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1. (WO2019043053) DISPOSITIF D'ISOLATION
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Isoliervorrichtung

Stand der Technik

In Elektromotoren werden Spulen als Aktuatoren für Statoren oder Rotoren eingesetzt. Die Spulen sind dabei in der Regel in Nuten des Stators oder des Rotors angeordnet. Um sicherzustellen, dass die verbauten Spulen über den Stator oder über den Rotor nicht kurzgeschlossen werden, werden die Spulen gegenüber dem Stator oder dem Rotor isoliert.

Es sind dabei unterschiedliche Arten der Isolation bekannt, beispielsweise mittels eines Isolationspapiers, dass in den Nuten eingesetzt ist. Vor dem Einsetzen in die Nuten wird das Isolationspapier mittels Rollenprägewerkzeuge und Stanzwerkzeuge bearbeitet, um das Isolationspapier in die richtige Form zu bringen und Biegekanten herzustellen, an denen das Isolationspapier bei der Montage gebogen wird. Alternativ kann die Isolation mittels an Kunststoffendscheiben angespritzte Schächte realisiert werden. Eine weitere bekannte Maßnahme ist es, mittels Spritzgusstechnik die Nuten mit einem isolierenden Material anzuspritzen.

Offenbarung der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Isoliervorrichtung zur elektrischen Isolation einer Spule einer elektrischen Maschine, wobei die Isoliervorrichtung zumindest eine Montagehilfe umfasst, an der die Isoliervorrichtung bei einer Montage gebogen wird. Es wird vorgeschlagen, dass die zumindest eine Montagehilfe mittels einer Laserbestrahlung hergestellt ist. Vorteilhaft kann dadurch die Herstellung der Montagehilfe verbessert werden, indem der Einsatz mehrerer Rollenprägewerkzeuge durch den Einsatz eines Lasers, insbesondere eines einzelnen Lasers, ersetzt wird.

Unter einer Isoliervorrichtung soll insbesondere ein Mittel oder ein Bauteil ver-standen werden, dass dazu ausgebildet ist, einen Stator oder einen Rotor des

Elektromotors von der Spule im Hochspannungsbereich elektrisch zu isolieren. Zusätzlich oder alternativ ist auch denkbar, dass die Isoliervorrichtung dazu ausgebildet ist, zwei Spulen voneinander zu isolieren. Vorzugsweise ist die Isoliervorrichtung zudem dazu ausgebildet, die Spule in einer Form zu halten. Vorzugsweise sind der Stator und/oder der Rotor jeweils aus einem Blechpaket ausgebildet, wodurch vorteilhaft gegenüber einer Vollmaterialbauweise Wirbelströme verhindert und der Wirkungsgrad erhöht werden kann.

Die Spule ist insbesondere aus einem elektrischen Leiter, insbesondere aus einem metallischen Draht, bevorzugt aus einem Kupferdraht, ausgebildet, der mittels eines Aufwickelverfahrens zu einer Spule gewickelt ist. Der metallische Leiter weist vorzugsweise eine Isolierschicht auf, um die im aufgewickelten Zustand aufeinander aufliegenden Bereiche des elektrischen Leiters voneinander zu isolieren. Die Isolierschicht ist vorzugsweise aus einer isolierenden Lackschicht ausgebildet. Zusätzlich ist denkbar, dass der elektrische Leiter eine Gleitschicht aufweist, die das Aufwickeln erleichtert.

Unter einer elektrischen Maschine soll insbesondere ein elektromechanischer Wandler verstanden werden, der dazu ausgebildet ist, als Elektromotor elektrische Leistung in mechanische Leistung umzuwandeln oder als Generator mechanische Leistung in elektrische Leistung umzuwandeln. Der Elektromotor ist vorzugsweise als ein bürstenloser Gleichstrommotor, kurz BLDC, oder als ein Wechselstrommotor ausgebildet. Der Elektromotor kann als ein Synchronmotor oder als ein Asynchronmotor ausgebildet sein. Der Elektromotor kann über eine Kabelverbindung direkt oder indirekt über eine Elektronik mit einer Energieversorgung verbunden werden. Die Energieversorgung kann beispielsweise über einen Netzanschluss oder über einen wiederaufladbaren Akkupack realisiert werden.

Unter einer Montagehilfe soll im Kontext dieser Anmeldung insbesondere eine strukturelle Modifikation der Isoliervorrichtung verstanden, welche die Montage des Elektromotors, bevorzugt die Montage beziehungsweise den Einbau der Spule im Stator, erleichtert. Bei der strukturellen Modifikation der Isoliervorrichtung kann es sich beispielsweise um eine lokale Schwächung der Isoliervorrichtung bzw. des Materials der Isoliervorrichtung handeln, die durch eine Schädi- gung des Materials hervorgerufen wird. Es ist ebenfalls denkbar, dass die lokale Schwächung durch einen lokalen Abtrag des Materials der Isoliervorrichtung realisiert wird. Alternativ oder zusätzlich ist ebenfalls denkbar, dass die strukturelle Modifikation als eine lokale Stärkung der Isoliervorrichtung ausgebildet ist, wodurch vorteilhaft an bei der Montage kritischen Stellen eine Beschädigung der

Isoliervorrichtung vermieden werden kann. Die strukturelle Modifikation kann auch als eine Veränderung des Materials, insbesondere der chemischen Zusammensetzung des Materials, der Isoliervorrichtung ausgebildet sein.

Im montierten Zustand ist die Isoliervorrichtung vorzugsweise zwischen dem Stator und der Spule angeordnet. Die Isoliervorrichtung ist insbesondere in zumindest einer Wicklungsnut des Stators angeordnet. Eine Form der Isoliervorrichtung ist insbesondere an eine Form der Wicklungsnut angepasst. Die Wicklungsnut weist eine Querschnittsfläche auf, die zumindest eine Ecke aufweist, vor-zugsweise mehreckig, wie beispielsweise rechteckig oder fünfeckig, ausgebildet ist. Die Ecken bilden entlang einer Längserstreckung des Stators jeweils eine Kante aus. Vorzugsweise weisen die Montagehilfen der Isoliervorrichtung dieselben Abstände auf, wie die Ecken beziehungsweise die Kanten der Wicklungsnut. Die Ecken beziehungsweise die Kanten weisen insbesondere einen Öffnungs-winkel von zumindest 30°, vorzugsweise zumindest 60°, auf. Bevorzugt liegt der

Öffnungswinkel der Ecken beziehungsweise der Kanten in einem Bereich von 90° +/- 20°.

Unter einer Laserbestrahlung soll im Zusammenhang dieser Anmeldung insbe-sondere eine Anwendung eines Lasers zur strukturellen Modifikation der Isoliervorrichtung verstanden werden. Der Laser kann als ein Dauerstrichlaser oder als ein gepulster Laser ausgebildet sein. Vorzugsweise wird der Laser über eine Optik auf eine Oberfläche der Isoliervorrichtung fokussiert. Insbesondere wird der Laser derart auf die Isoliervorrichtung fokussiert, dass die Spotgröße des Lasers auf der Isoliervorrichtung kleiner als 2 mm, vorzugsweise kleiner als 1 mm, bevorzugt kleiner als 0,1 mm, ist.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Montagehilfe als eine Nut ausgebildet ist. Vorteilhaft kann dadurch die Isoliervorrichtung im Bereich der Nut derart geschwächt werden, dass ein Falten beziehungsweise Biegen der Isoliervorrich-

tung vereinfacht wird. Die Nut kann parallel oder schräg zu einer Längserstreckung des Elektromotors oder zu der Längserstreckung des Stators ausgebildet sein. Die Nut weist insbesondere eine Breite von unter 1 mm, vorzugsweise eine Breite von unter 0,5 mm, bevorzugt eine Breite im Bereich von 0,1 mm bis 0,5 mm auf.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Isoliervorrichtung mehrschichtig ausgebildet ist. Vorteilhaft kann dadurch eine Isoliervorrichtung mit einer hohen Festigkeit und mit einer guten Isoliereigenschaft realisiert werden. Die Isoliervorrichtung ist bevorzugt aus zumindest zwei unterschiedlichen Schichten ausgebildet. Die Isoliervorrichtung kann zwei im Wesentlichen gleiche Schichten aufweisen, die voneinander durch zumindest eine weitere Schicht beabstandet sind. Unter einer im Wesentlichen gleichen Schicht soll dabei insbesondere eine Schicht aus demselben Material, vorzugsweise aus demselben Material und mit denselben Schichtdicken, verstanden werden.

Zudem wird vorgeschlagen, dass eine erste Schicht im montierten Zustand spu-lenseitig montiert ist. Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die erste Schicht der Isoliervorrichtung als eine Verbindungsschicht ausgebildet ist, die zur stoffschlüssigen Verbindung der Isoliervorrichtung mit der Spule vorgesehen ist. Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die erste Schicht aus einem Backlack ausgebildet ist. Vorteilhaft kann dadurch eine optimale Verbindung zwischen der Isoliervorrichtung und der Spule gewährleistet werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Montagehilfe in der ersten Schicht angeordnet ist, insbesondere in der ersten und der zweiten Schicht angeordnet ist, bevorzugt in der ersten, in der zweiten und in der dritten Schicht angeordnet ist. Vorteilhaft kann dadurch die Montage weiter vereinfacht werden. Die Montagehilfe kann vollständig oder teilweise in der jeweiligen Schicht angeordnet sein.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Montagehilfe beabstandet zu einer letzten Schicht angeordnet ist. Vorteilhaft kann dadurch sichergestellt werden, dass die Isoliervorrichtung auch im Bereich der Montagehilfe eine ausreichende mechanische Stabilität und elektrische Isoliereigenschaft aufweist. Insbesondere weist die Montagehilfe zumindest eine Schicht auf, in der die Montagehilfe nicht angeordnet ist. Vorzugsweise ist die Montagehilfe beabstandet zu zumindest einer aus einem Polymerfilm bestehenden Schicht angeordnet. Zudem wird vorgeschlagen, dass die letzte Schicht aus einem Polymerfilm ausgebildet ist. Der Polymerfilm kann beispielsweise als eine aramid oder polyaramid haltige Folie ausgebildet sein. Alternativ kann der Polymerfilm auch als eine polyesterhaltige Folie ausgebildet sein. Als eine weitere Alternative kann der Polymerfilm auch als eine polyimidhaltige Folie ausgebildet sein.

Zudem wird vorgeschlagen, dass die Isoliervorrichtung zumindest eine faserhaltige Schicht aufweist. Die faserhaltige Schicht kann pflanzliche Fasern umfassen, beziehungsweise aus ihnen bestehen. Insbesondere weist die faserhaltige Schicht Zellulose auf. Es ist ebenfalls denkbar, dass die faserhaltige Schicht tierische oder Mineralfasern aufweist oder aus Ihnen besteht. Es ist zudem denkbar, dass die faserhaltige Schicht Chemiefasern umfasst oder aus Ihnen besteht. Die Chemiefasern können dabei aus natürlichen oder synthetischen oder Polymeren oder aus anorganischen Stoffen ausgebildet sein.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Montagehilfe in zumindest einer faserhaltige Schicht angeordnet ist, wobei eine Schichtdicke der faserhaltigen Schicht stets größer ist als eine Erstreckung der Montagehilfe entlang der Schichtdicke. Vorteilhaft kann dadurch sichergestellt werden, dass die Isoliervorrichtung im Bereich der Montagehilfe nicht reißt. Vorzugsweise ist die Montagehilfe beabstandet zu zumindest einer faserhaltigen Schicht.

Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Montagehilfe einer Isoliervorrichtung wie zuvor beschrieben.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass mittels der Laserbestrahlung zusätzlich die Seitenränder der Isoliervorrichtung hergestellt werden. Vorteilhaft kann dadurch mittels der Laserbestrahlung sowohl die Form der Isoliervorrichtung zu-rechtgeschnitten, als auch die Montagehilfe hergestellt werden. Es ist denkbar, dass derselbe Laser zum Schneiden der Isoliervorrichtung und zur Herstellung der Montagehilfe eingesetzt wird. Insbesondere ist die Intensität der Laserbestrahlung auf der Isoliervorrichtung beim Schneiden größer als bei der Herstellung der Montagehilfe. Alternativ oder zusätzlich ist die Geschwindigkeit, mit der sich der Laserstrahl relativ zu der Isoliervorrichtung während der Laserbestrahlung bewegt, beim Schneiden geringer als bei der Herstellung der Montagehilfe. Alternativ ist auch denkbar, dass die Isoliervorrichtung mittels einer Laserbestrahlung eines ersten Lasers geschnitten wird und mittels einer Laserbestrahlung eines zweiten Lasers die Montagehilfen hergestellt werden.

Weiterhin betrifft die Erfindung einen Elektromotor, insbesondere einen BLDC-oder Wechselstrommotor, mit einer Isoliervorrichtung, wie zuvor beschrieben, wobei die Isoliervorrichtung um zumindest eine Statorspule gelegt ist.

Zeichnungen

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen. Bezugszeichen von Merkmalen unterschiedlicher Ausführungsformen der Erfindung, die sich im Wesentlichen entsprechen, werden mit derselben Zahl und mit einem die Ausführungsform kennzeichnenden Buchstaben versehen.

Es zeigen:

Fig. 1 einen Längsschnitt eines Elektromotors;

Fig. 2a eine erfindungsgemäße Isoliervorrichtung;

Fig. 2b ein Schnitt durch die erfindungsgemäße Isoliervorrichtung vor einer

Laserbestrahlung;

Fig. 2c ein Schnitt durch die erfindungsgemäße Isoliervorrichtung nach der

Laserbestrahlung;

Fig. 3a eine perspektivische Ansicht eines Stators mit eingesetzter Isoliervorrichtung;

Fig. 3b eine perspektivische Ansicht eines montierten Stators;

Fig. 4a eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Isoliervorrichtung;

Fig. 4b ein Schnitt durch die erfindungsgemäße Isoliervorrichtung gemäß

Fig. 4a vor einer Laserbestrahlung;

Fig. 4c ein Schnitt durch die erfindungsgemäße Isoliervorrichtung gemäß

Fig. 4a nach der Laserbestrahlung;

Fig. 5a eine weitere Ausführungsform des Stators;

Fig. 5b eine Spule mit der Isoliervorrichtung gemäß Fig. 4a;

Fig. 5c eine Statorhälfte des Stators gemäß Fig. 5a mit der Isoliervorrichtung gemäß Fig. 4a im montierten Zustand.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

In Figur 1 ist eine als ein Elektromotor 12 ausgebildete elektrische Maschine 10 in einem Längsschnitt gezeigt. Der Elektromotor 12 ist beispielhaft als ein bürstenloser Direktstrommotor ausgebildet. Da derartige Elektromotoren im Stand der Technik hinlänglich bekannt sind, wird für eine detaillierte Beschreibung des Aufbaus und der Funktionsweise des Elektromotors auf diesen verwiesen. Der Elektromotor 12 ist beispielhaft als ein Innenläufer ausgebildet, wobei es auch denkbar ist, dass der Elektromotor 12 als ein Außenläufer ausgebildet ist. Der Elektromotor 12 weist einen zylindrischen Rotor 14, der drehfest mit einer Antriebswelle 16 verbunden ist, auf. Der Elektromotor 12 wird über zwei Lageranordnungen 18, die als Kugellager ausgebildet sind, in einem nicht dargestellten Gehäuse drehbar gelagert. Der Rotor 14 ist koaxial innerhalb eines im Wesentlichen hohlzylindrischen Stators 20 angeordnet. Der Stator 20 ist aus einem Blechpaket ausgebildet. Insbesondere ist der Stator 20 als ein magnetisch leitfähiges, lamel-liertes oder gesintertes Blechpaket ausgebildet. Der Stator 20 weist Wicklungsnuten 22 auf, die sich entlang einer Längserstreckung 24 des Elektromotors 12 erstrecken. Die Längserstreckung 24 entspricht der Rotationsachse der Antriebswelle 16. In den Wicklungsnuten 22 ist jeweils zumindest eine Spule 26 angeordnet. Die Spule 26 ist aus einem elektrischen Leiter 28 ausgebildet, der bei der Montage des Elektromotors 12 zu einer Spule 26 gewickelt wird. Der elektrische Leiter 28 ist aus einem Kupferdraht ausgebildet, der mit einer isolierenden Lackschicht umhüllt ist. Je nach Anforderung und nach Aufbau des Elektromotors 12 sind unterschiedliche Arten und Methoden der Spulenwickeltechnik denkbar. Beispielhaft kann dies eine wilde Wicklung, eine orthozyklische Wicklung, eine schraubenförmige Wicklung, oder dergleichen sein. Die Spulen 26 sind über eine nicht dargestellte Verbindung mit einer Energieversorgung verbindbar. Im bestromten Zustand kann durch die Spulen 26 ein Magnetfeld zu einer Magnetisierung des Stators 20 und somit zum Antrieb des Elektromotors 12 induziert werden. Der Elektromotor 12 ist insbesondere als ein Hochspannungsmotor ausgebildet. Um sicherzustellen, dass bei derartigen Spannungen keine Durchschlagspannungen gebildet werden, ist zwischen dem Stator 20 und der Spule 26 eine Isoliervorrichtung 30 angeordnet. Die Isoliervorrichtung 30 ist insbesondere radial zu der Längserstreckung 24 des Elektromotors 12 zwischen dem Stator 20 und der Spule 26 angeordnet. An den axialen Enden des Stators 20 ist je- weils eine Endplatte 32 angeordnet, die aus einem isolierenden Material ausgebildet ist. Die Endplatte 32 kann beispielsweise aus einem keramischen Material oder einer Hartplastik ausgebildet sein. Über die Endplatte 32 wird die Spule 26 insbesondere axial von dem Stator 20 elektrisch isoliert.

In Figur 2a ist die Isoliervorrichtung 30 in einer Draufsicht gezeigt. Die Isoliervorrichtung 30 ist als ein Isolationspapier ausgebildet. Die Isoliervorrichtung 30 weist eine Außenkontur auf, die durch Schneiden mittels einer Laserbestrahlung hergestellt wurde. Des Weiteren weist die Isoliervorrichtung 30 eine Vielzahl an Montagehilfen 34 auf, die jeweils als eine Nut 36 ausgebildet sind. Die Montagehilfen 34 in diesem Ausführungsbeispiel wurden ebenfalls mittels einer Laserbestrahlung hergestellt, wobei die Intensität eines Lasers im Vergleich zum Schneiden verringert wurde. Die Montagehilfen 34 erstrecken sich geradlinig von einem Ende der Isoliervorrichtung 30 zu dem gegenüberliegenden Ende. In dieser Ausführungsform sind die Montagehilfen 34 parallel zueinander angeordnet. Es ist allerdings auch denkbar, dass nicht alle Montagehilfen 34 parallel zueinander angeordnet sind. Insbesondere erstrecken sich die Montagehilfen 34 im montierten Zustand entlang der Längserstreckung 24 des Elektromotors 12. Die Außenkontur der Isoliervorrichtung 30 ist in dieser Ausführungsform an die Form der Wicklungsnuten 22 des Stators 20 angepasst. Insbesondere ist in den Bereichen, in denen die Isoliervorrichtung 30 im montierten Zustand eine Spule 26 umschließt, die axiale Länge der Isoliervorrichtung 30 größer als in den Bereichen, in denen die Isoliervorrichtung 30 keine Spule 26 umschließt. In Figur 2b ist ein Schnitt durch die Isoliervorrichtung 30 vor der Laserbestrahlung gezeigt. Die Isoliervorrichtung 30 weist beispielhaft vier Schichten 38, 40, 42, 44 auf. Die Isoliervorrichtung 30 wird insbesondere auf der Seite bestrahlt auf der die erste Schicht 38 liegt. Die erste Schicht 38 ist als eine Verbindungsschicht ausgebildet. Die erste Schicht 38 besteht beispielhaft aus einem Backlack. Der Backlack besteht aus einer Harzbeschichtung. Die zweite Schicht 40 besteht aus einem Polymerfilm, insbesondere einer Polyesterfolie, beispielhaft aus Polyethylenterephthalat. Die dritte Schicht 42 ist als eine faserhaltige Schicht ausgebildet. Die dritte Schicht 42 ist aus einem Rollenpressspan, beispielsweise aus einem Sulfat- Zellstoff, ausgebildet. Die vierte Schicht 44 entspricht in ihrer Dicke und ihrem Material im Wesentlichen der zweiten Schicht 40. Die Isoliervorrichtung 30 weist eine Durschlagspannung von zumindest 10 kV, vorzugsweise zumindest 15 kV, auf. In

Figur 2c ist ein Schnitt durch die Isoliervorrichtung 30 nach der Laserbestrahlung gezeigt. Durch die Laserbestrahlung ist lokal das Material der ersten Schicht 38 und der zweiten Schicht 40 vollständig und das Material der dritten Schicht 42 teilweise abgetragen. An der dadurch entstandenen als Nut 36 ausgebildeten Montagehilfe 34 wird das Falten beziehungsweise Biegen der Isoliervorrichtung 30 erleichtert. Da die faserhaltige Schicht 40 nur teilweise durch die Laserbehandlung lokal entfernt wird, kann sichergestellt werden, dass die Zugfestigkeit und die Reißfestigkeit der Isoliervorrichtung 30 durch die Montagehilfe 34 nicht zu stark beeinflusst wird. Vorteilhaft ist die Polymerschicht 44 an jedem Punkt beabstandet zu der Montaghilfe angeordnet, sodass die elektrische Isolierwirkung dieser Schicht durch die Laserbehandlung nicht beeinflusst wird.

In Figur 3a ist der Stator 20 mit eingesetzter Isoliervorrichtung 30 gezeigt. Der Stator 20 ist als ein geschlossener Stator 20 aus einem einzelnen Blechpaket ausgebildet. Der Stator 20 weist zwei Wicklungsnuten 22 auf. Zur besseren Verdeutlichung der Form der Wicklungsnut 22 ist die Isoliervorrichtung 30 nur in einer der beiden Wicklungsnuten 22 eingezeichnet. Im Querschnitt weist die Kontur der Wicklungsnut 22 eine Vielzahl an ebenen und gebogenen Teilbereichen 46, 48 auf, die über scharfe oder weiche Kanten 50, 52 miteinander verbunden sind. Im Bereich der scharfen Kanten 50 geht ein ebener Teilbereich 46 in einen benachbarten ebenen Teilbereich 46 über. Im Bereich der weichen Kanten 52 geht ein gebogener Teilbereich 48 in einen benachbarten gebogenen oder ebenen Teilbereich 46, 48 über. Der Abstand der der Kanten 50, 52 voneinander entspricht im Wesentlichen dem Abstand der Montagehilfen 34 der Isoliervorrichtung 30 voneinander. Bei der Montage des Stators 20 wird zunächst die Isoliervorrichtung 30 in die Wicklungsnut 22 eingesetzt, bevor der Stator 20 direkt bewickelt wird. Im montierten Zustand ragt die Isoliervorrichtung 30 teilweise aus dem Stator 20, insbesondere aus der Wicklungsnut 22, heraus. Vorzugsweise überragt die axiale Länge der Isoliervorrichtung 30 eine Länge des Stators 20 in den Bereichen, in denen die Wicklungsnut 22 zur Aufnahme der Spule 26 vorgesehen ist. In Figur 3b ist der Stator 20 im mit der Spule 26 bewickelten Zustand gezeigt. Die zwei Spulen 26 sind jeweils von zwei Wicklungsnuten 22 der Stators 20 aufgenommen. In einer Wicklungsnut 22 sind somit zwei Spulen 26 angeordnet.

In Figur 4a ist eine alternative Ausführungsform der Isoliervorrichtung 30a gezeigt. Die Isoliervorrichtung 30a weist eine im Wesentlichen rechteckige Außenkontur auf. Des Weiteren weist die Isoliervorrichtung 30a vier Montagehilfen 34a, die analog zu der zuvor beschriebenen Ausführungsform aus einer sich geradlinig erstreckenden Nut 36a ausgebildet sind. In Figur 4b ist ein Schnitt durch die Isoliervorrichtung 30a vor der Laserbestrahlung gezeigt. Die Isoliervorrichtung 30a besteht aus drei Schichten 38a, 40a, 42a, wobei die erste Schicht 38a aus einem Pressspan, die zweite Schicht 40a aus einem Polymerfilm und die dritte Schicht 42a aus einem Pressspann ausgebildet ist. In Figur 4c ist ein Schnitt durch die Isoliervorrichtung nach der Laserbestrahlung gezeigt. Die Montagehilfe 34a ist vorzugsweise beabstandet von der zweiten 40a und beabstandet von der dritten Schicht 42a angeordnet.

In Figur 5a ist ein Querschnitt des Stators 20a gezeigt. Der Stator 20a ist als ein gesplitterter Stator 20a ausgebildet. Der Stator 20a weist zwei Statorhälften 54a auf, die formschlüssig miteinander verbindbar sind. Jede Statorhälfte 54a weist zwei Wicklungsnuten 56a auf. Im verbundenen Zustand des Stators 20a bilden jeweils zwei Wicklungsnuten 56a der Statorhälften 54a zusammen eine Wicklungsnut 22a des Stators 20a. Wie in Figur 5b gezeigt, ist die Spule 26a als eine Luftspule ausgebildet. In dieser Ausführungsform wird somit bei der Montage zunächst die Isoliervorrichtung 30a an den Positionen der Montagehilfen 34a derart gefaltet, dass die Isoliervorrichtung 30a die Spule 26a bereichsweise umschließt. Insbesondere wird die Isoliervorrichtung 30a an den vier Montagehilfen 34a derart gebogen oder gefaltet, dass die Isoliervorrichtung einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweist. Damit sich die Isoliervorrichtung 30a nicht löst, wird die Form der Isoliervorrichtung 30a um die Spule 26a mittels eines als Klebeband ausgebildeten Fixierelements 58a fixiert. Zur Montage wird die Spule 26a, die von zwei Isoliervorrichtung 30a teilweise umschlossen ist, in zwei Wicklungsnuten 56a einer Statorhälfte 54a eingesetzt (siehe Figur 5c).