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1. WO2016116230 - PROCÉDÉ DE FABRICATION D'UN ÉLÉMENT TRICOTÉ, EN PARTICULIER D’UN BANDAGE ET ÉLÉMENT TRICOTÉ

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[ DE ]

Verfahren zur Herstellung eines Gestrickteils, insbesondere einer Bandage, sowie Gestrickteil

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Gestrickteils,

insbesondere einer Bandage, auf einer Strickmaschine mit zwei sich

gegenüberliegenden Nadelbetten und einer Maschentransfereinrichtung.

Gestrickteile werden üblicherweise auf Strickmaschinen gefertigt, wobei als Strickmaschinen entweder Flachstrickmaschinen oder Rundstrickmaschinen zum Einsatz kommen. Jede RR-Strickmaschine weist mindestens zwei sich

gegenüberliegende Nadelbetten auf, bei einer Flachstrickmaschine als vorderes und hinteres Nadelbett bezeichnet, bei einer Rundstrickmaschine als Zylinder (vorderes Nadelbett) und Rippscheibe (hinteres Nadelbett). Unabhängig davon werden mit den Fadenführern und den Nadeln der jeweiligen Nadelbetten der Strickmaschine der oder die Fäden geführt und der Gestrickkörper gestrickt.

Mit derartigen Maschinen können verschiedenartige Fäden verarbeitet werden. Neben üblichen, das Grundgestrick bildenden Fäden werden in bestimmten Anwendungsfällen auch elastische Fäden verarbeitet, die dem Gestrickteil eine Dehnbarkeit verleihen. Beispielsweise wird ein solcher elastischer Faden beim Stricken eines Bündchens verarbeitet, oder beim Stricken eines körperbetonten Gestrickteils, das sich am Körper des Trägers anlegt. Ein solcher elastischer Faden weist eine hohe Dehnbarkeit und eine hohe Rücksprungkraft auf, wobei zumeist Silikon- oder Elastomerfäden verarbeitet werden.

Häufig ist es aber auch gewünscht, dass ein Gestrickteil zumindest

abschnittsweise an der linken Warenseite, also der beim Tragen zum Träger respektive zur Haut gerichteten Seite, eine leichte Haftschicht aufweist, die ein Rutschen des Gestrickteils verhindert. Um einen solchen Gestrickteilabschnitt vorzusehen ist es üblich, ein zusätzliches Haftband an- oder aufzunähen, das zumeist aus einer textilen Fläche besteht, die mit einer Haftbeschichtung, beispielsweise aus Silikon belegt ist. Alternativ ist es auch bekannt, unmittelbar auf das Grundgestrick Applikationen beispielsweise aus Silikon durch Drucken oder Kleben etc. aufzubringen. Diese Möglichkeiten sind jedoch aufwändig, da zusätzliche Teile hergestellt respektive an- oder aufgenäht respektive appliziert werden müssen.

Der Erfindung liegt damit das Problem zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines Gestrickteils anzugeben, das die Möglichkeit zur Ausbildung eines unmittelbar gestrickteilseitig gegebenen Haftbereichs bietet.

Zur Lösung dieses Problems ist bei einem Verfahren zur Herstellung eines Gestrickteils, insbesondere einer Bandage, auf einer Strickmaschine mit zwei sich gegenüberliegenden Nadelbetten und einer Maschentransfereinrichtung vorgesehen, dies durch folgende Schritte zu realisieren:

a) Stricken eines Grundgestricks auf beiden Nadelbetten,

b) Umhängen einzelner, auf voneinander beabstandeten Nadeln der die linke Warenseite bildenden Maschenreihe des ersten Nadelbetts hängender

Maschen des Grundgestricks auf gegenüberliegende leere Nadeln des zweiten Nadelbetts,

c) Abstricken von mit Fang oder Masche belegten, zu infolge des Umhängens unbelegten Nadeln benachbarten Nadeln des ersten Nadelbetts mittels eines elastischen Fadens unter Bildung einer Flottung,

d) Zurückhängen der zuvor umgehängten Maschen auf die früheren Nadeln, e) Abstricken der zurückgehängten Maschen und der aus dem elastischen Faden gestrickten Maschen mit dem das Grundgestrick bildenden Faden.

Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht quasi das„Einstricken" eines „Haftbereichs", das heißt, dass ein definierter Haftbereich allein durch

entsprechendes Stricken gebildet wird. Hierzu wird zunächst unter Verwendung eines ersten Fadens das Grundgestrick gebildet, in dem auf beiden Nadelreihen gemäß der entsprechenden vorgegebenen Strickbindung gestrickt wird.

Um nun den„Haftbereich" zu stricken werden im nächsten Schritt gezielt Maschen von einem Nadelbett auf Nadeln des anderen Nadelbetts gehängt. Konkret werden einzelne, voneinander beabstandete Maschen der die linke Warenseite, also die Gestrickinnenseite bildenden Maschenreihe des Grundgestricks auf gegenüberliegende leere Nadeln des anderen zweiten Nadelbetts umgehängt. Dies geschieht mittels einer entsprechenden Maschentransfereinrichtung der Strickmaschine. Je nach der gestrickten Bindung wird, wie beispielsweise bei einer 2 x 1 -Patentbindung, jede 2. Masche (= 3. Nadel) umgehängt.

Im nun folgenden Schritt werden die von mit Fang oder Masche des

Grundgestrick-Fadens belegten, zu den infolge des Umhängens unbelegten Nadeln des die linke Warenseite bildenden ersten Nadelbetts mittels eines elastischen Fadens unter Bildung einer Flottung mit Masche abgestrickt. Der elastische Faden wird also auf denjenigen Nadeln, die rechts oder/und links einer nunmehr leeren Nadel, weil zuvor umgehängten Masche, liegen, mit einer Masche abgestrickt. Der elastische Faden erstreckt sich dann mit jeweils einer Flottung von Masche zu Masche, wobei sich die Flottung beispielsweise bei einer 2 x 1 -Patentbindung über zwei Nadeln erstreckt, jedoch jegliche denkbare

Kombinationen möglich sind.

Sodann werden im nächsten Schritt die zuvor umgehängten Maschen des

Grundgestricks mittels der Maschentransfereinrichtung auf ihre früheren Nadeln zurückgehängt. Dieses Zurückhängen erfolgt quasi gegen die Flottung.

Im letzten Schritt werden die zurückgehängten Maschen und die aus dem elastischen Faden gestrickten Maschen mit dem das Grundgestrick bildenden Faden abgestrickt, wonach die Schritte b - e (Rapport) solange fortgesetzt bzw. wiederholt werden können, bis der„Haftbereich" die gewünschte Breite aufweist und fertiggestrickt ist. Daran kann sich ein Gestrick beliebiger Bindung

anschließen, oder das Gestrick kann mit dem Abstricken gemäß Schritt e) enden. Je öfter der Rapport, also die Schritte b) - e) wiederholt werden, umso breiter wird der gestrickte„Haftbereich". Ein schmaler„Haftbereich" kann theoretisch durch einmaliges Durchführen der Schritte b) - e), also nur eine Maschenreihe gebildet werden.

Durch das Umhängen der Maschen, das Stricken des elastischen Fadens auf Nadeln des die linke Warenseite strickenden Nadelbetts mit Flottung sowie das Zurückhängen wird erreicht, dass durch die Flottung die zurückgehängten

Maschen respektive die Maschen, die im Bereich der Flottung mit dem textilen Grundgestrick-Faden gestrickt werden, durch die Rückstellkraft des elastischen Fadens in das Gestrick gedrückt werden. Demgegenüber liegen die mit dem elastischen Faden auf der ersten Nadelreihe gestrickten Maschen quasi erhaben, so dass der elastische Faden an der linken Warenseite respektive der

Gestrickinnenseite hervortritt. Das Hervortreten des elastischen Fadens wird insbesondere unterstützt, wenn die Nadel, auf der eine Masche des elastischen Fadens abgestrickt wird, zuvor mit einem Fang belegt ist. Denn der Fang vergrößert quasi das Fadenvolumen, so dass die Masche aus dem elastischen Faden noch etwas weiter hervorsteht.

Auf diese Weise wird also sichergestellt, dass einerseits unmittelbar an der Warenseite, die hautseitig aufliegt, hinreichend viel Material an elastischem Faden vorhanden ist, so dass die leicht haftende Eigenschaft des elastischen Fadens, beispielsweise eines Silikon- oder Elastanfadens, ausgenutzt werden kann, um eine gute Haftung zur Haut des Trägers sicherzustellen. Gleichzeitig sind benachbarte Maschen, gebildet durch den textilen Strickfaden, durch die Flottung des elastischen Fadens in das Gestrickinnere gedrückt, liegen also nicht hautseitig an und reduzieren demzufolge das Haftvermögen des eingestrickten„Haftbandes" nicht. Hierüber ist sichergestellt, dass ein sehr guter Haftkontakt erreicht werden kann, allein durch entsprechendes Einstricken des elastischen Fadens in der beschriebenen Weise. Es ist nicht mehr erforderlich, zur Bildung des Haftbereichs ein zusätzliches Haftband oder dergleichen vorzusehen.

Bevorzugt werden die Nadeln, die mit dem elastischen Faden mit Masche abgestrickt werden, zuvor nur mit einem Fang belegt, der wie beschrieben keine eigene Masche bildet sondern lediglich das„Fadenvolumen" an der Nadel vergrößert, was dazu führt, dass der elastische Faden noch etwas weiter aus der Gestrickebene hervortritt. Dies führt ferner dazu, dass von Maschenreihe zu Maschenreihe stets der elastische Faden prominent hervortritt. Gleichwohl könnte die Nadel auch mit einer Masche aus dem textilen Grundgestrick-Faden belegt sein. In diesem Fall würde sich quasi von Maschenreihe zu Maschenreihe der textile Faden und der elastische Faden maschenmäßig abwechseln. In

Gestricklängsrichtung gesehen bedeutet die Belegung mit dem Fang, dass sich quasi eine geschlossene Linie (Maschenstäbchen) aus elastischen

Fadenmaschen an der Gestrickinnenseite ausbildet, während bei Belegung mit einer textilen Masche aus dem Grundgestrickfaden von Maschenreihe zu

Maschenreihe ein Wechsel aus textilem Faden und elastischem Faden in

Gestricklängsrichtung gesehen gegeben wäre.

In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass zwischen zwei umgehängten Maschen wenigstens eine, vorzugsweise wenigstens zwei Nadeln liegen. Je nachdem, wie viele Nadeln dazwischenliegen, ist die Länge der Flottung und folglich der Abstand der in Gestrickquerrichtung gesehenen„Haftreihen" aus elastischen Fadenmaschen.

Wie beschrieben wird im letzten Schritt einer solchen Strickbindung mit dem Grundgestrick-Faden abgestrickt. Dies kann derart erfolgen, dass die mit dem elastischen Faden abgestrickten Nadeln entweder mit Fang oder mit Masche abgestrickt werden, während die Nadeln mit den zurückgehängten Maschen mit Masche abgestrickt werden. Der Unterschied, ob ein Fang oder eine Masche abgestrickt wird in Bezug auf das Hervortreten der elastischen Fadenmaschen ist bereits oben erläutert. Die Nadeln mit den zurückgehängten Maschen werden vorzugsweise mit Masche abgestrickt, da diese Masche im nächsten

Verfahrensdurchgang wiederum umgehängt und dadurch ein problemloser Ablauf gewährleistet wird. Bei geeignetem Fadenmaterial ist auch der tourenmäßige Einsatz der Bindungselemente Flottung und/oder Fang auf dieser Nadel denkbar. Zweckmäßig ist es, wenn beim Abstricken gemäß dem letzten Schritt mit dem das Grundgestrick bildenden Faden auch die Maschen des gegenüberliegenden Nadelbetts abgestrickt werden.

Denkbar ist es, jeweils nur eine Nadel mit dem elastischen Faden abzustricken. Das heißt, dass jede Flottung von einer einzelnen Masche zur nächsten einzelnen Masche läuft. Alternativ ist es auch denkbar, dass zwei nebeneinander liegende Nadeln mit dem elastischen Faden abgestrickt werden. In diesem Fall wären beide Nadeln mit Fang oder Masche des Grundgestricks belegt. Insgesamt ergeben sich dann breitere Reihen, gesehen in Gestrickquerichtung, aus elastischem Faden.

In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Maschen mustermäßig verteilt über die gesamte Breite des Grundgestricks umgehängt werden. Alternativ ist es denkbar, die Maschen nur in einzelnen Bereichen des Grundgestricks umzuhängen. Dies ermöglicht es, die hervortretenden Reihen oder Bereiche aus elastischem Faden nur partiell auszubilden, so dass die Haftwirkung nur partiell zur Geltung kommt, beispielsweise um problemlos über diesen Bereich nähen zu können bzw. die Haftwirkung lokal einzugrenzen etc. In Bereichen, in denen kein Umhängen erfolgt, ergibt sich folglich keine Flottung, die die Maschen, gestrickt mit dem Grundgestrick-Faden zurückhalten könnte respektive ins

Gestrickinnere drücken würde. Vielmehr treten in diesen nicht umgehängten Bereichen die Strickmaschen hervor und bilden die Gestrickinnenseite. Eine nennenswerte Haftwirkung ist in diesem Bereich nicht gegeben. Die Maschen, gestrickt mit dem elastischen Faden, treten zurück, sie ziehen sich in das Gestrick, die Haftwirkung nimmt in diesem Bereich damit zwangsläufig ab. Das heißt, dass mustermäßig verteilt umgehängt werden kann, und/oder blockweise, um nur partiell das„Haftband" einzustricken.

Als elastischer Faden wird bevorzugt ein Silikon- oder Elastanfaden verwendet. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, wenn die Strickmaschine entsprechend konfiguriert ist, mit„nackten", also unumwundenen Silikon- oder Elastanfäden zu arbeiten. Bevorzugt jedoch wird ein mit einem in einem Fluid löslichen,

insbesondere wasserlöslichen Umwindefaden umwundener elastischer Faden verwendet. Ein solcher Umwindefaden reduziert die Reibung des ansonsten leicht haftenden Silikon- oder Elastanmaterials an den maschenbildenden Elementen (Nadel, Fadenführer etc.) und der Fadenzuführung (Fournisseur, Fadenspanner, Fadenbremse etec). Beispielsweise wird ein Umwindefaden aus„Solvron®" verwendet, der wasserlöslich ist. Das heißt, dass das Gestrickteil nach dem

Stricken gewaschen werden muss, was dazu führt, dass sich der wasserlösliche

Umwindefaden auflöst und die haftenden Eigenschaften des Silikon- oder

Elastanfaden voll zur Wirkung kommen.

Schließlich ist es denkbar, vor oder nach dem Abstricken mit dem elastischen Faden einen elastischen Schussfaden einzulegen. Dieser Schussfaden, der beispielsweise dann eingelegt werden kann, wenn ein kompressives Gestrickteil gestrickt werden soll, beeinträchtigt die Funktion des„gestrickten Haftbandes" in keiner Weise.

Neben dem Verfahren betrifft die Erfindung ferner ein Gestrickteil, insbesondere in Form einer Bandage, hergestellt nach dem Verfahren der vorbeschriebenen Art.

Ein erfindungsgemäßes Strickteil, insbesondere eine Bandage, besteht aus einem das Grundgestrick bildenden Faden und einem zumindest abschnittsweise eingestrickten elastischen Faden, wobei der elastische Faden in zumindest einem Teil der im Gestrickquerrichtung verlaufenden Maschenreihen an der linken Warenseite erhaben ist und benachbarte Maschen des Grundgestrick-Fadens durch die Flottung des elastischen Fadens in das Gestrickinnere gedrückt sind.

Das Grundgestrick ist dabei bevorzugt mit einer 2 x 1 Patentbindung gestrickt. Die insbesondere in den folgenden Figuren dargestellte Bindung in Fadenlauf (Fig. 1 ) und Maschenbild (Fig. 2) eines 2 x 1 -Patents dient jedoch nur als ein Beispiel, weitere Bindungsvarianten auf Basis der vorgestellten Funktionsweise

(Hervorheben von Maschen gestrickt mit elastischen Fäden und Zurückdrängen der Maschen gestrickt mit klassischem Fadenmaterial durch Flottung des elastischen Fadens) sind selbstverständlich möglich.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem im

Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:

Fig. 1 ein Diagramm zur Darstellung des Fadenverlaufs zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens, und

Fig. 2 eine Darstellung des Maschenbildes der linken, zum Körper gewandten Warenseite eines erfindungsgemäße Gestrickteils.

Fig. 1 zeigt in Form von fünf Teildiagrammen a) - e) den Fadenverlauf der unterschiedlichen, ein erfindungsgemäßes Gestrickteil bildenden Fäden.

Gestrickt wird angenommenermaßen auf einer Flachstrickmaschine, die ein hinteres Nadelbett 1 und ein vorderes Nadelbett 2 aufweist. Gestrickt wird zum einen mit einem klassischen, das Grundgestrick bildenden Strickfaden 3

beispielsweise aus Wolle, Baumwolle, Polyamid, Viskose, Polyester, Polyacryl etc. Ferner wird mit einem elastischen Faden 4 gestrickt, beispielsweise einem Silikonoder Elastanfaden, der gegebenenfalls mit einem wasserlöslichen Umwindefaden versehen ist.

Diagramm a) zeigt die Ausgangsposition und die Versatzgrundposition. Auf dem hinteren Nadelbett 1 wird die linke Warenseite, also die Gestrickinnenseite, die dem Träger zugewandt ist, gestrickt, während auf dem vorderen Nadelbett 2 die Gestrickaußenseite gestrickt wird.

Jedes Nadelbett 1 , 2 verfügt über eine Vielzahl einzelner Nadeln 5, 6, die je nach der zu strickenden Bindungstechnik entsprechend mit Maschen oder Fang belegt oder unbelegt sind. Im gezeigten Beispiel sei angenommen, dass eine 2 x 1 -Patentbindung gestrickt wird. Ersichtlich läuft der Grundgestrick-Faden 3 sowohl um Nadeln 5 des hinteren Nadelbetts als auch Nadeln 6 des vorderen Nadelbetts. Im gezeigten Beispiel sind jeweils die Nadeln 5a des hinteren Nadelbetts mit einem Fang 7 des Grundgestrick-Fadens belegt, während die Nadeln 5b des hinteren Nadelbetts mit einer Masche 8 belegt sind. Die verbleibenden Nadeln 5c sind nicht belegt.

Auf dem vorderen Nadelbett 2 sind die Nadeln 6a jeweils mit einer Masche 9 des Grundgestrick-Fadens belegt, während die Nadeln 6b frei sind.

Im nächsten Schritt, siehe Diagramm b), das den Rapportbeginn zeigt, werden die Maschen 8 von den Nadeln 5b des hinteren Nadelbetts 1 auf die Nadeln 6b des vorderen Nadelbetts umgehängt. Sie befinden sich nun also auf dem vorderen Nadelbett 2.

Im nächsten Schritt gemäß Diagramm c) wird der elastische Faden 4 gestrickt. Hierzu werden auf den Nadeln 5a mit dem Fang 7 jeweils Maschen 10 abgestrickt, wie das Diagramm c) deutlich zeigt. Ansonsten liegt der elastische Faden 4 flott, das heißt, dass zwischen zwei Maschen 10 jeweils eine Flottung 1 1 gegeben ist. Diese Flottung 1 1 erstreckt sich bei der hier gezeigten 2 x 1 -Patentbindung über zwei nun aufgrund des Umhängens der Maschen 8 leere Nadeln 5b und 5c.

Im nächsten im Diagramm d) gezeigten Schritt werden die zuvor umgehängten Maschen 8 von den Nadeln 6b wieder auf die Nadeln 5b des hinteren Nadelbetts 1 umgehängt. Dieses Umhängen erfolgt quasi gegen den flottliegenden elastischen Faden 4, der gemäß Schritt c) am ersten respektive hinteren Nadelbett 1 abgestrickt ist.

Im letzten Schritt gemäß Diagramm e) wird nun erneut der textile Grundgestrick-Faden 3 gestrickt, wobei mit ihm wiederum dieselben Nadeln 5a mit einem Fang 7 bzw. 5b mit einer Masche 8 bzw. 6a mit einer Masche 9 abgestrickt werden, wie zur Versatzgrundposition gemäß Diagramm a) gezeigt. Das heißt, dass das Diagramm e) letztlich das Rapportende darstellt, gleichzeitig aber auch die

Ausgangssituation für den Rapportbeginn gemäß Diagramm b).

Die Schritte gemäß der Diagramme b) - e), die den erfindungsgemäßen

Verfahrensschritten b) - e) entsprechen, und die den Rapport darstellen, können nun beliebig oft wiederholt werden. Je öfter sie wiederholt werden, umso breiter wird der gestrickte„Haftbereich". Ein schmaler Haftbereich kann auch nur durch eine solche Maschenreihe gebildet werden. Der Abschluss kann durch das

Abstricken gemäß Schritt e) erfolgen, oder es kann sich ein beliebiger weiterer Gestrickabschnitt mit beliebiger Bindung anschließen.

Durch das Umhängen der Maschen 8 befindet sich die jeweils umgehängte Masche beim Stricken des elastischen Fadens 4 in Bezug zu der linken

Warenseite, also der die Gestrickinnenseite bildenden Maschenreihe des hinteren Nadelbetts 1 zum Gestrickinneren versetzt. Das heißt, dass die Flottung 1 1 des elastischen Fadens 4 in Bezug auf die Gestrickinnenseite vor den umgehängten Maschen 8, also dem Teil des Grundgestricks, der zwischen den Maschen 10 aus dem elastischen Faden 4 liegt, angeordnet ist. Dies führt nun dazu, dass am fertigen Gestrickteil die Flottung 1 1 die Maschen 8 in Richtung der

Gestrickaußenseite drückt, sie also in das Gestrickinnere drückt. Demgegenüber hervorgehoben zur linken Warenseite, also der Gestrickinnenseite, liegen die Maschen 10 des elastischen Fadens, die auf dem hintern Nadelbett 1 gestrickt sind. Das heißt, dass zur Gestrickinnenseite gerichtet viel elastisches

Fadenmaterial gegeben ist. Da der elastische Faden, sei es der Silikonfaden, sei es der Elastanfaden, eine entsprechende Hafteigenschaft aufweist und da die Maschen 10 hervorgehoben respektive erhaben liegen ergibt sich hieraus folglich ein entsprechender Haftbereich, der allein durch die in Gestricklängsrichtung gesehen gegebenen Maschenreihen aus den Maschen 10 des elastischen Fadens 4 gebildet ist. Die Hafteigenschaften sind beachtlich gut, da sie durch die zurückgedrängten Maschen 8 aus dem nicht haftenden Grundgestick-Faden nicht beeinträchtigt werden.

Am fertigen Gestrickteil ergeben sich in Gestricklängsrichtung gesehen

längslaufende Maschenstäbchen 12 aus den Maschen 10, benachbart zu denen, quasi zum Gestrickinneren vertieft, die Flottungen 1 1 des elastischen Fadens 4 und hinter diesen die Maschenstäbchen aus den Maschen 8 und 9 (in

Gestricklängsrichtung gesehen) des Grundgestricks liegen.

Ein exemplarisches Maschenbild der linken, also zum Körper weisenden

Warenseite, also der Gestrickinnenseite, in Form einer 2 x 1 -Patentbindung ist in Fig. 2 gezeigt.

Gezeigt sind die Maschen 10 aus dem elastischen Faden 4, die, gesehen in Gestricklängsrichtung, längslaufende, erhabene Maschenstäbchen 12 bilden.

Gezeigt sind auch die entsprechenden Fänge 7 des textilen Grundgestrick-Fadens

3, auf denen die Maschen 10 des elastischen Fadens 4 abgestrickt sind.

Zwischen den Maschenstäbchen 12 respektive den Maschen 10 verlaufen die Flottungen 1 1 des elastischen Fadens 4. Diese liegen zur Gestrickinnenseite hin gerichtet oberhalb der zur Gestrickaußenseite gesehen dahinterliegenden

Maschen 8 und 9. Die Maschen 8 sind die Maschen, die auf dem hinteren

Nadelbett 1 gestrickt wurden und um- und zurückgehängt wurden, während die Maschen 9 die Maschen sind, die ausschließlich auf dem vorderen Nadelbett 2 gestrickt wurden. Aufgrund der Rückstellkraft des elastischen Fadens 4 im Bereich der Flottung und der Bildung der Maschen 10, abgestrickt auf dem Fang 7, liegen die Maschenstäbchen 12 erhaben bezüglich der Ebene der Flottungen 1 1 , so dass sich eine erhabene Rippenstruktur ergibt, die durch den elastischen Faden 4 gebildet ist.

Wird als elastischer Faden 4 ein mit einem wasserlöslichen Umwindefaden umwundener Faden verwendet, so ist es nach dem Herstellen des Gestrickteils erforderlich, dieses zu waschen, so dass der Umwindefaden sich auflöst und der jeweilige Silikon- oder Elastanfaden dann bloß liegt.

Wenngleich das Ausführungsbeispiel jeweils eine 2 x 1 -Bindung zeigt, ist es gleichermaßen denkbar, eine Art 1 x 1 -Bindung zu stricken. In diesem Fall würde zwischen zwei Maschenstäbchen 12 nur ein Maschenstäbchen, gebildet (in Gestrickängsrichtung gesehen) aus den Maschen 9, auf dem Nadelbett 2, das die rechte Warenseite bildet, gestrickt, Will man auf der rechten Warenseite, also der dem Körper abgewandten Gestrickseite, breitere Rippen, so erhöht man die Anzahl der Maschenstäbchen aus den Maschen 9 auf dem Nadelbett 2. Ebenfalls können die Rippen auf dem Nadelbett 1 , linke Warenseite zum Körper hin, verbreitert werden durch Erhöhung der Rippen aus dem Fang 7 in geeigneter Kombination mit den Maschenstäbchen aus den Maschen 9 auf dem Nadelbett 2 und dem nachfolgenden Abstricken durch Maschen 10 mit dem elastischen Faden

4. Durch Erhöhung der Anzahl an Maschen 8 auf dem Nadelbett 1 und den

dementsprechenden freien Nadeln 6b auf dem Nadelbett 2 lässt sich auch die Breite der Flottung 1 1 erhöhen..

Grundsätzlich wäre es auch denkbar, anstelle eines Maschenstäbchens 12 pro Breitenbereich des Gestrickteils zwei solcher Maschenstäbchen 12 auszubilden. In diesem Fall müsste im Schritt gemäß Diagramm c) auf zwei benachbarten Nadeln 5 des hinteren Nadelbetts 1 der elastische Faden abgestrickt werden. Es ergäben sich dann in der Summe etwas breitere haftende Maschenreihen durch die parallel liegenden benachbarten Maschenstäbchen 12. Das heißt, dass auch diesbezüglich Variationsmöglichkeiten gegeben sind.

Schließlich besteht natürlich auch die Möglichkeit, je nach der gewählten

Bindungsart nicht nur eine Masche 8 umzuhängen, sondern beispielsweise zwei solcher Maschen, die links und rechts der Nadel, die mit dem elastischen Faden abgestrickt werden soll, liegen. Auch diesbezüglich ist also eine

Variationsmöglichkeit gegeben. Daneben kann natürlich jederzeit auch ein

Verfahrensschritt eingeschoben werden, mit dem die Nadeln auf dem vorderen Nadelbett 2 zusätzlich abgestrickt werden, beispielsweise zur Bildung eines Musters etc.

Der erfindungsgemäße Haftbereich kann an einem beliebigen Grund- oder Basisgestrickabschnitt angestrickt werden. Z. B. wird bei einer Bandage zuerst der schlauchförmige Gestrickkörper, z. B. als Kompressionsgestrick, gestrickt, wonach der Haftbereich unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens angestrickt wird. Ein solcher Haftbereich kann natürlich auch an beiden Gestrickteilenden vorgesehen sein, wie er sich theoretisch auch über die gesamte Länge des Gestrickteils erstrecken kann.