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1. WO2020109010 - PROCÉDÉ POUR DÉTERMINER DES PARAMÈTRES DE RÉGLAGE RELATIFS À UNE MACHINE D'ÉPANDAGE AGRICOLE

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[ DE ]

VERFAHREN ZUM BESTIMMEN VON EINSTELLPARAMETERN FUER EINE

LANDWIRTSCHAFTLICHE STREUMASCHINE

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestimmen von Einstellparametern für eine landwirtschaftliche Streumaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Beim Ausbringen von Streugut auf einer landwirtschaftlichen Nutzfläche sind an der landwirtschaftlichen Streumaschine geeignete Einstellparameter einzustellen, damit während des Streuvorgangs das beabsichtigte Ausbringergebnis umgesetzt wird. Hierzu werden bisher Streutabellen eingesetzt, aus welchen der Landwirt geeignete Einstellparameter für einen geplanten Streuvorgang in Abhängigkeit der verwendeten Streumaschine, der auszubringenden Streugutsorte und der beabsichtigten Arbeitsbreite ablesen kann. Dieses

Verfahren wird von den Landwirten zunehmend als aufwendig und vergleichsweise umständlich empfunden. Dies hängt insbesondere damit zusammen, dass der Landwirt zur Ermittlung geeigneter Einstellparameter über detaillierte Informationen zu dem geplanten Streuvorgang verfügen muss.

Im Stand der Technik sind bereits mobile Verfahren zum Ermitteln von

Eigenschaften von Streugutsorten bekannt. Über entsprechende mobile Verfahren ermittelte Eigenschaften von Streugutsorten werden jedoch bisher lediglich in eingeschränktem Umfang genutzt.

Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht somit darin, die Bestimmung von Einstellparametern für eine landwirtschaftliche Streumaschine zu vereinfachen.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren der eingangs genannten Art, wobei die Einstellparameter für eine landwirtschaftliche Streumaschine für einen geplanten Streuvorgang durch eine Auswerteeinrichtung auf Grundlage der Eigenschaften der Streugutsorte, welche mittels eines oder mehrerer mobiler Verfahren ermittelt wurden, und einer Angabe zu der beabsichtigten Arbeitsbreite bei dem geplanten Streuvorgang ermittelt werden.

Die Erfindung macht sich die Erkenntnis zunutze, dass durch die Anwendung eines oder mehrerer mobiler Verfahren zum Ermitteln von Eigenschaften einer Streugutsorte vermieden werden kann, dass der Landwirt die ermittelten Eigenschaften selbst zur Bestimmung geeigneter Einstellparameter bereitstellen muss. Somit sind bei dem Landwirt nicht zwingend detaillierte Kenntnisse zu dem geplanten Streuvorgang notwendig, da die notwendigen Angaben zu dem geplanten Streuvorgang auch mittels eines oder mehrerer mobiler Verfahren im Vorfeld des eigentlichen Streuvorgangs ermittelt werden können.

Die Auswerteeinrichtung kann beispielsweise Bestandteil eines maschinenexternen zentralen Computersystems, insbesondere eines Servers, sein. Das zentrale Computersystem kann beispielsweise von dem Hersteller der landwirtschaftlichen Streumaschine oder einem Drittanbieter betrieben werden. Ferner kann die Auswerteeinrichtung Bestandteil eines mobilen Endgeräts sein. Das mobile Endgerät kann auch zur Durchführung einzelner Schritte eines oder mehrerer mobiler Verfahren genutzt werden. Die Auswerteeinrichtung kann auch ein Bestandteil der landwirtschaftlichen Streumaschine sein.

Die Einstellparameter können eine einzustellende Drehzahl zumindest einer Verteilscheibe der landwirtschaftlichen Streumaschine und/oder einen einzustellenden Wert für den Aufgabepunkt des Streuguts auf die zumindest eine Verteilscheibe der landwirtschaftlichen Streumaschine betreffen. Die

Einstellparameter können ferner die Wurfweite des Streuguts und/oder den Abwurfwinkel bzw. die Wurfrichtung des Streuguts betreffen. Die

Einstellparameter können auch die Öffnungsgröße, die Öffnungsform und/oder die Öffnungsposition einer Streugut-Zuführöffnung der landwirtschaftlichen Streumaschine betreffen. Wenn zur Ausbringung des Streuguts eine Verteilscheibe mit einer oder mehreren Wurfschaufeln eingesetzt wird, können die Einstellparameter die Schaufelposition, die Schaufelneigung, die

Schaufelausrichtung und/oder die Schaufellänge der einen oder der mehreren Wurfschaufeln der Verteilscheibe der landwirtschaftlichen Streumaschine betreffen. Wenn zur Ausbringung des Streuguts das Streugut über eine

Zuführrutsche der landwirtschaftlichen Streumaschine geleitet wird, können die Einstellparameter die Rutschenneigung, die Rutschenausrichtung und/der die Rutschenposition betreffen. Darüber hinaus können die Einstellparameter die Verteilscheibe und/oder deren Geometrie und/oder deren Wurfschaufeltyp betreffen.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens sind die mittels des einen oder der mehreren mobilen Verfahren ermittelten Eigenschaften der Streugutsorte statische Streuguteigenschaften. Vorzugsweise betreffen diese statischen Streuguteigenschaften die Korngröße und/oder das Korngrößenspektrum und/oder die Schüttdichte der Streugutsorte. Alternativ oder zusätzlich können die statischen Streuguteigenschaften auch die mittlere Korngröße der Streugutsorte betreffen. Im Sinne der Erfindung sind unter statischen Streuguteigenschaften insbesondere die Eigenschaften der Streugutsorte zu verstehen, welche ohne eine Auswertung eines Bewegungsverhaltens der Streugutsorte ermittelbar sind. Dies sind insbesondere Eigenschaften, welche sich auf die Größe, das Gewicht und/oder die Dichte der Körner der Streugutsorte beziehen.

In einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens sind die mittels des einen oder der mehreren mobilen Verfahren ermittelten Eigenschaften der Streugutsorte dynamische Streuguteigenschaften. Vorzugsweise betreffen die dynamischen Streuguteigenschaften eine Wurfweite und/oder einen Abwurfwinkel der Streugutsorte. Alternativ oder zusätzlich zu der Ermittlung mittels eines oder mehrerer mobiler Verfahren kann der Abwurfwinkel auch aus der Korngröße und der Schüttdichte der Streugutsorte berechnet werden. Alternativ oder zusätzlich zu der Ermittlung mittels eines oder mehrerer mobiler Verfahren kann die Wurfweite auch aus der Korngröße, der Schüttdichte und dem Abwurfwinkel berechnet werden.

In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst ein mobiles Verfahren zum Ermitteln der Eigenschaften der Streugutsorte das Erzeugen von Bilddaten, welche eine Darstellung von einem oder mehreren Körnern der Streugutsorte umfassen. Vorzugsweise umfasst dieses mobile Verfahren auch das Auswerten der erzeugten Bilddaten zum Ermitteln einer Korngröße oder der Anteile unterschiedlicher Korngrößen der dargestellten Streugutsorte. Das Ermitteln der Korngröße kann das Ermitteln einer mittleren Korngröße oder das Ermitteln eines Korngrößenspektrums umfassen. Auf Grundlage der ermittelten Korngröße oder der Anteile unterschiedlicher Korngrößen können weitere Eigenschaften der Streugutsorte von einer Datenbank abgerufen werden. Beispielsweise sind zu der ermittelten Korngröße oder den ermittelten Anteilen unterschiedlicher Korngrößen in der Datenbank Werte für die Schüttdichte der Streugutsorte und/oder eine Bezeichnung der Streugutsorte hinterlegt. Durch einen entsprechenden Abruf dieser Eigenschaften kann auf die Eingabe entsprechender Informationen durch den Landwirt verzichtet werden, sodass die Ermittlung geeigneter Einstellparameter für einen geplanten Streuvorgang erheblich vereinfacht wird.

In einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst ein mobiles Verfahren zum Ermitteln der Eigenschaften der Streugutsorte das Erzeugen von Bilddaten, welche eine Darstellung von einem oder mehreren Körnern der Streugutsorte umfassen, wobei die Bilddaten zur Identifikation der dargestellten Streugutsorte ausgewertet werden. Vorzugsweise werden im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens dann Eigenschaften der identifizierten Streugutsorte von einer Datenbank abgerufen. Die abgerufenen Eigenschaften können beispielsweise die Schüttdichte oder Korngrößeneigenschaften sein.

Außerdem ist ein erfindungsgemäßes Verfahren bevorzugt, bei welchem die Identifikation der Streugutsorte auf Grundlage der Auswertung der Bilddaten unter Verwendung eines künstlichen neuronalen Netzes erfolgt. Somit kann zur Identifikation der Streugutsorte künstliche Intelligenz eingesetzt werden. Insbesondere umfasst das Verfahren das Trainieren des künstlichen neuronalen Netzes anhand einer Vielzahl von unterschiedlichen Bilddaten. Insbesondere hat das künstliche neuronale Netz einen Zugang zu einer Datenbank, auf welcher eine Vielzahl von im Rahmen von mobilen Verfahren erzeugten Bilddaten, welche Streugut betreffen, hinterlegt sind. Auf diese Weise kann zum Trainieren des künstlichen neuronalen Netzes eine große Datenbasis genutzt werden.

In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst ein mobiles Verfahren zum Ermitteln der Eigenschaften der Streugutsorte das Ermitteln der Schüttdichte der Streugutsorte unter Verwendung eines Messgefäßes und/oder einer Gewichtserfassungseinrichtung. Das Messgefäß kann beispielsweise ein Messbecher sein. Die Gewichtserfassungseinrichtung kann beispielsweise eine Waage sein. Vorzugsweise umfasst das gleiche oder ein anderes mobiles Verfahren zur Ermittlung der Eigenschaften der Streugutsorte das Ermitteln der Anteile unterschiedlicher Korngrößen der Streugutsorte mittels eines Schüttelbehältnisses. Das Schüttelbehältnis umfasst vorzugsweise unterschiedliche Kammern, in welchen sich beim Schütteln des

Schüttelbehältnisses jeweils Körner eines bestimmten Größenspektrums ansammeln. Insbesondere weist das Schüttelbehältnis ein transparentes oder teiltransparentes Außengehäuse auf, sodass die unterschiedlichen Kammern des Schüttelbehältnisses durch einen Benutzer von außen einsehbar sind.

In einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst ein mobiles Verfahren zum Ermitteln der Eigenschaften der Streugutsorte das Positionieren von einer oder mehreren Auffangeinrichtungen auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche und/oder das Erzeugen von Bildmaterial, welches die Verteilung des von der einen oder den mehreren Auffangeinrichtungen während einer Prüfausbringung aufgefangenen Streuguts betrifft. Das Erzeugen des Bildmaterials erfolgt vorzugsweise unter Verwendung eines mobilen Endgeräts. Das Auswerten des erzeugten Bildmaterials erfolgt vorzugsweise durch die Auswerteeinrichtung oder durch eine Anwendung auf einem mobilen Endgerät. Das erzeugte Bildmaterial sind vorzugsweise Fotos der Auffangeinrichtungen. Die Auffangeinrichtungen sind vorzugsweise Matten, insbesondere Kunststoffmatten. Die Auffangeinrichtungen können an ihrer Oberseite jeweils eine Vielzahl von Fangelementen, wie etwa Noppen, Stäbchen oder Fasern, aufweisen.

In einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst ein mobiles Verfahren zum Ermitteln der Eigenschaften der Streugutsorte das Erfassen einer tatsächlichen Wurfweite der Streugutsorte mittels einer Wurfweitenmesseinrichtung der landwirtschaftlichen Streumaschine. Das Gleiche oder ein anderes mobiles Verfahren zum Ermitteln der Eigenschaften der Streugutsorte umfasst das Erfassen eines tatsächlichen Abwurfwinkels der Streugutsorte mittels einer Abwurfwinkelmesseinrichtung der landwirtschaftlichen Streumaschine. Die Wurfweitenmesseinrichtung und/oder die Abwurfwinkelmesseinrichtung können einen oder mehrere Sensoren und/oder eine oder mehrere Kameras umfassen, welche die Streufächer der landwirtschaftlichen Streumaschine überwachen. Die Sensoren können insbesondere Radarsensoren sein.

Darüber hinaus ist ein erfindungsgemäßes Verfahren vorteilhaft, bei welchem einem Benutzer eine Eingabemöglichkeit bereitgestellt wird, über welche die im Rahmen des geplanten Streuvorgangs auszubringende Streugutsorte definierbar ist. Alternativ oder zusätzlich kann die Streugutsorte auf Grundlage der im Rahmen des einen oder der mehreren mobilen Verfahren ermittelten Eigenschaften der Streugutsorte identifiziert werden. Die Eingabemöglichkeit für den Benutzer wird vorzugsweise auf einem mobilen Endgerät bereitgestellt, welches vorzugsweise auch zur Umsetzung eines oder mehrerer mobiler Verfahren eingesetzt wird. Die Eingabe zum Definieren der auszubringenden Streugutsorte kann eine alphanumerische Eingabe eines Kürzels, Codes oder der Streugutsortenbezeichnung sein. Die Eingabe kann alternativ auch eine Auswahl aus einer Liste einer Vielzahl von Streugutsorten sein. Das Identifizieren der Streugutsorte auf Grundlage der ermittelten Eigenschaften der Streugutsorte erfolgt vorzugsweise unter Verwendung einer Datenbank. Mittels der Datenbank können die ermittelten Eigenschaften der Streugutsorte einer konkreten Streugutsorte zugeordnet werden, sodass eine entsprechende Identifikation der Streugutsorte umgesetzt werden kann.

Darüber hinaus ist ein erfindungsgemäßes Verfahren vorteilhaft, bei welchem das Identifizieren der Streugutsorte auf Grundlage von einer oder mehreren der folgenden Eigenschaften der Streugutsorte erfolgt: Korngröße, Schüttdichte, Wurfweite, Abwurfwinkel. Dabei kann in einigen Fällen bereits eine dieser Eigenschaften zur Identifikation der Streugutsorte ausreichen. In anderen Fällen oder zur Erhöhung der Sicherheit bei der Identifikation der Streugutsorte können auch mehrere oder sämtliche dieser Eigenschaften bei der Identifikation der Streugutsorte berücksichtigt werden.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt das Ermitteln von Einstellparametern für die landwirtschaftliche Streumaschine für den geplanten Streuvorgang auch auf Grundlage zuvor von anderen Benutzern bereitgestellter und auf einer Datenbank oder einem Server gespeicherter Eigenschaften der Streugutsorte.

Die Speichereinrichtung oder der Server können die zuvor beschriebene Datenbank umfassen oder einen Zugriff auf diese haben. Sobald konkrete Informationen über die auszubringende Streugutsorte vorliegen, kann geprüft werden, ob auf der Datenbank oder dem Server weitere Eigenschaften zu dieser Streugutsorte vorliegen. Wenn dies der Fall ist, können die weiteren Eigenschaften beim Ermitteln der Einstellparameter für die landwirtschaftliche Streumaschine für den geplanten Streuvorgang berücksichtigt werden, sodass die Ermittlung mit einer erhöhten Präzision erfolgen kann.

Darüber hinaus ist ein erfindungsgemäßes Verfahren vorteilhaft, bei welchem die Ermittlung von Einstellparametern und/oder die Identifikation der Streugutsorte anhand von Abwurfeigenschaften und/oder Flugeigenschaften der Streugutsorte erfolgt. Eine Abwurfeigenschaft ist beispielsweise der Abwurfwinkel. Eine Flugeigenschaft ist beispielsweise die Flugweite. Die Abwurfeigenschaften und/oder Flugeigenschaften können dabei beispielsweise mittels eines oder mehrerer mobiler Verfahren ermittelt worden sein.

In einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt das Ermitteln von Einstellparametern für die landwirtschaftliche Streumaschine für den geplanten Streuvorgang unter Verwendung eines künstlichen neuronalen Netzes. Auf diese Weise erfolgt das Ermitteln von Einstellparametern unter Verwendung von künstlicher Intelligenz.

In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt ein Trainieren des künstlichen neuronalen Netzes mittels der im Rahmen des einen oder der mehreren mobilen Verfahren ermittelten Eigenschaften der Streugutsorte. Auf Grundlage eines entsprechenden Trainings des künstlichen neuronalen Netzes kann die Präzision bei der Ermittlung von Einstellparametern weiter gesteigert werden, ohne dass hierzu weitere zeit- und/oder kostenintensive Maßnahmen notwendig sind.

Außerdem ist ein erfindungsgemäßes Verfahren vorteilhaft, bei welchem abrufbare Einstellempfehlungen für die landwirtschaftliche Streumaschine auf Grundlage der im Rahmen des einen oder der mehreren mobilen Verfahren ermittelten Eigenschaften der Streugutsorte durch die Auswerteeinrichtung aktualisiert oder angepasst werden. Insbesondere können die aus der Datenbank abgerufenen Einstellwerte durch Messungen verbessert werden und/oder die Werte der Datenbank können durch die gemessenen Werte aktualisiert werden.

Bei der Aktualisierung oder Anpassung der abrufbaren Einstellempfehlungen können die ermittelten Eigenschaften der Streugutsorte gewichtet berücksichtigt werden. Vor der Aktualisierung oder Anpassung der abrufbaren Einstellempfehlungen können die ermittelten Eigenschaften der Streugutsorte auf Plausibilität geprüft werden. Falls die Eigenschaften nicht plausibel sind, können diese auch verworfen und bei der Aktualisierung oder Anpassung der abrufbaren Einstellempfehlungen unberücksichtigt bleiben.

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert und beschrieben. Dabei zeigen:

Fig. 1 a einen Schritt eines ersten Ausführungsbeispiels des Verfahrens zum

Bestimmen von Einstellparametern für eine landwirtschaftliche Streumaschine;

Fig. 1 b einen weiteren Schritt des ersten Ausführungsbeispiels des

Verfahrens zum Bestimmen von Einstellparametern für eine landwirtschaftliche Streumaschine;

Fig. 1 c einen weiteren Schritt des ersten Ausführungsbeispiels des

Verfahrens zum Bestimmen von Einstellparametern für eine landwirtschaftliche Streumaschine;

Fig. 1 d einen weiteren Schritt des ersten Ausführungsbeispiels des

Verfahrens zum Bestimmen von Einstellparametern für eine landwirtschaftliche Streumaschine;

Fig. 2a einen Schritt eines zweiten Ausführungsbeispiels des Verfahrens zum

Bestimmen von Einstellparametern für eine landwirtschaftliche

Streumaschine;

Fig. 2b einen weiteren Schritt des zweiten Ausführungsbeispiels des

Verfahrens zum Bestimmen von Einstellparametern für eine landwirtschaftliche Streumaschine;

Fig. 2c einen weiteren Schritt des zweiten Ausführungsbeispiels des

Verfahrens zum Bestimmen von Einstellparametern für eine landwirtschaftliche Streumaschine;

Fig. 2d einen weiteren Schritt des zweiten Ausführungsbeispiels des

Verfahrens zum Bestimmen von Einstellparametern für eine landwirtschaftliche Streumaschine;

Fig. 3a einen Schritt eines dritten Ausführungsbeispiels des Verfahrens zum

Bestimmen von Einstellparametern für eine landwirtschaftliche

Streumaschine;

Fig. 3b einen weiteren Schritt des dritten Ausführungsbeispiels des Verfahrens zum Bestimmen von Einstellparametern für eine landwirtschaftliche Streumaschine;

Fig. 3c einen weiteren Schritt des dritten Ausführungsbeispiels des

Verfahrens zum Bestimmen von Einstellparametern für eine landwirtschaftliche Streumaschine; und

Fig. 3d einen weiteren Schritt des dritten Ausführungsbeispiels des

Verfahrens zum Bestimmen von Einstellparametern für eine landwirtschaftliche Streumaschine.

Die Fig. 1 a bis 1 d zeigen unterschiedliche Schritte eines Verfahren zum

Bestimmen von Einstellparametern 18a, 18b für eine landwirtschaftliche Streumaschine 24. Bei dem Verfahren werden zunächst mittels zwei unterschiedlicher mobiler Verfahren Eigenschaften einer Streugutsorte ermittelt.

In der Fig. 1 a ist das erste mobile Verfahren dargestellt, mit welchem eine statische Streuguteigenschaft, nämlich das Korngrößenspektrum der Streugutsorte ermittelt wird. Hierzu werden mittels eines mobilen Endgeräts 10, nämlich eines Smartphones, zunächst Bilddaten erzeugt, welche eine Darstellung von mehreren Körnern der Streugutsorte umfassen. Neben dem Streugut ist auf den erzeugten Bilddaten ebenfalls ein Referenzobjekt dargestellt, dessen Größe der benutzten Anwendung auf dem mobilen Endgerät 10 bekannt ist. Das Referenzobjekt kann beispielsweise eine Kante oder ein Kantenbereich des Behältnisses sein, in welchem sich das Streugut während der Bilderzeugung, also dem Abfotografieren, befindet. Die Bilddaten werden von der Anwendung auf dem mobilen Endgerät 10 zur Erfassung des Korngrößenspektrums ausgewertet.

Das ermittelte Korngrößenspektrum wird dann einer Auswerteeinrichtung 12 bereitgestellt, wobei die Auswerteeinrichtung 12 Bestandteil eines zentralen Computersystems, nämlich eines externen Servers ist. Die Auswerteeinrichtung 12 verfügt über eine Datenbank 14, über welche die Streugutsorte auf Basis des erfassten Korngrößenspektrums identifiziert werden kann. Alternativ kann die Identifikation der Streugutsorte auch direkt aus dem Bildmaterial erfolgen. In diesem Fall wird der Auswerteeinrichtung 12 das Bildmaterial zur Auswertung

bereitgestellt. Die Identifikation der Streugutsorte durch die Auswerteeinrichtung 12 kann dabei unter Verwendung eines künstlichen neuronalen Netzes erfolgen. Das künstliche neuronale Netz kann anhand der Bilddaten unterschiedlicher Benutzer trainiert werden, damit die Identifikation von Streugutsorten entsprechend verbessert wird. Nach der Identifikation der Streugutsorte können weitere in der Datenbank 14 gespeicherte Eigenschaften der identifizierten Streugutsorte, wie beispielsweise die Schüttdichte, abgerufen und dem mobilen Endgerät 10 bereitgestellt werden.

In der Fig. 1 b ist das zweite mobile Verfahren dargestellt, mit welchem eine dynamische Streuguteigenschaft, nämlich die Querverteilung der Streugutsorte bei voreingestellten Einstellparametern ermittelt wird. Hierzu werden mehrere Auffangeinrichtungen 16a, 16b auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche positioniert bevor eine Prüfausbringung des Streuguts auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche ausgeführt wird. Die Auffangeinrichtungen 16a, 16b sind seitlich von einer Fahrgasse mit unterschiedlichen Abständen zu der

Fahrgasse in Querrichtung angeordnet. Die Auffangeinrichtungen 16a, 16b sind als Kunststoffmatten ausgebildet und auf ihrer Oberseite mit Noppen besetzt, sodass während der Prüfausbringung abgeworfenes Streugut von den Auffangeinrichtungen 16a, 16b aufgefangen wird. Im Anschluss wird mittels des mobilen Endgeräts 10 Bildmaterial erzeugt, welches die Verteilung des von den Auffangeinrichtungen 16a, 16b während der Prüfausbringung aufgefangenen Streuguts betrifft. Durch ein Auswerten des erzeugten Bildmaterials kann die Querverteilung der Streugutsorte bei den voreingestellten Einstellparametern ermittelt werden. Die ermittelte Querverteilung wird dann ebenfalls der Auswerteeinrichtung 12 bereitgestellt.

In der Fig. 1 c ist dargestellt, dass der Benutzer über eine bereitgestellte Eingabemöglichkeit auf dem mobilen Endgerät 10 die Möglichkeit hat, die beabsichtigte Arbeitsbreite des geplanten Streuvorgangs zu definieren. Die Angabe zu der beabsichtigten Arbeitsbreite wird dann ebenfalls der Auswerteeinrichtung 12 zur Verfügung gestellt.

Die Fig. 1d zeigt das Ermitteln der Einstellparameter 18a, 18b für die landwirtschaftliche Streumaschine 24 für den geplanten Streuvorgang durch die Auswerteeinrichtung 12. Die Einstellparameter 18a, 18b betreffen einen einzustellenden Wert für den Aufgabepunkt des Streuguts auf die Verteilscheiben 26a, 26b der landwirtschaftlichen Streumaschine 24 sowie die an den

Verteilscheiben 26a, 26b einzustellende Drehzahl.

Das Ermitteln der Einstellparameter 18a, 18b für die landwirtschaftliche

Streumaschine 24 für den geplanten Streuvorgang erfolgt auf Grundlage der zuvor über das mobile Endgerät 10 bereitgestellten Informationen, also dem Korngrößenspektrum, der Querverteilung der Streugutsorte bei voreingestellten Einstellparametern und der beabsichtigten Arbeitsbreite. Da auf Grundlage der bereitgestellten Informationen auch ergänzende Eigenschaften der Streugutsorte von der Datenbank 14 abgerufen wurden, erfolgt das Ermitteln der Einstellparameter 18a, 18b für die landwirtschaftliche Streumaschine 24 für den geplanten Streuvorgang auch auf Grundlage der auf der Datenbank 14 hinterlegten Eigenschaften der Streugutsorte.

Das Ermitteln der Einstellparameter 18a, 18b für die landwirtschaftliche

Streumaschine 24 durch die Auswerteeinrichtung 12 kann unter Verwendung eines künstlichen neuronalen Netzes erfolgen und somit auf künstliche Intelligenz gestützt werden. Das künstliche neuronale Netz kann außerdem mit von unterschiedlichen Benutzern bereitgestellten Informationen trainiert werden, sodass die Parameterermittlung stetig verbessert wird. Ferner können abrufbare Einstellempfehlungen für die landwirtschaftliche Streumaschine 24 auf Grundlage der im Rahmen der mobilen Verfahren ermittelten Eigenschaften der

Streugutsorte durch die Auswerteeinrichtung 12 gepasst bzw. aktualisiert werden.

Die Fig. 2a bis 2d zeigen unterschiedliche Schritte eines Verfahren zum Bestimmen von Einstellparametern 18a, 18b für eine landwirtschaftliche Streumaschine 24. Bei dem Verfahren werden mittels zwei unterschiedlicher mobiler Verfahren Eigenschaften einer Streugutsorte ermittelt.

In der Fig. 2a ist das erste mobile Verfahren dargestellt, mit welchem eine statische Streuguteigenschaft, nämlich die Schüttdichte der Streugutsorte ermittelt wird. Hierzu wird mittels eines als Messbecher ausgebildeten Messgefäßes 20 sowie einer als Waage ausgebildeten Gewichtserfassungseinrichtung 22 das Volumen und das Gewicht einer Menge der Streugutsorte bestimmt. Diese Angaben werden einer Anwendung auf einem mobilen Endgerät 10 durch eine manuelle Eingabe eines Benutzers mitgeteilt.

Die Anwendung auf dem mobilen Endgerät 10 ermittelt aus diesen Angaben die Schüttdichte der Streugutsorte.

Die ermittelte Schüttdichte wird dann einer Auswerteeinrichtung 12 bereitgestellt, wobei die Auswerteeinrichtung 12 wieder Bestandteil eines zentralen Computersystems, nämlich eines externen Servers ist. Die Auswerteeinrichtung 12 verfügt über eine Datenbank 14, über welche die Streugutsorte auf Basis der erfassten Schüttdichte identifiziert werden kann. Nach der Identifikation der Streugutsorte können weitere in der Datenbank 14 gespeicherte Eigenschaften der identifizierten Streugutsorte, wie beispielsweise das Korngrößenspektrum, abgerufen und dem mobilen Endgerät 10 bereitgestellt werden. Falls auf Grundlage der Schüttdichte noch keine eindeutige Identifikation der Streugutsorte erfolgen kann, können auch andere Eigenschaften der Streugutsorte berücksichtigt werden, welche beispielsweise über ein oder mehrere andere mobile Verfahren ermittelt werden.

In der Fig. 2b ist dargestellt, dass der Benutzer über eine bereitgestellte Eingabemöglichkeit auf dem mobilen Endgerät 10 die Möglichkeit hat, die beabsichtigte Arbeitsbreite des geplanten Streuvorgangs zu definieren. Die Angabe zu der beabsichtigten Arbeitsbreite wird dann ebenfalls der Auswerteeinrichtung 12 zur Verfügung gestellt.

In der Fig. 2c ist das zweite mobile Verfahren dargestellt, mit welchem eine dynamische Streuguteigenschaft, nämlich ein tatsächlicher Abwurfwinkel der Streugutsorte bei voreingestellten Einstellparametern ermittelt wird. Hierzu wird eine Abwurfwinkelmesseinrichtung der landwirtschaftlichen Streumaschine 24 verwendet. Die Abwurfwinkelmesseinrichtung umfasst zwei Gruppen von Sensoren 28a, 28b, welche jeweils einen von einer Verteilscheibe 26a, 26b erzeugten Streufächer überwachen. Die Sensoren 28a, 28b sind dabei als Radarsensoren ausgebildet. Durch ein Auswerten der Sensorsignale kann der tatsächliche Abwurfwinkel der Streugutsorte bei den voreingestellten

Einstellparametern ermittelt werden. Der ermittelte Abwurfwinkel wird dann ebenfalls der Auswerteeinrichtung 12 bereitgestellt.

Die Fig. 2d zeigt das Ermitteln der Einstellparameter 18a, 18b für die landwirtschaftliche Streumaschine 24 für den geplanten Streuvorgang durch die Auswerteeinrichtung 12. Die Einstellparameter 18a, 18b betreffen erneut einen einzustellenden Wert für den Aufgabepunkt des Streuguts auf die Verteilscheiben 26a, 26b der landwirtschaftlichen Streumaschine 24 sowie die an den Verteilscheiben 26a, 26b einzustellende Drehzahl.

Das Ermitteln der Einstellparameter 18a, 18b für die landwirtschaftliche Streumaschine 24 für den geplanten Streuvorgang erfolgt auf Grundlage der zuvor über das mobile Endgerät 10 bereitgestellten Informationen, also der Schüttdichte, einem Abwurfwinkel der Streugutsorte bei voreingestellten Einstellparametern und der beabsichtigten Arbeitsbreite, sowie auf Grundlage von auf der Datenbank 14 hinterlegten Eigenschaften der Streugutsorte.

Die Fig. 3a bis 3d zeigen unterschiedliche Schritte eines Verfahrens zum Bestimmen von Einstellparametern 18a, 18b für eine landwirtschaftliche Streumaschine 24. Bei dem Verfahren werden mittels zwei unterschiedlicher mobiler Verfahren Eigenschaften einer Streugutsorte ermittelt.

In der Fig. 3a ist das erste mobile Verfahren dargestellt, mit welchem eine statische Streuguteigenschaft, nämlich Anteile unterschiedlicher Korngrößen der Streugutsorte ermittelt wird. Hierzu wird ein Schüttelbehältnisses 30 eingesetzt, in welches eine Menge der Streugutsorte eingefüllt wird. Das Schüttelbehältnis 30 umfasst unterschiedliche Kammern 32a-32e, in welchen sich beim Schütteln des Schüttelbehältnisses 30 jeweils Körner eines bestimmen Größenspektrums ansammeln. Die Angaben zu den jeweiligen Kammern 32a-32e befindlichen Mengen an Streugut werden einer Anwendung auf einem mobilen Endgerät 10 durch eine manuelle Eingabe des Benutzers mitgeteilt.

Die ermittelten Anteile unterschiedlicher Korngrößen der Streugutsorte werden dann einer Auswerteeinrichtung 12 bereitgestellt, wobei die Auswerteeinrichtung 12 wieder Bestandteil eines zentralen Computersystems, nämlich eines externen

Servers ist. Die Auswerteeinrichtung 12 verfügt über eine Datenbank 14, über welche die Streugutsorte auf Basis der erfassten Anteile unterschiedlicher Korngrößen der Streugutsorte identifiziert werden kann. Nach der Identifikation der Streugutsorte können weitere in der Datenbank 14 gespeicherte Eigenschaften der identifizierten Streugutsorte, wie beispielsweise die Schüttdichte oder das Korngrößenspektrum abgerufen und dem mobilen Endgerät 10 bereitgestellt werden. Falls auf Grundlage der ermittelten Anteile unterschiedlicher Korngrößen der Streugutsorte noch keine eindeutige

Identifikation der Streugutsorte erfolgen kann, können auch andere Eigenschaften der Streugutsorte berücksichtigt werden, welche beispielsweise über ein oder mehrere andere mobile Verfahren ermittelt werden.

In der Fig. 3b ist dargestellt, dass der Benutzer über eine bereitgestellte Eingabemöglichkeit auf dem mobilen Endgerät 10 die Möglichkeit hat, die beabsichtigte Arbeitsbreite des geplanten Streuvorgangs zu definieren. Die Angabe zu der beabsichtigten Arbeitsbreite wird dann ebenfalls der Auswerteeinrichtung 12 zur Verfügung gestellt.

In der Fig. 3c ist das zweite mobile Verfahren dargestellt, mit welchem eine dynamische Streuguteigenschaft, nämlich eine tatsächliche Wurfweite der

Streugutsorte bei voreingestellten Einstellparametern ermittelt wird. Hierzu wird eine Wurfweitenmesseinrichtung der landwirtschaftlichen Streumaschine 24 verwendet. Die Wurfweitenmesseinrichtung umfasst zwei Gruppen von optischen Sensoren 34a, 34, welche jeweils einen von einer Verteilscheibe 26a, 26b erzeugten Streufächer überwachen. Durch ein Auswerten der Sensorsignale kann die tatsächliche Wurfweite der Streugutsorte bei den voreingestellten Einstellparametern ermittelt werden. Die ermittelte Wurfweite wird dann ebenfalls der Auswerteeinrichtung 12 bereitgestellt.

Die Fig. 3d zeigt das Ermitteln der Einstellparameter 18a, 18b für die landwirtschaftliche Streumaschine 24 für den geplanten Streuvorgang durch die Auswerteeinrichtung 12. Die Einstellparameter 18a, 18b betreffen erneut einen einzustellenden Wert für den Aufgabepunkt des Streuguts auf die Verteilscheiben 26a, 26b der landwirtschaftlichen Streumaschine 24 sowie die an den Verteilscheiben 26a, 26b einzustellende Drehzahl.

Das Ermitteln der Einstellparameter 18a, 18b für die landwirtschaftliche Streumaschine 24 für den geplanten Streuvorgang erfolgt auf Grundlage der zuvor über das mobile Endgerät 10 bereitgestellten Informationen, also der Anteile unterschiedlicher Korngrößen der Streugutsorte, der Wurfweite der Streugutsorte bei voreingestellten Einstellparametern und der beabsichtigten Arbeitsbreite, sowie auf Grundlage von auf der Datenbank 14 hinterlegten Eigenschaften der Streugutsorte.

Bezuaszeichen

10 mobiles Endgerät

12 Auswerteeinrichtung

14 Datenbank

16a, 16b Auffangeinrichtungen

18a, 18b Einstellparameter

20 Messgefäß

22 Gewichtserfassungseinrichtung 24 Streumaschine

26a, 26b Verteilscheiben

28a, 28b Sensoren

30 Schüttelbehältnis

32a-32e Kammern

34a, 34b Sensoren