Traitement en cours

Veuillez attendre...

PATENTSCOPE sera indisponible durant quelques heures pour des raisons de maintenance le mardi 27.07.2021 à 12:00 PM CEST
Paramétrages

Paramétrages

Aller à Demande

1. WO2003022717 - DISPOSITIF ET PROCEDE DE TRI D'OBJETS

Note: Texte fondé sur des processus automatiques de reconnaissance optique de caractères. Seule la version PDF a une valeur juridique

[ DE ]

Vorrichtung und Verfahren zum Sortieren von Gegenständen

Besehreibung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Sortieren von Gegenständen auf einer Transporteinrichtung.

Bekannt ist aus der DE 195 32 306 eine Vorrichtung zum
Aussortieren von als fehlerhaft erkannten
Verpackungseinheiten aus einer Anzahl von vorbeiziehenden Verpackungseinheiten. Bei dieser Vorrichtung wird ein als Rotor ausgebildeter Aussortierer in vertikaler Drehebene hin-und hergesteuert. Damit können als fehlerhaft erkannte, z. B. verschmutze oder kaputte Verpackungseinheiten, die auf einem Förderer transportiert werden, durch seitliches
Herausschieben aus dem Strom von Verpackungseinheiten
aussortiert werden. Je nach Art der Verpackungseinheit wird die Regelung des Schrittmotors bestimmt . Dadurch können große Flaschen in einem anderen Bereich von dem gleichen Rotor impulsartig getroffen werden als kleine Flaschen.

Bei einer derartigen Vorrichtung hat es sich als nachteilig herausgestellt, dass selbst bei der Aussortierung von
gleichartigen Verpackungseinheiten die durch den Rotor erzeugte Bewegung der Verpackungseinheit immer individuell verschieden ausfällt, d. h. selbst bei gleichen
Verpackungseinheiten, die auf die selbe Art und Weise von dem Rotor in Bewegung gesetzt werden, fällt die Bewegung der Verpackungseinheit jedesmal anders aus. Dies liegt zum einen an den unterschiedlich stark abgenutzten Unterseiten von z.

B. Flaschen und zum anderen an den glatten oder mit
Schmiermittel behafteten Bereichen eines Förderers . Dadurch werden die Verpackungseinheiten, die aussortiert werden sollen, verschieden weit, schnell und stark auf z. B. einen anderen Förderer bewegt, was zu einer ungenauen
Positionierung, zum Kippen oder zur Zerstörung der
Verpackungseinheit führen kann.

Bekannt ist weiterhin eine Vorrichtung zum Überführen von Gegenständen, insbesondere von Flaschen, aus der DE 195 16 403. Bei dieser Vorrichtung werden Flaschen auf ein zweites Förderband mit einem im Wesentlichen gradlinienig hin- und herbeweglich gelagerten Stößel überführt. Auch auf diese Vorrichtung treffen im wesentlichen die o.g. Nachteile zu.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren zu schaffen, mit dem ein zuverlässiges Sortieren von Gegenständen auf einer Transporteinrichtung erfolgen kann.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des
Anspruchs 15 gelöst .

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst die Reibung zwischen dem Gegenstand und der Transporteinrichtung
bestimmt. Dies geschieht individuell für jeden einzelnen Gegenstand, der auf der Transporteinrichtung transportiert wird oder auch nur für jeden Gegenstand auf der
Transporteinrichtung, der aussortiert werden soll. Bestimmen der Reibung meint hier aber nicht zwingend, dass tatsächlich ein physikalischer Reibungskoeffizient errechnet wird, vielmehr ist hier gemeint, dass eine reibungsabhängige Größe ermittelt wird, die es erlaubt, festzustellen, wie leicht bzw. schwer sich die Gegenstände auf der Transporteinrichtung verschieben lassen.

Nachdem die Reibung zwischen dem Gegenstand und der
Transporteinrichtung bestimmt ist, wird in Abhängigkeit von dieser bestimmten Reibung eine Überführbewegung ausgelöst.

Das Auslösen einer Bewegung geschieht z. B. durch definierten Kraft- oder Impulsübertrag, wodurch der Gegenstand relativ zu der Transporteinrichtung in Bewegung versetzt wird. Auch nach Abschluss des Auslösens kann sich der Gegenstand
erfindungsgemäß durch seine Trägheit, z. B. durch Rutschen, weiterbewegen.

Dadurch, dass individuell für jeden Gegenstand die Reibung bestimmt wird, kann individuell für jeden Gegenstand die Überführbewegung verschieden stark ausgelöst werden, so dass sich insgesamt immer eine sehr genaue Positionierung bzw. eine wohldefinierte Bewegung des Gegenstandes auf der
Transporteinrichtung einstellt.

Durch das für jeden' Gegenstand individuell angepaßte Auslösen der Überführbewegung wird ein Kippen des Gegenstandes sowie ein zu weites oder zu wenig weites Verschieben des
Gegenstandes auf der Transporteinrichtung vermieden. Dies führt im Falle von Flaschen dazu, dass weniger
Betriebsstörungen und/oder Bruch entstehen.

Eine vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens besteht darin, die Reibung zwischen dem Gegenstand und der Transporteinrichtung durch ein vordefiniertes
Auslösen einer Messbewegung und dem Messen der Messbewegung zu bestimmen. Das vordefinierte Auslösen geschieht durch einen vordefinierten Kraft- oder Impulsübertrag oder durch das Auslösen einer Bewegung des Gegenstandes mit
vordefinierter Geschwindigkeit oder Mindestauslenkung.
Hierbei ist es vorteilhaft, wenn die Messbewegung deutlich kleiner ist als die Überführungsbewegung. Das bedeutet auch, dass der Impuls oder die Kraft, durch die die Messbewegung ausgelöst wird, deutlich kleiner ist als der Impuls oder die Kraft zum Auslösen der Überführungsbewegung.

Wenn die Messbewegung im Vergleich zur Überführungsbewegung klein ist, wird sichergestellt, dass beim Auslösen der
Messbewegung ein Kippen oder ein übermäßiges Verschieben des Gegenstandes auf der Transporteinrichtung vermieden wird.

Das Messen der Messbewegung kann dadurch geschehen, dass mindestens eine Positionsinformation bezüglich des
Gegenstandes 3 auf der Transporteinrichtung 2 ermittelt wird, während oder nachdem der Gegenstand die Messbewegung ausführt bzw. ausgeführt hat, wobei dies vorzugsweise eine
Abstandsmessung umfasst.

Das Messen kann aber auch dadurch erfolgen, dass die Kraftbzw. Impulsrückwirkung eines Gegenstandes auf das die
Messbewegung auslösende Organ ermittelt wird.

Das Vermessen der Messbewegung durch Bestimmung einer
Positionsinformation bzw. einer Abstandsmessung ist relativ einfach, schnell und zuverlässig durchführbar und daher für das erfindungsgemäße Verfahren von Vorteil .

Vorteilhafter Weise wird der Gegenstand auf der
Transporteinrichtung quer zu der Bewegungsrichtung, die durch die Transporteinrichtung vorgegeben ist, überführt. Die
Richtung der Messbewegung ist ebenfalls im Wesentlichen senkrecht zur Transportrichtung. Dadurch wird erreicht, dass die Gegenstände an verschiedenen Positionen quer zu der
Transportrichtung, d. h. beispielsweise auf eine Seite der Transporteinrichtung, oder in der Mitte der
Transporteinrichtung positioniert werden, so dass im weiteren Verlauf sich aus der Position des Gegenstandes ein
Aussortieren des Gegenstandes ergibt.

Das Auslösen der Messbewegung und/oder der Überführbewegung kann vorteilhafterweise mit einem Stößel, einer Nocke oder einer Bürste durchgeführt werden. Durch einen hin- und herbeweglichen Stößel, eine hin- und/oder herbewegbare Nocke oder einer Bürste können wohldefinierte Kräfte und Impulse auf den Gegenstand zum Auslösen der jeweiligen Bewegung ausgeübt werden.

Das Auslösen der Messbewegung ist weiterhin mittels einer -in die Bahn der Gegenstände platzierbare -Schanze vorteilhaft möglich. Die Schanze ist so angeordnet, dass die Gegenstände, die auf der Transporteinrichtung transportiert werden, durch die Schanze in Richtung quer zu der Transporteinrichtung verschoben werden, so dass hierdurch eine Messbewegung ausgelöst wird. Die Schanze kann hierbei sämtliche
Gegenstände, die auf der Transporteinrichtung bewegt werden, verschieben. Dadurch ist eine sehr einfache und
kostengünstige Konstruktion der Schanze, beispielsweise durch ein einfaches Blech oder einen Draht bzw. ein Gitter möglich. Auch ist es denkbar, die Schanze beweglich zu gestalten, so dass nur für diejenigen Gegenstände, die aussortiert werden sollen, die Messbewegung ausgelöst wird. Dies führt
vorteilhafter Weise dazu, dass die Gegenstände, die nicht aussortiert werden sollen, auch nicht einer Messbewegung unterzogen werden.

Dies hat die Vorteile, dass ein Kippen bei der Messbewegung durch Wegfall der Messbewegung für ordnungsgemäße
Verpackungseinheiten ausgeschlossen wird und zum anderen, dass die Position des Gegenstandes auf der
Transporteinrichtung für ordnungsgemäße Gegenstände
unverändert bleibt, was für die Sortierung vorteilhaft ist.

An der Schanze kann eine Kraft- oder Druckmesseinrichtung zur Ermittlung der im Wesentlichen quer zur Transportrichtung gerichteten Kraft- bzw. Impulsrückwirkung der von der Schanze um einen bestimmten Weg quer zur Transportrichtung
verdrängten Gegenstände vorgesehen werden, so dass eine
Positionsermittlung der Gegenstände auf dem Wege einer
Abstandsmessung entbehrlich ist.

Die Überführbewegung kann zum einen dazu führen, dass
vorteilhafterweise der Gegenstand in Richtung senkrecht zur Transporteinrichtung positioniert wird. Dies bedeutet, dass der Gegenstand auf der Transporteinrichtung nach der
Überführbewegung in Bezug auf eine Bewegung im Wesentlichen senkrecht zur Transporteinrichtung zur Ruhe kommt. Der
Gegenstand bewegt sich also nach der Überführbewegung nicht mehr relativ zu der sich bewegenden Transporteinrichtung. Durch das Positionieren des Gegenstandes kann somit eine Aussortierung oder seitliche Versetzung der Gegenstände in verschiedene Bereiche erreicht werden.

Zum anderen ist es möglich, die Überführbewegung so
auszuführen, dass der Gegenstand von der Transporteinrichtung herunterbewegt wird. Auch dies vereinfacht das Aussortieren des Gegenstandes.

Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, einen Stößel oder eine Nocke so zu positionieren, dass vor Auslösen der Überführbewegung oder der Messbewegung der mit dem Gegenstand in Kontakt kommende Teil des Stößels oder der Nocke dicht an den jeweiligen Gegenstand heranbewegt ist, und dass
anschließend durch Bewegen des Stößels oder der Nocke ein wohldefiniertes Schieben des Gegenstandes einsetzt. Dadurch wird ein ruckartiges Stoßen des Gegenstandes durch den Stößel oder den Nocken vermieden. Würde nämlich der Stößel bzw. der Nocken aus einer größeren Entfernung auf den Gegenstand zubewegt, so würde sich, sobald der Stößel oder der Nocken Kontakt mit dem Gegenstand hat, ein starker Impuls auf den Gegenstand übertragen, der zu einem Kippen des Gegenstandes führen könnte .

Vorteilhafte Ausführungsformen des Verfahrens bestehen darin, mit dem Verfahren Gegenstände, insbesondere Flaschen, aus einer Reihe von durchlaufenden Flaschen auszusortieren.

Vorteilhafterweise werden bei der Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens als Transporteinrichtung ein, zwei oder mehrere Platten- , Mattenketten- oder
Rollenbettförderer verwendet. Auch der Einsatz jedes anderen beliebigen üblicherweise verwendeten Förderers ist
vorteilhafterweise möglich.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Bewegung eines
Gegenstandes auf einer Transporteinrichtung umfasst
vorteilhafter Weise eine Einrichtung zur Bestimmung der Reibung zwischen dem Gegenstand und der Transporteinrichtung, sowie eine Überführungseinrichtung zum Überführen des
Gegenstandes auf der Transporteinrichtung. Mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung kann das erfindungsgemäße
Verfahren durchgeführt werden. Mit der entsprechenden
Vorrichtung ist es möglich, die Position die der Gegenstand auf der Transporteinrichtung nach der Überführungseinrichtung einnimmt, sehr genau einzustellen. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung erlaubt es, die individuellen Reibverhältnisse jedes Gegenstandes mit der Transporteinrichtung bei dem
Auslösen der Überführungsbewegung zu berücksichtigen.

Vorteilhafterweise umfasst die Reibungsbestimmungseinrichtung eine Auslöseeinrichtung, die auf vordefinierte Art und Weise eine Messbewegung auslöst. Weiterhin ist eine Messeinrichtung zum Messen der Messbewegung vorteilhafterweise umfasst. Die entsprechende Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung erlaubt es, die Reibung dadurch zu bestimmen, dass mit einer definierten Kraft eine Messbewegung ausgelöst wird und dass durch Ausmessen des durch die Kraft bewirkten Versatzes (Abstandes) die reibungsabhängige Größe bestimmt wird. Eine vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, dass die Messeinrichtung zum
Messen der Messbewegung eine Einrichtung zum Messen der
Position des Gegenstandes umfasst, wobei das Messen der
Position beispielsweise durch eine Abstandsmessung
vorgenommen werden kann. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Kraft- bzw. Impulsrückwirkung der einzelnen Gegenstände durch eine geeignete Messeinrichtung zu erfassen und daraus, ggf. in Verbindung mit der Transportgeschwindigkeit, die Reibverhältnisse zu bestimmen.

Die Überführeinrichtung und die Einrichtung zum Auslösen der Messbewegung kann jeweils vorteilhafterweise einen Stößel und/oder eine Nocke und/oder eine Bürste umfassen. Mit derartigen Überführeinrichtungen kann eine präzise und wohlgesteuerte Bewegung des Gegenstandes eingeleitet werden und/oder durchgeführt werden.

Die Transporteinrichtung umfasst vorteilhafterweise einen, zwei oder mehrere Platten- , Mattenketten- oder
Rollenbettförderer. Der Förderer muss lediglich dazu geeignet sein, dass die Gegenstände in einer Richtung quer zur
Transportrichtung bewegt werden können.

Vorteilhafterweise sind Mittel vorgesehen, mit denen die Messwerte der Reibungsermittlungseinrichtung erfasst, bzw. ausgelesen werden und mit denen die Überführungseinrichtung angesteuert werden kann. In Abhängigkeit von der ermittelten Reibung bzw. der reibungsabhängigen Größe wird die
Überführungseinrichtung die Überführbewegung verschieden stark auslösen. Die Mittel hierzu können beispielsweise ein PC, ein Prozessrechner oder eine elektronische Schaltung sein.

Im Folgenden wird eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung und des erfinderischen Verfahrens anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsformen näher erläutert. Dabei zeigt:

Fig. l eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung mit einem Stößel zum Auslösen der
Messbewegung

Fig. 2 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Schanze zum Auslösen der
Messbewegung

Fig. 3 eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei der zwei Transporteinrichtungen
vorgesehen sind.

In Fig. 1 ist ein Plattenförderband 2 als
Transporteinrichtung dargestellt, auf der sich Gegenstände 3 befinden. Die Gegenstände 3 können beispielsweise Flaschen sein. Die Darstellung in Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung von oben, so dass die Flaschen kreisförmig erscheinen.

Mit Hilfe eines Geländers 9 wird der Raum, den die Flaschen auf dem Plattenförderband einnehmen können, begrenzt. Am rechten Ende der Fig. 1 ist zu erkennen, dass ein in der Mitte des Plattenförderbandes angeordneter Teiler den Bereich auf dem Plattenförderband in zwei nebeneinander liegende Teilbereiche unterteilt. Die Bewegung der Flaschen auf dem Plattenförderband erfolgt bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform von links nach rechts.

Eine Reibungsbestimmungseinrichtung setzt sich hier aus einem Abstandssensor 4a, einem Pusher 4b mit einem Stößel und einem weiteren Abstandssensor 4c zusammen. Der Abstandssensor 4a kann somit zunächst den Abstand der Flasche 3 vom linken Rand des Plattenförderbandes bzw. von dem Abstandssensor bestimmen. Der Pusher 4b kann anschließend die Flasche 3 mit einer definierten Kraft bzw. einem definierten Impuls leicht anstoßen, um so die Messbewegung 6 auszulösen. Mit dem in Transportrichtung dahinterliegenden Abstandssensor 4c kann anschließend die dadurch neu quer zur Förderrichtung erhaltene Position der Flasche auf dem Plattenförderband 2 bestimmt werden. Der Abstand 8, der sich so eingestellt hat, kann somit mit dem Abstand, der mit dem Abstandssensor 4a gewonnen wurde, verglichen werden, so dass gemessen werden kann, wie weit sich die Flasche durch das Auslösen der
Messbewegung bewegt hat. Hieraus wird für diese spezielle Flasche an dieser speziellen Stelle des Plattenförderbandes die Reibung bestimmt. Nachdem die Reibung bekannt ist, kann mit dem Stößel des Pushers 5 die Uberfuhrungsbewegung 7 einer Flasche mit einer derartigen - von Gegenstand zu Gegenstand gegebenenfalls unterschiedlichen Kraft bzw. Impuls - so durchgeführt werden, dass der Gegenstand um den gewünschten Abstand quer zur Förderrichtung versetzt wird. Dazu wird ein Rechner 10 oder eine Schaltung 10 eingesetzt, die die
ermittelten Werte der Abstandssensoren 4a und/oder 4c
erfassen und die Pusher 4b und 5 ansteuern kann. Der Rechner 10 oder die Schaltung 10 ist dabei so ausgelegt, dass in Abhängigkeit von dem mit dem Abstandssensor 4c gemessenen und an den Rechner oder die Schaltung 10 übermittelten
Abstandswert 8, der ein Maß für die vorliegende Reibung darstellt, der Pusher 5 so von dem Rechner 10 oder der
Schaltung 10 angesteuert wird, dass ein entsprechend
angepasster Impuls bzw. eine entsprechend angepasste Kraft auf den Gegenstand 3 übertragen wird.

In Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung gezeigt, bei der eine Schanze 4d dargestellt ist, die dazu führt, dass die von links durch ein nicht dargestelltes Geländer mit gleichen seitlichem Abstand zum linken Rand des Förderbands einlaufenden Flaschen .3 in Fig. 2 zu der gegenüberliegenden Seite des
Plattenförderbandes 2 hin ausgelenkt werden. Die Flaschen 3, die eine niedrigere Reibung mit dem Plattenförderband aufweisen, werden dabei einen größeren Abstand zurücklegen als die Flaschen 3 mit einer höheren Reibung. Mittels des Abstandssensors 4c kann der sich eingestellte Abstand 8 vermessen und anschließend mit dem Pusher 5 eine gesteuerte Uberfuhrungsbewegung ausgelöst werden, vergleichbar zu der Ausführungsform von Fig. 1. Auch hierzu ist ein Rechner oder eine elektronische Schaltung 10 vorgesehen, die die Messwerte des Abstandssensors 4c erfasst und daraus die benötigte
Ansteuerung für den Pusher 5 bestimmt und den Pusher 5 entsprechend ansteuert.

Weiterhin ist es auch möglich, dass die Schanze 4d im
wesentlichen quer zur Förderrichtung beweglich bzw.
schwenkbar ist, so dass in einer bestimmten Position, die die Schanze einnehmen kann, die auszusortierenden Flaschen durch das Auslösen der Messbewegung mit der Schanze, bewegt werden. In einer zweiten vordefinierten Position der Schanze werden vorbeilaufende Flaschen nicht bewegt, so dass nicht bei allen Flaschen die von links kommend einlaufen, eine Messbewegung ausgelöst wird, sondern lediglich bei denjenigen Flaschen, die aussortiert werden sollen. Dazu kann die Schanze aus der Förderbahn der Flaschen herausschwenkbar oder herausschiebbar vorgesehen sein.

Anstelle einer Abstandsmessung der ausgelenkten Flaschen kann die Ermittlung der Reibungsverhältnisse durch Erfassung der durch die Massenträgheit verursachte Rückwirkung der Flaschen auf die Schanze erfolgen. Zu diesem Zweck kann an der Schanze eine Kraft-, Druck- oder Impulsmesseinrichtung angeordnet sein (nicht dargestellt) .

Bei der Ausführungsform in Fig. 3 wird die
Uberfuhrungsbewegung 7 dazu ausgenutzt, die Flaschen 3 von dem oben dargestellten auf das unten dargestellte
Plattenförderband zu überführen.

Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens soll mit Hilfe der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung erläutert werden. Bei
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens laufen von links auf dem Plattenförderband 2 Flaschen 3 ein. Bei den einlaufenden Flaschen wird mittels eines Sensors 4a der
Abstand der Flasche von dem oberen (linken) Rand, oder auch der Abstand von der Flasche zu dem Sensor 4a ermittelt und an den Rechner oder die Schaltung 10 übermittelt. Anschließend wird mit dem Stößel eines Pushers 4b durch bekannten oder vordefinierten Kraft- oder Impulsübertrag eine kleine
Messbewegung 6 ausgelöst. Dadurch, dass der Abstand der Flasche von dem oberen Ende des Plattenförderbandes oder von dem Sensor 4a bekannt ist, kann der Stößel des Pushers 4b in eine Position gebracht werden, in der die vor dem Stößel laufende Flasche 3 sich unmittelbar vor dem Stößel des
Pushers 4b befindet. Die Ansteuerung des Pushers 4b hierzu erfolgt durch den Rechner oder die Schaltung 10. In diesem Moment, in dem sich die Flasche 3 vor dem Stößel befindet, kann mit einer kontrollierten Bewegung des Stößels die
Messbewegung der Flasche 3 so initiiert werden, dass ein kontrolliertes, langsames Anschieben der Flasche erreicht wird. Ein Aufschlagen des Stößels auf die Flasche 3 wird durch das vorherige Annähern des Stößels an die Flasche 3 vermieden, wodurch auch ein Kippen der Flasche nahezu ausgeschlossen wird.

Die weiterlaufenden Flaschen werden anschließend mit dem Abstandssensor 4c vermessen, der den Abstand 8 von der
Messeinrichtung 4c ermittelt. Das Ergebnis der Messung wird an den Rechner oder die Schaltung 10 übermittelt. Aus der gemessenen Abstandsdifferenz sind die Reibverhältnisse bestimmbar.

Durch die vordefiniert ausgelöste Messbewegung hat die
Flasche eine neue Position in Richtung quer zu dem
Plattenförderband eingenommen. Hat die Flasche eine niedrige Reibung mit dem Plattenförderband, so hat die Flasche eine große Bewegung in Richtung quer zu der Transportrichtung gemacht. Bei einer hohen Reibung ist die Bewegung auf Grund der vordefiniert ausgelösten Messbewegung klein.

Dadurch, dass mit dem Sensor 4c die neue Position bzw. der neue Abstand 8 gemessen und damit bekannt ist, kann der
Stößel des Pushers 5 mit dem Rechner oder der Schaltung 10 so eingestellt werden, dass die einlaufende Flasche 3 direkt vor dem Stößel einläuft . Dadurch kann ein präzises Auslösen der Uberfuhrungsbewegung mit dem Stößel des Pushers 5 erreicht werden, wobei hierbei die ermittelten Reibungswerte zugrunde gelegt werden können. Wurde durch die vordefiniert ausgelöste Messbewegung eine große Bewegung durchgeführt, so ist die Kraft oder der Impuls, den der Pusher 5 auf die Flasche 3 ausüben muss, um die Uberfuhrungsbewegung auszulösen, relativ klein. Liegt jedoch eine hohe Reibung vor, so kann der Stößel des Pushers 5 eine den Reibungsverhältnissen angepaßte hohe Kraft bzw. ein hohen Impuls auf die Flasche 3 ausüben bzw. übertragen. Die Ansteuerung des Pushers 5 hierzu erfolgt mit dem Rechner oder der Schaltung 10.

Durch die beschriebene Verfahrensweise ist es möglich, die Flaschen mit der Uberfuhrungsbewegung 7 so auf dem
Plattenförderband zu positionieren, dass sie sich beim nach rechts gerichteten Auslaufen immer wohldefiniert neben dem rechts in Fig. 1 dargestellten Geländer befinden. Auch ein Anschlagen der Flaschen, die eine geringe Reibung aufweisen, gegen das untere Geländer 9 kann ausgeschlossen werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren, wie es mit der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung ausgeführt werden kann, wird wie folgt durchgeführt :

Die von links in linksbündiger Ausrichtung einlaufenden
Flaschen 3 werden mittels der Schanze 4d quer zu der
Transportrichtung ausgelenkt. Auch hier wiederum ist es so, dass die Flaschen 3 , die mit dem Plattenförderband eine kleine Reibung aufweisen, stark ausgelenkt werden, die
Flaschen 3 mit einer höheren Reibung dagegen weniger stark. Die Geschwindigkeit, mit der die Flaschen 3 auf die Schanze 4d treffen, d.h. die Fördergeschwindigkeit ist hierbei vorteilhafterweise bekannt bzw. wird gemessen, da die Stärke der Auslenkung der Flaschen 3 von der Auftreffgeschwindigkeit abhängen kann. Mittels des Sensors 4c wird die Stärke der Auslenkung, d. h. der Abstand 8 gemessen. Das Messergebnis wird an den Rechner oder die Schaltung 10 übermittelt.
Hieraus kann auf die Reibung zwischen der Flasche 3 und dem Plattenförderband 2 geschlossen werden. Mit dem Stößel des Pushers 5 kann anschließend eine Flasche, in dem in Fig. 2 unteren Bereich des Plattenförderbandes 2 überführt werden. Dazu wird der Pusher 5 von dem Rechner oder der Schaltung 10 in Abhängigkeit von dem Abstandsmessergebnis des
Abstandssensors 4c angesteuert. Die Flaschen, die nicht auf dem Plattenförderband 2 bewegt werden sollen, laufen in dem oberen Bereich des Plattenförderbandes nach rechts aus. Eine festinstallierte Schanze 4b hat den Vorteil, dass mit vergleichsweise zu Fig. 1 einfachen Mitteln die Messbewegung ausgelöst werden kann. Bei einer beweglichen Schanze 4b, d.

h. einer Schanze die zeitweise in den Bereich der Förderbahn der Flaschen auf dem Plattenförderband eingeführt wird, ist es möglich, nur diejenigen Flaschen einer Messbewegung zu unterziehen, die überführt werden sollen.

Das erfindungsgemäße Verfahren, wie es mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung aus Fig. 3 durchgeführt wird, besteht darin, mit dem Stößel eines Pushers 5 die
Uberfuhrungsbewegung 7 so auszulösen, dass die Flaschen 3 von dem obereren auf das unten dargestellte, separate Förderband 2 überführt werden. Statt des unten dargestellten
Förderbandes ist es auch möglich, die Flaschen von dem
Förderband herunterzustoßen und z. B. in einem
Sammelcontainer aufzufangen. Es ist aber auch denkbar, parallel zum Förderband 2 noch weitere Förderbänder
vorzusehen, so dass Flaschen durch unterschiedlich große Impulse beispielsweise nach Farben sortiert auf verschiedene Förderbänder gesteuert verschiebbar sind.