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1. (WO2017001147) ÉCHANGEUR DE CHALEUR
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Wärmeübertrager

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Um Wärmeenergie von einem Prozessmedium auf ein zweites Prozessmedium zu übertragen, werden Wärmeübertrager verwendet. Bei rekuperativen Wärmeübertragern besitzt jedes Medium dabei einen von dem anderen abgetrennten Raum.

Eine häufig verbreitete Bauart von Wärmeübertragern sind sogenannte Rohrbündelwärmeübertrager, bei der ein Medium durch mehrere in einem Bündel angeordnete parallele Rohre geleitet wird. Das zweite Medium wird durch eine das Rohrbündel umgebende Kammer geleitet.

Bei einer besonderen Bauart wird das Rohrbündel durch eine Vielzahl von einseitig geschlossenen Rohren gebildet. Ein zweites Rohr ist in diese eingesetzt und in Richtung zu dem verschlossenen Ende des ersten Rohres offen. Eine Bauart dieser Art ist aus US 2010/0254891 AI bekannt. Da die innenliegenden Rohre häufig zu verbesserndem Anschluss seitlich aus dem Innenrohr herausgeführt werden, wird diese Bauart auch als Bajonettwärmeübertrager bezeichnet.

Vorteil dieser Bauform ist, dass das zumeist in dem Innenrohr zurückfließende Medium einen Teil der Wärmeenergie an das außen vorbeiströmende Medium abgibt und somit zur Erwärmung des einfließenden kühleren Mediums beiträgt.

Bei derartigen Wärmeübertragern besteht jedoch das Problem einer vorteilhaften Regelung und es können ferner Probleme entstehen, wenn eine dringende Abschaltung der Anlage notwendig ist, wenn beispielsweise das zu erwärmende Medium einer zu hohen Temperatur ausgesetzt wird.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Wärmeübertrager der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem ein Abschalten der Wärmeübertragung in vorteilhafter Weise möglich ist. Ferner sollte vorzugsweise eine vorteilhafte Regelung des Wärmeübertragers möglich sein.

Die Erfindung ist definiert durch die Merkmale des Anspruchs 1.

Bei einem erfindungsgemäßen Wärmeübertrager mit einem ersten Abschnitt, der von einem ersten Medium durchströmbar ist, und einem zweiten Abschnitt, der von einem zweiten Medium durchströmbar ist, wobei im Betrieb ein Wärmeaustausch zwischen dem ersten und dem zweiten Medium erfolgt, weist der erste Abschnitt eine Einlasskammer und mit der Einlasskammer verbundene erste Rohre sowie eine Auslasskammer und mit der Auslasskammer verbundene zweite Rohre auf. Die ersten Rohre sind jeweils an dem von der Einlasskammer abgewandten Ende verschlossen und jedes zweite Rohr ist zumindest teilweise innerhalb eines der ersten Rohre angeordnet. Das von der Auslasskammer abgewandte Ende jedes zweiten Rohres ist zu dem Inneren des jeweiligen ersten Rohres geöffnet. Der zweite Abschnitt weist eine Einlasseinrichtung und eine Auslasseinrichtung auf, wobei die Einlasseinrichtung in eine Wärmeübertragerkammer mündet. Die Wärmeübertragerkammer umgibt die ersten Rohre des ersten Abschnitts zumindest teilweise. Ferner ist die Wärmeübertragerkammer mit der Auslasseinrichtung verbunden. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Einlasseinrichtung eine Absperrvorrichtung zum Absperren des Fluidstroms des zweiten Mediums in die Wärmeübertragerkammer aufweist, und dass eine Bypassvorrichtung die Einlasseinrichtung und die Auslasseinrichtung zum zumindest teilweisen Vorbeiführen des Fluidstroms des zweiten Mediums an der Wärmeübertragerkammer verbindet, wobei die Absperrvorrichtung in Strömungsrichtung des zweiten Mediums hinter der Bypassvorrichtung angeordnet ist.

Über die Absperrvorrichtung in ihrer abgesperrten Stellung lässt sich somit in vorteilhafter Weise verhindern, dass durch die Einlasseinrichtung einströmendes zweites Medium in die Wärmeübertragerkammer gelangt. Mittels der Bypassvorrichtung kann das zweite Medium direkt zu der Auslasseinrichtung geleitet werden . Bei abgesperrter Absperrvorrichtung ist die Wärmeübertragerkammer nicht durchströmt. Somit kann mittels der Absperrvorrichtung ein schnelles Abschalten des Wärmeaustauschs zwischen dem ersten und dem zweiten Medium erreicht werden, wobei gleichzeitig verhindert wird, dass an der Absperrvorrichtung ein zu hoher Druck entsteht, da das zweite Medium über die Bypassvorrichtung abgeleitet werden kann.

Die ersten Rohre des ersten Abschnitts sind vorzugsweise parallel und als Bündel angeordnet.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Bypassvorrichtung eine Regeleinrichtung zur Regelung des Fluidstroms des zweiten Mediums durch die Bypassvorrichtung aufweist. Die Regeleinrichtung kann beispielsweise als rotatorisch angetriebene Klappe ausgebildet sein. Derartige Klappen haben den Vorteil, dass eine Antriebswelle zur Betätigung der Klappe in vorteilhafter Weise abgedichtet werden kann. Auf diese Weise lässt sich bei geöffneter Absperrvorrichtung einstellen, ob ein gewisser Anteil des zweiten Mediums durch die Bypassvorrichtung geführt wird, indem über die Regeleinrichtung der Druckverlust in der Bypassvorrichtung eingestellt wird. Somit lässt sich die Menge des zweiten Mediums, die in die Wärmeübertragerkammer gelangt, und

somit wird ein Wärmeaustausch mit dem ersten Medium bewirkt, in vorteilhafter Weise regeln.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Absperrvorrichtung eine Regelfunktion besitzt. Auf diese Weise kann auch mittels der Absperrvorrichtung die Menge des zweiten Mediums, die in die Wärmeübertragerkammer gelangt, geregelt werden. Bei einer Ausführungsform, bei der die Bypassvorrichtung keine Regeleinrichtung aufweist, lässt sich mittels der Absperrvorrichtung mit Regelfunktion auch einstellen, dass ein Teil des zweiten Mediums durch die Bypassvorrichtung und somit einer Wärmeübertragerkammer vorbeigeführt wird.

Die Bypassvorrichtung und die Absperrvorrichtung sind grundsätzlich getrennt voneinander ausgebildet und unabhängig betätigbar. Dadurch wird ein besonders flexibler Einsatz und eine vorteilhafte Steuerung erreicht, da im gesamten Betriebsbereich eine definierte Regelkurve vorliegt. Die Absperrvorrichtung kann beispielsweise eine den Durchfluss regulierende, rotatorisch betätigbare Klappe aufweisen.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Wärmeübertragerkammer durch ein langgestrecktes Rohr gebildet ist. Auf diese Weise lässt sich auf konstruktiv einfache Art und Weise eine Wärmeübertragerkammer, die ein Rohrbündel aus ersten Rohren aufnimmt, geschaffen werden.

Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass ein Gehäuserohr das langgestreckte Rohr der Wärmeübertragerkammer umgibt und die Auslasseinrichtung in das Gehäuserohr mündet, wobei das langgestreckte Rohr auf der von der Einlasseinrichtung abgewandten Seite zu einem zwischen dem Gehäuserohr und dem langgestreckten Rohr gebildeten Spaltraum offen ist. Mit anderen Worten : Das durch die Wärmeübertragerkammer strömende zweite Medium strömt am Ende des langgestreckten Rohres nach außen in den zwischen dem Gehäuserohr und dem langgestreckten Rohr gebildeten Ringspalt und strömt außen an dem langgestreckten Rohr zurück in Richtung zu der Auslasseinrichtung. Auf diese Weise kann beispielsweise erreicht werden, dass die Auslasseinrichtung und die Einlasseinrichtung relativ nahe beieinander angeordnet sind, so dass die zu- und abführenden Rohre für das zweite Medium nah beieinander angeordnet sein können, was häufig konstruktive Vorteile hat.

Vorzugsweise weist der Wärmeübertrager ein Gehäuse auf, in dem die Einlasskammer, die Auslasskammer und die Wärmeübertragerkammer aufgenommen sind. Mit anderen Worten : Der Wärmeübertrager weist ein gemeinsames Gehäuse für zumindest einen Teil der den ersten und den zweiten Abschnitt bildenden Apparaturen auf.

Dabei kann vorgesehen sein, dass das Gehäuse das Gehäuserohr bildet.

Der Wärmeübertrager kann beispielsweise langgestreckt ausgebildet sein, wobei die Einlasskammer beispielsweise von der Gehäusewandung umschlossen ist. Die Auslasskammer kann beispielsweise in die Einlasskammer eingesetzt sein. Die Auslasskammer kann beispielsweise zu der Wärmeübertragerkammer und dem Gehäuserohr hin durch eine Gehäusetrennwandung abgetrennt sein, die von den ersten und zweiten Rohren durchdrungen ist. Eine derartige Ausgestaltung hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt.

Es kann vorgesehen sein, dass die Einlasskammer und die Auslasskammer in einem ersten Endabschnitt des Gehäuses angeordnet sind. Unter erster Endabschnitt wird beispielsweise ein Abschnitt des Gehäuses verstanden, der sich beispielsweise über 10-20% der Länge des Gehäuses erstreckt.

Die Einlasseinrichtung und die Auslasseinrichtung können an einem zweiten Endabschnitt des Gehäuses angeordnet sein. Der zweite Endabschnitt kann sich ebenfalls beispielsweise über 10-20% der Länge des Gehäuses erstrecken.

Die Wärmeübertragerkammer kann an einem Mittelabschnitt des Gehäuses angeordnet sein. Der Mittelabschnitt des Gehäuses ist zwischen dem ersten und dem zweiten Endabschnitt angeordnet.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Einlasseinrichtung einen Einlassrohrstutzen und die Auslasseinrichtung einen Auslassrohrstutzen aufweist, die in einer horizontalen Ebene angeordnet sind. Mit anderen Worten, die Mittelachsen des Einlassrohrstutzens und des Auslassrohrstutzens sind in einer Ebene angeordnet. Die Einlass- und Auslassrohrstutzen können z.B. koaxial angeordnet sein oder auch 90° zueinander versetzt.

Eine derartige Anordnung ist besonders vorteilhaft, da die das zweite Medium führenden Leitungen, die zu dem Wärmeübertrager hin und von diesem weg führen, ebenfalls koaxial zueinander angeordnet sein können. Somit ist der erfindungsgemäße Wärmeübertrager beispielsweise in eine vorhandene Leitung des zweiten Mediums ohne großen konstruktiven Aufwand einsetzbar.

In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass die Auslasseinrichtung eine zweite Auslasskammer aufweist, wobei die Einlasseinrichtung die zweite Auslasskammer durchdringt, und wobei die Bypassvorrichtung einen Bypassrohrstutzen aufweist, der von der Einlasseinrichtung in die zweite Auslasskammer ragt. Die zweite Auslasskammer kann beispielsweise von dem zweiten Endabschnitt des Gehäuses gebildet sein.

Eine derartige Ausgestaltung der Einlasseinrichtung und Auslasseinrichtung ist auf konstruktiv besonders einfache Art und Weise bereitstellbar.

Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass der Auslassrohrstutzen in die zweite Auslasskammer mündet.

Bei dem erfindungsgemäßen Wärmeübertrager können die Absperrvorrichtung und die Regeleinrichtung der Bypassvorrichtung beispielsweise als Klappen ausgebildet sein. Selbstverständlich können auch andere Regelorgane verwendet werden.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass jedes zweite Rohr als doppelwandiges Rohr ausgebildet ist, mit einem Innenrohr und einem Außenrohr, wobei das Innenrohr und das Außenrohr an dem von der Auslasskammer abgewandten Ende oder an dem der Auslasskammer zugewandten Ende miteinander verbunden sind. Dadurch wird erreicht, dass in die Einlasskammer eintretendes Medium sich in dem zwischen dem Innenrohr und dem Außenrohr gebildeten Ringspalt sammelt. Das Außenrohr des zweiten Rohrs wirkt als Strahlungsschutz gegenüber Wärmestrahlung des zu heizenden Mediums. Ferner kann das in dem Ringspalt zwischen dem Außenrohr und dem Innenrohr befindliche Medium eine Isolationswirkung hervorrufen .

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass in der Wärmeübertragungskammer Strömungsumlenkelemente zur Umlenkung der Strömung des zweiten Mediums angeordnet sind. Durch das Vorsehen von Strömungsumlenkelementen in der Wärmeübertragungskammer kann das zweite Medium in vorteilhafter Weise zwangsgeführt werden . Dadurch kann der Wärmeaustausch in der Wärmeübertragungskammer verbessert werden. Auch kann durch die Zwangsführung des zweiten Mediums die Höhe des Druckverlustes des Drucks des zweiten Mediums beim Durchströmen der Wärmeübertragerkammer vermindert werden .

Der erfindungsgemäße Wärmetauscher kann mit Gasen, Dämpfen und Flüssigkeiten in beliebiger Kombination betrieben werden und beispielsweise als Gas-Gaswärmeübertrager oder Gas-Liquidwärmeübertrager verwendet werden. Auch ist es möglich, dass ein Wärmeaustausch zwischen einem gasartigen Medium und einem hydraulischen Medium erfolgt. Das Medium 1 kann beispielsweise ein Rauch sein und das Medium 2 ein hydraulisches Medium, wie beispielsweise Wasser. Auch besteht die Möglichkeit, dass das Medium 1 ein hydraulisches Medium, wie beispielsweise Wasser, ist und das Medium 2 ein Rauch. Bei dem erfindungsgemäßen Wärmeübertrager kann das Medium 1 ein zu heizendes Medium und das Medium 2 ein zu kühlendes Medium oder umgekehrt auch das Medium 2 ein zu heizendes Medium und das Medium 1 ein zu kühlendes Medium sein.

Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Figuren die Erfindung näher erläutert.

Es zeigen :

Figur 1 eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen

Wärmeübertragers,

Figur 2 eine schematische Detaildarstellung des ersten Endabschnitts des

Gehäuses des Wärmeübertragers der Figur 1 und

Figur 3 eine schematische Detaildarstellung des zweiten Endabschnitts des

Gehäuses des Wärmeübertragers der Figur 1.

In den Figuren 1-3 ist ein erfindungsgemäßer Wärmeübertrager 1 schematisch im Schnitt dargestellt.

Der Wärmeübertrager besteht aus einem ersten Abschnitt 3, der von einem ersten Medium durchströmbar ist und einem zweiten Abschnitt 5, der von einem zweiten Medium durchströmbar ist.

Zwischen dem ersten und dem zweiten Medium erfolgt im Betrieb des Wärmeübertragers 1 ein Wärmeaustausch.

Der erste Abschnitt 3 des Wärmeübertragers 1 weist eine Einlasskammer 7 auf, und mit der Einlasskammer verbundene erste Rohre 9. Durch einen Rohrstutzen 11 kann das erste Medium in die Einlasskammer 7 geleitet werden. An dem der Einlasskammer 7 abgewandten Ende 9a sind die Rohre 9 verschlossen. Die ersten Rohre 9 sind parallel zueinander und als Rohrbündel angeordnet.

Ferner weist der erste Abschnitt 3 eine Auslasskammer 13 auf, die mit einem weiteren Rohrstutzen 11 verbunden ist, durch das das erste Medium aus dem Wärmeübertrager 1 abgeführt werden kann.

Die Auslasskammer 13 ist in der Einlasskammer 7 angeordnet und mit einer Vielzahl von zweiten Rohren 15 verbunden. Jedes zweite Rohr 15 ist teilweise innerhalb eines der ersten Rohre 9 angeordnet. Mit anderen Worten : Ein zweites Rohr 15 ist in ein erstes Rohr 9 eingesteckt. Das von der Auslasskammer 13 abgewandete Ende 15a jedes zweiten Rohres 15 ist zu dem Inneren des jeweiligen ersten Rohres 9 hin geöffnet.

Das den ersten Abschnitt 3 durchströmende erste Medium gelangt durch den Rohrstutzen 11 in die Einlasskammer 7. Von dort strömt das Medium in dem zwischen dem ersten Rohr 9 und jedem zweiten Rohr 15 gebildeten Ringspalt 17 bis zu dem von der Einlasskammer 7 abgewandten Ende 9a jedes Rohres 9. Dadurch, dass die ersten Rohre 9 an diesem Ende verschlossen sind, strömt das erste Medium in das zweite Rohr 15 und in Richtung der Auslasskammer 13. In dieser wird das zurückströmende erste Medium gesammelt und durch den an der Auslasskammer 13 angeschlossenen Rohrstutzen 11 abgeführt.

In dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist das zweite Rohr 15 als doppelwandiges Rohr ausgebildet und weist ein Innenrohr 15b und ein Außenrohr 15c auf. Der zwischen dem Innenrohr 15b und dem Außenrohr 15c gebildete Ringspalt 15d ist zu der Einlasskammer 7 hin geöffnet. Am von der Auslasskammer 13 abgewandten Ende 15a des zweiten Rohrs 15 ist das Innenrohr 15b mit dem Außenrohr 15c verbunden, so dass der Ringspalt 15d an diesem Ende 15a geschlossen ist. Eine derartige Ausbildung des zweiten Rohrs 15 dient einerseits als Strahlungsschutzschild für das Innenrohr 15b und andererseits dringt das in die Einheitskammer 7 strömende erste Medium in den Ringspalt zwischen dem Innenrohr 15b und 15c ein und verbleibt dort. Dieses Medium bildet eine zusätzliche schützende Isolationswirkung. Dadurch kann der Wärmeübergang vergleichmäßigt werden.

Der zweite Abschnitt 5 des erfindungsgemäßen Wärmeübertragers 1 weist eine Einlasseinrichtung 19 und eine Auslasseinrichtung 21 auf. Die Einlasseinrichtung 19 weist einen Einlassrohrstutzen 23 auf, durch den das zweite Medium dem Wärmeübertrager 1 zugeführt wird. Die Auslasseinrichtung 21 weist einen Auslassrohrstutzen 25 aus, durch den das zweite Medium aus dem Wärmeübertrager herausströmen kann. Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel sind der Einlassrohrstutzen 23 und der Auslassrohrstutzen 25 koaxial zueinander angeordnet.

Die Einlasseinrichtung 19 mündet in eine Wärmeübertragerkammer 27, die die ersten Rohre 9 des ersten Abschnitts 3 umgibt. Ein langgestrecktes Rohr 27a umgibt die Wärmeübertragerkammer 27. Das zweite Medium strömt durch die Einlasseinrichtung 19 in die Wärmeübertragerkammer 27 und umgibt somit die ersten Rohre 9. An der Oberfläche der ersten Rohre 9 entsteht somit eine Wärmeübertragungsfläche, mittels der ein Wärmeaustausch zwischen dem ersten und dem zweiten Medium erfolgen kann.

In der Wärmeübertragungskammer 27 sind Strömungslenkelemente 28 ausgebildet, die eine Umlenkung der Strömungsrichtung des zweiten Mediums bewirken. Dadurch wird ein Wärmeaustausch verbessert. Die Strömungsumlenkelemente 28 können in Form von Ring- oder Scheibenelementen ausgebildet sein . Die Strömungsumlenkelemente 28 können Platten, beispielsweise Umlenkbleche, oder spiralförmige Umlenkelemente sein . Durch die Anordnung der Strömungsumlenkelemente 28 wird die Strömungsrichtung des zweiten Mediums verändert, indem dieses zwangsgeführt wird. Auch wird die Höhe des Druckverlustes des Drucks des zweiten Mediums bei Durchströmen durch die Wärmeübertragungskammer 27 vermindert.

Auf dem von der Einlasseinrichtung 19 abgewandten Ende der Wärmeübertragerkammer 27 ist das langgestreckte Rohr 27a offen. Ein Gehäuserohr 29 umgibt das langgestreckte Rohr 27a, so dass zwischen dem langgestreckten Rohr 27a und dem Gehäuserohr 29 ein Spaltraum 31 entsteht. Der Spaltraum 31 geht in eine zweite Auslasskammer 33 über, die Teil der Auslasseinrichtung 21 ist und in die der Auslassrohrstutzen 25 mündet. Auf dem von der Auslasseinrichtung 21 abgewandten Ende des Gehäuserohrs 29 ist dieses mit einer Gehäusetrennwandung 35 verbunden, die von den ersten Rohren 9 durchdrungen ist. Die Gehäusetrennwand 35 schließt die Wärmetauscherkammer 27 und den Spaltraum 31 auf dem von der Auslasseinrichtung 21 abgewandten Ende ab. Das zweite Medium, das durch die Wärmetauscherkammer 27 strömt, wird somit mittels der Gehäusetrennwand 35 in den Spaltraum 31 gelenkt und strömt durch den Spaltraum 31 in die zweite Auslasskammer 33.

Von der Einlasseinrichtung 19 führt eine Bypassvorrichtung 37 zu der Auslasseinrichtung 21. Dabei ist ein Bypassrohrstutzen 39 an die Einlasseinrichtung 19 angeschlossen, der sich in die zweite Auslasskammer 33 erstreckt. Durch die Einlasseinrichtung 19 einströmendes zweites Medium kann somit an der Wärmeübertragerkammer 27 vorbeigeführt werden und direkt zu der Auslasseinrichtung 21 strömen.

Ferner weist die Bypassvorrichtung bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel eine Regeleinrichtung 43 auf. Mittels dieser lässt sich der Druckverlust an der Bypassvorrichtung 37 regeln. Dadurch ist in besonders vorteilhafter Weise die Strömung des zweiten Mediums durch die Wärmeübertragerkammer 27 und die Bypassvorrichtung 37 regelbar. Dadurch wird eine Regelung der Mischtemperatur des zweiten Mediums an der Auslasseinrichtung 21 in vorteilhafter Weise möglich.

Die Einlasseinrichtung 19 weist eine Absperrvorrichtung 41 auf, die in Strömungsrichtung des zweiten Mediums hinter der Bypassvorrichtung 37 in der Einlasseinrichtung 19 angeordnet ist. Mittels der Absperrvorrichtung kann der Fluidstrom des zweiten Mediums in die Wärmeübertragerkammer 27 abgesperrt werden. In der Sperrstellung der Absperrvorrichtung 41 strömt somit das zweite Medium vollständig durch die Bypassvorrichtung 37 in die Auslasseinrichtung 21. Durch die Absperrvorrichtung 41 ist eine Notabschaltung möglich, wodurch Bauteile innerhalb der Wärmeübertragerkammer 27 geschützt werden können.

Die Absperrvorrichtung 41 kann auch eine Regelfunktion besitzen, so dass ein Teil des zweiten Mediums in die Wärmeübertragerkammer 27 und ein Teil durch die Bypassvorrichtung 37 strömt. Auf diese Weise kann der Wärmeübertrager 1 in vorteilhafter Weise geregelt werden. Die Absperrvorrichtung 41 kann somit eine Sperrfunktion und eine Regelfunktion ausführen, wodurch bei einigen Ausführungsformen auch auf die Regeleinrichtung 43 verzichtet werden kann.

Die Absperrvorrichtung 41 und die Regeleinrichtung 43 können beispielsweise als steuerbare Klappen ausgebildet sein. Beispielsweise können die Absperrvorrichtung 41 und die Regeleinrichtung 43 rotatorisch angetriebene Klappen aufweisen, die den Durchfluss in Abhängigkeit ihrer Stellung begrenzen. Die Absperrvorrichtung 41 die Bypassvorrichtung 37 sind grundsätzlich getrennt voneinander und unabhängig ausgebildet.

Der Wärmeübertrager 1 weist ein Gehäuse 45 auf, das die Einlasskammer 17, die Auslasskammer 13, die Wärmeübertragerkammer 27, den Spaltraum 31 und die zweite Auslasskammer 33 aufnimmt. Das Gehäuse 45 bildet dabei das Gehäuserohr 29 und die Gehäusetrennwand 35.

Die Einlasskammer und die Auslasskammer sind in einem ersten Endabschnitt 45a des Gehäuses angeordnet. Dieser kann sich beispielsweise über 10-20% der Länge des gesamten Gehäuses 45 erstrecken.

Die Einlasseinrichtung 19 und die Auslasseinrichtung 21 sind an einem zweiten Endabschnitt 45b des Gehäuses angeordnet. Wie beschrieben, sind Teile der Einlasseinrichtung 19 und der Auslasseinrichtung 21 in diesem Gehäuseteil

aufgenommen. Der zweite Endabschnitt 45b des Gehäuses 45 erstreckt sich ebenfalls über etwa 10-20% der Länge des Gehäuses 45.

Der zwischen dem ersten und dem zweiten Endabschnitt 45a, 45b gebildete Mittelabschnitt 45c nimmt die Wärmeübertragerkammer 27 auf und bildet den Spaltraum 31.