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1. WO1995008412 - FRAISE A PROFILER

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[ DE ]

Formfräser

Beschreibung

Die Erfindung betrifft einen Formfräser nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es sind Formfräser zur Herstellung von Schwalbenschwanznuten in nichtmetallischen Werkstoffen wie Holz oder Kunststoff bekannt, die einen Fräserschaft aufweisen, an dessen Ende Schneidkörper in regelmäßigen Winkelabständen zueinander angeordnet sind, welche jeweils eine Umfangsschneide und eine Stirnschneide aufweisen, wobei ein innerer U fangs-schneidenabschnitt mit kleinem Schnittradius im wesentlichen axial verläuft und ein schräger Umfangsschneidenab-schnitt den inneren Umfangsschneidenabschnitt mit der Stirnschneide, welche einen größeren Schneidradius aufweist, verbindet.

Die Zwischenräume zwischen den Schneidkörpern bilden die Spankammern des Formfräsers.

Derartige Formfräser dienen insbesondere dem nachträglichen Anbringen von Schwalbenschwanznuten in Fensterrahmen und -flügel, Türrahmen etc., wobei in diese Schwalbenschwanznu- ten Dichtungsprofile zur Abdichtung der Fenster oder Türen einschiebbar sind. Hierzu wird der Fräserschaft des Formfräsers in das Dreibackenfutter einer Handfräs- oder Bohrmaschine eingespannt, welche mittels einer geeigneten Führungsvorrichtung entlang einer Referenzkante des Rahmens oder Flügels geführt wird. Dabei dringt das vordere Ende des Formfräsers in das Holz- oder Kunststoffmaterial der Tür oder des Fensters ein und erzeugt in einem Arbeitsgang die Schwalbenschwanznut.

Der innere Umfangsschneidenabschnitt mit dem kleinen Schnittradius erzeugt den im Bereich der Oberfläche des zu bearbeiteten Gegenstandes liegenden schmalen Öffnungsspalt. Die schrägen Umfangsschneidenabschnitte erzeugen die schrägen Seitenflanken der Schwalbenschwanznut und die Stirnschneide erzeugt die Grundfläche der Schwalbenschwanznut.

Da der Formfräser in einer von Hand geführten Fräsmaschine eingespannt ist, welche mit einem geeigneten Anschlag gegen den zu bearbeitenden Gegenstand anliegt, ist darauf zu achten, daß beim Fräsvorgang keine zu großen Kräfte entstehen, welche den Fräser quer zur Vorschubrichtung oder aus der Ebene des zu bearbeitenden Gegenstandes herausdrücken können. Zu große Kräfte würden die Handhabung des Handfräsgerätes wesentlich erschweren und zu einem unregelmäßigen Verlauf der Schwalbenschwanznut führen.

Die bekannten Formfräser zur Herstellung von Schwalbenschwanznuten weisen zwei diametral gegenüberliegende Schneidkörper auf. Die beiden Schneidkörper haben eine relativ kleine Stirnfläche, so daß durch die Späne, die bei der Bearbeitung entstehen, nur eine geringe Kraft in axia- ler Richtung auf den Formfräser wirkt. Es besteht also nicht die Gefahr, daß der Formfräser aus der Ebene des zu bearbeitenden Gegenstandes herausgedrückt wird. Ein zweischneidiger Formfräser weist den wesentlichen Nachteil auf, daß jeweils nur eine Schneide im Eingriff mit dem Werkstoff des zu bearbeitenden Gegenstandes ist. Aus diesem Grund entstehen recht unregelmäßige Schnittkräfte und der zweischneidige Formfräser hat einen unruhigen Lauf. Weiterhin ist die Vorschubgeschwindigkeit des zweischneidigen Formfräsers relativ gering. Schließlich verschleißen die Schneiden des zweischneidigen Formfräsers recht schnell und ermöglichen nur die Bearbeitung von etwa 30 bis 40 m Holzwerkstoff.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Formfräser zu schaffen, der bei erhöhter Bearbeitungsgeschwindigkeit und Standfestigkeit einen ruhigeren Lauf aufweist, ohne daß beim Fräsvorgang unzulässig hohe Kräfte entstehen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Bei dem erfindungsgemäßen Formfräser sind am Ende des Fräserschaftes mindestens drei Schneidkörper angeordnet und die Stimschneiden weisen einen Winkel cq zur radialen Richtung des Formfräsers auf, so daß alle Stimschneiden im wesentlichen auf einer konkaven Kegelfläche liegen.

Die Stimschneiden weisen vorzugsweise einen Winkel cq von mindestens 5°, vorzugsweise 15°, zur radialen Richtung des Fräsers auf.

Bei einem Fräser mit mindestens drei Schneidkörpern befinden sich gleichzeitig mindestens zwei Schneiden im Eingriff mit dem zu bearbeitenden Werkstoff, so daß die Schwankungen der Schnittkräfte sehr gering sind. Da die drei Schneidkörper eine größere Stirnfläche als zwei Schneidkörper aufweisen, besteht die Gefahr, daß der Formfräser durch Bearbeitungsspäne, welche sich zwischen die Grundfläche insbesondere einer Schwalbenschwanznut und die Stirnfläche des Formfräsers legen, aus der Schwalbenschwanznut herausgedrückt wird. Diese Gefahr wird dadurch beseitigt, daß die Stirnschneiden um mindestens 5° und vorzugsweise 15° zur radialen Richtung des Formfräsers schräg nach innen in Richtung des Einspannendes des Fräserschaftes gestellt sind. Dadurch befinden sich nur die äußeren Spitzen der Stimschneiden im Kontakt mit dem zu bearbeitenden Werkstoff. Die inneren Bereiche der Stirnflächen liegen im wesentlichen auf einer konkaven Kegelfläche und geben ausreichend Raum für die Ablagerung und den Abtransport der Bearbeitungsspäne frei.

Der Formfräser weist einen erster U fangsschneidenabschnitt mit kleinem Schnittradius und mindestens einen zweiten Umfangsschneidenabschnitt zwischen den Stirnschneiden und dem ersten Umfangsschneidenabschnitt auf, wobei der zweite Umfangsschneidenabschnitt mindestens teilweise einen größeren Schnittradius aufweist als der erste Umfangsschneidenabschnitt.

Die Schneiden der zweiten U fangsschneidenabschnitte können sowohl in Richtung der Achse des Formfräsers oder im Winkel zu dieser verlaufen.

Vorzugsweise sind der Fräserschaft und die Schneidkörper einstückig miteinander verbunden. Der Formfräser kann wie ein Spiralbohrer aus einem stangenförmigen Rohling gefertigt werden.

Um ein Überhitzen der Stimschneiden, welche sich während der gesamten Bearbeitungsdauer in Kontakt mit der Grundfläche der Nut bzw. den zwischen der Grundfläche und der Stirnfläche abgelagerten Bearbeitungsspänen befinden, zu vermeiden, weisen die Stirnschneiden vorzugsweise einen Freiwinkel von mindestens 7° und vorzugsweise 15° auf. Hierdurch wird der Flächendruck zwischen den Stirnflächen der Schneidkörper und den Bearbeitungsspänen zusätzlich herabgesetzt und die Schneidkörper werden im Bereich der Stirnschneiden ausreichend gekühlt.

Der Freiwinkel der Umfangsschneiden beträgt vorzugsweise 30 bis 60°. Um eine ausreichende Kühlwirkung der Freiflächen der Umfangsschneiden zu erzeugen, können die Freiflächen abgewinkelt oder gewölbt verlaufen. Hierdurch ergibt sich ein kleiner Freiwinkel in unmittelbarer Nähe der' Umfangsschneiden und die Stabilität der Umfangsschneiden wird insbesondere im Eckbereich der Schneidkörper, in dem die Umfangsschneiden an die Stimschneiden grenzen, erhöht.Mit weiterem Abstand zu den Umfangsschneiden vergrößert sich der Freiwinkel und die Kühlung der Freiflächen wird erhöht.

Wie bei konventionellen Spiralbohrern für Handbohrmaschinen ist es auch bei dem erfindungsgemäßen Formfräser vorteilhaft, wenn der Radius des Fräsersschaftes mindestens so groß ist wie der Schnittradius der Sti schneiden. So kann, wie oben erwähnt, der erfindungsgemäße Formfräser aus einem stangenförmigen Metallkörper herausgearbeitet werden.

In diesem Fall ist es weiterhin möglich, beide Ende des Fräserschaftes mit Schneidkörpern zu versehen, so daß bei Verschleiß eines Endes des Formfräsers dieser gewendet werden kann und mit dem zweiten Fräserende weitergearbeitet werden kann. Die Umfangsschneiden und Stimschneiden der Schneidkörper, welche nicht aus der Kontur des Fräserschaftes herausragen, werden beim Einspannen des Fräserschaftes in ein Dreibackenfutter einer Handfräsmaschine nicht beschädigt.

Ein Formfräser, der zur Herstellung einer Schwalbenschwanz-nut in einem Fensterrahmen oder -flügel zum Anbringen eines Dichtungsprofils besonders geeignet ist, weist die folgenden Maße auf:

Durchmesser des Fräserschaftes: 6 mm
Schnittradius der Stirnschneiden: 3 mm
Schnittradius der inneren Umfangs- schneidenabschnitte: 1,4 mm
Winkel der schrägen Umfangsschneiden
zur axialen Richtung: 30°.

Hierdurch entsteht eine Schwalbenschwanznut mit einem etwa 2,8 mm breiten Öffnungsspalt und einer etwa 6 mm breiten Grundfläche. Die Tiefe der Schwalbenschwanznut ist abhängig von der Tiefe des Öffnungsspaltes. Die Tiefe des Öffnungsspaltes sollte nicht größer sein als 1 mm, so daß sich eine gesamte Nuttiefe von etwa 3 , 3 mm ergibt.

Um eine möglichst große Standzeit des Formfräsers zu verwirklichen, sollte er aus einem harten metallischen Werkstoff bestehen. Es eigenet sich beispielsweise Widia-Stahl, ein Hartmetall, z.B. K30 oder ein Sintermetall z.B. GT20. Dreischneidige Formfräser aus derartigen Werkstoffen weisen nahezu die doppelte Standzeit wie zweischneidige Formfräser auf.

Die harten Werkstoffe lassen sich durch Schleifmaschinen, beispielsweise CNC-Schleifmaschinen mit Diamantschleifscheiben, zur Ausbildung der Formfräser bearbeiten. Durch die vorteilhafte Formgebung des Formfräsers ist ein schnelles und kostengünstiges Herstellungsverfahren durch Formschleifen möglich. In einem ersten Arbeitsgang werden die mindestens drei Spankammern mit der Stirn- und der Umfangsflache einer Formschleifscheibe hergestellt. Anschließend werden die Freiflächen der Stimschneiden im Stirnschleifverfahren hergestellt. Der Freiwinkel der Freiflächen der Stimschneiden ist durch die Programmierung der CNC-Fräsmaschine genau einzuhalten. Abschließend werden mit einer FormschleifScheibe die Freiflächen der Umfangsschneiden erzeugt. Durch eine geeignete Führung der Formschleifscheibe läßt sich der gewünschte, gegebenenfalls gewölbte oder abgewinkelte Verlauf der Freiflächen der Umfangsschneiden erzeugen.

Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Formfräsers weist einen zusätzlichen Umfangsschneidenabschnitt auf, der bogenförmig verläuft. Dieser Formfräser dient insbesondere dem Anbringen der Schwalbenschwanznuten in rechtwinkligen Innenwinkeln einer Rahmen- oder Flügelfalz. Die Handfräsmaschine wird derart in der Falz geführt, daß die Achse des Fräswerkzeuges auf der Winkelhalbierenden des Innenwinkels liegt. Der Formfräser dringt soweit in den Werkstoff ein, daß er die Schwalbenschwanznut und zwei rechts und links der Schwalbenschwanznut liegende Freischnitte mit bogenförmigem Querschnitt erzeugt. Die Freischnitte werden von den in axialer Richtung des Fräsers oberhalb der inneren Umfangsschneidenabschnitte liegenden bogenförmigen Umfangsschneidenabschnitten erzeugt.

Die Dichtungsprofile aus Silikon, die durch die Schwalbenschwanznut gehalten werden sollen, weisen eine Schwalbenschwanzförmige Verankerung, die in die Schwalbenschwanznut eingedrückt wird, und einen schlauchförmigen Dichtkörper auf. Die bogenförmigen Freischnitte dienen der Aufnahme des an die Verankerung des Dichtungsprofils angrenzenden Bereiches des schlauchförmigen Dichtkörpers.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, die bisher dargelegten Merkmale, die für Fräser für rechtsdrehende Maschinen erläutert wurden, auch für linksdrehende Maschinen vorzusehen. Die Fräser unterscheiden 'sich dadurch, daß bei Fräsern für linksdrehende Maschinen die Schneidkörper und die Stirnschneiden spiegelbildlich gegenüber einem Fräser für rechtsdrehende Maschinen vorgesehen sind. Die Verwendung von Maschinen mit unterschiedlicher Drehrichtung ist insbesondere bei handgeführten Maschinen sinnvoll. Fräsarbeiten mit Hilfe von handgeführten Maschinen werden in der Regel unter Verwendung eines Anschlages durchgeführt. Befindet sich der Anschlag auf der rechten Seite der handgeführten Maschine, ist es zweckmäßig, eine rechtsdrehende Maschine mit einem entsprechenden Fräser zu verwenden. Durch den Fräsvorgang wird die Maschine dabei ständig gegen den Anschlag gedrückt, so daß sich eine glatte Nut erzeugen läßt, die dem Verlauf des Anschlags entspricht.

Wenn sich der Anschlag dagegen auf der linken Seite der Maschine befindet, besteht bei einem rechtsdrehenden Fräser die Gefahr, daß dieser vom Anschlag wegbewegt wird. Durch ständigen Gegendruck gegen die Maschine läßt sich zwar auch in diesem Fall eine Nut erzeugen, die dem Anschlag folgt. Jedoch weist die Wandung der Nut eine leichte Wellenform auf. Wird in diesem Fall ein linksdrehender Fräser verwendet, ergeben sich die gleichen Vorteile, wie sie für den rechtsdrehenden Fräser bei Vorliegen eines rechten Anschlages genannt wurden.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nun folgenden Zeichnungsbeschreibung.

Die Zeichnungen zeigen in:

Figur 1: die Seitenansicht eines Endes des erfindungsgemäßen Formfräsers,

Figur 2: die Draufsicht auf den Formfräser aus Figur
1,

Figur 3: den gesamten Formfräser in Seitenansicht,

Figur 4: ein Ende des Formfräsers im Eingriff mit
dem zu bearbeitenden Gegenstand, Figur 5: eine Draufsicht gemäß Figur 2, mit alternativen Verläufen der Freiflächen der Umfangsschneiden

Figur 6: eine alternative Ausführungsform des Formfräsers im Eingriff mit dem zu bearbeitenden Gegenstand,

Figur 7: die Seitenansicht des Formfraserendes mit
schräg nach innen verlaufenden Umfangsschneiden,

Figur 8:die Draufsicht auf den Formfrä
nach Figur 7,

Figur 9 : die Seitenansicht des Formfraserendes mit
parallel zur Achse des Formfräsers verlaufenden Umfangsschneiden,

Figur 10: die Draufsicht auf den Formfräser nach
Figur 9,

Figur 11: eine Teilansicht des Formfraserendes mit
parallel zur Achse des Formfräsers verlaufenden U fangsscheiden,

Figur 12: eine Teilansicht des Formfraserendes mit
abgesetzten schrägen Umfangsschneiden.

Figur 13 die Seitenansicht eines Endes des erfindungsgemäßen Formfräsers für linksdrehende
Maschinen für die Herstellung von Schwalbenschwanznuten;

Figur 14 die Draufsicht auf den Formfräser gemäß
Figur 13,

Figur 15 die Seitenansicht eines Endes des Formfräsers für linksdrehende Maschinen mit schräg
nach innen verlaufenden Umfangsschneiden;

Figur 16 die Draufsicht auf den Formfräser nach
Figur 15,

Figur 17 die Seitenansicht eines Endes des Formfräsers für linkslaufende Maschinen mit parallel
zur Achse des Formfräsers verlaufenden Umfangsschneiden;

Figur 18 die Draufsicht auf den Formfräser nach
Figur 17.

Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Formfräser besteht aus einem runden Fräserschaft 1 und drei aus dem Material des Fräserschaftes 1 herausgearbeiteten Schneidkörpern 2. In Draufsicht sind drei im wesentlichen in axialer Richtung verlaufende Flächen der Schneidkörper zu erkennen, nämlich die Spanfläche 3 und die Freifläche 4 der Umfangsschneide 5 sowie die Rückfläche 6 des Schneidkörpers 2. Die Spanfläche 3 der Umfangsschneide 5 und die Rückfläche 6 des angrenzenden Spankörpers 2 bilden eine Spankammer des Formfräsers.

Die Umfangsschneide 5 setzt sich zusammen aus einem inneren Umfangsschneidenabschnitt 5' und einem schrägen Umfangsschneidenabschnitt 5 ' ' . Der Winkel zwischen dem schrägen Umfangsschneidenabschnitt 5 ' ' und der axialen Richtung des Formfräsers beträgt 30°.

An die Enden der schrägen Umfangsschneidenabschnitte 5' ' schließen sich die Stimschneiden 7 an und verlaufen auf die Achse des Formfräsers zu. In der linken Hälfte von Figur 1 ist der Verlauf der Stirnschneide 7 zu erkennen. Sie weist einen Winkel cq von 15° zur radialen Richtung des Formfräsers auf, so daß alle drei Stimschneiden 7 auf einer konkaven Kegelfläche liegen. Innerhalb dieser konkaven Kegelfläche verbleibt genug Raum für die Ablagerung und den Abtransport der Bearbeitungsspäne bei der Herstellung der Schwalbenschwanznuten.

Der Spanwinkel der Umfangsschneide 5 und der Stirnschneide 7 beträgt 0°, so daß Stirnschneide 7, die Umfangsschneide 5 und die beiden Schneiden gemeinsame Spanfläche 3 ' in einer Ebene liegen.

Die Stirnflächen der Schneidkörper bilden die Freiflächen 8 der Stimschneiden 7. Der in der rechten Hälfte der Figur 1 eingezeichnete Freiwinkel α-2 der Stirnschneiden 7 beträgt 15°. Der Freiwinkel 0:3 der Umfangsschneiden, der in Figur 2 erkennbar ist, beträgt 45°.

In der Figur 3 ist der gesamte Formfräser zu erkennen. Da der maximale Schnittradius des Formfräsers, d.h. der Schnittradius der Stimschneiden 7, kleiner ist als der Radius des Fräserschaftes 1, ist es möglich, an beiden Enden des Fräserschaftes 1 ein Fräswerkzeug anzubringen. Beim Einspannen des Fräserschaftes 1 kann dieses Fräswerkzeug nicht durch das Einspannfutter beschädigt werden.

Sämtliche Darstellungen des Fräswerkzeuges in den Zeichnungen sind vergrößert. Insbesondere zur bestimmungsgemäßen Herstellung der Schwalbenschwanznuten in Tür- oder Fensterrahmen bzw. -flügein weist das erfindungsgemäße Fräswerkzeug eine Länge von etwa 60 mm und einen Durchmesser von etwa 6 mm auf. Die Tiefe der mit einem derartigen Fräswerkzeug hergestellten Schwalbenschwanznut beträgt weniger als 4 mm.

In der Figur 4 ist ein erfindungsgemäßes Fräswerkzeug im Eingriff mit dem zu bearbeitenden Werkstoff 9 dargestellt. Der innere Umfangsschneidenabschnitt 5' erzeugt den schmalen Öffnungsspalt 10 der Schwalbenschwanznut. Der schräge Umfangsschneidenabschnitt 5'' erzeugt die Seitenflanken 11 der Schwalbenschwanznut und die Spitzen der Stirnschneiden 7 erzeugen die Grundfläche 12 der Schwalbenschwanznut.

Die Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Formfräser, in die alternative Verläufe der Freiflächen der Umfangsschneiden 5 eingezeichnet sind. Eine strich-punkti-erte Linie deutet einen gekrümmten Verlauf 13 der rechten Umfangsschneide an. Die untere Umfangsschneide weist entlang der strich-doppelpunktierten Linie einen abgewinkelten Verlauf 14 auf. Selbstverständlich müssen die Freiflächen an allen Schneidkörpern 2 eines Formfräsers den gleichen Verlauf aufweisen, da die Umfangsschneiden 5 sonst unterschiedliche Schneid- und Verschleißeigenschaften haben.

Durch den gekrümmten Verlauf 13 und den abgewinkelten Verlauf 14 der Freifläche ist der Freiwinkel im Bereich nahe der Umfangsschneide 5 klein und nimmt im entfernteren Bereich zu. Durch den kleineren Freiwinkel im vorderen Bereich erhält die Umfangsschneide 5 eine größer Stabilität. Durch den größeren Freiwinkel im hinteren Bereich ist eine ausreichende Schneidenkühlung gewährleistet.

In der Figur 6 ist eine alternative Ausführungsform des Formfräsers dargestellt. An die inneren Umfangsschneidenabschnitte 5' schließt sich in axialer Richtung nach oben je ein bogenförmiger Umfangsschneidenabschnitt 5'" an.

Die alternative Ausführungsform des Formfräsers dient dem Einfräsen einer Schwalbenschwanznut in den rechtwinkligen Innenwinkel eines Werkstückes, beispielsweise die Falz eines Rahmen- oder Flügelprofils 15. Durch den oberen bogenförmigen Umfangsschneidenabschnitt 5 ' ' ' werden in den seitlich an den schmalen Öffnungsspalt 10 grenzenden Bereichen des zu bearbeitenden Materials bogenförmige Freischnitte 16 erzeugt. Die bogenförmigen Freischnitte 16 dienen der Aufnahme der unteren Bereiche schlauchförmiger Dichtungsprofile, die eine εchwalbenschwanzförmige Verankerung aufweisen, welche in die Schwalbenschwanznut einfügbar ist.

Der in den Figuren 7 und 8 dargestellte Formfräser ist für die Herstellung einer Nut vorgesehen, die V-förmig ist, wobei der Nutgrund flach ist. Auch dieser Formfräser weist einen inneren Umfangsschneidenabschnitt 5, ' einen schrägen Umfangsschneidenabschnitt 5' ' und Stimschneiden 7 auf. Der innere Umfangsschneidenabschnitt 5" erzeugt auch bei diesem Fräser einen schmalen Öffnungsspalt der Nut. Der schräge Umfangsschneidenabschnitt 5" erzeugt die Seitenflanken der V-förmigen Nut und die Spitzen der Stimschneiden 7 erzeugen die Grundfläche der Nut.

In den Figuren 9, 10 und 11 sind erfindungsgemäße Formfräser zur Erzeugung einer Nut mit parallelen Seitenflanken dargestellt. Der Unterschied des in den Figuren 9 und 10 einerseits und der Figur 11 andererseits dargestellten Fräsers besteht darin, daß mit dem ersteren eine Nut mit einem schmalen Öffnungsspalt wie in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen hergestellt wird, während mit dem letzteren mittels eines durchgehenden Umfangsschneidenab-schnittes 17 eine Nut mit durchgehenden Seitenflanken erzeugt wird.

Mit dem in der Figur 12 dargestellten erfindungsgemäßen Formfräser kann eine Nut mit einem sogen. Tannenbaumquerschnitt hergestellt werden. Hierzu sind zwischen dem inneren Umfangsschneidenabschnitt 5' und den Stirnschneiden 7, von denen in der Figur 12 nur eine dargestellt ist, zwei Umfangsschneidenabschnitte 18', 18 " vorgesehen. Entsprechend dem vorgesehenen Verwendungszweck der Nut ist es selbstverständlich auch möglich, mehr als zwei Umfangsschneidenabschnitte, z.B. drei oder auch vier, vorzusehen.

Der in den Figuren 13 und 14 dargestellte Formfräser für linkslaufende Maschinen besteht, wie der Formfräser für rechtslaufende Maschinen aus einem runden Fräserschaft 21 und drei aus dem Material des Fräserschaftes 21 herausgearbeiteten Schneidkörpern 22. In Draufsicht sind drei im wesentlichen in axialer Richtung verlaufende Flächen der Schneidkörper zu erkennen, nämlich die Spanfläche 23 und die Freifläche 24 der Umfangsschneide 25 sowie die Rückfläche 26 des Schneidkörpers 22. Die Spanfläche 23 der Umfangsschneide 25 und die Rückfläche 26 des angrenzenden Schneidkörpers 22 bilden eine Spankammer des Formfräsers. Die Umfangsschneide 25 setzt sich zusammen aus einem inneren Umfangsschneidenabschnitt 25' und einem schrägen Umfangsschneidenabschnitt 25". Der Winkel zwischen dem schrägen Umfangsschneidenabschnitt 25'' und der axialen Richtung des Formfräsers beträgt 30°.

An den Enden der schrägen Umfangsschneidenabschnitte 25'' schließen sich die Stirnschneiden 27 an und verlaufen auf die Achse des Formfräsers zu. In der rechten Hälfte der Figur 1 ist der Verlauf der Stimschneide 27 zu erkennen. Sie weist einen Winkel zur radialen Richtung des Formfräsers auf, so daß alle drei Stimschneiden 27 auf einer konkaven Kegelfläche liegen. Die Stirnflächen der Schneidkörper bilden die Freiflächen 28 der Stimschneiden 27.

Sämtliche Darstellungen des Fräswerkzeuges in den Zeichnungen sind vergrößert. Insbesondere zur bestimmungsgemäßen Herstellung der Schwalbenschwanznuten in Tür-oder Fensterrahmen bzw. -flügein weist der erfindungsgemäße Fräser eine Länge von etwa 60 mm und einen Durchmesser von etwa 6 mm auf.

Der in den Figuren 15 und 16 dargestellte Formfräser ist für die Herstellung einer Nut vorgesehen, die V-förmig ist, wobei der Nutgrund flach ist. Auch dieser Formfräser weist einen inneren Umfangsschneidenabschnitt 25', einen schrägen Umfangsschneidenabschnitt 25" und Stirnschneiden 27 auf. Der innere Umfangsschneidenabschnitt 25' erzeugt auch bei diesem Fräser einen schmalen Öffnungsspalt der Nut. Der schräge Umfangsschneidenabschnitt 25'' erzeugt die Seitenflanken der V-förmigen Nut und die Spitzen der Stirnschneiden 27 erzeugen die Grundfläche der Nut.

In den Figuren 17 und 18 ist ein erfindungsgemäßer Formfräser zur Erzeugung einer Nut mit parallelen Seitenflanken dargestellt. Mit diesem wird wie bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen eine Nut mit einem schmalen Öffnungsspalt hergestellt. Auch dieser Fräser weist einen inneren Umfangssschneidenabschnitt 25'auf. Anstelle der schrägen Umfangsschneidenabschnitte 25'' der vorhergehenden Ausführungsbeispiele ist bei diesem Ausführungsbeispiel ein äußerer Umfangsschneidenabschnitt 25'" vorgesehen, der parallel zur Fräserachse verläuft.

Die Erfindungsbeschreibung und die Zeichnungen beziehen sich auf bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Es wird angemerkt, daß Änderungen und Variationen durch einen Fachmann möglich sind, ohne den Schutzbereich der Erfindung gemäß der Ansprüche zu verlassen. Insbesondere ist der erfindungsgemäße Formfräser auch vorteilhaft bei der Her- Stellung von Schwalbenschwanznuten oder Nuten mit anderen Formen mit anderen als den beschriebenen Werkzeugmaschinen in anderen als den beschriebenen Werkstoffen geeignet.