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1. WO2001076950 - DISPOSITIF PERMETTANT D"APPLIQUER DES ETIQUETTES SUR DES OBJETS PLATS

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[ DE ]

Beschreibung

Vorrichtung zum Aufbringen von Etiketten auf flache Gegenstande

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbringen von Etiketten gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Bei der Bearbeitung von flachen Sendungen, insbesondere von Briefen, Postkarten usw. durch Postbeforderungsunternehmen tritt das Problem einer sicheren und schnellen Aufbringung von Etiketten auf flache Sendungen auf. Ein Beispiel hierfür ist das automatische Nachsenden von Sendungen. Hierbei werden Sendungen zur Nachsendung aussortiert und entsprechend vorge-gebenen Daten, die in einer Datenbasis gespeichert sind, adressiert. Diese Sendungen werden mit einem Etikett beklebt, das sowohl die alte Adresse als auch einen möglicherweise auf der Sendungsoberflache aufgebrachten Barcode abdeckt. Anschließend wird das Etikett mit einem neuen Barcode sowie der entsprechenden neuen Adresse versehen. Die Aufbringung des

Etiketts erfolgt dabei in Vorrichtungen, die in automatische Briefverteilanlagen integriert sind. Das Sendungsaufkommen für solche Verteilanlagen ist unterschiedlich in Format, Gewicht und Dicke. Die Sendungen werden in solchen Anlagen z. B. mit Geschwindigkeiten von 3,6 m/sec befordert, was hohe

Anforderungen an die Geschwindigkeit, mit der die Aufbringung der Etiketten erfolgen muß, sowie bei der exakten Positionierung der Etiketten stellt. Ein generelles Problem stellt darüber hinaus die Handhabung und insbesondere der Transport der Etiketten zur Sendungsoberfläche dar, wenn die Etiketten eine selbstklebende Oberflache besitzen.

Aus der US-A-5 200 007 ist eine Vorrichtung zum Aufbringen von Etiketten auf flache Sendungen, die vereinzelt auf einer Kante stehend mit einer Fordervorrichtung entlang eines Forderweges transportiert werden, beschrieben. Sie besitzt eine EtikettenfOrdervorrichtung zur Forderung der auf einem Sub- strat befindlichen Etiketten, die von einer Sensoreinrichtung zur Ermittlung der Sendungsvorderkante gesteuert wird und eine Andruck-bzw. Applikatorvorπchtung zum Applizieren/ Andrucken der Etiketten auf die Sendungsoberflache. In dieser Vorrichtung werden die Etiketten mit Verteilmformationen bedruckt. Ein Etikettieren bei hohen Transportgeschwindigkeiten der Sendungen ist hiermit nicht möglich.

In der DE 36 22 502 AI wird eine Etikettierkopfmaschine be-schrieben, bei der die Etiketten auf dem Etikettierkopf, der die Etiketten auf den Gegenstand druckt, mit Hilfe von Offnungen in der Kopfoberflache, die mit einer Unterdruckquelle verbunden sind, gehalten werden.

In der US-PS 3 660 208 wird eine Andrucktrommel zur Aufnahme eines Etikettes beschrieben, bei welcher nur dieser das Etikett aufnehmende Teil den Gegenstand berührt, auf den das E-tikett appliziert werden soll und der Rest der Trommeloberflache nach innen versetzt ist. Bei einer Andrucktrommel ge-maß US-PS 3 883 380 sind dementsprechend zwei Bereiche zur Aufnahme der Etiketten vorhanden.

Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Aufbringen von Etiketten auf flache Gegenstande zu schaffen, die einen hohen Durchsatz bei geringer Störanfälligkeit gewahrleistet.

An dem Forderweg der flachen Gegenstande sind n Etikettiervorrichtungen mit n > 1 zum Aufbringen von Etiketten h nter-einander angeordnet.

Die Ausfuhrung der Andruck- und Appliziertrommeln mit raumlich fester Drehachse, mit einem ersten Mantelbereich, der die Etiketten aufnimmt, und einem zweiten, soweit nach innen versetzten Mantelbereich, dass die flachen Gegenstande nicht berührt werden, gestattet es, flache Gegenstande an den An- druck- und Appliziertrommeln vorbei zu transportieren, ohne daß ein Etikett auf den Gegenstand appliziert wird.

Die Andruck- und Appliziertrommeln werden im Start-Stop-Betrieb angetrieben, wobei die Etikettenstreifen auf den ersten, den flachen Gegenstanden abgewandten Mantelbereich der Andruck- und Appliziertrommel aufgebracht werden. Nach Übernahme eines Etikettes auf die stillstehende Andruck- und Appliziertrommel und Beschleunigung und Applizierung des ewei-ligen Etikettes wird die Andruck- und Appliziertrommel so abgebremst, daß der erste Mantelbereich von der Gegenstandstransportbahn abgewandt nach einer Umdrehung wieder in der Ausgangslage zum Stehen kommt.

Die Etikettiervorrichtungen werden dann e nach Bedarf angesteuert. So ist es möglich, auf einen Gegenstand mehrere Etiketten aufzubringen oder zur Erhöhung des Durchsatzes m jeder Vorrichtung jeden n-ten Gegenstand zu etikettieren.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist der zweite Mantelbereich eine kreisförmige Krümmung mit gleichem Krümmungsradius wie der erste Mantelbereich auf, nur ist dessen Kreis-mittelpunkt über die Drehachse hinaus verschoben.

Vorteilhaft ist es, eine federnde und/oder federnd gelagerte Gegenrolle zum Andrucken der Etiketten auf die Gegenstande, insbesondere beim Transport der Gegenstande in flexiblen Riemen vorzusehen.

Das vorteilhafte Zufuhren eines selbstklebenden, tragerlosen Etikettenstreifens senkrecht zur Transportebene der flachen Gegenstande mit der Trommeloberflache angepaßter Krümmung gestattet das Applizieren von Etiketten unterschiedlicher Hohe, indem der Etikettenstreifen unterschiedlich weit auf die Andruck- und Appliziertrommel geschoben wird und dann mit der in der Krümmung angepaßten Messereinrichtung abgetrennt wird.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Etikettenforder-und -schneidevorrichtung so geformt, dass der am Eingang schwach gekrümmte oder ungekrummte Etikettenstreifen in eine der die Etiketten übernehmenden Oberflache der Andruck- und Appliziertrommel angepaßte Krümmung am Ausgang überfuhrt wird. Dabei ist es vorteilhaft, in diese Fuhrungsflache zum Halten des Etikettenstreifens an der Fuhrungsflache mit einer Unterdruckquelle verbundene Offnungen einzubringen.

Zusatzlich kann die Fuhrungsflache an ihren seitlichen Randern den Etikettenstreifen an der Fuhrungsflache auch ohne Unterdruck haltende schmale Deckflachen mit Klebstoff abweisender Oberflache aufweisen.

Um ein seitliches Ausweichen des Etikettenstreifens über die Fuhrungsflache hinaus zu verhindern, besitzt sie an ihren seitlichen Randern den Etikettenstreifen leitende Begrenzungsflachen.

In einer weiteren Ausgestaltung befindet sich in der Fuh-rungsflache ein Durchbruch für einen Reibradantrieb, bestehend aus einem Reibrad mit gesteuertem Antrieb und einer Andruckrolle, der den Etikettenstreifen im jeweils vorgesehenen Maße auf die Andruck- und Appliziertrommel schiebt.

Um einen ausgerichteten, sich selbst justierenden Lauf des Etikettenstreifens über die Fuhrungsflache der Etikettenfor-der- und -schneidevorrichtung zu gewahrleisten, ist der Reibradantrieb vorteilhafterweise schwenkbar auf einer Drehachse gelagert, die mittig und senkrecht zur Fuhrungsflache in Eti-kettenzufuhrrichtung vor dem Reibrad angeordnet ist.

Anschließend wird die Erfindung in einem Ausfuhrungsbeispiel anhand der Zeichnung naher erläutert.

Dabei zeigen

FIG 1 eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung zum
Aufbringen von selbstklebenden, tragerlosen Etiketten auf flache Gegenstande

FIG 2 eine schematische Draufsicht der Vorrichtung zum Aufbringen der Etiketten

FIG 3 eine schematische Ansicht des Reibradantriebs und
seiner Lagerung.

Der selbstklebende Etikettenstreifen 1 wird von einer Vor-ratsrolle 2 durch eine an sich bekannte Etikettenstreifenab-rollemπchtung 3 in Bandform abgezogen und einer Etiketten-forder- und -schneidevorrichtung 4 zugeführt.

In der Etikettenforder- und -schneidevorrichtung 4 wird der Etikettenstreifen 1 auf eine Andruck- und Appliziertrommel 17 senkrecht zur Transportebene der flachen Gegenstande 20 entsprechend der benotigten Lange vorgeschoben und bei stillstehender Andruck- und Appliziertrommel 17 abgeschnitten. Dazu wird der Etikettenstreifen 1 über eine geformte Fuhrung 7 ge-fuhrt, die in Etikettenstreifenvorschubrichtung 5 von einer schwach gekrümmten oder ungekrummten Fuhrungsflache am Eingang m eine der die Etiketten aufnehmenden Oberflache der Andruck- und Appliziertrommel 17 angepaßte Krümmung aufweisende Fuhrungsflache am Ausgang übergeht.

In der Oberflache der Fuhrung 7 befinden sich Offnungen, die mit einer Unterdruckquelle 6 verbunden sind. In die Fuhrung 7 ist ein motorgesteuerter Reibradantrieb, bestehend aus Reibrad 8 mit Antrieb 9 und Andruckrolle 10, integriert. Damit wird der Etikettenstreifen 1 in Richtung der Etikettiereinrichtung 11, bestehend aus der Andruck- und Appliziertrommel 17, die an dem aufnehmenden Teil ebenfalls an eine Unter- druckquelle 19 angeschlossene Offnungen aufweist, einem Trommelantrieb 18 und einer federnd gelagerten Gegenrolle 26, geschoben und selbst in eine Zylinderform überfuhrt.

Nachdem mit Hilfe des Reibradantriebs der Etikettenstreifen 1 bis zu einer in gewissen Grenzen frei bestimmbare Hohe 12 o-berhalb der Messereinrichtung vorgeschoben wurde, fahrt der Messerantrieb 13 das Messer 14 über den Etikettenstreifen 1 auf das Gegenmesser 15 und schert ein Etikett 16 ab. Das Eti-kett 16 wird nunmehr nur durch die Andruck- und Appliziertrommel 17 getragen.

Auf einem geeigneten, nicht dargestellten Transportmittel werden die zu etikettierenden Gegenstande 20 mit gleichmaßi-ger Geschwindigkeit 21 entlang einer Bahn an der von der Eti-kettenforder- und -schneidevorrichtung 4 abgewandten Seite an der Etikettiereinrichtung 11 vorbeigefuhrt .

Wahrend des Schneidens des Etikettenstreifens 1 bleibt die Andruck- und Appliziertrommel 17 stehen. Danach wird sie mit dem Etikett 16 auf die gleiche Geschwindigkeit wie die Geschwindigkeit 21 des Gegenstandes 20, gemessen an der Trommelaußenflache, beschleunigt. Die Bewegungsrichtung 22 ist in FIG 2 dargestellt. Durch eine Steuerung wird die Trommelposi-tion und -geschwmdigkeit mit dem zu beklebenden Gegenstand 20 synchronisiert, sodass beim Eintreffen des Teils der Andruck- und Appliziertrommel 17 mit dem Etikett 16 an der Gegenstandsbahn eine zielgenaue Übernahme des selbstklebenden Etikettes 16 durch den Gegenstand 20 möglich ist. Der Mantel der Andruck- und Appliziertrommel 17 ist m einen ersten Bereich 23 und einen zweiten Bereich 24 ausgeformt. Der erste Mantelbereich 23 besitzt eine kreisförmige Krümmung, wobei der Kreismittelpunkt in der Drehachse liegt. Beim zweiten Mantelbereich 24 ist die Mantelflache soweit nach innen ver-schoben, dass eine störende Berührung der Gegenstande 20 in der Ruhelage vermieden wird. Diese Mantelflache kann ebenfalls die gleiche kreisförmige Krümmung wie beim ersten Man- telbereich 23 aufweisen, nur ist der Kreismittelpunkt über die Drehachse hinaus verschoben. Beide Mantelbereiche 23, 24 sind durch entsprechende Ubergangsbereiche 25 verbunden. Dies bewirkt, dass einerseits die Andruck- und Appliziertrommel 17 in Ruhephasen, z.B. beim Etikettenschneiden oder bei Appli-zierpausen nicht in die Gegenstandsbahn ragen kann und damit die Gegenstande 20 oder Teile davon nicht beeinflußt werden können. Anderseits kann beim Applizieren ein gewisser gleichmaßiger Druck gegen die flachen Gegenstande ausgeübt werden um das selbstklebende Etikett 16 zu übergeben. Zur Unterstützung der Etikettenubergabe an die Gegenstande 20 kann durch die mitlaufende Andruckrolle 26 ein Gegendruck erzeugt werden.

Der motorgesteuerte Reibradantrieb, bestehend aus Reibrad 8 mit Antrieb 9 und Andruckrolle 10 , ist auf einem Chassis 27 montiert (FIG 3). Reibrad 8 und Andruckrolle 10 befinden sich in einem Durchbruch 34 der Fuhrung 7. Dieses Chassis 27 ist in einem gewissen Abstand 28 m Etikettenstreifenvorschub-richtung 5 vor dem Reibradantrieb schwenkbar auf einer Drehachse 29 gelagert, die mittig und senkrecht zur Fuhrung 7 angeordnet ist. Dadurch wird erreicht, dass sich der Etikettenstreifen 5 mit seinen Langskanten 30 zu den seitlich an der Fuhrung 7 befestigten Begrenzungsflachen 31 selbsttätig ausrichtet. Wird durch irgend einen Umstand z.B. eine der

Langskanten 30 an eine dieser Begrenzungsflachen 31 gedruckt, so soll diese Langskante 30 durch eine auftretende Fuhrungs-kraft seitlich ausweichen können. Ermöglicht wird das durch die bewegliche Anordnung des Reibradantriebes auf dem Chas-sis 27. Infolge der seitlichen Verschiebung des Reibrades 8 kommt es zu einer Schragstellung des Reibradantriebes zur Forderrichtung, der bewirkt, daß das Reibrad 8 schräg über den Etikettenstreifen 1 rollt und damit die seitliche Auslenkung des Chassis 27 zurückgenommen wird. Das Chassis 27 kann durch die Kraft einer Feder 32 in seiner Nulllage beemflusst werden. Durch Variation der Federkraft laßt sich der Etikettenstreifen 1 an eine der beiden Begrenzungsflachen 31 orien- tieren. Damit sich die Rander des Etikettenstreifens 1 auch bei abgeschalteter Unterdruckquelle 19 nicht von der Fuhrung 7 abheben, sind an den Begrenzungsflachen 31 schmale Deckflachen 33 mit klebstoffabweisenden Oberflachen ange-bracht.