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1. WO1997042621 - ORGUE

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[ DE ]

ORGEL

BESCHREIBUNG

Die Erfindung betrifft eine Orgel, insbesondere Konzert- oder Kirchenorgel, wobei der Spieltisch alle für die digitale elektronische Klangerzeugung erforderlichen
Einrichtungen, wie beispielsweise Manuale, Register, Pedale, etc. sowie fest- und freiprogrammierbare Funktionen, gegebenenfalls über einen Computer und der Beschallungsaufsatz alle für die digitale Klangproduktion erforderlichen Einrichtungen, wie beispielsweise Lautsprecher, etc. aufweisen und der Beschallungsaufsatz sowie der Spieltisch entsprechende Schnittstellen, insbesondere mindestens eine
vereinheitlichte bzw. genormte Midi-Schnittstelle aufweisen, die zur Inbetriebnahme der Orgel über signalübertragende Leitungen, wie elektrische Leitungen oder
Lichtwellenleiter verbunden sind.

Das Klangbild von fest installierten digitalen Orgeln ist leider nicht immer geeigent, der Akustik einer fest installierten Pfeifenorgel nahezukommen.

Aus der DE-G 8803302.3 U1 ist eine Orgel bekannt, bei welcher am
ortsveränderlichen Spieltisch ausgelöste Tasten- und Registersignale in einer
Signaiaufbereitungsschaltung verarbeitet und über eine Signalübertragungsstrecke nach Verarbeitung in einer weiteren Signaiaufbereitungsschaltung den Magneten zur Betätigung der Ventile zugeführt werden.

Ebenso ist aus der FR-PS 2650691 die Übertragung von durch Tastenbetätigung erzeugten elektrischen Signalen zur Tonerzeugung bekannt.

Diese Schaltungen dienen ausschließlich dazu, die Signale ortsveränderlicher Spieltische ungestört zu den fix installierten Klangkörpern zu übertragen.

Darüber hinaus ist die Darbietung von Orgelmusik aufgrund der Konstruktion der Orgeln auf wenige Aufführungsstätten, wie Kirchen und große Konzertsäle
beschränkt. Durch die Exklusivität dieser Aufführungsstätten ist eine Verbreitung der Orgelmusik und ein Nahebringen in eine breite Publikumsschicht sehr beschränkt. Insbesonders wirkt sich dies auf junge Komponisten bzw. neue Kompositionen aus. Derartige Aufführungen und Premieren sind sehr selten.

Aufgabe der Erfindung ist es, daher eine Orgel zu schaffen, die digital und/oder als Pfeifenorgel gespielt werden kann und in der Optik, im Klangvolumen und im Klangbild einer festinstallierten Großorgel gleichkommt

Die erfindungsgemäße Orgel ist dadurch gekennzeichnet, daß der
Beschallungsaufsatz für die digitale Klangerzeugung außer den Lautsprechern eine Windlade mit mindestens einem Register klingender Pfeifen aufweist, wobei der Pfeifenklang durch Windzufuhr erzeugbar ist und die Windzufuhr über die am
Spieltisch digital aufbereiteten Signale über entsprechende Schnittsteilen,
insbesondere über die Midi-Schnittstelle und Leitungen steuerbar ist

Mit dieser Erfindung ist es erstmals möglich, die Vorteile einer computergesteuerten, digitalen Klangerzeugung auch bei traditionellen Pfeifenorgeln anzuwenden Der erzielte akustische Effekt ist grandios

Nach einem wetteren Merkmal der Erfindung ist der Pfeifenklang durch Windzufuhr über insbesondere elektrisch gesteuerte, magnetische Ventile erzeugbar und die Druckerzeugung in der Windlade erfolgt über umnchtergesteuerte Radiallufter Dadurch ist eine optimale Winderzeugung für die Orgelpfeifen gegeben

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weisen der Beschallungsaufsatz als auch der Spieltisch einen selbststehenden statischen Aufbau auf und sind transportierbar ausgeführt und der Beschallungsaufsatz ist vom Spieltisch getrennt und sind auch örtlich getrennt auf stellbar. Dadurch ist es erstmals möglich, in akustikgeeigneten Räumen, wie Theater- oder Konzertsälen, die keine Orgel aufweisen, Orgelkonzerte durchzufuhren bzw die Orgel m Theaterstucken
einzusetzen, da dadurch gewährleistet ist, daß die beiden Hauptkomponenten der Orgel autark aufgestellt und betneben werden können. Durch diese Möglichkeit ist auch die Orgelmusik einem breiteren Publikum zugänglich. Darüber hinaus können auch Kompositionen, junger Orgelkomponisten wirtschaftlich und kommerziell verwertet werden.

Gemäß einem besonderen Merkmal der Erfindung ist der Beschallungsaufsatz mit den für die Klangproduktion erforderlichen Emnchtungen, wie Lautsprecher und Pfeifen, in einem Kasten integriert, der für den Transport Tragegriffe aufweist. Dadurch kann dieser Teil relativ leicht von einem Ort zu einem weiteren Ort transportiert werden.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Kasten für die Betreuung aufmachbar. Dadurch können etwaige Wartungsarbeiten bzw. Abstimmungen leicht durchgeführt werden.

Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung weist der Spieltisch für den Transport Tragegriffe auf, und die dazugehörige Bank ist zusammenklappbar. Dadurch ist auch der Spieltisch leicht zu transportieren und auch die zusammenklappbare Bank ist für diese Ausgestaltung förderlich.

Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung weist der Beschallungsaufsatz und der Spieltisch jeweils ein integriertes Fahrwerk oder anbaubares Hub- bzw.
Transportgestell auf. Dadurch ist ein selbstständiger, kostengünstiger und sicherer Transport möglich. Sollten noch darüber hinaus die Transportmittel aus leichtem Material bestehen, so kommt dies dem Gedanken der leicht transportierbaren, flexiblen Orgel natürlich entgegen.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind an den Beschallungsaufsatz beidseits Anbauelemente für eine qualitative höhere Klangproduktion vorgesehen. Diese Anbauelemente können links und rechts neben dem eigentlichen Beschallungsund Pfeifenaufsatzes gestellt werden, wobei diese Anbauelemente Cjβzielle Klangbzw. Tonproduktoren beinhalten können. Für kleinere Säle können diese
Anbauelemente auch weggelassen werden.

Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung sind die Orgelpfeifen des Beschallungsaufsatzes sowie der Anbauelemente für den Transport in den Kästen fixierbar. Durch die Fixierung der Orgelpfeifen in den Aufsätzen bzw. in den Kästen können auch durch auftretende Neigungen während des Transportes keine Schäden entstehen. Darüber hinaus müssen diese Orgelpfeifen durch die Fixierung daher nicht für den Transport demontiert und getrennt verpackt werden.

Gemäß einer weiteren besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist der
Beschallungsaufsatz, der Spieltisch, die Anbauelemente in einem maßgerechten, thermo- und nässegeschützten sowie stoßgedämpften Fahrzeug transportierbar.

Dadurch ist eine Orgel, die im Klangbild und Optik einer großen Kirchenorgel gleicht, kostengunsitg und leicht auf jeden gewünschten Platz oder Saal transportierbar und kann in schnellster Zeit adaptiert werden

Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausfuhrungsbeispieles naher erläutert Die Fig 1 zeigt eine transportfähige Orgel und die Fig 2 einen Schnitt durch den Beschallungsaufsatz in Seitenansicht

Die Orgel gemäß der Fig 1 besteht aus dem Spieltisch 1 , den Beschallungsaufsatz 2 sowie den Anbauelementen 3. Der Spieltisch 1 enthält alle für die digitale
elektronische Klangerzeugung erforderlichen Einπchtungen wie Manuale 4, Register 5, Pedale 6, etc sowie fest- und freiprogrammierbare Funktionen, die über einen
Computer emgebbar sind. Der Beschallungsaufsatz 2 sowie die Anbauelemente 3, enthalten alle für die digitale Klangproduktion erforderlichen Einπchtungen wie - in dieser Fig nicht sichtbare - Lautsprecher, die hinter den Pfeifen 7 angeordnet sind

Der Spieltisch 1 ist vom Beschallungsaufsatz 2 getrennt Ebenso sind die
Anbauelemente 3 autarke Einheiten Durch die Trennbarkeit dieser Orgelteile ist ein Transport einer Orgel, die in der Optik, im Klangvolumen und im Klangbild einer festinstallieren Großorgel gleichkommt, möglich Auch ein ortlich getrenntes Aufstellen dieser Orgelteile wird ermöglicht Es konnte also durchaus der Beschallungsaufsatz 2 sowie die Anbauelemente 3 auf einem Empore eines Theaters plaziert werden und der Spieltisch 1 , ähnlich einem Klavier, auf der Bühne Aufstellung finden Die Plazierung des Beschallungsaufsatzes 2 dient der Klangqualitat, wobei der Orgelspieler selbst vom Publikum genauestens beobachtet werden kann Damit dies auch praktisch so ausgeführt werden kann, weisen die Orgelteile alle einen selbststehenden statischen Aufbau auf. Darüber hinaus weisen der Spieltisch 1 , der Beschallungsaufsatz 2 sowie die Anbauelemente 3 entsprechende Schnittstellen 8 auf, die zur Inbetnebnahme der Orgel über elektπsche Leitungen 9 verbindbar sind Die Schnittstellen 8 sind vereinheitlichte bzw genormte Schnittstellen, insbesondere sogenannte Midi- Schnittstellen, die zum Verbinden von Musikinstrumenten geeignet sind Um nun einen Transport dieser Orgelteile vornehmen zu können, weisen der Spieltisch 1 , der Beschallungsaufsatz 2 sowie die Anbauelemente 3 gegebenenfalls einklappbare Tragegnffe 10 auf Da die einzelnen Orgelteile ein großes Gewicht aufweisen, können Sie mit einem integrierten Fahrwerk 11 versehen werden. Es ist aber ebenso möglich, daß diese Orgelteile mit einem anbaubaren Hub- bzw. Transportgestell 12 versehen werden

Um auch die Orgelteile in einem maßgerechten, thermo- und nassegeschützen sowie stoßgedampften Fahrzeug transportieren zu können, sind die Pfeifen 7 im Aufsatz bzw. im Kasten fixierbar.

Gemäß der Fig. 2 ist der Beschallungsaufsatz 2 auf - in diesem Fall ausgefahrenen -Hubsäulen 13 montiert. Die Hubsäuien 13 sind mit bremsbaren Schwenkrolien 14 versehen. Es könnten aber auch Bockrollen Verwendung finden. Die Schwenkrollen 14 sind über eine Frontblende 15 abgedeckt. Unter den Beschallungsaufsatz 2 kann der Spieltisch 1 - wie strichliert angedeutet ist - angeordnet werden.

Der Beschallungsaufsatz 2 weist außer den Lautsprechern 16 zur digitalen
Klangproduktion eine Windlade 17 mit mindestens einem Register klingender Pfeifen 7 auf. Der Pfeifenklang ist durch Windzufuhr über das Pfeifenbrett 20 erzeugbar, wobei der Wind bzw. die Druckerzeugung in der Windlade 17 über umrichtergesteuerte Radiallüfter 18 erfolgt. Die Windzufuhr für den Pfeifenklang wird über elektrisch gesteuerte, magnetische Ventile 19 die am Pfeifenbrett 20 angeordnet sind, gesteuert.