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1. (WO1980002400) DISPOSITIF UTILISANT UNE FORCE DE PRESSION A EFFET MAGNETIQUE
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Vorrichtung mit magnetisch bewirkter
Anpreßkraft

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auftragen, Drucken, Imprägnieren, Lackieren, Beschichten flüssiger oder pastenförmiger Substanzen auf flächiges Material oder zum Abquetschen von Flüssigkeiten aus Geweben, oder zum Glätten, Verfestigen oder für ähnliche Bearbeitungen von flächigem Material, mittels Rollen und magnetisch bewirkter Anpreßkraft.

Charakteristik des bekannten Standes der Technik

Derartige Vorrichtungen sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekanntgeworden. Im allgemeinen jedoch weisen sie zumindest einen walzen- oder leistenförmigen Magneten auf, welcher eine magnetisierbare Rolle anzieht. Das flächige Material wird dabei in einer Behandlungszone entsprechend den jeweiligen Erfordernissen bearbeitet, wobei die Behandlungszone zwischen dem leisten- oder walzenförmigen Magneten und der magnetisch angepreßten Rolle gebildet ist. Eine solche, für den Flachschablonendruck geeignete Vorrichtung ist beispielsweise in der AT-PS 206 395 beschrieben. Die magnetisierbare Rolle ist bei dieser Einrichtung in eine Flachschablone ungeführt eingelegt und wird von einer unterhalb der Flachschablone und des zu behandelnden Materials, welches gegebenenfalls von einem Transportband getragen wird, angeordneten Magnetwalze magnetisch angezogen. Durch Bewegung der Magnetwalze längs der Flachschablone wird die magnetisierbare Rolle mitgenommen und trägt die in der Flachschablone enthaltene Farbsubstanz auf das flächige Material auf.

Ein wesentlicher Vorteil derartiger, der eingangs genannten Gattung entsprechender Vorrichtungen besteht darin, daß die magnetisierbare Rolle auch bei sehr großen Längen bzw. Arbeitsbreiten einen sehr gleichmäßigen Liniendruck auf das zu behandelnde, flächige Material ausübt.

Es hat sich jedoch gezeigt, daß bei solchen Vorrichtungen folgende Probleme bestehen. Beim Auftragen von flüssigen oder pastenförmigen Substanzen auf flächiges Material, insbesondere beim Flachschablonendruck, kann eine
magnetisch angepreßte Rolle kleinen Durchmessers nur relativ geringe Farbvorratsmengen vor sich halten und dementsprechend auch nur einen geringen Rakelweg
bestreiten. Bei einem zu großen Farbvorrat könnte es zu einem überschwemmen der Rakelrolle kommen, was
wiederum Auftragsfehler zur Folge haben kann. Um
dieses Problem zu beheben, hat man auch bereits versucht, den in Bewegungsrichtung hinter der F.akelrolle liegenden Raum durch an derselben anliegende Leisten abzudichten.

Bei Auftrags- oder anderen Bearbeitungsvorgängen ist es oftmals erforderlich, einen relativ starken, linienförmigen Druck auf das flächige Material auszuüben.
Hiezu benötigt man dementsprechend Rakelrollen mit sehr kleinen Durchmessern, welche aber aufgrund magnetischer Sättigung nur mit einer begrenzten Kraft magnetisch angepreßt werden können.

Beispielsweise ist es auch zum Entwässern von Geweben, zum Glätten oder Verfestigen von Papier u. dgl.
wünschenswert, wenn auf beide Seiten des flächigen
Materials ein lediglich linienförmiger Druck ausgeübt wird.

Derartigen Spezialfallen angepaßte Vorrichtungen sind in einer Vielzahl bekanntgeworden. So ist z.B. in der AT-PS 295 456 eine Kaschiereinrichtung beschrieben, welche einen leistenförmigen Magneten aufweist. Dieser Magnet besteht aus einer Anzahl von Elektromagneten mit in Bewegungsrichtung des zu behandelnden flächigen Materials voneinander beabstandeten Nord- und Südpolen. über den Polreihen sind zwei magnetisch angepreßte
Rollen angeordnet, auf welchen wiederum eine Anpreßrolle größeren Durchmessers aufliegt. Diese Anpreßrolle bildet den magnetischen Rückschluß. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, daß diejenigen Auftragungs- oder sonstigen Bearbeitungsvorgänge aus verschiedenen
technologischen Gründen bevorzugt werden, bei denen jeweils nur eine einzige Materialberührung erfolgt. Für solche Bearbeitungsvorgänge ist jedoch die beschriebene Kaschiervorrichtung nicht geeignet, da sich das Magnetfeld normal zum leistenförmigen Magneten erstreckt.

Eine weitere Vorrichtung mit magnetisch bewirkter
Anpreßkraft ist in der AT-PS 333 234 beschrieben. Diese Vorrichtung dient zum Satinieren von flächigem Material und weist zwei magnetische, fest gelagerte Walzen auf. Das flächige Material wird um eine dieserWalzen umgelenkt, und in den zwischen den Walzen gebildeten Spalt ist eine Arbeitswalze geringen Durchmessers eingelegt. Diese Vorrichtung ist jedoch ebenfalls nur für den zugewiesenen Zweck und nicht allgemein verwendbar.

Aufgabe der Erfindung

Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, eine möglichst für alle anfallenden Bearbeitungs- bzw.
Behandlungsvorgänge auf flächigem Material geeignete Vorrichtung zu schaffen, bei der die vorgenannten
Probleme vermieden werden und die Anpreßkraft der druckausübenden Rollen im wesentlichen unabhängig von deren Durchmesser eingestellt werden kann.

Darlegung des Wesens der Erfindung

Erfindungsgemäß sind hiezu eine magnetische Leiste oder Walze und mindestens zwei in der Mittel- bzw. Symmetrieebene des parallel zur magnetischen Leiste oder Walze verlaufenden Magnetfeldes übereinander angeordnete, aneinanderliegende Rollen und eine ein- oder mehrteilig ausgebildete Hilfsvorrichtung angeordnet, die zumindest die von der magnetischen Leiste oderWalze am weitesten distanzierte Rolle in der Mittel- bzw. Symmetrieebene des Magnetfeldes hält bzw. führt. Durch diese Maßnahmen sind nun die Durchmesser der auf das flächige Material druckausübenden Rollen und die auf dieselben wirkende Anpreßkraft nicht mehr voneinander abhängig, wobei
lediglich dafür gesorgt werden muß, daß der leisten- oder walzenförmige Magnet ein starkes Magnetfeld bzw. ein
Magnetfeld mit entsprechend ausgeformter Charakteristik aufweist, um auf die am weitesten distanzierte Rolle eine entsprechende anziehende Kraft ausüben zu können. Der leisten- oder walzenförmige Magnet besteht daher im
allgemeinen aus einer Reihe von in Längsrichtung desselben aufeinanderfolgenden Elektromagneten oder Permanentmagneten.

Zumindest die am weitesten von der magnetischen Leiste bzw. Walze distanzierte Rolle und/oder die Hilfsvorrichtung bestehen zumindest teilweise aus magnetisierbarem Material und bilden so den magnetischen Rückschluß.

Die Behandlungszone für das flächige Material ist bevorzugt zwischen der magnetischen Leiste oder Walze und der dieser benachbarten Rolle gebildet. Sind zumindest drei Rollen übereinander angeordnet, so kann auch vorgesehen sein, daß eine Behandlungszone für das flächige Material zwischen der der magnetischen Leiste bzw. Walze benachbarten Rolle und der dieser folgenden Rolle sowie
gegebenenfalls zwischen der magnetischen Leiste bzw.

Walze und der dieser benachbarten Rolle gebildet sind.

Zur Erzielung eines sehr hohen linienförmigen Anpreßdrucks ist es günstig, wenn der Durchmesser der der magnetischen Leiste oder Walze benachbarten Rolle
kleiner als jener der von der magnetischen Leiste oder

Walze am weitesten distanzierten Rolle ist. Es ist leicht ersichtlich, daß die am weitesten distanzierte Rolle dann aufgrund ihrer großen magnetischen Masse eine sehr hohe Anpreßkraft auf die Rolle kleineren Durchmessers ausüben kann.

Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die Hilfsvorrichtung als im wesentlichen ü-förmiges, zur magnetischen Leiste oder Walze hin offenes Profil ausgebildet ist. Dadurch wird eine gute Führung der Rollen in der Symmetrieebene des parallel zur magnetischen Leiste oder Walze verlaufenden Magnetfeldes erreicht.

Das U-förmige Profil umschließt hiebei vorteilhaft zwei Rollen, wobei der Abstand der Schenkel des Profils den Durchmessern der Rollen annähernd angepaßt ist.

Ordnet man am Endbereich zumindest eines Schenkels des U-förmigen Profils eine Staufläche für die Auftragssubstanz an, welche mitdem die Behandlungszone durchlaufenden flächigen Material einen keilförmigen Spalt bildet, so ist eine zusätzliche Beeinflussung der"
Auftragswirkung möglich. Hiefür ist es von Vorteil, wenn das im wesentlichen U-förmige Profil im Abstand und im Winkel zur magnetischen Leiste oder Walze einstellbar gelagert ist.

Für die Montage oder Demontage der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es vorteilhaft, wenn zumindest eine der Rollen mittels Achsstummeln in Schlitzen von seitlich der Rolle angeordneten Abschlußplatten mit Spiel gelagert ist.

Die Rollen können auch in voneinander getrennten, leistenförmigen Hilfsvorrichtungen geführt sein.

Weiterhin ist es zurKompensation von Reibungsverlusten von Vorteil, wenn zumindest eine der Rollen kardanisch mit einem Antrieb verbunden ist.

Erfindungsgemäß ist auch vorgesehen, daß die Vorrichtung zur ein- oder beidseitigen Abdichtung eines parallel zur magnetischen Leiste bzw. Walze verlaufenden Austrittsspaltes eines Behälters für Auftragssubstanz gegen das flächige Material bzw. eine Schablone verwendet wird.

Beschreibung der Zeichnungsfiguren

Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die Zeichnungsfiguren näher erläutert.

Die Fig. 1 und 2 zeigen das Schema von Rakelvorrichtungen nach dem Stand der Technik,
die Fig. 3 die schematische Schrägansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
die Fig. 4, 5 und 6 Querschnitte weiterer Ausführungsbeispiele,
die Fig. 7 das Schema eines Beispieles für die Rollenlagerung,
Fig. 8 den Querschnitt einer teilweise aus magnetisierbarem Material bestehenden Hilfsvorrichtung,
die Fig. 9, 10 und 11 die Seitenansichten weiterer
Varianten, und
die Fig. 12 und 13 Beispiele für die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Abdichtung von
hydrostatischen Rakeln.

Die Fig. 1 zeigt eine Rakelvorrichtung nach dem
Stand der Technik, die aus einer Magnetleiste 1 oder einer Magnetwalze 1' und einer einzigen Auftragsrolle 2 aus magnetisierbarem Material besteht; zwischen welchen die Bearbeitungszone für das flächige
Material 6 ist. Wird nun entweder die Rakelvorrichtung in Richtung des Pfeiles 11 bewegt oder aber die zu beauftragende Materialfläche 6 in der Bearbeitungsebene in Richtung des Pfeiles 11' zwischen der
örtlich stillstehenden Rakelvorrichtung hindurchbewegt und wird in dem in Bewegungsrichtung gesehen vor der Auftragsrolle 2 liegenden Bereich flüssige bzw. pastenförmige Auftragssubstanz 12 auf die Materialfläche 6 aufgebracht, so kann die Rolle 2, entsprechend ihrem relativ großen Durchmesser, eine
relativ große Substanzmenge 12 bewegen bzw. vor
sich halten und somit entweder einen relativ langen Bearbeitungsweg zurücklegen bzw. einen Auftragungsvorgang ausführen, der eine große Substanzmenge 12 verbraucht, ohne daß ein neuerliches Nachgeben von
Auftragssubstanz 12 erforderlich wird. Diese Aufgabenstellung besteht in der Praxis z.B. bei Flachschablonen-Druckmaschinen, auf denen ein viel Druckfarbe verbrauchendes Material wie z.B. Frottee,
mit einem großen Rapport (=langer Rakelweg) bedruckt werden soll.

Die Fig. 2 zeigt die gleiche Darstellung wie in Fig.1 mit dem Unterschied, daß die Auftragsrolle 2 einen etwa halb so großen Durchmesser aufweist wie die in Fig. 1 dargestellte Auftragsrolle 2. Sie kann
dementsprechend nur eine erheblich geringere Farbmenge 12 transportieren bzw. vor sich halten. Da diese
in Fig. 2 dargestellte kleinere Rolle 2, ihrem
Querschnitt entsprechend, auch eine erheblich geringere magnetisierbare Masse aufweist, ist auch die magnetische Anpressungskraft auf das flächige Material 6 entsprechend geringer.

Zusammenfassend gesagt, kann die in Fig. 2 dargestellte kleinere Auftragsrolle 2 nur eine erheblich geringe Auftragsarbeit leisten, als die in Fig. 1
dargestellte Auftragsrolle 2 größeren Durchmessers
und entsprechend größerer Masse. Die durch den
Pfeil 1o bezeichnete Anpreßkraft ist, ebenso wie die
Farbmenge 12, ungefähr im Verhältnis der Quadratzahl von der Größe des Rollendurchmessers abhängig.

In Fig. 3 ist die Erfindung als Bearbeitungs-Vorrichtung einfachster Ausführung dargestellt, wobei
zu berücksichtigen ist, daß die Anordnung außer wie gezeichnet - also mit Magnetleiste 1 bzw. mit Magnetwalze 1' als Basis und senkrecht darüber in der
Symmetrieebene des Magnetfeldes 5' angeordnet
mindestens zwei Rollen 2 und 3 ,wobei die weiter
distanzierte Rolle 3 von einer Hilfsvorrichtung 4 in der Symmetrieebene geführt ist - auch in beliebig
anderer Richtung, also z.B. schräg, waagrecht oder
von oben nach unten gehend, möglich ist. Das Bezugszeichen 5 kennzeichnet den magnetischen Fluß
in der Leiste 1 bzw. Walze 1' welcher längs der Linien 5' zur Rolle 3 bzw. zur Hilfsvorrichtung 6 verläuft.
Die Bearbeitungsvorrichtung kann stationär angeordnet sein, wobei das flächige Material 6 zwischen der
magnetischen Leiste 1 und der Rolle 2 bewegt wird
oder aber es steht das flächige Material 6 still
wird
und die Bearbeitungsvorrichtung parallel zur Bearbeitungsebene bewegt. Die zu bearbeitende Materialfläche
kann auch auf einem allenfalls vorhandenen Transportband befestigt und von einer Schablone ( die flach
oder rund sein kann) bedeckt sein.

In Fig. 4 ist der Durchmesser der weiter vo m Magneten
1,1' distanzierten Rolle 3 größer als der Durch messer der benachbarten Rolle 2 und die Hilfsvorrichtung 4 umfaßt beide Rollen 2 und 3 gemeinsam.
Sie ist hiezu als U-förmiges Profil 4, welches zur magnetischen Leiste 1 oder Walze 1' hin offen ist, ausgebildet, wobei der Abstand der Schenkel den Rollendurchmessern angepaßt ist. Beim Ein- oder Ausbau der Bearbeitungsvorrichturg sind die Rollen 2, 3 so in
der Hilfsvorrichtung 4 festgehalten und können nicht herausfallen. In dem zwischen der Magnetleiste 1 bzw. Magnetwalze 1' und der Rolle 2 gebildeten Bearbeitungszone ist in Fig. 4 außer der strichpunktierten Materialfläche 6 auch eine Transportbahn 7 und eine Flachschablone 8, bzw. wahlweise eine Rundschablone 8' dargestellt.

Fig. 5 zeigt eine den Figuren 3 und 4 verwandte Ausführungsform mit den Unterschieden, daß zusätzlich zu den Rollen 2 und 3 eine weitere Rolle 9 Verwendung findet, die achsparallel zu den beiden Rollen 2 und 3 angeordnet ist. In diesem Ausführungsbeispiel besteht zumindest die Rolle 9 aus magnetisierbarem Material und wird demzufolge durch Wirkung des magnetischen
Kraftfeldes 5' in Richtung des Pfeiles 10 gegen die
Rolle 3 gepreßt, wodurch, in weiterer Forsetzung des Kraftflusses, auch die Rolle 3 in Richtung des Pfeiles 10' gegen die Rolle 2 und die Rolle 2 in Richtung des Pfeiles 10" gegen die Magnetleiste 1 bzw. Magnetwalze 1' gepreßt sind. Das U-förmige Profil 4 ist in diesem Ausführungsbeispiel durch je zwei weitere Führungsleisten 4' und 4" ergänzt.

Aus dieser Ausführungsform der Erfindung resultieren drei mögliche Bearbeitungsebenen, in denen die
Materialflächen 6, 6' und 6" dargestellt sind. Die Bearbeitungszone des Materials 6' ist - als ein
weiterer Unterschied von den Anordnungsbeispielen der Figuren 3 und 4 - dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchmesser der Rollen 2 und 3
beliebig klein, vorzugsweise in gleicher Dimension, gewählt werden können, wodurch ein sehr hoher, linienförmiger Druck ausgeübt wird.

Ein weiterer Vorteil dieser Ausbildungsform besteht darin, daß die mittleren Rollen 2 und 3
nicht aus magnetisierbarem Material bestehen
müssen und daher aus solchem Material hergestellt werden können, dessen Charakteristik und Oberflächenbeschaffenheit für den Bearbeitungsvorgang am günstigten ist.

Eine der Rollen, beispielsweise die am weitesten distanzierte Rolle 9, kann kardanisch mit einem
Antrieb 19 verbunden sein, welcher die Beweglichkeit der Rolle 9 in den Mittel - bzw. Symmetrieebene des Magnetfeldes 5' nicht behindert.

Durch Fig. 6 wird gezeigt, daß die in den
Figuren 1 und 2 dargestellte, in der Praxis oft sehr störende Abhängigkeit der Auftragsleistung vom Durchmesser der Auftragsrolle 2 aufgehoben ist bzw. nicht mehr besteht:

Der Durchmesser der in Fig. 6 dargestellten, dem
Magneten 1,1' benachbarten Auftragsrolle 2 ist
nur etwa ein Viertel so groß wie der Durchmesser der in Fig. 1 dargestellten Auftragsrolle 2.
Durch die erfindungsgemäß zum Einsatz gelangende weitere Rolle 3, deren Durchmesser vergleichsweise etwa dem in Fig. 2 dargestellten Rollen-Durchmesser entspricht - wobei aber der Durchmesser dieser Rolle 3 erfindungsgemäß in beliebiger Größe möglich ist -ist bei voller magnetischer Sättigung der Rolle 3 ein mehrfach größerer Anpreßdruck erzielbar, als der Masse der Auftragsrolle 2 in Fig. 6 entsprechen würde. Durch die ebenfalls erfindungsgemäße V-förmig profilierte Hilfsvorrichtung 4, die als einteilige Leiste mit gleicher Länge wie die beiden
Rollen 2 und 3 ausgeführt ist, werden zufolge der inneren Formgebung die Rolle 3 bzw. auch die Rolle 2 geführt und aufgrund der äußeren Formgebung, kann eine vielfach größere Farbmenge 12 transportiert bzw. im Raum vor der Auftragsvorrichtung gehalten, als dem Durchmesser der Rolle 2 nach dem Stand der Technik entsprechen würde. Das in Fig. 6 dargestellte Farbvolumen ist etwa dem in Fig. 1 dargestellten Farbvolumen gleich, obwohl der Durchmesser der in Fig. 6 dargestellten Auftragsrolle 2 nur etwa ein Viertel des in Fig. 1 dargestellten Rollendurchmessers
beträgt. Die magnetisierbare Masse der in Fig. 6 dargestellten Auftragsrolle 2 beträgt hingegen nur etwa 1/16 der in Fig. 1 dargestellten Auftragsrolle 2, aber dennoch ist es dank der Erfindung möglich, die Rolle 2 in Fig. 6 mit gleich großer Kraft wie die
Rolle 2 in Fig. 1 gegen die zu behandelnde Materialfläche 6 zu pressen, sofern der Durchmesser der Rolle 3 in Fig. 6 entsprechend vergrößert und die magnetische Anziehungskraft der Magnetleiste 1 bzw. 1' in Fig. 6 entsprechend verstärkt werden wird.

Ein weiterer, für die Praxis sehr bedeutender Vorteil der Erfindung besteht darin, daß eine Auftrags- bzw. Bearbeitungsrolle relativ kleinen Durchmessers bei gleicher Gesamt-Anpreßkraft dennoch einen größeren

Liniendruck auszuüben vermag als eine Rolle größeren Durchmessers. Dieser Vorteil kommt in der in Fig. 5 dargestellten Bearbeitungszone 6' in ganz besonderem Maße zu tragen, da zufolge dieser speziellen Anordnungsform zwei Bearbeitungsrollen 2 und 3 gegen einander arbeiten, die beide einen extrem kleinen Durchmesser haben und, dementsprechend, eine äußerst schmale Berührungszone miteinander bilden können.

Durch die Ziffern 8 und 8' in Fig. 6 ist dargestellt, daß diese Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung außer für eine direkte bzw. vollflächige Auftragung, auch für den Flach- oder Rundschablonendruck eingesetzt werden kann.

In Fig. 7 wird gezeigt, daß die erfindungsgemäß mindestens zwei Rollen 2 und 3, von denen mindestens die Rolle 3 in der Hilfsvorrichtung 4 geführt wird, mit je einer Abschlußplatte 13 versehen werden können, wobei jede dieser Abschlußplatten 13 mit runden oder länglichen Schlitzen 13' und 13'' versehen ist, die zur Aufnahme von Achszapfen geeignet sind, die sich an den Rollen 2 und 3 befinden und dazu dienen, die Rollen beim Ein- und Ausbau der Vorrichtung in der Hilfsvorrichtung 4 festzuhalten.
Längs einer Linie .kann die Hilfsvorrichtung 4, die ähnlich einem offenen Gleitlager ausgebildet ist, am Scheitel 14 der Rolle 3 vorzugsweise über die ganze Länge aufliegen.

In Fig. 8 ist eine ähnliche Ausführungsform der
Erfindung wie in Fig. 7 dargestellt, wobei jedoch die zur Rollenführung dienenden Innenflächen ähnlich wie in Fig. 4,5 und 6 dargestellt, so ausgebildet sind, daß die beiden Rollen 2 und 3 beim Ein- und Ausbauen in der HilfsVorrichtung 4 festgehalten werden. Die Hilfsvorrichtung 4 kann aus einem einteiligen Profil aus gleitfähigem Kunststoff bestehen, wobei in Öffnungen dieses Profiles magnetisierbare Leisten 15,15',15'' eingesetzt sind, auf die das magnetische Kraftfeld 5' einwirkt. Dadurch wird be wirkt, daß die Hilfsvorrichtung 4 auf dem Scheitel 14 der Rolle 3 und somit auch auf die Rolle 2 wirkt.
Der Erfindungsgedanke läßt also die Möglichkeit zu, daß sowohl die Rolle 3 und gegebenenfalls auch
weitere prinzipgleich angeordnete Rollen - als auch die Hilfsvorrichtung 4, aus magnetisierbarem bzw.
zumindest teilweise magnetisierbarem Material bestehen können.

In Fig. 8 ist ferner dargestellt, daß der Hilfsvorrichtung 4 die zusätzliche Funktion übertragen wurde, an der der Schablone bzw. Bearbeitungsflache zugewendeten Seite einen Flüssigkeits-Stauspalt 16 zu bilden. Die diesen Stauspalt bildende Unterseite der Hilfsvorrichtung 4, die als durchgehende Profilleiste ausgebildet ist, bewirkt - entsprechende Aufnahmefähigkeit des zu bearbeitenden Material s vorausgesetzt - eine Erhöhung der Auftragsmenge.

Der Pfeil 17 - 17' zeigt, daß die Hilfs-.
Vorrichtung wie im Beispiel der Fig. 8 dargestellt, um die Achse der Rolle 2 nach beiden Richtungen verschwenkt werden kann, wodurch der Stauspalt 16 verkleinert oder vergrößert wird, was eine Vergrößerung oder Verkleinerung der Auftragsmenge bewirkt.

Fig. 9 stellt eine erfindungsgemäße Vorrichtung dar, die vorzugsweise zur Entwässerung, das heißt zum
Abquetschen von Gewebebahnen bestimmt ist, wobei die Vorrichtung stationär angeordnet ist und die zu behandelnde Gewebebahn senkrecht in Richtung des Pfeiles 11' von unten - z.B. aus einem Flüssigkeitsbad - durch den zwischen Magnetleiste 1 bzw. Magnetwalze 1' und Rolle 2 gebildeten Spalt nach oben - z.B.
in eine Trockenmaschine- geführt wird. Die Hilfsvorrichtung, die zur Führung der im Beispiel der
Fig. 9 verwendeten zwei Rollen 2 und 3 bzw. bei abgeschaltetem Magnetfeld auch dazu dient, die
Rollen in ihrer Position zu halten, ist zweiteilig ausgeführt und durch die Ziffern 4 und 4' gekennzeichnet. Die Ziffer 3' kennzeichnet die Position in der die Rolle 3 bedarfsweise ausgewechselt
werden kann. Auf die gleiche Art kann auch die
Rolle 2 gewechselt werden.

Fig. 10 zeigt eine im Prinzip gleichartige erfindungsgemäße Vorrichtung wie Fig. 9, nur mit dem Unterschied, daß die Vorrichtung um 9o Grad verschwenkt wurde, so daß die beiden Rollen 2 und 3 im Magnetfeld hängend angeordnet sind und die Bearbeitungsebene waagrecht, in Richtung des Pfeiles 11',
verläuft.

Fig. 11 zeigt eine den Figuren 7 und 8 ähnliche
Variante des Erfindungsgedankens, wobei entweder die Vorrichtung in Richtung des Pfeiles 11 bewegt oder die zu bearbeitende Materialfläche in Richtung des Pfeiles 11' bewegt wird. Der in Bewegungsrichtung gesehen, vordere Teil der Hilfsvorrichtung 4, ist, ähnlich wie in Fig. 8, verbreitert und
an der der Bearbeitungsfläche zugewandten Seite als Staufläche für die AuftragsSubstanz 12 ausgebildet. Durch den Pfeil 18 wird gezeigt, daß die als Hilfsvorrichtung dienende Profilleiste 4 in Richtung des Pfeiles 18 bis in die strichliert gezeichnete
Position bewegt werden kann. Diese Ortsveränderung der Profilleiste 4 bzw. die daraus resultierende
Querschnittsverringerung des Stauspaltes 16 be wirkt eine Erhöhung der durch die erfindungsgemäße Vorrichtung insgesamt erzielbaren Auftragungsleistung.

Durch das Anwendungsbeispiel Fig. 12 wird dargestellt, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung vorzugsweise in der mit a und b gekennzeichneten spiegelsymmetrischen Anordnung - als ZwillingsVorrichtung - vorzugsweise Auftragsvorrichtung ausgebildet werden kann.
Die durch mindestens 2 Seitenteile an ihren Enden miteinander verbundenen, an einem Ende U-förmigen Profilleisten 4a und 4b erhalten durch die in
Fig. 12 dargestellte spezielle Ausformung und
Anordnung die beiden zusätzlichen Funktionen,
Druckfarbe oder sonstige flüssige Auftragssubstanz in sich aufzunehmen und durch den im unteren, der Bearbeitungsebene bzw. Schablone zugewendeten
Bereich der beiden Profilleisten 4a und 4b entstehenden relativ schmalen Spalt in die durch die beiden Rollen 2a und 2b begrenzte Zone zu führen, in der der AuftragungsVorgang erfolgt. Der für den Auftragungsvorgang erforderliche Flüssigkeitsdruck wird in diesem Ausführungsbeispiel durch die Flüssigkeit selbst, also auf hydrostatischem Wege, erzeugt, wobei es möglich ist, diesen
Flüssigkeitsdruck durch Erhöhung der Profilleisten bzw. Erhöhung des Flüssigkeitsspiegels oder durch andere Maßnahmen auf das dem jeweiligen Auftragungsgang bzw. der jeweiligen Auftragungsmenge entsprechende Maß zu erhöhen. Je höher der Flüssigkeitsdruck, umso mehr kommt der in Fig. 12 dargestellten Zwillingsvorrichtung bzw. den beiden Rollenpaaren 2a plus 3a und 2b plus 3b in Verbindung mit den beiden Profilleisten 4a und 4b und den auf dieVorrichtung
wirkenden magnetischen Kräften eine nach beiden Seiten der Auftragszone über die gesamte Auftragsbreite, d.h. über die gesamte Länge der in Fig. 12 nur im Querschnitt dargestellten Vorrichtung auch eine abdichtende Funktion zu. Je mehr der Flüssigkeitsdruck erhöht wird, umso mehr nähert sich die Funktion des schmalen Spaltes, durch den der Flüssigkeitsstrom vom oberen Vorratsteil in die unten liegende Behandlungszone geführt wird, der
Funktion einer Auftragungsdüse. Bei den bisher bekannten Auftragungsvorrichtungen dieser Art sind große Abdichtungsprobleme aufgetreten. Die in Fig. 12 dargestellte erfindungsgemäße Zwillings-Auftragungsvorrichtung bietet auch für diese Abdichtungsprobleme eine neuartige, technisch voll entsprechende Lösung an.

Da Auftragungsvorrichtungen dieser Art vorzugsweise für den Rundschablonendruck in Betracht kommen und da die Schärfe der Musterauftragung auf die zu bedruckende Materialfläche umso besser ist, je schmäler die Auftragszone ausgebildet ist, bietet sich die Möglichkeit an, die in Fig. 12 dargestellte Zwillings-Vorrichtung zufolge ihrer relativ geringen Gesamtbreite über bzw. in Verbindung mit einer einzigen Magnetleiste 1 (bzw. nicht dargestellten Magnetwalze 1') anzuordnen, wobei dieses durch strichliert gezeichnete Pfeile und Linien dargestellte Magnetfeld, zur Zwillings-Vorrichtung passend, so ausgeformt ist, daß die durch 5a bzw. 5a' dargestellte Hälfte des Magnetfeldes auf die Vorrichtungsteile 3a bzw. 4a und die mit 5b bzw. 5b' dargestellte zweite
Hälfte des Magnetfeldes auf die Rolle 3b bzw. Profilleiste 4b der Zwillings-Vorrichtung wirken kann¬

in Fig. 13 wird eine weitere erfindungsgemäße Auftragungsvorrichtung in symmetrischer Zwillingsanordnung, ebenfalls wieder mit a und b gekennzeichnet, dargestellt und zum Unterschied von der in Fig. 12 gezeigten Darstellung ist die in Fig. 13 gezeigte Zwillings-Auftragsvorrichtung vorzugsweise für die Farbauftragung im Flachschablonendruck geeignet. Dementsprechend besteht der Unterschied des Erfindungsgedankens gemäß Fig. 13 gegenüber Fig. 12 darin, daß die beiden zu einer Zwillings-Vorrichtung verbundenen Einzelvorrichtungen a und b weiter auseinandergerückt und je mit einer eigenen Magnetleiste 1a (bzw. nicht dargestellten Magnetwalze 1a') ausgestattet sind. Außerdem sind die beiden Profilleisten 4a und 4b an den der Symmetrie-Ebene zugewendeten, die
Begrenzung des Farbbehälters bildenden Seiten im
unteren Bereich prinzipgleich wie in den Fig. 8 und 11 dargestellt, als Farbstauprofile ausgebildet.

Wird die zu bedruckende Materialfläche 6 samt der als Transportband dienenden Unterlage 7 und der Schablone 8 als während des Auftragungs-Vorganges stillstehend gedacht und die Zwillings-Vorrichtung in Richtung der Pfeile 11 bewegt, so bewirkt (außer dem Flüssigkeitsdruck) der Stauspalt 16a und die Auftragungsvorrichtung 1a plus 2a plus 3a plus 4a den Auftragungsvorgang, während der Vorrichtung 1b plus 2b plus 3b plus 4b vorwiegend farbbegrenzende und farbabdichtende Funktion zukommt. Bei Wechsel der Bewegungsrichtung wechselt auch die Zwillings-Vorrichtung ihre vorbeschriebenen Funktionen.

Die vielseitige Anwendbarkeit zeigt, daß der hiemit vorgestellten Erfindung sehr große Bedeutung zukommt und einen großen Fortschritt gegenüber dem bisherigen Stand der gesamten Druck-Auftragungs- und sonstigen Bearbeitungstechnik für flächenartiges Material darstellt.
Die in den Figuren 1 bis 13 gezeigten Darstellungen sind nicht als vollständige, abgrenzende, sondern nur als beispielhafte Darstellung der bestehenden Ausformungs-, Anordnungs-, Dimensionierungs- und Anwendungsmöglichkeiten zu verstehen.