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1. (WO1993016625) VITRINE A ECLAIRAGE
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Beleuchtbare Vitrine

Die Erfindung betrifft eine beleuchtbare Vitrine.

Es ist oftmals vorteilhaft, die in Vitrinen ausgestellten Objekte zu beleuchten, damit sie vom Betrachter besser wahrgenommen werden können. Übliche Beleuchtungseinrichtungen bringen jedoch den schwerwiegenden Nachteil mit sich, daß eine erhebliche Wärmeentwicklung auftritt. Die Wärmeentwicklung ist ein Problem für wärmeempfindliche Ausstellungsstücke, beispielsweise alte Schriftstücke. Die
Wärmeentwicklung ist darüber hinaus jedoch ein generelles Problem, denn die Wärme muß aus dem Schaukasten abgeführt werden, was eine LuftZirkulation erforderlich macht, wodurch die Vitrine schnell verstaubt.

Ein weiterer Nachteil üblicher Beleuchtungseinrichtungen für Vitrinen liegt darin, daß sie vom Betrachter wahrgenommen werden. Das Augenmerk des Betrachters sollte jedoch auf die ausgestellten Objekte und nicht auf die Beleuchtungseinrichtung gerichtet sein. Besonders unangenehm ist es aber, wenn das Licht der Beleuchtungseinrichtung vom Beobachter wahrgenommen werden kann, so daß eine Blendwirkung auftritt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine beleuchtbare Vitrine zu schaffen, bei der der Betrachter durch die Beleuchtung nicht gestört wird und eine Wärmeentwicklung in der

Vitrine möglichst hintangehalten wird.

Gegenstand der Erfindung ist eine beleuchtbare Vitrine, die dadurch gekennzeichnet ist, daß von innerhalb der Vitrine für einen Betrachter nicht sichtbar angeordneten Lichtquellen Licht über einen im Bereich der Decke des Schaukastens angeordneten Reflektor auf die Objekte fällt.

Vorzugsweise sind die Lichtquellen in Form von Beleuchtungskörpern in einem Lichtschacht, der im Boden des Schaukastens vorgesehen ist, vertieft angeordnet. Auf diese Weise ist es gut möglich, die Lichtquellen so zu positionieren, daß sie für den Betrachter nicht sichtbar sind. Ferner hat dies den Vorteil, daß die Lichtzuführung bzw. Stromzuführung unsichtbar im Sockel der Vitrine untergebracht werden kann. Auf diese Weise ist es schließlich besonders einfach möglich, eine Wärmeentwicklung im Schaukasten der Vitrine auszuschließen. Alternativ können die Lichtquellen in Eckelementen oder den vertikalen Vitrinenwänden angeordnet sein.

Im Lichtschacht sind vorzugsweise quer zur Betrachtungsrichtung angeordnete Lamellen vorgesehen, die bewirken, daß die Beleuchtungskörper vom Betrachter nicht wahrgenommen werden können.

Die reflektierende Ausgestaltung der Decke erfolgt vorzugsweise derart, daß die Decke des Schaukastens aus zwei Glasplatten mit dazwischenliegender Spiegelschicht besteht.

Vorzugsweise wird den Beleuchtungskörpern Licht über Glasfasern zugeführt, wodurch eine Wärmeentwicklung im Schaukasten vollständig ausgeschlossen werden kann.

Die Beleuchtungskörper sind vorzugsweise so angeordnet, daß ihre Abstrahlrichtung veränderbar ist, wodurch erreicht wird, daß wechselnde Ausstellungsobjekte jeweils optimal beleuchtet werden können.

Es ist jedoch auch möglich, an der Decke der Vitrine mehrere Reflektoren anzubringen, die unabhängig voneinander verschwenkbar sind, um die Ausstellungsobjekte optimal zu beleuchten.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen, die beispielshafte Ausführungsformen zeigen, näher erläutert.

Es zeigen:

Figur 1 eine Ausführungsform der Vitrine in
perspektivischer Darstellung,
Figur 2 einen Querschnitt durch die Decke der Vitrine,
nach Fig. l,
Figur 3 einen Querschnitt der im Boden des Schaukastens angeordneten Lichtschachtes der
Vitrine nach Fig. 1, und
Figur 4 einen Querschnitt durch eine weitere
Ausführungsform der Vitrine.

Die in Figur 1 gezeigte Vitrine 1 besteht aus dem Schaukasten 2 und dem Sockel 3.

Am Boden 4 des Schaukastens 2 sind beispielsweise die ausgestellten Objekte angeordnet. Es versteht sich, daß die ausgestellten Objekte nicht am Boden 4 des Schaukastens 2 stehen müssen, sondern in beliebiger Art und Weise im Schaukasten 2 aufgehängt sein können.

Zumindest die dem Betrachter zugewandte Vorderwand 6 oder Rückwand 61 sind durchsichtig, vorzugsweise aus Glas oder Kunststoff. Auch die Seitenwände 5, 51 sind vorzugsweise durchsichtig.

Die Decke 8 ist so ausgestaltet, daß sie das von der Lichtquelle 16 auf die Decke 8 gestrahlte Licht auf die ausgestellten Objekte 7 reflektiert. Die Decke 8 kann zur Gänze oder teilweise reflektierend ausgestaltet sein.

Vorzugsweise trägt die Decke 8 eine Spiegelschicht 10 in Form eines Silberspiegels. Dabei wird besonders eine Ausführungsform bevorzugt, bei der die Silberschicht zwischen zwei Glasplatten 9, 9' angeordnet ist. Dadurch wird der Schutz der Silberschicht gewährleistet, ohne daß eine optisch wenig schöne Lackschicht erforderlich ist. Dies ist in Figur 2 gezeigt.

Alternativ kann die Decke 8 aus anderem reflektierendem
Material, wie Metall, bestehen. Es kommt auch in Betracht, die Decke mit nach innen konkav gestalteten Spiegeln auszugestalten, die das Licht auf das ausgestellte Objekt konzentrieren.

Die Decke 8 der Vitrine 1 ist vorzugsweise nicht höher als in Augenhöhe des Betrachters angeordnet. Dies hat den Vorteil, daß die reflektierende Ausgestaltung der Decke 8 für den Betrachter nicht erkennbar ist. Der Boden 4 ist vorzugsweise lichtabsorbierend ausgestaltet, beispielsweise mit schwarzem samtartigem Material belegt.

Gemäß der gezeigten bevorzugten Ausfuhrungsform sind im Boden 4 seitlich Lichtschächte 11, 11' angeordnet, aus denen die Lichtquellen 16 (nicht zu sehen) strahlen. Vorzugsweise weist der Lichtschacht 11, ll1 Lamellen 12 auf, die die Lichtquellen 16 für den Betrachter unsichtbar machen. Der Lichtschacht 11, 11 ' sowie die Lamellen 12 sind ebenfalls vorzugsweise lichtabsorbierend ausgestaltet.

Schematisch ist gezeigt, wie die Lichtstrahlen 15, die aus dem Lichtschacht 11, 11' kommen, über die reflektierend ausgestaltete Decke 8 die Objekte 7 beleuchten.

In Figur 3 ist ein Lichtschacht 11 im Querschnitt gezeigt. Im Lichtschacht 11 sind zahlreiche Beleuchtungskörper 13 ge- zeigt. Diese Beleuchtungskörper 13 können bezüglich ihrer Ab-strahlrichtung verstellt werden, so daß die schematisch gezeichneten Lichtstrahlen 15 nach Reflexion an der Decke 8 die ausgestellten Objekte 7 optimal beleuchten. Die Lamellen 12 verdecken die Beleuchtungskörper 13 für den Betrachter.

Vorzugsweise wird den Beleuchtungskörpern 13 Licht über einen optischen Leiter 14 zugeführt. Auf diese Weise kann eine Wärmeentwicklung im Schaukasten 2 vollständig vermieden werden. Das Licht kann den optischen Leitern 14 entweder außerhalb der Vitrine 1 oder im Sockel 3 zugeführt werden.

In Fällen, in denen Wärmeentwicklung kein oder ein geringes Problem darstellt, können die Beleuchtungskörper 13 Lampen sein. In diesem Fall kann es vorteilhaft sein, den Lichtschacht 11, 11' zur Wärmeabführung nach unten offen zu gestalten aber oben mit einem Material abzudecken, das sichtbares Licht möglichst durchläßt, aber die Wärme-strahlung reflektiert. Dies kann beispielsweise durch Abdeckung mit Glasplatten, die eine geeignete Beschichtung tragen, erfolgen.

Bei der Ausfuhrungsform nach Fig. 4 sind an der Decke 8 mehrere Reflektoren nebeneinander angeordnet, wobei in Fig. 4 nur ein Reflektor 17 zu sehen ist.

Wie am Beispiel des sichtbaren Reflektors 17 gezeigt, sind die Reflektoren jeweils über ein Gelenk 18 an einer Halterung 19 befestigt, die von der Decke 8 nach unten ragt.

Die Reflektoren 17, einschließlich ihrer Halterungen 19, sind durch eine Blende 20 für den Betrachter verdeckt, welche sich an der Vorderwand 6 und gegebenenfalls an den Seitenwänden von der Decke 8 nach unten erstreckt. Durch ihre Anordnung unmittelbar hinter der Blende 20, also auf der dem Betrachter zugewandten Seite der Decke 8, sind die Reflektoren 17 der Sicht des Betrachters entzogen, sofern die Decke 8 nicht höher als die Augenhöhe des Betrachters angeordnet ist.

Die Lichtquellen 21, 22 sind am Boden 4 und an der Rückwand 6' des Schaukastens 2 angeordnet. Es versteht sich, daß auch nur die Lichtquellen 21 im Boden 4 oder nur die Lichtquellen 22 an der Rückwand 6* vorgesehen sein können. Ferner ist es möglich, an einen oder beiden Schaukastenseitenwänden Lichtquellen anzubringen.

Die Lichtquelle 21 ist an einer Öffnung 23 im Schaukastenboden 4 angeordnet, die auf der dem Betrachter zugewandten
Seite des Bodens 4 angeordnet ist. Die Öffnung 23 mit der Lichtquelle 21 wird durch eine quer zur Betrachtungsrichtung verlaufenden Blende 24 verdeckt, die vor der Öffnung 23 angeordnet ist, und sich von unten schräg nach oben vom Betrachter weg erstreckt. Unter dem Boden 4 ist ein Hohlraum 25 vorgesehen.

Der Schaukasten 2 ist an seiner Rückseite durch eine Innenwand 26 unter Bildung eines Schachtes 27 doppelwandig ausge- . bildet. Die Innenwand 26 weist in ihrem oberen Bereich eine Öffnung 28 auf, an der die Lichtquelle 22 angeordnet ist. Die Öffnung 28 mit der Lichtquelle 22 wird durch eine sich quer zur Betrachtungsrichtung erstreckende Blende 29 verdeckt, die dadurch gebildet wird, daß sich die Kante der Innenwand 26 unter der Öffnung 28 schräg nach oben zum Betrachter hin erstreckt.

Die Lichtquellen 21, 22 werden über Glasfasern 30 bzw. 31 mit Licht versorgt, die in dem Hohlraum 25 im Boden 4 bzw. in dem Schacht 27 an der Rückseite oder, wenn die Lichtquellen an den Seitenwänden angeordnet sind, in Schächten an den Seitenwänden verlegt sind. Von den Lichtquellen 21, 22 wird gemäß - den Pfeilen 32, 33 gebündeltes Licht auf die Reflektoren 17 gestrahlt.

Die Lichtquellen 21, 22 können auch aus Lampen bestehen, wobei die Leitungen zur Stromzufuhr der Lampen in dem Hohlraum 25 bzw. dem Schacht 27 verlaufen.

Der Boden 4 und die Innenwand 26 können mit einem lichtabsorbierenden Material, mit dunklem Samt, belegt sein.

Die Reflektoren 17 sind unabhängig voneinander jeweils um ein Gelenk 18 verschwenkbar. Dabei kann jeweils eine Lichtquelle 21, 22 auf jeden Reflektor 17 gerichtet sein, jedoch können auch zwei Lichtquellen, nämlich eine Lichtquelle 21 am Boden und eine Lichtquelle 22 an der Rückwand 6» bzw. an der oder den Seitenwänden auf einen Reflektor 17 gerichtet sein, wie in Figur 4 für den Reflektor 17 dargestellt. Ferner ist es möglich, für mehrere Reflektoren jeweils eine Lichtquelle 21 und/oder 22 am Boden 4 bzw. an der Rückseite 61 vorzusehen.

Mit den verschwenkbaren Reflektoren 17 ist es möglich, den reflektierten, in Figur 4 durch die Pfeile 34 bzw. 35 veranschaulichten Lichtkegel über einen weiten Bereich in der Vitrine 1 zu verschwenken und damit ein in Figur 4 nicht dargestelltes Objekt an der Innenwand 26 oder am Boden 4 sowie gegebenenfalls an einer Seitenwand gezielt anzustrahlen. Durch konkav oder konvex gekrümmte Reflektoren 17 ist es ferner möglich, den Raumwinkel des reflektierten Lichtkegels 34, 35 den entsprechenden Beleuchtungsgegebenheiten von eng- bis breitstrahlend anzupassen.

Die Reflektoren 17 sind vorzugsweise Spiegel, insbesondere Silberspiegel, wobei die Silberschicht zwischen zwei Glasplatten geschützt angebracht ist. Sie können jedoch auch aus anderen reflektierenden Materialien, beispielsweise Metall, bestehen.