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1. WO2020156871 - VITRAGE DE FAÇADE ET ENSEMBLE VITRAGE ISOLANT

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[ DE ]

Fassadenverglasung und Isolierverglasungseinheit

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Fassadenverglasung mit einem metallischen Rahmen und einer in den Rahmen eingesetzten Isolierverglasungseinheit, die mindestens zwei Glasscheiben und ein zwischen diesen nahe deren Kanten umlaufendes Abstandshalter- und Dichtprofil aufweist, wobei an der Isolierverglasungseinheit mindestens ein RFI D-Transponder als Identifikationselement angebracht ist und wobei der Rahmen die Kanten der Isolierverglasungseinheit umgreift und zugleich den oder die Transponder überdeckt.

Moderne Fenster, Türen und Fassadenverglasungen, zumindest für den Einsatz in nördlichen und gemäßigten Breiten, werden üblicherweise unter Einsatz vorgefertigter Isolierverglasungseinheiten (IGU) hergestellt, die den oben erwähnten Aufbau haben, gegebenenfalls aber auch mehr als zwei Glasschreiben im Verbund umfassen können. Derartige Isolierverglasungseinheiten stellen massenhaft hergestellte, versandte und auch eigenständig gehandelte Produkte dar, die auf ihrem Weg bis in ein Endprodukt und gegebenenfalls auch noch bei dessen Wartung und I nstandhaltung eindeutig identifizierbar sein sollten.

Es ist bereits bekannt, Isolierverglasungseinheiten mit identifizierenden

Kennzeichnungen zu versehen, und in der entsprechenden Praxis haben sich gewisse Anforderungen der Hersteller und Anwender ergeben:

- Die identifizierende Markierung sollte sowohl von der I nnen- als auch der Außenseite des fertigen Fensters, der Tür oder der Fassade her unsichtbar sein.

- Die Kennzeichnung sollte aus einem Abstand zwischen 30 cm und 1 m "lesbar" sein, bevorzugt von mindestens 50 cm Abstand.

- Die Kennzeichnung sollte weitestgehend fälschungssicher sein, also nicht ohne Weiteres überschrieben oder kopiert werden können.

Die Wirksamkeit herkömmlicher identifizierender Markierungen, wie etwa

Barcodes und QR-Codes, basiert auf deren Sichtbarkeit, was für

Isolierverglasungseinheiten zumindest eine Einschränkung unter obigem erstem Aspekt bedeutet. Auch die Erfüllung der zweiten Anforderung gestaltet sich damit schwierig. Der Schutz vor dem Kopieren kann nicht gewährleistet werden, da Barcodes und QR-Codes abfotografiert werden können.

Es wurde auch vorgeschlagen, Isolierverglasungseinheiten mit "elektronischen" Kennzeichen, insbesondere über Funk auslesbaren Identifikatoren, sogenannten RFI D-Transpondern, zu versehen. Derartige Isolierverglasungseinheiten sind beispielsweise offenbart in der WO 00/36261 A1 oder der WO 2007/137719 A1 .

Ein solcher RFI D Transponder kann mit einem Passwort geschützt werden, so dass er nicht ohne erheblichen Aufwand überschrieben oder seine Funkfähigkeit zerstört werden kann.

Bestimmte Typen von Fenster- und Türrahmen, insbesondere aber

Fassadenkonstruktionen, in denen Isolierverglasungseinheiten verbaut werden, bestehen überwiegend oder mindestens teilweise aus einem Metall (Aluminium , Stahl...), welches den Durchgang von Funkwellen vom oder zum RFI D-Transponder an der Isolierverglasungseinheit unterbricht oder zumindest stark dämpft. Ein solcher Rahmen nach dem Stand der Technik ist beispielsweise in der DE 198 14 620 A1 beschrieben.

Aus diesem Grund hat sich insbesondere die Erfüllung der obigen zweiten Anforderung als schwierig erwiesen. Bekannte mit RFI D-Transpondern versehene Isolierverglasungseinheiten sind daher nicht ohne Weiteres bei metallischen Rahmenkonstruktionen einzusetzen. Das verringert den potentiellen

Einsatzbereich der so gekennzeichneten Verglasungseinheiten und somit die Akzeptanz der entsprechenden Markierungslösungen bei den Herstellern und Anwendern.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte

Verglasungslösung für Rahmenkonstruktionen bereitzustellen, die zumindest zu einem erheblichen Teil aus einem Metall bestehen, und die auch bei solchen Einbausituationen die Erfüllung der o. g. Anforderungen gewährleistet.

Diese Aufgabe wird gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung durch eine

Fassadenverglasung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Gemäß dem

weiteren Aspekt der Erfindung wird sie durch eine Isolierverglasungseinheit mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst. Zweckmäßige Fortbildungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand der jeweiligen abhängigen Ansprüche.

Die Erfindung schließt den Gedanken ein, den grundsätzlich ungünstigen

Abstrahlungs- und Einstrahlungsbedingungen für Funkwellen in einem

metallischen Rahmen einer Fassadenverglasung durch eine spezielle

Auskopplung Rechnung zu tragen. Sie schließt weiterhin den Gedanken ein, ein Metall-Kopplungselement, welches separat vom Transponder bereitgestellt wird, so im Rahmen anzubringen, dass es eine Auskopplung von über die Antenne des Transponders ausgesandter HF-Strahlung nach außerhalb des Fensters, der Tür oder der Fassadenverglasung und auch von einfallender HF-Strahlung zur Antenne bewirkt.

Die Erfindung ist im Ergebnis von umfangreichen experimentellen

Untersuchungen entstanden, die an Verglasungen mit dem oben erwähnten grundsätzlichen Aufbau unternommen wurden, bei dem insbesondere der

Abstandshalter ein mit einem Trocknungsmittel gefülltes Hohlprofil ist, das aus Metall besteht oder wenigstens abschnittsweise mit einer Metallfolie oder metallisierten Folie beschichtet ist, und bei dem auf der scheibenäußeren

Oberfläche des Abstandhalterprofils ein (ebenfalls umlaufender)

Dichtmittelstreifen aufgebracht ist. Was die Anwendungssituation anbelangt, haben die Erfinder insbesondere Untersuchungen an in metallische Rahmen eingebetteten Isolierverglasungseinheiten angestellt, bei denen die

Isolierverglasungseinheiten auf metallischen Trägerelementen mit

Kunststoffzwischenschichten aufliegen und zwischen den Außenseiten der Glasscheiben und den Innenseiten der benachbarten aufstehenden

Rahmenelemente Elastomer-Dichtstreifen angeordnet sind. Bei den

Untersuchungen wurden handelsübliche RFID-Transponder eingesetzt, deren Aufbau und Funktionsweise hinlänglich bekannt ist und daher hier nicht weiter beschrieben werden muss. Die bei solchen Transpondersystemen genutzten Funkwellenlängen liegen üblicherweise in den Bereichen 125 kHz bis 132 kHz, 13,45 MHz und 860 MHz bis 960 MHz (selten bei 2,45 GHz und 5,8 GHz) und durchdringen sowohl Holz als auch herkömmliche Kunststoffe, nicht aber Metalle.

Die Erkenntnisse der Erfinder gelten grundsätzlich sowohl für passive als auch für aktive RFI D-Transponder.

I m Hinblick auf Metallrahmen, die eine Isolierverglasungseinheit umgreifen, und die aufgrund elementarer physikalischer Gesetzmäßigkeiten und gemäß der darauf basierenden Kenntnis des Fachmanns die H F-Strahlung von randnah angebrachten RFI D-Transpondern oder deren Antennen empfindlich stören, wenn nicht völlig unterbinden sollten, ist die vorgeschlagene Lösung überraschend. Sie erbringt den unvorhergesehenen Vorteil, dass ein erfindungsgemäß platzierter RFI D-Transponder in einem relativ großen Abstand von ca. 1 m von einem

Fenster, einer Tür oder einer Fassadenverglasung, in die die

Isolierverglasungseinheit eingebaut ist, noch problemlos und zuverlässig auslesbar ist.

Hinsichtlich der geometrischen Ausführung und der Platzierung des Metall-Kopplungselements, ebenso wie des Transponders selbst, sind die durch die Konstruktion der Fassadenverglasung gesetzten Randbedingungen zu beachten. Hier kann der Fachmann durch einfache Versuche Ausführungen und Positionen mit vorteilhaften Abstrahl- und Empfangseigenschaften finden. Die nachfolgend genannten Ausführungsbeispiele und -aspekte stellen daher primär

Empfehlungen für den Fachmann dar, ohne die Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung zu beschränken.

I n einer vorteilhaften Ausführung können die Transponder und das benachbart hierzu platzierte Metall-Kopplungselement des oder mindestens eines

Transponders an oder nahe einer Ecke der Isolierverglasungseinheit angeordnet werden.

I m Hinblick darauf, dass mit Transpondern versehene Isolierverglasungseinheiten teilweise in mehreren möglichen Lagen in eine Umfassungs-Konstruktion eingebaut werden können und die Identifizierung im eingebauten Zustand schnell und aus größeren Entfernungen möglich sein soll , kann in einer Ausgestaltung dieser Ausführung an oder nahe zu mehreren Ecken der Isolierverglasungseinheit ein Transponder mit zugehöriger Antenne und benachbart hierzu platziertem Metall-Kopplungselement angeordnet sein. Das Lesegerät kann dann an eine

beliebige Ecke des Rahmens gehalten werden und "findet" schnell einen

Transponder. Dies erhöht die Akzeptanz bei den Nutzern, so dass der etwas höhere Herstellungsaufwand ggf. in Kauf genommen werden kann.

Weiterhin ist eine Ausführung bedeutsam , bei der mindestens zwei Metall-Kopplungselemente in einem Rahmen derart angeordnet sind, dass die

Isolierverglasungseinheit auf ihnen ruht, womit sie zugleich als

Isolierverglasungs-Tragelemente dienen. I nsbesondere hierbei kann ein

Komposit-Aufbau der Trageelemente aus einem Kunststoffteil und einem

Metallteil vorteilhaft sein.

Hinsichtlich der Ausführung der Kopplung sind Konfigurationen vorteilhaft, bei denen das Metall-Kopplungselement streifenförmig oder als langgestrecktes L-Profil ausgebildet ist. Diese Formen lassen sich leicht in die

Isolierverglasungseinheit einbetten oder getrennt hiervon im Rahmen einer Fassadenkonstruktion platzieren, und sie sind überdies einfach und kostengünstig herstellbar. Wichtig ist dabei die relative Position des Metall-Kopplungselements in Bezug auf den RFI D-Transponder der Isolierverglasungseinheit, wie im

Folgenden ausgeführt wird, da dadurch eine besonders gute elektromagnetische Kopplung des Kopplungselements an das RFI D-Signal erfolgt.

Elektromagnetisch gekoppelt bedeutet hier, dass das Kopplungselement und der RFI D-Transponder durch ein elektromagnetisches Feld gekoppelt sind, d. h.

sowohl kapazitiv als auch induktiv verbunden sind und bevorzugt nicht

galvanisch.

Hinsichtlich des Materials ist bevorzugt, dass das Metall-Kopplungselement aus Kupfer oder Aluminium oder einer Aluminiumlegierung oder Edelstahl gefertigt ist. Es versteht sich, dass prinzipiell jedes Metall mit ausreichender Stabilität und elektrischer Leitfähigkeit verwendet werden kann. Auch zusammengesetzte Elemente, z. B. aus einem Metallträger und einer Kunststoff-Auflage oder -Beschichtung, sind vorteilhaft, insbesondere im Hinblick auf niedrige Kosten und auf die Vermeidung von Beschädigungen bei der Verglasungs-Montage.

Die Abmessungen des Metall-Kopplungselements sind insbesondere von der Betriebsfrequenz des RFID-Transponders abhängig.

Für RFID-Transponder im UHF-Bereich, insbesondere für RFID-Transponder bei 865-869 MHz (u.a. europäische Frequenzen) bzw. 902-928 MHz (US-amerikanische und andere Frequenzbänder), konnten besonders gute Ergebnisse für Kopplungselemente mit einer Länge L von mehr als 7 cm, bevorzugt von mehr als 10 cm und insbesondere von mehr als 14 cm erzielt werde. Die maximale Länge war dabei weniger kritisch. So führten maximale Längen von 30 cm noch zu guten Ergebnissen und guten Lesereichweiten.

In einer alternativen vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Isolierverglasungseinheit weist das Metall-Kopplungselement eine Länge L parallel zur Dipol-Antenne des RFID-Transponders von 7 cm bis 40 cm, bevorzugt von 10 cm bis 20 cm und insbesondere von 12 cm bis 16 cm auf.

Die Breite des Kopplungselements hängt im Wesentlichen von der Breite der Stirnseite der Isolierverglasungseinheit und dem jeweiligen Abstand zur Einrastung im Rahmen ab. Typische Breiten sind von 2 cm bis 10 cm und bevorzugt von 3 cm bis 5 cm.

Die konkrete Dimensionierung wird der Fachmann in Anbetracht der

Abmessungen der Isolierverglasungseinheit einerseits und des

Umfassungsrahmens andererseits, insbesondere unter Beachtung der Weite des Rahmens und der Überdeckung des Scheiben-Kantenbereiches durch die aufstehende Rahmenblende, vornehmen.

Bei Untersuchungen der Erfinder hat sich herausgestellt, dass die Verstärkung vorteilhafterweise mit einem Abstand im Bereich zwischen 1 mm und 10 mm, insbesondere zwischen 3 mm und 8 mm, zum Transponder platziert ist. Unter besonderen Bedingungen können aber auch größere Abstände immer noch deutlich vergrößerte Auslesedistanzen des Transponders ergeben.

Des Weiteren muss das Metall-Kopplungselement galvanischen oder zumindest kapazitiven Kontakt zum Fassadenrahmen aufweisen. Dazu ist das Metall-

Kopplungselement bevorzugt fest in ein Halteelement des Rahmens eingerastet oder eingeklemmt. Vorteilhaft ist es, wenn das Metall-Kopplungselement das Halteelement über seine gesamte Länge berührt.

Hinsichtlich der relativen Position des Metall-Kopplungselements zum RFI D-Transponder, lässt sich aus U ntersuchungen der Erfinder ableiten, dass ein gewisser Versatz zwischen dem Transponder, der üblicherweise einen ähnlich langgestreckten Aufbau wie das vorgeschlagene Metall-Kopplungselement aufweist, und dem letzteren in Längsrichtung vorteilhaft für die gewünschte Vergrößerung des Ausleseabstandes ist. Die größte Verstärkungswirkung lässt sich erzielen, wenn die Kante des Kopplungselementes so angeordnet ist, dass sie unterhalb der Mitte des Transponders angeordnet ist, wobei die Mitte des Transponders durch die Mitte seiner Dipol-Antenne gekennzeichnet ist.

Optimal ist ein Versatz von V = 0. Dennoch konnten für Abweichungen davon noch gute Ergebnisse und Lesereichweiten erzielt werden. I n einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung beträgt der Versatz V bei einer Betriebsfrequenz des RFI D-Transponders im U H F-Bereich von -30 mm bis +30 mm, bevorzugt von -20 mm bis +20 mm und insbesondere von -10 mm bis + 10 mm.

Im Kontext der Erfindung ist es demnach wichtig, dass das Metall-Kopplungselement an einer definierten Stelle im Rahmen relativ zum Transponder platziert ist, um seine Wirkung bezüglich des gleichfalls an einer festen Position an der Isolierverglasungseinheit positionierten Transponders erfüllen zu können.

Des Weiteren ist die Ausführung nicht auf Metall-Kopplungselemente beschränkt, bei denen das Metall-Kopplungselement im (in Montagelage) unteren

Rahmenabschnitt angebracht ist, wo sie zugleich als Tragelement der

Isolierverglasungseinheit wirken kann. Vielmehr kann das Metall-Kopplungselemente auch im oberen oder mindestens einem seitlichen

Rahmenabschnitt platziert sein.

Für die Platzierung des Transponders in der Isolierverglasungseinheit gibt es verschiedene Möglichkeiten, aus denen der Fachmann unter Beachtung der speziellen Montagetechnologie der Isolierverglasungseinheit und auch im Hinblick auf die konkrete Fassaden- oder Fensterkonstruktion eine geeignete auswählen kann. I n bestimmten Ausführungen ist der Transponder, dem ein Metall-Kopplungselement zugeordnet ist, auf der inneren oder äußeren Oberfläche des Abstandshalterprofils platziert. I n einer alternativen Ausführung ist der

Transponder, dem ein Metall-Kopplungselement zugeordnet ist, auf einer äußeren Oberfläche einer der Glasscheiben an oder nahe deren Begrenzungskante platziert.

Ein besonderer Vorteil ist die Verwendung eines Metall-Kopplungselements in Form eines in der Fassadenkonstruktion üblichen Isolierverglasungs-Tragelements, welches durch geeignete Positionierung relativ zu einem RFI D-Transponder dessen Signale in einen benachbarten Metallkörper (z. B. die

Haltevorrichtung) aus- und einkoppelt und so die Lesereichweite des RFI D-Transponders vervielfacht.

Das erfindungsgemäße Konzept ist nicht auf Fassadenverglasungen beschränkt, sondern kann auch in Fenstern, Türen oder Innenbereichsabtrennungen mit gleichem oder ähnlichem Aufbau verwendet werden.

Vorteile und Zweckmäßigkeiten der Erfindung ergeben sich im Übrigen aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und -aspekten der Erfindung anhand der Figur. Von diesen zeigen:

Figur. 1 eine schematische Darstellung (Querschnittsansicht) eines

Kantenbereichs einer erfindungsgemäßen Fassadenverglasung,

Figur 2 eine schematische Darstellung (Draufsicht) auf den Kantenbereich auf Figur 1 und

Figur 3 ein Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens.

I n den Figuren sowie der nachfolgenden Beschreibung sind die

Isolierverglasungseinheit wie auch die Fassadenverglasung sowie die einzelnen Komponenten jeweils, unabhängig davon, dass sich die konkreten Ausführungen unterscheiden, mit den gleichen oder ähnlichen Bezugsziffern bezeichnet.

Figur 1 zeigt in einer Querschnittsansicht einen Abschnitt einer

Fassadenverglasung 1 1 , bei der eine Isolierverglasungseinheit 1 in ein

Fassadenrahmenprofil 3 eingesetzt ist.

Die Isolierverglasungseinheit 1 umfasst bei dieser Ausführung zwei Glasscheiben 4a und 4b, die durch ein nahe der Stirnfläche der Isolierverglasungseinheit 1 zwischen die Glasscheiben 4a, 4b gesetztes Abstandshalterprofil 5 in einem vorbestimmten Abstand gehalten sind. Das Abstandshalterprofil 5 ist

üblicherweise hohl und mit einem (nicht gezeigten) Trocknungsmittel befüllt, welches über innenseitige kleine Öffnungen (ebenfalls nicht gezeigt) etwaige in den Glaszwischenraum eingedrungene Feuchtigkeit an sich bindet. Der

Glaszwischenraum zwischen den Glasscheiben 4a und 4b ist evakuiert oder mit einem Edelgas, etwa Argon, gefüllt.

I m Randbereich der Isolierverglasungseinheit 1 , zwischen den Glasschreiben 4a und 4b und außerhalb des Abstandshalterprofils 5, ist eine Elastomer-Versiegelung (Dichtprofil) 6 eingebracht. Diese ist hier vereinfacht einteilig dargestellt. I n der Praxis umfasst sie üblicherweise zwei Komponenten, von denen eine zwischen Abstandshalter und Glas abdichtet und die andere die Isolierverglasungseinheit zusätzlich stabilisiert.

Die Isolierverglasungseinheit 1 enthält hier einen RFI D-Transponder 9, der beispielsweise auf der Außenseite des Abstandshalterprofils 5 angebracht ist. Es versteht sich, dass der RFI D-Transponder auch an den Glasscheiben 4a, 4b oder inmitten des Dichtprofils 6 angeordnet sein kann.

Der Rahmen 3 der Fassadenvorrichtung besteht aus einer Haltevorrichtung 3.1 , die beispielsweise fest an einer nicht dargestellten Gebäudewand angeordnet ist; des Weiteren einer Rahmenblende 3.3, die über ein polymeres und elektrisch isolierende Verbindeelement 3.2 an der Haltevorrichtung 3.1 befestigt ist.

Die Isolierverglasungseinheit 1 ruht auf mindestens einem Isolierverglasungs-Tragelement 12. Das Isolierverglasungs-Tragelement 12 enthält ein Metall-Kopplungselement 10, das die Glasscheiben 4a, 4b unterstützt. Zwischen dem Metall-Kopplungselement 10 und den Glasscheiben 4a, 4b ist eine

Kunststoffzwischenschicht 8 angeordnet, die eine Beschädigung der

Glasscheiben 4a, 4b durch direkten Kontakt mit dem Metall des

Kopplungselements 10 verhindert.

Das Metall-Kopplungselement 10 hat einen annähernd L-förmigem Querschnitt und ist auf einer Seite in die Haltevorrichtung 3.1 eingerastet und damit mit der dem Metall der Haltevorrichtung 3.1 elektrisch leitend verbunden.

Des Weiteren sind zwischen dem Rahmen 3 und den Glasscheiben 4a, 4b zwei Elastomerprofile 7a, 7b angeordnet, die die Glasscheiben 4a, 4b im Rahmen 3 festklemmen.

Figur 2 zeigt eine vereinfachte Darstellung, die die Position des Metall- Kopplungselements 10 relative zum RFID-Transponder 9 wiedergibt. Figur 2 zeigt dabei eine Draufsicht in Blickrichtung des Pfeils A auf bzw. durch die erste Glasscheibe 4a.

Der RFID-Transponder 9 enthält in diesem Ausführungsbeispiel eine Dipol-Antenne 9.1 , die auf einem dielektrischen Trägerelement 9.2 angeordnet ist. Derartige RFID-Transponders 9 sind kommerziell erhältlich und sowohl auf elektrisch isolierenden Unterlagen, als auch elektrisch leitfähigen Unterlagen (beispielsweise bei einer metallisierten Isolationsfolie auf dem Abstandshalter 5) einsetzbar.

Bei dieser Ausführung ist das Isolierverglasungs-Tragelement 12 mit dem Metall-Kopplungselement 10 derart platziert, dass eine Kante 15 des Metall-Kopplungselements 10 in etwa unterhalb der Mitte 14 der Dipol-Antenne 9.1 des RFID-Transponders 9 angeordnet ist.

Das Metall-Kopplungselement ist daher unter genau einem Antennenpol der Dipol-Antenne 9.1 und aufgrund des geringen Abstands mit diesem kapazitiv gekoppelt. Durch den mechanischen Kontakt des Metall-Kopplungselements 10 mit der metallischen Haltevorrichtung 3.1 erfolgt eine beispielsweise galvanische Ankopplung. Es versteht sich, dass bei den üblichen Betriebsfrequenzen von

RFI D-Transpondern auch eine kapazitive Kopplung des Metall-Kopplungselements 10 an die Haltevorrichtung 3.1 genügen würde.

All dies führt zu einer verbesserten Einkopplung und Auskopplung des RFI D-Signals und zu einer deutlich größeren Auslesereichweite des RFI D-Signals außerhalb der Verglasung. Dies war für die Erfinder unerwartet und

überraschend.

Eine genaue Positionierung der Kante 15 unterhalb der Mitte 14 der Dipol-Antenne 9.1 bewirkt die größten Lesereichweiten von bis zu 2 m Abstand

(gemessen mit einen RFI D-Handheld-Auslesegerät). Dennoch ergibt ein Versatz zwischen der Kante 15 und der Mitte 14 von beispielsweise bis zu 30 mm eine deutliche Verbesserung der Lesereichweiten.

Die Länge L des Metall-Kopplungselements 10, also die Dimension parallel zur Scheibenkante bzw. zur Erstreckungsrichtung der Dipol-Antenne 9.1 des RFI D-Transponders 9 beträgt für einen RFI D-Transponder im U H F-Bereich mit 866,6 M Hz Betriebsfrequenz beispielsweise 15 cm .

Figur 3 zweigt die Verfahrensschritte eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Fassadenverglasung 1 1 , wobei

S1 ) eine metallische Haltevorrichtung 3.1 bereitgestellt und insbesondere an einer Fassade angeordnet wird,

S2) ein Isolierverglasungs-Tragelement 12 mit einem Metall-Kopplungselement

10 in die Haltevorrichtung 3.1 eingerastet wird und eine Isolierverglasungseinheit 1 auf das Isolierverglasungs-Tragelement 12 aufgelegt wird,

S3) eine metallische Rahmenblende 3.3 über ein elektrisch isolierendes und bevorzugt polymeres Verbindeelement 3.2 mit der Haltevorrichtung 3.3 verbunden wird und dadurch die Isolierverglasungseinheit 1 in der Fassadenverglasung 1 1 befestigt wird.

Eine weitere Ausführungsform umfasst ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei das Metall-Kopplungselement 10 in dem Rahmen 3 in einer mit dem Transponder 9 nur teilweise überlappenden Lage platziert wird.

Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf das oben beschriebene Beispiel und hervorgehobenen Ausführungsaspekte beschränkt, sondern auch in einer Vielzahl von Abwandlungen möglich, die sich für den Fachmann aus den anhängenden Ansprüchen ergeben.

Bezugszeichenliste

I Isolierverglasungseinheit

3 Rahmen, Fassadenrahmenprofil

3.1 Haltevorrichtung

3.2 Verbindeelement

3.3 Rahmenblende

4a, 4b Glasscheiben

5 Abstandshalterprofil

6 Dichtprofil der Isolierverglasungseinheit 7a, 7b Elastomerprofil

8 Kunststoffzwischenschicht

9 RFI D-Transponder

9.1 Dipol-Antenne

9.2 Trägerelement

10 Metall-Kopplungselement

I I Fassadenverglasung

12 Isolierverglasungs-Tragelement

14 Mitte des RFI D-Transponders 9

15 Kante des Metall-Kopplungselements 12 Pfeil A Blickrichtung

L Länge des Metall-Kopplungselements 12