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1. (WO1988003397) PANSEMENT
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Verbandauflage

Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbandauflage, insbesondere zur Verwendung bei einem wasserabstoßenden Wund-, Wärme- und Distanzpflaster, mit einem Gewebe.

Bekannte Verbandauflagen nehmen Flüssigkeit auf, also z.B. Gewebeflüssigkeit und Schweiß. Mit einer durchtränkten Verbandauflage auf der Wunde kann diese nicht abheilen. Die Gefahr des Anklebens der Verbandauflage auf der Wunde ist gegeben. Es kann eine unangenehme Kältewirkung für den Patienten auftreten, solange die Verbanάaufläge feucht ist .

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbanάaufläge zu schaffen, die nicht hygroskopisch ist und ein rasches Abheilen der Wunde begünstigt.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmale gelöst.

Die erfindungsgemäße Verbandauflage weist gegenüber dem Bekannten den Vorteil ausreichender Luftkonvektion auf, um die Wunde ungehindert abheilen zu lassen. Die Verbandauflage nimmt kein Wasser auf, weshalb sie an sich sogar Wasser ausgesetzt werden kann, z.B. im Rahmen einer Wassertherapie. Durch die Verwendung eines wärmedämmenden Materials hält die Verbandauflage Körperwärme zurück. Hierdurch tritt kein für den Patienten unangenehmes Kältegefühl auf. Die Verbandauflage ist an den Auflagestellen weich und durch Silikonisierung sehr gewebefreundlich. Die Verbandauflage paßt sich dem Verlauf der Körperoberfläche gut an und neigt kaum zum ^Verrutschen. Die punktförmigen Auflagen der Stütz örper wirken einem Dekubitus, also einem Wundliegen, entgegen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung und den Ansprüchen hervor.

Die Erfindung wird an Ausführungsbeispielen anhand einer Zeichnung erläutert. Es zeigen teilweise im Schnitt

Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt der aus Gewebe und Stütz örpern bestehenden Verbandauflage,

Fig. 2 ei e Seitenansicht der Verbandauflage mit kugelförmig gestalteten Stütz körpern,

Fig. 3 eine Seitenansicht eines anderen

Ausführungsbeispiels der Verbandauflage mit Stützkörpern, die eine aus einer Halbkugel und einem Zylinder zusammengesetzte Gestalt aufweisen.

Die Verbandauflage umfaßt ein Gewebe 1 und Stützkörper 2, 3 (Fig. 1).

Das netzartige Gewebe 1 , vorzugsweise aus einem Kunststoff hergestellt, kann - wie in der Zeichnung dargestellt -mattenartige Gestalt aufweisen. Es kann aber ebenso auch gewebt sein.

Das Gewebe bildet den Träger für die Stützkörper 2, 3, die beidseitig des Gewebes 1 aus diesem hervorragen (Fig. 2, 3).

Die Stützkörper 2, 3 haben mindestens auf einer Seite der Verbandauflage eine sphärische Oberfläche und liegen somit dort punktweise auf der abzudeckenden Körperfläche auf.

Gemäß einem ersten Äusführungsbeispiel weisen die Stützkörper 3 kugelige Gestalt auf (Fig. 2). Sie macht die Verbandauflage beidseitig verwendbar.

Gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel weisen die Stütz körper 3 eine aus einer Halbkugel und einem Zylinder gebildete Gestalt auf (Fig. 3), wobei das Gewebe 1 die Stützkörper 3 etwa am Übergang von der Halbkugel zum Zylinder durchdringt.

Die Stützkörper 2, 3 sind beim Ausführungsbeispiel unmittelbar nebeneinanderliegend an dem Gewebe 1 angebracht (Fig. 1, 2, 3). Zwischen den Stützkörpern können aber auch Zwischenräume (in der Zeichnung nicht dargestellt) vorgesehen sein.

Bei den Ausführungsbeispielen bestehen die Stützkörper 2, 3 aus Kunststoff, vorzugsweise aus STYROPOR. Dieses Material erlaubt, Stütz körper mit besonders geringem Gewicht herzustellen. Die Stützkörper liegen dabei über der Gewebeflüssigkeit. Beim Entfernen der Verbandauflage entsteht keine Abrißwunde.

Das Material STYROPOR gewährleistet ferner eine gute Wärmeisolierung, wodurch bei Anwendung der Verbandauflage eine Auskühlung der Haut wirksam vermieden wird.

Die Verbandauflage dient in ihrer Verwendung als Distanzpflaster als Zwischenlage der Ruhigstellung bei Frakturen. Beispielsweise wird über die Verbandauflage ein Gipsersatz, z.B. LIGHTCAST, als Netz aufgebracht, und der Verband auf diese Weise stabilisiert. Da weder die Verbandauflage noch der LIGHTCAST Wasser aufnehmen, kann der so aufgebaute Verband ohne nachteilige Folge mit Wasser in Berührung kommen und ist der Wassertherapie zugänglich.

Die Stützkörper 2, 3 eignen sich für die Aufbringung eines Silikonfilms. Diese Maßnahme macht die Stütz körper gewebefreundlich .

Bei einem Ausführungsbeispiel haben die Stützkörper 2, 3 einen Durchmesser von 5 mm.

Die Stützkörper können auch lediglich als Halbkugeln (in der Zeichnung nicht dargestellt) aufgebaut sein, sie müssen also nicht unbedingt einen zylindrischen Teil umfassen.

Die Stützkörper auf der einen Seite des Gewebes können bedarfsweise einen anderen Durchmesser und/oder andere Höhe als diejenigen auf der anderen Seite des Gewebes aufweisen.

In jedem Fall erlauben die Gestalt der Stützkörper und die zwischen ihnen vorhandenen Zwischenräume ausreichende Luftkonvektion.