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Paramétrages

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1. WO2005066986 - COMMUTATEUR ROTATIF A POUSSOIR

Note: Texte fondé sur des processus automatiques de reconnaissance optique de caractères. Seule la version PDF a une valeur juridique

Beschreibung
Drehdrückschalter
[001] Die Erfindung betrifft einen Drehdrückschalter gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[002] In der Automatisierungstechnik werden häufig Feldgeräte eingesetzt, die zur
Erfassung von Prozessvariablen dienen. Eine Vielzahl solcher Feldgeräte wird von der Fa. Endress + Hauser hergestellt und vertrieben.
[003] In der Regel weisen Feldgeräte eine Anzeige/Bedieneinheit auf, die zur Darstellung der Messwerte und zur Eingabe von Benutzervorgaben dient. Hierfür sind an der
Anzeige Bedieneinheit ein Display und mehrere Bedienelemente, die als Drückschalter ausgebildet sind, vorgesehen.
[004] Häufig sind Feldgeräte extremen Umgebungsbedingungen ausgesetzt, so dass Maß nahmen getroffen werden müssen, die Verhindern, dass z. B. Wasser ins Gehäuse der Feldgeräte eindringt. Dies bedeutet insbesondere bei den beweglichen Bedienelementen einen erheblichen Dichtungsaufwand.
[005] Wasserdichte Druckschalter sind an sich bekannt.
[006] Teilweise werden als Bedienelemente auch so genannte Drehdrückschalter
eingesetzt, die eine einfache Führung durch ein Anwendermenü, das auf dem Display dargestellt wird, erlauben. Durch Drehen des Drehdrückschalters werden gewisse Men üpunkte ausgewählt, die dann durch Drücken des Drehschalters bestätigt werden.
[007] Bei herkömmlichen Drehdrückschaltern wird die Drehbewegung zur Betätigung
eines Drehgebers und die Hubbewegung zur Betätigung eines Schalters über ein
einfaches Achselement übertragen. Dies erfordert zur Abdichtung des Drehdrü ck- schalters zum Gehäuse hin erhebliche Anstrengungen. Herkömmliche Drehdrü
ckschalter sind deshalb für extreme Umgebungsbedingungen wie z. B. Strahlwasser
oder Tauchwasser nicht bzw. nur bedingt geeignet.
[008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, einen Drehdrückschalter zu
schaffen, der einfach in ein Gehäuse einbaubar und abdichtbar ist und der kostengü
nstig herstellbar ist.
[009] Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale.
[010] Die wesentliche Idee der Erfindung besteht darin, die Drehbewegung zur Beta
tigung des Drehgebers und die Hubbewegung zur Betätigung des Schalters über
getrennte Übertragungselemente zu übertragen.
[011] Durch die Entkopplung der Drehbewegung von der Hubbewegung ist der erfindungsgemäße Drehdrückschalter erheblich einfacher an seinem Einbauort am Gehäuse eines Feldgerätes abzudichten.
[012] Vorteilhafte Weiterentwicklungen der Erfindung sind in den Unter ansprächen angegeben.
[013] Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung des erfindungsgemäßen Drehdr ückschalters bei einem Feldgerätgehäuse.
[014] Nachfolgend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausf
hrungsbeispiels näher erläutert.
[015] Es zeigen:
[016] Fig. 1 Feldgerät der Automatisierungstechnik in
[017] schematischer Aufsicht;
[018] Fig. 2 erfindungsgemäßer Drehdrückschalter als
[019] Längsschnitt.
[020] In Fig. 1 ist ein Feldgerät der Automatisierungstechnik näher dargestellt. Bei dem
ausgewählten Feldgerät 1 handelt es sich um ein Analysemessgerät z. B. einen pH- Sensor. An seiner Vorderseite weißt das Feldgerät 1 eine Anzeige/Bedieneinheit 3 mit einem Display 5 und vier Schaltelementen S1-S4 sowie einem Drehdräckschalter 10
als Bedienelement auf. Das Display 5 dient zur Darstellung von Messwerten; hier dem pH- Wert von 7.68.
[021] Neben dem Messwert sind im Display 5 noch verschiedene Menüpunkte Ml „Setup

", M2 „Diag" für Diagnose, M3 „Cal" für Kalibrierung" und M4 „Service" einer Menü führung dargestellt, die mit dem Drehdrückschalter ausgewählt bzw. bestätigt werden k önnen.
[022] In Fig. 2 ist der Drehdrückschalter 10 näher dargestellt. Der Drehdrückschalter 10
besteht im Wesentlichen aus dem Betätigungsknopf 11, der mit einem Drehgeber 30
und einem Schalter 20 in direkter Verbindung steht. Die Drehbewegung des Beta ti- gungsknopfs 11 wird über eine Hohlachse 13 als Übertragungselement auf den
Drehgeber 30 übertragen. Neben der Hohlachse 13 ist ein Magnetstift 15 als separates Übertragungselement für die Hubbewegung zur Betätigung des Schalters 20
vorgesehen. Bei dem Schalter handelt es sich erfindungsgemäß um einen Magnetschalter wie z. B. Reedkontakt, Hall-Sensor oder induktiver Magnetaufnehmer.
[023] Der Schalter 20 und Drehgeber 30 sind beide auf einer nicht näher beschriebenen
Platine im Gehäuse des Feldgerätes 1 angeordnet. Die Verbindung zwischen der
Hohlachse 13 und dem Drehgeber 30 erfolgt über ein Adapterelement 22. Der Drehdrü ckschalter 10 ist an der Gehäusewand 7 des Feldgerätes 1 fixiert. Zwischen der
Hohlachse 13 und der Gehäusewand 7 ist ein Dichtelement 24 vorgesehen.
[024] In der Hohlachse 13 sind weiterhin ein Federelement 26, das den Magnetstift 15 abstützt, und ein Magnethalter 28 vorgesehen Der Hubweg der beim Drücken des Beta tigungsknopfs 11 möglich ist, ist mit HW bezeichnet und beträgt ca. 2.5 mm.
[025] Nachfolgend ist die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Drehdrückschalters nä her erläutert. Durch Drehen des Betätigungsknopfs 11 wird seine Drehbewegung auf den Drehgeber 30 übertragen. Der Drehgeber 30 ist mit einer nicht näher dargestellten Elektronikeinheit verbunden, die zur Ansteuerung des Displays 5 dient. Über die
Drehbewegung können somit die verschiedene Menüpunkte Ml, M2, M3, M4, die auf dem Display 5 dargestellt sind, ausgewählt werden. Zur Bestätigung eines Menü
punktes wird der Betätigungsknopf 11 um den Hubweg HW verfahren. Hierzu muss die Federkraft des Federelements 26 überwunden werden.
[026] Als vorteilhaft hat sich herausgestellt ein weiteres Dichtelement 24a zwischen Bedienknopf 11 und Hohlachse 13 vorzusehen.
[027] Aufgrund der Hubbewegung nähert sich der Magnetstift 15 dem Schalter 20 einem

Reedkontakt, der ebenfalls mit der nicht näher dargestellten Elektronikeinheit
verbunden ist. Neben einem Reedkontakt als Schalter sind auch andere Magnetschalter wie z. B. Hall-Sonden oder induktive Magnetaufnehmer denkbar. Durch die Beta tigung des Schalters 20 wird der ausgewählte Menüpunkt bestätigt. Wie aus der
Zeichnung Fig. 2 ersichtlich ist, ist das Dichtelement 24, das den Drehdräckschalter 10 zur Gehäusewand 7 des Feldgerätes 1 abdichtet, nur der Drehbewegung des Drehdrü ckschalters 10 und nicht nur der Hubbewegung ausgesetzt. Aufgrund dieser Trennung der unterschiedlichen Bewegungen ist der erfindungsgemäße Drehdrückschalter 10 erheblich einfacher gegenüber der Gehäusewand 7 abdichtbar. Der erfindungsgemäße Drehdrückschalter ist deshalb neben der Schutzart IP65 (Strahlwassergeschützt) auch f ür die Schutzart IP67 (Tauchwassergeschützt) geeignet. Er ist besonders einfach
aufgebaut und sicher und zuverlässig auch bei extremen Umgebungsbedingungen betä tigbar.