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1. (WO2019001856) AGENT D'ÉCLAIRCISSEMENT DES CHEVEUX CONTENANT DES ACIDES OXO-CARBOXYLIQUES SPÉCIAUX
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"Mittel zum Aufhellen von Haaren enthaltend spezielle Oxo-Carbonsäuren"

Die vorliegende Erfindung liegt auf dem Gebiet der Kosmetik. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Mehrkomponenten-Verpackungseinheit zum Aufhellen von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, welche getrennt konfektioniert mindestens ein erstes Mittel mit einer Peroxid-Verbindung und mindestens ein zweites Mittel mit einer speziellen Oxo-Carbonsäure umfasst.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist Verfahren zum Aufhellen von Haaren, bei welchem die vorgenannte Mehrkomponenten-Verpackungseinheit zum Einsatz kommt.

Beim oxidativen Färben oder Blondieren von Haaren tritt das Problem auf, dass es aufgrund der aggressiven Agentien zu Schäden an der keratinischen Faser kommen kann. Insbesondere die natürliche Hydrophobizität der keratinischen Faser wird reduziert, da die Färbe- bzw. Aufhellmittel das Haar zunächst penetrationsfähig machen müssen, um ihre Wirkung zu entfalten. Die wasserabweisende Wirkung ist aber einerseits ein natürlicher Schutz des Haares, andererseits sind vom Verbraucher erwünschte Parameter wie Glanz, Geschmeidigkeit, Haarfestigkeit, Griff und„Fallen" der Haare eng mit ihr verknüpft.

Um die genannten Nachteile zu überwinden, ist aus dem Stand der Technik der Einsatz von sogenannten Keratinvernetzern bekannt. Bei den Keratinvernetzern handelt es sich um ungesättigte, monomere Verbindungen mit einer Molmasse von weniger als 500 g/mol. Werden die Keratin-vernetzer nun auf Haaren angewendet, so können sie aufgrund ihrer kleinen Molekülmasse gut in die Haarfaser hinein diffundieren. Im Inneren der Haarfaser bilden die Keratinvernetzer dann -entweder direkt mit der Haarfaser oder mit anderen Vernetzer-Molekülen - Addukte aus, wobei diese Addukt-Bildung an der Doppelbindung eines jeden Vernetzer-Moleküls erfolgt.

Entsprechende Keratinvernetzer werden beispielsweise in EP 2478892 A1 beschrieben. Chemisch gesehen handelt es sich bei dieser Vernetzung um die Addition an eine Doppelbindung. Um die Doppelbindung des Keratinvernetzers zu aktivieren, befindet sich diese oft in direkter Nachbarschaft zu einer stark elektronenziehenden Gruppe (wie beispielweise einer Carboxylgruppe). Zusätzlich kann die Additionsreaktion auch noch durch den Einsatz von Initiatoren erleichtert werden. In EP 2478892 A1 können als Initiatoren beispielsweise auch Persulfate, Persäuren oder Azo-Verbindungen eingesetzt werden. Als optimaler pH-Wert für diese Reaktion wird in diesem Zusammenhang ein saurer Bereich von 4,0 bis 6,9 beschrieben.

In den Arbeiten, die dieser Anmeldung zugrunde lagen, wurde nun jedoch herausgefunden, dass die in EP 2478892 A1 beschriebenen Keratin-Vernetzer auf die Blondierung bzw. Aufhellung von Keratinfasern nicht optimal zugeschnitten sind.

Die Einstellung eines alkalischen pH-Wertes ist zur Erzielung einer ausreichend hohen Blondierwirkung unumgänglich. Wird der in EP 2478892 A1 vorgeschlagene saure pH-Wert eingestellt, so ist die Blondierleistung viel zu schwach.

Der vorliegenden Erfindung lag deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Mittel zur oxidativen Aufhellung bzw. Blondierung von Haaren bereitzustellen, das die Haare nicht bzw. möglichst wenig schädigt, aber dennoch eine sehr starke Aufhell-Leistung besitzt.

Dabei sollten insbesondere Aufhellmittel bereitgestellt werden, durch weiche das Haar stark blondiert werden kann, die Haare aber dennoch nicht brüchig, glanzlos oder auf eine andere Weise geschädigt werden. Trotz starker Aufhellung sollte die gesamte Haarfaser stabilisiert werden. Weiterhin sollte der erzielte Haarschutz möglichst wenig zeitaufwändig sein und möglichst zusammen mit dem Färbe- bzw. Aufhellschritt selbst erfolgen.

Es wurde nun gefunden, dass die vorgenannte Aufgabe in vollem Umfang gelöst werden kann, wenn für die Aufhellung bzw. Blondierung eine Mehrkomponenten-Verpackungseinheit eingesetzt wird, welche getrennt konfektioniert in zwei Containern mindestens zwei Mittel (A) und (B) umfasst. Das Mittel (A), welches sich im ersten Container befindet, stellt eine Oxidationsmittel-Zubereitung dar und enthält mindestens eine Peroxid-Verbindung, bevorzugt Wasserstoffperoxid. Das zweite Mittel (B) beinhaltet mindestens eine Oxo-Carbonsäure einer speziellen Formel (I).

Ein erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Aufhellen von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, welche getrennt voneinander konfektioniert

- einen ersten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (A) und

- einen zweiten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (B) umfasst, wobei

- das Mittel (A) im ersten Container

(a) mindestens eine Peroxid-Verbindung, bevorzugt Wasserstoffperoxid, enthält, und

- das Mittel (B) in zweiten Container

(b) mindestens eine Säure der Formel (I) enthält,

wobei

Ri für eine Ci-C6-Alkylgruppe, eine C2-C6-Alkenylgruppe, eine C1-C6- Alkoxygruppe, eine Hydroxygruppe oder eine Arylgruppe steht,

R2, R3 unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, eine Ci-C6-Alkylgruppe, eine C2-C6-Alkenylgruppe, eine Arylgruppe, eine Hydroxygruppe oder ein Halogenatom stehen,

M für ein Wasserstoffatom oder ein Äquivalent eines ein-oder mehrwertigen

Kations steht,

n für eine ganze Zahl von 1 bis 4 steht und

m für eine ganze Zahl von 0 bis 4 steht.

Es konnte festgestellt werden, dass durch Anwendung der erfindungsgemäßen Mehrkomponenten-Verpackungseinheit beim anschließenden Kämmen weniger Haarbruch auftrat und die Stabilität der Faser erhöht war. Die Erhöhung der Faserstabilität ließ sich beispielweise mittels DSC (Difference Scanning Calorimetrie) Messungen feststellen. Weiterhin büßte das Haar weniger an Elastizität ein als nach der Applikation nicht erfindungsgemäßer Blondiermittel. Die Elastizität eines Haares konnte beispielsweise durch Zug-Dehnungs-Messungen gemessen werden.

Unter dem erfindungsgemäß verwendeten Begriff „Aufhellen von keratinischen Fasern" wird insbesondere eine Blondierung oder Bleiche der Fasern verstanden. Nach der Anwendung des Aufhellmittels besitzt die behandelte Keratinfaser einen helleren Farbton als vor Anwendung des Aufhell- oder Blondiermittels. Die Stärke der Aufhellung kann beispielsweise visuell beurteilt oder auch mittels farbmetrischer Vermessung der Haarsträhne quantifiziert werden (Messung der Lab-Werte). Bei der farbmetrischen Vermessung gibt der L-Wert die Helligkeit einer Keratinfaser bzw. Haarsträhne an (bei L=100 ist die Haarsträhne diffus weiß, bei L=0 ist die Haarsträhne schwarz). Nach der Anwendung des erfindungsgemäßen Aufhellmittels hat die Strähne demnach einen höheren L-Wert.

Unter dem erfindungsgemäß verwendeten Begriff „Aufhellen von keratinischen Fasern" wird erfindungsgemäß auch eine aufhellende Färbung (oder färbende Blondierung) verstanden. In diesem Fall kann das Mittel zusätzlich zur Peroxid-Verbindung auch Farbstoffe enthalten, wobei das Mittel diese Farbstoffe jedoch nur in geringen Mengen zur Nuancierung des Aufhellergebnisses enthält. Nach Anwendung eines farbstoffhaltigen Aufhellmittels besitzt die behandelte Keratinfaser deshalb ebenfalls einen helleren Farbton als vor der Anwendung des Mittels.

Die erfindungsgemäßen Mittel (A) und (B) enthalten die erfindungswesentlichen Bestandteile (a) und (b) jeweils in einem kosmetischen Träger. Zum Zwecke der Aufhellung (bzw. aufhellenden Färbung) sind solche Träger beispielsweise Cremes, Emulsionen, Gele oder auch tensidhaltige schäumende Lösungen, wie beispielsweise Shampoos, Schaumaerosole, Schaumformulierungen oder andere Zubereitungen, die für die Anwendung auf dem Haar geeignet sind. Besonders bevorzugt sind die kosmetischen Träger der Mittel (A) und/oder (B) wässrig oder wässrig-alkoholisch.

Unter wässrig-alkoholischen Lösungen sind im Sinne der vorliegenden Erfindung insbesondere wässrige Lösungen enthaltend 0, 1 bis 70 Gew.-% eines Ci-C4-Alkohols, insbesondere Ethanol bzw. Isopropanol, zu verstehen. Die erfindungsgemäßen Mittel können zusätzlich weitere organische Lösemittel, wie beispielsweise Methoxybutanol, Benzylalkohol, Ethyldiglykol oder 1 ,2-Propylen-glykol, enthalten. Bevorzugt sind dabei alle wasserlöslichen organischen Lösemittel.

Mittel (A)

Die erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Verpackungseinheit umfasst einen ersten Container, welcher das Mittel (A) beinhaltet. Als erfindungswesentlichen Bestandteil (a) enthält das Mittel (A) mindestens eine Peroxid-Verbindung. Bei der Peroxid-Verbindung (a) handelt es sich um das Oxidationsmittel, welche die Aufhellung, Blondierung bzw. Bleiche der Keratinfasern bewirkt. Ganz besonders bevorzugt handelt es sich bei der Peroxid-Verbindung um Wasserstoffperoxid.

Wasserstoffperoxid wird entweder in Form seiner wässrigen Lösung und/oder in Form eines seiner festen Anlagerungsprodukte an organische oder anorganische Verbindungen, wie Harnstoff, Melamin sowie Natriumborat eingesetzt. Ganz besonders bevorzugt wird Wasserstoffperoxid in Form seiner wässrigen Lösung eingesetzt.

Bevorzugt beträgt die Menge an Oxidationsmittel im erfindungsgemäßen Mittel (A) 0,1 bis 12,5 Gew.-%, bevorzugt 1 ,5 bis 12,5 Gew.-%, weiter bevorzugt 4,5 bis 12,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 6,5 bis 12,5 Gew.-% Wasserstoffperoxid (berechnet als 100 %-iges H2O2), jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (A).

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist eine erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Verpackungseinheit dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (A) im ersten Container - bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (A) - 0,1 bis 12,5 Gew.-%, bevorzugt 1 ,5 bis 12,5 Gew.-%, weiter bevorzugt 4,5 bis 12,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 6,5 bis 12,5 Gew.-% Wasserstoffperoxid (a) enthält.

Mittel (B)

Die erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Verpackungseinheit umfasst weiterhin einen zweiten Container, welcher in einem kosmetischen Träger das Mittel (B) beinhaltet. Als erfindungswesentlichen Bestandteil (b) enthält das Mittel (B) mindestens eine Säure der Formel (I),


wobei

Ri für eine Ci-C6-Alkylgruppe, eine C2-C6-Alkenylgruppe, eine C1-C6- Alkoxygruppe, eine Hydroxygruppe oder eine Arylgruppe steht,

R2, R3 unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, eine Ci-C6-Alkylgruppe, eine C2-C6-Alkenylgruppe, eine Arylgruppe, eine Hydroxygruppe oder ein Halogenatom stehen,

M für ein Wasserstoffatom oder ein Äquivalent eines ein-oder mehrwertigen

Kations steht,

n für eine ganze Zahl von 1 bis 4 steht und

m für eine ganze Zahl von 0 bis 4 steht.

Es hat sich herausgestellt, dass die erfindungsgemäßen Säuren der Formel (I) die Schädigung der Keratinfasern effektiv vermindern, wenn sie während oder nach einer Blondierung auf die Keratin-fasern appliziert werden.

Messungen, in denen die Wirkungen der erfindungsgemäßen Säuren der Formel (I) mit der Wirkung anderer, nicht erfindungsgemäße Säuren verglichen wurden, zeigten, dass die Säuren der Formel (I) bei gleichem pH-Wert eine stark verbesserte Strukturierung und einen erhöhten Schutz der Keratinfaser bewirkten und die durch die Blondierung hervorgerufene Schädigung der Keratinfaser wirkungsvoll minimierten.

Im Folgenden werden Beispiele für die in Formel (I) genannten Substituenten Ri , R2 und R3 exemplarisch genannt: Beispiele für Ci-C6-Alkylgruppen sind -CH3, -CH2CH3, -CH2CH2CH3, -CH(CH3)2, -CH2CH2CH2CH3, -CH2CH(CH3)2, -CH(CH3)CH2CH3, -C(CH3)3, -(CH2)4CH3, -(CH2)5CH3. Besonders bevorzugte Alkylreste sind Methyl und Ethyl. Beispiele für C2-C6-Alkenylgruppen sind Vinyl, Prop-2-enyl (Allyl), 2-Methyl-prop-2-enyl, But-3-enyl, But-2-enyl, Pent-4-enyl oder Pent-3-enyl. Beispiele für eine Ci-C6-Alkoxygruppe sind die Methoxy-Gruppe und die Ethoxy-Gruppe, wobei die Methoxygruppe besonders bevorzugt ist. Ein Beispiel für eine Arylgruppe ist eine Phenylgruppe. Beispiele für Halogenatome sind ein Chlor, ein Brom, Fluor und Jod, wobei Chlor und Brom besonders bevorzugt sind.

Bei den Carbonsäuren der Formel (I) steht der Rest Ri für eine Ci-C6-Alkylgruppe, eine C2-C6-Alkenylgruppe, eine Ci-C6-Alkoxygruppe, eine Hydroxygruppe oder eine Arylgruppe.

In diesem Zusammenhang wurde herausgefunden, dass mit den Säuren der Formel (I) die beste Schutzwirkung erzielt werden konnte, bei denen Ri für eine Ci-C6-Alkylgruppe, bevorzugt für eine Methylgruppe, eine Ethylgruppe oder eine Propylgruppe, und ganz besonders bevorzugt für eine Methylgruppe steht.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist eine erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts), dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (B) im zweiten Container mindestens eine Säure der Formel (I) enthält, wobei

Ri für eine Ci-C6-Alkylgruppe, bevorzugt für eine Methylgruppe, eine

Ethylgruppe oder eine Propylgruppe und besonders bevorzugt für eine

Methylgruppe, steht.

Bei den Carbonsäuren der Formel (I) können die Reste R2 und R3 unabhängig voneinander gewählt werden. Die Reste R2, R3 stehen unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, eine Ci-Ce-Alkylgruppe, eine C2-C6-Alkenylgruppe, eine Arylgruppe, eine Hydroxygruppe oder ein Halogenatom.

Es hat sich weiterhin herausgestellt, dass die Carbonsäuren der Formel (I) zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabenstellung ganz besonders gute Eignung zeigen, wenn die Reste R2 und R3 unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, eine Ci-C6-Alkylgruppe oder eine C2-C6-Alkenylgruppe stehen.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist eine erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (B) im zweiten Container mindestens eine Säure der Formel (I) enthält, wobei

R2, R3 unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, eine Ci-C6-Alkylgruppe oder eine C2-C6-Alkenylgruppe stehen.

In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist eine erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (B) im zweiten Container mindestens eine Säure der Formel (I) enthält, wobei

R2, R3 beide für ein Wasserstoffatom stehen.

Ganz besonders bevorzugt ist demnach eine Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Aufhellen von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, welche getrennt voneinander konfektioniert

- einen ersten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (A) und

- einen zweiten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (B) umfasst, wobei

- das Mittel (A) im ersten Container (a) Wasserstoffperoxid enthält, und

- das Mittel (B) in zweiten Container

(b) mindestens eine Säure der Formel (I) enthält,


wobei

R1 für eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

R2, R3 unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, eine Ci-C6-Alkylgruppe oder eine C2-C6-Alkenylgruppe stehen,

M für ein Wasserstoffatom oder ein Äquivalent eines ein-oder mehrwertigen

Kations steht,

n für eine ganze Zahl von 1 bis 4 steht und

m für eine ganze Zahl von 0 bis 4 steht.

Ganz besonders bevorzugt ist demnach eine Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Aufhellen von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, welche getrennt voneinander konfektioniert

- einen ersten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (A) und

- einen zweiten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (B) umfasst, wobei

- das Mittel (A) im ersten Container (a) Wasserstoffperoxid enthält, und

- das Mittel (B) in zweiten Container

(b) mindestens eine Säure der Formel (I) enthält,

wobei

Ri für eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

R2, R3 beide für ein Wasserstoffatom stehen,

M für ein Wasserstoffatom oder ein Äquivalent eines ein-oder mehrwertigen

Kations steht,

n für eine ganze Zahl von 1 bis 4 steht und

m für eine ganze Zahl von 0 bis 4 steht.

In den Verbindungen der Formel (I) gibt n die Anzahl der Wiederholungeinheiten für die Gruppierung (CHR2) an. Analog gibt m die Anzahl der Wiederholungeinheiten für die Gruppierung (CHR3) an.

Steht n beispielsweise für die Zahl 1 , und m für die Zahl 1 so handelt es sich bei der Säure der Formel (I) um die Verbindung RiC(0)-CHR2-CHR3-COOM.

Steht n beispielsweise für die Zahl 2, und m für die Zahl 1 so handelt es sich bei der Säure der Formel (I) um die Verbindung RiC(0)-CHR2-CHR2-CHR3-COOM.

Steht n beispielsweise für die Zahl 1 , und m für die Zahl 2 so handelt es sich bei der Säure der Formel (I) um die Verbindung RiC(0)-CHR2-CHR3-CHR3-COOM.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist eine erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (B) im zweiten Container mindestens eine Säure der Formel (I) enthält, wobei

n für die Zahl 1 oder 2 steht und

m für die Zahl 0 oder 1 steht.

Ganz besonders bevorzugt ist demnach eine Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Aufhellen von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, welche getrennt voneinander konfektioniert

- einen ersten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (A) und

- einen zweiten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (B) umfasst, wobei

- das Mittel (A) im ersten Container (a) Wasserstoffperoxid enthält, und

- das Mittel (B) in zweiten Container

(b) mindestens eine Säure der Formel (I) enthält,


wobei

Ri für eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

R2, R3 unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, eine Ci-C6-Alkylgruppe oder eine C2-C6-Alkenylgruppe stehen,

M für ein Wasserstoffatom oder ein Äquivalent eines ein-oder mehrwertigen

Kations steht,

n für die Zahl 1 oder 2 steht und

m für die Zahl 0 oder 1 steht.

Als ganz besonders bevorzugt hat sich weiterhin herausgestellt, wenn m für die Zahl 0 steht. Innerhalb dieser ganz besonders bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei der Säure der Formel (I) um ei


für eine Ci-C6-Alkylgruppe, eine C2-C6-Alkenylgruppe, eine C1-C6- Alkoxygruppe, eine Hydroxygruppe oder eine Arylgruppe steht,

ein Wasserstoffatom, eine Ci-C6-Alkylgruppe oder eine C2-C6-Alkenylgruppe steht,

für ein Wasserstoffatom oder ein Äquivalent eines ein-oder mehrwertigen Kations steht, und

für eine ganze Zahl von 1 bis 4 steht.

Ganz besonders bevorzugt ist demnach eine Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Aufhellen von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, welche getrennt voneinander konfektioniert

- einen ersten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (A) und

- einen zweiten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (B) umfasst, wobei

- das Mittel (A) im ersten Container (a) Wasserstoffperoxid enthält, und

- das Mittel (B) in zweiten Container

(b) mindestens eine Säure der Formel (la) enthält,


wobei

Ri für eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

R2 für ein Wasserstoffatom, eine Ci-C6-Alkylgruppe, eine C2-C6-Alkenylgruppe, eine Arylgruppe, eine Hydroxygruppe oder ein Halogenatom steht,

M für ein Wasserstoffatom oder ein Äquivalent eines ein-oder mehrwertigen

Kations steht, und

n für eine ganze Zahl von 1 bis 4 steht.

Als weiterhin ebenfalls ganz besonders bevorzugt hat sich herausgestellt, wenn n für die Zahl 2 steht.

Innerhalb dieser ganz besonders bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei der Säure der Formel (I) um ei


für eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

für ein Wasserstoffatom, eine Ci-C6-Alkylgruppe, eine C2-C6-Alkenylgruppe, eine Arylgruppe, eine Hydroxygruppe oder ein Halogenatom steht, für ein Wasserstoffatom oder ein Äquivalent eines ein-oder mehrwertigen

Kations steht, und

für die Zahl 1 oder 2 steht.

Ganz besonders bevorzugt ist demnach eine Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Aufhellen von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, welche getrennt voneinander konfektioniert

- einen ersten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (A) und

- einen zweiten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (B) umfasst, wobei

- das Mittel (A) im ersten Container (a) Wasserstoffperoxid enthält, und

- das Mittel (B) in zweiten Container

(b) mindestens eine Säure der Formel (la) enthält,


wobei

Ri für eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

R2 für ein Wasserstoffatom oder eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

M für ein Wasserstoffatom oder ein Äquivalent eines ein-oder mehrwertigen

Kations steht, und

n für die Zahl 2 steht.

In den Verbindungen der Formel (I) (bzw. (la)) steht M für ein Wasserstoffatom oder ein Äquivalent eines ein-oder mehrwertigen Kations steht.

Wenn M für ein Wasserstoffatom steht, so liegt die Verbindung der Formel (I) in Form ihrer Säure vor. Das Wasserstoffatom der Säurefunktion ist acide, und in wässrigem Medium wird die Säure deprotoniert. Aus diesem Grund liegt die Säure (I) (bzw. (la)) im kosmetischen Mittel (B) - insbesondere wenn dieses einen wasserhaltigen kosmetischen Träger umfasst - im Gleichgewicht mit ihrem Anion vor.

Die Säure kann auch direkt in Form ihres Salzes im kosmetischen Mittel (B) eingesetzt werden. In diesem Fall wird das Carboxylat-Anion durch M neutralisiert, wobei M ein Äquivalent eines ein- oder mehrwertigen Kations steht. Als geeignete anorganische Kationen sind insbesondere Na+, K+, (NH4)+, Mg2+, Ca2+ zu nennen. Auch organische Kationen wie Tetra-Ci-C22-Alkylammonium sind geeignet.

Als ganz besonders bevorzugt im Hinblick auf die Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabenteilung hat es sich erwiesen, wenn das Mittel (B) Wasser enthält und auf einen sauren pH-Wert eingestellt wird. Die Einstellung des sauren pH-Wertes kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Säure(n) der Formel (I) (bzw. (la)) in Form ihrer freien Säure eingesetzt werden. Demzufolge hat es sich als ganz besonders bevorzugt herausgestellt, wenn M für ein Wasserstoffatom steht.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist eine erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts), dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (B) im zweiten Container mindestens eine Säure der Formel (I) (bzw. (la)) enthält, wobei

M für ein Wasserstoffatom steht.

Erfindungsgemäß bevorzugte Mittel (B) zum Aufhellen von keratinischen Fasern sind dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine Carbonsäure Formel (I) enthalten, der ausgewählt ist aus

4-Oxopentansäure (Lävulinsäure)


1-Propen-2,3-dicarbonsäure (Itaconsäure)


4-Oxohexansäure


2-Methyl-4-oxo-pentansäure


3-Methyl-4-oxo-pentansäure


3-Methylen-4-oxo-pentansäure


2-Methylen-4-oxo-pentansäure


3-Methoxycarbonylbut-3-ensäure



4-Methoxy-2-methylen-4-oxo-butansäure


4-Methoxy-2-methylen-4-oxo-butansäure


Innerhalb der vorgenannten Gruppe der bevorzugten Carbonsäure Formel (I) nochmals explizit ganz besonders bevorzugt sind die Verbindungen, die ausgewählt sind aus

- 4-Oxopentansäure (Lävulinsäure) und

- 1-Propen-2,3-dicarbonsäure (Itaconsäure).

4-Oxopentansäure (Lävulinsäure) und 1 -Propen-2,3-dicarbonsäure (Itaconsäure) sind kommerziell erwerblich.

Zur Erzielung eines optimalen Faserschutzes enthalten die erfindungsgemäßen Mittel (B) den oder die Säuren der Formel (I) bevorzugt in bestimmten Mengenbereichen. Ganz besonders bevorzugt ist es, wenn das erfindungsgemäße Mittel (B) - bezogen auf sein Gesamtgewicht - (b) ein oder mehrere Säuren der Formel (I) in einer Gesamtmenge von 0, 1 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt von 0,3 bis 8,5 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,5 bis 7,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,7 bis 6,5 Gew.-% enthält.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist eine erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts), dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (B) im zweiten Container - bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (B) - ein oder mehrere Säuren der Formel (I) in einer Gesamtmenge von 0, 1 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt von 0,3 bis 8,5 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,5 bis 7,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,7 bis 6,5 Gew.-% enthält.

pH-Wert des Mittels (B)

Wie bereits zuvor beschrieben, werden ganz besonders bevorzugt die Säuren der Formel (I) im erfindungsgemäßen Mittel (B) eingesetzt, bei denen M für ein Wasserstoffatom steht, d.h. als besonders vorteilhaft hat sich der Einsatz der Säuren in ihrer freien Form erwiesen. Die Acidität der Säuregruppe trägt dazu bei, dass der pH-Wert des Mittels (B) im sauren Bereich liegt. Besonders bevorzugt enthält das Mittel (B) Wasser.

Im Hinblick auf die Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabenstellung hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, das Mittel (B) auf einen pH-Wert im Bereich von 1 ,0 bis 4,5, bevorzugt von 1 ,2 bis 4,0, weiter bevorzugt von 1 ,5 bis 3,5 und ganz besonders bevorzugt von 1 ,8 bis 3,0 einzustellen.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist eine erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts), dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (B) im zweiten Container Wasser enthält und einen pH-Wert von 1 ,0 bis 4,5, bevorzugt von 1 ,2 bis 4,0, weiter bevorzugt von 1 ,5 bis 3,5 und ganz besonders bevorzugt von 1 ,8 bis 3,0 besitzt.

Die Messung des pH-Wertes kann beispielsweise mit einer Glaselektrode erfolgen, die üblicherweise in Form einer Einstabmesskette kommerziell erwerblich ist. Vor der Messung des pH-Wertes werden die Glaselektroden üblicherweise mit Kalibrierlösungen bekannten pH-Wertes kalibriert. Unter den pH-Werten im Sinne der vorliegenden Erfindung werden pH-Werte verstanden, die bei einer Temperatur von 22 °C gemessen wurden.

Zur Einstellung der bevorzugten pH-Werte können insbesondere die Säuren der Formel (I) eingesetzt werden. Zusätzlich können auch weitere Mengen auch Acidifizierungsmittel im Mittel (B) enthalten sein. Erfindungsgemäß geeignete weitere Acidifizierungsmittel sind beispielsweise

Zitronensäure, Milchsäure, Essigsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Etidronsäure, Pyridin-2,6-dicarbonsäure oder auch verdünnte Mineralsäuren (wie beispielsweise Salzsäure, Schwefelsäure, Phoshporsäure).

Zur Feinjustierung des pH-Wertes können darüberhinaus auch verschiedene Alkalisierungsmittel im Mittel (B) verwendet werden. Erfindungsgemäß geeignete Alkalisierungsmittel können ausgewählt werden aus der Gruppe, die gebildet wird aus Ammoniak, Alkanolaminen, Alkalimetallhydroxiden, Alkalimetallmetasilikaten, Alkalimetallphosphaten und Alkalimetallhydrogenphosphaten. Bevorzugte anorganische Alkalisierungsmittel sind Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Natriumsilicat und Natriummetasilicat. Erfindungsgemäß einsetzbare, organische Alkalisierungsmittel werden bevorzugt ausgewählt aus Monoethanolamin, 2-Amino-2-methylpropanol und Triethanolamin. Natriumsilicat und Natriummetasilicat sind ganz besonders bevorzugt.

Mittel (C) im dritten Container

Die Mittel (B), welche die erfindungsgemäßen Säuren der Formel (I) enthalten, eignen sich hervorragend zur Reduzierung der Schädigungen, die durch die Bleiche und Blondierung von Haaren hervorgerufen werden. Die Blondierung von Haaren wird hierbei durch die Mittel (A), welche mindestens ein Peroxid, bevorzugt Wasserstoffperoxid enthalten, bewirkt.

Wünscht der Anwender eine besonders starke Aufhellleistung, so reicht Wasserstoffperoxid als alleiniges Oxidationsmittel in der Regel nicht aus. In diesem Fall werden üblicherweise Blondiermittel eingesetzt, welche die Kombination der Oxidationsmittel Wasserstoffperoxid und Persulfaten enthalten.

Im Zuge der zu dieser Erfindung führenden Arbeiten hat sich herausgestellt, dass die Mittel (B) mit den Säuren der Formel (I) auch bei bzw. insbesondere nach Einsatz der Kombination Wassrstoff-peroxid/Persulfat eine signifikante Reduzierung der Schädigung bewirken.

Aus diesem Grund ist es besonders bevorzugt, das Mittel (B) mit den Säuren der Formel (I) nach einer Blondierung anzuwenden, bei der die Haare mittels einer Kombination von Wasserstoffperoxid und Persulfaten blondiert wurden. Zu diesem Zweck enthält die erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Verpackungseinheit ganz besonders bevorzugt einen dritten getrennt konfektionierten Container, welcher ein drittes Mittel (C) beinhaltet. Hierbei enthält dieses dritte Mittel (C) Ammoniumpersulfat, Kaliumpersulfat und/oder Natriumpersulfat.

Ganz besonders bevorzugt ist demnach eine erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts), welche getrennt voneinander konfektioniert einen

- einen dritten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (C) umfasst, wobei

- das Mittel (C) im dritten Container

(c) mindestens ein Persulfat aus der Gruppe aus Ammoniumpersulfat, Kaliumpersulfat und/oder Natriumpersulfat enthält.

Persulfate werden alternativ auch als Peroxodisulfate bezeichnet. Geeignete Persulfate sind Ammoniumpersulfat (Ammoniumperoxodisulfat), Kaliumpersulfat (Kaliumperoxodisulfat) und Natriumpersulfat (Natriumperoxodisulfat).

Kaliumperoxodisulfat wird alternativ auch als Kaliumpersulfat bezeichnet und besitzt die Summenformel K2S2O8.

Ammoniumperoxodisulfat wird alternativ auch als Ammoniumpersulfat bezeichnet und besitzt die Summenformel (NH4)2S20s.

Natriumperoxodisulfat wird alternativ auch als Natriumpersulfat bezeichnet und besitzt die Summenformel Na2S20s.

Das oder die Persulfate werden bevorzugt in einer Gesamtmenge von 1 ,0 bis 40,0 Gew.-%, bevorzugt von 5,0 bis 30,0 Gew.-% weiter bevorzugt von 10,0 bis 25 Gew.-% und ganz besonders 15,0 bis 20,0 Gew.-% im Mittel (C) eingesetzt, wobei die vorgenannten Mengenangaben auf die Gesamtmenge der im Mittel (C) eingesetzten Persulfate bezogen sind, die zum Gesamtgewicht des Mittels (C) in Relation gesetzt wird.

Ganz besonders bevorzugt ist demnach eine Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Aufhellen von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, welche getrennt voneinander konfektioniert

- einen ersten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (A) und

- einen zweiten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (B) und

- einen dritten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (C) umfasst, wobei

- das Mittel (A) im ersten Container (a) Wasserstoffperoxid enthält, und

- das Mittel (B) in zweiten Container

(b) mindestens eine Säure der Formel (I) enthält,

wobei

Ri für eine Ci-C6-Alkylgruppe, eine C2-C6-Alkenylgruppe, eine C1-C6- Alkoxygruppe, eine Hydroxygruppe oder eine Arylgruppe steht,

R2, R3 unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, eine Ci-C6-Alkylgruppe, eine C2-C6-Alkenylgruppe, eine Arylgruppe, eine Hydroxygruppe oder ein Halogenatom stehen,

M für ein Wasserstoffatom oder ein Äquivalent eines ein-oder mehrwertigen

Kations steht,

n für eine ganze Zahl von 1 bis 4 steht und

m für eine ganze Zahl von 0 bis 4 steht.

- das Mittel (C) im dritten Container

(c) mindestens ein Persulfat aus der Gruppe aus Ammoniumpersulfat, Kaliumpersulfat und/oder Natriumpersulfat enthält.

Ganz besonders bevorzugt ist demnach auch eine Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Aufhellen von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, welche getrennt voneinander konfektioniert

- einen ersten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (A) und

- einen zweiten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (B) und

- einen dritten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (C) umfasst, wobei

- das Mittel (A) im ersten Container (a) Wasserstoffperoxid enthält, und

- das Mittel (B) in zweiten Container mindestens eine Säure der Formel (I) enthält, die ausgewählt ist aus der Gruppe aus 4-Oxopentansäure (Lävulinsäure), 1-Propen-2,3-dicarbonsäure (Itacon-säure), 4-Oxohexansäure, 2-Methyl-4-oxo-pentansäure, 3-Methyl-4-oxo-pentansäure, 3-Methylen-4-oxo-pentansäure, 2-Methylen-4-oxo-pentansäure, 3-Methoxycarbonylbut-3-ensäure, 3-Ethoxycarbonylbut-3-ensäure, 4-Methoxy-2-methylen-4-oxo-butansäure und 4-Methoxy-2-methylen-4-oxo-butansäure und

- das Mittel (C) im dritten Container

(c) mindestens ein Persulfat aus der Gruppe aus Ammoniumpersulfat, Kaliumpersulfat und/oder Natriumpersulfat enthält.

pH-Wert des Blondiermittels

Die Bleiche oder Blondierung von Haaren findet üblicherweise unter alkalischen Bedigungungen statt. Das Alkalisierungsmittel sorgt für eine ausrechende Quellung der Haare, auch die Blondierleistung von Wasserstoffperoxid bzw. Wasserstoffperoxid/Persulfat steigt im alkalischen Milieu. Aus diesem Grunde besitzt das Anwendungsbereite Blondiermittel üblicherweise einen pH-Wert von 7,5 bis 12,5, bevorzugt von 8,5 bis 10.5.

Aus Stabilitätsgründen wird das Mittel (A), welches Wasserstoffperoxid enthält, sauer eingestellt. Aus diesem Grund wird ein Alkalisierungsmittel daher üblicherweise nicht zusammen mit dem Wasserstoffperoxid konfektioniert.

Zur Herstellung eines alkalischen Blonidermittels kann das Alkalisierungsmittel daher beispielsweise in das Mittel (C) eingearbeitet werden. Das Mittel (C) enthält Persulfate und wird bevorzugt in Form eines Pulvers oder einer Paste zur Verfügung gestellt.

Der Einsatz von Alkalisierungsmitteln im Mittel (C) ist deshalb insbesondere für die Alkalisierungsmittel gut geeignet, die ebenfalls in fester bzw. pulverförmiger Form vorliegen. Geeignete feste Alkalisierungsmittel sind beispielsweise Alkalimetallhydroxide, Alkalimetallmetasilikate, Alkalimetallphosphate und Alkalimetallhydrogenphosphate. Bevorzugte anorganische Alkalisierungsmittel sind Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Natriumsilicat und Natriummetasilicat. Natriumsilicat und Natriummetasilicat sind ganz besonders bevorzugt.

Unter Natriumsilicaten werden die Natriumsalze verschiedener Kieselsäuren verstanden. Unterschieden werden können Natriumsilicate, bei denen das Verhältnis von Siliciumdioxid zu Natrium-monoxid größergleich 2 oder kleinergleich 1 ist. Zur letzteren Gruppe gehört das Natriummetasilikat, d.h. unter Natriummetasilicat werden polymere Silicate der Formel [Na2Si03]x verstanden. Natriummetasilikat kann wasserfrei oder auch in Form seiner Hydrate eingesetzt werden.

Weiterhin kann das Natriumsilicat auch in Form von Natriumwasserglas eingesetzt werden. Bei Natriumwasserglas handelt es sich um das aus einer Schmelze erstarrte, amorphe Natriumsilikat.

Im Rahmen dieser Ausführungsform ist bevorzugt demnach eine Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts), welche getrennt voneinander konfektioniert einen

- einen dritten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (C) umfasst, wobei

- das Mittel (C) im dritten Container

(c1 ) mindestens ein Persulfat aus der Gruppe aus Ammoniumpersulfat, Kaliumpersulfat und/oder Natriumpersulfat und

(c2) mindestens ein Alkalisierungsmittel aus der Gruppe aus Alkalimetallhydroxiden, Alkalimetall-metasilikaten, Alkalimetallphosphate und Alkalimetallhydrogenphosphaten

enthält.

Bevorzugte anorganische Alkalisierungsmittel sind Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Natriumsilicat und Natriummetasilicat.

Andererseits kann das Blondiermittel auch durch Einsatz von flüssigen oder fließbaren Alkalisierungsmittel auf den optimalen pH-Wert eingestellt werden. Als geeignete flüssige oder

fließbare Alkalisierungsmittel können Ammoniak, 2-Aminoethan-1-ol, 2-Amino-2-methylpropan-1-ol, 2-Amino-2-methyl-propan-1 ,3-diol genannt werden.

Auch Amionosäuren wie L-Arginin, D-Arginin, D/L-Arginin, L-Lysin, D-Lysin und D/L-Lysin sind als Alkalisierungsmittel geeignet.

Die vorgenannten Alkalisierungsmittel können in einem weiteren Container bereitgestellt werden, der ein weiteres Mittel (D) enthält. Im Rahmen dieser Ausführungsform enthält das Mittel (D) mindestens ein Alkalisierungsmittel aus der Gruppe aus Ammoniak, 2-Aminoethan-1-ol, 2-Amino-2-methyl-propan-1-ol, 2-Amino-2-methyl-propan-1 ,3-diol , L-Arginin, D-Arginin, D/L-Arginin, L-Lysin, D-Lysin und D/L-Lysin.

Ganz besonders bevorzugt ist demnach eine erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts), welche getrennt voneinander konfektioniert einen

- einen weiteren Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (D) umfasst, wobei

- das Mittel (D) in diesem weiteren Container

(d) mindestens ein Alkalisierungsmittel aus der Gruppe aus Ammoniak, 2-Aminoethan-1-ol, 2-Amino-2-methylpropan-1-ol, 2-Amino-2-methyl-propan-1 ,3-diol , L-Arginin, D-Arginin, D/L-Arginin, L-Lysin, D-Lysin und D/L-Lysin enthält.

In diesem Zusammenhang kann die erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Verpackungseinheit die Mittel (A), (B), (C) und (D), aber auch die Mittel (A), (B) und (D) umfassen.

Ganz besonders bevorzugt ist auch eine Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Aufhellen von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, welche getrennt voneinander konfektioniert

- einen ersten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (A) und

- einen zweiten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (B) und

- einen dritten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (C) und

- einen vierten Container enthaltend ein kometsiches Mittel (D) umfasst, wobei

- das Mittel (A) im ersten Container (a) Wasserstoffperoxid enthält, und

- das Mittel (B) in zweiten Container mindestens eine Säure der Formel (I) enthält, die ausgewählt ist aus der Gruppe aus 4-Oxopentansäure (Lävulinsäure), 1 -Propen-2,3-dicarbonsäure (Itacon-säure), 4-Oxohexansäure, 2-Methyl-4-oxo-pentansäure, 3-Methyl-4-oxo-pentansäure, 3-Methylen-4-oxo-pentansäure, 2-Methylen-4-oxo-pentansäure, 3-Methoxycarbonylbut-3-ensäure, 3-Ethoxycarbonylbut-3-ensäure, 4-Methoxy-2-methylen-4-oxo-butansäure und 4-Methoxy-2-methylen-4-oxo-butansäure und

- das Mittel (C) im dritten Container (c) mindestens ein Persulfat aus der Gruppe aus Ammoniumpersulfat, Kaliumpersulfat und/oder Natriumpersulfat enthält und

- das Mittel (D) im vierten Container (d) mindestens ein Alkalisierungsmittel aus der Gruppe aus Ammoniak, 2-Aminoethan-1-ol, 2-Amino-2-methylpropan-1-ol, 2-Amino-2-methyl-propan-1 ,3-diol , L-Arginin, D-Arginin, D/L-Arginin, L-Lysin, D-Lysin und D/L-Lysin enthält.

Ganz besonders bevorzugt ist aber auch eine Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Aufhellen von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, welche getrennt voneinander konfektioniert

- einen ersten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (A) und

- einen zweiten Container enthaltend ein kosmetisches Mittel (B) und

- einen dritten Container enthaltend ein kometisches Mittel (D) umfasst, wobei

- das Mittel (A) im ersten Container (a) Wasserstoffperoxid enthält, und

- das Mittel (B) in zweiten Container mindestens eine Säure der Formel (I) enthält, die ausgewählt ist aus der Gruppe aus 4-Oxopentansäure (Lävulinsäure), 1-Propen-2,3-dicarbonsäure (Itacon-säure), 4-Oxohexansäure, 2-Methyl-4-oxo-pentansäure, 3-Methyl-4-oxo-pentansäure, 3-Methylen-4-oxo-pentansäure, 2-Methylen-4-oxo-pentansäure, 3-Methoxycarbonylbut-3-ensäure, 3-Ethoxycarbonylbut-3-ensäure, 4-Methoxy-2-methylen-4-oxo-butansäure und 4-Methoxy-2-methylen-4-oxo-butansäure und

- das Mittel (D) im dritten Container (d) mindestens ein Alkalisierungsmittel aus der Gruppe aus Ammoniak, 2-Aminoethan-1-ol, 2-Amino-2-methylpropan-1-ol, 2-Amino-2-methyl-propan-1 ,3-diol , L-Arginin, D-Arginin, D/L-Arginin, L-Lysin, D-Lysin und D/L-Lysin enthält.

Weitere Inhaltsstoffe

Die Mittel (A) und (B) (sowie gegebenenfalls die Mittel (C) und/oder (D)) der erfindungsgemäßen Mehrkomponenten-Verpackungseinheit können zusätzlich weitere Wirk-, Hilfs- und Zusatzstoffe enthalten, wie beispielsweise kationische Tenside, nichtionische Tenside, amphotere bzw. zwitterionische Tenside, anionische Tenside, anionische, nichtionische und/oder kationische Polymere, Strukturanten wie Glucose, Parfümöle, faserstrukturverbessernde Wirkstoffe, insbesondere Mono-, Di- und Oligosaccharide wie beispielsweise Glucose, Galactose, Fructose, Fruchtzucker und Lactose; Farbstoffe zum Anfärben des Mittels; Antischuppenwirkstoffe wie Piroctone Olamine, Zink Omadine und Climbazol; Aminosäuren und Oligopeptide; Proteinhydrolysate auf tierischer und/oder pflanzlicher Basis, sowie in Form ihrer Fettsäure-Kondensationsprodukte oder gegebenenfalls anionisch oder kationisch modifizierten Derivate; pflanzliche Öle; Lichtschutzmittel und UV-Blocker; Wirkstoffe wie Panthenol, Pantothensäure, Pantolacton, Allantoin, Pyrrolidinoncarbonsäuren und deren Farbverändernde Salze sowie Bisabolol; Polyphenole, insbesondere Hydroxyzimtsäuren, 6,7-Dihydroxycumarine, Hydroxybenzoesäuren, Catechine, Tannine, Leukoanthocyanidine, Anthocyanidine, Flavanone, Flavone und Flavonole; Vitamine, Provitamine und Vitaminvorstufen; Pflanzenextrakte; Quell- und Penetrationsstoffe wie Glycerin, Propylenglykolmonoethylether, Carbo-nate, Hydrogencarbonate, Guanidine, Harnstoffe sowie primäre, sekundäre und tertiäre Phosphate; Trübungsmittel wie Latex, Styrol/PVP- und Styrol/Acrylamid-Copolymere; Perlglanzmittel wie

Ethylenglykolmono- und -distearat sowie PEG-3-distearat; Pigmente sowie Treibmittel wie Propan-Butan-Gemische, N2O, Dimethylether, CO2 und Luft.

Die zusätzlichen Wirk- und Hilfsstoffe werden in den erfindungsgemäßen Mitteln bevorzugt in Mengen von jeweils 0,0001 bis 10 Gew.-%, insbesondere von 0,0005 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des jeweiligen Mittels eingesetzt.

Verfahren zur Blondierunq von Haaren

Die zuvor beschriebenen Mehrkomponenten-Verpackungseinheiten werden in Verfahren zur Blondierung bzw. Aufhellung von Haaren eingesetzt.

Ein zweiter Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren zum Aufhellen von Haaren, umfassend die folgenden Schritte in der angegebenen Reihenfolge

(1 ) Vermischen eines Mittels (A) mit einem Mittel (C) und/oder einem Mittel (D), wobei

- es sich bei dem Mittel (A) um ein Mittel handelt, wie es im Detail bei der Beschreibung des ersten Erfindungsgegenstands offenbart wurde und

- es sich bei dem Mittel (C) um ein Mittel handelt, wie es im Detail bei der Beschreibung des ersten Erfindungsgegenstands offenbart wurde, und

- es sich bei dem Mittel (D) handelt, wie es im Detail bei der Beschreibung des ersten Erfindungsgegenstands offenbart wurde,

(2) Auftragen der in Schritt (1 ) hergestellten Mischung auf die Haare,

(3) Einwirkenlassen der in Schritt (2) applizierten Mischung auf den Haaren,

(4) gegebenenfalls Ausspülen der Haare,

(5) Applizieren eines Mittels (B) auf die Haare, wobei es sich bei dem Mittel (B) um ein Mittel der handelt, wie es im Detail bei der Beschreibung des ersten Erfindungsgegenstands offenbart wurde.

Das Mittel (A) enthält Wasserstoffperoxid und stellt die Oxidationsmittelkomponente dar. Zur Herstellung des anwendungsbereiten Blondiermittels wird das Mittel (A) - abhängig vom gewünschten Aufhellgrad - entweder mit dem Mittel (C) und/oder mit dem Mittel (D) vermischt, wobei das Mittel (C) ein oder mehrere Persulfate und das Mittel (D) ein oder mehrere Alkalisierungsmittel enthält (Schritt (1 )).

Die Mischung der Mittel (A) und (C) stellt ein anwendungsbereites Blondiermittel dar.

Die Mischung der Mittel (A) und (D) stellt ebenfalls ein anwendungsbereites Blondiermittel dar.

Auch die Mischung der Mittel (A), (C) und (D) stellt ein anwendungsbereites Blondiermittel dar.

So können beispielsweise

- 100 g des Mittels (A) mit 100 g des Mittels (C) vermischt werden oder auch

- 100 g des Mittels (A) mit 100 g des Mittels (D) vermischt werden oder auch

- 100 g des Mittels (A) mit 100 g des Mittels (C) und mit 100 g des Mittels (D) vermischt werden oder auch

- 100 g des Mittels (A) mit 50 g des Mittels (C) und mit 50 g des Mittels (D) vermischt werden

Auch andere Mischungsverhältnisse sind erfindungsgemäß und möglich. So können die Mittel (A) und (C) im Mengenverhältnis 1 :5 bis 5:1 , bevorzugt 1 :3 bis 1 :3 miteinander vermischt werden. Die Mittel (A) und (D) können beispielsweise im Mengenverhältnis 1 :5 bis 5: 1 , bevorzugt 1 :3 bis 1 :3 miteinander vermischt werden.

Diese in Schritt (1 ) hergestellte Mischung, bei der es sich um das anwendungsbereite Blondiermittel handelt, wird nun auf die Haare aufgetragen (Schritt 2). Die Auftragung kann hierbei mit der behandschuhten Hand oder aber mit Hilfe eines Applikators (Kamm, Bürste oder Applicette) erfolgen. Nach dem Auftragen wird das anwendungsbereite Blondiermittel auf die Haare einwirken gelassen, beispielsweise für einen Zeitraum von 5 bis 60 Minuten, bevorzugt von 15 bis 45 Minuten (Schritt 3).

Nun kann das Blondiermittel von den Haaren ausgespült werden (Schritt 4).

Als besonders bevorzugt hat es sich herausgestellt, die Haare für einen kurzen Zeitraum von 5 bis 60 Sekunden, bevorzugt von 5 bis 45 Sekunden auszuspülen.

Besonders bevorzugt ist ein Verfahren zum Aufhellen von Haaren, umfassend die folgenden Schritte in der angegebenen Reihenfolge

(1 ) Vermischen eines Mittels (A) mit einem Mittel (C) und/oder einem Mittel (D), wobei

- es sich bei dem Mittel (A) um ein Mittel handelt, wie es im Detail bei der Beschreibung des ersten Erfindungsgegenstands offenbart wurde und

- es sich bei dem Mittel (C) um ein Mittel handelt, wie es im Detail bei der Beschreibung des ersten Erfindungsgegenstands offenbart wurde, und

- es sich bei dem Mittel (D) handelt, wie es im Detail bei der Beschreibung des ersten Erfindungsgegenstands offenbart wurde,

(2) Auftragen der in Schritt (1 ) hergestellten Mischung auf die Haare,

(3) Einwirkenlassen der in Schritt (2) applizierten Mischung auf den Haaren,

(4) Ausspülen der Haare für einen Zeitraum von 5 bis 60, bevorzugt von 5 bis 45 Sekunden,

(5) Applizieren eines Mittels (B) auf die Haare, wobei es sich bei dem Mittel (B) um ein Mittel der handelt, wie es im Detail bei der Beschreibung des ersten Erfindungsgegenstands offenbart wurde.

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform kann das Mittel (B) aber auch ohne Ausspülen auf die noch mit Blondiermittel beaufschlagten Haare appliziert werden.

Geeignet ist auch ein Verfahren zum Aufhellen von Haaren, umfassend die folgenden Schritte in der angegebenen Reihenfolge

(1 ) Vermischen eines Mittels (A) mit einem Mittel (C) und/oder einem Mittel (D), wobei

- es sich bei dem Mittel (A) um ein Mittel handelt, wie es im Detail bei der Beschreibung des ersten Erfindungsgegenstands offenbart wurde und

- es sich bei dem Mittel (C) um ein Mittel handelt, wie es im Detail bei der Beschreibung des ersten Erfindungsgegenstands offenbart wurde, und

- es sich bei dem Mittel (D) handelt, wie es im Detail bei der Beschreibung des ersten Erfindungsgegenstands offenbart wurde,

(2) Auftragen der in Schritt (1 ) hergestellten Mischung auf die Haare,

(3) Einwirkenlassen der in Schritt (2) applizierten Mischung auf den Haaren,

(4) Applizieren eines Mittels (B) auf die Haare, wobei es sich bei dem Mittel (B) um ein Mittel der handelt, wie es im Detail bei der Beschreibung des ersten Erfindungsgegenstands offenbart wurde.

Das Mittel (B), das die Säure(n) der Formel (I) enthält, wird im erfindungsgemäßen Verfahren als Nachbehandlungsmittel appliziert, welches nach dem Auftragen des anwendungsbereiten Blondiermittels auf die Haare appliziert wird.

Besonders bevorzugt liegt das Mittel (B) als wasserhaltiges kosmetisches Mittel vor, das einen sauren pH-Wert besitzt und beipsielsweise als Gel, Shampoo, Conditioner oder als Creme konfektioniert werden kann.

Bezüglich weiterer bevorzugter Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens gilt mutatis mutandis das zu der erfindungsgemäßen Mehrkomponenten-Verpackungseinheit Gesagte.

Beispiele:

1. Formulierungen

Es wurden die folgenden Formulierungen hergestellt (alle Angaben in Gew.-%)

Formulierung mit Wasserstoffperoxid (Mittel (A))


Paste mit Persulfat (Mittel (C))


Versagel M1600: Paraffinum Liquidum (Mineral Oil), Ethylene/Propylene/Styrene Copolymer, Butylene/Ethylene/Styrene Copolymer

Lanette N: Cetearyl Alcohol, Sodium Cetearyl Sulfate

Eumulgin B 5: Ceteareth-50

Xanthan NaTrue: Xanthan Gum

Nachbehandlungsmittel (B)


Itaconsäure (Alternativnamen: Methylensuccinsäure, 1-Propen-2,3-dicarbonsäure, CAS-Nr. 97-65-4, Merck)

Als Vergleich (V) diente jeweils ein Nachbehandlungsmittel, das keine erfindungsgemäße Säure der Formel (I) enthielt, sondern bei dem so viel Salzsäure zugegeben wurde, bis die Vergleichsformulierung denselben pH-Wert wie das entsprechende erfindungsgemäße Nachbehandlungsmittel (E) hatte.

2. Anwendung

Die Wasserstoffperoxid-Formulierung (Mittel A) und die Persulfat-Paste (Mittel C) wurde jeweils im Verhältnis 1 :1 vermischt und sofort nach dem Vermischen auf jeweils 12 Haarsträhnen aufgetragen (Einwirkzeit 45 min bei Raumtemperatur). Der pH-Wert der Anwendungsmischung lag jeweils bei 9,5. Die Strähnen wurden nach Beendigung der Einwirkzeit für 10 Sekunden mit Leitungswasser ausgespült.

Die als Referenz (R) dienende Strähne wurde nicht mit einem Mittel (B) nachbehandelt, sondern stattdesssen gründlich mit Leitungswasser ausgespült. Im Anschluss daran wurden die Strähnen für jeweils 10 Minuten in jeweils eines der Mittel (B) getaucht, im Anschluss daran gründlich mit Wasser ausgespült und getrocknet.

3. Messung der Faserstabilisierunq

Mittele einer DSC-Analyse (Perkin Elmer DSC-7) wurden die folgenden Schmelzpunkte ermittelt.

Eine genaue Beschreibung der Methode findet sich beispielsweise in DE 196 173 95 A1.

Je höher der Messwert (Peak Apex Temp, °C) ist, desto stabiler ist die Keratinmatrix des Haares.

Haarstabilität (12-fach Bestimmung mit Mittelwertbildung)


(R) ohne (B7) (B8) (B9) (B10) (B1 1 ) (B12) NachbeE V E V E V

handlung

DSC: Peak

Apex Temp. 143 161 150 159 147 162 151

(°C)