Traitement en cours

Veuillez attendre...

Paramétrages

Paramétrages

Aller à Demande

1. WO1997042013 - DISPOSITIF DE RETENUE SOUS VIDE

Note: Texte fondé sur des processus automatiques de reconnaissance optique de caractères. Seule la version PDF a une valeur juridique

[ DE ]

Vakuum-Haitevorrichtunq

Die Erfindung betrifft eine Vakuum-Haltevorrichtung mit einer an einer Seitenfläche offenen Ansaugkammer zum Ansaugen an eine Fläche, wobei die Ansaugkammer in einer Halteplatte ausgebildet ist und über eine Öffnung in der Halteplatte evakuierbar ist, und mit einer die Ansaugkammer umgebenden Dichtungsanordnung, die im angesaugten Zustand den zwischen der Ansaugkammer und der Fläche befindlichen Raum abdichtet.

Eine derartige Vakuum-Haltevorrichtung ist beispielsweise durch die DE 41 25 889 Cl bekanntgeworden.

Bei der Herstellung von Fertigbetonteilen müssen die einzelnen Schalungsteile auf einem Tisch befestigt werden. Die Schalungsteile sollen dabei an möglichst beliebiger Stelle auf der waagerecht ausgerichteten Tischplatte für eine gewisse Zeit angebracht werden können. Die Befestigung muß leicht ausgebildet und ebenso leicht wieder gelöst werden können, ohne daß die Tischplatte beschädigt wird.

Es sind mechanische Haltevorrichtungen für die Schalungsteile an der Tischplatte, z. B. Schraubverbindungen oder Gestänge, bekannt. Diese mechanischen Befestigungen erfordern aber Bohrungen o.a. in der Tischplatte oder sind durch daε Gestänge auf bestimmte Randbereiche der Tischplatte beschränkt .

Weiterhin sind magnetische Haltevorrichtungen bekannt, bei denen eine Halteplatte über einen Magneten in einer gewünschten Stellung gehalten wird. Der Magnet wirkt dabei mit einer metallischen Tischplatte zusammen. Um jedoch die zwischen Magnet und Tischplatte wirkende Magnetkraft optimal auf eine auf der Tischplatte angeordnete Halteplatte übertragen zu können, sind komplizierte Gestänge erforderlich, die die an der Halteplatte angreifenden Querkräfte bzw.
Drehmomente auf die Tischplatte ableiten.

Bei der aus der DE 41 25 889 Cl bekannten Vakuum-Haltevorrichtung sind Halteplatten mit einem evakuierbaren Saugvorsatz versehen. Über eine Vakuumleitung ist dieser Saugvorsatz mit einer Vakuumquelle, z.B. einer Vakuumpumpe, verbunden. Der Saugvorsatz saugt sich an einer Fläche an, so daß die Vakuum-Haltevorrichtung und die Fläche miteinander verbunden sind.

Derartige bekannte Vakuum-Haltevorrichtungen haben jedoch den Nachteil, daß sie permanent mit der Vakuumquelle über eine Vakuumleitung, z. B. einen Vakuumschlauch, verbunden sein müssen. Die Länge des Vakuumschlauchs begrenzt dabei den maximalen Einsatzradius der Haltevorrichtung. Ein System aus mehreren derartigen Vakuum-Haltevorrichtungen, die jeweils über Vakuumschläuche mit einer Vakuumquelle verbunden sind, führen zu einem unübersichtlichen Leitungsnetz und zu einem zeitraubenden Sortieren und Anordnen der einzelnen Vakuum-Haltevorrichtungen, um den Leitungsverlauf der Vakuumschläuche übersichtlich zu gestalten.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vakuum-Haltevorrichtung der eingangs genannten Art dahin weiterzubilden, daß sie möglichst flexibel und einfach eingesetzt werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Halteplatte eine Außenwand eines evakuierten, von einer Vakuumquelle entkoppelten Behälters bildet und daß die Ansaugkammer über die Öffnung mit einem evakuierten Innenraum des Behälters verbindbar ist.

Die erfindungsgemäße Vakuum-Haltevorrichtung hat damit den wesentlichen Vorteil, daß sie von einer Vakuumquelle unabhängig ist. Ist der Innenraum des Behälters evakuiert, so kann dieser an beliebiger Stelle mit einer Fläche fest verbunden werden, die keine metallischen Eigenschaften aufweisen muß, wie z.B. bei Verbindungen über Magnete. Vakuumleitungen zu einer Vakuumquelle sind nicht mehr erforderlich, was gegenüber bekannten Vakuum-Halteplatten ein schnelleres und leichteres Handling ermöglicht.

Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vakuum-Haltevorrichtung kennzeichnet sich dadurch, daß die Dichtungsanordnung eine die Ansaugkammer umgebende Dichtung aus gummielastischem und/oder plastischem Material ist. Diese Dichtmittel erlauben ein Abdichten des Zwischenraums unabhängig von der Oberflächenstruktur, so daß eine dauerhafte Verbindung zwischen Vakuum-Haltevorrichtung und der Fläche sichergestellt ist.

In besonders vorteilhafter Weiterbildung dieser Ausführungs-form ist die plastische Dichtung innerhalb der gummielastischen Dichtung angeordnet. Über eine gummielastische Dichtung, z. B. aus Moosgummi, ist auch im evakuierten Zustand ein definierter Mindestabstand zwischen Fläche und Halteplatte eingehalten und die Ansaugkammer kann zumindest bei glatten Oberflächen mit hoher Oberflächengüte ausreichend abgedichtet werden. Allerdings können mit der gummielastischen Dichtung Risse, Rillen etc. in der Fläche nur unzureichend abgedichtet werden, was eine Undichtigkeitsquelle bedeutet. Um die Ansaugkammer daher auch bei derartig strukturierten Flächen über längere Zeit abzudichten, wird der Raum zwischen Ansaugkammer und einer Fläche zusätzlich über eine plastische Dichtung abgedichtet. Noch vorhandene Öffnungen zwischen der gummielastischen Dichtung und der Fläche füllt die plastische Dichtung aufgrund des Atmosphärendruckes aus. Die plastische Dichtung kann die gummielastische Dichtung von außen oder von innen umgeben. Im letzteren Fall weist die plastische Dichtung eine geringere Höhe als die
gummielastische Dichtung auf, so daß die plastische Dichtung erst wirkt, wenn die gummielastische Dichtung aufgrund eines in der Ansaugkammer herrschenden Vakuums auf die Höhe der plastischen Dichtung zusammengedrückt ist.

In einer ganz besonders bevorzugen Ausführungsform ist die der Fläche zugewandte Seite der Ansaugkammer mit einem Reibungsprofil versehen ist, das im angesaugten Zustand zumindest teilweise an der Fläche anliegt . Bei bisher bekannten Vakuum-Halteplatten ist von besonderem Nachteil, daß sie Querkräfte parallel zur Fläche nur in begrenztem Maße aufnehmen können. Bekannte Vakuum-Halteplatten sind daher nicht besonders vibrationsstabil und können bei der Herstellung von Fertigbetonteilen nur bedingt eingesetzt werden, weil dort die Schalungsvorrichtung gerüttelt werden muß. Das Reibungsprofil erhöht im angesaugten Zustand die zwischen dem Profil und der Fläche herrschende mechanische Reibung, so daß im Vergleich zu bekannten Vakuum-Haltevorrichtungen höhere Querkräfte bzw. Drehmomente aufgenommen werden können.

In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung dieser Ausführungsform weist das Reibungsprofil Noppen oder parallele Rippen auf. Dabei beeinträchtigen die Rippen oder Noppen die Ausbildung eines einheitlichen Vakuums in der Ansaugkammer nicht .

In weiterer bevorzugter Weiterbildung ist das Reibungsprofil in einem in die Ansaugkammer einsetzbaren Einsatz ausgebildet ist. Wenn ein Reibungsprofil abgenutzt ist, braucht nur dieses und nicht der gesamte Aufsatz ausgewechselt zu werden.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vakuum-Haltevorrichtung ist das im Behälter und in der Ansaugkammer herrschende Vakuum über ein oder mehrere Ventile steuerbar. Der Innenraum des Behälters kann an einer Vakuumstation evakuiert werden und bei verschlossenem, evakuierten Innenraum zum Einsatzort transportiert werden, an dem der Ansaugvorgang an eine Fläche stattfindet.

Bei einer Weiterbildung weist der Behälter ein von außen betätigbares Evakuierungsventil zum Evakuieren des Innenraumes auf. Vorzugsweise wird das Evakuierungsventil in oder an einer Vakuumstation automatisch geöffnet, wenn das Ventil mit einer Vakuumleitung verbunden ist .

Wenn in bevorzugter Ausgestaltung das Evakuierungsventil in einem Befüllungsstutzen angeordnet iεt, so ist es, insbesondere beim Evakuierungsvorgang in einer Vakuumstation, vor Beschädigungen geschützt .

Eine andere vorteilhafte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein von außen betätigbares Verbindungsventil vorgesehen ist, über das die Ansaugöffnung mit dem Innenraum verbindbar ist . Erst wenn die Ansaugkammer bzw. die Halteplatte an die Fläche angelegt ist, wird die Ansaugkammer mit dem evakuierten Innenraum durch Betätigen des Verbindungsventils verbunden.

Um die Vakuum-Haltevorrichtung von der Fläche wieder lösen zu können, ist in einer Weiterbildung ein von außen betätigbares Belüftungsventil vorgesehen, über das die Ansaugkammer belüftet werden kann. Das Belüftungsventil kann in das
Verbindungsventil integriert sein.

Ist in einer ganz besonders bevorzugten Weiterbildung die Ansaugkammer unabhängig von dem Innenraum belüftbar, so hat dies den Vorteil, daß das im Innenraum herrschende Vakuum weiter aufrecht erhalten bleibt. Der Behälter kann, sofern das im Innenraum herrschende Vakuum noch ausreicht, an anderer Stelle eingesetzt werden.

Ganz besonders zu bevorzugen ist es, daß ein Manometer den im Behälter herrschenden Druck anzeigt . Einem Benutzer wird dadurch angezeigt, ob das im Behälter herrschende Vakuum noch ausreicht, um den Behälter für eine gewünschte Zeit zu befestigen .

Bei einer weiteren Ausführungsform weist der Behälter mehrere evakuierbare Innenräume aufweist, die jeweils über eine Ansaugöffnung mit einer Ansaugkammer verbunden sind. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß die Ansaugkammer, wenn das Vakuum in einem Innenraum nicht mehr zu einer ausreichenden Evakuierung ausreicht, die Ansaugkammer über das in einem anderen Innenraum herrschende Vakuum evakuiert werden kann. Die Einsatzdauer eines Behälters erhöht sich entsprechend.

Eine ganz besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vakuum-Haltevorrichtung ist durch mehrere Ansaugkammern gekennzeichnet. Dies hat den Vorteil, daß bei einer Leckage in nur einer Ansaugkammer die anderen davon nicht beeinflußt werden.

Dieser Effekt wird noch verstärkt, wenn in vorteilhafter Weiterbildung dieser Ausführungsform jede Ansaugkammer mit einem evakuierbaren Innenraum verbindbar ist. Eine Leckage in einer Ansaugkammer wirkt sich so nicht auch auf die anderen Ansaugkammern aus, so daß trotz dieser Leckage eine zuverlässige Verbindung zwischen Fläche und Vakuum-Haltevorrichtung sichergestellt ist.

In besonders bevorzugter Ausgestaltung dieser Weiterbildungen weist der Behälter zwei Ansaugkammern auf, die in zwei zueinander abgewinkelten Halteplatten angeordnet sind. Bilden die beiden Halteplatten z. B. einen rechten Winkel, so lassen sich zwei Flächen, beispielsweise zwei Beton-Schalungsteile, durch die Vakuum-Haltevorrichtung im rechten Winkel miteinander verbinden.

Von besonderem Vorteil ist es, wenn in weiterer Ausführungs-form die Außenseite des Behälters antihaftend ausgebildet ist. Insbesondere wenn mit der Vakuum-Haltevorrichtung Be-ton-Schalungsteile verbunden werden, verhindert eine für Beton antihaftende Außenseite des Behälters dessen Verschmutzung.

Um den Behälter leicht handhaben, insbesondere transportieren zu können, sind in vorteilhafter Ausführungsform in der Außenseite des Behälters Handgriffe, vorzugsweise Handeingriffe vorgesehen.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Oberseite des Behälters schräg, vorzugsweise dachförmig, ausgebildet. Insbesondere wenn mit der Vakuum-Haltevorrichtung Beton-Schalungsteile verbunden werden, fördert eine schräge Behälteroberseite das Abrutschen des Betons vom Behälter und verringert so dessen Verschmutzung.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform kennzeichnet sich dadurch, daß ein Warnsystem für die Überschreitung eines Mindestdrucks im Behälter und/oder in der Ansaugkammer vorgesehen ist. Dieses Warnsystem kann z.B. ein akustischer und/oder optischer Signalgeber sein, der einem Benutzer ein nicht mehr ausreichendes Vakuum im Behälter bzw. in der Ansaugkammer anzeigt .

Erfindungsgemäß ist eine Vakuumstation vorgesehen, in oder an der ein oder mehrere Behälter gleichzeitig evakuierbar sind. Die Vakuumstation ist als "Vakuum-Tankstelle" mit einem Vakuum-Leitungsnetz ausgebildet, an das mehrere Behälter angeschlossen werden können. Die Behälter bilden mobile, leitungsfreie Vakuumtanks, die evakuiert an der Vakuum-Tankstelle einsatzbereit vorgehalten werden.

Bei einer bevorzugter Ausführungsform weist diese Vakuumstation eine Führung für einen Behälter auf, so daß dieser schnell, sicher und definiert an eine Vakuum-Leitung angeschlossen werden kann.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter aufgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden. Die gezeigte und beschriebene Ausführungsform ist nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern hat vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung der Erfindung. Es zeigt:

Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Vakuum-Haltevorrichtung, die zwei Beton-Schalungsteile miteinander befestigt ;

Fig. 2 eine Seitenansicht der Vakuum-Haltevorrichtung in
Richtung des Pfeils II in Fig. 1; und

Fig. 3 in einer der Fig. 2 entsprechenden Ansicht eine weitere Ausführungsform des Behälters ,

In Figur 1 ist mit 1 ein Vakuumbehälter dargestellt, der zwei Schalungsteile 2 , 3 in rechtwinkliger Stellung miteinander verbindet .

Dazu weist der Behälter 1 zwei zueinander rechtwinklig angeordnete Halteplatten 10, 10' auf, die jeweils eine Außenwand des Behälters 1 bilden. Die Halteplatte 10 weist einen an ihrem Umfang umlaufenden Randstreifen 11 auf (Fig. 2), der eine Ansaugkammer 12 definiert. Über eine Öffnung 13 in der Halteplatte 10 ist diese Ansaugkammer 12 mit einem evakuierbaren Innenraum 14 des Behälters 1 verbunden. Die andere Halteplatte 10' ist entsprechend ausgebildet, so daß die Beschreibung für die Halteplatte 10 entsprechend auch auf die Halteplatte 10' zu lesen ist.

Über ein Evakuierungsventil 16 auf der Stirnseite des Behälters 1 kann der Innenraum 14 evakuiert werden. Ein Verbindungsventil 17 verbindet den Innenraum 14 mit der Ansaugöffnung 13, so daß auch die Ansaugkammer 12 evakuiert werden kann. Voraussetzung ist dabei allerdings, daß das Volumen des Innenraums 14 sehr viel größer als das Volumen der Ansaugkammer 12 ist .

Über eine umlaufende Dichtung 15 im Randstreifen 11 ist der zwischen der Ansaugkammer 12 und der Fläche 2 definierte Raum gegenüber der Atmosphäre abgedichtet . Die Dichtung 15 besteht vorzugsweise aus einer gummielastischem Dichtung, beispielsweise aus Moosgummi, und/oder aus einer plastischen Dichtung. Die plastische Dichtung umgibt von innen die gummielastische Dichtung und dichtet bei evakuierter Ansaugkam- mer 12 noch verbliebene Öffnungen zwischen der gummielasti-schen Dichtung und der Fläche 2 "kaugummiartig" ab, da sie in die Oberflächenstruktur der Fläche 2 eindringen kann. Dabei weist die plastische Dichtung eine geringere Höhe als die gummielastische Dichtung auf, so daß die plastische Dichtung erst dichtend wirkt, wenn die gummielastische Dichtung aufgrund eines in der Ansaugkammer 12 herrschenden Vakuums auf die Höhe der plastischen Dichtung zusammengedrückt ist .

Um auch parallel zur Fläche 2 wirkende Querkräfte, z. B. aufgrund eines an dem Behälter 1 angreifenden Drehmoments, mit der Vakuum-Haltevorrichtung aufnehmen zu können, wie sie z. B. beim Rütteln einer Verschalungsvorrichtung auftreten können, ist in der Ansaugkammer 12 ein Einsatz 20 angeordnet. Die zur Fläche 2 weisende Oberfläche des Einsatzes 20 ist mit Rippen 21 versehen, die so weit vorstehen, daß sie im angesaugten Zustand an der Fläche 2 anliegen. Dabei beeinträchtigen sie aber nicht die Ausbildung eines einheitlichen Vakuums über die gesamte Ansaugfläche der Ansaugkammer 12. Im angesaugten Zustand erhöhen die an der Fläche 2 anliegenden Rippen 21 die zwischen dem Behälter 1 und der Fläche 2 wirkende mechanische Reibung. Dadurch können, im Vergleich zu einem Behälter ohne Einsatz 20, höhere Querkräfte bzw. Drehmomente aufgenommen werden, d. h. , der Behälter 1 verschiebt sich bei wirkenden Querkräften auf der Fläche 2 nicht .

Um die beiden Flächen 2, 3 so miteinander zu verbinden, wie es in Fig. 1 gezeigt ist, wird der Behälter 1 zunächst bei geschlossenem Verbindungsventil 17 über das Evakuierungsventil 16 an einer Vakuumstation (nicht gezeigt) evakuiert. Eine derartige Vakuumstation ist als Vakuum-Tankstelle" mit einem Vakuum-Leitungsnetz ausgebildet, an das mehrere Behälter 1 gleichzeitig angeschlossen und evakuiert werden können. Die Vakuumstation sollte eine Führung für einen Behälter 1 aufweisen, so daß dieser schnell, sicher und definiert an eine Vakuum-Leitung angeschlossen werden kann.

Der im Innenraum 14 herrschende Druck wird einem Benutzer von außen über ein Manometer 19 auf der Außenseite des Behälters 1 angezeigt.

Der evakuierte Behälter 1 wird an die Fläche 2 bzw. 3 angelegt und das Verbindungsventil 17 geöffnet, so daß auch die Ansaugkammer 12 evakuiert wird. Dabei dichtet die Dichtung 15 die Ansaugkammer 12 gegenüber der Atmosphäre ab. Durch das in der Ansaugkammer 12 herrschende Vakuum ist die Halteplatte 10 an dem Schalungsteil 2 und entsprechend die Halteplatte 10' an dem Schalungsteil 3 befestigt, wodurch auch die beiden Schalungsteile 2, 3 miteinander verbunden sind. Die Ansaugkammer 12 ' kann unabhängig von der Ansaugkammer 12 über ein Verbindungsventil 18 evakuiert werden.

Soll die Verbindung der beiden Schalungsteile 2, 3 wieder gelöst werden, so wird die Ansaugkammer 12, 12' über das Verbindungsventil 17, 18 belüftet, wobei dabei der noch unter Vakuum stehende Innenraum 14 nicht belüftet wird. Eine derartige unabhängige Belüftung der Ansaugkammer 12 ist über entsprechende Mehrwege-Ventile leicht realisierbar. Die verschiedenen Ventilstellungen sind an den Verbindungsventilen 17, 18 mit Pfeilen angedeutet.

Die Oberseite des Behälters 1 weist zwei Schrägflächen 22a, 22b auf, so daß Schmutz oder Beton an den Schrägen 22a, 22b abrutscht und sich nicht auf dieser dachförmigen Oberseite festsetzen kann. Wie Fig. 2 weiter zeigt, weist der Behälter 1 vorstehende seitlich vorstehende Außenwandabschnitte 23a, 23b auf, in denen als Handeingriffe dienende Aussparungen 24a, 24b ausgebildet sind. Der rechte Außenwandabschnitt 23b schützt außerdem die Ventile 16, 17, 18 vor Beschädigungen, insbesondere einen vorstehenden Befüllungsstutzen, in dem das Evakuierungsventil 16 angeordnet ist . Zum Evakuieren des Behälters 1 an der Vakuumstation wird der in Fig. 2 gezeigte Behälter um 90° im Uhrzeigersinn gedreht. Der Befüllungsstutzen greift in eine entsprechende Vakuumleitung der Vaku-umstation ein, wodurch das Evakuierungsventil 16 geöffnet und der Innenraum 14 evakuiert wird.

In der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform weist die Halteplatte 10 drei Ansaugkammern 12a, 12b, 12c auf, die jeweils über eine Ansaugöffnung 13a, 13b, 13c evakuiert werden können. Die Ansaugkammern 12a, 12b, 12c sind durch Querstege 15a, 15b des Dichtungsrandstreifens 15' voneinander getrennt und gegeneinander abgedichtet .

Vorzugsweise ist jede Ansaugkammer 12a, 12b, 12c über eine eigene Vakuumquelle evakuierbar. Eine Leckage in einer Ansaugkammer wirkt sich dann nicht auch auf die anderen Ansaugkammern aus, so daß trotz der Leckage eine zuverlässige Verbindung zwischen der Fläche 2 und dem Behälter 1 sichergestellt ist. Der Behälter 1 kann in beliebig viele Kammern eingeteilt sein, die jeweils unabhängig voneinander evakuiert sind und mit den Ansaugkammern zusammenwirken können.

Bei einer Vakuum-Haltevorrichtung mit einer stirnseitig offenen Ansaugkammer 12 zum Ansaugen an eine Fläche 2, wobei die Ansaugkammer 12 in einer Halteplatte 10 ausgebildet ist und über eine Öffnung 13 in der Halteplatte 10 evakuierbar ist, und mit einer die Ansaugkammer 12 umgebenden Dichtungs-anordnung 15, die im angesaugten Zustand den zwischen der Ansaugkammer 12 und der Fläche 2 befindlichen Raum abdichtet, bildet die Halteplatte 10 eine Außenwand eines evakuierbaren Behälters 1 und die Ansaugkammer 12 ist über die Öffnung 13 mit einem evakuierbaren Innenraum 14 des Behälters 1 verbindbar. Diese Haltevorrichtung ist von einer Vakuumquelle unabhängig. Ist der Innenraum des Behälters evakuiert, so kann dieser an beliebiger Stelle mit einer Fläche verbunden werden. Vakuumleitungen zu einer Vakuumquelle sind nicht mehr erforderlich. Eine verbesserte und erleichterte Handhabung wird ermöglicht .