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1. (WO2017001185) INSTALLATION DE CONTRÔLE OPTIQUE DE ZONES SUPERFICIELLES D'OBJETS
Note: Texte fondé sur des processus automatiques de reconnaissance optique de caractères. Seule la version PDF a une valeur juridique

Anlage zur optischen Überprüfung von

Oberflächenbereichen von Gegenständen

Die Erfindung betrifft eine Anlage zur optischen Überprüfung von Oberflächenbereichen von Gegenständen, insbesondere von lackierten Fahrzeugkarosserien, mit

a) einer Prüflichtvorrichtung, mittels welcher Gegenstände, die sich in einem Prüfbereich befinden, mit einem Prüflicht bestrahlbar sind und ein Prüfmuster auf dem Oberflächenbereich erzeugbar ist;

b) einem Leuchtsystem, das mehrere Leuchteinheiten umfasst, mittels welchen Prüflicht emittierbar ist.

Außerdem betrifft die Erfindung ein Leuchtsystem für eine solche Anlage mit wenigstens einer ersten und einer zweiten Leuchteinrichtung, wobei die erste Leuchteinrichtung und die zweite Leuchteinrichtung Leuchteinheiten umfassen, und betrifft ein Prüflicht-Modul mit wenigstens einer Leuchteinheit.

In derartigen Anlagen werden insbesondere die Oberflächen von lackierten Fahrzeugkarosserien visuell von Prüfpersonen auf ihre Güte überprüft. Fehler in der Oberfläche führen zu lokalen Verzerrungen des Prüfmusters im Vergleich zu dessen Abbildung auf einer ideal fehlerfreien Oberfläche, wodurch eine geübte Prüfperson rasch auf vorhandene Oberflächenfehler aufmerksam wird. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Oberflächenfehler, welche beim Lackiervorgang auftreten können. Solche Oberflächenfehler bei lackierten Oberflächen lassen sich unterschiedlichen Kategorien zuordnen. Lediglich beispielhaft und nicht abschließend können solche Oberflächenfehler in Form von Lackeinschlüssen, Benetzungs- o-der Verlaufstörungen, Kratern, Wolken, Farbabweichungen und dergleichen vorliegen.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Anlage der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher die Effektivität und die Effizienz der Überprüfung gegenüber dem Stand der Technik verbessert sind.

Diese Aufgabe wird bei einer Anlage der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass

c) mittels der Leuchteinheiten wahlweise die Lichtfarbe oder sowohl die Lichtfarbe als auch die Lichtintensität des Prüflichts einstellbar ist.

Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die visuelle Erkennbarkeit des Prüfmusters für eine Prüfperson insbesondere dadurch verbessert werden kann, dass die Lichtfarbe des Prüflichts abhängig von der Farbe des Gegenstandes eingestellt wird. Die Einstellung der Lichtfarbe hängt auch zusammen mit der Einstellung der Lichttemperatur des Prüflichts. Abhängig von der Farbe des Gegenstandes werden unterschiedliche Wellenlängen des Prüflichts absorbiert bzw. reflektiert, so dass das Auge eines Betrachters eine andere Farbe wahrnimmt, als es bei einer weißen Oberfläche der Fall wäre. Gegebenenfalls kann dadurch der Kontrast des Prüfmusters auf der Oberfläche leiden. Durch eine entsprechende Veränderung der Lichtfarbe des Prüflichts kann dem entgegengewirkt werden. Die zusätzlich mögliche Einstellung der Lichtintensität kann zum Beispiel hilfreich sein, wenn sich die Umgebungshelligkeit ändert.

Um eine weitgehend umgreifende Beleuchtung des Gegenstands zu erreichen, ist es günstig, wenn Leuchteinheiten

a) von einer Seitenleuchteinrichtung derart umfasst sind, dass sie den Prüfbereich flankieren,

oder

b) von zwei Seitenleuchteinrichtungen derart umfasst sind, dass sie den Prüfbereich zu beiden Seiten flankieren.

Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Leuchteinheiten einer Seitenleuchteinrichtung in wenigstens zwei Reihen angeordnet sind, die in vertikaler Richtung übereinander verlaufen.

Um auch obere Bereiche eines Gegenstandes effektiv überprüfen zu können, sind vorzugsweise außerdem Leuchteinheiten von einer Deckenleuchteinrichtung derart umfasst, dass sie oberhalb des Prüfbereichs angeordnet sind.

Dabei sind die Leuchteinheiten der Deckenleuchteinrichtung bevorzugt in ein einer Reihe oder in zwei nebeneinander angeordnete Reihen und zwei diese flankierenden Reihen angeordnet, welche portalartig oberhalb des Prüfbereichs angeordnet sind.

Wenn die Leuchteinheiten der flankierenden Reihen gegenüber einer horizontalen Eben geneigt sind, kann beispielsweise die Dachreling einer Fahrzeugkarosserie gut mit einem Prüfmuster abgedeckt werden.

Vorzugsweise sind die Leuchteinheiten jeweils als Leuchtpanel mit mehreren Leuchtelementen ausgebildet.

Eine gute Auflösung des Prüfmusters kann erreicht werden, wenn wenigstens ein Leuchtelement mehrere Leuchtmittel umfasst.

Besonders bevorzugt ist wenigstens eines der vorhandenen Leuchtmittel ein LED-Leuchtmittel.

Vorzugsweise umfasst das Leuchtmittel eine Weißlicht-Leuchtdiode und eine Gelblicht-Leuchtdiode.

Um das Farbspektrum beträchtlich zu erweitern, ist es günstig, wenn das Leuchtmittel außerdem eine RGB-LED umfasst.

Um Oberflächenfehler zu lokalisieren ist es abhängig von den Platzverhältnissen günstig, wenn Mittel vorhanden sind, durch welche das Prüfmuster und der Gegenstand relativ zueinander bewegbar sind.

Vorzugsweise ist hierfür ein Fördersystem vorhanden, mittels welchem die Gegenstände bewegbar sind.

Um den Gegenstand überprüfen zu können, ohne dass dieser hierzu bewegt werden muss, ist es von Vorteil, wenn die Leuchteinheiten derart eingerichtet sind, dass sie durch ein Steuersystem in einer Weise ansteuerbar sind, dass ein Prüfmuster erzeugbar ist, welches sich über einen oder auf einem stationär verbleibenden Oberflächenbereich bewegt.

Es ist günstig, wenn als Prüfmuster ein Streifenmuster aus alternierend angeordneten Hellstreifen und Dunkelstreifen erzeugbar ist.

Mit Blick auf das Leuchtsystem ist es günstig, wenn die Leuchteinheiten baugleich sind. So ist die Wartung vereinfacht und die Prüfung kann auch im Störfall effizient weitergeführt werden.

Bezogen auf ein Prüflicht-Modul ist es vorteilhaft, wenn das Prüflicht-Modul wenigstens ein Anschlusselement für wenigstens eine Leitung für Betriebsmittel um-fasst, so dass ein erstes Prüflicht-Modul mit einem zweiten Prüflicht-Modul betriebstechnisch und steuerungstechnisch verbunden werden kann. So kann eine Prüfkammer effektiv aufgebaut und gegebenenfalls modifiziert werden.

Dabei ist es günstig, wenn es ein Portal ausbildet und ein Prüflichtportal-Modul ist.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. In diesen zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer Anlage zur optischen und visuellen Überprüfung von Oberflächenbereichen von Gegenständen, bei welcher Gegenstände mittels eines Fördersystems durch eine Prüfkammer gefördert werden, in welcher die Gegenstände durch eine Prüflichtvorrichtung mit einen Prüflicht bestrahlt werden können, wobei ein Prüfmuster auf der Oberfläche erzeugt wird;

Figur 2A eine Frontansicht der Anlage von Figur 1, wobei eine Seitenleuchteinrichtung aktiviert gezeigt ist, welche die Gegenstände seitlich flankiert und mehrere Leuchteinheiten umfasst, die jeweils aus mehreren Leuchtelementen aufgebaut sind, und wobei außerdem eine mobile Leuchteinrichtung der Prüflichtvorrichtung gezeigt ist;

Figur 3 einen Längsschnitt der Anlage von Figur 1, wobei einzelne Leuchtelemente von bestimmten Leuchteinheiten der Seitenleuchteinrichtung aktiviert sind;

Figur 4 einen der Figur 3 entsprechenden Längsschnitt der Anlage von Figur

1, wobei einzelne Leuchtelemente von bestimmten Leuchteinheiten der Seitenleuchteinrichtung und einer Deckenleuchteinrichtung, welche ihrerseits mehrere Leuchteinheiten umfasst, die jeweils aus mehreren Leuchtelementen aufgebaut sind, aktiviert sind;

Figur 5 schematisch ein Steuerungslayout für die selektive Ansteuerung von einzelnen Leuchteinheiten und/oder einzelnen Leuchtelementen und/oder einzelnen Leuchtmitteln;

Figuren 6A und 6B schematisch die Beleuchtung eines Oberflächenbereichs eines

Gegenstandes mit einem Streifen-Prüfmuster in zwei Prüfphasen, zwischen denen der Gegenstand bezogen auf die Leuchteinheiten bewegt wird, um eine Relativbewegung zwischen dem Streifen-Prüfmuster und dem Gegenstand zu erzeugen;

Figuren 7A und 7B schematisch die Beleuchtung eines Oberflächenbereichs eines

Gegenstandes mit einem Streifen-Prüfmuster in zwei Prüfphasen, in denen Leuchtelemente unterschiedlich angesteuert werden, um eine Relativbewegung zwischen dem Streifen-Prüfmuster und dem Gegenstand zu erzeugen;

Figuren 8A, 8B, 8C schematisch die Beleuchtung eines Oberflächenbereichs eines

Gegenstandes mit einem Streifen-Prüfmuster, wobei ein jeweiliger Prüflichtstreifen aus zwei unabhängig voneinander erzeugbaren Teilstreifen gebildet ist;

Figur 9 einen Längsschnitt einer abgewandelten Anlage, bei welcher die Prüflichtvorrichtung mehrere Leuchtportale umfasst, die unter Einhaltung eines Abstandes in Längsrichtung der Prüfkammer angeordnet sind.

Zunächst wird auf die Figuren 1 bis 4 Bezug genommen. Dort ist mit 10 insgesamt eine Anlage zur optischen Überprüfung von Oberflächenbereichen von Gegenständen 12 bezeichnet. Als Gegenstände 12 sind vorliegend beispielhaft Fahrzeugkarosserien 14 gezeigt; einige zu überprüfende Oberflächenbereiche sind mit 16 gekennzeichnet. Beim Prüfvorgang wird die gesamte Oberfläche des Gegenstandes 12 geprüft, indem einzelne Oberflächenbereiche 16 nacheinander kontrolliert werden.

Wie eingangs erläutert wurde, werden lackierte Fahrzeugkarosserien 14 durch die Anlage 10 geführt, um die Qualität der Lackierung visuell durch eine Prüfperson zu überprüfen. Hierfür umfasst die Anlage eine Prüfkammer 18 mit einem Gehäuse 20, durch welche die Fahrzeugkarosserien 14 mit Hilfe eines Fördersystems 22 hindurch geführt werden können. Bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen umfasst das Fördersystem 22 einen Rollenbahnförderer 24, auf welchem so genannte Förderskids 26 transportiert werden können, die allgemein ausgedrückt eine Tragstruktur ausbilden und auf denen ihrerseits die Fahrzeugkarosserien 14 befestigt sind. Derartige Fördersysteme 22 sind an und für sich bekannt. Alternativ können auch alle anderen geeigneten und bekannten Fördersysteme verwendet werden, wie beispielsweise bodengebundene Schienensysteme oder Hängebahnsysteme.

In der Prüfkammer 18, die häufig auch als Lichttunnel bezeichnet wird, ist eine Prüflichtvorrichtung 28 untergebracht, mittels welcher die Fahrzeugkarosserien 14 mit einem Prüflicht 30 bestrahlt werden können, wobei ein Prüfmuster 32 auf dem Oberflächenbereich 16 erzeugt wird, wenn die Fahrzeugkarosserie 14 sich in der Prüfkammer 18 befindet. Die Fahrzeugkarosserie 14 definiert dann einen Prüfbereich 18a in der Prüfkammer 18, der zumindest bereichsweise von dem Prüflicht 30 erfasst werden soll. Wie weiter unten noch deutlich wird, kann die Fahrzeugkarosserie 14 beim oder für den Prüfvorgang gegebenenfalls bewegt werden, so

dass alle Positionen der Fahrzeugkarosserie 14 in der Prüfkammer 18 den Prüfbereich 18a definieren können.

Das Prüfmuster 32 ist bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen ein Streifenmuster 34, bei dem alternierend parallel zueinander angeordnete Hellstreifen 36 und Dunkelstreifen 38 vorhanden sind. Die Hell- und Dunkelstreifen 36, 38 verlaufen bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen in Richtung senkrecht zur Transportrichtung 40, in welcher die Fahrzeugkarosserien 14 durch die Prüfkammer 18 gefördert werden und die nur in Figur 1 veranschaulicht ist.

Zum Erzeugen des Prüflichts 30 und des Prüfmusters 32 umfasst die Prüflichtvorrichtung 28 ein Leuchtsystem 42, welches seinerseits zwei Seitenleuchteinrichtungen 44, 46 und eine Deckenleuchteinrichtung 48 umfasst. Die Seitenleuchteinrichtungen 44, 46 sind identisch aufgebaut, weshalb nachfolgend lediglich auf die Seitenleuchteinrichtung 44 eingegangen wird. Diese umfasst mehrere Leuchteinheiten 50, die als Leuchtpanel 52 ausgebildet sind und ihrerseits jeweils aus mehreren Leuchtelementen 54 aufgebaut sind. Die Leuchtpanele 52 sind beim vorliegenden Ausführungsbeispiel in zwei Reihen A und B angeordnet, die in vertikaler Richtung übereinander verlaufen. Auch andere Anordnungen können jedoch ohne weiteres realisiert werden.

Dabei sind die Leuchteinheiten 50 derart von den beiden Seitenleuchteinrichtungen 44, 46 umfasst, dass sie den Prüfbereich 18a für eine Fahrzeugkarosserie 14 zu beiden Seiten flankieren. Folglich sind die Seitenleuchteinrichtungen 44, 46 zu beiden Seiten des Fördersystems 22 angeordnet.

Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst jedes Leuchtpanel 52 der Seitenleuchteinrichtung 44 eine Anzahl von 16 Leuchtelementen 54, die in einer 4x4-Matrix angeordnet sind; dies lassen die Figuren 3 bis 5 erkennen. Dabei sind die Leuchtpanele 52 vertikal ausgerichtet.

Figur 5, auf welche weiter unten nochmals im Detail eingegangen wird, zeigt, dass jedes Leuchtelement 54 seinerseits aus mehreren Leuchtmitteln 56 aufgebaut ist, wobei beim vorliegenden Ausführungsbeispiel vier Leuchtmittel 56 pro Leuchtelement 54 in einer 2x2-Matrix vorhanden sind.

Jedes Leuchtmittel 56 ist ein LED-Leuchtmittel mit jeweils einer Weißlicht-Leuchtdiode 58, einer Gelblicht-Leuchtdiode 60 und einer RGB-LED 62, welche ihrerseits eine Rotlicht-Leuchtdiode 62a, einer Grünlicht-Leuchtdiode 62b und einer Blaulicht-Leuchtdiode 62 umfasst, die nicht als einzelne Dioden zu erkennen sind.

In der Praxis haben die Weißlicht-Leuchtdioden 58 eine Lichttemperatur von 6500 Kelvin und erzeugen sogenanntes Tageslichtweiß, wogegen die Gelblicht-Leucht-dioden 60 eine Lichttemperatur von 2700 Kelvin haben und sogenanntes Warmweiß erzeugen. Wenn die Weißlicht-Leuchtdiode 58 und die Gelblicht-Leuchtdiode 60 eines Leuchtmittels 56 zu gleichen Anteilen Licht emittieren, erzeugt das Leuchtmittel 56 Licht mit einer Lichttemperatur von 4000 Kelvin und damit sogenanntes Kaltweiß oder Neutralweiß. Diese Lichttemperatur ist für das menschliche Auge wenig ermüdend.

Die Deckenleuchteinrichtung 48 ist entsprechend aufgebaut und umfasst ebenfalls mehrere Leuchteinheiten, die mit 64 bezeichnet sind und jeweils ein Leuchtpanel 66 bilden. Die Leuchteinheiten 64 sind derart von der Deckenleuchteinrichtung 48 umfasst, dass sie oberhalb des Prüfbereichs 18a für eine Fahrzeugkarosserie 14 angeordnet sind.

Die Deckenleuchteinrichtung 48 umfasst zwei nebeneinander angeordnete Reihen D und zwei diese flankierende Reihen C mit Leuchtpanelen 66, welche portalartig oberhalb der Fahrzeugkarosserien 14 bzw. des Prüfbereichs 18a angeordnet sind und nur in Figur 2 bezeichnet sind. Es kann auch nur eine einzelne mittlere Reihe D vorhanden sein. Dabei sind die Leuchtpanele 66 der Reihen D horizontal ausgerichtet und strahlen nach unten. Die Leuchtpanele 66 der Reihen C sind dagegen gegenüber einer horizontalen Ebene geneigt und jeweils zwischen einer Reihe B der jeweiligen Seitenleuchteinrichtungen 46 und den Reihen D der Deckenleuchteinrichtung 48 angeordnet.

Wie in den Figuren 3 und 4 veranschaulicht ist, können die Leuchtelemente 54 der einzelnen Leuchtpanele 52 gezielt und unabhängig von den übrigen Leuchtelementen 54 und/oder Leuchtpanelen aktiviert und deaktiviert werden. Hierdurch können selektiv bestimmte Oberflächenbereiche 16 der Fahrzeugkarosserien 14

mit Prüflicht 30 und dem Prüfmuster 32 bestrahlt werden. Figur 3 zeigt eine Bestrahlung eines Tür-Oberflächenbereichs 16a auf Türhöhe der Fahrzeugkarosserie 14, wobei die Fensterbereiche ausgelassen sind. Figur 5 zeigt dagegen die gezielte Bestrahlung eines Dach-Oberflächenbereichs 16b der Fahrzeugkarosserie 14, wobei aufgrund der Darstellung nur die Leuchtelemente 54 bestimmter Leuchtpanele 66 einer Reihe C aktiviert zu erkennen sind.

Diejenigen Leuchtpanele 52, die nicht zur Erzeugung des Prüfmusters 32 benötigt werden, können zur allgemeinen Beleuchtung der Prüfkammer 18 genutzt werden, sofern dies erforderlich ist. Hierzu kann die Lichtintensität selektiv bei einzelnen Leuchtelementen 54 oder auch nur Leuchtmitteln 56 auf das notwendige Maß verringert oder erhöht werden. Hierdurch kann auf eine ergänzende Zusatzbeleuchtung für die Grundbeleuchtung der Prüfkammer 18 verzichtet, die ansonsten beispielsweise durch Leuchteinheiten im Boden der Prüfkammer 18 gewährleistet wird.

Ergänzend kann die Prüflichtvorrichtung 28 auch noch eine oder mehrere mobile Leuchteinrichtungen 68 umfassen, wobei nur Figur 2 eine solche mobile Leuchteinrichtung 68 zeigt. Diese umfasst ebenfalls ein oder mehrere Leuchteinheiten mit Leuchtpanelen, die wie oben erläutert aufgebaut sind und der Übersichtlichkeit halber nicht eigens mit einem Bezugszeichen versehen sind und die auch in einen beweglichen Leuchtkopf 68a integriert sein können.

Eine solche mobile Leuchteinrichtung 68 kann auch an einem anderen Ort als der Prüfkammer 18 eingesetzt werden, um beispielsweise eine Überprüfung durchführen zu können, wenn unabhängig von dem eigentlichen Prüfvorgang Bedenken zur Oberflächenbeschaffenheit aufkommen.

Mit Hilfe der LED-Leuchtmittel 56 können das Leuchtsystem 42 und dabei das Prüflicht 30 und das Prüfmuster 32 nun gezielt auf die zu prüfende Fahrzeugkarosserie 14 und insbesondere auf deren Lackart und Lackfarbe abgestimmt werden. Hierbei kann die Intensität und/oder die Farbe des Prüfmusters 32 oder auch einzelner Hell- bzw. Dunkelstreifen 36 bzw. 38 abhängig von der Lackart und Lackfarbe unterschiedlich gewählt werden, um dem Lichtabsorptionsverhalten des Lackes Rechnung zu tragen, so dass ein Prüfmuster 32 auf der Fahrzeugkarosserie

14 erzeugt werden kann, welches für eine Prüfperson so gut wie möglich erkennbar ist. Es ist somit auch ein Offset, d.h. eine Feineinstellung, der Leuchtwirkung der einzelnen Leuchtmittel 56 möglich, der an die Wünsche eines bestimmten Werkers angepasst ist, so dass ein für den Werker subjektiv optimal angenehmes Prüflicht 30 abgegeben werden kann. Wenn sich ein bestimmter Werker zum Beispiel bei einer bestimmten Zone der Prüfkammer 18 anmeldet, kann die Anlage 10 für die Arbeitszone dieses Werker ein auf diesen abgestimmtes Prüflicht 30 erzeugen.

Allgemein ausgedrückt kann mittels der Leuchteinheiten 50, 64 wahlweise die Lichtfarbe oder sowohl die Lichtfarbe als auch die Lichtintensität des Prüflicht 30 eingestellt werden. Wie eingangs erwähnt, kann gegebenenfalls auch eine Veränderung der Lichtintensität ausreichen, die Leuchteinheiten 50, 64 eröffnen jedoch immer die Möglichkeit, die Lichtfarbe zu verändern.

Abhängig von der Art des zu erkennenden Fehlers auf der Oberfläche ist es besonders günstig, wenn die Lichttemperatur und die Intensität der LED-Leuchtmittel 56 in einem Bereich von 2700 Kelvin bis 6500 Kelvin an die Eigenschaften der Oberfläche der Fahrzeugkarosserie 14, wie beispielsweise deren Farbe und Glanzgrad, anzupassen. Spezielle Oberflächenfehler können auch durch eine fehlerspezifische Anpassung nur der RGB-LED 62 besonders hervorgehoben werden, was so die Effizienz und Effektivität des Prüfvorgangs steigert.

Die häufigsten Fehler nach einer Lackierung sind Einschlüsse, zum Beispiel Staubeinschlüsse, und Benetzungsfehler. Diese Fehler erscheinen dem Betrachter in einem Hellstreifen 36 eher dunkel, wogegen sie sich in einem Dunkelstreifen 38 e-her hell absetzen. Insbesondere beim Übergang von einem Hellstreifen 36 zu einem Dunkelstreifen 38 können solche Oberflächenfehler durch die Änderung des optischen Eindrucks gut erkannt werden.

Die Oberfläche kann auch auf Farbunterschiede hin untersucht werden, beispielsweise ist hier eine Vergleich der eigentlichen Karosserie mit Anbauteilen aus Kunststoff oder der Übergang von der Außen- zur Innenlackierung interessant. Hierbei kann der visuelle Eindruck bei Farbtonabweichungen durch eine spezifische Ansteuerung insbesondere der RGB-LED 62 verstärkt werden, indem das von

der RGB-LED 62 emittierte Licht spezifisch an die Farbe der zu überprüfenden Fahrzeugkarosserie 14 und damit an das Absorptionsverhalten des applizierten Lackes angepasst wird.

Die LEDs 58, 60 und 62, und dabei insbesondere die RGB-LEDs 62, werden außerdem dazu genutzt, auf der Fahrzeugkarosserie 14 für die Werker erkennbare Informationen in Form eines sogenannten Trackinglichts abzubilden. Das Tracking-licht kann Informationen zur Kennzeichnung spezieller Fahrzeugkarosserien 14 oder des Bearbeitungszustandes der Fahrzeugkarosserien 14 anzeigen. So kann zum Beispiel eine Model-Fahrzeugkarosserie mit einer standardisierten Oberfläche eingesetzt werden, um die Leuchteinrichtungen 44, 46, 48 in einem bestimmten Abschnitt der Prüfkammer 18 zu kontrollieren. Wenn die Kontrolle abgeschlossen ist, wird auf dieser Model-Fahrzeugkarosserie beispielsweise ein roter Balken erzeugt, so dass Werker, die sich in nachfolgenden Bereichen der Prüfkammer 18 befinden wissen, dass hier keine Kontrolle erfolgen muss. Gegebenenfalls können mit Hilfe insbesondere der RGB-LEDs 62 auch einzelne bereits erkannte Oberflächenfehler markiert werden. In allen Fällen folgt das auf der Oberfläche erzeugte Bild der Fahrzeugkarosserie 14, wenn diese mittels des Fördersystems 22 durch die Prüfkammer 18 gefördert wird.

Die LEDs 58, 60, 62 können auch ortsbezogene Informationen auf den Fahrzeugkarosserien 14 abbilden, die nur in einem oder mehreren bestimmten Abschnitten der Prüfkammer 18 für die Werker zu beachten sind. Zu solchen ortsbezogenen Informationen zählen zum Beispiel Informationen über einen Stop zur ergänzenden Qualitätskontrolle, einen erfolgten Not-Aus-Vorgang, über Störungen der Anlage oder dergleichen.

Neben diesen einstellbaren Leuchteinheiten 50, 64 kann das Leuchtsystem 42 auch noch weitere Leuchteinheiten umfassen, mit denen lediglich ein unveränderbares Prüfmuster oder gegebenenfalls Prüfmuster mit verschiedenen Intensitäten, nicht jedoch mit unterschiedlichen Farben, erzeugt werden können.

Hierfür umfasst die Prüflichtvorrichtung 28 ein in Figur 5 veranschaulichtes Steuersystem 70 mit einer Steuereinrichtung 72, die ihrerseits Steuereinheiten 74, 76 und 78 für die Seitenleuchteinrichtungen 44, 46 und die Deckenleuchteinrichtung 48 umfasst. Mit Hilfe der Steuereinheiten 74, 76, 78 können die Leuchtelemente 54 der einzelnen Leuchteinheiten 50 sowohl der Seitenleuchteinrichtungen 44, 46 als auch der Deckenleuchteinrichtung 48 aktiviert oder deaktiviert werden, wobei die vorhandenen LED-Leuchtmittel 58 und beim vorliegenden Ausführungsbeispiel konkret die vorhandenen Leuchtdioden 60a, 60b, 60c selektiv angesteuert werden können. Die Steuereinheiten 74, 76, 78 sind ergänzend derart konzipiert, dass die Leuchtpanele 52 oder die Leuchtelemente 54 oder die Leuchtmittel 56 auch als jeweilige Einheit angesteuert werden können, ohne dass hierzu die einzelnen Leuchtdioden 60a, 60b, 60c jeweils separat angesteuert werden müssen.

Die Steuereinrichtung 72 arbeitet mit einer Kontrolleinrichtung 80 nebst Speichereinrichtung 82 zusammen, auf welcher als Datenbank die Parameter verschiedener Prüflichtprogramme abgelegt sind, die für bestimmte Kombinationen von Ka-rosserietypen/Oberflächenbeschichtung/Farbe der Fahrzeugkarosserien 14 durchgeführt werden sollen. Die Kontrolleinrichtung 80 umfasst eine Sensoreinrichtung 84, die in der Praxis am Eingang zur Prüfkammer 18 angeordnet ist und mit deren Hilfe der Karosserietyp, die Art der Oberflächenbeschichtung und deren Farbe bei der einfahrenden Fahrzeugkarosserie 14 erfasst wird. Es kann auch auf eine solche Sensoreinrichtung 84 verzichtet werden und die benötigten Daten können auch übergeordnet von der Steuereinrichtung 72 vorgegeben werden. Darüber hinaus kann ein Werker die zu prüfende Fahrzeugkarosserie 14 und deren Parameter auch manuell definieren.

Die so erhaltenen Daten werden an eine Interface-Einheit 86 übermittelt, welche anhand der Daten das entsprechende Prüflichtprogramm von der Speichereinrichtung 82 ausliest und an die Steuereinheiten 74, 76, 78 weitergibt, so dass das gewünschte Prüflichtprogramm absolviert werden kann.

In den Figuren 6A, 6B, 7A, 7B sowie 8A, 8B, 8C ist nun jeweils ein Oberflächenbereich 16 der Fahrzeugkarosserie 14 mit zwei Oberflächenfehlern 88a, 88b veranschaulicht, der mit dem Prüfmuster 32 beleuchtet wird. In diesen Figuren sind beispielhaft Leuchtelemente 54 von Leuchteinheiten 50 der Seitenleuchteinrichtung 44 gezeigt, wobei Leuchteinheiten 50 nicht separat gezeigt sind. Dabei sind solche Leuchtelemente 54, die einen Hellstreifen 36 des Prüfmusters 32 erzeugen, weiß, und solche Leuchtelemente 54, die einen Dunkelstreifen 38 des Prüfmuster 32 erzeugen, schwarz gezeigt. Die letztgenannten Leuchtelemente 54 für die Dunkelstreifen 38 können deaktiviert sein oder ein gegenüber den Leuchtelementen 54 für die Hellstreifen 36 dunkleres Licht mit geringerer Intensität oder gegebenenfalls auch lediglich einen dunkleren Farbton oder eine andere Lichtfarbe erzeugen.

Um die Oberflächenqualität der lackierten Fahrzeugkarosserien 14 zu überprüfen, sind Mittel vorhanden, durch welche das Prüfmuster 32 und die Fahrzeugkarosserie 14 relativ zueinander bewegt werden können. An Oberflächenbereichen der Fahrzeugkarosserie 14 mit Unregelmäßigkeiten - hier in Form der Oberflächenfehlern 88a, 88b - im Vergleich zu einer optimalen Oberfläche kommt es zu einer Art Verzerrung des Prüfmusters 32, welche einem Betrachter durch die Bewegung besonders gut auffällt. Die Figuren 6A, 6B, 7A, 7B sowie 8A, 8B, 8C veranschaulichen nun verschiedene Varianten, wie das Prüfmuster 32 und eine solche Relativbewegung zwischen Prüfmuster 32 und Fahrzeugkarosserie 14 erzeugt werden kann.

Die Figuren 6A und 6B zeigen eine Variante, bei welcher die Fahrzeugkarosserien 14 an den Leuchtpanelen 52 vorbeibewegt werden, wobei die Ansteuerung der Leuchtelemente 54 unverändert bleibt. In diesem Fall arbeitet das Steuersystem 70 mit dem Fördersystem 22 zusammen und steuert dieses so an, dass die Fahrzeugkarosserie 14 entsprechend bewegt wird. Hierbei wird ein stationäres Prüfmuster 32 erzeugt. Figur 6A zeigt eine Phase des Prüfvorgangs, bei welcher der Oberflächenfehler 86a sich im Bereich eines Hellstreifens 36a und der Oberflächenfehler 86b sich im Bereich eines Dunkelstreifens 38a befindet. Figur 6B zeigt demgegenüber eine Phase des Prüfvorgangs, bei welcher der Oberflächenfehler 88a sich im Bereich eines Dunkelstreifens 38b befindet, der dem Hellstreifen 36a benachbart ist. Der Oberflächenfehler 88b befindet sich dort im Bereich eines Hellstreifens 36b, welcher neben dem Dunkelstreifen 38a erzeugt ist. Beim Übergang der Oberflächenfehler 88a, 88b vom Hellstreifen 36a bzw. vom Dunkelstreifen 38a zum Dunkelstreifen 38b bzw. zum Hellstreifen 36a kann eine Prüfperson die oben erwähnten Musterverzerrungen erkennen und die Oberflächenfehler 88a, 88b im Oberflächenbereich 16 lokalisieren. Wenn eine mobile Leuchteinrichtung 68 verwendet wird, kann auch die mobile Leuchteinrichtung 68 bezogen auf die stationär verbleibende Fahrzeugkarosserie 14 bewegt werden.

Die Figuren 7A und 7B zeigen eine Variante, bei der sowohl die Leuchteinheiten 50 mit den Leuchtelementen 54 als auch die Fahrzeugkarosserie 14 stationär im Raum verbleiben. Stattdessen wird ein Prüfmuster 32 erzeugt, welches sich über den oder auf dem Oberflächenbereich 16 bewegt. Zu diesem Zweck werden die Leuchteinheiten 50 und/oder deren Leuchtelemente 54 und/oder die zugehörigen Leuchtmittel 56 gruppenweise oder gesondert angesteuert. Wie Figur 7A ver anschaulicht, erzeugen zunächst Leuchtelemente 54a einen Hellstreifen 36 und Leuchtelemente 54b einen Dunkelstreifen 38. Dann werden die Leuchtelemente 54 derart angesteuert, dass die Leuchtelemente 54a einen Dunkelstreifen 38 und die Leuchtelemente 54b einen Hellstreifen 36 erzeugen. Auch hierbei befinden sich die Oberflächenfehler 88a, 88b zunächst in einem Hellstreifen 36 bzw. einem Dunkelstreifen 38 (Figur 7A) und dann in einem Dunkelstreifen 38 bzw. einem Hellstreifen 36 (Figur 7B), wodurch eine Prüfperson die entstehenden Verzerrungen im Prüfmuster wahrnehmen und die Oberflächenfehler 88a, 88b lokalisieren kann.

Bei dem in den Figuren 7A und 7B veranschaulichten Ablauf wird jeder Hellstreifen 36 und jeder Dunkelstreifen 38 in Richtung seiner Breite, vorliegend also in horizontaler Richtung, jeweils durch eines der Leuchtelemente 54 erzeugt. Wenn sich nun eine Fehlstelle 88a oder 88b zufällig am Übergang bzw. der Grenze zwischen einem Hellstreifen 36 und einem Dunkelstreifen 38 befindet, kann es vorkommen, dass der Unterschied der visuell wahrnehmbaren Prüfmuster 32 so gering ausfällt, dass eine Prüfperson die Verzerrungen und damit die Oberflächenfehler 88a, 88b nicht bemerkt.

Dem kann entgegengewirkt werden, indem jeder Hellstreifen 36 und jeder Dunkelstreifen 38 in der Breite durch jeweils zwei unmittelbar nebeneinander angeordnete Leuchtelemente 54 definiert wird, wie es die Figuren 8A, 8B und 8C zeigen. Eine Bewegung des Prüfmusters 32 wird dann dadurch erreicht, dass die Hellstreifen 36 und Dunkelstreifen 38 jeweils nur um die Hälfte ihrer Breite bewegt werden, indem zwei ineinander verschachtelte Gruppen von Leuchtelementen 54a und 54b definiert werden, wobei Leuchtelemente 54a und 54b jeweils un mittelbar benachbart angeordnet sind. In den Figuren 8A, 8B und 8C sind jeweils zwei der Leuchtelemente 54a und 54b mit Bezugszeichen versehen. Die Gruppen von Leuchtelementen 54a und 54b werden dann jeweils abwechselnd angesteuert, so dass die jeweiligen Leuchtelemente 54a, 54b, die vor dem Umschalten einen Hellstreifen 36 erzeugen, dann einen Dunkelstreifen 38 erzeugen, und umgekehrt. Von Figur 8A zu Figur 8B sind nur die Leuchtelemente 54a umgeschaltet und die Leuchtelemente 54b bleiben unverändert. Von Figur 8B zu Figur 8C sind dann die Leuchtelemente 54b umgeschaltet, wogegen die Leuchtelemente 54a unverändert bleiben.

Selbst für den Fall, dass eine Fehlstelle 88a oder 88b an der Grenze zwischen den Leuchtstreifen angesiedelt ist, die von zwei benachbarten Leuchtelementen 54a, 54b erzeugt werden, tritt so stets der Fall auf, dass die betreffende Fehlstelle 88a, 88b einmal vollständig von einem Hellstreifen 36 und einmal vollständig von einem Dunkelstreifen 38 beaufschlagt ist.

Wenn zur Erzeugung eines feiner aufgelösten Prüfmusters 32 statt der Leuchtelemente 54 die vorhandenen Leuchtmittel 56 angesteuert werden, gilt das, was oben zum Prüfmuster 32 und den Oberflächenfehlern 88a, 88b mit Bezug auf die Leuchtelemente 54 erläutert wurde, sinngemäß entsprechend mit Bezug auf die Leuchtmittel 56.

Grundsätzlich kann die Breite der Hellstreifen 36 und der Dunkelstreifen 38 durch eine entsprechende Ansteuerung der Leuchtelemente 54 bzw. der vorhandenen Leuchtmittel 56 eingestellt werden. Es sind auch Streifenmuster 34 möglich, bei denen die Hellstreifen 36 und die Dunkelstreifen 38 unterschiedlich breit sind oder auch verschiedene Hell- bzw. Dunkelstreifen 36, 38 unterschiedliche Breiten haben.

Auch andere Prüfmuster 32 als das beispielhaft erläuterte vertikalen Streifenmuster 34 können abhängig von dem zu prüfenden Gegenstand 12 oder den möglichen Oberflächenfehlern sinnvoll sein. Zum Beispiel können Oberflächenfehler mit Erhebungen häufig besser mit horizontalen Streifen erkannt werden, da so ein für den Betrachter deutlicherer Schattenwurf erzeugt wird. Es können daher zum Beispiel auch Prüfmuster mit horizontalen oder diagonalen Streifen, Schachbrettmuster o-der dergleichen verwendet werden. Auch Punkte, Ovale oder andere Leuchtflächen mit dazwischen angeordneten Dunkelbereichen können ein Prüfmuster bilden. Je

größer die Anzahl der verbauten Leuchtmittel 56 ist, desto feiner kann die Struktur des Prüfmusters sein.

In der Regel übernimmt eine Prüfperson die Überprüfung von einzelnen Oberflächenbereichen 16 der Fahrzeugkarosserien 14 in einer bestimmten Arbeitszone der Prüfkammer 18. Bei einem anderen Konzept begleitet die Prüfperson die Fahrzeugkarosserie 14 durch die gesamte Prüfkammer, wobei er neben der Fahrzeugkarosserie 14 her läuft. Dies kann weniger ermüdend für den Mitarbeiter sein, als im rascheren Wechsel unterschiedliche Oberflächen in verschiedenen Farben zu überprüfen.

Figur 9 veranschaulicht als weiteres Ausführungsbeispiel eine Anlage 10, bei welcher die Prüflichtvorrichtung 28 mehrere Prüflichtportal-Module 90 umfasst, welche jeweils Leuchteinheiten 50 und 64 als Seitenleuchteinheiten 92 und 94 und als Deckenleuchteinheit 96 tragen. Die Seitenleuchteinheiten 94 sind auf Grund des Schnittes nicht zu erkennen und daher mit einer gestrichelten Bezugszeichenlinie angedeutet. Die Prüflichtportal-Module 90 sind derart hintereinander angeordnet, dass zwischen zwei Prüflichtportal-Modulen 90 ein Zwischenraum 98 verbleibt. In Figur 9 sind nur zwei Prüflichtportal-Module 90 und der Zwischenraum 98 zwischen diesen mit einem Bezugszeichen versehen.

Die Zwischenräume 98 ermöglichen einen Zugang in die Prüfkammer 18, wobei die so gebildeten Durchgänge aus Sicherheitsgründen mit einem Geländer 100 versperrt sind, welches bewegbare Türsegmente 100a aufweist, von denen nur eines ein Bezugszeichen trägt.

Bei dieser Anlage 10 kann die Fahrzeugkarosserie 14 nacheinander verschiedene Prüfzonen durchlaufen, wobei in Figur 9 drei solche Prüfzonen 102a, 102b, 102c gezeigt sind, in denen zum Beispiel nacheinander das Dach, der vordere Teil und der hintere Teil einer Fahrzeugkarosserie 14 in einer Prüfabfolge überprüft werden können.

Jedes Prüflichtportal-Modul 90 umfasst seine eigenen Leuchteinheiten 50 bzw. 64, so dass die Länge der resultierenden Prüfkammer 18 an die örtlichen Anforderungen angepasst werden kann, indem einzelne Prüflichtportal-Module 90 ergänzt

oder entfernt werden. Zu diesem Zweck ist jedes Prüflichtportal-Modul 90 mit Anschlusselementen für Leitungen für benötigte Betriebsmittel, wie elektrische Energie oder Arbeitsmedien, versehen. Als Arbeitsmedien kommen beispielsweise Spülflüssigkeiten, insbesondere vollentsalztes Wasser, sowie Druckluft in Frage. Dem letzten Prüflichtportal-Modul 90 in der Prüfkammer 18 sind geeignete Abschlusselemente für im Kreislauf durchzuleitende Medien zugeordnet. Solche Abschlusselemente werden bei einem Umbau jeweils an das letzte Prüflichtportal-Modul 90 in der Prüfkammer 18 übergeben. Auch Steuerleitungen für Steuersignale können Leitungen sein, die über geeignete Anschlusselemente miteinander verbunden werden können. Auf diese Weise können die erforderlichen Betriebsmittel am Anfang der Prüfkammer 18 eingespeist werden und dann alle Module erreichen. Hierzu sind in der Praxis Steckverbinder vorhanden, so dass keine weiteren Leitungsverlängerungen notwendig sind. Somit können zwei Prüflichtportal-Module 90 betriebstechnisch und steuerungstechnisch miteinander verbunden werden.

Wenn mehrere Prüflichtportal-Module 90 zusammengeschlossen sind, bilden deren jeweilige Seitenleuchteinheiten 92 bzw. 94 zusammen die Seitenleuchteinrichtungen 44 bzw. 46 und deren Deckenleuchteinheiten 98 zusammen die Deckenleuchteinrichtung 48 der Anlage 10.

Grundsätzlich kann die Anlage 10 so konzipiert sein, dass die Leuchteinheiten 50, d.h. hier die Leuchtpanele 52, der Seitenleuchteinrichtungen 44, 46 und die Leuchteinheiten 64, d.h. hier die Leuchtpanele 66, der Deckenleuchteinrichtung 48 baugleich ausgebildet sind. In diesem Fall muss nur eine einzige Art von Leuchtpanelen vor Ort für Wartungszwecke vorgehalten werden; ein defektes Leuchtpanel 52 oder 66 kann dann als eine Art einheitliches Modul ausgetauscht werden. Allgemein ausgedrückt sind bei der Anlage 10 wenigstens eine erste Leuchteinrichtung, hier in Form einer der beiden Seiten-Leuchteinrichtungen 44 oder 46 oder in Form der Decken-Leuchteinrichtung 48, und eine zweite Leuchteinrichtung, hier dann in Form der anderen Seiten-Leuchteinrichtung 46 bzw. 44 oder der Decken-Leuchteinrichtung 48, sofern diese nicht bereits die erste Leuchteinrichtung definiert.

Durch die blendarme Lichtwirkung der homogenen Leuchtflächen der Leucht-

panele 52, 66 ist eine hohe Ergonomie am Arbeitsplatz in der Prüfkammer 18 gewährleistet, da die dort tätigen Werker weniger schnell ermüden als bei anderen Lichtquellen.