dem zweiten Versorgungspotential.

Die Signalauswertungseinrichtung kann zum Ermitteln der Störung auf den Über wachungsleitungen anhand eines nicht zwischen den Toleranzintervallen liegen den erfassten Werts des Spannungsverlaufs, der seitens des ersten Versorgungs potentials außerhalb des ersten Toleranzintervalls liegt, eingerichtet sein. Daraus kann auf eine Störung in Form eines Kurzschlusses einer der Überwachungslei tungen mit dem ersten Versorgungspotential als Störspannung geschlossen wer den. Die Signalauswertungseinrichtung kann dabei dazu eingerichtet sein, eine einen Kurzschluss zur ersten Versorgungspotential beschreibende Störinformation auszugeben.

Alternativ oder zusätzlich kann die Signalauswertungseinrichtung zum Ermitteln der Störung auf den Überwachungsleitungen anhand eines nicht zwischen den Toleranzintervallen liegenden erfassten Werts des Spannungsverlaufs, der seitens des zweiten Versorgungspotentials außerhalb des zweiten Toleranzintervalls liegt, eingerichtet sein. In diesem Fall kann auf eine Störung durch das zweite Versor gungspotential als Störspannung geschlossen werden. Die Signalauswertungsein richtung kann dazu eingerichtet sein, eine Störungsinformation, welche einen Kurzschluss zum zweiten Versorgungspotential oder eine Unterbrechung der Ver bindung der Überwachungsleitungen durch die Leitungsbrücke beschreibt, auszu geben. Typischerweise wird nämlich die Unterbrechung der Überwachungsleitun gen dadurch erkannt, dass der Spannungsverlauf auf dem zweiten Versorgungs potential liegt. Ein Kurzschluss zum zweiten Versorgungspotential lässt sich inso fern typischerweise nicht von einer Unterbrechung der Überwachungsleitungen durch eine Entfernung der Leitungsbrücke unterscheiden.

Bevorzugt umfasst die Signalerzeugungseinrichtung der erfindungsgemäßen Überwachungsschaltung eine Generatoreinheit, welche zum Ausgeben eines die Wechsel zwischen den Überwachungsspannungen beschreibenden Generatorsig nals eingerichtet ist, und eine Spannungswandlungseinheit, welche zum Wandeln der Versorgungsspannung in Abhängigkeit des Generatorsignals eingerichtet ist. Dabei lässt sich eine besonders kompakte, preisgünstige und aufwandsarme Rea lisierung der Überwachungsschaltung erzielen, wenn die Generatoreinheit und/o der der Analog-Digital-Wandler und/oder eine Auswerteeinheit der Signalauswer tungseinrichtung durch einen gemeinsamen Mikrocontroller realisiert sind.

Die Spannungswandlungseinheit kann einen zwischen die Versorgungspotentiale geschalteten Spannungsteiler und einen durch das Generatorsignal ansteuerbares Schaltelement umfassen, durch das ein Widerstandswert eines Zweigs des Span nungsteilers veränderbar ist. Dies erlaubt eine aufwandsarme

schaltungstechnische Realisierung der Signalerzeugungseinrichtung. Bevorzugt sind das Schaltelement und ein Widerstandselement in Reihe geschaltet und ih rerseits parallel zu einem Widerstandselement des Zweigs, dessen Widerstands wert dadurch veränderbar ist, geschaltet.

Daneben kann die Signalerzeugungseinrichtung einen Impedanzwandler umfas sen, welcher zum Wandeln eines Ausgangssignals der Spannungswandlungsein heit in das Überwachungssignal eingerichtet ist. Der Impedanzwandler ermöglicht es, einen hochohmigen Spannungswandler in der Spannungswandlungseinheit einzusetzen, da der Impedanzwandler den erforderlichen Strom auf den Überwa chungsleitungen treibt.

Bei der erfindungsgemäßen Überwachungsschaltung ist ferner zweckmäßiger weise vorgesehen, dass die Signalauswertungseinrichtung einen Spannungsteiler umfasst, an dessen Abgriff ein den Spannungsverlauf repräsentierendes Span nungsverlaufssignal erfassbar ist. Insbesondere im Hinblick auf den Einsatz des Impedanzwandlers kann der Spannungsteiler der Signalauswertungseinrichtung niederohmig im Vergleich zu den Widerstandswerten des Spannungsteilers der Signalerzeugungseinrichtung sein. Durch den Spannungsteiler kann das Span nungsverlaufssignal auch an einen Erfassungsbereich des Analog-Digital-Wand-lers angepasst werden.

Die Signalauswertungseinrichtung kann auch ein Widerstandselement, das zwi schen einen Eingang für die zweite Überwachungsleitung und das zweite Versor gungspotential geschaltet und im Vergleich zur Summe der Widerstandswerte des Spannungsteilers niederohmig ist, aufweisen. Dadurch kann ein Potential an der Signalauswertungseinrichtung definiert und schnell auf einen vorgegebenen Wert außerhalb der Toleranzintervalle gebracht werden, falls die erste Überwachungs leitung und die zweite Überwachungsleitung unterbrochen sind. Alternativ kann die Signalauswertungseinrichtung eine Stromsenke aufweisen, welche es ermöglicht, den Strom auf den Überwachungsleitungen aufrechtzuerhalten.

Daneben betrifft die Erfindung ein Interlocksystem für ein Fahrzeug, umfassend eine erste Überwachungsleitung, eine zweite Überwachungsleitung und wenigs tens eine Leitungsbrücke, mittels welcher die Überwachungsleitungen in einem geschlossenen Zustand des Interlocksystems elektrisch leitend verbunden sind, sowie eine erfindungsgemäße Überwachungsschaltung, wobei die Signalerzeu gungseinrichtung mit der ersten Überwachungsleitung und die Signalauswertungs einrichtung mit der zweiten Überwachungsleitung verbunden sind.

Insbesondere weist das Interlocksystem wenigstens eine weitere Leitungsbrücke auf. Die Leitungsbrücken können in Reihe zwischen der ersten und zweiten Über wachungsleitung verschaltet sein. Alternativ kann die Überwachungsschaltung für jede weitere Leitungsbrücke eine weitere entsprechende Signalauswertungsein heit aufweisen.

Die Erfindung betrifft ferner eine Anordnung mit einem erfindungsgemäßen Inter locksystem und mit einer Funktionseinheit, welche mittels der Leitungsbrücke oder den Leitungsbrücken überwachbar ist und dazu eingerichtet ist, während ihres Be triebs eine auf das Bezugspotential bezogene Spannung als Störspannung bereit zustellen, wobei die Spannung außerhalb der Toleranzintervalle liegt. Die Funkti onseinheit kann beispielsweise ein Wechselrichter für ein Fahrzeugzeug sein. Die oder eine Leitungsbrücke sind insbesondere derart angeordnet, dass sie die Über wachungsleitungen beim Öffnen einer spannungsführende Teile der Funktionsein heit abdeckenden Abdeckung oder beim Lösen eines Steckverbinders trennen.

Die Anordnung kann auch eine Trenneinrichtung umfassen, die durch ein bei einer ermittelten Störung ausgegebenes Auslösesignal zum Trennen einer Hochvoltbat terie von der Funktionseinheit ansteuerbar ist.

Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines Interlocksys tems, das eine erste Überwachungsleitung, eine zweite Überwachungsleitung und wenigstens eine Leitungsbrücke, mittels welcher die Überwachungsleitungen in einem geschlossenen Zustand des Interlocksystems elektrisch leitend verbunden sind, aufweist, umfassend folgende Schritte:

- Erzeugen eines zwischen einer ersten Überwachungsspannung und einer zweiten Überwachungsspannung wechselnden, auf ein Bezugspotential bezoge nen Überwachungssignals für die erste Überwachungsleitung,

- Erfassen eines auf das Bezugspotential bezogenen Spannungsverlaufs auf der zweiten Überwachungsleitung,

- Ermitteln einer durch eine auf das Bezugspotential bezogene Störspannung verursachten Störung auf einer der Überwachungsleitungen und/oder einer Stö rung der Überwachungsschaltung mittels eines Vergleichs des Spannungsverlaufs mit einem vorgegeben ersten Toleranzintervall um die erste Überwachungsspan nung und mit einem vorgegebenen zweiten Toleranzintervall um die zweite Über wachungsspannung.

Sämtliche Ausführungen zur erfindungsgemäßen Überwachungsschaltung lassen sich analog auf das erfindungsgemäße Interlocksystem, die erfindungsgemäße Anordnung und das erfindungsgemäße Verfahren übertragen, so dass auch mit diesen die zuvor genannten Vorteile erzielt werden können.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeich nungen. Diese sind schematische Darstellungen und zeigen:

Fig. 1 ein Schaltbild eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen

Anordnung mit einem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Interlocksystems, das einen Ausführungsbeispiel der erfindungsge mäßen Überwachungsschaltung umfasst;

Fig. 2 zeitliche Spannungsverläufe während eines Betriebs des in Fig. 1 gezeigten Interlocksystems;

Fig. 3 und 3a jeweils ein Schaltbild eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfin- dungsgemäßen Überwachungsschaltung;

Fig. 4 ein Schaltbild einer Signalauswertungseinrichtung eines weiteren

Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Überwachungsschal tung.

Fig. 1 ist ein Schaltbild eines Ausführungsbeispiels einer Anordnung 100 mit ei nem Interlocksystem 1 , das ein Ausführungsbeispiel einer Überwachungsschal tung 2 umfasst, und mit zwei Funktionseinheiten 10.

Das Interlocksystem 1 umfasst eine erste Überwachungsleitung 3, eine zweite Überwachungsleitung 4, zwei Leitungsbrücken 5, mittels welchen die Überwa chungsleitungen 3, 4 in einem geschlossenen Zustand des Interlocksystems 1 elektrisch leitend verbunden sind, und eine Gleichspannungsquelle 6. Das Inter locksystem 1 wird im vorliegenden Ausführungsbeispiel in einem Hochspannungs bordnetz 8 eines Fahrzeugs eingesetzt. Die Anordnung 100 umfasst ferner eine Hochvoltbatterie 9 des Hochspannungsbordnetzes 8 und eine Trenneinreichung 7, mittels welcher die Hochvoltbatterie 9 von den Funktionseinheiten 10 trennbar ist.

Den Funktionseinheiten 10 ist jeweils eine der Leitungsbrücken 5 zugeordnet. Al ternativ sind die Leitungsbrücken 5 einer einzigen Funktionseinheit 10 zugeordnet. Exemplarisch sind eine Leitungsbrücke 5 einem Stecker der Funktionseinheit 10 und eine Leitungsbrücke 5 einer Abdeckung eines Gerätegehäuses der Funktions einheit 10 zugeordnet. Ein Beispiel für eine Funktionseinheit 10 ist ein Wechsel richter zum Wandeln einer von der Hochvoltbatterie 9 bereitgestellten Spannung in eine Wechselspannung für eine elektrische Maschine (nicht gezeigt) zum Antrei ben eines Fahrzeugs (nicht gezeigt). Die Zuordnung kann dadurch realisiert sein, dass die Leitungsbrücke 5 die Überwachungsleitungen 3, 4 beim Öffnen der Abde ckung bzw. beim Lösen des Steckers trennt. Da die Trenneinrichtung 7 und die Hochvoltbatterie 9 in einem vom Gerätegehäuse getrennten gemeinsamen Batte riegehäuse angeordnet sind, kann das Interlocksystem 1 als lokales

Interlocksystem bezüglich der Funktionseinheiten 10 bzw. der Funktionseinheit 10 aufgefasst werden.

Die Überwachungsschaltung 2 umfasst eine Signalerzeugungseinrichtung 1 1 , wel che zum Erzeugen eines zwischen einer ersten Überwachungsspannung und ei ner zweiten Überwachungsspannung wechselnden Überwachungssignals für die erste Überwachungsleitung 3 eingerichtet ist. Dazu ist die erste Überwachungslei tung 3 unmittelbar mit einem Ausgang 12 der Überwachungsschaltung 2 verbun den. Die Signalerzeugungseinrichtung 1 1 ist dazu eingerichtet, das Überwa chungssignal aus einer von der Gleichspannungsquelle 6 an Versorgungsan schlüssen 13, 14 der Überwachungsschaltung 2 bereitgestellten Versorgungs spannung zu erzeugen. Die Versorgungsspannung weist ein erstes Versorgung potential 15 und ein niedrigeres zweites Versorgungspotential 16, welches ein Massepotential des Fahrzeugs und/oder ein Gehäusepotential des Gehäuses ist und insoweit als Bezugspotential gewählt ist, auf. Die Erzeugung des Überwa chungssignals erfolgt derart, dass die Überwachungsspannungen zwischen den Versorgungspotentialen 15, 16 liegen, wobei die erste Überwachungsspannung oberhalb der zweiten Überwachungsspannung liegt.

Die Überwachungsschaltung 2 umfasst ferner eine Signalauswertungseinrichtung 17, mittels welcher ein auf das Bezugspotential bezogener Spannungsverlauf auf der zweiten Überwachungsleitung 4 erfassbar ist und die zum Ermitteln einer Un terbrechung der Überwachungsleitungen 3, 4, einer durch eine auf die Versor gungsspannung bezogene Störspannung verursachten Störung auf einer der Überwachungsleitungen 3, 4 und einer Störung der Überwachungsschaltung 2 an hand des Spannungsverlaufs eingerichtet ist, was später genauer erläutert wird.

Im Detail umfasst die Signalerzeugungseinrichtung 1 1 eine Generatoreinheit 18, welche zum Ausgeben eines die Wechsel zwischen den Überwachungsspannun gen beschreibenden Generatorsignals 19 eingerichtet ist, und eine Spannungs wandlungseinheit 20, welche zum Wandeln der Überwachungsspannungen in Ab hängigkeit des Generatorsignals 19 eingerichtet ist. Daneben umfasst die

Signalerzeugungseinrichtung 11 einen Impedanzwandler 21 , welcher zum Erzeu gen des Überwachungssignals in Abhängigkeit eines Ausgangssignals 22 der Spannungswandlungseinheit 20 eingerichtet ist.

Das Generatorsignal 19 beschreibt einen getakteten Wechsel zwischen den Über wachungsspannungen, der vorliegend ein Tastverhältnis von beispielsweise 50% aufweist. Die Spannungswandlungseinheit 20 umfasst einen zwischen die Versor gungspotentiale 15, 16 geschalteten Spannungsteiler 23 mit einem ersten Wider standselement 24 am ersten Versorgungspotential 15 und einem zweiten Wider standselement 25 am zweiten Versorgungspotential 16. Daneben umfasst die Spannungswandlungseinheit 20 ein durch das Generatorsignal 19 ansteuerbares Schaltelement 26, welches vorliegend durch einen Transistor 27 mit einem Vorwi derstand 28 an dessen Steueranschluss realisiert ist. In Reihe mit dem Schaltele ment 26 ist ein drittes Widerstandselement 29 geschaltet, wobei das Schaltele ment 26 und das dritte Widerstandselement 29 parallel zum zweiten Widerstand selement 25 geschaltet sind. Dadurch ist der Widerstandswert des das zweite Wi derstandselement 25 und das dritte Widerstandselement 29 aufweisenden Zweigs des Spannungsteilers 23 in Abhängigkeit des Generatorsignals 19 veränderlich. Steuert mithin die Generatoreinheit 18 das Schaltelement 26 zum Sperren an, liegt an einem Abgriff 30 des Spannungsteilers 23 ein Ausgangssignal 22 an, welches ein Bereitstellen der ersten Überwachungsspannung am Ausgang 12 bewirkt. Steuert das Generatorsignal 19 das Schaltelement 26 zum Leiten an, so ergibt sich auf Grund der Parallelschaltung des zweiten Widerstandselements 25 mit dem dritten Widerstandselement 29 am Abgriff 30 ein Ausgangssignal 22, welches ein Bereitstellen der zweiten Überwachungsspannung am Ausgang 12 bewirkt. Außerdem weist die Spannungswandlungseinheit 20 einen Kondensator 31 auf, der zwischen den Abgriff 30 und das zweite Versorgungspotential 16 geschaltet ist, um Überschwingungen beim Wechsel zwischen den Überwachungsspannun gen zu dämpfen und eine Flankensteilheit beim Wechseln zwischen den Überwa chungsspannungen einzustellen.

Das Ausgangssignal 22 der Spannungswandlungseinheit 20 wird dem Impedanz wandler 21 zugeführt. Dieser stellt die erste Überwachungsspannung und die zweite Überwachungsspannung am Ausgang 12 bereit.

Die Signalauswertungseinrichtung 17 umfasst einen Spannungsteiler 32, dessen erstes Widerstandselement 33 mit einem Eingang 34 der Überwachungsschaltung 2, an dem die zweite Überwachungsleitung 4 angeschlossen ist, verbunden ist.

Ein zweites Widerstandselement 35 des Spannungsteilers 32 ist mit dem zweiten Versorgungspotential 16 verbunden. An einem Abgriff 36 des Spannungsteilers 32 ist somit ein Spannungsverlaufssignal, das den Spannungsverlauf in skalierter Form beschreibt, abgreifbar. Da der Impedanzwandler 21 einen ausreichend ho hen Strom durch die Überwachungsleitungen 3, 4 treiben kann, ist der Span nungsteiler 32 der Signalauswertungseinrichtung 17 verhältnismäßig niederohmig im Vergleich zum Spannungsteiler 23 der Signalwandlungseinheit 20 gewählt. Mit hin ermöglicht der Impedanzwandler 21 , dass die Spannungsteiler 23, 32 nicht aufeinander abgestimmt werden müssen, da er eine Beeinflussung der Signaler zeugungseinrichtung 1 1 durch die Signalauswertungseinrichtung 17 weitgehend ausschließt.

Die Signalauswertungseinrichtung 17 umfasst ferner einen Analog-Digital-Wandler 37, welcher den durch den Spannungsteiler 32 skalierten Spannungsverlauf in Bi närdaten wandelt. Diese Binärdaten sind einer Auswerteeinheit 38 der Signalaus wertungseinrichtung 17 bereitstellbar, welche die Störungen auf den Überwa chungsleitungen 3, 4 und die Störungen der Überwachungsschaltung 2 durch Aus werten des durch die Binärdaten beschriebenen Spannungsverlaufs erkennt und an einem Ausgang 39 der Überwachungsschaltung 2 ein Auslösesignal 40 sowie an einem Ausgang 41 der Überwachungsschaltung 2 eine Störungsinformation 42 bereitstellt.

Das Interlocksystem 1 ermöglicht eine Erkennung einer Trennung der Überwa chungsleitungen 3, 4 infolge eines Entfernens einer der Leitungsbrücken 5. In die sem Fall gelangt das Überwachungssignal nicht mehr zum Eingang 34 der

Überwachungsschaltung 2, so dass der Spannungsverlauf auf dem zweiten Ver sorgungspotential 16 liegt, woraufhin die Auswerteeinheit 38 das Auslösesignal 40 ausgibt. Durch das Auslösesignal 40 wird die Trenneinrichtung 7 zum Trennen der Hochvoltbatterie 9 von den Funktionseinheiten 10 angesteuert, da infolge der Un terbrechung der Überwachungsleitungen 3, 4 damit gerechnet wird, dass ein spannungsführendes Teil an den Funktionseinheiten 10 frei liegt und eine Gefahr der Berührung durch eine Person besteht.

Anhand von Fig. 2, die Verläufe einer Spannung U über eine Zeit t zeigt, wird im Folgenden die Ermittlung von Störungen durch die Überwachungsschaltung 2 de tailliert beschrieben.

Fig. 2 zeigt einen mit einer durchgezogenen Linie gekennzeichneten Spannungs verlauf 43 bezogen auf das zweite Versorgungspotential 16, wie er am Eingang 34 anliegt und von der Signalauswertungseinheit 17 erfasst wird. Der Spannungsver lauf 43 wechselt zwischen einer Spannung 44, die der ersten Überwachungsspan nung entspricht, und einer Spannung 45, die der zweiten Überwachungsspannung entspricht.

Um die erste Überwachungsspannung sind ein erstes Toleranzintervall 46 und um die zweite Überwachungsspannung ein zweites Toleranzintervall 47 definiert. Die Toleranzintervalle 46, 47 sind überlappungsfrei und umfassen keine Störspannun gen in Form der Versorgungspotentiale 15, 16 oder einer anderen harten Span nung, die in den Funktionseinheiten 10 verbreitet ist. In dem konkreten Beispiel gemäß Fig. 2 befinden sich die Überwachungsspannungen bzw. die Spannungen 44, 45 mittig in den Toleranzintervallen 46, 47.

Der Analog-Digital-Wandler 37 tastet den durch den Spannungsteiler 32 skalierten Spannungsverlauf 43 deutlich öfter, als es das Nyquist-Kriterium erfordert, ab. Die Auswerteeinheit 38 erkennt anhand von periodisch innerhalb der Toleranzinter valle 46, 47 liegenden Abtastwerten, dass die Überwachungsleitungen 3, 4 durch die Leitungsbrücken 5 verbunden sind, so dass die Ausgabe des Auslösesignals

40 unterbleibt. Da bei der praktischen Anwendung die in Fig. 2 schematisch dar gestellten unendlichen Flankensteilheiten des Spannungsverlaufs 43 nicht reali sierbar sind, wird ein störungsfreier Betrieb auch dann durch die Auswerteeinheit 38 ermittelt, wenn ein während des Wechsels der Überwachungsspannungen er fasster Abtastwert zwischen den Toleranzintervallen 46, 47 liegt und der Wechsel zwischen den Überwachungsspannungen kurz im Vergleich zum Abtastintervall ist.

Im Folgenden werden mögliche Störungen, die mittels der Überwachungsschal tung 2 erkennbar sind, anhand von gestrichelt dargestellten Spannungsverläufen 48 bis 51 , die vom Spannungsverlauf 43 abweichende Spannungsverläufe be schreiben, erläutert:

Der Spannungsverlauf 48 unterscheidet sich vom Spannungsverlauf 43 dadurch, dass er ab einem gewissen Zeitpunkt zum ersten Versorgungspotential 15 hin au ßerhalb des ersten Toleranzintervalls 46 liegt. Dies weist typischerweise auf einen Kurzschluss einer der Überwachungsleitungen 3, 4 mit einem das erste Versor gungspotential 15 führenden Teil hin. Die Auswerteeinheit 38 ermittelt anhand der erstmaligen Erfassung eines oberhalb des ersten Toleranzintervalls 46 liegenden Abtastwerts, dass eine solche durch das erste Versorgungspotential als Störspan nung verursachte Störung vorliegt und gibt das Auslösesignal 40 aus. Daneben gibt die Auswerteeinheit 38 eine Störungsinformation 42 aus, die beschreibt, dass ein Kurzschluss einer der Überwachungsleitungen 3, 4 mit dem ersten Versor gungspotential 15 vorliegt.

Der Spannungsverlauf 49 unterscheidet sich vom Spannungsverlauf 43 dadurch, dass er einem gewissen Zeitpunkt zum zweiten Versorgungspotential 16 hin au ßerhalb des zweiten Toleranzintervalls 47 liegt. Dies deutet darauf hin, dass ein Kurzschluss einer der Überwachungsleitungen 3, 4 mit dem zweiten Versorgungs potential 16 vorliegt oder dass eine der Leitungsbrücken 5 die Überwachungslei tungen 3, 4 nicht mehr miteinander verbindet. Ab der erstmaligen Erfassung eines derartigen Abtastwerts durch die Auswerteeinheit 38 gibt diese das Auslösesignal 40 und eine Störungsinformation 42 aus, die beschreibt, dass ein Kurzschluss ei ner der Überwachungsleitungen 3, 4 mit dem zweiten Versorgungspotential 16 o-der eine Entfernung der Leitungsbrücken 5 vorliegt.

Der Spannungsverlauf 50 unterscheidet sich vom Spannungsverlauf 43 dadurch, dass er ab einem gewissen Zeitpunkt zwischen den Toleranzintervallen 46, 47 liegt. Dies deutet auf einen Kurzschluss einer der Überwachungsleitungen 3, 4 mit einer zwischen den Versorgungspotentialen 15, 16 liegenden Störspannung hin. Da ein einzelner, zwischen den Toleranzintervallen 46, 47 liegender Abtastwert je doch nur auf einer Abtastung während des Wechsels der Überwachungsspannun gen hindeutet, gibt die Auswerteeinheit 38 erst ab der Erfassung zweier aufeinan derfolgender, zwischen den Toleranzintervallen 46, 47 liegender Abtastwerte das Auslösesignal 40 aus. Gleichzeitig gibt sie eine Störungsinformation 42 aus, die beschreibt, dass ein Kurzschluss einer der Überwachungsleitungen 3, 4 mit einer zwischen den Versorgungspotentialen 15, 16 liegenden Störspannung vorliegt. Diese Störspannung ist beispielsweise die beim Betrieb der Funktionseinheit 10 innerhalb des Gehäuses erzeugte bzw. vorliegende Spannung.

Der Spannungsverlauf 51 unterscheidet sich vom Spannungsverlauf 43 dadurch, dass er ab einem gewissen Zeitpunkt keinen Wechsel zwischen dem Toleranzin tervallen 46, 47 vollzieht, mithin in einem der Toleranzintervalle 46, 47, vorliegend dem ersten Toleranzintervall 46, verharrt. Dies deutet auf eine Störung der Sig nalerzeugungseinrichtung 1 1 und/oder der Signalauswertungseinrichtung 17, ins besondere ihres Analog-Digital-Wandlers 37, hin. Ein solche Störung ist beispiels weise ein sogenannter "stuck at"-Fehler. Erkennt die Auswerteeinheit 38 anhand mehrerer aufeinanderfolgend erfasster Abtastwerte, die für eine vorgegebene Dauer oder länger innerhalb eines der Toleranzintervalle 46, 47 liegen, eine Stö rung der Überwachungsschaltung 2, so gibt sie das Auslösesignal 40 und eine eine Störung der Überwachungsschaltung 2 beschreibende Störinformation 42 aus.

Fig. 3 ist ein Schaltbild eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Überwachungs schaltung 2, die der in Fig. 1 gezeigten bis auf die nachfolgend beschriebenen Ab weichungen entspricht. Dabei sind gleiche oder gleichwirkende Komponenten mit identischen Bezugszeichen versehen.

Die Signalerzeugungseinrichtung 1 1 weist keinen Impedanzwandler auf. Stattdes-sen ist der Abgriff 30 des Spannungsteilers 23 direkt mit dem Ausgang 12 verbun den. Der Spannungsteiler 23 ist dabei im Vergleich zum Spannungsteiler 32 der Signalauswertungseinrichtung 17 niederohmig, sodass er einen Strom entlang den Überwachungsleitungen 3, 4 selbst treiben kann. Insoweit wird bei dem Ausfüh rungsbeispiel gemäß Fig. 3 auf den Impedanzwandler 21 (siehe Fig. 1 ) verzichtet. Der Spannungsteiler 32 passt den Spannungsbereich des Signals am Eingang 34 an den Eingangsspannungsbereich des Analog-Digital-Wandlers 37 an. Zusätzlich sorgt der Spannungsteiler 32 dafür, dass bei einer Trennung der Überwachungs leitungen 3, 4 die gemessene Spannung angemessen schnell absinkt.

Fig. 3a zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der in Fig. 3 gezeigten Schaltung. Hier liegt der Spannungsbereich des Signals am Eingang 34 bereits im Eingangs spannungsbereich des Analog-Digital-Wandlers 37. Anstatt des Spannungsteilers 32 ist hier ein Widerstandselement 52 ausreichend, das ein definiertes und schnel les Abfallen der Spannung am Eingang 34 bei einer Trennung der Überwachungs leitungen 3, 4 ermöglicht.

Fig. 4 zeigt eine Signalauswertungseinrichtung 17 gemäß einem weiteren Ausfüh rungsbeispiel einer Überwachungsschaltung, die einem der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele bis auf die nachfolgend beschriebenen Abweichungen ent spricht. Dabei sind gleiche oder gleichwirkende Komponenten mit identischen Be zugszeichen versehen.

Die Signalauswertungseinrichtung 17 weist vier Komparatoren 53 bis 56 auf, de ren Ausgänge mit der Auswerteeinheit 38 verbunden sind. Die positiven Eingänge der Komparatoren 53 bis 56 sind mit dem Abgriff 36 des Spannungsteilers 32

verbunden. Daneben umfasst die Signalauswertungseinrichtung 17 eine Reihen schaltung 57 mehrerer Widerstandselemente zwischen einem weiteren Potential 58 und dem zweiten Versorgungspotential 16. Abgriffe zwischen einem jeweiligen Paar benachbarter Widerstandselemente der Reihenschaltung 57 sind mit den ne gativen Eingängen der Komparatoren 53 bis 56 verbunden und stellen Referenz spannungen bereit, die den Grenzen der in Fig. 2 gezeigten Toleranzintervalle 46, 47 entsprechen. Die Auswerteeinheit 38 kann dementsprechend analog zu der be züglich Fig. 2 ausgeführten Auswertung anhand der Ausgangssignale der Kompa ratoren 53 bis 56 die zuvor beschriebenen Störungen ermitteln.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, welches dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel entspricht, kann die Signalauswertungseinrichtung 17 auch ein Widerstandselement 52 anstatt des Spannungsteilers 32 gemäß Fig. 3 bzw. 3a aufweisen.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, das einem der zuvor beschriebenen entspricht, ist eine einen Signalzustand des Überwachungssignals beschreibende Signalinformation 59 (siehe Fig. 1 , 3 und 4) von der Signalerzeugungseinrichtung 1 1 an die Signalauswertungseinrichtung 17 übermittelbar, was durch eine Verbin dung zwischen der Generatoreinheit 18 und der Auswerteeinheit 38 dargestellt ist. Die Signalauswertungseinrichtung 17 ist ferner zum Erkennen der Störung anhand eines Vergleichs eines erfassten Werts des Spannungsverlaufs 48 bis 51 mit dem erhaltenen Signalzustand des Überwachungssignals eingerichtet. Durch die Sig nalinformation 59 sind der Auswerteeinheit 38 die Zeitpunkte, an denen ein Wech sel zwischen den Überwachungsspannungen erfolgt, bekannt, so dass auch unre gelmäßige Wechsel zwischen den Überwachungsspannungen vorgesehen sein können und/oder bei den Spannungsverläufen 50, 51 , unter Berücksichtigung hin reichend kleiner Signallaufzeiten der Signalinformation 59, bereits mit einem Ab tastwert die entsprechende Störung ermittelt werden kann.

Bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Fig. 1 und 3 sind die Generatoreinheit 18, die Auswerteeinheit 38 und der Analog-Digital-Wandler 37 durch einen

Mikrocontroller realisiert. Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 sind die Genera toreinheit 18 und die Auswerteeinheit 38 durch einen Mikrocontroller realisiert.

Das in Fig. 1 gezeigte Interlocksystem 1 weist eine durch die Leitungsbrücken 5 gebildete Stromschleife auf, deren Unterbrechung durch die Überwachungsschal tung 2 überwacht wird. Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel des Interlock systems 1 weist dieses separate Stromschleifen für eine jeweilige Leitungsbrücke 5 auf, die jeweils separat durch die Überwachungsschaltung 2 oder durch eine mehrere Signalauswertungseinrichtung 17 umfassende Überwachungsschaltung 2 überwacht werden.

Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel, das im Übrigen den zuvor beschriebenen entspricht, handelt es sich nicht um ein lokales Interlocksystem, sondern um ein zentrales Interlocksystem. Dabei ist die Überwachungsschaltung 2 mit der

Trenneinrichtung 7 im Batteriegehäuse angeordnet.