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1. WO2020108727 - APPAREIL DE TRAVAIL PORTATIF DESTINÉ À UN USAGE PORTABLE

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[ DE ]

Tragbares Arbeitsgerät für den portablen Einsatz

Die vorliegende Anmeldung betrifft ein elektromechanisches oder elektrohydrau-lisches Arbeitsgerät für den portablen Einsatz wie z.B. ein Spreizgerät, Schneid gerät oder Kombigerät mit Schneid- sowie Spreizfunktion oder einen Hebezylin der (bzw. Rettungszylinder). Die vorgenannten dienen vorzugsweise jeweils dem Rettungseinsatz.

Technologischer Hintergrund

Portable, von einer Bedienungsperson tragbare, motorisch angetriebene elekt romechanische oder elektrohydraulische Arbeitsgeräte oder Rettungsgeräte der hier interessierenden Art werden bei vielfältigen Anwendungen eingesetzt. So gibt es beispielsweise Spreizgeräte, Schneidgeräte oder sogenannte Kombigerä te, d.h. Geräte mit Schneid- sowie Spreizfunktion und Rettungszylinder, die von Einsatzkräften (Feuerwehr) beispielsweise dazu verwendet werden, verletzte Personen aus Unfallfahrzeugen zu bergen oder Erdbebenopfer zu befreien. Die Art der Arbeitsgeräte bzw. der Rettungsgeräte ist hierbei vielfältig. Es gibt elekt rohydraulisch oder elektromechanisch angetriebene Arbeitsgeräte bzw. Ret tungsgeräte mit, vorzugsweise gehärteten, Werkzeugeinsätzen zum Schneiden, Spreizen oder zum Drücken. Derartige Geräte werden im Einsatz extremen ho hen mechanischen Anforderungen ausgesetzt und sind je nach Einsatzort unter-schiedlichsten Umwelteinflüssen (Hitze, Kälte, Feuchtigkeit) unterworfen.

Hierbei ist es von besonderer Bedeutung, dass insbesondere Rettungsgeräte im Einsatz eine ganz besonders hohe Betriebszuverlässigkeit gewährleisten, da Rettungseinsätze stets schnell durchgeführt werden müssen und überraschende Betriebsausfälle deshalb fatale Folgen haben können.

Hinzukommt, dass bei bestimmten Rettungssituationen ein Arbeitsgerät auch unter Wasser betrieben werden muss, beispielsweise dann, wenn ein Unfall-

Fahrzeug in einen See, Fluss oder Bach gestürzt ist. Bei derartigen Situationen war es bisher extrem schwierig, eingeschlossene Personen aus ihren Fahrzeug wracks zu bergen. Hierbei kommt hinzu, dass in einer solchen Situation aufgrund von möglicherweise eindringendem Wasser noch weniger Zeit für eine Rettung verbleibt. Die bisherigen Geräte waren jedoch für einen Unterwassereinsatz nicht geeignet.

Druckschriftlicher Stand der Technik

Aus G 93 10 597.5 ist ein akkubetriebenes Unterwasser-Elektrogerät in Form z. B. einer Pumpe bekannt. Das Unterwasser-Elektrogerät verfügt über ein wasser dichtes rohrförmiges Gehäuse, in das ein mit in Umfangsnuten eingelegten O-Dichtungsringen ausgestattetes Gehäuseendteil eingepresst wird. Die Konstruk tion ist sehr aufwendig.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Arbeitsgerät zur Ver-fügung zu stellen, welches einerseits einen Einsatz unter Wasser erlaubt, ande rerseits mit einfachen konstruktiven Mittel zu realisieren ist.

Lösung der Aufgabe

Die vorstehende Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beansprucht.

Dadurch, dass als Elektromotor ein bürstenloser Gleichstrommotor vorgesehen ist, die elektronischen Bauelemente der Platine zum Schutz gegen Eintritt von Wasser mit Vergussmasse umschlossen sind und die Anschlusselemente des Steuerungskabels gegen ein Eindringen von Wasser geschützt sind, kann mit relativ einfachen konstruktiven Maßnahmen sichergestellt werden, dass das

tragbare Arbeitsgerät auch dann betrieben werden kann, wenn Wasser in das Innere des Gehäuses eindringen sollte. Insbesondere ist es möglich, das Ar beitsgerät notfalls auch unter Wasser zu betreiben. Im Vergleich zu einem her kömmlichen Arbeitsgerät sind zur Gewährleistung dieses zusätzlichen erhebli-chen Funktionsvorteils lediglich vergleichsweise geringfügige Konstruktionsände rungen notwendig. Das erfindungsgemäße Arbeitsgerät kann insbesondere auch für Rettungszwecke eingesetzt werden, so beispielsweise bei einem von Wasser umgebenen Fahrzeug, in welchem sich noch Personen befinden. Personen kön nen mit dem neuen Arbeitsgerät sehr schnell aus einem Fahrzeugwrack gebor-gen werden.

Als Anschlussmittel des Steuerungskabels an der Platine können entwe der eine Stecker-Verbindung oder eine Lötverbindung vorgesehen sein. Das Abdichten der Lötverbindung vor Wasserzutritt erfolgt durch Kapseln der Lötverbindung mit Vergussmasse.

Insbesondere erlaubt es das erfindungsgemäße Arbeitsgerät, dass am Gehäuse des Arbeitsgeräts keine Schutz- und/oder Dichtungsmaßnahmen gegen einen Eintritt von Wasser in das Innere des Gehäuses bei einem Eintauchen des Ge-häuses in Wasser vorgesehen sein müssen. Derartige Schutz- bzw. Dichtungs maßnahmen sind, gerade bei komplizierten Gehäusen, konstruktiv oft sehr auf wendig und kostenintensiv.

Insbesondere verfügt das erfindungsgemäße Arbeitsgerät über Anschlussmittel für einen Anschluss einer Steuerungsleitung, wobei die Anschlussmittel gegen ein Eindringen von Wasser geschützt sind. Die Steuerungsleitung selbst weist üblicherweise eine wasserdichte Isolierung auf. Zweckmäßigerweise weist jede Steuerungsleitung ein entsprechend abgedichtete Anschlussmittel auf. Ein Teil des jeweiligen Anschlussmittels kann platinenseitig angeordnet sein und dort vorzugsweise ebenfalls zum Teil eingebettet sein. Der gegenüberliegende Teil der Anschlussmittel befindet sich an der Steuerungsleitung. Bei dem Anschluss- mittel kann es sich um eine Steckverbindung oder eine Steck/Drehverbindung handeln, welche durch ein Dichtmittel z. B. einen O-Ring abgedichtet ist.

In vorteilhafter Weise kann das Gehäuse keine Schutz- und/oder Dichtungsmaß-nahmen gegen einen Eintritt von Wasser in das Innere des Gehäuses bei einem Eintauchen des Gehäuses in Wasser umfassen.

Die elektronische Steuer- und Regeleinrichtung umfasst zweckmäßigerweise ein Display und/oder Bedienfeld mit einer weiteren Platine, auf der elektronische Bauelemente, welche zum Schutz gegen Eintritt von Wasser ebenfalls mit Ver gussmasse umschlossen sind, angeordnet sein können. Diese weitere Platine kann über eine vorbeschriebene Steuerungsleitung mit der im Gehäuse entfernt angeordneten Hauptplatine verbunden sein.

Die elektronische Steuer- und Regeleinrichtung kann einen Sensor mit einer wei teren Platine umfassen, auf der ebenfalls elektronische Bauelemente angeordnet sind, welche zum Schutz gegen Eintritt von Wasser ebenfalls mit Vergussmasse umschlossen sind. Diese zusätzliche Platine kann ebenfalls über eine vorbe schriebene Steuerungsleitung angesteuert oder mit der im Gehäuse entfernt an-geordneten Hauptplatine verbunden sein.

Ferner können zwei Platinen aus dem gleichen mit elektronischen Bauelementen bestückten Platinengrundmaterial bzw. Platinengrundplatte bestehen, wobei eine Platine als ein Entnahmebereich aus der anderen Platine (Rest des Platineng-rundmaterial bzw. Platinengrundplatte) festgelegt ist und die beiden Platinen be reits im Rahmen der Bestückung auch über ein Steuerungskabel verbunden sind. Als Anschlussmittel des bzw. der Steuerungskabel kann eine Lötverbindung vorgesehen sein. Dies ermöglicht es, die beiden Platinen einschließlich Steue rungskabel in einem Herstellungsprozess zu fertigen und bei beiden Platinen in einfacher Weise mittels der Vergussmasse nicht nur die elektronischen Bauteile als solche sondern auch die Anschlussmittel für die Steuerungsleitung vor Was serzutritt in einfacher Weise zu sichern.

Eine elektrische Kontaktierung des Elektromotors mit der Verkabelung der Ener gieversorgung ist zweckmäßigerweise vor Wasser ungeschützt. Dies vereinfacht die Konstruktion in erheblichem Maße.

Insbesondere können die elektrische Anschlüsse für Stromkabel zur Energiever sorgung des Elektromotors, die in einem ausreichenden Abstand zueinander entfernt sind, der gewährleistet, dass für den Fall, dass die Anschlüsse von Was ser umgeben sind, sich bei den elektrischen Betriebsbedingungen des Arbeitsge-räts (z. B. bei einer Nennspannung von 24 Volt) über das Wasser als elektrisches Leitungsmedium kein elektrischer Kurzschluss einstellt.

Vorzugsweise verfügen die Stromkabel über insgesamt drei Stränge (drei Pha sen).

Ferner kann am Arbeitsgerät ein Bedienfeld vorgesehen sein. Dieses kann eine wasserdichte Folientastatur d. h. Folienschichtung umfassen. Im Bereich bzw. unterhalb des Bedienfelds oder der Folientastatur kann eine Platine vorgesehen sein. Diese zusätzliche Platine kann ebenfalls über eine vorbeschriebene Steue-rungsleitung angesteuert sein oder mit der im Gehäuse entfernt angeordneten Hauptplatine verbunden sein.

Vorzugsweise kann der stirnseitige Rand des Bedienfeldes, vorzugsweise der Folientastatur, ebenfalls von Vergussmasse bedeckt sein. Die Vergussmasse schließt somit die Folienschichtung seitlich entlang des Umfangs des Bedienfelds hermetisch ab.

Insbesondere kann im Bereich des stirnseitigen Randes des Bedienfeldes zum umgebenden Gehäuse für die Aufnahme von Vergussmasse ein vorzugsweise vollständig um das Bedienfeld umlaufender Spalt vorgesehen sein.

Ferner kann der Spalt außenseitig von einem Überstand des Bedienfeldes be deckt also überlappt sein. Dies ermöglicht es, die Anordnung„über Kopf mit Vergussmasse zu vergießen, da der Überstand hierbei ein„Auslaufen“ von Ver gussmasse verhindert.

Zur Unterbringung des Akkus ist vorzugsweise ein Einschubschacht mit darin befindlichen offenen also vor Wasser ungeschützten Kontaktpins zur Kontaktie rung mit dem Akku vorgesehen.

Die Kontaktpins sind zweckmäßigerweise ebenfalls in einem ausreichenden Ab stand zueinander entfernt, der gewährleistet, dass für den Fall, dass die Kontakt-pins von Wasser umgeben sind, sich bei den o. g. elektrischen Betriebsbedin gungen des Arbeitsgeräts über das Wasser als elektrisches Leitungsmedium kein elektrischer Kurzschluss einstellt.

Steuerungsleitungen der beschriebenen Art können die Platinen untereinander verbinden.

Als Ein- und Ausschalter kann ein Folienschalter vorgesehen sein.

Als Vergussmasse wird vorzugsweise eine Vergussmasse auf PU-, Epoxid oder Silikonbasis verwendet. Eine Vergussmasse auf Silikonbasis ist vor allem beim Auftreten erhöhter Temperaturen geeignet.

Beschreibung der Erfindung anhand von Ausführunqsbeispielen

Nachstehend wird eine zweckmäßige Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung näher beschrieben. Wiederkehrende Merkmale sind der Übersichtlichkeit halber lediglich einmal mit einem Bezugszeichen versehen. Es zeigen:

Fig. 1 die Darstellung einer Gesamtansicht eines Beispiels eines Arbeitsge räts in Form eines elektro-hydraulischen, batteriebetriebenen Schneidgeräts gemäß der Erfindung;

Fig. 2 ein Beispiel eines hydraulischen Schaltplans des Schneidgeräts ge mäß Fig. 1 ;

Fig. 3 eine Teilschnittdarstellung des Gehäusebereichs des erfindungsge mäßen Arbeitsgeräts gemäß Fig. 1 ;

Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs A von Fig. 3;

Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs B von Fig. 3;

Fig. 6 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs C von Fig. 3;

Fig. 7 eine perspektivische Darstellung eines Beispiels einer Platinen- Anordnung zur Verwendung im Rahmen der vorliegenden Erfindung sowie

Fig. 8 eine Draufsicht auf ein Beispiel eines Bedienfeldes mit einer Dis playanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung.

Bezugszeichen 1 in Fig. 1 bezeichnet ein Beispiel eines erfindungsgemäßen Ar beitsgeräts in seiner Gesamtheit. Bei der Ausgestaltung gemäß Fig. 1 ist das Arbeitsgerät 1 ein elektro-hydraulisches, batteriebetriebenes Schneidgerät (Cut ter). Das Arbeitsgerät 1 umfasst ein Gehäuse 12, in dem sich ein Elektromotor 3 in Form eines bürstenlosen Gleichstrommotors, eine Hydraulikpumpe 2 sowie ein Hydrauliktank 19 mit Hydraulikfluid 30 befinden (vgl. auch Fig. 2 und 3). Darüber hinaus ist eine Ausgleichseinrichtung zum Volumenausgleich der Hydraulikflüs sigkeit während des Betriebs des Arbeitsgeräts 1 vorgesehen. Hierbei kann es sich z.B. um eine flexible Membran oder einen insgesamt flexiblen Hydrauliktank handeln. Am Gehäuse 12 angebracht ist ein Bedienfeld 25 mit Display 14 sowie Ein-/Ausschalter 13. An dem Display 14 können die Betriebszustände von der Bedienungsperson abgelesen werden. An der Rückseite des Gehäuses ist ein Einschubschacht 26 für einen auswechselbaren Akku 18 vorgesehen. Anstelle des Akkus könnte an dieser Stelle auch ein (in Fig. 1 nicht dargestelltes) Netzteil eingeschoben werden. Die Nennspannung zum Betrieb des Geräts beträgt z. B. 24 Volt.

An der Vorderseite des Arbeitsgeräts 1 befinden sich in dem gezeigten Beispiel zwei Werkzeughälften 35a, 35b, welche bei der in Fig. 1 dargestellten Ausgestal tung Schneidwerkzeughälften sind. Die beiden Schneidwerkzeughälften 1 1 a, 11 b werden über eine (in Fig. 1 nicht dargestellte) Kolbenstange angetrieben. Letzte re befindet sich in einem Hydraulikzylinder 4. Im Bereich des Hydraulikzylinders 4 befindet sich ein erster Handgriff 15. Ein zweiter Handgriff 16 ist am Gehäuse 12 vorgesehen. Das Arbeitsgerät 1 kann somit von der Bedienungsperson mit zwei Händen geführt bzw. bedient werden. Über ein manuell bedienbares Hydraulik ventil 6 kann die Bedienungsperson mit der am zweiten Handgriff 16 befindlichen Hand manuell die Richtung des Hydraulikstroms steuern, sodass die Kolben stange entweder eingefahren wird (wobei die Werkzeughälften 35a, 35b ge-schlossen werden) oder ausgefahren wird (wobei die Werkzeughälften 35a, 35b geöffnet werden) oder Hydrauliköl in den Versorgungskreislauf also hin Zum Hyd rauliktank zurückgeleitet wird (Bypass-Betrieb).

Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausgestaltung des Steuerventils 6 handelt es sich um ein in der Verlängerung der Achse des Handgriffs 16 drehbares Steuerventil mit einem sogenannten Sterngriff, welcher zur Ansteuerung der Schaltpositionen von der Bedienungsperson gedreht wird. Das Gehäuse 12 umfasst zwei Gehäu seschalen, die (vgl. Fig. 3) über Verbindungselemente 7, z.B. Schrauben, mitei nander verbunden sind. Es ist keine Dichtung zum Schutz gegen ein Eindringen von Wasser in das Gehäuse 12 bei einem Eintauchen des Gehäuses 12 in Was ser vorgesehen.

Die hier in Rede stehenden Arbeitsgeräte sind in der Lage, in jeglicher räumlicher Anordnung oder Ausrichtung betrieben zu werden.

Anstelle des vorbeschriebenen Schneidgeräts kann die Erfindung auch als ein Spreizgerät, ein Kombigerät mit Schneid- sowie Spreizfunktion oder als Hebe- bzw. Rettungszylinder ausgestaltet sein. Bei all diesen Geräten kommt eine Kol benstange, die in einem Zylinder, z.B. Hydraulikzylinder geführt ist, zum Einsatz.

Fig. 2 zeigt ein Beispiel eines hydraulischen Schaltplans eines Arbeitsgeräts nach Fig. 1. Bei dem Elektromotor handelt es sich um einen bürstenlosen Gleich strommotor, welcher über eine Exzenterwelle 36 zwei Kolbenverdichter 2a, 2b antreibt. Der Kolbenverdichter 2b kann eine größere Förderleistung aufweisen als der Kolbenverdichter 2a. Der Förderstrom des Kolbenverdichters 2b wird z. B. auf ein Druckumschaltventil 32 geleitet. Der Förderstrom des Kolbenverdichters 2a wird als Steuersignal ebenfalls auf das Druckumschaltventil 32 geleitet. Das Druckumschaltventil 32 kann mittels Federkraft auf einen bestimmten Druckum-schaltwert eingestellt werden. Übersteigt der Druck in der Steuerleitung des Kol benverdichters 2a diesen Druckumschaltwert, so wird das Druckumschaltventil 32 geöffnet und der Förderstrom des Kolbenverdichters 2b wird in den Tank 19 abgeleitet. So ist sichergestellt, dass die benötigte Antriebsleistung des Systems innerhalb der verfügbaren Antriebsleistung bleibt.

Der Förderstrom verzweigt sich im weiteren Verlauf in Richtung Umschaltventil 6 und Druckabschaltventil 31. Das Druckabschaltventil 31 ist auf den zulässigen Systemdruck mittels Federkraft eingestellt. Übersteigt der Druck den eingestell ten zulässigen Systemdruck, so öffnet das Druckabschaltventil 31 und lässt den Förderstrom so lange in den Tank zurückfließen, bis der zulässige Druck wieder unterschritten wird.

Das Steuerventil 6 wird mittels Sterngriff (vgl. Fig. 1 ) manuell vom Benutzer betä tigt. Es hat eine federunterstützte Rückstellfunktion in die Neutralstellung. In der Neutralstellung befindet es sich, wie dargestellt, in der Mittelstellung. In dieser Stellung sind alle angeschlossenen Leitungen mit dem Tank verbunden, sodass sich kein Druck aufbauen kann und das System sich somit nicht bewegt. Wird das Steuerventil 6 z.B. nach rechts ausgelenkt, so wird in der linken Anschluss leitung mit Druck behafteter Förderstrom in Richtung des doppelt entsperrbaren Rückschlagventils 28 gefördert. Auf der rechten Anschlussleitung wird Hydrauli köl, welches aus Richtung des doppelt entsperrbaren Rückschlagventils 28

kommt, in den Tank 19 zurückgeführt. Wird das Steuerventil 6 nach links ausge lenkt, so dreht sich der eben beschriebene Prozess um, sodass letztendlich die Bewegungsrichtung des Gerätes umgekehrt wird. Der Förderstrom, der in die linke Anschlussleitung des doppelt entsperrbaren Rückschlagventils 28 gefördert wird, öffnet dort ein federbelastetes Rückschlagventil in der linken Anschlusslei tung und über eine Steuerleitung, welche auf die rechte Anschlussleitung geführt wird, ebenfalls das dort befindliche Rückschlagventil. So ist sichergestellt, dass einerseits der Förderstrom in der linken Anschlussleitung dem Hydraulikzylinder 4 des Geräts zugeführt werden kann. Andererseits ist sichergestellt, dass das Hydrauliköl, welches aus dem Hydraulikzylinder 4 auf der rechten Seite aus dem Zylinder verdrängt wird, durch das doppelt entsperrbare Rückschlagventil 28 auf der rechten Anschlussleitung in den Tank 19 des Systems zurückgeführt werden kann.

Der Hydraulikzylinder 4 weist an beiden Anschlüssen eine Verzweigung auf Si cherheitsventile 29, 30 auf. Diese Sicherheitsventile 29, 30 gewährleisten, dass der in den Zylinderräumen befindliche Druck nicht höher als zulässig steigen kann. Steigt der Druck in einem oder in beiden Zylinderräumen über den sicher heitstechnisch zulässigen Druck an, so öffnen diese Ventile eine Verbindung zu dem Tank 19, sodass sich der Druck wieder abbauen kann. Zu einer Erhöhung des Drucks innerhalb des Hydraulikzylinders 4 kann es beispielsweise dadurch kommen, dass von außen auf den Kolben des Hydraulikzylinders 4 einwirkende Kräfte das Hydrauliköl zusätzlich komprimieren. An der Kolbenstange 5 des Hyd raulikzylinders 4 sind Vorrichtungen angebracht, die z.B. ein Schermesser, ein Spreizer oder dergleichen bewegen. Der Tank 19 kann beispielsweise als flexib ler Gummibalg ausgebildet sein und dient hierbei gleichzeitig als Ausgleichsein richtung.

Fig. 3 zeigt in einer Teilschnittdarstellung das Innere des Bereichs des Gehäuses 12 des Arbeitsgeräts 1 von Fig. 1. Die elektronischen Steuer- und Regeleinrich tung zur Steuerung und/oder Regelung umfasst eine Platine 8 mit elektronischen Bauelementen 9, die insbesondere die Stromversorgung für den bürstenlosen Gleichstrommotor betreffen. Ferner ist im Bereich des Ein/Ausschalters 13 ein Bedienfeld mit einem Display 14 vorgesehen, welches eine eigene Platine 20 umfasst. Bei dem Bedienfeld des Displays 14 handelt es sich vorzugsweise um eine wasserdichte Folientastatur. Über die Folientastatur können die notwendi gen Bedienungen vorgenommen werden. Ferner ist im Bereich des Steuerventils 6 eine weitere Platine 22 vorgesehen, auf der sich als elektronisches Bauelement ein Sensor 21 insbesondere Magnetsensor zur Erfassung der Auslenkung des Sterngriffs des Steuerventils 6 befindet. Mit der Drehung des Sterngriffs wird so mit nicht nur die hydraulische Stellung des Steuerventils 6 verändert sondern zudem auch der Elektromotor ein- bzw. -ausgeschaltet und/oder über die Winkel-Stellung des Sterngriffs noch dazu eine Turbofunktion ein- und/oder ausgeschal tet. Der Sensor 21 steht über eine Steuerungsleitung 10a mit der Platine 20 in Verbindung. Über eine weitere Steuerungsleitung 10b steht die Platine 20 mit der Platine 8 in Verbindung, welche die Hauptplatine darstellt. Die Steuerungsleitung 10b ist über wasserdichte Anschlussmittel 11 mit der Platine 20 und/oder der Platine 8 verbunden. Ein Teil des jeweiligen Anschlussmittels 11 kann platinen seitig angeordnet sein und dort vorzugsweise ebenfalls zum Teil eingebettet sein. Der gegenüberliegende Teil der Anschlussmittel 11 befindet sich an der Steuerungsleitung 10a bzw. 10b. Bei dem Anschlussmittel 11 kann es sich um eine Steckverbindung und/oder Drehverbindung handeln, welche durch ein (in den Figuren nicht dargestelltes) Dichtmittel z. B. einen O-Ring abgedichtet ist.

Bei den Steuerleitungen 10a und/oder 10b handelt es sich jeweils um Leitungen, über die Steuersignale gesendet werden. Als Anschlussmittel 11 der Steuerlei tung 10a an die elektronischen Bauelemente der Platine 20 und der Platine 22 des Sensors 21 ist bei der Ausgestaltung nach Fig. 3 jeweils eine direkte Anbin dung an die Platine z. B. per Lötverbindung vorgesehen. Als Anschlussmittel 11 der Steuerleitung 10b zwischen der Platine 8 und der Platine 20 sind in Fig. 3 Steck und/oder Drehverbinder vorgesehen.

Ferner sind im Bereich der Platine 8 Stromkabel für die Energieversorgung des Elektromotors 3 angeordnet, die mit Kontaktpins 27 für den Akku oder ein Netz teil in elektrischer Verbindung stehen. In dem gezeigten Beispiel handelt es sich um eine dreiphasige Verbindung mit drei Stromkabeln 23a, 23b und 23c. Insbe- sondere können die elektrische Anschlüsse 24a bis 24c der Stromkabel 23a, 23b und 23c zur Energieversorgung des Elektromotors 3 in einem ausreichenden Abstand zueinander entfernt sind, der gewährleistet, dass für den Fall, dass die Anschlüsse 24a bis 24c von Wasser umgeben sind, sich bei den elektrischen Betriebsbedingungen des Arbeitsgeräts (z. B. bei einer Nennspannung von 24 Volt) über das Wasser als elektrisches Leitungsmedium kein elektrischer Kurz schluss einstellt. Entsprechende Anschlüsse sind auch am Elektromotor 3 vorge sehen, jedoch in Fig. 3 nicht erkennbar.

Offene also vor Wasser ungeschützte Kontaktpins 27 zum elektrischen Kontakt mit (einem in Fig. 4 jeweils nicht dargestellten) Akku oder einem Netzteil sind im Bereich des Einschubschachts 28 vorgesehen. Die Kontaktpins 27 sind ebenfalls in einem ausreichenden Abstand zueinander entfernt, der gewährleistet, dass für den Fall, dass die Kontaktpins 27 von Wasser umgeben sind, sich bei den elektrischen Betriebsbedingungen des Arbeitsgeräts über das Wasser als elektri sches Leitungsmedium kein elektrischer Kurzschluss einstellt. Die Kontaktpins 27 sowie die Platine 8 sind an einem Gehäuseteil 12a (Akkuaufnahme) befestigt. Die Steuerleitung 10b umfasst vor Wasser geschützte Anschlussmittel 11.

Aus der vergrößerten Teildarstellung von Fig. 5 sind die elektronischen Bauele mente 9 der Platine 20 ersichtlich, die von Vergussmasse 17 umschlossen sind. Ebenso ist aus Fig. 5 der Platinen-seitige Teil der Anschlussmittel 1 1 für die Pla tine 20 ersichtlich. Das Bedienfeld 25 ist als Folientastatur ausgebildet. Hierbei handelt es sich um einen sandwichförmigen Folienschichtaufbau. Der stirnseitige Rand des Bedienfeldes 25 also dieses Aufbaus ist ebenfalls von Vergussmasse 17 bedeckt ist. Hierzu ist im Bereich des stirnseitigen Randes des Bedienfeldes 25 ein vorzugsweise vollständig um das Bedienfeld 25 umlaufender Spalt 37 zum Gehäuse 12 gesehen. Der Spalt 37 wird außenseitig von einem Überstand 38 des Bedienfeldes 25 bzw. der Folientastatur (z. B. in Form einer überstehenden oberseitigen Folienschicht, welche mit einer Stufe 39 des Gehäuses 12 verklebt ist) bedeckt, so dass ein umlaufender ringförmiges Sackloch entsteht, welches mit Vergussmasse 17 ausgefüllt werden kann. Auf diese Weise kann der gesam te Bereich„über Kopf mit Vergussmasse 17 vergossen werden.

Aus der vergrößerten Teildarstellung von Fig. 6 ist der Magnetsensor 21 zur Feststellung der Auslenkung des Sterngriffs ersichtlich. Dieser befindet sich auf einer eigenen Platine 22, die in einem Sensorhalter 33 in Form einer taschenför-migen Ausnehmung untergebracht ist. Magnetsensor 21 sowie Platine 22 sind zur Außenseite des Sensorhalters 33 hin durch eine Vergussmasse 17 abgedich tet. Die Vergussmasse 17 verschließt somit die taschenartige Ausnehmung des Sensorhalters 33 nach außen hin. Mit der Platine 22 verbunden und mit der Ver gussmasse 17 umschlossen ist auch die Steuerleitung 10a, die von der Platine 22 zur Platine 20 des Bedienfelds bzw. Displays 14 führt. Dort ist der Endbereich der Steuerleitung 10a ebenfalls von Vergussmasse 17 umschlossen.

Fig. 7 zeigt die beiden Platinen 20, 22 mit elektronischen Bauelementen 9 (die Platine 22 mit einem elektronischen Bauelement z. B. in Form des Magnetsen-sors 21 ) im Ausgangszustand vor der Montage. Sie bestehen aus dem gleichen Platinengrundmaterial. Die Platine 22 ist als ein Entnahmebereich aus der ande ren Platine 20 festgelegt. Beiden Platinen 20, 22 sind über das Steuerungskabel 10a verbunden. Als jeweilige Anschlussmittel 1 1 an beiden Platinen 20, 22 ist je eine Lötverbindung vorgesehen. Ferner sind zwei Solltrennstellen 40 vorgese-hen, die zum Entnehmen der Platine 22 zerstört werden müssen, wodurch die Platine 22 mit Verdrahtung herausgenommen werden kann. Die Anschlussmittel 1 1 werden anschließend beim Vergießen der Platinen 20, 22 mit Vergussmasse 17 mit eingeschlossen.

Fig. 8 zeigt eine vergrößerte isolierte Darstellung des Bedienfeldes 25 mit dem Ein-/Ausschalter 13 sowie dem Display 14 mit verschiedenen Anzeigen sowie Bedienfeldern. Das Bedienfeld 25 ist vorzugsweise als wasserdichte Folientasta tur ausgebildet.

Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, das Arbeitsgerät 1 auch unter Wasser zu betreiben und zwar ohne, dass das Gehäuse 12 abgedichtet sein muss. Diese neue wichtige Funktionalität kann somit ohne aufwendige Umbaumaßnahmen bzw. ohne nennenswerte Verteuerung der Herstellungskosten erzielt werden.

Bei den elektronischen Bauelementen der Platine 8, 20 und/oder 22 handelt es sich insbesondere um Microcontroller, Frequenzumrichter, Speicherbausteine, elektronische Schalter, Messeinrichtungen wie z. B. integrierte Halbleitertempe-ratursensoren und/oder LEDs.

Das Display 14 umfasst eine Anzeigeeinrichtung, die wiederum z.B. eine Lastan zeige und/oder Betriebszustandsanzeige und/oder Temperaturanzeige umfassen kann.

Der Akku 18 weist ein wasserdichtes Gehäuse oder zumindest eine eigenständi ge wasserdichte Kapselung auf.

Bei dem Ein-/Ausschalter 13 handelt es sich um einen wasserdichten Ein-/Ausschalter, beispielsweise einen Folienschalter oder einen Tastschalter.

Als Vergussmasse kann vorzugsweise eine Vergussmasse auf PU-, Epoxid oder Silikonbasis verwendet werden. Eine Vergussmasse auf Silikonbasis ist beson ders geeignet, sofern erhöhte Temperaturen beim Betrieb des Arbeitsgeräts 1 auftreten.

Alternativ zu dem Akku 18 kann auch ein (in den Figuren nicht gezeigtes) Netz teil in den Einschubschacht 26 eingesetzt werden, welches über ein Kabel mit dem Netz verbunden ist.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auch die Kombination von Ein zelmerkmalten sowie Untermerkmalen als erfindungswesentlich und vom Offen barungsgehalt der Anmeldung umfasst anzusehen sind.

B EZ U G SZ E I C H E N L I ST E

1 Arbeitsgerät

2a Kolbenverdichter

2b Kolbenverdichter

3 Elektromotor

4 Hydraulikzylinder

5 Kolbenstange

6 Steuerventil

7 Verbindungselement

8 Platine

9 elektronisches Bauelement

10 Steuerungskabel

1 1 Anschlussmittel

12 Gehäuse

12a Gehäuse Akkuaufnahme

13 Ein-/Ausschalter

14 Display

15 erster Handgriff

16 zweiter Handgriff

17 Vergussmasse

18 Akku

19 Hydrauliktank

20 Platine

21 Magnetsensor

22 Platine

23a Stromkabel

23b Stromkabel

23c Stromkabel

24a elektrischer Anschluss

24b elektrischer Anschluss

24c elektrischer Anschluss

25 Bedienfeld

26 Einschubschacht 27 Kontaktpin

28 Rückschlagventil

29a Sicherheitsventil

29b Sicherheitsventil

30 Hydraulikfluid 31 Druckabschaltventil

32 Druckumschaltventil

33 Sensorhalter

34 Magnethalter

35a Werkzeughälfte 35b Werkzeughälfte

36 Exzenterwelle

37 Spalt

38 Überstand

39 Stufe

40 Solltrennstelle