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1. (WO2017137442) DISPOSITIF BROSSE MÉNAGER OU D’HYGIÈNE
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Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung

Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .

Es sind bereits Haushalts- oder Hygienebürsten mit aus gleichartigen Borsten gebildeten Borstenbündeln vorgeschlagen worden, die mittels metallischer Anker in einem

Bürstenkopf verankert sind. Ferner sind insbesondere Haushaltsbürsten mit Naturborsten bekannt, die oftmals günstigere Reinigungseigenschaften zeigen als Haushaltsbürsten mit Kunststoffborsten.

Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße

Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung g mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer Reinigungseffizienz, insbesondere im Haushalt oder bei der

Körperpflege bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.

Vorteile der Erfindung

Die Erfindung geht aus von einer Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung mit zumindest einem Bürstenanwendungsfeld, welches zumindest einen ersten

Borstenendbereich und zumindest einen zweiten Borstenendbereich aufweist.

Es wird vorgeschlagen, dass der zweite Borstenendbereich differierend zum ersten Borstenendbereich ausgebildet ist.

Unter„vorgesehen" soll insbesondere speziell ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt. Unter einer Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung soll insbesondere ein

Bestandteil, insbesondere ein funktionstüchtiger Bestandteil, insbesondere eine

Konstruktions- und/oder Funktionskomponente, einer Haushalts- oder Hygienebürste, vorteilhaft einer Mundhygienebürste, beispielsweise einer Gemüsebürste, einer

Spülbürste, einer Abwaschbürste, einer Flaschenbürste, einer Haarbürste, einer

Gesichtsbürste, einer Zahnbürste, einer Interdentalbürste, einer Zungenbürste, einer Bartbürste, einer Toilettenbürste, einer Drahtbürste, einer Nagelbürste, einer

Schuhbürste, einer Pfeifenbürste, eines Schrubbers, eines Kehrbesens einer

Staubsaugerbürste, oder eines Handbesens verstanden werden. Vorteilhaft ist die Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung zu einem, insbesondere

mechanischen und/oder trockenen und/oder nassen Reinigen, insbesondere einer Oberfläche, vorteilhaft durch ein Bürsten und/oder Kehren, vorgesehen. Besonders vorteilhaft ist die Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung dazu vorgesehen, bei einer Reinigung Schmutz und/oder Staub und/oder Dreck und/oder Ablagerungen zu bewegen und/oder aufzunehmen und/oder abzutragen. Es ist darüber hinaus auch denkbar, dass eine entsprechend angepasste Haushaltsbürsten- oder

Hygienebürstenvorrichtung Teil einer Gesichtsbürste, einer Badebürste, eines

Kosmetikpinsels, beispielsweise für Nagellack oder Mascara oder Make-up, eines Kosmetikapplikators (Bürste zur Applikation von Kosmetikprodukten), beispielsweise eines Haarfärbungs- oder eines anderen Fluidapplikators, eines Rasierpinsels, eines medizintechnischen Applikators oder einer Bürste oder eines Pinsels zur Reinigung eines Rasiergeräts oder eines Haarentfernungsgeräts ist. Vorteilhaft ist die Haushalts- oder Hygienebürstenvorrichtung Teil einer Mundhygienebürste, wie beispielsweise einer Zahnbürste, eines Interdentalreinigers, eines Zungenreinigers oder dergleichen.

Insbesondere ist denkbar, dass die Haushalts- oder Hygienebürstenvorrichtung eine Zahnbürstenvorrichtung, eine Interdentalreinigervorrichtung oder eine

Zungenbürstenvorrichtung ist. Die genannten Haushaltsbürsten- oder

Hygienebürstenvorrichtungen können allesamt auch motorisch betrieben werden.

Vorzugsweise handelt es sich dabei um einen elektrischen Antrieb mit einer

Geschwindigkeit von 1 Ό00 - 30Ό00 U/min, bevorzugt 3Ό00 - 25Ό00 U/min, besonders bevorzugt 4Ό00 - 20Ό00 U/min. Insbesondere kann die Haushaltsbürsten- oder

Hygienebürstenvorrichtung einen Vibrationsantrieb mit einer maximalen Auslenkung der Borstenspitze von 10 mm, vorzugsweise von 7 mm und besonders bevorzugt von 5 mm aufweisen. Insbesondere erzeugt ein Antrieb der Haushaltsbürsten- oder

Hygienebürstenvorrichtung eine oszillierende Drehbewegung um eine Achse im

Wesentlichen senkrecht zum Borstenaufnahmebereich oder einem Teilbereich davon mit einem maximalen Drehwinkel von 50°, bevorzugt maximal 15°, besonders bevorzugt zwischen 3 - 12° und/oder eine oszillierende Drehbewegung um eine Achse im

Wesentlichen parallel zum Borstenaufnahmebereich oder einem Teilbereich davon einem maximalen Drehwinkel von 50°, bevorzugt maximal 15°, besonders bevorzugt zwischen 3 - 12° und/oder eine kontinuierliche Drehbewegung um eine Achse im Wesentlichen senkrecht zum Borstenaufnahmebereich oder einem Teilbereich davon und/oder eine kontinuierliche Drehbewegung um eine Achse im Wesentlichen parallel zum

Borstenaufnahmebereich oder einem Teilbereich davon. Es hat sich gezeigt, dass die Lebensdauer und Reinigungsleistung der genannten Haushaltsbürsten- oder

Hygienebürstenvorrichtung in den aufgeführten Geschwindigkeits- und Winkelbereichen die beste Performance und Lebensdauer aufweisen.

Unter einem„Bürstenanwendungsfeld" soll insbesondere ein Bereich verstanden werden, der bei einer Verwendung der Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung mit einem zu reinigenden Objekt, insbesondere einem Körperteil, zumindest teilweise, vorzugsweise einheitlich, insbesondere zeitgleich, in Berührung kommt. Vorteilhaft weist das Bürstenanwendungsfeld eine Vielzahl erster und/oder eine Vielzahl zweiter

Borstenendbereiche auf. Insbesondere weist die Haushaltsbürsten- oder

Hygienebürstenvorrichtung zumindest einen Bürstenkopf mit dem

Bürstenanwendungsfeld auf. Beispielsweise kann der Bürstenkopf zumindest teilweise aus Holz, insbesondere aus Buche und/oder aus Esche und/oder aus Bambus gefertigt sein. Vorteilhaft ist der Bürstenkopf zumindest teilweise, besonders vorteilhaft zu wenigstens einem Großteil, aus einem oder mehreren Kunststoffen gefertigt. Der Bürstenkopf aus Kunststoff enthält vorzugsweise mindestens eine Hartkomponente, um den Trägerkörper für die weiteren Elemente (Kunststoffe, Borsten etc.) zu bilden.

Als Kunststoff kann eine Hartkomponente beispielsweise ein Kunststoff aus dem Bereich der Thermoplaste, beispielsweise ein Hartkunststoff aus einem Styrolpolymerisat, wie beispielsweise Styrolacrylnitril (SAN) oder Polystyrol (PS) oder Acrylnitrylbutadienstyrol (ABS) oder Styrolmethylmethacrylat (SMMA) oder Styrolbutadien (SB), und/oder einem

Polyolefin wie beispielsweise Polypropylen (PP) oder einem Polyethylen (PE)

insbesondere High-Density- oder Low-Density-Polyethylen (HDPE/LDPE) und/oder einem Polyester, wie beispielsweise, insbesondere säuremodifiziertem oder glykolmodifiziertem, Polyethylenterephtalat (PETA/PETG) oder Polybutylenterephtalat (PBT) oder

säuremodifiziertem Polycyclohexylendimethyleneterephtalat (PCT-A)oder

glykolmodifiziertem Polycyclohexylendimethyleneterephtalat (PCT-G) und/oder einem Cellulosederivat, wie beispielsweise Celluloseacetat (CA) oder Celluloseacetobutyrat (CAB) oder Cellulosepropionat (CP) oder Celluloseacetatphtalat (CAP) oder

Cellulosebutyral (CB), und/oder einem Polyamid (PA), wie PA 6.6 oder PA 6.10 oder PA 6.12, und/oder Polymethylmethacrylat (PMMA) und/oder und/oder Polycarbonat (PC) Polyoxymethylen (POM) und/oder Polyvinylchlorid (PVC) und/oder Polyurethan (PUR) dienen.

Ferner kann der Bürstenkopf beispielsweise zumindest teilweise aus einer

Weichkomponente beispielsweise einem Weichkunststoff gefertigt sein. Als

Weichkunststoff aus dem Bereich der Thermoplaste kann generell beispielsweise eingesetzt werden: ein thermoplastisches Elastomer, wie beispielsweise ein

thermoplastisches Polyurethan-Elastomer (TPE-U), ein thermoplastisches Styrol-Elastomer (TPE-S), wie beispielsweise ein Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-Copolymer (SEBS) oder ein Styrol-Butadien-Styrol-Copolymer (SBS), und/oder ein thermoplastisches Polyamid-Elastomer (TPE-A) und/oder ein thermoplastisches Polyolefin-Elastomer (TPE-O) und/oder ein thermoplastisches Polyester-Elastomer (TPE-E) auf. Vorzugsweise weist der Bürstenkopf zumindest eine Hartkomponente, insbesondere zumindest als Teil eines Grundkörpers, mit einem Elastizitätsmodul zwischen 1000 N/mm2 und 2400 N/mm2 und besonders bevorzugt zwischen 1300 N/mm2 und 1800 N/mm2 auf, insbesondere bevorzugt ein Polypropylen auf. Ferner kann der Bürstenkopf insbesondere zumindest eine Weichkomponente, insbesondere zumindest als Teil eines Griffbereichs, mit einem Elastizitätsmodul zwischen 10 N/mm2 und 1000 N/mm2 und vorteilhaft zwischen

50 N/mm2 und 200 N/mm2 aufweisen. Eine Shore-A-Härte der Weichkomponente beträgt vorteilhaft weniger als 200, besonders vorteilhaft weniger als 90. Als Weichkomponente wird besonders bevorzugt ein TPE-S eingesetzt. Besonders bevorzugt ist zumindest ein Bürstenkopfrohling in einem Spritzgussverfahren hergestellt, wobei die jeweiligen Hart-und / oder Weichkomponenten nach dem Aufspritzen der Weichkomponente auf die Hartkomponente vorzugsweise einen Materialschluss eingehen, es ist aber auch denkbar, die geometrische Gestaltung der Körper so zu realisieren, dass die Komponenten mittels Formschluss (mit oder ohne Materialschluss) verbunden sind. Unter dem Ausdruck„zu wenigstens einem Großteil" soll dabei insbesondere zu wenigstens 55 %, vorteilhaft zu wenigstens 65 %, vorzugsweise zu wenigstens 75 %, besonders bevorzugt zu wenigstens 85 % und besonders vorteilhaft zu wenigstens 95 % verstanden werden.

Unter einem„Borstenendbereich" soll insbesondere ein zusammenhängender, insbesondere filamentartiger, Teil einer Borste verstanden werden, der sich insbesondere von einem freien Endpunkt des Borstenendbereichs bis zu einem von dem freien

Endpunkt entferntesten Punkt eines Borstenbefestigungsbereichs des

Borstenendbereichs erstreckt, in welchem der Borstenendbereich insbesondere befestigt ist. Eine Länge des Borstenendbereichs entspricht einem Abstand entlang eines Verlaufs des Borstenendbereichs zwischen dem freien Endpunkt und dem entferntesten Punkt. Insbesondere ist der freie Endpunkt bei einer Reinigung mit dem zu reinigenden Objekt in Kontakt. Vorteilhaft ist der freie Endpunkt auf einer dem Bürstenkopf abgewandten Seite des Borstenendbereichs angeordnet. Vorzugsweise ist der Borstenbefestigungsbereich zumindest teilweise in einer Bündelaufnahme des Bürstenanwendungsfelds angeordnet. Besonders bevorzugt weist der Borstenendbereich einen Borstenanwendungsbereich auf, der außerhalb einer Bündelaufnahme des Bürstenanwendungsfelds angeordnet ist.

Vorteilhaft bilden der Borstenanwendungsbereich und der Borstenbefestigungsbereich den Borstenendbereich aus. Vorteilhaft ist zumindest einer der Borstenendbereiche, insbesondere senkrecht zu einer Haupterstreckungsrichtung des Borstenendbereichs, biegsam ausgebildet. Vorzugsweise weist zumindest einer der Borstenendbereiche eine Länge auf, die wenigstens um einen Faktor 10, vorteilhaft wenigstens um einen Faktor 100, besonders vorteilhaft wenigstens um einen Faktor 500 größer ist als eine maximale Dicke des entsprechenden Borstenendbereichs. Insbesondere weist zumindest einer der Borstenendbereiche eine Länge auf, die zwischen 1 mm und 200 mm, vorteilhaft zwischen 5 mm und 150 mm und besonders vorteilhaft zwischen 10 mm und 100 mm beträgt. Ist die Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Spülbürste oder einer Abwaschbürste oder einer Toilettenbürste oder eines

Schrubbers, weist vorteilhaft zumindest einer der Borstenendbereiche eine Länge auf, die zwischen 5 mm und 100 mm, besonders vorteilhaft zwischen 10 mm und 60 mm und vorzugsweise zwischen 20 mm und 40 mm beträgt. Ist die Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung beispielsweise Teil eines Kehrbesens oder eines

Handbesens, weist vorteilhaft zumindest einer der Borstenendbereiche eine Länge auf, die zwischen 10 mm und 200 mm, besonders vorteilhaft zwischen 40 mm und 100 mm und vorzugsweise zwischen 40 mm und 80 mm beträgt. Ist die Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Gesichtsbürste oder einer

Mundhygienebürste wie einer Zahnbürste, einem Interdentalreiniger, einer Zungenbürste oder dergleichen, weist vorteilhaft zumindest einer der Borstenendbereiche eine Länge auf, die zwischen 5 mm und 30 mm, besonders vorteilhaft zwischen 10 mm und 20 mm beträgt. Unter„zumindest im Wesentlichen parallel" soll hierbei insbesondere eine

Ausrichtung einer Richtung relativ zu einer Bezugsrichtung, insbesondere in einer Ebene, verstanden werden, wobei die Richtung gegenüber der Bezugsrichtung eine Abweichung insbesondere kleiner als 8°, vorteilhaft kleiner als 5° und besonders vorteilhaft kleiner als 2° aufweist. Unter einer„Haupterstreckungsrichtung" eines Objekts soll dabei

insbesondere eine Richtung verstanden werden, welche parallel zu einer längsten Kante eines kleinsten gedachten Quaders verläuft, welcher das Objekt gerade noch vollständig umschließt.

Vorzugsweise weisen der erste Borstenendbereich und der zweite Borstenendbereich differierende Querschnittsverläufe auf, insbesondere entlang einer

Haupterstreckungsrichtung des jeweiligen Borstenendbereichs. Vorteilhaft weist zumindest einer der Borstenendbereiche entlang der Haupterstreckungsrichtung des Borstenendbereichs zumindest abschnittsweise einen insbesondere in die

Haupterstreckungsrichtung zumindest im Wesentlichen konstanten Querschnitt auf.

Beispielsweise weist zumindest einer der Borstenendbereiche einen zumindest im

Wesentlichen ellipsenförmigen, einen im Wesentlichen kreisrunden oder polygonalen Querschnitt auf. Vorzugsweise unterscheidet sich ein Querschnitt des ersten

Borstenendbereichs von einem Querschnitt des zweiten Borstenendbereichs.

Insbesondere weist zumindest einer der Borstenendbereiche einen maximalen

Durchmesser zwischen 0,01 mm und 2 mm, vorteilhaft zwischen 0,05 mm und 0,5 mm und besonders vorteilhaft zwischen 0,10 mm und 0,3 mm auf. Vorzugsweise ist zumindest einer der Borstenendbereiche in einem Extrusionsverfahren hergestellt und insbesondere nach einer Extrusion auf Länge geschnitten. Besonders bevorzugt für

Haushaltbürstenvorrichtungen weist zumindest einer der Borstenendbereiche ein nach einem Zuschneiden unbearbeitetes Ende auf. Hygienebürsten wie Gesichtsbürsten, Zahnbürsten oder dergleichen werden vorzugsweise nach dem Zuschneiden weiter

bearbeitet (z.B. durch mechanische Verfahren abgerundet). Unter einem„zumindest im Wesentlichen konstanten Querschnitt" eines Objekts soll dabei insbesondere verstanden werden, dass für einen beliebigen ersten Querschnitt des Objekts entlang zumindest einer Richtung und einen beliebigen zweiten Querschnitt des Objekts entlang der Richtung ein minimaler Flächeninhalt einer Differenzfläche, die bei einem Übereinanderlegen der

Querschnitte gebildet wird, maximal 20 %, vorteilhaft maximal 10 %, besonders vorteilhaft maximal 5 % des Flächeninhalts des größeren der beiden Querschnitte beträgt. Unter einem„zumindest im Wesentlichen ellipsenförmigen Querschnitt" eines Objekts soll dabei insbesondere verstanden werden, dass für wenigstens 60 %, vorteilhaft für wenigstens 70 %, besonders vorteilhaft für wenigstens 80 % und bevorzugt für wenigstens 90 % aller Querschnitte des Objekts entlang zumindest einer Richtung ein Flächeninhalt einer Differenzfläche des Querschnitts und einer kleinsten den Querschnitt umgebenden Ellipse maximal 30 %, vorteilhaft maximal 20 %, besonders vorteilhaft maximal 10 % und bevorzugt maximal 5 % des Flächeninhalts der Ellipse beträgt. Unter„differierend" soll in diesem Zusammenhang insbesondere über Abweichungen innerhalb einer

Fertigungstoleranz hinaus verschieden ausgebildet verstanden werden.

Es ist denkbar, dass zumindest einer der Borstenendbereiche gewellt und/oder wellenförmig ausgebildet ist. Insbesondere ist denkbar, dass eine Projektion zumindest eines der Borstenendbereiche einem Verlauf folgt, der zu einer geraden Linie differierend ausgebildet ist. Beispielsweise kann zumindest einer der Borstenendbereiche einem helikalen Verlauf folgen. Vorteilhaft weist der erste Borstenendbereich zumindest abschnittsweise eine andere Farbe auf als der zweite Borstenendbereich. Der eingefärbte Bereich kann sich über den ganzen Borstenendbereich beziehungsweise über die ganze Borste erstrecken. Insbesondere weist ein eingefärbter Bereich des entsprechenden Borstenendbereichs bei teilweiser Färbung eine Länge auf, die zwischen 1 mm und

30 mm, vorteilhaft zwischen 5 mm und 15 mm und besonders vorteilhaft zwischen 7 mm und 9 mm beträgt. Die verwendete Farbe hat als Mindestanforderung insbesondere die Hautverträglichkeit, um vorteilhaft im Hygienebereich einsetzbar zu sein. Weiter kann die Farbe als Indikator- Farbe ausgebildet sein, welche sich im Gebrauch abnutzt bzw.

verblasst und so angibt, wann die Haushalts- oder Hygienebürste ersetzt werden sollte. Insbesondere weist zumindest einer der Borstenendbereiche eine Abriebfestigkeit von höchstens 300 mg/hr, vorteilhaft von höchstens 200 mg/hr, besonders vorteilhaft von höchstens 100 mg/hr und vorzugsweise von höchstens 50 mg/hr auf. Vorteilhaft weist

zumindest einer der Borstenendbereiche, insbesondere bei Raumtemperatur, eine maximale Wasseraufnahme von höchstens 10 %, besonders vorteilhaft von höchstens 5 %, vorzugsweise von höchstens 2 %, bevorzugt von höchstens 1 % und besonders bevorzugt von höchstens 0,5 % eines Volumens des Borstenendbereichs auf. Unter einer „Wasseraufnahme" eines Objekts soll dabei ein Anteil in das Objekt eindringenden Wassers verstanden werden, das insbesondere zu einem auf einer Oberfläche des Objekts haftenden Wasser differierend ausgebildet ist. Vorzugsweise weist der erste Borstenendbereich eine andere Steifigkeit, insbesondere eine andere Biegesteifigkeit, auf als der zweite Borstenendbereich.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung können insbesondere verbesserte

Eigenschaften hinsichtlich einer Reinigung erzielt werden. Vorteilhaft können unebene Flächen und/oder Flächen mit Ritzen und/oder Fugen und/oder Ecken und/oder Kanten gründlich gereinigt werden. Zudem kann vorteilhaft eine Haushaltsbürsten- oder

Hygienebürstenvorrichtung mit verschiedenem Anpressdruck für verschiedene

Anwendungszwecke verwendet werden. Ferner kann vorteilhaft eine, insbesondere kostengünstig zu erzielende, auf die jeweilige Anwendung angepasste Haushaltsbürstenoder Hygienebürstenvorrichtung bereitgestellt werden. Weiterhin können/kann vorteilhaft eine hohe Kosteneffizienz und/oder vorteilhafte Eigenschaften hinsichtlich einer einfachen Fertigung erzielt werden. Vorteilhaft kann eine hohe Haltbarkeit erzielt werden. Ferner kann vorteilhaft eine für eine Nass- und eine Trockenreinigung geeignete

Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung bereitgestellt werden. Außerdem können verbesserte Eigenschaften hinsichtlich einer schonenden Reinigung erzielt werden. Ferner können vorteilhaft Eigenschaften von Haushaltsbürsten mit Naturborsten nachgebildet werden. Des Weiteren können vorteilhafte Eigenschaften hinsichtlich einer Reinigung und/oder einer Pflege von Körperteilen, insbesondere von Zähnen und/oder von Haut, beispielsweise im Gesicht, erzielt werden. Beispielsweise können

Zahnzwischenräume zuverlässig gereinigt und/oder erreicht werden. Ferner kann eine wirkungsvolle Reinigung auch im Fall von Unebenheiten, beispielsweise einer Haut, eines Zahns, eines Nagels oder eines anderen Körperteils, erzielt werden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass zumindest einer, vorzugsweise entweder der erste oder der zweite, der Borstenendbereiche zumindest einen sich verjüngenden Bereich aufweist. Vorteilhaft weist einer der

Borstenendbereiche einen sich verjüngenden Bereich auf und der andere Borstenendbereich einen zumindest im Wesentlichen konstanten Querschnitt.

Vorzugsweise verläuft eine Haupterstreckungsrichtung des sich verjüngende Bereichs zumindest im Wesentlichen parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung des

Borstenendbereichs. Vorteilhaft weist zumindest einer der Borstenendbereiche einen Querschnitt auf, der sich in dem sich verjüngenden Bereich monoton bzw. im

Wesentlichen linear verkleinert, vorzugsweise in Richtung des freien Endpunkts.

Besonders vorteilhaft existiert für jeden Querschnitt aus dem sich verjüngenden Bereich zumindest eine zentrische Streckung, nach welcher der Querschnitt zu einem beliebigen anderen Querschnitt aus dem sich verjüngenden Bereich zumindest im Wesentlichen identisch ist. Vorzugsweise ist der verjüngende Bereich kegelförmig oder pyramidenförmig ausgebildet. Besonders bevorzugt ist der sich verjüngende Bereich mittels eines chemischen Ätzens und/oder eines mechanischen Schleifens hergestellt, insbesondere während einer Nachbearbeitung eines Extrusionsrohlings beziehungsweise des geschnittenen Extrusionsrohlings. Es ist denkbar, dass der sich verjüngende Bereich komplett oder zumindest abschnittsweise eine von einem Rest des entsprechenden Borstenendbereichs abweichende Einfärbung aufweist. Weist entweder der erste oder der zweite Borstenendbereich den sich verjüngenden Bereich auf, ist der Borstenendbereich mit dem sich verjüngenden Bereich vorzugsweise weiß gefärbt oder transparent und insbesondere der andere Borstenendbereich vorzugsweise schwarz oder in einer zu weiß differierenden Farbe gefärbt und besonders bevorzugt opak. Vorzugsweise weist der sich verjüngende Bereich einen minimalen Durchmesser auf, der höchstens 50 %, vorteilhaft höchstens 25 %, besonders vorteilhaft höchstens 10 % und bevorzugt höchstens 5 % eines maximalen Durchmessers des entsprechenden Borstenendbereichs entspricht. Der minimale Durchmesser ist dabei vorteilhaft beim freien Endpunkt gemessen. Unter einem „pyramidenförmigen Objekt" soll dabei insbesondere ein Objekt mit einer polygonalen Grundfläche und an die Grundfläche angrenzenden Seitenflächen, die sich in einem gemeinsamen Punkt treffen, verstanden werden. Unter„zumindest im Wesentlichen identischen Querschnitten" sollen dabei insbesondere Querschnitte verstanden werden, deren bei einem Übereinanderlegen der Querschnitte gebildete minimale Differenzfläche einen Flächeninhalt aufweist, der maximal 20 %, vorteilhaft maximal 10 %, besonders vorteilhaft maximal 5 % eines Flächeninhalts des größeren der beiden Querschnitte beträgt. Hierdurch können insbesondere kleine Strukturen, wie beispielsweise Fugen, Ecken, Kanten und dergleichen, bei einer Reinigung besser erreicht werden. Ferner

können hierdurch strukturierte Oberflächen, beispielsweise eines Zahns, und/oder Zahnzwischenräume und/oder Vertiefungen leicht erreicht werden.

In der folgenden Tabelle sind beispielhaft für verschiedene Längen eines sich verjüngenden Bereichs mögliche Maße eines Abschnitts eines entsprechenden Borstenendbereichs in Prozent des Nenndurchmessers/maximal Durchmessers angegeben:


Es sind darüber hinaus aber auch andere Geometrien des sich verjüngenden Bereichs denkbar, wie oben ausgeführt.

In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der sich verjüngende Bereich sich über wenigstens 2 %, vorteilhaft über wenigstens 5 %, besonders vorteilhaft über wenigstens 10 %, vorzugsweise über wenigstens 15 % und besonders bevorzugt über wenigstens 25 % einer Länge des entsprechenden

Borstenendbereichs erstreckt. Insbesondere weist der sich verjüngende Bereich eine Länge auf, die zwischen 2 mm und 100 mm, vorteilhaft zwischen 3 mm und 50 mm, besonders bevorzugt zwischen 3 mm und 15 mm oder zwischen 20 mm und 25 mm oder zwischen 35 mm und 45 mm beträgt. Hierdurch können insbesondere vorteilhafte

Eigenschaften hinsichtlich einer Reinigung kleiner und tiefer Strukturen erzielt werden. Ferner können hierdurch vorteilhafte Biegeeigenschaften einer Borste erzielt werden, wobei längere sich verjüngende Bereiche biegsamere und dadurch weichere

Borstenbereiche ergeben. Beispielsweise können hierdurch Zahnzwischenräume, Fugen, Vertiefungen, Unebenheiten und dergleichen bei einer Reinigung zuverlässig erreicht werden.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass zumindest einer der Borstenendbereiche einen Querschnitt mit zumindest einem konkaven Bereich aufweist. Beispielsweise kann der Querschnitt sternförmig oder gebuchtet ausgebildet sein. Vorteilhaft ist der Querschnitt bezüglich eines Schwerpunkts des Querschnitts punktsymmetrisch ausgebildet. Insbesondere ist denkbar, dass der entsprechende Borstenendbereich zumindest eine entlang der Haupterstreckungsrichtung des

Borstenendbereichs verlaufende Lamelle aufweist. Hierdurch kann insbesondere bei einer Nassreinigung ein hohes Wasservolumen durch eine Borstenoberfläche aufgenommen werden, insbesondere ohne dass die Borste aufquillt, vorteilhaft ohne dass das Wasser in der Borste aufgenommen wird. Ferner kann hierdurch vorteilhaft eine große Oberfläche zu einer Aufnahme von Schmutz bereitgestellt werden. Zusätzlich können mit dieser Ausgestaltung in Längsrichtung mehrere Reinigungskanten an der Borste ausgebildet werden. Vorzugsweise verfügen die so ausgebildeten Borsten vorzugsweise über 1 - 10 besonders bevorzugt über 1 - 5 Reinigungskanten.

Weitere mögliche Formen für Querschnitte von Borsten sind n-eckig (wie rechteckig, quadratisch, dreieckig, rautenförmig), oval, eiförmig, halbmondförmig etc. jeweils mit nach aussen liegenden oder einspringenden Ecken.

Vorteilhaft ist zumindest einer der Borstenendbereiche zumindest teilweise, insbesondere zu wenigstens einem Großteil, aus einem Kunststoff ausgebildet. Vorzugsweise weist der Kunststoff ein jeweils insbesondere thermoplastisches Polyurethan-Elastomer (TPE-U) und/oder ein thermoplastisches Styrol-Elastomer (TPE-S) wie beispielsweise

thermoplastisches Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-Copolymer (SEBS) oder

thermoplastisches Styrol-Butadien-Styrol-Copolymer (SBS) und/oder ein

thermoplastisches Polyamid-Elastomer (TPE-A) und/oder ein thermoplastisches

Polyolefin-Elastomer (TPE-O) und/oder ein thermoplastisches Polyester-Elastomer (TPE-E) und/oder ein Polyethylen (PE) und/oder ein Polyurethan (PU) und/oder Elastollan und/oder Desmopan und/oder ein Polyamid-Elastomer, wie beispielsweise Grilflex ELG 5930, und/oder ein Polyester-Elastomer, wie beispielsweise Riteflex 672 RFNat oder Riteflex RKX 193 oder Hytrel 7248, und/oder ein Polyamid und/oder einen Polyester und/oder einen, insbesondere aus einem nachwachsenden Rohstoff hergestellten, Biokunststoff auf.„Elastollan",„Desmopan",„Grilflex" und„Hytrel" sind eingetragene Marken. Es ist aber auch denkbar, dass zumindest einer der der Borstenendbereiche zumindest teilweise aus Draht ausgebildet ist. Vorteilhaft weist der Kunststoff, falls der Borstenendbereich im Spritzgussverfahren hergestellt wird, eine Shore-D-Härte zwischen 0 und 200, besonders vorteilhaft zwischen 10 und 100 und vorzugsweise zwischen 30 und 80 auf. Hierdurch, insbesondere durch die Herstellung mittels Spritzguss, können vorteilhaft niedrige Herstellungskosten erzielt werden. Ferner kann hierdurch eine vorteilhafte geringere Empfindlichkeit gegenüber Nässe und/oder Feuchtigkeit und/oder Reinigungsmitteln erzielt werden. Ferner kann hierdurch eine einfach auszuwaschende und/oder zu reinigende Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung bereitgestellt werden.

Für extrudierte Borsten werden vorzugsweise Polyamid (PA) oder Polyester wie

Polybutylenterephtalat (PBT) in Reinform oder ein Gemisch aus Polyethylenterephtalat (PET) und Polyester (PBT) genutzt. Weiter werden beispielsweise Polypropylen (PP), Polyethylenterephtalat (PET) insbesondere in Form von Polymex oder

Polycyclohexylendimethyleneterephtalat (PCT-A) eingesetzt.„Polymex" ist eine eingetragene Marke.

Besonders vorteilhaft sind der erste Borstenendbereich und der zweite Borstenendbereich zumindest teilweise, insbesondere zu wenigstens einem Großteil, aus differierenden Materialien ausgebildet. Beispielsweise kann der erste Borstenendbereich ein härteres oder ein weicheres Material aufweisen als der zweite Borstenendbereich. Insbesondere können sich die Materialien des ersten Borstenendbereichs und des zweiten

Borstenendbereichs hinsichtlich einer Steifigkeit und/oder einer Hydrophilie und/oder einer Hydrophobie und/oder einer Lipophilie und/oder einer Abriebfestigkeit und/oder einer Farbe und/oder einer statischen Aufladbarkeit und/oder im Reibungskoeffizient und/oder einer geometrischen Form und/oder eines Querschnitts unterscheiden. Beispielsweise können der erste Borstenendbereich und der zweite Borstenendbereich in einem Co-Extrusionsverfahren hergestellt sein. Hierdurch kann vorteilhaft eine hohe Flexibilität hinsichtlich einer anwendungsspezifischen Ausgestaltung erzielt werden.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass ein maximaler Durchmesser des ersten Borstenendbereichs von einem maximalen Durchmesser des zweiten Borstenendbereichs, insbesondere um wenigstens 10 % oder um wenigstens 20 % oder um wenigstens 30 % oder um wenigstens 50 % oder um wenigstens 70 %, abweicht. Hierdurch können vorteilhaft verschiedene Funktionalitäten eines gemeinsamen Bürstenfelds erzielt werden.

In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der erste Borstenendbereich und der zweite Borstenendbereich entlang einer

Haupterstreckungsrichtung des ersten Borstenendbereichs zumindest abschnittsweise, insbesondere einstückig, miteinander verbunden sind. Vorzugsweise sind der erste Borstenendbereich und der zweite Borstenendbereich, insbesondere über wenigstens einen Großteil einer Länge des ersten Borstenendbereichs, einstückig miteinander verbunden. Besonders bevorzugt verläuft eine Haupterstreckungsrichtung des ersten Borstenendbereichs zumindest im Wesentlichen parallel zu einer

Haupterstreckungsrichtung des zweiten Borstenendbereichs. Vorteilhaft umgibt der erste Borstenendbereich den zweiten Borstenendbereich zumindest teilweise. Darunter, dass ein erstes Objekt ein zweites Objekt„zumindest teilweise umgibt", soll insbesondere verstanden werden, dass zumindest eine Projektionsrichtung existiert, für welche

zumindest 80 %, vorteilhaft zumindest 90 % und besonders vorteilhaft zumindest 95 % der Punkte der Projektion des zweiten Objekts innerhalb eines kleinsten die Projektion des ersten Objekts umgebenden konvexen Polygons liegen. Insbesondere bilden der erste Borstenendbereich und der zweite Borstenendbereich einen gemeinsamen

Borstenbereich, vorteilhaft eine Borste, aus, wobei insbesondere der zweite

Borstenendbereich einen Kern und der erste Borstenendbereich einen Mantel des Borstenbereichs ausbildet. Vorteilhaft ist der zweite Borstenendbereich zumindest abschnittsweise zumindest im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet. Besonders vorteilhaft ist der zweite Borstenendbereich, zumindest abschnittsweise, zumindest im Wesentlichen hohlzylinderförmig ausgebildet, wobei insbesondere ein Außenradius des ersten Borstenendbereichs zumindest abschnittsweise zumindest im Wesentlichen einem Innenradius des zweiten Borstenendbereichs entspricht. Vorzugsweise weisen der erste Borstenendbereich und der zweite Borstenendbereich differierende Abriebfestigkeiten auf, wodurch insbesondere ein selbstschärfender Effekt bei einer Abnutzung erzielt werden kann. Unter„zumindest im Wesentlichen" soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass eine Abweichung von einem vorgegebenen Wert insbesondere weniger als 15 %, vorzugsweise weniger als 10 % und besonders bevorzugt weniger als 5 % des vorgegebenen Werts entspricht. Unter„einstückig" soll insbesondere zumindest stoffschlüssig verbunden verstanden werden, beispielsweise durch einen

Schweißprozess, einen Klebeprozess, einer Co-Extrusion, einen Anspritzprozess und/oder einen anderen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Prozess, und/oder vorteilhaft in einem Stück geformt verstanden werden, wie beispielsweise durch eine Herstellung aus einem Guss und/oder durch eine Herstellung in einem Ein- oder

Mehrkomponentenspritzverfahren und vorteilhaft aus einem einzelnen Rohling. Unter einem„zumindest im Wesentlichen zylinderförmigen/hohlzylinderförmigen Objekt" soll dabei insbesondere ein Objekt verstanden werden, für welches ein Differenzvolumen des Objekts und eines kleinsten das Objekt umgebenden Zylinders/Hohlzylinders maximal 30 %, vorteilhaft maximal 20 %, besonders vorteilhaft maximal 10 % und bevorzugt maximal 5 % des Volumens des Zylinders/Hohlzylinders beträgt. Hierdurch kann vorteilhaft eine Borstenstruktur mit präzise einstellbaren mechanischen und/oder geometrischen Eigenschaften bereitgestellt werden. Ferner können hierdurch vorteilhaft eine hohe Abnutzungsfestigkeit und/oder verbesserte Reinigungseigenschaften erzielt werden.

In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass eine Länge des ersten Borstenendbereichs von einer Länge des zweiten Borstenendbereichs abweicht. Weist entweder der erste Borstenendbereich oder der zweite

Borstenendbereich einen sich verjüngenden Querschnitt auf, so ist vorteilhaft der

Borstenendbereich mit dem sich verjüngenden Querschnitt länger ausgebildet.

Beispielsweise kann ein Längenunterschied zwischen der Länge des ersten

Borstenendbereichs und der Länge des zweiten Borstenendbereichs zumindest im Wesentlichen einer Länge des sich verjüngenden Bereichs entsprechen, der

Längenunterschied kann aber auch kürzer sein als die Länge des sich verjüngenden Bereichs. Vorteilhaft beträgt der Längenunterschied zumindest 2 %, besonders vorteilhaft zumindest 5 %, vorzugsweise zumindest 10 %, bevorzugt zumindest 15 % und besonders bevorzugt zumindest 25 % einer Länge des längeren Borstenendbereichs. Insbesondere beträgt der Längenunterschied zumindest 1 mm, vorteilhaft zumindest 5 mm, besonders vorteilhaft zumindest 10 mm, bevorzugt zumindest 15 mm und besonders bevorzugt zumindest 30 mm, beispielsweise zwischen 5 mm und 15 mm und vorzugsweise zwischen 7 mm und 9 mm. Vorzugsweise weist der längere der Borstenendbereiche eine geringere Biegesteifigkeit auf als der kürzere der beiden Borstenendbereiche. Hierdurch können insbesondere vorteilhafte Reinigungseigenschaften für kleine und/oder tiefe Strukturen, beispielsweise für Fugen oder Zahnzwischenräume, erzielt werden. Ferner kann hierdurch vorteilhaft eine Reinigung in zwei Druckstufen erfolgen, wobei bei einer ersten Druckstufe insbesondere tiefe und/oder kleine und/oder schwer zugängliche Strukturen mit dem zumindest einen längeren Borstenendbereich und/oder bei einer zweiten Druckstufe insbesondere flächige Strukturen zusätzlich und/oder überwiegend mit dem zumindest einen kürzeren Borstenendbereich gereinigt werden können. Weiterhin kann vorteilhaft ein vollständiges Umknicken und/oder eine Beschädigung eines längeren Borstenendbereichs vermieden werden.

Die erste Druckstufe kommt vorteilhaft bei einer Belastung der Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung wie beispielsweise einer Spülbürste, einer Abwaschbürste, einer Toilettenbürste, eines Schrubbers, eines Kehrbesens oder eines Handbesens von 0 kg bis 0.8 kg und vorzugsweise 0 kg bis 0.4 kg zum Einsatz. Ist die Haushaltsbürstenoder Hygienebürstenvorrichtung eine Gesichtsbürste, oder eine Mundhygienebürste wie etwa eineZahnbürste, eine Zungenbürste, ein Interdentalreiniger oder dergleichen, so kommt die erste Druckstufe vorteilhaft bei einer Belastung von 0 kg bis 0.6 kg und vorzugsweise 0 kg bis 0.3 kg zum Einsatz. Die zweite Druckstufe kommt insbesondere zum Einsatz, wenn das Gewicht / die Belastung höher ist als jene für die erste Druckstufe. Die eingestellte Belastung für die erste Druckstufe kann insbesondere von verschiedenen Faktoren abhängig sein, wie beispielsweise von einem Durchmesser und/oder einem Material und/oder einer Geometrie und/oder einem Längenunterschied der

Borstenendbereiche und/oder einer Anordnung und/oder eine Anzahl und/oder einer Dichte und/oder einer Zusammensetzung von Borstenendbereichen und/oder von Borsten und/oder von Borstenbündeln.

Vorteilhaft weisen wenigstens 70 %, besonders vorteilhaft wenigstens 80 % und vorzugsweise wenigstens 90 % der Borstenendbereiche einer Druckstufe eine Länge auf, die in einem Bereich von +/- 5 mm, vorzugsweise von +/- 3 mm und besonders bevorzugt von +/- 2 mm einer mittleren Länge der Borstenendbereiche der Druckstufe entspricht.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung zumindest einen dritten

Borstenendbereich aufweist, der zu dem ersten Borstenendbereich und zu dem zweiten Borstenendbereich differierend ausgebildet ist. Insbesondere unterscheidet sich der dritte Borstenendbereich von dem ersten Borstenendbereich und/oder dem zweiten

Borstenendbereich bezüglich einer oder mehrerer der Eigenschaften, hinsichtlich deren sich der erste Borstenendbereich von dem zweiten Borstenendbereich unterscheiden kann. Insbesondere ist denkbar, dass der dritte Borstenendbereich den ersten

Borstenendbereich und/oder den zweiten Borstenendbereich zumindest teilweise umgibt. Vorzugsweise weist der dritte Borstenbereich eine Länge auf, die zwischen einer Länge des ersten Borstenendbereichs und einer Länge des zweiten Borstenendbereichs liegt oder unterhalb dieser beiden Längen liegt. Auch ist denkbar, dass die Haushaltsbürsten-oder Hygienebürstenvorrichtung weitere, jeweils differierend ausgebildete

Borstenendbereiche aufweist. Hierdurch kann vorteilhaft eine sehr vielseitige

Anwendbarkeit erzielt werden. Ferner können hierdurch vorteilhaft Borsteneigenschaften aus einem sehr großen Parameterraum ausgewählt und einer Anwendung angepasst werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung zumindest eine Borste mit dem ersten Borstenendbereich und mit dem zweiten

Borstenendbereich aufweist. Vorteilhaft bilden der erste Borstenendbereich und der

zweite Borstenendbereich die Borste aus. Besonders vorteilhaft sind der erste

Borstenendbereich und der zweite Borstenendbereich einstückig verbunden.

Insbesondere entspricht eine Länge der Borste zumindest im Wesentlichen einer Summe der Längen des ersten Borstenendbereichs und des zweiten Borstenendbereichs. Es ist aber auch denkbar, insbesondere wenn der erste Borstenendbereich den zweiten

Borstenendbereich zumindest teilweise umgibt, dass eine Länge der Borste zumindest im Wesentlichen einer Länge des längeren der beiden Borstenendbereiche entspricht.

Vorteilhaft ist die Borste in einem Verbindungsbereich zwischen dem ersten

Borstenendbereich und dem zweiten Borstenendbereich verankert und/oder angelenkt. Die Verankerung/Anlenkung erfolgt vorzugsweise in einem Bereich mit konstantem

Querschnitt. Insbesondere ist im Verankerungsbereich vorzugsweise keine Verjüngung des Borstenquerschnittes vorgesehen. Es ist aber auch denkbar, dass die Borste an einem Ende der Borste verankert und/oder angelenkt ist. Ferner kann die Borste an den Bürstenkopf angeklebt, mittels Anschmelzen mehrerer Enden der Borste verankert oder mittels Spritzguss angespritzt sein. Die angeschmolzenen Borstenenden können mittels Umspritzen von Hart- und/oder Weichkomponenten verankert werden. Vorzugsweise bilden ein Borstenbefestigungsbereich des ersten Borstenendbereichs und ein

Borstenbefestigungsbereich des zweiten Borstenendbereichs den Verbindungsbereich aus. Besonders vorteilhaft weist die Borste in einem montierten Zustand zumindest einen Knick oder einen Bogen auf, insbesondere in dem Verbindungsbereich, wobei insbesondere der erste Borstenendbereich und der zweite Borstenendbereich einen Winkel von weniger als 5°, vorteilhaft von weniger als 3° und besonders vorteilhaft von weniger als 1 ° einschließen. Hierdurch können vorteilhaft niedrige Herstellungskosten und/oder eine einfache Herstellung erzielt werden.

Vorteilhaft weist die Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung zumindest ein die Borste umfassendes Borstenbündel auf. Besonders vorteilhaft weist das Borstenbündel eine Vielzahl zumindest im Wesentlichen identischer Borsten auf. Es ist denkbar, dass das Borstenbündel lediglich Borsten mit einem ersten Borstenendbereich und mit einem zweiten Borstenendbereich aufweist. Vorzugsweise weisen die Borsten des

Borstenbündels jeweils einen Knick oder einen Bogen auf, insbesondere jeweils in einem Verbindungsbereich zwischen dem ersten Borstenendbereich und dem zweiten

Borstenendbereich der jeweiligen Borste. Besonders bevorzugt entspricht eine Länge des Borstenbündels zumindest im Wesentlichen einer Länge des längsten

Borstenendbereichs. Vorteilhaft weist das Borstenbündel einen zumindest im

Wesentlichen kreisförmigen, elliptischen oder einen polygonalen Querschnitt auf, insbesondere senkrecht zu einer Haupterstreckungsrichtung des Borstenbündels.

Besonders vorteilhaft weisen die Borstenendbereiche des Borstenbündels

Haupterstreckungsrichtungen auf, die zumindest im Wesentlichen parallel zueinander und/oder zumindest im Wesentlichen parallel zu der Haupterstreckungsrichtung des Borstenbündels verlaufen. Insbesondere weist das Borstenbündel einen Durchmesser auf, der zwischen 1 mm und 20 mm, vorteilhaft zwischen 2 mm und 10 mm und besonders bevorzugt zwischen 3 mm und 5 mm beträgt.

Der Durchmesser des Borstenbündels wird am Austrittspunkt aus dem Bürstenkörper verstanden und entspricht im Wesentlichen dem Durchmesser der Bündelaufnahme. Der Durchmesser auf einer dem Bürstenkörper abgewandten Seite gemessen, kann ein anderes Maß haben, weil die Borsten beispielsweise aufgrund der Form der

Bündelaufnahme oder auch generell eine leicht konische Form einnehmen können. Die Bündelaufnahme kann dabei wie beschrieben eine konische Form aufweisen, das heisst die Seitenwände der Bündelaufnahme können gegenüber der Längsachse der

Bündelaufnahme beispielsweise zwischen 2° und 25°, vorzugsweise zwischen 5° und 15° geneigt sein. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Spülbürste oder einer Abwaschbürste, weist das Borstenbündel vorteilhaft einen Durchmesser auf, der zwischen 2 mm und 8 mm, besonders vorteilhaft zwischen 2 mm und 5 mm und vorzugsweise 3 mm beträgt. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Toilettenbürste, weist das Borstenbündel vorteilhaft einen Durchmesser auf, der zwischen 2 mm und 8 mm, besonders vorteilhaft zwischen 2,5 mm und 5,5 mm und vorzugsweise 3,7 mm beträgt. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil eines Schrubbers, weist das Borstenbündel vorteilhaft einen Durchmesser auf, der zwischen 2 mm und 8 mm, besonders vorteilhaft zwischen 3,5 mm und 6,5 mm und vorzugsweise 5 mm beträgt. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil eines Kehrbesens oder eines Handbesens, weist das Borstenbündel vorteilhaft einen Durchmesser auf, der zwischen 2 mm und 8 mm, besonders vorteilhaft zwischen 2,5 mm und 5,5 mm und vorzugsweise 3,7 mm beträgt. Ist die Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Gesichtsbürste, oder einer Mundhygienebürste wie

beispielsweise einer Zahnbürste, eines Interdentalreinigers, einer Zungenbürste oder dergleichen, weist das Borstenbündel vorteilhaft einen Durchmesser auf, der zwischen 1 mm und 3 mm, besonders vorteilhaft zwischen 1 .5 mm und 2.5 mm beträgt. Unter

„zumindest im Wesentlichen identisch" soll dabei insbesondere, abgesehen von

Fertigungstoleranzen und/oder im Rahmen fertigungstechnischer Möglichkeiten, identisch verstanden werden. Hierdurch kann vorteilhaft ein Borstenbündel mit vorteilhaften

Reinigungseigenschaften bereitgestellt werden.

In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das

Borstenbündel zumindest eine zu der Borste differierend ausgebildete weitere Borste umfasst. Beispielsweise weist die weitere Borste zumindest ein, insbesondere genau zwei dritte Borstenendbereichen auf. Vorzugsweise sind die dritten Borstenendbereiche zumindest im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet und insbesondere in einem

Extrusionsverfahren mit anschließendem Zuschneiden und für Haushaltsbürsten vorteilhaft ohne anschließende mechanische Bearbeitung wie z.B. Abrundung hergestellt. Für Hygienebürstenvorrichtungen, insbesondere für Mundhygienebürstenvorrichtungen, wie z.B. Zahnbürsten und Gesichtsbürsten ist eine Abrundung wiederum erwünscht. Es ist aber auch denkbar, dass die weitere Borste weitere, jeweils differierend ausgebildete Borstenendbereiche aufweist. Vorteilhaft wird das Borstenbündel von einer Vielzahl von Borsten und einer Vielzahl von weiteren Borsten ausgebildet. Vorteilhaft weist das Borstenbündel zwischen 20 % und 80 %, besonders vorteilhaft zwischen 30 % und 70 %, bevorzugt zwischen 40 % und 60 % und besonders bevorzugt 50 % weitere Borsten auf. Hierdurch kann insbesondere eine hohe Vielseitigkeit erzielt werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass das Borstenbündel eine erste Anzahl erster Borsten, die insbesondere zu der Borste zumindest im Wesentlichen identisch ausgebildet sind, und eine zweite Anzahl zu den ersten Borsten differierend ausgebildeter zweiter Borsten, die insbesondere zu der weiteren Borste zumindest im Wesentlichen identisch ausgebildet sind, aufweist. Die erste Anzahl kann dabei von der zweiten Anzahl verschieden oder mit dieser identisch sein. Insbesondere kann das Borstenbündel somit bis zu vier

unterschiedliche Borstenendbereiche in einem bestimmten und/oder wählbaren

Anzahlverhältnis aufweisen.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung zumindest einen, insbesondere zumindest teilweise aus einem Metall ausgebildeten Borstenanker aufweist, welcher das Borstenbündel außermittig bezüglich einer Längenrichtung der Borste, insbesondere bezüglich einer Längenrichtung der Borste in einem vormontierten, vorteilhaft

ungeknickten, Zustand fixiert. Insbesondere entspricht ein Abstand einer Ankerposition auf der Borste von einer Mitte der Borste bezüglich der Längenrichtung der Borste der Hälfte des Längenunterschieds zwischen der Länge des ersten Borstenendbereichs und der Länge des zweiten Borstenendbereichs. Vorteilhaft fixiert der Borstenanker die Borste in dem Verbindungsbereich des ersten Borstenendbereichs und des zweiten

Borstenendbereichs. Umfasst das Borstenbündel die weitere Borste, so fixiert der Borstenanker vorteilhaft die weitere Borste mittig bezüglich einer Längenrichtung der weiteren Borste. Es ist aber auch denkbar, dass der Borstenanker die weitere Borste außermittig bezüglich der Längenrichtung der weiteren Borste fixiert, insbesondere in einem anderen Abstand von einer Mitte der weiteren Borste als im Fall der Borste. Es ist ferner auch denkbar, dass das Borstenbündel statt einem Borstenanker mittels einer, insbesondere Schlinge d.h. einem gebogenen Drahtstück befestigt ist. Darüber hinaus ist denkbar, dass der erste Borstenendbereich und der zweite Borstenendbereich jeweils eine Borste ausbilden und insbesondere jeweils in einem Borstenbefestigungsbereich befestigt, insbesondere angeklebt, mittels Anschmelzen mehrerer Borstenenden oder die Borstenenden mittels Hart- oder Weichkomponenteumspritzt sind. Ferner können die angeschmolzenen Borstenenden an einem separaten Trägerkörper verankert werden. Der separate Trägerkörper (beispielsweise in der Form einer Platte) kann dann mittels geeignetem Verfahren am Bürstenkopf befestigt werden (z.B. mittels

Ultraschallschweissen, Kleben, Umspritzen mit Hart- und/oder Weichkomponente). In diesem Fall weist die Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung keinen Borstenanker auf. Hierdurch kann insbesondere eine einfache und/oder schnelle

Herstellung erzielt werden.

Beispiel für ein ankerloses Borstenverankerungsverfahren ist das Anchor Free Tufting (AFT) - Verfahren von Boucherie N.V., Izegem. Beim AFT-Verfahren (Anchor Free Tufting) werden die konventionellen, zylindrischen oder zugespitzten Borsten

beziehungsweise die Borstenbündel ohne Hilfe eines Ankers am Trägerkörper befestigt. Die abgelängten Borsten werden dabei bündelweise profiliert und mit ihrem dem freien Nutzende gegenüberliegenden Ende durch Durchlässe in einem Borstenträger hindurchgeführt, so dass ein Endbereich der Borstenbündel über die Unterseite bzw. Rückseite des Borstenträgers hinausragt. An diesem über die Rückseite des

Trägerkörpers hinausragenden Endbereich der Borsten werden diese durch

Aufschmelzen, Verkleben oder Verschweißen befestigt. Der Trägerkörper wird

anschliessend mit den darin befestigten Borsten in der Ausnehmung am Bürstenkopf der Bürste verankert, beispielsweise durch Ultraschall-Schweißen. Die Ausnehmung im Bürstenkopf ist dabei speziell an die Geometrie des Trägerkörpers angepasst. Neben den konventionellen Borsten kann der Trägerkörper oder auch der Kopfteil der Bürste weichelastische Massage- und Reinigungselemente enthalten.

Ein weiteres Beispiel für ein ankerloses Stanzverfahren ist das PTt - Verfahren von Boucherie N.V., Izegem. Beim PTt - Verfahren werden die konventionellen, zylindrischen oder zugespitzten Borsten beziehungsweise die Borstenbündel ohne Hilfe eines Ankers am Trägerkörper befestigt. Die abgelängten Borsten werden dabei bündelweise profiliert und an ihrem dem freien Nutzende gegenüberliegenden Ende durch Aufschmelzen verbunden. Diese Bündel werden anschliessend mit ihrem aufgeschmolzenen Ende in Ausnehmungen in diesem Fall in Sacklöcher eines Borstenträgers eingefügt und im Prozess mittels Wärme und Druck fixiert. Neben den konventionellen Borsten kann der Trägerkörper oder auch der Kopfteil der Bürste weichelastische Massage- und

Reinigungselemente enthalten.

Um die Borsten im Verfahren bearbeiten zu können, müssen diese der entsprechenden Beborstungsmaschine zugeführt werden. Die Borsten sind dazu zu sogenannten Borsten-Pucks zusammengefasst. Ein Borsten-Puck umfasst eine Vielzahl von Borsten die sehr dicht gepackt sind, so direkt aneinander anliegen und damit auf engstem Raum höchst dicht gepackt sind. Die Borsten-Pucks sind vorzugsweise so aufgebaut, dass auf einer „flachen" Seite nur zylindrische Borstenenden vorliegen und die Variabilität bezüglich Endform und Länge auf der anderen„flachen" Seite passiert. In einem Borsten-Puck können so verschiedene Borsten-Arten vereint werden d.h. Borsten mit verschiedenen Eigenschaften können in einem Borsten-Puck zufällig durchmischt eingebracht sein. Die Variabilität kann hierbei beispielsweise die folgenden Eigenschaften betreffen:

Borstenlänge, Form des Borstenendes, Borstenquerschnitt, Borstenfarbe. Die Borsten-Pucks werden der Beborstungsmaschine zugeführt und zusammen mit anderen Borsten-Pucks in einem sogenannten Zuführkanal einer Vereinzelungseinheit zugeführt. Beim vereinzeln werden jeweils Borstenbündel separiert, die später entweder wieder kombiniert werden oder direkt so in eine Bündelaufnahme eingebracht werden. Diese einzelnen sogenannten Pucks sind aufgrund der zufälligen Durchmischung der Borsten im Borsten- Puck nicht uniform mit denselben Borsten versehen, sondern sie enthalten Borsten mit unterschiedlichen Eigenschaften in zufälliger Anzahl kombiniert.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass das Bürstenanwendungsfeld zumindest das

Borstenbündel und zumindest ein weiteres, zu dem Borstenbündel differierend

ausgebildetes Borstenbündel aufweist. Beispielsweise ist denkbar, dass das weitere Borstenbündel lediglich weitere Borsten umfasst. Es ist aber auch denkbar, dass das weitere Borstenbündel eine Zusammensetzung aus Borsten und weiteren Borsten und möglicherweise anderen Borsten aufweist, die von einer Zusammensetzung des

Borstenbündels abweicht, d.h. andere Eigenschaften aufweist. Insbesondere weist das weitere Borstenbündel gegenüber dem Borstenbündel einen abweichenden Durchmesser und/oder eine abweichende Länge und/oder eine abweichende Borstenfarbe und/oder abweichender Borstenquerschnitt und/oder abweichender Form der Bündelaufnahme und/oder eine abweichende Verankerung und/oder eine abweichende Borstendichte auf. Vorteilhaft weist das Bürstenanwendungsfeld eine Mehrzahl von Borstenbündeln und eine Mehrzahl von weiteren Borstenbündeln auf. Besonders vorteilhaft weist das

Bürstenanwendungsfeld zumindest einen ersten Bereich mit einer Mehrzahl von

Borstenbündeln und zumindest einen zweiten Bereich mit einer Mehrzahl von weiteren Borstenbündeln auf. Es ist denkbar, dass die Borstenbündel und/oder die weiteren Borstenbündel Haupterstreckungsnchtungen aufweisen, die zumindest im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen, insbesondere im Fall einer Haushaltsbürsten- oder

Hygienebürstenvorrichtung eines Schrubbers oder eines Kehrbesens. Ferner ist denkbar, dass das Bürstenanwendungsfeld mehrere Bereiche von Borstenbündeln und/oder weiteren Borstenbündeln aufweist. Innerhalb derer angeordnete Borstenbündel und/oder weitere Borstenbündel weisen jeweils Haupterstreckungsnchtungen auf, die zumindest im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen. Vorteilhaft grenzt der erste Bereich an den zweiten Bereich an. Besonders vorteilhaft umgibt der erste Bereich den zweiten Bereich zumindest teilweise. Vorzugsweise bildet der erste Bereich einen Kranz um den zweiten Bereich oder der zweite Bereich einen Kranz um den ersten Bereich aus. Hierdurch können insbesondere vorteilhafte Eigenschaften hinsichtlich einer vielfältigen

Einsetzbarkeit erzielt werden. Ferner kann hierdurch vorteilhaft eine hinsichtlich einer Reinigungseffizienz vorteilhafte Geometrie bereitgestellt werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass das Bürstenanwendungsfeld zumindest einen

Borstenaufnahmebereich mit einer Mehrzahl von Borstenbündeln und/oder weiteren Borstenbündeln aufweist. Besonders vorteilhaft weist der Borstenaufnahmebereich eine Mehrzahl von Bündelaufnahmen auf, in welchen in zumindest einem montierten Zustand jeweils ein Borstenbündel und/oder ein weiteres Borstenbündel verankert ist. Vorteilhaft weist die Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung zumindest eine

Bündelaufnahme auf, in welcher ein Borstenanker fixiert ist, insbesondere durch ein Ankerstanzen oder Sehlingen-Stanzen. Es ist denkbar, dass zumindest eine Mehrzahl der Borstenanker oder der Schlingen parallel zueinander in den entsprechenden

Bündelaufnahmen angeordnet ist. Es ist aber auch denkbar, dass zumindest eine

Mehrzahl der Borstenanker oder der Schlingen in verschiedenen Winkeln zueinander angeordnet ist. Dadurch kann ein Muster, welches die Ausrichtungen der Borstenanker bestimmen, insbesondere regelmäßig, unregelmäßig, symmetrisch oder auch

asymmetrisch sein. Insbesondere weisen die Bündelaufnahmen jeweils eine

Bündelaufnahmerichtung auf, die zumindest im Wesentlichen parallel zu einer

Haupterstreckungsrichtung eines in der Bündelaufnahme verankerten Borstenbündels oder weiteren Borstenbündels verläuft. Vorteilhaft sind die Bündelaufnahmen als insbesondere zylindrische, vorteilhaft zum geschlossenen Ende hin kegelförmige und/oder sich, insbesondere in Form einer Fase oder in Form eines Durchmesser-Sprungs am freien Ende, aufweitende Sacklöcher ausgebildet. Besonders vorteilhaft sind die Bündelaufnahmen zumindest teilweise durch ein Bohren gefertigt. Die Herstellung der Bündelaufnahmen mittels Bohren kann insbesondere bei Holz- oder Kunststoff-Bürstenköpfen realisiert sein. Es ist aber auch denkbar, dass die Bündelaufnahmen in einem/ während eines Spritzgussverfahren gefertigt sind, insbesondere gemeinsam mit dem Bürstenkopf. Bevorzugt sind die Bündelaufnahmen in dem Bürstenkopf angeordnet. Vorzugsweise weisen die Bündelaufnahmen einen Querschnitt auf, der zumindest im Wesentlichen identisch zu einem Querschnitt eines verankerten Borstenbündels ist.

Insbesondere ist denkbar, dass der Borstenaufnahmebereich eine Mehrzahl von differierend ausgebildeten Bündelaufnahmen aufweist. Es ist denkbar, dass die

Bündelaufnahmen regelmäßig, insbesondere mindestens in Teilbereichen einem Muster folgend, über den Borstenaufnahmebereich verteilt und/oder in Längs- und/oder

Querreihen und/oder auf, insbesondere konzentrischen, Kreisen oder Ellipsen oder Polygonen angeordnet sind. Es ist aber auch denkbar, dass der Borstenaufnahmebereich zumindest einen Bereich mit einer Mehrzahl regelmäßig angeordneter Bündelaufnahmen und/oder zumindest einen weiteren Bereich mit einer Mehrzahl unregelmäßig

angeordneter Bündelaufnahmen aufweist.

Die Querschnitte der Bündelaufnahmen können kreisförmig oder n-eckig ausgebildet sein. In gewissen Beborstungsverfahren sind auch Bündelaufnahme denkbar, die

beispielsweise kreisring-förmig, kreissegment-förmig stern-förmig, mond-/sichelförmig, dreieckig, rechteckig, quadratisch, oval/elliptisch, eiförmig, generell polygonförmig, trapezförmig, parallelogrammförmig oder auch rhombusförmig sind.

Es können auch grössere Bündel, sogenannte Puck-Tufts, gebildet werden. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein flächigeres Bündel sind, welches eine grössere Fläche im Borstenfeld einnimmt, d.h. die Anzahl der Borstenbündel nimmt ab, die Fläche der Borstenendbereiche in der Summe aber zu.

In einem sogenannten Puck-Tuft können verschiedene Borstenendbearbeitungen realisiert sein. Die Borstenlängen können differieren, ebenso können verschiedene Borstenquerschnitte, Borstenfarben etc. in einem Puck-Tuft kombiniert sein.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das

Bürstenanwendungsfeld zumindest einen Borstenaufnahmebereich mit einer Mehrzahl von Borstenbündeln und/oder weiteren Borstenbündeln aufweist, deren

Haupterstreckungsrichtungen in verschiedenen Winkeln zueinander verlaufen.

Insbesondere verlaufen zumindest zwei der Haupterstreckungsrichtungen der

Borstenbündel und/oder der weiteren Borstenbündel zueinander windschief oder in einer Ebene in einem von 180° verschiedenen Winkel zueinander. Beispielsweise ist denkbar, dass sich ein kleinster Winkel zwischen einer Haupterstreckungsrichtung eines

Borstenbündels und/oder eines weiteren Borstenbündels in Abhängigkeit von einer Positionierung des entsprechenden Borstenbündels relativ zu einem Mittelpunkt des Bürstenanwendungsfelds verändert, insbesondere verkleinert. Vorteilhaft bildet der Bürstenkopf den Borstenaufnahmebereich aus. Vorzugsweise weist der

Borstenaufnahmebereich eine Mehrzahl von Bündelaufnahmen auf, deren

Bündelaufnahmerichtungen in verschiedenen Winkeln zueinander verlaufen. Hierdurch kann insbesondere ein Bürstenanwendungsfeld mit einer, insbesondere an eine

Anwendung angepassten, vorteilhaften Geometrie bereitgestellt werden.

Beispielsweise bei Hygienebürsten kann auf diese Weise eine sogenannte X-Stellung der Borstenbündel erreicht werden (Bündel bilden bei der Ansicht ein X). Diese X-Stellung kann beispielsweise von ganzen Reihen einander gegenüber eingenommen werden (z.B. Bündel auf geraden oder auch Bündel auf Kreisen). Sie kann auch von einzelnen Bündeln einander gegenüber eingenommen werden. So können beispielsweise im Borstenfeld einer Aufsteckbürste zu einer rotierenden/oszillierenden elektrischen Zahnbürste die Bündel grundsätzlich in Kreisen angeordnet sein und die Bündel können tangential zum Kreis geneigt sein, beispielsweise einmal in die eine Richtung und einmal in die andere Richtung. Weiter ist es möglich, die Kreise von Borstenbündeln radial ineinander zu neigen. Weiter ist es auch möglich die radiale und tangentiale Neigung zu kombinieren. Bei manuellen Zahnbürsten können beispielsweise Längs- oder Querreichen geneigt sein und so ein X-Muster ausbilden.

Die Borstenbündel sind in Bündelaufnahmen angeordnet. Die Anzahl der

Bündelaufnahmen der Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung beträgt insbesondere 10 bis 250, bevorzugt 50 bis 200. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Spülbürste oder einer Abwaschbürste, beträgt die Anzahl der Bündelaufnahmen 40 bis 90, vorzugsweise 55 bis 75. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Toilettenbürste, beträgt die Anzahl der Bündelaufnahmen 70 bis 130, vorzugsweise 90 bis 1 10. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil eines Schrubbers, beträgt die Anzahl der Bündelaufnahmen 1 10 bis 170, vorzugsweise 130 bis 150. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil eines Kehrbesens, beträgt die Anzahl der Bündelaufnahmen 160 bis 230, vorzugsweise 180 bis 210. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil eines Handbesens, beträgt die Anzahl der Bündelaufnahmen 50 bis 1 10, vorzugsweise 65 bis 95. Ist die Haushalts- oder Hygienebürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Gesichtsbürste, beträgt die Anzahl der Bündelaufnahmen 70 bis 150, vorzugsweise 90 bis 130. Ist die Haushalts- oder Hygienebürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Zahnbürste, beträgt die Anzahl der Bündelaufnahmen 10 bis 70, vorzugsweise 20 bis 50.

Die Oberfläche des Bündelaufnahmebereichs, in welche die Bündel eingebracht sind, beträgt insbesondere 1 '000 mm2 bis 10'OOO mm2, vorzugsweise 2Ό00 mm2 bis

9'500 mm2. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Spülbürste oder einer Abwasch bürste, beträgt die Oberfläche 1 '500 mm2 bis 3Ό00 mm2, vorzugsweise 2Ό00 mm2 bis 2'500 mm2. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Toilettenbürste, beträgt die Oberfläche 4'500 mm2 bis 5'500 mm2, vorzugsweise

4700 mm2 bis 5'200 mm2. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil eines Schrubbers, beträgt die Oberfläche 6'500 mm2 bis 8Ό00 mm2, vorzugsweise 6 00 mm2 bis 7'500 mm2. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil eines Kehrbesens, beträgt die Oberfläche 8'500 mm2 bis 9'500 mm2, vorzugsweise 8'700 mm2 bis

9'300 mm2. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil eines Handbesens, beträgt die Oberfläche 2'500 mm2 bis 3'500 mm2, vorzugsweise 2'700 mm2 bis

3'300 mm2. Ist die Haushalts- oder Hygienebürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Gesichtsbürste, beträgt die Oberfläche 1 '000 mm2 bis 4Ό00 mm2, vorzugsweise

1 Ό00 mm2 bis 3Ό00 mm2. Ist die Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Zahnbürste, beträgt die Oberfläche 100 mm2 bis 600 mm2, vorzugsweise 150 mm2 bis 500 mm2.

Die Oberfläche der Bündelaufnahme, insbesondere ein Querschnitt der Bündelaufnahme am Austritt aus dem Bürstenkörper, in der Summe beträgt insbesondere von 40 mm2 bis 6Ό00 mm2, vorzugsweise 200 mm2 bis 4Ό00 mm2, besonders vorzugsweise 500 mm2 bis 3Ό00 mm2. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Spülbürste oder einer Abwasch bürste, beträgt die Oberfläche 300 mm2 bis 600 mm2, vorzugsweise 400 mm2 bis 500 mm2. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Toilettenbürste, beträgt die Oberfläche 800 mm2 bis 1 '300 mm2, vorzugsweise 1 '000 mm2 bis 1 '200 mm2. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil eines Schrubbers, beträgt die Oberfläche 2'200 mm2 bis 2'800 mm2, vorzugsweise 2'400 mm2 bis

2'600 mm2. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil eines Kehrbesens, beträgt die Oberfläche 1 '800 mm2 bis 2'400 mm2, vorzugsweise 2Ό00 mm2 bis

2'200 mm2. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil eines Handbesens, beträgt die Oberfläche 500 mm2 bis 1 '200 mm2, vorzugsweise 700 mm2 bis 1 Ό00 mm2. Ist die Haushalts- oder Hygienebürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Gesichtsbürste, beträgt die Oberfläche 100 mm2 bis 800 mm2, vorzugsweise 200 mm2 bis 400 mm2. Ist die Haushalts- oder Hygienebürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Zahnbürste, beträgt die Oberfläche 40 mm2 bis 100 mm2, vorzugsweise 60 mm2 bis 90 mm2.

Der Anteil beziehungsweise das Verhältnis der Oberfläche der Bündelaufnahme, insbesondere ein Querschnitt der Bündelaufnahme am Austritt aus dem Bürstenkörper, in Summe gegenüber einer Oberfläche des Bündelaufnahmebereichs, in welche die Bündel eingebracht sind, beträgt insbesondere von 10% bis 50%' vorzugsweise 15% bis 45%. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Spülbürste oder einer

Abwasch bürste, beträgt der Anteil beziehungsweise das Verhältnis 15% bis 30%, vorzugsweise 20% bis 25%. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Toilettenbürste, beträgt der Anteil beziehungsweise das Verhältnis 5% bis 30%, vorzugsweise 20% bis 25%. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil eines Schrubbers, beträgt der Anteil beziehungsweise das Verhältnis 25% bis 45%,

vorzugsweise 32% bis 38%. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil eines Kehrbesens, beträgt der Anteil beziehungsweise das Verhältnis 15% bis 30%, vorzugsweise 20% bis 25%. Ist die Haushaltsbürstenvorrichtung beispielsweise Teil eines Handbesens, beträgt der Anteil beziehungsweise das Verhältnis 20% bis 35%, vorzugsweise 25% bis 30%. Ist die Haushalts- oder Hygienebürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Gesichtsbürste, beträgt der Anteil beziehungsweise das

Verhältnis 10% bis 35%, vorzugsweise 12% bis 24%. Ist die Haushalts- oder

Hygienebürstenvorrichtung beispielsweise Teil einer Zahnbürste, beträgt der Anteil beziehungsweise das Verhältnis 10% bis 50%, vorzugsweise 15% bis 30%.

In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Bürstenanwendungsfeld zumindest einen in zumindest eine Raumrichtung

gekrümmten Borstenaufnahmebereich mit einer Mehrzahl von Borstenbündeln und/oder weiteren Borstenbündeln aufweist. Beispielsweise ist der Borstenaufnahmebereich entlang der Raumrichtung gewölbt. Insbesondere weist der Borstenaufnahmebereich entlang einer Längsrichtung eine andere Krümmung auf als entlang einer Querrichtung. Es ist auch denkbar, dass der Borstenaufnahmebereich rotationssymmetrisch ausgebildet ist und/oder mehrere rotationssymmetrische und/oder achsensymmetrische Teilbereiche aufweist. Ferner ist denkbar, dass der Borstenaufnahmebereich eine Mehrzahl von Bündelaufnahmen aufweist, deren Bündelaufnahmerichtungen jeweils zumindest im Wesentlichen parallel oder um einen konstanten Winkel verdreht zu einer

Flächennormalen des Borstenaufnahmebereichs in einem Bereich der jeweiligen

Bündelaufnahme angeordnet sind. Vorzugsweise bilden die Borstenbündel und/oder die weiteren Borstenbündel, insbesondere jeweils mit einem der entsprechenden

Bündelaufnahme abgewandten Ende, eine in zumindest eine Raumrichtung gekrümmte Fläche aus. Hierdurch kann eine für einen Reinigungseffekt vorteilhafte Geometrie bereitgestellt werden. Ferner kann hierdurch eine hohe Flexibilität hinsichtlich einer anwendungsspezifischen Ausgestaltung erzielt werden.

In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die

Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung eine Mehrzahl von Borstenbündeln und/oder weiteren Borstenbündeln aufweist, deren Haupterstreckungsnchtungen mit einer Oberfläche des Borstenaufnahmebereichs verschiedene Winkel einschließen. Vorteilhaft weist die Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung eine Mehrzahl von

Bündelaufnahmen auf, deren Bündelaufnahmerichtungen mit der Oberfläche des

Borstenaufnahmebereichs verschiedene Winkel einschließen. Insbesondere weist die Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung eine Mehrzahl von Bereichen auf. Innerhalb derer angeordnete Borstenbündel schließen jeweils den gleichen Winkel mit dem Borstenaufnahmebereich ein. Insbesondere sind die kleinsten eingeschlossenen Winkel größer als 30°, vorteilhaft größer als 45°, besonders vorteilhaft größer als 60° und vorzugsweise größer als 75°. Vorteilhaft bilden die Borstenbündel und/oder die weiteren Borstenbündel, insbesondere jeweils mit einem der entsprechenden Bündelaufnahme abgewandten Ende, eine Fläche aus, die sich von allen zu einer Oberfläche des

Borstenaufnahmebereichs ähnlichen und/oder kongruenten Flächen unterscheidet.

Hierdurch kann vorteilhaft eine hohe Variabilität hinsichtlich einer Borstenanordnung erzielt werden. Ferner kann hierdurch eine Bürstengeometrie flexibel angepasst werden.

Grundsätzlich können weitere Elemente im Bürstenanwendungsfeld eingebracht werden. Beispielsweise Elemente aus einer Weichkomponente, welche von borstenähnlichen und/oder flächigen Elementen verschieden geformt sind. Ein Beispiel für eine Form ist hierbei die Lamelle, welche im Borstenfeld und/oder am Rand des Borstenfeldes integriert werden kann. Weitere mögliche Formen sind Noppen, kreis- oder kreissegmentförmige Elemente, sichelförmige Elemente, polygonförmige Elemente etc.

Die Herstellung der Zuspitzung der Borsten kann wie vorgängig beschrieben chemisch oder mechanisch erfolgen. Im Herstellungsprozess von Bürsten kann die Zuspitzung im Ablauf an verschiedenen Positionen erfolgen. Die Zuspitzung kann grundsätzlich vor dem Befestigen der Borsten in Borstenbündeln im Bürstenkopf passieren oder nach dem Befestigen im Bürstenkopf. Bevorzugt wird die Zuspitzung vor dem Befestigen der Borsten im Bürstenkopf erzeugt.

Im Herstellungsprozess erfahren die weiteren Borstenenden, insbesondere jene, welche neben den sich verjüngenden Borstenenden im Borstenfeld angeordnet sind,

vorzugsweise keine weitere Bearbeitung. Das bedeutet, dass diese Borstenenden nach dem Ablängen/Schneiden nicht weiter bearbeitet werden. Sie werden vorteilhaft auch nicht gerundet. Grundsätzlich wird somit vorzugsweise der gesamte Bürstenkopf als solches ebenfalls nicht nachbearbeitet. Dies kann dazu führen, dass aufgrund der Verarbeitung gewisse Borstenendbereiche höher stehen als gewünscht. Deshalb kann es aus optischen Gründen möglich sein, dass überstehende Borstenenden manuell entfernt werden und/oder dass der gesamte Bürstenkopf mechanisch geschnitten wird, wobei der Schnitt hierbei nur die überstehenden Borstenenden betreffen würde.

Im Herstellungsprozess werden die Borsten vorteilhaft in einem Kanal aneinandergereiht dem Borstenverankerungsprozess (Stanzen) zugeführt. Die Borsten liegen dabei vorzugsweise mit dem zylindrischen Teil auf einer Führungsfläche auf, währenddessen das andere beispielsweise zugespitzte Ende frei ist. Dadurch wird erreicht, dass die Borsten prozess-stabil gehandhabt werden können, da die Lage fixiert ist. Beim Lagern auf dem zugespitzten Ende würde dieses knicken und die Ausrichtung wäre nicht mehr für alle Borsten identisch. Die Borsten werden vorteilhaft mittels eines Drückers im Kanal fortbewegt (in Richtung zur eigentlichen Stanzeinrichtung). Dabei ist der Drücker vorzugsweise so angeordnet, dass dieser auf den zylindrischen Teil der Borste drückt. Damit werden die Borsten stabil gehalten. Entsprechend ist der Drücker vorzugsweise auf die jeweilige Borstenlänge beziehungsweise Länge der Zuspitzung angepasst.

Verbesserte Eigenschaften hinsichtlich einer Reinigungseffizienz können mit einer Haushalts- oder Hygienebürste, vorteilhaft mit einer Mundhygienebürste, beispielsweise einer Zahnbürste, einem Interdentalreiniger, einer Zungenbürste, einer Gemüsebürste, einer Spülbürste, einer Abwasch bürste, einer Flaschenbürste, einer Haarbürste, einer Bartbürste, einer Toilettenbürste, einer Drahtbürste, einer Nagelbürste, einer

Gesichtsbürste, einer Badebürste einer Schuhbürste, einer Pfeifenbürste, einem

Schrubber, einem Kehrbesen oder einem Handbesen, mit zumindest einer

erfindungsgemäßen Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung erzielt werden. Die Haushalts- oder Hygienebürste kann insbesondere als eine manuelle Haushalts- oder Hygienebürste ausgebildet sein. Weiter können verbesserte Eigenschaften hinsichtlich einer Reinigungseffizienz beispielsweise bei Haushaltsbürsten- oder

Hygienebürstenvorrichtung beispielsweise für Gesichtsbürsten, Badebürsten,

Kosmetikpinseln, beispielsweise für Nagellack oder Mascara oder Make-up, bei

Kosmetikapplikatoren (Bürste zur Applikation von Kosmetikprodukten), beispielsweise eines Haarfärbungs- oder eines anderen Fluidapplikators, bei Rasierpinseln,

medizintechnischen Applikatoren oder Bürsten oder Pinseln zur Reinigung eines

Rasiergeräts oder eines Haarentfernungsgeräts erzielt werden.

Die Erfindung umfasst ferner eine elektrische Haushalts- oder Hygienebürste,

insbesondere eine elektrische Zahnbürste oder eine elektrische Gesichtsbürste oder dergleichen. Hierdurch kann ein hoher Komfort erzielt werden. Außerdem können Borsteneigenschaften und/oder Borstenverteilungen variabel an unterschiedliche elektrische Bürsten, insbesondere elektrische Zahnbürsten, angepasst werden.

Ferner wird vorgeschlagen, eine erfindungsgemäße Haushalts- oder

Hygienebürstenvorrichtung zur Körperpflege, insbesondere zur Mundpflege, vorteilhaft im Mundhygienebereich, beispielsweise zur Zahnreinigung, zur Prophylaxe, zur

Zungenreinigung, zur Mundraumpflege oder dergleichen zu verwenden. Hierbei kann vorteilhaft eine gründliche und/oder schonende Reinigung und/oder Pflege von

Körperteilen, insbesondere eines Mundraums, beispielsweise von Zähnen, ermöglicht werden. Vorteilhaft können Borsteneigenschaften wie beispielsweise eine Geometrie, eine Materialzusammensetzung, oder ein Anzahlverhältnis von Borsten und/oder

Borstenendbereichen variabel an unterschiedliche Verwendungen angepasst werden.

Die Erfindung umfasst auch eine Verwendung einer erfindungsgemäßen Haushalts- oder Hygienebürstenvorrichtung zur Reinigung, insbesondere zur Haushaltsreinigung, beispielsweise zur Bodenreinigung, zur Reinigung von Fugen, Vertiefungen, Heizkörpern, Sanitärartikel oder dergleichen. Hierbei können vorteilhafte Eigenschaften hinsichtlich einer gründlichen und/oder komfortabel durchführbaren und/oder schnellen Reinigung erzielt werden.

Des Weiteren umfasst die Erfindung ein Verfahren zur Reinigung oder Körperpflege, insbesondere zur Haushaltsreinigung, Körperreinigung, Körperpflege, Mundpflege, Gesichtspflege oder dergleichen, wobei zumindest ein Objekt, insbesondere ein

Haushaltsgegenstand, ein Teil eines Gebäudes, ein Körper und/oder ein Körperteil, mit der Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung, insbesondere mit der Haushaltsoder Hygienebürste, gereinigt und/oder behandelt wird.

Außerdem umfasst die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der Haushaltsbürstenoder Hygienebürstenvorrichtung sowie insbesondere ein Verfahren zur Herstellung der Haushalts- oder Hygienebürste.

Die erfindungsgemäße Haushaltsbürsten- oder Hygienebürstenvorrichtung soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann die erfindungsgemäße Haushaltsbürsten- oder

Hygienebürstenvorrichtung zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und

Einheiten abweichende Anzahl aufweisen. Zudem sollen bei den in dieser Offenbarung angegebenen Wertebereichen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als offenbart und als beliebig einsetzbar gelten.

Zeichnungen

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen sind sieben Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die

Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

In den nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen sind verschiedene

Baueinheiten und/oder Bauteile mehrfach vorhanden. Analog ausgestaltete Bauteile und/oder Baueinheiten, die in den Zeichnungen mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, sind zur Vereinfachung in der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung nur einmal beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1 eine erste Borste und eine zweite Borste einer

Haushaltsbürstenvorrichtung in einer schematischen Seitenansicht,

Fig. 2 ein Borstenbündel der Haushaltsbürstenvorrichtung in einer

schematischen Darstellung,

Fig. 3 das Borstenbündel auf Fig. 2 in einer weiteren schematischen

Darstellung,

Fig. 4 eine erste Haushaltsbürste mit der Haushaltsbürstenvorrichtung in einer schematischen Frontansicht,

Fig. 5 die erste Haushaltsbürste aus Fig. 4 in einer schematischen

Seitenansicht,

Fig. 6 einen Borstenaufnahmebereich der Haushaltsbürstenvorrichtung aus

Fig. 4 und Fig. 5 in einer schematischen Draufsicht,

Fig. 7 eine zweite Haushaltsbürste mit einer zweiten

Haushaltsbürstenvorrichtung in einer schematischen Seitenansicht

Fig. 8 die zweite Haushaltsbürste aus Fig. 7 in einer schematischen

Frontansicht,

Fig. 9 die zweite Haushaltsbürste aus Fig. 7 und Fig. 8 in einer seitlichen

Schnittdarstellung,

Fig. 10 die zweite Haushaltsbürste aus Fig. 7 bis Fig. 9 in einer frontalen

Schnittdarstellung,

Fig. 1 1 einen Bürstenkörper mit einem Bürstenkopf der zweiten Haushaltsbürste aus Fig. 7 bis Fig. 10 in einer schematischen Draufsicht,

Fig. 12 eine dritte Haushaltsbürste mit einer dritten Haushaltsbürstenvorrichtung in einer schematischen Seitenansicht,

Fig. 13 die dritte Haushaltsbürste aus Fig. 12 in einer seitlichen

Schnittdarstellung,

Fig. 14 die dritte Haushaltsbürste aus Fig. 12 und Fig. 13 in einer frontalen

Schnittdarstellung,

Fig. 15 ein Borstenbündel einer vierten Haushaltsbürstenvorrichtung in einer schematischen Darstellung

Fig. 16 eine erste Borste und eine zweite Borste einer fünften

Haushaltsbürstenvorrichtung in einer schematischen Seitenansicht, Fig. 17 ein Borstenbündel der fünften Haushaltsbürstenvorrichtung mit Borsten aus Fig. 16 in einer schematischen Darstellung,

Fig. 18 eine Borste einer sechsten Haushaltsbürstenvorrichtung in einer

schematischen Seitenansicht,

Fig. 19 einen Querschnitt der Borste der sechsten Haushaltsbürstenvorrichtung aus Fig. 18,

Fig. 20 eine Borste einer siebten Haushaltsbürstenvorrichtung in einer seitlichen Schnittdarstellung und

Fig. 21 einen Querschnitt der Borste der siebten Haushaltsbürstenvorrichtung aus Fig. 20,

Fig. 22 eine Hygienebürste mit einer achten Bürstenvorrichtung in einer

perspektivischen Ansicht,

Fig. 23 eine zweite Hygienebürste mit einer neunten Bürstenvorrichtung in einer perspektivischen Ansicht,

Fig. 24 eine dritte Hygienebürste mit einer zehnten Bürstenvorrichtung in einer schematischen Seitenansicht,

Fig. 25 die dritte Hygienebürste aus Fig. 24 in einer schematischen Draufsicht und

Fig. 26 eine vierte Hygienebürste mit einer elften Bürstenvorrichtung

perspektivischen Ansicht.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Die Figur 1 zeigt eine Borste 30a und eine weitere Borste 34a einer

Haushaltsbürstenvorrichtung 50a (vgl. beispielsweise Figuren 4 bis 6) in einer

schematischen Seitenansicht.

Es ist grundsätzlich denkbar, dass die Haushaltsbürstenvorrichtung 50a alternativ als eine Hygienebürstenvorrichtung, insbesondere eine Mundhygienebürstenvorrichtung, beispielsweise eine Zahnbürstenvorrichtung, eine Interdentalreinigervorrichtung, eine Zungenbürstenvorrichtung oder dergleichen, ausgebildet ist. Insbesondere ist denkbar, dass die Haushaltsbürstenvorrichtung 50a oder eine entsprechend Bürstenvorrichtung mit einigen oder allen Merkmalen analog zu der Haushaltsbürstenvorrichtung 50a Teil einer Hygienebürste, insbesondere einer Mundhygienebürste ist. Für die gesamte folgende Beschreibung ist grundsätzlich denkbar, dass zumindest eine oder mehrere der beschriebenen Haushaltsbürstenvorrichtungen in völlig analoger Weise als

Hygienebürstenvorrichtungen ausgebildet ist/sind. Die gezeigten Ausgestaltungen als Haushaltsbürsten sind dabei rein exemplarisch zu verstehen.

Die Borste 30a weist einen ersten Borstenendbereich 12a und einen zweiten, zum ersten Borstenendbereich 12a differierend ausgebildeten Borstenendbereich 14a auf. Der erste Borstenendbereich 12a und der zweite Borstenendbereich 14a sind in einem

Verbindungsbereich 52a einstückig miteinander verbunden. Insbesondere ist die Borste 30a als ein extrudiertes Filament ausgebildet. Im vorliegenden Fall bilden der erste Borstenendbereich 12a und der zweite Borstenendbereich 14a die Borste 30a aus. Ferner ist im vorliegenden Fall die Borste 30a aus einem Kunststoff ausgebildet. Ein maximaler Durchmesser 20a des ersten Borstenendbereichs 12a beträgt im vorliegenden Fall etwa 0,2 mm. Der maximale Durchmesser 20a des ersten Borstenendbereichs 12a entspricht im vorliegenden Fall einem maximalen Durchmesser 22a des zweiten

Borstenendbereichs 14a Die Borste 30a weist eine Längenrichtung 38a auf.

Der erste Borstenendbereich 12a weist eine Länge 24a von etwa 65 mm auf. Der erste Borstenendbereich 12a weist einen kreisförmigen Querschnitt auf. Der erste

Borstenendbereich 12a weist einen zumindest im Wesentlichen zylinderförmigen Bereich 56a auf. Der erste Borstenendbereich 12a weist einen sich verjüngenden Bereich 16a auf, der sich über wenigstens 2 % der Länge 24a des ersten Borstenendbereichs 12a erstreckt. Im vorliegenden Fall erstreckt sich der sich verjüngende Bereich 16a über eine Länge von etwa 25 mm. Der sich verjüngende Bereich 16a ist kegelförmig ausgebildet.

Der zweite Borstenendbereich 14a weist einen zumindest im Wesentlichen konstanten Querschnitt auf. Der zweite Borstenendbereich 14a ist zumindest im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet. Der zweite Borstenendbereich 14a weist eine Länge 26a von etwa 55 mm auf. Eine Länge der Borste 30a entspricht einer Summe der Länge 24a des ersten Borstenendbereichs 12a und der Länge 26a des zweiten Borstenendbereichs 14a.

Die weitere Borste 34a weist einen dritten Borstenendbereich 28a auf. Der dritte

Borstenendbereich 28a ist zu dem ersten Borstenendbereich 12a und zu dem zweiten Borstenendbereich 14a differierend ausgebildet. Im vorliegenden Fall weist der dritte Borstenendbereich 28a einen maximalen Durchmesser 54a auf, der zu dem maximalen Durchmesser 20a des ersten Borstenendbereichs 12a und zu dem maximalen

Durchmesser 22a des zweiten Borstenendbereichs 14a differierend ausgebildet ist.

Ferner beträgt der maximale Durchmesser 54a des dritten Borstenendbereichs 28a etwa 0,5 mm. Der dritte Borstenendbereich 28a ist aus einem Kunststoff ausgebildet. Der dritte Borstenendbereich 28a kann aus einem anderen Kunststoff ausgebildet sein als der erste Borstenendbereich 12a und der zweite Borstenendbereich 14a. Der dritte

Borstenendbereich 28a weist einen zumindest im Wesentlichen konstanten Querschnitt

auf. Ferner ist der dritte Borstenendbereich 28a zumindest im Wesentlichen

zylinderförmig ausgebildet. Im vorliegenden Fall weist der dritte Borstenendbereich 28a eine Länge auf, die der Länge 26a des zweiten Borstenendbereichs 14a entspricht. Im vorliegenden Fall weist die weitere Borste 34a einen vierten Borstenendbereich 70a auf, der zu dem dritten Borstenendbereich 28a identisch ausgebildet ist.

Die Figuren 2 und 3 zeigen ein Borstenbündel 32a der Haushaltsbürstenvorrichtung 50a (vgl. beispielsweise Figuren 4 bis 6) in schematischen Darstellungen je einmal geschnitten durch die Bündelaufnahme 58a und einmal nicht geschnitten. Die

Haushaltsbürstenvorrichtung 50a weist ein Bürstenanwendungsfeld 10a auf (vgl.

beispielsweise auch Figuren 4 bis 6). Das Bürstenanwendungsfeld 10a weist das

Borstenbündel 32a auf. Das Borstenbündel 32a weist die Borste 30a und die weitere Borste 34a auf. Das Borstenbündel 32a weist eine Vielzahl zusätzlicher Borsten und eine Vielzahl zusätzlicher weiterer Borsten auf, die aus Gründen einer Übersichtlichkeit in den Figuren 2 und 3 nicht gezeigt sind. Das Borstenbündel 32a weist 50 % Borsten 30a und 50 % weitere Borsten 34a auf. Das Borstenbündel 32a weist im vorliegenden Fall eine gleiche Anzahl an Borsten 30a und an weiteren Borsten 34a auf. Das Borstenbündel 32a ist in einer Bündelaufnahme 58a befestigt, die in den Figuren 2 und 3 geschnitten dargestellt ist. Die Bündelaufnahme 58a ist im vorliegenden Fall zylinderförmig ausgebildet (vgl. auch Figur 3). Die Bündelaufnahme 58a ist im vorliegenden Fall als ein Sackloch ausgebildet. Die Bündelaufnahme 58a ist als eine Bohrung ausgebildet. Der erste Borstenendbereich 12a weist einen Borstenbefestigungsbereich 64a auf, mit welchem der erste Borstenendbereich 12a befestigt ist. Der erste Borstenendbereich 12a weist einen Borstenanwendungsbereich 68a auf, der außerhalb der Bündelaufnahme 58a angeordnet ist. Der Borstenbefestigungsbereich 64a des ersten Borstenendbereichs 12a und der Borstenanwendungsbereich 68a des ersten Borstenendbereichs 12a bilden den Borstenendbereich 12a aus. Der Borstenbefestigungsbereich 64a des ersten

Borstenendbereichs 12a und ein Borstenbefestigungsbereich 66a des zweiten

Borstenendbereichs 14a bilden den Verbindungsbereich 52a aus. Der erste

Borstenendbereich 12a erstreckt sich von einem freien Endpunkt 60a bis zu einem von dem freien Endpunkt 60a entferntesten Punkt 62a eines Borstenbefestigungsbereichs 64a des Borstenendbereichs 12a.

Die Haushaltsbürstenvorrichtung 50a weist zumindest einen Borstenanker 36a auf, der das Borstenbündel 32a außermittig bezüglich der Längenrichtung 38a der Borste 30a fixiert. Der Borstenanker 36a fixiert die weitere Borste 34a mittig bezüglich einer

Längenrichtung 72a der weiteren Borste 34a. Im vorliegenden Fall ist der Borstenanker 36a aus Metall ausgebildet. Der Borstenanker 36a ist in der Bündelaufnahme 58a befestigt. Der Borstenanker 36a verankert die Borste 30a in dem Verbindungsbereich 52a. Der Borstenanker 36a ist im vorliegenden Fall mittels eines Ankerstanzens in der Bündelaufnahme 58a befestigt. Der erste Borstenendbereich 12a ist auf einer ersten Seite 88a des Borstenankers 36a angeordnet. Der zweite Borstenendbereich 14a ist auf einer zweiten Seite 90a des Borstenankers 36a angeordnet. Im vorliegenden Fall sind alle ersten Borstenendbereiche 12a des Borstenbündels 32a auf der ersten Seite 88a des Borstenankers 36a angeordnet. Im vorliegenden Fall sind alle zweiten

Borstenendbereiche 14a auf der zweiten Seite 90a des Borstenankers 36a angeordnet. Auf der ersten Seite 88a und der zweiten Seite 90a des Borstenankers 36a ist eine identische Anzahl dritter Borstenendbereiche 28a angeordnet. Alle Borstenendbereiche 14a, 28a auf der zweiten Seite 90a des Borstenankers 36a weisen zumindest im

Wesentlichen die gleiche Länge auf. Die dritten Borstenendbereiche 28a auf der ersten Seite 88a des Borstenankers 36a weisen im Wesentlichen die gleiche Länge auf wie die Borstenendbereiche 14a, 28a auf der zweiten Seite 90a des Borstenankers 36a. Die Haushaltsbürstenvorrichtung 50a weist Borstenendbereiche 12a, 14a, 28a mit zwei verschiedenen Längen auf. Die Haushaltsbürstenvorrichtung 50a weist 25 % längere erste Borstenendbereiche 12a und 75 % kürzere Borstenendbereiche 14a, 28a auf.

Die Figuren 4 und 5 zeigen eine erste Haushaltsbürste 48a mit der

Haushaltsbürstenvorrichtung 50a in einer schematischen Seitenansicht beziehungsweise in einer schematischen Frontansicht. Im vorliegenden Fall ist die

Haushaltsbürstenvorrichtung 50a exemplarisch Teil der Haushaltsbürste 48a. Es ist aber, wie oben erwähnt, analog denkbar, dass die Haushaltsbürstenvorrichtung 50a oder eine zumindest teilweise analog ausgebildete Hygienebürstenvorrichtung Teil einer anderen Haushaltsbürste oder einer Hygienebürste, insbesondere einer Mundhygienebürste ist. Insbesondere können in diesen Fällen exemplarisch gezeigte Abmessungen und/oder eine Anzahl gezeigter Elemente von dem Fall der exemplarischen Haushaltsbürste 48a abweichen. Die erste Haushaltsbürste 48a ist als ein Kehrbesen ausgebildet. Die

Haushaltsbürstenvorrichtung 50a weist einen Bürstenkopf 74a auf. Der Bürstenkopf 74a weist das Bürstenanwendungsfeld 10a auf. Der Bürstenkopf 74a weist einen

Borstenaufnahmebereich 42a auf. Der Borstenaufnahmebereich 42a weist die

Bündelaufnahme 58a auf. Ferner weist der Borstenaufnahmebereich 42a eine Vielzahl weiterer Bündelaufnahmen auf, die aus Gründen einer bessern Übersichtlichkeit nicht alle mit Bezugszeichen versehen sind. Der Borstenaufnahmebereich 42a weist eine Mehrzahl von Borstenbündeln 32a, 76a, 78a auf, deren Haupterstreckungsnchtungen 80a, 82a, 84a in verschiedenen Winkeln zueinander verlaufen. Bei einer ersten Anwendung der

Haushaltsbürstenvorrichtung 50a, insbesondere bei Anwendung mit einem geringen Anpressdruck, bilden die ersten Borstenendbereiche 12a eine erste Anwendungsfläche 92a aus. Die Anwendungsfläche 92a kommt zumindest teilweise mit einer zu reinigenden Oberfläche in Berührung. Die zweiten Borstenendbereiche 14a und die dritten

Borstenendbereiche 28a bilden eine zweite Anwendungsfläche 94a aus. Insbesondere bei einer Anwendung mit einem höheren Druck werden die ersten Borstenendbereiche 12a zumindest teilweise umgebogen. Die zweite Anwendungsfläche 94a kommt danach zumindest teilweise mit der zu reinigenden Oberfläche in Kontakt.

Die Figur 6 zeigt den Borstenaufnahmebereich 42a auf dem Bürstenkopf 74a des

Bürstenanwendungsfelds 10a in einer schematischen Draufsicht. Der Übersichtlichkeit halber sind in der Figur 6 keine Borstenbündel gezeigt. Der Borstenaufnahmebereich 42a weist eine Vielzahl von Bündelaufnahmen 58a auf, die der Übersichtlichkeit halber nicht alle mit Bezugszeichen versehen sind. In jeder der Bündelaufnahmen 58a ist jeweils ein Borstenanker 36a befestigt. Im vorliegenden Fall sind die Borstenanker 36a parallel zueinander angeordnet. Es ist aber auch denkbar, dass die Borstenanker in

verschiedenen Winkeln zueinander angeordnet sind. In den Figuren 7 bis 21 sind sechs weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt. Die nachfolgenden Beschreibungen und die Zeichnungen beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich auch auf die

Zeichnungen und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele,

insbesondere der Figuren 1 bis 6, verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 bis 6 nachgestellt. In den Ausführungsbeispielen der Figuren 7 bis 21 ist der Buchstabe a durch die Buchstaben b bis g ersetzt.

Die Figuren 7 bis 10 zeigen eine zweite Haushaltsbürste 48b mit einer zweiten

Haushaltsbürstenvorrichtung 50b. Die zweite Haushaltsbürste 48b ist als eine Spülbürste ausgebildet. Die zweite Haushaltsbürstenvorrichtung 50b weist ein

Bürstenanwendungsfeld 10b mit einem Borstenaufnahmebereich 42b auf. Der

Borstenaufnahmebereich 42b weist ein Borstenbündel 32b mit einer ersten

Zusammensetzung von Borsten, insbesondere von Borsten 30b und weiteren Borsten 34b entsprechend dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 6, auf. Aus Gründen einer Übersichtlichkeit sind in den Figuren 7, 8 und 10 Borstenbündel schematisch dargestellt und keine einzelnen Borsten gezeigt. Der Borstenaufnahmebereich 42b weist ein weiteres Borstenbündel 40b auf, das zu dem Borstenbündel 32b differierend ausgebildet ist. Im vorliegenden Fall weist das weitere Borstenbündel 40b eine zweite Zusammensetzung von Borsten auf, die zu der ersten Zusammensetzung von Borsten differierend

ausgebildet ist. Im vorliegenden Fall weist das weitere Borstenbündel 40b lediglich weitere Borsten 34b auf. Die Borstenbündel 32b bilden einen ersten Bereich 96b aus. Der erste Bereich 96b weist lediglich Borstenbündel 32b auf. Die weiteren Borstenbündel 40b bilden einen zweiten Bereich 98b aus. Der zweite Bereich 98b weist lediglich weitere Borstenbündel 40b auf. Der erste Bereich 96b bildet einen Kranz um den zweiten Bereich 98b aus.

Der Borstenaufnahmebereich 42b ist in zumindest eine Raumrichtung 44b gekrümmt. Im vorliegenden Fall ist der Borstenaufnahmebereich 42b in drei Raumrichtungen 44b, 46b, 47b gekrümmt. Im vorliegenden Fall ist der Borstenaufnahmebereich 42b vollständig zumindest nichtnegativ gekrümmt. Insbesondere weisen alle Teilbereiche des

Borstenaufnahmebereichs 42b eine positive Gaußkrümmung oder eine Gaußkrümmung von 0 auf. Es ist aber auch denkbar, dass ein Borstenaufnahmebereich zumindest einen Teilbereich mit einer negativen Gaußkrümmung aufweist. Der Borstenaufnahmebereich 42b weist eine Mehrzahl von Borstenbündeln 32b und weiteren Borstenbündeln 40b auf, deren Haupterstreckungsrichtungen 80b, 81 b in verschiedenen Winkeln zueinander verlaufen. Die Haupterstreckungsrichtungen 80b, 81 b schließen mit einer Oberfläche 100b des Borstenaufnahmebereichs 42b verschiedene Winkel ein. Jede

Haupterstreckungsrichtung eines Borstenbündels kann in einem anderen Winkel stehen, d.h. nicht alle Haupterstreckungsrichtungen einer Art Borstenbündel sind parallel.

Die Figur 1 1 zeigt einen Bürstenkörper 73b mit einem Bürstenkopf 74b der zweiten Haushaltsbürstenvorrichtung 50b. Aus Gründen einer Übersichtlichkeit sind in der Figur 1 1 keine Borstenbündel gezeigt. Der Borstenaufnahmebereich 42b weist eine Vielzahl von Bündelaufnahmen 58b auf. Die Bündelaufnahmen 58b weisen jeweils eine

Bündelaufnahmerichtung auf, die parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung eines in der Bündelaufnahme 58b fixierten Borstenbündels verläuft.

Die Figuren 12 bis 14 zeigen eine dritte Haushaltsbürste 48c mit einer dritten

Haushaltsbürstenvorrichtung 50c. Die dritte Haushaltsbürste 48c ist als eine

Toilettenbürste ausgebildet. Der Bürstenanwendungsbereich ist mit 10c bezeichnet. Die Haushaltsbürstenvorrichtung 50c weist einen Borstenaufnahmebereich 42c mit einer

Vielzahl von Borstenbündeln 32c, 76c auf. Im vorliegenden Fall weisen die Borstenbündel 32c, 76c eine zumindest im Wesentlichen identische Zusammensetzung auf. Im vorliegenden Fall verlaufen Haupterstreckungsrichtungen 80c, 82c der Borstenbündel 32c, 76c jeweils in demselben Winkel zu einer Oberfläche 100c des

Borstenaufnahmebereichs 42c. Ferner verlaufen die Haupterstreckungsrichtungen 80c, 82c der Borstenbündel 32c, 76c in verschiedenen Winkeln zueinander.

Die Figur 15 zeigt ein Borstenbündel 32d einer vierten Haushaltsbürstenvorrichtung 50d in einer schematischen Darstellung. Das Borstenbündel 32d weist lediglich Borsten 30d mit einem ersten Borstenendbereich 12d und einem zweiten Borstenendbereich 14d auf. Die Haushaltsbürstenvorrichtung 50d weist einen Borstenanker 36d auf, welcher das

Borstenbündel 32d außermittig bezüglich einer Längenrichtung der Borsten 30d fixiert. Die Haushaltsbürstenvorrichtung 50d weist 50 % erste Borstenendbereiche 12d und 50 % zweite Borstenendebereiche 14d auf. Die Haushaltsbürstenvorrichtung 50d weist eine identische Anzahl erster Borstenendbereiche 12d und zweiter Borstenendbereiche 14d auf. Es ist denkbar, dass die Haushaltsbürstenvorrichtungen 50a, 50b, 50c aus den

Anwendungsbeispielen der Figuren 1 bis 14 zusätzlich und/oder alternativ Borstenbündel 32d aufweisen.

Die Figur 16 zeigt eine Borste 30e und eine weitere Borste 34e einer fünften

Haushaltsbürstenvorrichtung 50e (vgl. Figur 17) in einer schematischen Seitenansicht. Die Borste 30e weist einen ersten Borstenendbereich 12e und einen zweiten, zum ersten Borstenendbereich 12e differierend ausgebildeten Borstenendbereich 14e auf. Der erste Borstenendbereich 12e und der zweite Borstenendbereich 14e sind in einem

Verbindungsbereich 52e einstückig miteinander verbunden. Insbesondere ist die Borste 30e als ein extrudiertes Filament ausgebildet, welches zur Gestaltung mindestens des ersten Borstenendbereichs 12e nachbearbeitet ist. Im vorliegenden Fall bilden der erste Borstenendbereich 12e und der zweite Borstenendbereich 14e die Borste 30e aus. Ferner ist im vorliegenden Fall die Borste 30e aus einem Kunststoff ausgebildet.

Der erste Borstenendbereich 12e weist eine Länge 24e von etwa 65 mm auf. Der erste Borstenendbereich 12e weist einen kreisförmigen Querschnitt auf. Der erste

Borstenendbereich 12e weist einen zumindest im Wesentlichen zylinderförmigen Bereich 56e auf. Der erste Borstenendbereich 12e weist einen sich verjüngenden Bereich 16e auf, der sich über wenigstens 2 % einer Länge 24e des ersten Borstenendbereichs 12e erstreckt. Im vorliegenden Fall erstreckt sich der sich verjüngende Bereich 16e über eine Länge von etwa 25 mm. Der sich verjüngende Bereich 16e ist kegelförmig ausgebildet.

Der zweite Borstenendbereich 14e weist einen zumindest im Wesentlichen konstanten Querschnitt auf. Der zweite Borstenendbereich 14e ist zumindest im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet. Der zweite Borstenendbereich 14e weist eine Länge 26e von etwa 55 mm auf. Eine Länge der Borste 30e entspricht einer Summe der Länge 24e des ersten Borstenendbereichs 12e und der Länge 26e des zweiten Borstenendbereichs 14e. Die Borste 30e weist eine Längenrichtung 38e auf.

Die weitere Borste 34e weist einen dritten Borstenendbereich 28e und einen vierten, zum dritten Borstenendbereich 28e differierend ausgebildeten Borstenendbereich 29e auf. Ferner sind der dritte Borstenendbereich 28e und der vierte Borstenendbereich 29e zu dem ersten Borstenendbereich 12e und dem zweiten Borstenendbereich 14e differierend ausgebildet. Der dritte Borstenendbereich 28e und der vierte Borstenendbereich 29e sind in einem Verbindungsbereich 53e einstückig miteinander verbunden. Insbesondere ist die weitere Borste 34e als ein extrudiertes Filament ausgebildet. Im vorliegenden Fall bilden der dritte Borstenendbereich 28e und der vierte Borstenendbereich 29e die weitere Borste 34e aus. Ferner ist im vorliegenden Fall die weitere Borste 34e aus einem Kunststoff ausgebildet.

Der dritte Borstenendbereich 28e weist einen zumindest im Wesentlichen konstanten Querschnitt auf. Der dritte Borstenendbereich 28e ist zumindest im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet. Der dritte Borstenendbereich 28e weist eine Länge 25e von etwa 45 mm auf. Der vierte Borstenendbereich 29e weist einen zumindest im

Wesentlichen konstanten Querschnitt auf. Der vierte Borstenendbereich 29e ist zumindest im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet. Der vierte Borstenendbereich 29e weist eine Länge 27e von etwa 55 mm auf. Insbesondere weisen der vierte Borstenendbereich 29e und der zweite Borstenendbereich 14e eine zumindest im Wesentlichen identische Länge auf. Eine Länge der weiteren Borste 34e entspricht einer Summe der Länge 25e des dritten Borstenendbereichs 28e und der Länge 27e des vierten Borstenendbereichs 29e. Die weitere Borste 34e weist eine Längenrichtung 72e auf.

Die Figur 17 zeigt ein Borstenbündel 32e der fünften Haushaltsbürstenvorrichtung 50e in einer schematischen Darstellung. Die Haushaltsbürstenvorrichtung 50e weist ein

Bürstenanwendungsfeld 10e auf. Das Bürstenanwendungsfeld 10e weist das

Borstenbündel 32e auf. Das Borstenbündel 32e weist die Borste 30e und die weitere Borste 34e auf. Das Borstenbündel 32e weist eine Vielzahl zusätzlicher Borsten und eine Vielzahl zusätzlicher weiterer Borsten auf, die aus Gründen einer Übersichtlichkeit in der Figur 17 nicht gezeigt sind. Das Borstenbündel 32e weist 50 % Borsten 30e und 50 % weitere Borsten 34e auf. Das Borstenbündel 32e weist im vorliegenden Fall eine gleiche Anzahl an Borsten 30e und an weiteren Borsten 32e auf. Das Borstenbündel 32e ist in einer Bündelaufnahme 58e befestigt, die in der Figur 17 geschnitten dargestellt ist. Die Bündelaufnahme 58e ist im vorliegenden Fall zylinderförmig ausgebildet. Die

Bündelaufnahme 58e ist im vorliegenden Fall als ein Sackloch ausgebildet. Die

Bündelaufnahme 58e ist als eine Bohrung ausgebildet.

Die Haushaltsbürstenvorrichtung 50e weist zumindest einen Borstenanker 36e auf, der das Borstenbündel 32e außermittig bezüglich der Längenrichtung 38e der Borste 30e fixiert. Der Borstenanker 36e fixiert die weitere Borste 34e außermittig bezüglich der Längenrichtung 72e der weiteren Borste 34e. Im vorliegenden Fall ist der Borstenanker 36e aus Metall ausgebildet. Der Borstenanker 36e ist in der Bündelaufnahme 58e befestigt. Der Borstenanker 36e verankert die Borste 30e in dem Verbindungsbereich 52e. Der Borstenanker 36e verankert die weitere Borste 34e in dem Verbindungsbereich 53e. Der Borstenanker 36e ist im vorliegenden Fall mittels eines Ankerstanzens in der Bündelaufnahme 58e befestigt. Der erste Borstenendbereich 12e ist auf einer ersten Seite 88e des Borstenankers 36e angeordnet. Der zweite Borstenendbereich 14e ist auf einer zweiten Seite 90e des Borstenankers 36e angeordnet. Im vorliegenden Fall sind alle

ersten Borstenendbereiche 12e des Borstenbündels 32e auf der ersten Seite 88e des Borstenankers 36e angeordnet. Im vorliegenden Fall sind alle zweiten

Borstenendbereiche 14e auf der zweiten Seite 90e des Borstenankers 36e angeordnet. Der dritte Borstenendbereich 28e ist auf der ersten Seite 88e des Borstenankers 36e angeordnet. Der vierte Borstenendbereich 29e ist auf der zweiten Seite 90e des

Borstenankers 36e angeordnet. Im vorliegenden Fall sind alle dritten Borstenendbereiche 28e des Borstenbündels 32e auf der ersten Seite 88e des Borstenankers 36e angeordnet. Im vorliegenden Fall sind alle vierten Borstenendbereiche 29e des Borstenbündels 32e auf der zweiten Seite 90e des Borstenankers 36e angeordnet. Alle Borstenendbereiche 14e, 29e auf der zweiten Seite 90e des Borstenankers 36e weisen zumindest im

Wesentlichen die gleiche Länge auf. Die Borstenendbereiche 12e, 28e auf der ersten Seite 88e des Borstenankers 36e weisen zwei verschiedene Längen auf, die von der Länge auf der zweiten Seite 90e verschieden sind. Die Borstenendbereiche 12e, 14e, 28e, 29e bilden drei Anwendungsflächen 92e, 94e, 95e auf. Die Anwendungsflächen 92e, 94e, 95e befinden sich auf verschiedenen Höhen relativ zu der Bündelaufnahme 58e. Die Anwendungsfläche 92e weist 25 % aller Borstenendbereiche des Borstenbündels 32e auf. Die Anwendungsfläche 94e weist 50 % aller Borstenendbereiche des Borstenbündels 32e auf. Die Anwendungsfläche 95e weist 25 % aller Borstenendbereiche des Borstenbündels 32e auf. Für andere Zusammensetzungen des Borstenbündels aus Borsten und weiteren Borsten ändert sich ein Verhältnis einer Anzahl an Borstenendbereichen der

Anwendungsfläche 92e und der Anwendungsfläche 95e. Für andere

Zusammensetzungen des Borstenbündels aus Borsten und weiteren Borsten bleibt das Verhältnis einer Anzahl an Borstenendbereichen der Anwendungsfläche 94e unverändert.

Die Figuren 18 und 19 zeigen eine Borste 30f einer sechsten Haushaltsbürstenvorrichtung 50f (nicht gezeigt) in einer schematischen Seitenansicht und in einer Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie XIX-XIX in der Figur 18. Die Borste 30f weist einen ersten

Borstenendbereich 12f und einen zweiten Borstenendbereich 14f auf. Der erste

Borstenendbereich 12f weist einen Querschnitt mit zumindest einem konkaven Bereich 18f auf. Der erste Borstenendbereich 12f weist einen gebuchteten Querschnitt auf. Der erste Borstenendbereich 12f weist zumindest eine Lamelle 102f auf, die entlang einer Haupterstreckungsrichtung 104f des ersten Borstenendbereichs 12f verläuft. Im

vorliegenden Fall weist der erste Borstenendbereich 12f sechs Lamellen 102f auf. Die Lamellen 102f laufen über den Bereich der Zuspitzung aus, sodass das zugespitzte Ende der Borste 30f keine Lamellen mehr aufweist. Es ist aber auch denkbar, dass das zugespitzte Ende zumindest Teile der Lamellen aufweist. Der erste Borstenendbereich 12f ist aus einem Kunststoff ausgebildet. Der erste Borstenendbereich 12f kann vorteilhaft große Mengen Wasser, insbesondere in dem konkaven Bereich 18f, aufnehmen, wobei das Wasser insbesondere nicht in den Borstenendbereich 12f eindringt.

Die Figuren 20 und 21 zeigen eine Borste 30g einer siebten Haushaltsbürstenvorrichtung 50g (nicht gezeigt) in einer schematischen Seitenansicht und in einer Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie XXI-XXI in der Figur 20. Die Borste 30g weist einen ersten

Borstenendbereich 12g und einen zweiten Borstenendbereich 14g auf. Der erste

Borstenendbereich 12g und der zweite Borstenendbereich 14g sind entlang einer

Haupterstreckungsrichtung 104g des ersten Borstenendbereichs 12g verbunden. Im vorliegenden Fall sind der erste Borstenendbereich 12g und der zweite

Borstenendbereich 14g einstückig verbunden. Der erste Borstenendbereich 12g und der zweite Borstenendbereich 14g sind im vorliegenden Fall in einem Co-Extrusionsverfahren hergestellt. Die Borste 30g ist im vorliegenden Fall in einem Co-Extrusionsverfahren hergestellt. Der erste Borstenendbereich 12g umgibt den zweiten Borstenendbereich 14g zumindest teilweise. Im vorliegenden Fall bildet der erste Borstenendbereich 12g einen Mantel aus. Im vorliegenden Fall bildet der zweite Borstenendbereich 14g einen Kern aus. Der erste Borstenendbereich 12g und der zweite Borstenbereich 14g sind aus

differierenden Materialien ausgebildet. Im vorliegenden Fall sind der erste

Borstenendbereich 12g und der zweite Borstenendbereich 14g aus differierenden

Kunststoffen hergestellt. Der erste Borstenendbereich 12g weist eine größere Härte auf als der zweite Borstenendbereich 14g. Es ist aber auch denkbar, dass der erste

Borstenendbereich 12g eine geringere Härte als der zweite Borstenendbereich 14g aufweist. Ein maximaler Durchmesser 20g des ersten Borstenendbereichs 12g weicht von einem maximalen Durchmesser 22g des zweiten Borstenendbereichs 14g ab.

Im Folgenden sind vier Ausführungsbeispiele für Hygienebürsten gezeigt. Die

beschriebenen Haushaltsbürstenvorrichtungen können in analoger oder abgewandelter Form in Hygienebürsten zur Anwendung kommen. Insbesondere sind Merkmale gezeigter Haushaltsbürstenvorrichtungen, gezeigter Bürstenvorrichtungen und/oder gezeigter Hygienebürstenvorrichtungen prinzipiell beliebig aufeinander übertragbar und/oder in Auswahl oder vollständig kombinierbar. Insbesondere können gezeigte Haushaltsbürsten als Hygienebürsten ausgebildet sein und umgekehrt.

Die Figur 22 zeigt eine Hygienebürste 106h mit einer achten Bürstenvorrichtung 108h in einer perspektivischen Ansicht. Die achte Bürstenvorrichtung 108h ist als eine

Hygienebürstenvorrichtung ausgebildet. Die Hygienebürste 106h ist im vorliegenden Fall als eine Zahnbürste ausgebildet. Die achte Bürstenvorrichtung108h weist ein

Bürstenanwendungsfeld 10h auf, welches zumindest einen nicht explizit dargestellten ersten Borstenendbereich und zumindest einen nicht explizit dargestellten zweiten Borstenendbereich aufweist, wobei der zweite Borstenendbereich zum ersten

Borstenendbereich differierend ausgebildet ist. Selbstverständlich kann die achte

Bürstenvorrichtung 108h auch eine größere Anzahl unterschiedlich ausgebildeter Borstenendbereiche und/oder ein beliebiges Anzahlverhältnis unterschiedlicher

Borstenendbereiche aufweisen.

Die achte Bürstenvorrichtung 108h weist eine Mehrzahl erster Borstenbündel 32h und eine Mehrzahl zweiter Borstenbündel 40h auf. Die ersten Borstenbündel 32h und/oder die zweiten Borstenbündel 40h können wie oben beschrieben Borsten mit unterschiedlichen oder identischen Borstenendbereichen aufweisen und/oder sich hinsichtlich einer Zusammensetzung an ersten Borsten und zweiten Borsten und/oder an

Borstenendbereichen unterscheiden. Im vorliegenden Fall weisen die ersten

Borstenbündel 32h eine andere Länge auf als die zweiten Borstenbündel 40h. Weiterhin können sich die Borstenbündel 32h, 40h hinsichtlich beliebiger anderer Eigenschaften unterscheiden, wie insbesondere in den anderen Ausführungsbeispielen beschrieben. Ferner ist denkbar, dass zumindest einige der Borstenbündel 32h, 40h winklig zueinander angeordnet sind, beispielsweise nach Art einer X-Stellung.

Die Figur 23 zeigt eine zweite Hygienebürste 106i mit einer neunten Bürstenvorrichtung 108i in einer perspektivischen Ansicht. Die neunte Bürstenvorrichtung 108i ist als eine Hygienebürstenvorrichtung ausgebildet. Die zweite Hygienebürste 106i ist als eine elektrische Zahnbürste ausgebildet. Die neunte Bürstenvorrichtung 108i weist ein

Bürstenanwendungsfeld 10i auf, welches zumindest einen nicht explizit dargestellten ersten Borstenendbereich und zumindest einen nicht explizit dargestellten zweiten Borstenendbereich aufweist, wobei der zweite Borstenendbereich zum ersten

Borstenendbereich differierend ausgebildet ist. Selbstverständlich kann die neunte Bürstenvorrichtung 108i auch eine größere Anzahl unterschiedlich ausgebildeter

Borstenendbereiche und/oder ein beliebiges Anzahlverhältnis unterschiedlicher

Borstenendbereiche aufweisen.

Die neunte Bürstenvorrichtung 108i weist eine Mehrzahl erster Borstenbündel 32i und eine Mehrzahl zweiter Borstenbündel 40i auf. Die ersten Borstenbündel 32i und/oder die zweiten Borstenbündel 40i können wie oben beschrieben Borsten mit unterschiedlichen oder identischen Borstenendbereichen aufweisen und/oder sich hinsichtlich einer

Zusammensetzung an ersten Borsten und zweiten Borsten und/oder an

Borstenendbereichen unterscheiden. Identisch oder unterschiedlich ausgebildete

Borstenbündel können beispielsweise auf unterschiedlichen konzentrischen Kreisen angeordnet sein. Ferner ist denkbar, dass unterschiedliche oder identische Borstenbündel in bestimmten Mustern angeordnet sind, beispielsweise abwechselnd und/oder auf Ecken von Polygonen und/oder in radial verlaufenden Reihen oder dergleichen. Weiterhin können sich die Borstenbündel 32h, 40h hinsichtlich beliebiger Eigenschaften

unterscheiden, wie insbesondere in den anderen Ausführungsbeispielen beschrieben.

Ferner ist denkbar, dass zumindest einige der Borstenbündel 32h, 40h winklig zueinander angeordnet sind, beispielsweise nach Art einer X-Stellung.

Die Figur 24 zeigt eine dritte Hygienebürste 106j mit einer zehnten Bürstenvorrichtung 108j in einer perspektivischen Ansicht. Die Figur 25 zeigt die dritte Hygienebürste 106j in einer schematischen Draufsicht. Die zehnte Bürstenvorrichtung 108j ist als eine

Hygienebürstenvorrichtung ausgebildet. Die dritte Hygienebürste 106j ist als eine

Zahnreinigungsbürste ausgebildet. Im vorliegenden Fall ist die dritte Hygienebürste 106j als eine Single-Tuft-Zahnbürste, insbesondere als ein Single-Tuft-Interdentalreiniger, ausgebildet. Die zehnte Bürstenvorrichtung 108j weist ein Bürstenanwendungsfeld 10j auf, welches zumindest einen nicht explizit dargestellten ersten Borstenendbereich und zumindest einen nicht explizit dargestellten zweiten Borstenendbereich aufweist, wobei der zweite Borstenendbereich zum ersten Borstenendbereich differierend ausgebildet ist. Selbstverständlich kann die zehnte Bürstenvorrichtung 108j auch eine größere Anzahl unterschiedlich ausgebildeter Borstenendbereiche und/oder ein beliebiges

Anzahlverhältnis unterschiedlicher Borstenendbereiche aufweisen.

Die zehnte Bürstenvorrichtung 108j weist ein einzelnes Borstenbündel 32h auf. Das Borstenbündel 32h kann, wie oben beschrieben, unterschiedliche Borsten und/oder

unterschiedliche Borstenendbereiche aufweisen. Im vorliegenden Fall ist das

Borstenbündel 32h zugespitzt. Es ist aber auch denkbar, dass das Borstenbündel 32h abgerundet ist. Einzelne Borsten des Borstenbündels 32h können beispielsweise nach einem Verankern der Borsten zu einer Festlegung einer Geometrie des Borstenbündels 32h gekürzt sein. Es ist auch denkbar, dass bereits vor einem Verankern unterschiedlich lange Borsten verwendet werden. Ferner ist denkbar, dass das Borstenbündel 32h unterschiedliche Borsten und/oder Borstenendbereich aufweist, die in einem bestimmten Muster, beispielsweise auf konzentrischen Kreisen und/oder auf radial verlaufenden Linien und/oder auf insbesondere regelmäßigen Polygonen, insbesondere deren Ecken, und/oder auf Spiralbahnen oder dergleichen angeordnet sind.

Die Figur 26 zeigt eine vierte Hygienebürste 106k mit einer elften Bürstenvorrichtung 108k in einer perspektivischen Ansicht. Die elfte Bürstenvorrichtung 108k ist als eine

Hygienebürstenvorrichtung ausgebildet. Die vierte Hygienebürste 106k ist als eine Gesichtsbürste ausgebildet. Im vorliegenden Fall ist die vierte Hygienebürste 106k als eine elektrische Gesichtsbürste ausgebildet. Die elfte Bürstenvorrichtung 108k weist ein Bürstenanwendungsfeld 10k auf, welches zumindest einen nicht explizit dargestellten ersten Borstenendbereich und zumindest einen nicht explizit dargestellten zweiten Borstenendbereich aufweist, wobei der zweite Borstenendbereich zum ersten

Borstenendbereich differierend ausgebildet ist. Selbstverständlich kann die elfte

Bürstenvorrichtung 108k auch eine größere Anzahl unterschiedlich ausgebildeter Borstenendbereiche und/oder ein beliebiges Anzahlverhältnis unterschiedlicher

Borstenendbereiche aufweisen.

Die elfte Bürstenvorrichtung 108k weist ein erstes Borstenbündel 32k und ein zweites Borstenbündel 40k auf. Im vorliegenden Fall weist die elfte Bürstenvorrichtung 108k eine Vielzahl von Borstenbündeln 32k, 40k auf. Die Borstenbündel 32k, 40k können sich hinsichtlich einer Zusammensetzung aus unterschiedlichen und/oder identisch

ausgebildeten Borsten und/oder Borstenendbereichen unterscheiden oder auch zumindest im Wesentlichen identisch ausgebildet sein, analog zu obigen

Ausführungsbeispielen. Ferner können die Borstenbündel 32k, 40k winklig zueinander angeordnet sein.

Insbesondere eine erfindungsgemäße Hygienebürstenvorrichtung und/oder eine erfindungsgemäße Hygienebürste können zur Körperpflege, insbesondere zur

Mundpflege verwendet werden. Beispielsweise sind Anwendungen im Bereich

Prophylaxe, insbesondere Zahnprophylaxe, Zahnreinigung, Zahnpflege, Zungenreinigung, Mundraumpflege und dergleichen denkbar. Ferner kann eine erfindungsgemäße

Haushaltsbürste insbesondere zur Reinigung, beispielsweise zur Haushaltsreinigung, vorzugsweise zur Bodenreinigung, Treppenreinigung, Deckenreinigung und/oder zur Reinigung schwer zugänglicher und/oder enger und/oder winkliger Stellen wie

beispielsweise Fugen, Heizkörper, Leitungsinstallationen oder dergleichen verwendet werden.