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1. (WO1990006983) HUILE DE RICIN MODIFIEE, SON PROCEDE DE PRODUCTION ET SON UTILISATION DANS DES PREPARATIONS COSMETIQUES
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Modifiziertes Ricinusöl, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung in kosmetischen Präparaten.

Die Erfindung betrifft ein modifiziertes Ricinusöl mit einer Viskosität von mindestens 160 mPas/50°C nach Höppler (DIN 53015), Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung in kosmetischen Präparaten.

Ricinusöl ist ein Naturprodukt, das in Abhängigkeit von dem Ernteort und Erntejahr der Samen der Ricinusstaude (Ricinus co munis) etwa 80 bis 90% Ricinolsäure (als Glycerid) enthält; Ricinolsäure ist eine einfach ungesättigte C]_g-Fettsäure, die an der Ci2~Positn m^-^- einer Hydroxylgruppe substituiert ist. Ricinusöl und Derivate derselben werden insbesondere in kosmetischen Präparaten eingesetzt. Es hat sich jedoch gezeigt, daß für viele Anwendungsarten die Viskosität des
Ricinusöls zu niedrig ist, so daß ein Interesse an Ricinusölen mit erhöhter Viskosität besteht.

Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß sich Ricinusöl durch thermische Behandlung in Gegenwart von wasserfreien Alkalien in ein Öl mit erhöhter Viskosität bzw. ein Gel überführen läßt.

Die vorgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein modifiziertes Ricinusöl mit den eingangs genannten Schutzgas auf Temperaturen über 100°C in Gegenwart von
wasserfreien Basen erhältlich ist.

In Abhängigkeit von der Reaktioήstemperatur, der Reaktions-dauer und der Konzentration an wasserfreien Basen können verschiedene Viskositäten des modifizierten Ricinusöls der Erfindung eingestellt werden, wobei die fettchemischen Kennzahlen des eingesetzten, unmodifizierten Ricinusöls nahezu unverändert bleiben.

Viskositätsmessungen nach Höppler bzw. nach DIN 53015, Ausgabe September 1978, erfolgen nach Maßgabe dieser DIN-Vorschrift am Kugelfall-Viskosimeter (rolling ball viscometer) . Als Schutzgase können die üblicherweise in der Chemie eingesetzten verwendet werden, insbesondere Stickstoff, Argon und dergleichen, um den Zustritt insbesondere von Luftsauerstoff, der zu einer Dunkelfärbung des modifizierten Ricinusöls führen würde, zu vermeiden. *

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung stellt man das modifizierte Ricinusöl durch Erhitzen von technischem Ricinusöl innerhalb einer Zeitspanne von 0,1 bis 8 Stunden her. Dabei sind Temperaturen im Bereich von 120 bis 200°C und Normaldruck bevorzugt.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung erhitzt man das Ricinusöl in Gegenwart von wasserfreien Basen aus der von Lithiumhydroxid, Natriumhydroxid,
Kaliumhydroxid, Cäsiumhydroxid, Magnesiumoxid, Calciumoxid, Strontiumoxid und Bariumoxid gebildeten Gruppe. Besonders bevozugt sind Natriumhydroxid und/oder Calciumhydroxid.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung erhitzt man das Ricinusöl in Gegenwart von 0,05 bis 10, insbesondere von 0,05 bis 1 Gew.-% der wasserfreien Basen, bezogen auf eingesetztes Ricinusöl. Bevorzugt verwendet man wasserfreie, technische Ricinusölqualitäten mit einem Gehalt an Ricinolsäure von mindestens 80 Gew.-% (bezogen auf die Summe der in Ricinusöl als Glyceride vorliegenden Fettsäuren) .

Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines modifizierten Ricinusöls mit einer Viskosität von mindestens 160 mPas/50°C nach Höppler (DIN 53015), gekennzeichnet durch die oben genannten Merkmale.

Schließlich betrifft die Erfindung die Verwendung eines modifizierten Ricinusöls mit einer Viskosität von mindestens 160 ιrύ?as/50°C nach Höppler (DIN 53015) mit den oben genannten Merkmalen für kosmetische Präparate, als fettende Ölkomponen-te, zur Herstellung von Emulsionen mit erhöhter Viskosität und als Lippenstif gleitmittel.

Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen näher erläutert.

Beispiele 1 bis 6.

480 g Ricinusöl wurden in einem Rundkolben unter Stickstoff und Rühren in Gegenwart von wasserfreiem Natriumhydroxid erhitzt? die Reaktionstemperatur, die zugesetzte NaOH-Menge in Gew. -%,bezogen auf eingesetztes Ricinusöl, und die in Zeitintervallen bestimmten Viskositäten nach Höppler sind in Tabelle 1 zusammengefaßt. Es zeigt sich, daß zur Erreichen einer bestimmten, gegenüber dem Ausgangsmaterial erhöhten Viskosität durch Erhöhung der Menge der zugesetzten Base die Reaktionstemperatur herabgesetzt werden kann und umgekehrt. Die Tabelle 1 enthält weiterhin einen Vergleichsversuch (Erhitzen von Ricinusöl auf 150°C ohne Basenzusatz).

Das eingesetzte Ricinusöl war eine technische Qualität, die im Handel erhältlich ist und bezüglich der Fettsäuren die folgende Zusammensetzung aufwies:

Palmitinsäure ca. 2%
Stearinsäure ca. 1%
Ölsäure ca. 7%
Ricinolsäure ca. 87%
Linolsäure ca. 3%.

Die Viskosität des eingesetzten Ricinusöls betrug
133 mPas/50°C (Höppler).

Weitere Kenndaten des eingesetzten Ricinusöls waren:

Hydroxylzahl 160
Verseifungszahl 180
Säurezahl 1
Jodzahl 85.

Tabelle 1

Bsp. T(°C) %NaOH Viskosität n. Höpρler/50°C(π,Pas) nach
0,5 1 2 3 5 8 Stunden



200 0,25 Viskosität bis 100°C nicht bestimmbar.

Vergleich 150 0 n.b. n.b. n.b. 140 n.b. n.b.

n.b.: nicht bestimmt