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1. (WO2017001144) TURBOCOMPRESSEUR À GAZ D'ÉCHAPPEMENT MUNI D'UN ENSEMBLE SOUPAPE DE DÉCHARGE
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Beschreibung

Abgasturbolader mit einer Wastegate-Einrichtung

Die Erfindung liegt auf dem Gebiet des Maschinenbaus und ist mit besonderem Vorteil in der Automobiltechnik anwendbar. Konkret bezieht sich die Erfindung auf einen Abgasturbolader.

Viele moderne Verbrennungsmaschinen verfügen zur Erhöhung der Ausnutzung des Kraftstoffs sowie zur Leistungserhöhung und für einen ressourcen- und umweltschonenden Betrieb über einen Abgasturbolader. Ein derartiger Turbolader weist im

Abgasstrom des Verbrennungsmotors eine durch diesen

Abgasstrom antreibbare Turbine sowie einen Verdichter auf, der im angesaugten Gasstrom angeordnet ist und der die angesaugte, dem Verbrennungsmotor zugeführte Luft verdichtet. Die Abgasturbine und der Verdichter sind mittels einer Welle miteinander verbunden, so dass die Turbine das Verdichterrad antreibt.

Zur verbesserten Steuerung des Abgasstroms ist auf der

Abgasseite des Verbrennungsmotors im Bereich der Turbine eine Wastegate-Öffnung vorgesehen, die einen Bypasskanal für den Abgasstrom zur Verfügung stellt und die mittels einer

Wastegate-Klappe gesteuert verschließbar ist. Hierdurch kann je nach den Betriebsbedingungen der Abgasstrom ganz oder teilweise der Turbine des Turboladers zugeführt werden. Die Steuerung der Wastegate-Klappe geschieht üblicherweise auf mechanischem Wege mittels einer Regelstange, die von einem

Aktuator antreibbar ist. Üblicherweise treibt die Regelstange mittels eines Hebels eine Wastegate-Spindel oder Wastegate-Welle an, an der innerhalb der Turboladereinrichtung die Wastegate-Klappe befestigt ist.

Eine wichtige Anforderung an das Wastegate-System ist, dass die Wastegate-Klappe gegen den Abgasdruck sicher geschlossen werden und geschlossen gehalten werden kann. Die

Sicherstellung dieser Anforderung hängt im Wesentlichen von der Kräftebilanz ab, die auf die Wastegate-Klappe wirkt. Auf diese wirkt einerseits der Abgasdruck sowie andererseits der durch das Drehmoment der Welle bereitgestellte Anpressdruck. Für ein sicheres und festes Schließen der Klappe ist es notwendig, dass die durch die Welle wirkende Kraft auf die Klappe größer ist als die Abgaskraft. Zur Vergrößerung der Anpresskraft kann entweder der Antriebshebel der Wastegate-Welle außerhalb des Turbinengehäuses besonders groß und/oder der Abstand der Wastegate-Klappe von der Rotationsachse möglichst gering gewählt werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe

zugrunde, einen Abgasturbolader der eingangs genannten Art derart zu gestalten, dass der Anpressdruck auf die Wastegate-Klappe möglichst groß wird.

Die Aufgabe wird mit den Merkmalen der Erfindung gemäß

Patentanspruch 1 gelöst.

Die Erfindung bezieht sich demgemäß auf einen Abgasturbolader für einen Verbrennungsmotor mit einer Turbine und einem mit dieser mittels einer Welle verbundenen Verdichterrad sowie mit einer Wastegate-Einrichtung, die einen Wastegate-Aktuator, eine um eine Rotationsachse drehbare Wastegate-Antriebswelle sowie eine an dieser befestigte und um die Rotationsachse schwenkbare Klappe mit einer Deckfläche zum potenziellen Freigeben und Verschließen einer Wastegate-Öffnung aufweist, wobei die Wastegate-Klappe und die durch diese verschließbare Wastegate-Öffnung derart gestaltet sind, dass der Abstand des Flächenschwerpunkts der die Wastegate-Öffnung abdeckenden Deckfläche der Wastegate-Klappe von der Rotationsachse kleiner ist als der Radius einer bei gleichem Flächeninhalt kreisförmigen Fläche.

Der Anpressdruck der Wastegate-Klappe auf die Wastegate-Öffnung bzw. auf den dichtenden Rand der Öffnung hängt davon ab, wie weit im Mittel der dichtende Rand der Wastegate- Klappe, der die Begrenzungskante der Deckfläche bildet, von der Rotationsachse entfernt ist. Diese Größe lässt sich durch die Lage des Flächenschwerpunkts bezüglich der Rotationsachse beschreiben. Beispielsweise lässt sich der Flächenschwerpunkt der Deckfläche der Wastegate-Klappe näher zur Rotationsachse verschieben, indem die Deckfläche parallel zur Rotationsachse in die Länge gezogen und quer zur Rotationsachse gestaucht wird, wenn von einer gleichbleibenden Größe der Deckfläche ausgegangen wird. Deshalb lässt sich der Anpressdruck der Wastegate-Klappe auf die Wastegate-Öffnung bei

gleichbleibender Größe der Öffnung bzw. der Deckfläche durch die erwähnte Formung der Deckfläche vergrößern.

Besonders vorteilhaft kann dabei vorgesehen sein, dass die Wastegate-Klappe und die durch diese verschließbare

Wastegate-Öffnung derart gestaltet sind, dass der

Mindestabstand der Deckfläche von der Rotationsachse

möglichst gering ist.

Vorteilhaft wird, wie bei einer kreisförmigen Gestaltung der Deckfläche der Wastegate-Klappe, diese von der Rotationsachse so weit beabstandet, dass der Mindestabstand der Deckfläche von der Rotationsachse einer Toleranzgröße entspricht, so dass auch bei voller Ausschöpfung der Toleranz die gesamte Deckfläche auf einer Seite der Rotationsachse liegt und bei einem Aufschwenken der Wastegate-Klappe die Wastegate-Öffnung vollständig geöffnet werden kann.

Die Erfindung kann zudem vorteilhaft vorsehen, dass die

Deckfläche wenigstens eine gerade Kante aufweist, die

insbesondere parallel zur Rotationsachse ist oder mit dieser einen Winkel einschließt, der kleiner als 10 Grad ist. Eine derartige Kante kann beispielsweise die der Rotationsachse zugewandte Seitenkante der Deckfläche bilden oder die der Rotationsachse abgewandte Seite.

Es kann vorteilhaft auch vorgesehen sein, dass die Deckfläche wenigstens zwei gerade Kanten aufweist, wobei die beiden Kanten insbesondere parallel zueinander sind oder zwischen sich einen Winkel einschließen, der kleiner als 10 Grad ist.

Die Deckfläche kann unregelmäßig, jedoch durch gerade Linien begrenzt, oder unregelmäßig geformt und durch unregelmäßige Linien begrenzt sein. Sie kann beispielsweise eine Kante auf der der Rotationsachse zugewandten Seite aufweisen, die im Wesentlichen zur Rotationsachse parallel ist, sowie eine parallele Kante auf der der Rotationsachse abgewandten Seite der Deckfläche. Weist die Deckfläche auf ihrer der

Rotationsachse zugewandten Seite eine gerade und zur

Rotationsachse parallele Kante auf, so sollte diese Kante planmäßig von der Rotationsachse wenigstens um den

Toleranzabstand beabstandet sein.

Die Deckfläche kann beispielsweise dreieckig, rechteckig, trapezförmig, elliptisch oder rautenförmig gestaltet sein. Bei einer elliptisch oder rautenförmig gestalteten Form sollte diese parallel zur Rotationsachse gestreckt und senkrecht zu dieser gestaucht sein. Die Deckfläche kann beispielsweise bezüglich einer Achse, die auf der

Rotationsachse senkrecht steht, spiegelsymmetrisch gestaltet sein. Die entsprechende Dichtfläche an der Wastegate-Öffnung sollte dann jeweils eine entsprechende Formgebung aufweisen.

Es kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass die die Deckfläche umgebende Dichtungsfläche der Klappe eben und parallel zur Ebene der Dichtfläche ist.

Hierdurch ist eine sichere und zuverlässige Abdichtung der Deckklappe unter dem Einfluss der Anpresskraft auch gegen einen Gasdruck möglich.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die die Deckfläche umgebende Dichtfläche der Klappe gegenüber der Deckfläche geneigt ist.

Wenn die Dichtfläche an der Deckfläche gegenüber der

Deckfläche geneigt ist, kann mittels der beim Schließen der Klappe wirkenden Querkräfte eine Zentrierung der Wastegate-Klappe auf der Wastegate-Öffnung, somit eine bessere

Abdichtung und damit ein besserer Wirkungsgrad des

Abgasturboladers erreicht werden. Dabei können sämtliche Bereiche der Dichtfläche um die Deckfläche herum entweder alle zum Inneren der Deckfläche hin oder alle nach außen von der Deckfläche weg die gleiche Neigung aufweisen.

Vorteilhaft kann die Erfindung auch derart gestaltet werden, dass die die Deckfläche umgebende Dichtfläche der Klappe konisch oder kalottenförmig ausgebildet ist. Eine konische oder kalottenförmige Gestaltung der Dichtfläche um die

Deckfläche herum erlaubt eine besonders effiziente Abdichtung und Zentrierung der Wastegate-Klappe in der Wastegate-Öffnung .

Es kann zudem vorteilhaft vorgesehen sein, dass die

Deckfläche einen Aufsatz aufweist, der beim Schließen in die Wastegate-Öffnung hineinreicht. Das Vorsehen eines derartigen Aufsatzes erleichtert die Strömungsführung beim Öffnen der Klappe sowie die Gestaltung eines freien Kanals bei

geöffneter Wastegate-Klappe.

Dabei kann zudem vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Dicke des Aufsatzes von dem Bereich der Wastegate-Klappe aus, der der Rotationsachse am nächsten ist, mit zunehmendem Abstand zur Rotationsachse zunimmt. Mit einer derartigen Gestaltung des Aufsatzes auf die Wastegate-Klappe wird sichergestellt, dass auch in dem der Rotationsachse nahen Bereich der

Wastegate-Klappe der Aufsatz, insbesondere zu Beginn der Öffnungsbewegung oder zum Ende der Schließbewegung, am Rand der Wastegate-Öffnung nicht stört.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von

Ausführungsbeispielen in Figuren einer Zeichnung dargestellt und nachfolgend erläutert. Dabei zeigt

Fig. 1 eine schematische Darstellung der

Funktionselemente eines Abgasturboladers,

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines

Abgasturboladers, teilweise geschnitten,

Fig. 3 eine Ansicht der Regelstange des Abgasturboladers im oberen Bereich der Darstellung, während im unteren Bereich ein Schnitt gemäß der Linie A-A im oberen Teil darstellt ist,

Fig. 4 eine teilweise geschnittene Darstellung der

Wastegate-Klappe mit ihrer Antriebswelle,

Fig. 5 eine schematische Darstellung der Wastegate- Klappe mit ihrer Antriebswelle,

Fig. 6 eine weitere schematische Darstellung der

Wastegate-Klappe,

Fig. 7 eine schematische Darstellung einer Wastegate- Klappe in Dreiecksform,

Fig. 8 eine schematische Darstellung einer Wastegate- Klappe in Rechteckform,

Fig. 9 eine schematische Darstellung einer Wastegate- Klappe in einer abgeflachten Teilkreisform,

Fig. 10 die Darstellung von vier weiteren geometrischen

Formen von Wastegate-Klappen,

Fig. 11 drei Ansichten einer runden Wastegate-Klappe in verschiedenen Perspektiven,

Fig. 12 drei Ansichten einer weiteren Wastegate-Klappe in verschiedenen Perspektiven,

Fig. 13 die Ansicht einer dreieckigen Wastegate-Klappe mit einer Erhöhung auf der Innenseite,

Fig. 14 drei Ansichten einer kreistellerförmigen

Wastegate-Klappe mit einer konischen Dichtfläche,

Fig. 15 drei Ansichten einer teilkreisförmigen,

abgeflachten Wastegate-Klappe mit einer

kalottenförmigen Dichtfläche,

Fig. 16 eine Ansicht einer teilkreisförmigen,

abgeflachten Wastegate-Klappe mit ihrer

Antriebswelle sowie

Fig. 17 einen Querschnitt entlang der Linie B-B in Figur

16.

Figur 1 stellt schematisch die Elemente eines

Abgasturboladers dar. Dieser ist baulich mit einem

Verbrennungsmotor 1 verbunden, der einen Ansaugkanal la sowie einen Abgaskanal lb aufweist. Durch den Ansaugkanal la wird Umgebungsluft für die Verbrennung angesaugt, während durch den Abgaskanal lb die während des Verbrennungsprozesses aufgeheizten Verbrennungsprodukte, hauptsächlich in Gasform, ausgestoßen werden.

Im Abgaskanal lb ist eine Turbine 2 angeordnet, die durch die ausgestoßenen Abgase angetrieben wird. Diese ist mittels einer Welle 3 mit einem Verdichterrad 4 verbunden. Im Betrieb der Turboladereinrichtung wird das Verdichterrad 4 derart angetrieben, dass es die durch den Ansaugkanal la angesaugte Luft zusätzlich verdichtet, so dass für den

Verbrennungsprozess verdichtete Ansaugluft zur Verfügung steht, der pro Zylinderhub mehr Kraftstoff zugemischt werden kann, so dass das Drehmoment des Motors erhöht werden kann.

In dem Ansaugkanal la sind eine Drosselklappe lc zur

Steuerung der Ansaugluft, ein (nicht dargestellter)

Luftfilter vor dem Verdichterrad sowie ein Luftmengenmesser vor dem Verdichterrad und ein Ladeluftkühler hinter dem

Verdichterrad vorgesehen. Erwähnenswert ist weiterhin die potenzielle Anordnung eines Katalysators im Abgaskanal lb hinter der Turbine 2.

Im aufgeladenen Betrieb ist die Drosselklappe lc vollständig geöffnet.

Es ist eine Regelung der Aufladung durch Ablassen eines Teils des Abgasmassenstroms auf der Turbinenseite durch das

sogenannte Wastegate 10 mit einer Wastegate-Öffnung möglich, wodurch ein Bypasskanal geöffnet wird, der es erlaubt, Teile der Abgase an der Turbine 2 vorbeizuleiten.

Figur 2 zeigt in einer perspektivischen Ansicht das

Turbinengehäuse 15, in dem die Wastegate-Einrichtung 10 angeordnet ist. Diese wird über einen elektrischen Wastegate-Aktuator 5 betätigt, der an einem Halter am Verdichtergehäuse 14 angebracht ist. Zwischen dem Turbinengehäuse 15 und dem Verdichtergehäuse 14 befindet sich eine Rumpfgruppe, in der die gemeinsame Welle der Abgasturbine und des Verdichterrads untergebracht ist. Im Vordergrund ist die Abgasturbine 2 zu erkennen .

Die Regelstange des Aktuators 5 ist mit 5a bezeichnet. Sie weist als Elemente, wie in Figur 3 ersichtlich, einen Stößel 18 auf, der in seiner Längsrichtung beweglich ist, sowie ein Gelenk 16 und eine Fortsetzung 17, die an den Hebel 19 der Wastegate-Antriebswelle 7 angekoppelt ist. Das Gelenk 16 ist zum Ausgleich der Kreisbewegung des Hebels 7 notwendig, da der Stößel 18 lediglich axial beweglich ist. Über den

Aktuator 5 kann somit die Welle 7 als Antriebswelle der

Wastegate-Klappe rotatorisch angetrieben werden.

In der oberen Hälfte der Figur 3 ist die Schnittlinie A-A angedeutet, entlang deren im unteren Teil der Figur 3 ein Querschnitt gezeigt ist. Der Querschnitt zeigt einen Teil des Turbinengehäuses 15 mit der Wastegate-Klappe 8 und der

Wastegate-Antriebswelle 7. Auch in dem unteren Figurenteil sind der Stößel 18 sowie das Gelenk 16 und die Fortsetzung 17 der Regelstange 5a zu erkennen.

In Figur 4 sind die Kräfteverhältnisse der auf die Wastegate-Klappe 8 wirkenden Kräfte dargestellt. Zunächst wirkt in

Richtung des Pfeils 20 die Betätigungskraft 20, die durch die Regelstange 5a und die Antriebswelle 7 auf die Klappe 8 übertragen wird. Als Gegenkräfte wirken die Kraft 21, die durch den Gasdruck in der Wastegate-Einrichtung erzeugt wird, sowie die Kraft 22, die die Presskraft auf den Dichtungssitz der Wastegate-Öffnung bildet. Soll die Kraft auf den

Dichtungssitz möglichst groß werden, so bietet es sich an, die auf die Klappe durch die Antriebswelle übertragene Kraft zu maximieren.

Hierzu ist es, wie in der Figur 5 einfach ersichtlich ist, besonders vorteilhaft, wenn der Lastarm L zwischen dem

Flächenschwerpunkt 11 und der Rotationsachse 6 der

Antriebswelle 7 möglichst kurz ist. Zu diesem Zweck ist es sinnvoll, die Deckfläche der Wastegate-Klappe 8 möglichst dicht an die Rotationsachse 6 heranzurücken. Hierdurch entsteht ein großes Drehmoment auf die Klappe, wodurch eine große Anpresskraft auf den Dichtungssitz erzeugt werden kann. Dabei ist jedoch zu beachten, dass in einigen Fällen zum Ausgleich von Toleranzen die Klappe 8 einen Mindestabstand in Form der Toleranzlänge a von der Rotationsachse 6 aufweisen sollte. Wird bei Nichtbeachten der Toleranz der Hebelarm L zu kurz, so würde die Wastegate-Klappe am Sitz an der Wastegate-Öffnung anstoßen, bevor die geschlossene Klappenstellung erreicht wird. Die Toleranz kann jedoch bei modernen

Fertigungsmethoden praktisch bis auf null reduziert werden.

In Figur 6 ist noch detaillierter ausgeführt, dass die

Wastegate-Klappe 8 insgesamt einen größeren Durchmesser aufweist als die Deckfläche, die gestrichelt kreisförmig dargestellt und mit 9 bezeichnet ist. Die Deckfläche deckt innerhalb der Dichtfläche die Wastegate-Öffnung ab.

In Figur 7 ist eine erfindungsgemäße Darstellung einer

Wastegate-Klappe 20a dargestellt, deren Flächenschwerpunkt IIa gegenüber einer kreisförmigen Gestaltung der Deckfläche bei gleichem Flächeninhalt näher an die Rotationsachse 6 herangerückt ist. Dies ist durch eine dreieckförmige

Gestaltung geschehen, wobei das Dreieck so gestaltet ist, dass eine gerade Kante 21a parallel zur Rotationsachse 6 verläuft. Gemäß den Regeln der Geometrie ist der

Flächenschwerpunkt von der Rotationsachse 6 aus gesehen bezüglich der Kante 21a auf einem Drittel der Höhe des

Dreiecks angeordnet.

Figur 8 zeigt eine rechteckige Wastegate-Klappe 20b, bei der eine Kante 21b der Deckfläche parallel zu der Rotationsachse 6 angeordnet ist. Das Rechteck 20b sowie die entsprechende Deckfläche sind in Richtung parallel zur Rotationsachse 6 gestreckt und senkrecht dazu gestaucht.

Figur 9 zeigt eine Wastegate-Klappe 20c in einer abgeflachten Kreisform, wobei eine Kante 21c der Deckfläche, auch hier wieder gestrichelt dargestellt, auf der der Rotationsachse 6 zugewandten Seite zu dieser parallel ist. Die Deckfläche dieser Wastegate-Klappe 20c ist bezüglich des Flächeninhalts mit einer kreisförmigen Wastegate-Klappe mit kreisförmiger Deckfläche vergleichbar, die einen kleineren Durchmesser aufweist. Durch die Abflachung im Bereich der Kante 21c können die Wastegate-Klappe 20c und damit auch die Deckfläche bei gleicher Größe näher an die Rotationsachse 6 herangerückt werden, so dass bei gleichem Drehmoment der Welle 7 eine höhere Anpresskraft der Klappe 20c an den Sitz der Wastegate-Öffnung erreicht wird. Die gezeigte abgeflachte Gestalt der Wastegate-Klappe 20c ist gegenüber einer entsprechenden Kreisform in Richtung parallel zur Rotationsachse 6 gestreckt und quer dazu gestaucht.

Figur 10 zeigt vier weitere mögliche Gestaltungen von

Wastegate-Klappen 20d (ellipsenförmig, wobei die lange Achse der Ellipse parallel zur Rotationsachse 6 ausgerichtet ist) , 20e (trapezförmig, wobei die längere Seite des Trapezes der Rotationsachse zugewandt ist) , 20f (rautenförmig, wobei die lange Achse der Raute parallel zur Rotationsachse

ausgerichtet ist) sowie 20g (unregelmäßig geformt mit einer Gestalt, die gegenüber einer Kreisfläche in Richtung der Rotationsachse 6 gestreckt ist) . Weitere geometrische Formen von Wastegate-Klappen mit entsprechenden Deckflächen sind im Rahmen der Erfindung denkbar.

Figur 11 zeigt in drei verschiedenen perspektivischen

Ansichten eine Antriebswelle 7 für eine Wastegate-Klappe 8, die eine kreisrunde Deckfläche 9 aufweist. Die kreisrunde Formgebung entspricht nicht der erfindungsgemäß vorgesehenen Form, jedoch kann an diesem Beispiel einfach das Vorsehen eines Aufsatzes auf die Wastegate-Klappe demonstriert werden. Der Aufsatz 24 ist am einfachsten in der mittleren

Darstellung zu erkennen, da er sich über den flachen

kreisringförmigen äußeren Teil der Dichtfläche 22 des

Wastegate-Klappentellers hinaus erstreckt. Der Aufsatz 24 taucht beim Verschließen der Wastegate-Öffnung 10a in diese ein. Der Aufsatz 24 ist konusförmig aufgebaut, um die

Öffnungscharakteristik des Wastegate-Ventils zu gestalten, da durch diese Formgebung bei teilweise geöffneter

Klappenstellung ein verringerter Querschnitt zur Verfügung steht. Somit wird in der ersten Phase der Öffnung im

Verhältnis zum zurückgelegten Schwenkwinkel der Wastegate-Klappe zunächst nur ein kleiner Strömungsquerschnitt frei, und später wird dieser Anfangsverzug bis zur völligen

Freigabe der Wastegate-Öffnung im Verlauf des sich

vergrößernden Öffnungswinkels aufgeholt.

Eine entsprechende Gestaltung von Aufsätzen 24a, 24c ist auch den Figuren 12 und 13 zu entnehmen.

Figur 12 zeigt in dreifacher perspektivischer Ansicht eine Wastegate-Klappe 20c, die zum Teil kreisrund, jedoch im

Bereich der Nähe der Rotationsachse 6 durch die Kante 21c abgeplattet ist. In der mittleren Darstellung der Figur 12 ist der konisch zulaufende Aufsatz 24c zu erkennen, der sich über die Dichtfläche 22 erhebt. In Figur 12 sind zudem die Antriebswelle 7 und der Lasthebel 23 dargestellt.

Figur 13 zeigt in einer perspektivischen Darstellung eine dreieckige Wastegate-Klappe 20a mit einem Aufsatz 24a, der sich von der rotationsachsennahen Kante 25 der dreieckigen Wastegate-Klappe hin zu dem spitzen Ende 26 nach Art eines Keils aufbaut. Durch diese Gestalt verbessert sich die

Öffnungscharakteristik des Wastegate-Ventils , das heißt des freien Strömungsquerschnitts relativ zum Öffnungswinkel der Wastegate-Klappe, weiter. Ein solches schräges Ansteigen des Aufsatzes über die Breite der Wastegate-Klappe kann

selbstverständlich auch bei anderen Geometrien sinnvoll sein.

Figur 14 zeigt in dreifacher perspektivischer Ansicht eine runde Wastegate-Klappe 8 sowie eine entsprechende

Antriebswelle 7. Die Wastegate-Klappe weist, wie in der mittleren Ansicht gut ersichtlich ist, im Bereich des

Ventilsitzes, also in dem Bereich der Dichtfläche der

Ventilklappe, der mit dem Rand der Wastegate-Öffnung

zusammenwirkt, einen konischen Verlauf auf. Dies führt dazu, dass der Wastegate-Klappenteller auf der Wastegate-Öffnung selbsttätig zentriert wird und dass die Dichtung zwischen der Wastegate-Klappe und dem Rand der Wastegate-Öffnung

verbessert wird.

Figur 15 zeigt in dreifacher perspektivischer Ansicht eine ähnliche Wastegate-Klappe wie Figur 14, wobei jedoch die Kontur 26 der Dichtfläche der Wastegate-Klappe

kalottenförmig, das heißt kugelförmig gekrümmt, aufgebaut ist .

In Figur 16 ist nochmals eine abgeplattet kreisförmige

Wastegate-Klappe 8 zusammen mit dem Lasthebel 23 und der Welle 7 gezeigt. In Figur 16 ist zudem mit B-B ein Schnitt angedeutet, der in Figur 17 dargestellt ist. Dort ist im Querschnitt die Wastegate-Klappe 8 mit einer konischen

Dichtfläche 27 gezeigt, die an einer entsprechend konisch ausgenommenen Wand 15a des Turbinengehäuses 15 anliegt, in der die Wastegate-Öffnung 10a vorgesehen ist. Der Rand 28 der Wastegate-Öffnung ist zu der konischen Form der Wastegate-Klappe 8 komplementär ausgebildet, so dass ein gut dichtender Ventilsitz entsteht. Auch diese komplementäre Formung des Randes der Wastegate-Öffnung und der Wastegate-Klappe ist nicht auf kreisrunde Wastegate-Klappen bzw. eine konische Ausformung beschränkt, sondern kann für alle vorgestellten Klappenformen vorgesehen werden.

Mit den oben gezeigten und erläuterten Klappenformen lässt sich im Ergebnis ein erhöhter Anpressdruck der Wastegate-Klappen, damit ein besseres Dichtungsverhalten des Wastegate-Ventils und damit ein besserer Wirkungsgrad des

Abgasturboladers und der Verbrennungsmaschine erreichen.