Recherche dans les collections de brevets nationales et internationales
Certains contenus de cette application ne sont pas disponibles pour le moment.
Si cette situation persiste, veuillez nous contacter àObservations et contact
1. (DE000003779911) PROGRAMMIERUNG VON FERNSEHEMPFAENGERGERAETEN.
Note: Texte fondé sur des processus automatiques de reconnaissance optique de caractères. Seule la version PDF a une valeur juridique

Beschreibung

Die Erfindung betrifft die automatische Programmierung von Rundfunkempfangsvorrichtungen, die hier als VPS (Videoprogrammiersysteme) bezeichnet werden. Verfahren zum Kennzeichnen individueller Fernsehrundfunk- und Radioprogramme mittels Hilfsdaten, die beispielsweise durch Teletext oder RDS (Radiodatensystem) übertragen werden, sind bereits etabliert. Es werden Videorecorder hergestellt, die vorprogrammiert werden können, um die gewünschten Programme auch dann zu empfangen und aufzuzeichnen, wenn sie nicht zu den geplanten Zeiten gesendet werden; diese arbeiten unter Steuerung dieser Hilfsdaten, die dazu dienen, das gewünschte Programm zu identifizieren. Es können ähnliche Techniken dazu verwendet werden, Fernseh-, Radio- und Teletextempfänger zu vorprogrammieren, um selektierte Programme, wenn sie gesendet werden, zu übergeben und Äudio- oder Datenaufzeichner so zu betreiben, daß sie diese Programme speichern.
In einer Realisation, nämlich dem deutschen VPS, werden Videorecorder unter Verwendung von Programmkennzeichen programmiert, die entlang der Programmauflistungen in Zeitungen und Nagazinen veröffentlicht werden. Es ist vorgeschlagen worden, daß solche Daten durch Lesen von Barcodes mit einem Lichtstift eingegeben werden. Es ist auch vorgeschlagen worden, daß eine Teletextseite, die als Teil des Service gesendet wird, als Teil des automatisierten Programmierprozesses verwendet wird. In einem vorgeschlagenen System enthält eine Teletextseite, die die Auflistung der Programme enthält, auch verdeckte Zusatzinformation gegenüber einigen oder sämtlichen Eingaben, wobei jeder Informationssatz gegenüber dieser Eingabe oder Eintragung in der Liste durch ein sichtbares Symbol identifiziert wird. Ein geeignet ausgerüsteter Empfänger umfaßt einen "Cursor", der unter Benutzersteuerung dazu gebracht werden kann, ein spezielles Symbol zu identifizieren. Wird diese Eintragung vom Benutzer selektiert, so kann eine Logik innerhalb des Empfängers Zugriff zu der geeigneten verdeckten Programmkennzeichnungsdate erhalten, die in fester Beziehung zu ihrem entsprechenden Symbol steht, beispielsweise den nächsten fünf (verdeckten) Zeichen entlang der Textreihe, wobei sie dann diese vorprogrammierende Anweisung eingibt.
Ein Beispiel eines Systems, in dem eine Teletextseite zur Darstellungsauflistung von benutzerselektierbaren Programmen verwendet wird, ist in der DE-A- 3335082 (Henze) beschrieben. Im Henze-System ist eine erste Steuerung vorgesehen, um einen Cursor zur Identifizierung eines speziellen aufgelisteten Programms auf der Teletextseite zu bewegen, und es ist eine zweite Steuerung vorgesehen, um die Speicherung von Kennzeichnungsdaten für das identifizierte Programm zu initiieren.
Die oben beschriebenen Systeme sind für den Teletexteditor ungeeignet, da bestimmte feste Bereiche der Seitenfläche für die Kennzeichnungsinformation, die erforderlich ist, reserviert werden müssen.
Es ist bereits bekannt, daß nicht dargestellte Daten in Teletextreihen gesendet werden können, die über den 25 darstellbaren Reihen 0 bis 24 numeriert sind. Die Reihen- oder Zeilenadresse beträgt sechs Bit, wodurch weitere "Geister"-Reihen 25 bis 31 übertragen werden können, und es ist bekannt, Reihen 26, 27 und 28 dazu zu verwenden, um Daten zu übertragen, die mit der aktuellen Seite verknüpft sind, wohingegen eine Reihe 29 für magazinbezogene Daten und Reihen 30 und 31 für nichtbezogene Daten verwendet werden. Die Geister-Reihen oder -Zeilen liefern keine ausreichende Kapazität für den Umfang an Zusatzinformation, der gesendet werden soll, insbesondere im Hinblick auf die vorhandenen Anforderungen an die Zeilen 26 bis 28 für Information wie Cursor-Positionen (weiter unten erklärt).
Es wird nun vorgeschlagen, daß die erforderliche Programmkennzeichnungs information auf einer verwandten Teletext-"Seite" gespeichert wird, auf die der Empfänger zugreifen kann, die jedoch niemals dargestellt wird, wobei sie in der Tat nichtdarstellbar gemacht werden kann. Techniken zur Identifizierung einer verwandten Seite sind bekannt (vgl. beispielsweise unser GB-Patent 2062424 oder GB-A-2146878 von Philips). Wenn der Betrachter anzeigt, daß die Programmierfunktion erforderlich ist, kann die Decodierschaltung, ohne notwendigerweise die dargestellte Seite zu ändern, eine spezielle, verbundene Seite selektieren und speichern. Ein moderner Empfänger, der mit Mehrseitenspeichern ausgerüstet ist, kann bereits beinhalten, daß diese verbundene Seite im Speicher wartet. Die verbundene Seite wird sämtliche Kennzeichen enthalten, die sich auf die Eingaben auf der dargestellten Seite beziehen, entweder in einer vorbestimmten Weise zusammengepackt im Interesse der Minimierung der Datenübertragungszeit und -speicherkapazität, oder innerhalb der verbundenen Seite an Positionen aufgestellt, die den Eingaben auf der dargestellten Seite entsprechen.
Wenn der Benutzer eine spezielle Eingabe unter Bezug auf deren spezielles Anfügungssymbol oder möglicherweise durch Bewegung des Cursors auf irgendeinen Punkt innerhalb der dargestellten Eingabe selektiert, extrahiert der Empfänger die entsprechende Kennzeichnungsinformation von der verbundenen Seite. Die Empfängerlogik kann so ausgelegt sein, daß sie auf der dargestellten Seite anzeigt, welche Eintragung aktuell selektiert worden ist, wobei sie Zusatzinformation benutzt, die auf der verbundenen Seite gespeichert ist, um eine Bestätigung der Benutzerinstruktion zu geben.
Die Erfindung sieht daher einen Rundfunkteletextempfänger mit einer benutzerbetätigbaren Einrichtung zur Selektion einer mehrerer dargestellter Eintragungen auf einer ersten Teletextseite und Einrichtungen vor, die auf eine derartige Selektion ansprechen, um Programmkennzeichnungsinformation, die der selektierten Eintragung entspricht, von einer anderen Teletextseite zu extrahieren, die in der ersten Seite als eine verbundene Seite identifiziert ist.
Der Empfänger kann die Kennzeichnungsinformation als die n-te derartige Information in der verbundenen Seite identifizieren, wo die selektierte dargestellte Eintragung als die n-te der dargestellten Eintragungen auf der ersten Seite identifiziert ist. Die Art und Weise, in der die Eintragungen für diesen Zweck numeriert sind, ist unwesentlich. Es kann beispielsweise die Folge sein, in der die Eintragungen auf der Seite herunter auftreten, oder die Reihenfolge, in der Cursorpositionen für die Eintragungen aufgelistet sind, und zwar in einer weiter unten erklärten Weise.
Alternativ kann der Empfänger die Kennzeichnungsinformation als die identifizieren, die in derselben Position in der verbundenen Seite auftritt, wie sie die selektierte dargestellte Eintragung in der ersten Seite belegt.
Die Erfindung sieht darüber hinaus ein Verfahren zum Senden von Programmkennzeichnungsinformation vor, in welchem eine erste Teletextseite mit mehreren als separate Eintragungen auf der dargestellten Seite erscheinenden Nachrichten und mit Information, die eine verbundene Seite identifiziert, übertragen wird, und in welchem die Programmkennzeichnungsinformation, die dieser Nachricht entspricht, in der verbundenen Seite übertragen wird.
In diesem Verfahren kann die verbundene Seite nicht darstellbar gemacht sein.
Die Erfindung sieht ferner ein Verfahren zum Empfangen von Fernsehprogrammsendungen vor, in welchem eine erste Teletextseite dargestellt wird, wobei die erste Teletextseite mehrere Nachrichten umfaßt, von denen jede eine Programmauflistung repräsentiert, und auch Information umfaßt, die eine weitere Teletextseite als eine verbundene Seite identifiziert, wobei die verbundene Seite nicht dargestellt wird und Programmkennzeichnungsinformation enthält, die jeder der Programmauflistungen, welche auf der ersten Seite dargestellt werden, entspricht, derart, daß ansprechend auf Benutzerselektion von einer der Programmauflistungen, die auf der ersten Seite dargestellt sind, die entsprechende Programmkennzeichnungsinformation von der verbundenen Seite extrahiert wird.
Die Erfindung wird nun beispielhalber unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen erläutert, in denen:
FIG. 1 ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels darstellt;
FIG. 2 eine Programminformationsseite zeigt;
FIG. 3 das Format einer Zeigernachricht darstellt; und
FIG. 4 das Format einer Pseudoseite zeigt.
An einer Sendestation kombiniert ein Sender 10 das Fernsehrundfunksignal mit den Teletextdaten, die in allgemein bekannter Weise auf bestimmten Fernsehzeilen im Teilbildaustastintervall übertragen werden und Hilfs-VPS-Daten umfassen, deren Format weiter unten erklärt werden wird. Das Kompositsignal wird über ein Rundfunkmedium übertragen und am Empfänger extrahiert ein konventioneller Teletextdecoder 12 die Teletextdaten, die einer Steuereinheit 14 zugeleitet werden, aus dem selektierten Kanal und leitet das Videosignal für diesen Kanal zu einem Videobandrecorder 16. Das nicht gesendete oder abgespielte Videosignal wird dem Empfängerdisplay 18 zugeführt, das insbesondere als Teletextseitendisplay arbeitet. Die Handhabung des Bildsignals bildet keinen Teil der vorliegenden Erfindung, ist gebräuchlich und wird nicht weiter erläutert.
Die Kanalselektion und auch die Programmselektionen werden auf einem Tastenfeld 20 vorgenommen, das typischerweise eine Fernsteuereinheit ist, die auf eine mehrerer allgemein bekannter Arten mit der Steuereinheit 14 kommuniziert. Ein Barcodeleser 22 kann als wahlweise Einrichtung zur Eingabe von Programmierinformation vorgesehen sein.
Die Steuereinheit 14 ist mit einem Mehrseitenspeicher 24 zum Speichern der gerade dargestellten Teletextseite und verbundener Seiten verknüpft. Eine Programminformationsseite kann ein Format wie das in FIG. 2 gezeigte haben, in dem jede dargestellte Textreihe oder -zeile aus einer abgekürzten Programmkennzeichnung (SPL = shortened programme label), einer Sendeplanzeit und einem Programmnamen besteht. Die SPLs können vier Dezimalstellen- Nummern sein, die jede Woche vom Sender zugewiesen werden, um dem Benutzer ein Mittel zum Identifizieren eines Programms zu liefern. Die Steuereinheit erfordert mehr Information als in derartigen einzelnen Codes enthalten ist, un imstande zu sein, den Recorder auf der Basis der Hilfs-VPS-Daten korrekt zu steuern.
Die VPS-Daten, die ein Sendeprogramm begleiten, sind ein eindeutiges Programmennzeichen (UPL = unique programme label) von gesetztenfalls 36 oder 40 Bit, die in geeigneten Intervallen wiederholt werden und mit derartigen Fehlerprüf/Korrigierstrategien, wie erforderlich. Es gibt verschiedene mögliche Träger für diese VPS-Daten, die Teletextgeisterzeilen 30 und 31 umfassen, und einen digitalen Stereotonkanal wie das kürzlich definierte NICAM-728-System für Fernsehton.
Das präzise Format der VPS-Daten ist in der Erfindung nicht wichtig, jedoch können die folgenden Komponenten enthalten sein:
NI Netzwerkidentifizierer
PN Programmnummer
UDT vereinheitlichtes Datum und Zeit (gegenwärtig)
PD Programmdauer
ET verstrichene Zeit (vom gegenwärtigen Programm)
SPL abgekürztes Programmkennzeichen.
NI und PN bilden gemeinsam das UPL. UDT wird weiter unten detaillierter erklärt.
Um eindeutig zu spezifizieren, wann ein Ereignis auftritt, und zu ermöglichen, daß eine Steuereinheit eine Folge von Ereignissen von welcher Quelle auch immer in der Reihenfolge des Auftretens anordnet, wird eine einfache zunehmende Sekundenzählung benötigt. Diese sollte zu jedem Zeitpunkt über die ganze Welt dieselbe sein und sollte frei von Diskontinuitäten und Zweideutigkeiten sein, die mit Änderungen der Zeitzone und der Gewinnung von Tageslichtzeit verbunden sind.
Ein derartiges System zum Aufzeichnen von Datum- und Zeitinformation ist bereits der Gegenstand internationaler Standardisierung im CCIR. Die Zeit wird in Stunden, Minuten und Sekunden ausgedrückt, wobei koordinierte Universalzeit (UTC) verwendet wird, die auf dem Zählen von Sekunden von einer automatischen Uhr basiert und durch die gelegentliche Einfügung einer 61sten Sekunde in der letzten Minute des halben Jahres innerhalb 0,9 s der Greenwich Mean Time gehalten wird. Das Datum wird als modifiziertes Julian Datum (MJD = Modified Julian Date) ausgedrückt, welches einen 5-Digitdezimal-Tagzählwert darstellt, der bei UTC Mitternacht inkrementiert wird. Der Beginn der Zählung (Tag 0) war der 17. November 1858, und der 24. Juli 1987 war MJD 47 000.
Man beachte, daß die Kombination von MJD und UTC idealerweise geeignet ist, um die Zeitdifferenz zwischen Ereignissen zu berechnen oder Ereignisse in der Reihenfolge des Auftretens festzulegen. Darüber hinaus ist sie von Kalenderkonventionen unabhängig und auf diese Weise gleichermaßen in Ländern anwendbar, in denen der Gregorianische Kalender nicht verwendet wird.
Die Kombination von UTC und MJD wird bereits im GB-Teletextsystem und im VHF/FM Radiodatensystem (RDS) benutzt, um Zeit und Datum in maschinenlesbarer Form zu übermitteln. In Anwendungen, bei denen eine Darstellung lokaler Zeit und lokalen Datums erforderlich ist, oder dort, wo Information unter Verwendung lokaler Zeit manuelle oder automatisch eingegeben wird, kann die Umsetzung auf und von UDT bewerkstelligt werden, indem ein "lokaler Offset" im Bereich von -11 bis +14 h addiert oder subtrahiert wird. Dieser lokale Offselt kann im Decoder in einem nichtflüchtigen Speicher gespeichert werden und durch den Benutzter geändert werden, um Änderungen zur Gewinnung von Tageslichtzeiten Rechnung zu tragen. Alternativ kann der Decoder durch ein spezielles Netzwerk der Wahl des Benutzers programmiert werden, um dem lokalen Offset-Rundfunk Rechnung zu tragen und zu folgen.
Ein vereinheitlichtes Datum und Zeit wird in einem Videoprogrammierdecoder auf zwei Arten verwendet. Es wird im Systemtakt benutzt, der den gesamten Prozeß beherrscht und der unter Verwendung von Rundfunk-UDT- Übertragungen (die selbstverständlich dieselben für jede Quelle und zu jedem gegebenen Augenblick sind) korrigiert oder erneut gestartet werden kann. Ferner wird es benutzt,um die erwartete Übertragungszelt eines speziellen Programms anzuzeigen.
Das System der FIG. 1 ist Infolgedessen mit einer Takteinheit 26 dargestellt, um die Spur von MJD von UTC zu halten, und mit einem Register 28 zum Speichern des lokalen Offsets.
Um zu ermöglichen, daß die Steuereinheit 14 zur Aufzeichnung von durch UPL identifizierten Programmen programmiert werden kann, wie von reiner Zeitprogrammierung unterscheidbar ist, muß es möglich sein, der Steuereinheit ein Selektionswort zuzuführen, das zumindest das UPL und vorzugsweise auch das UDT für die planmäßige Programmzeit, die PD und das SPL und darüber hinaus die NCP (Menü Cursor Position - weiter unten erklärt) enthält. Dies stellt gut über 100 Bit pro Programmeintragung auf einer Programminformationsseite dar, die nicht weniger als 20 Programmeintragungen tragen kann. Der Umfang von Daten kann nicht entweder als verdeckte Daten in den Zeilen 0 bis 24 oder als Daten in den Geisterzeilen 26 bis 28 auf der Teletextseite selbst untergebracht werden. Die Geisterzeilen werden jedoch dazu benutzt, erstens eine Zeigernachricht und zweitens MCP zu übertragen. Das Format der Zeigernachricht ist in FIG. 3 gezeigt. Es umfaßt ein Befehlswort plus Parametern M (Magazinnummer), NN (Seitenzahl) und SSSS (Subcode) und veranlaßt, wenn von der Steuereinheit 14 detektiert, die Steuereinheit dazu, die Pseudoseite, die durch MNNSSSS identifiziert ist, in den Speicher 24 zu laden.
Ein mögliches Format für die Pseudoseite ist in FIG. 4 gezeigt, bestehend aus Auswahlwörtern S......W, die durch Wortseparaturen WS getrennt sind, die Selektionswörter variabler Länge ermöglichen. Sämtliche 31 Nichtkopfzeilen der Seite können benutzt werden. Eine weitere Möglichkeit würde in Selektionswörtern fester Länge bestehen, wobei in diesem Fall Wortseparatoren nicht erforderlich wären. Die FIG. 5 zeigt das Format eines Selektionswortes, umfassend NI, PN, UDT, PD und SPL.
Die Hardware der Steuereinheit 14 wird nicht beschrieben, da sie im wesentlichen auf einem dedizierten oder geeignet programmierten Mikroprozessor für einen generellen Einsatz basiert, der mit den erforderlichen Eingangs- und Ausgangsanschlüssen über Schnittstellen verbunden ist. FIG. 6 zeigt die Hauptfunktionen, die vom Mikroprozessor implementiert werden, ausschließlich der Handhabung reiner manueller Steuerung des Systems. Diese Funktionen werden in einer in Mikrosystemen per se allgemein bekannten Weise gehandhabt, wobei Interrupt- und/oder Zeitprogrammiertechniken verwendet werden, um die Prozessorzeit für alle Funktionen zuzuordnen. Im Block 30 werden 30 Geisterreihendaten verarbeitet. Dies kann Funktionen involvieren, die ganz und gar von denen getrennt sind, die in der Erfindung erforderlich sind. Soweit die Erfindung betroffen ist, besteht diese Verarbeitung darin, jedweden Zeigernachrichtbefehl zu erkennen und dann die identifizierte Pseudoseite zu laden. Das MCP-Datum wird wie weiter unten beschrieben benutzt.
Im Block 32 werden jedwede Benutzerselektionen, die über das Tastenfeld 20 getroffen werden, verarbeitet. Die Selektionstechnik selbst ist weiter unten beschrieben, jedoch ist das Prinzip sehr einfach. Falls die Programme auf der Programminformationsseite (FIG. 2) mit 1, 2, 3 usw. numeriert sind (ob in der Reihenfolge, in der sie auf der Seite auftreten oder nicht), veranlaßt die Benutzerselektion des n-ten Programms, daß das n-te Selektionswort (FIG. 4) von der verbundenen Pseudoseite zum Aufzeichnungsprogramm oder -plan hinzugefügt wird.
Der Aufzeichnungsplan ist eine geordnete Liste von Benutzerselektionen, die durch einen Algorithmus gehalten werden (Block 34), der so einfach oder intelligent gemacht wird wie gewünscht. Beispielsweise kann er so ausgelegt sein, den Benutzer zu warnen, daß eine Auswahl, die gerade getroffen wurde, eine simultan existierende Selektion auf einem anderen Kanal überschreibt, daß eine Überlappung eines ausgewählten Programms auftreten wird, wenn Planprogramme beibehalten werden, oder daß eine Überlappung auftreten wird, wenn Planprogramme über einen solchen und solchen Betrag aus dem Plantakt geraten.
Der Block 36 hält den Takt 26 einfach bei und kann auch dazu vorgesehen sein, Einstellungen des Offsets, der im Register 28 gespeichert ist, zu handhaben.
Der Block 38 vergleicht empfangene UPLs mit UPLs im Aufzeichnungsplan. Damit das System weiß, welche Programme einlaufen, wird das System so eingestellt, daß sämtliche Sender sämtliche UPLs für alle an ihrem Standort empfangbaren Kanäle führen. Wenn ein empfangenes UPL mit einem UPL im Leseplan übereinstimmt, werden die geeigneten Entscheidungen getroffen und Befehle ausgegeben (Block 40), um eine Kanalselektion auszulösen und den Recorder ein- und auszuschalten. Wiederum können Algorithmen im Block 38 ausgebildet sein, um aktuelle Konflikte zu lösen. Beispielsweise kann einem gerade aufgezeichneten Programm stets Vorrang gegenüber irgendeinem selektierten Programm gegeben werden, das eingestrahlt wird, bevor die erste Aufzeichnung beendet ist. Da jedes ausgewählte Programm aufgezeichnet wird, wird es aus dem Aufzeichnungsplan entfernt.
Die Funktionen in den Blöcken 32 und 34 werden nun detaillierter betrachtet. Es gibt drei Möglichkeiten. An erster Stelle kann das Tastenfeld zum Eingeben von Information verwendet werden. Es wäre unrealistisch, zu erwarten, daß der Benutzer komplette UPLs eingibt, jedoch könnte der Benutzer SPLs (4 Digits) eingeben, und der Mikroprozessor könnte dann die Pseudoseite (FIG. 4) suchen, um das SW aufzufinden, das das SPL enthält, das eingegeben worden ist. Das so aufgefundene SW wird dem Block 34 übermittelt, um es dem Aufzeichnungsplan hinzuzufügen.
An zweiter Stelle kann ein Prozeß einer per se bekannten Menüselektion wie im deutschen VPS verwendet werden. Der Cursor (z.B. ein hervorgehobener Balken) wird von Eintragung zu Eintragung vorgerückt, und der Benutzer drückt lediglich eine "Eingabe"-Taste (oder eine "Lösch"- Taste im Fall der Korrektur einer fehlerhaften Eingabe), wenn der Cursor sich auf einer gewünschten Eintragung befindet. Die MCP-Daten in den Geisterzeilen der Programminformationsseite identifizieren die X,Y Koordinatenpaare von sämtlichen Cursorpositionen der Reihe nach, um zu ermöglichen, daß der Cursor korrekt vorgerückt wird (beispielsweise Überschlagen der zweiten Zeile einer zweizeiligen Eingabe). Diese Technik ist per se bekannt.
Das Cursorvorrücken kann automatisch (beispielsweise ein Vorrückschritt pro Sekunde) erfolgen oder durch eine Benutzer-"Schritt"-Taste gesteuert werden.
Die dritte Möglichkeit besteht darin, den Barcodeleser 22 zu benutzen. Dies könnte UPLs direkt eingeben, ohne Stützung auf die Erfindung, oder könnte SPLs eingeben, die auf dieselbe Weise wie die auf dem Tastenfeld eingegebenen zu verarbeiten sind.