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1. WO2019215015 - INSTALLATION DE TRAITEMENT PAR IMMERSION ET PROCÉDÉ DE TRAITEMENT PAR IMMERSION D'OBJETS, EN PARTICULIER DE CARROSSERIES DE VÉHICULES

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[ DE ]

Tauchbehandlungsanlage und Verfahren zum Tauchbehandeln

von Gegenständen, insbesondere von Fahrzeugkarosserien

Die Erfindung betrifft eine Tauchbehandlungsanlage zum Behandeln von Gegenständen, insbesondere zum Behandeln von Fahrzeugkarosserien, mit

a) einem Tauchbecken, welches mit einer Behandlungsflüssigkeit füllbar ist, in welche zu behandelnde Gegenstände vollständig oder teilweise eingetaucht werden können;

b) einem Fördersystem, welches einen Förderweg definiert und wenigstens einen Trans portwagen umfasst, welcher entlang des Förderweges in einer Transportrichtung ver fahrbar ist und eine Befestigungseinrichtung aufweist, an welcher wenigstens ein Ge genstand befestigbar ist,

wobei

c) das Fördersystem die zu behandelnden Gegenstände an das Tauchbecken heran, voll ständig oder teilweise in den Innenraum des Tauchbeckens hinein, aus dem Tauchbe cken heraus und von diesem wegbewegen kann.

Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Tauchbehandeln von Gegenständen, insbesondere zum Tauchbehandeln von Fahrzeugkarosserien, bei welchem

a) zu behandelnde Gegenstände vollständig oder teilweise in eine Behandlungsflüssigkeit eingetaucht werden, mit welcher ein Tauchbecken gefüllt ist;

b) ein Fördersystem einen Förderweg definiert und wenigstens einen Transportwagen um fasst, welcher entlang des Förderweges in einer Transportrichtung verfahren wird und eine Befestigungseinrichtung aufweist, an welcher wenigstens ein Gegenstand befestigt ist,

wobei

c) die zu behandelnden Gegenstände mit dem Fördersystem an das Tauchbecken heran, vollständig oder teilweise in den Innenraum des Tauchbeckens hinein, aus dem Tauch becken heraus und von diesem wegbewegt werden.

Solche vom Markt her bekannten Tauchbehandlungsanlagen umfassen in der Regel meh-rere Tauchbecken für unterschiedliche Tauchbehandlungen, zum Beispiel Reinigen, Phos phatieren, Tauchlackieren und dergleichen. Insbesondere werden in der Automobilindust rie Fahrzeugkarosserien mittels einer kataphoretischen Tauchlackierung mit einem Lack beschichtet. Bei der kataphoretischen Tauchlackierung handelt es sich bei der Behand lungsflüssigkeit um einen Lack. In den Tauchbädern bildet sich zwischen den Fahrzeugka rosserien und Anoden, die entlang eines Bewegungsweges der Fahrzeugkarosserien ange ordnet sind, ein elektrisches Feld aus. In diesem elektrischen Feld wandern die Lackpartikel auf die Fahrzeugkarosserien zu und werden an diesen abgeschieden.

Bei bekannten Tauchbehandlungsanlagen müssen die Tauchbecken in der Abfolge, in der sie entlang des Förderweges angeordnet sind, von den Gegenständen angefahren und meist auch durchfahren werden. Dies kann jedoch zu unnötigen Wartezeiten im Prozess ablauf führen. Beispielsweise kann es Vorkommen, dass ein Gegenstand einer ersten Art eine längere Verweildauer in einem Tauchbecken verbringen muss als ein Gegenstand ei ner zweiten Art bzw. dass die Verweildauer eines Gegenstandes länger ist als die eigentlich angestrebte Taktrate der Anlage. Bezogen auf die Durchsatzrate bedeutet dies, dass der Gegenstand der zweiten Art zunächst vor dem Tauchbecken warten muss, bevor er seine Tauchbehandlung erhalten kann.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Tauchbehandlungsanlage und ein Verfahren der eingangs genannten Art bereitzustellen, welche eine größere Flexibilität im Prozessablauf einer Tauchbehandlungsanlage ermöglichen.

Diese Aufgabe wird bei einer Tauchbehandlungsanlage der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass

d) der Förderweg des Fördersystems sich in Teilwege teilt, von denen wenigstens ein ers ter Teilweg zu dem Tauchbecken oder zu einem Tauchbereich des Tauchbeckens führt

und von denen ein zweiter Teilweg an diesem Tauchbecken oder an diesem Tauchbe reich dieses Tauchbeckens vorbei führt.

Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, dass zu behandelnde Gegenstände während des Prozessablaufs bzw. während ihrer Tauchbehandlung von einem oder mehreren anderen Gegenständen gleichsam überholt werden können. Wenn also ein erster Gegenstand ein Tauchbecken besetzt und eine längere Verweildauer in einem Tauchbecken benötigt als ein zweiter Gegenstand, kann dieser zweite Gegenstand auf dem Wege über den zweiten Teilweg an dem besetzten Tauchbecken vorbei und gegebenenfalls zu einem anderen Tauchbecken geführt werden, ohne dass es zu einem Stau am Eingang des besetzten Tauchbeckens kommt.

Es ist günstig, wenn der erste und wenigstens ein weiterer Teilweg in einer horizontalen Richtung versetzt zueinander verlaufen. Dies trägt bautechnischen Gedanken Rechnung.

Die Flexibilität der Anlage wird noch erhöht, wenn der erste Teilweg zu einem ersten Tauchbecken und wenigstens ein weiterer Teilweg zu einem weiteren Tauchbecken führt.

Vorzugsweise teilt sich der Förderweg mehrere Male in jeweils einen ersten Teilweg und wenigstens einen zweiten Teilweg, von denen der jeweilige erste Teilweg zu einem jeweils diesem Teilweg zugeordneten Tauchbecken oder zu einem Tauchbereich dieses zugeord neten Tauchbeckens führt, und von denen der jeweilige zweite Teilweg an diesem Tauch becken oder an diesem Tauchbereich dieses Tauchbeckens vorbei führt. In diesem Fall sind mehrere umfahrbare Tauchbecken in Transportrichtung hintereinander angeordnet.

Es ist von Vorteil, wenn der Förderweg zwischen zwei in Transportrichtung aufeinanderfol genden ersten Teilwegen und/oder zweiten Teilwegen jeweils einen Verbindungsabschnitt umfasst, mit dem die Teilwege verbindbar und von dem die Teilwege trennbar sind. So können Teilwege in Transportrichtung wieder zusammenlaufen.

Es kann vorteilhaft sein, wenn wenigstens ein Teilweg als Sackgassenweg ausgebildet ist.

Fördertechnisch ist es günstig, wenn das Fördersystem ein Weichensystem umfasst, mit welchem in Transportrichtung eine Verbindung eines Abschnitts des Förderweges mit dem ersten Teilweg oder dem zweiten Teilweg hergestellt oder getrennt werden kann und mit welchem in Transportrichtung eine Verbindung des ersten Teilweges oder des zweiten Teilweges mit einem Abschnitt des Förderweges hergestellt oder getrennt werden kann. Gegebenenfalls kann der jeweilige Abschnitt auch ein anderer Teilweg sein, der in Trans-portrichtung einem Teilweg vorangeht oder folgt.

Vorzugsweise umfasst das Weichensystem wenigstens eine Durchfahrweiche und/oder wenigstens eine Quer-Verschiebeweiche und/oder wenigstens eine Drehweiche.

Besonders bevorzugt ist das Fördersystem als Flängebahnsystem ausgebildet. Insbeson dere ein einspuriges Fördersystem ist dabei günstig, da Spurwechsel dort weniger an-spruchsvoll realisiert werden können als bei einem mehrspurigen Fördersystem.

Die oben genannte Aufgabe wird bei dem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass

d) der Förderweg des Fördersystems sich in Teilwege teilt und Gegenstände auf wenigs tens einem ersten Teilweg zu dem Tauchbecken oder zu einem Tauchbereich des Tauchbeckens geführt werden und/oder Gegenstände auf einem zweiten Teilweg an diesem Tauchbecken oder an diesem Tauchbereich dieses Tauchbeckens vorbei geführt werden.

Vorzugsweise wird hierfür eine Tauchbehandlungsanlage mit einigen oder allen der oben erläuterten Merkmale verwendet.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen erläu tert. In diesen zeigen:

Figur 1 eine Seitenansicht einer Tauchbehandlungsanlage, durch welche Fahrzeugkaros serien mittels eines Fördersystems auf einem Transportwagen gefördert werden, wobei ein Tauchbecken und der Transportwagen in drei Phasen einer Tauchbe- handlung gezeigt sind;

Figur 2 ein schematisches Layout der Tauchbehandlungsanlage gemäß einem ersten Aus führungsbeispiel, bei dem sich der Förderweg mehrmals in einen ersten und ei nen zweiten Teilweg aufteilt, wozu ein Weichensystem vorhanden ist;

Figur 3 das Layout der Tauchbehandlungsanlage gemäß Figur 2 mit einem abgewandel- ten Weichensystem;

Figur 4 ein schematisches Layout einer Tauchbehandlungsanlage gemäß einem Ausfüh rungsbeispiel, bei der sich der Förderweg in mehr als zwei Teilwege aufteilt;

Figur 5 ein schematisches Layout einer nochmals abgewandelten Tauchbehandlungsan lage, bei der sich der Förderweg ebenfalls in mehr als zwei Teilwege aufteilt;

Figur 6 ein schematisches Layout der Tauchbehandlungsanlage gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, bei dem ein Teilweg als Sackgasse ausgebildet ist, die an dem Tauchbecken endet;

Figur 7 ein schematisches Layout der Tauchbehandlungsanlage gemäß Abwandlung, bei der in entgegengesetzte Richtungen weisende Teilwege als Sackgassen ausgebil det sind, die jeweils an einem Tauchbecken enden.

In den Figuren bezeichnet 10 insgesamt eine Tauchbehandlungsanlage, die beispielsweise als kataphoretische Tauchlackieranlage ausgebildet sein kann, zum Behandeln von Gegen ständen 12. Beispielhaft sind in den Figuren die Gegenstände 12 als Fahrzeugkarosserien 14 gezeigt, auf welche im Weiteren Bezug genommen wird und bei denen es sich insbe-sondere um Kraftfahrzeugkarosserien von Personenkraftfahrzeugen oder Lastkraftfahrzeu gen zum Befördern von Personen und/oder Gütern handelt.

Die Tauchbehandlungsanlage 10 umfasst mehrere Tauchbecken 16, welche mit einer Be handlungsflüssigkeit 18 gefüllt sind und in welche zu behandelnde Gegenstände 12 voll ständig - so dass sich die Gegenstände 12 also vollständig unterhalb des Flüssigkeitsspie-gels befinden - oder teilweise eingetaucht werden können.

Die Fahrzeugkarosserien 14 werden mit Hilfe eines Fördersystems 20 durch die Tauchbe handlungsanlage 10 und insbesondere durch die Tauchbecken 16 und die darin befindli che Behandlungsflüssigkeit 18 geführt. Das Fördersystem 20 ist in der Lage, die zu behan delnden Gegenstände 12 an das Tauchbecken 16 heran, vollständig oder teilweise in den Innenraum 22 des Tauchbeckens 16 hinein, aus dem Tauchbecken 16 heraus und von die sem weg zu bewegen.

Das Fördersystem 20 umfasst eine Vielzahl von Transportwagen 24 mit einem Fahrwerk 26 und einer Befestigungseinrichtung 28, an welcher wenigstens ein Gegenstand 12 befestigt werden kann. Die Befestigungseinrichtung 28 ist mittels einer Verstelleinrichtung 30 mit dem Fahrwerk 26 verbunden.

Figur 1 veranschaulicht ein und denselben Transportwagen 24 in drei Phasen A, B und C eines Tauchgangs, wobei lediglich der in der dritten Phase C gezeigte Transportwagen 24 mit Bezugszeichen versehen ist. Auf Grund der räumlichen Nähe der Phasen B und C über lappen in Figur 1 die gezeigten Transportwagen 24 und Fahrzeugkarosserien 14.

Das Fördersystem 20 ist als einspuriges Hängebahnsystem 32 ausgebildet, bei dem sich über dem Tauchbecken 16 eine Tragschiene 34 erstreckt, auf dem das Fahrwerk 26 des Transportwagens 24 abläuft. Die Transportrichtung, in welcher die Fahrzeugkarosserien 14 mittels des Fördersystems 20 gefördert werden, ist in den Figuren durch einen Pfeil 36 dargestellt. Bei nicht eigens gezeigten Abwandlungen kann das Hängebahnsystem 32 auch mehrspurig sein.

Das Fahrwerk 26 ist in an und für sich bekannter Art und Weise mit Führungs- und Trag rollen ausgestattet, die hier nicht eigens mit einem Bezugszeichen versehen sind und an verschiedenen Flächen des Profils der Tragschiene 34 abrollen. Der Transportwagen 24 ist mittels einer Antriebseinrichtung 38 antreibbar. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel dient hierzu mindestens eine der Rollen des Fahrwerks 26 als Antriebsrolle 40, die durch einen von dem Fahrwerk 26 mitgeführten Elektromotor 42 verdrehbar ist. Auf diese Weise kann jeder vorhandene Transportwagen 24 individuell angesteuert und verfahren werden.

Es kommen auch anders konstruierte Hängebahnsysteme in Frage, wie sie an und für sich bekannt sind. Auch Nicht-Hängebahnsysteme kommen in Betracht, bei denen beispiels weise Schienen zu beiden Seiten des Tauchbeckens 16 verlaufen, auf denen der Transport wagen 24 mit einem entsprechend ausgebildeten Fahrwerk ablaufen kann. Auch derartige Fördersysteme für Tauchanlagen sind an und für sich bekannt.

Mit Hilfe der Verstelleinrichtung 30 kann die Befestigungseinrichtung 28 einerseits in verti kaler Richtung angehoben oder abgesenkt werden und andererseits um eine Drehachse 44 gedreht werden, welche horizontal und beim vorliegenden Ausführungsbeispiel senk recht zur Transportrichtung 36 verläuft. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Verstelleinrichtung 30 als Teleskopeinrichtung 46 mit einem in vertikaler Richtung aus-und einfahrbaren Teleskoparm 48 ausgebildet, welcher die Befestigungseinrichtung 28 an seinem unteren Ende drehbar lagert.

Entsprechend vorhandene Antriebe für den Teleskoparm 48 und die Verdrehung der Be festigungseinrichtung 28 sind in den Figuren nicht eigens gezeigt.

Insgesamt können die Befestigungseinrichtung 28 und der daran befestigte Gegenstand 12 eine Bewegung durchführen, die durch eine Überlagerung einer horizontalen Linearbe wegung, einer vertikalen Linearbewegung und einer Drehung um die Drehachse 44 her vorgerufen wird. Dies bedeutet nicht, dass diese Überlagerung der drei Bewegungen stets durchgeführt werden muss, es können auch jeweils nur eine oder nur zwei dieser Bewe-gungsmöglichkeiten gleichzeitig ausgeschöpft werden.

Die Funktionsweise der Tauchlackieranlage 10 wird nun kurz anhand Figur 1 erläutert, wel che drei Phasen A, B und C eines Tauchgangs veranschaulicht.

Die zu lackierenden Fahrzeugkarosserien 14 werden in einer im Wesentlichen horizontalen Ausrichtung, wie es Phase A in Figur 1 zeigt, an das Tauchbecken 16 heranbewegt, indem der Elektromotor 42 bestromt wird. Die Befestigungseinrichtung 28 und die Fahrzeugka rosserie 14.1 befinden sich dabei in einer obersten Position; der Teleskoparm 48 ist einge fahren.

Wenn sich der Transportwagen 24 der auf der Eintrittsseite befindlichen Stirnwand des Tauchbeckens 16 nähert, wird der Teleskoparm 48 ausgefahren, wodurch die Befesti gungseinrichtung 28 und die daran befestigte Fahrzeugkarosserie 14 abgesenkt werden. Sobald die Front der Fahrzeugkarosserie 14 über die Stirnwand des Tauchbeckens 16 hin-aus über die Behandlungsflüssigkeit 18 ragt, werden gleichzeitig die Befestigungseinrich tung 28 und die Fahrzeugkarosserie 14 um die Drehachse 44 verdreht. In diesem Bereich ist also die Gesamtbewegung der Fahrzeugkarosserie 14 als die oben angesprochene Überlagerung dreier Bewegungen zu verstehen, nämlich der horizontalen Linearbewegung in Transportrichtung 36 entlang der Tragschiene 34, der vertikalen Linearbewegung, hier entlang der Längsachse des Teleskoparms 48 und der Drehbewegung um die Drehachse 44, die in der Sicht der Figur 1 gegen den Uhrzeigersinn erfolgt. Dabei "wickelt" sich die Fahrzeugkarosserie 14 über die eingangsseitige Stirnwand des Tauchbeckens 16 und taucht in die Behandlungsflüssigkeit 18 ein. Dies veranschaulicht Phase B in Figur 1.

Unter fortgesetztem Absenken und weiterer Drehung der Befestigungseinrichtung 28 bzw. der Fahrzeugkarosserie 14 um die Drehachse 44 wird schließlich eine Position erreicht, in der die Fahrzeugkarosserie 14 "Dach unten" auf dem Rücken liegt, was in Figur 1 in Phase C dargestellt ist.

Spätestens in dem Moment, in dem die Fahrzeugkarosserie 14 vollständig "auf dem Rü cken" und damit wieder horizontal liegt, wie es in Figur 1, Phase C dargestellt ist, ist die Fahrzeugkarosserie 14 vollständig in die Behandlungsflüssigkeit 18 eingetaucht. Die Fahr zeugkarosserie 14 wird zunächst in dieser Position gehalten.

Bei einem Tauchbecken 16 mit einer größeren Erstreckung in Transportrichtung 36, wie es beispielsweise in den Figuren 2 und 3 bei einem weiter unten erläuterten Spülbecken und in Figur 6 veranschaulicht ist, wird die Fahrzeugkarosserie 14 zunächst in dieser Position mit Hilfe des Transportwagens 24 weiter durch das Tauchbecken 16 gefördert, bis sie nä her an die ausgangsseitige Stirnwand des Tauchbeckens 16 herangerückt ist.

Wenn die Fahrzeugkarosserie 14 ausreichend lange in die Behandlungsflüssigkeit 18 ein getaucht war oder die ausgangsseitige Stirnseite des Tauchbeckens 16 erreicht, beginnt der Austauchvorgang der Fahrzeugkarosserie 14, der sich wiederum als Überlagerung von

drei Bewegungen darstellt, nämlich der horizontalen Linearbewegung in Transportrichtung 36, einer Vertikalbewegung nach oben entlang der Längsachse des Teleskoparms 48 und der Drehbewegung um die Drehachse 44. Dabei "wickelt" sich die Fahrzeugkarosserie 14 durch Weiterverdrehen um die Drehachse 44 gegen den Uhrzeigersinn unter Einfahren des Teleskoparms 48 und damit unter einer Aufwärtsbewegung der Befestigungseinrich tung 28 über die ausgangsseitige Stirnwand des Tauchbeckens 16 hinweg, bis dann erneut in Transportrichtung 36 hinter dem Tauchbecken 16 eine horizontale Position der frisch flüssigkeitsbehandelten, im Falle eines Lacks der frisch lackierten Fahrzeugkarosserie 14 erreicht ist. Dieser Austauchvorgang ist nicht gesondert gezeigt.

Alternativ können die Fahrzeugkarosserien 14 auch "Dach oben" durch die Behandlungs flüssigkeit 18 geführt werden und dabei vollständig in die Behandlungsflüssigkeit 18 ein-tauchen. Es versteht sich, dass beim Eintauch- und beim Austauchvorgang dann keine Drehung der Befestigungseinrichtung 28 bzw. der Fahrzeugkarosserie 14 um 180° um die Drehachse 44 erfolgt, sondern keine solche Drehung oder nur eine Wippbewegung, bei-spielsweise um 45°, um die Drehachse 44 durchgeführt wird.

In den nachfolgend erläuterten Figuren 2 bis 7 sind die Fahrzeugkarosserien 14 schema tisch als Rechteck gezeigt. Wenn die Befestigungseinrichtung 28 zu erkennen ist, bedeutet dies, dass die jeweilige Fahrzeugkarosserie 14 "Dach unten" gefördert wird; dies ist in den Figuren 2 bis 7 stets der Fall, um eine in ein entsprechend vorhandenes Tauchbecken 16 eingetauchte Fahrzeugkarosserie 14 zu veranschaulichen.

Wie nun zunächst in Figur 2 zu erkennen ist, definiert das Fördersystem 20 einen Förder weg 50, entlang welchem die Transportwagen 24 verfahren werden können. Der Förder weg 50 führt durch mehrere Behandlungszonen 52. i, die in Transportrichtung 36 hinterei nander angeordnet sind.

In Figur 2 sind drei Behandlungszonen 52.1 , 52.2 und 52.3 mit jeweils einem Tauchbecken 16 vorhanden. In den Behandlungszonen 52.1 , 52.2 und 52.3 findet die eigentliche Ober flächenbehandlung statt; bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel kann in jeder Be handlungszone 52.1, 52.2 oder 52.3 eine kataphoretische Tauchlackierung durchgeführt

werden, wozu die Behandlungsflüssigkeit 18 in den zugehörigen Tauchbecken 16 jeweils ein entsprechender Lack ist.

Insbesondere wenn die Tauchbecken 16 für eine oben angesprochene kataphoretische Tauchlackierung konzipiert sind, umfasst jedes vorhandene Tauchbecken 16 vorzugsweise für sich Anlagenkomponenten für die Temperierung, die Umwälzung und die Pflege der Behandlungsflüssigkeit 18 sowie die Komponenten und Bauteile für die erforderliche Messtechnik, gegebenenfalls vorhandene Dialysezellen und generell für die Energieversor gung. Bei einer Abwandlung können auch mehrere Tauchbecken 16 in geeigneter Weise zusammengeschaltet sein und entsprechende Ressourcen gemeinsam nutzen. Gemeinsam genutzte Komponenten und Bauteile können dabei entweder gleichzeitig für mehrere Tauchbecken 16 oder im zeitlichen Wechsel immer nur einem oder einer kleineren Anzahl als der Anzahl der vorhandenen Tauchbecken 16 zur Verfügung stehen. Beispielsweise kann eine Umwälzpumpe mehrere Tauchbecken 16 bedienen, die mit derselben Art einer Behandlungsflüssigkeit 18 gefüllt sind.

Auch kann die Aktivität der für den Betrieb eines bestimmten Tauchbecken 16 für einen Tauchvorgang notwendigen Komponenten heruntergefahren oder eingestellt werden, wenn das bestimmte Tauchbecken 16 nicht in den Prozessablauf integriert ist.

In Transportrichtung 36 vor den Behandlungszonen 52. i befindet sich eine Vorbehand lungszone 54, in welcher ebenfalls ein Tauchbecken 16, nämlich ein Reinigungsbecken, an-geordnet ist. Die Vorbehandlungszone 54 ist eine Reinigungszone; die Behandlungsflüs sigkeit 18 in deren Tauchbecken 16 ist eine Reinigungsflüssigkeit, mit der die Fahrzeugka rosserien 14 gereinigt und insbesondere entfettet werden, bevor sie zu den Behandlungs zonen 52. i gelangen.

In Transportrichtung 36 hinter den Behandlungszonen 52. i befindet sich eine Nachbe-handlungszone 56 mit einem weiteren Tauchbecken 16, nämlich einem Spülbecken. Die Nachbehandlungszone 56 ist eine Spülzone; die Behandlungsflüssigkeit 18 in dem dorti gen Tauchbecken 16 ist eine Spülflüssigkeit, mit welcher die Fahrzeugkarosserien 14 von noch anhaftenden Flüssigkeitsresten aus den Behandlungszonen 52. i der Oberflächenbe handlung befreit werden.

Alle Fahrzeugkarosserien 14 werden durch das Reinigungsbecken in der Vorbehandlungs zone 54 und durch das Spülbecken in der Nachbehandlungszone 56 geführt. Die Tauchbe cken 16 der Behandlungszonen 52. i müssen jedoch nicht alle von einer bestimmten Fahr zeugkarosserie 14 durchlaufen werden.

Der Förderweg 50 führt über einen Zuführabschnitt 58 zu den Behandlungszonen 52. i hin und über einen Abführabschnitt 60 von den Behandlungszonen 52. i weg.

Der Förderweg 50 teilt sich mehrere Male, beim vorliegenden Ausführungsbeispiel in den einzelnen Behandlungszonen 52.1, 52.2 und 52.3, jeweils in Teilwege 50. i, von denen ein erster Teilweg 50.1 zu dem jeweiligen Tauchbecken 16 führt, so dass die Fahrzeugkarosse-rien 14, die entlang dem jeweils ersten Teilweg 50.1 verfahren werden, auch einen Tauch vorgang durch das jeweilige Tauchbecken 16 absolvieren können, wie es oben anhand Fi gur 1 beschrieben ist.

Ein jeweils zweiter Teilweg 50.2 führt an dem jeweiligen Tauchbecken 16 vorbei, so dass die Fahrzeugkarosserien 14, welche entlang dem jeweils zweiten Teilweg 50.2 verfahren werden, die jeweilige Behandlungszone 52.1, 52.2 oder 52.3 an dem zugehörigen Tauch becken 16 vorbei passieren können, ohne über das zugehörige Tauchbecken 16 hinweg oder in einem Tauchgang durch das zugehörige Tauchbecken 16 hindurch geführt zu wer den. Der zweite Teilweg 50.2 definiert in dieser Weise eine Bypassstrecke an dem jeweils betrachteten Tauchbecken 16 vorbei.

Zu diesem Zweck verlaufen der erste Teilweg 50.1 und der zweite Teilweg 50.2 in einer ho rizontalen Richtung versetzt zueinander. Somit verlaufen der erste Teilweg 50.1 und der zweite Teilweg 50.2 in horizontaler Richtung voneinander beabstandet. Dabei können der erste und der zweite Teilweg 50.1 , 50.2 auf gleichem Höhenniveaus oder zumindest be reichsweise auf unterschiedlichen Höhenniveaus verlaufen.

Zwischen zwei in Transportrichtung 36 aufeinanderfolgenden ersten Teilwegen 50.1 und/oder zweiten Teilwegen 50.2 umfasst der Förderweg 50 jeweils einen Verbindungsab schnitt 62, mit dem die Teilwege 50.1, 50.2 verbunden und von dem die Teilwege 50.1,

50.2 getrennt werden können.

Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist dementsprechend jeweils ein Verbindungsab schnitt 62 zwischen den Behandlungszonen 52.1 , 52.2 und 52.3 und den dortigen Teilwe gen 50.1 , 50.2 vorgesehen.

Das Fördersystem 20 umfasst ein Weichensystem 64, mit welchem in Transportrichtung 36 eine Verbindung eines Abschnitts des Förderweges 50 mit dem ersten Teilweg 50.1 oder dem zweiten Teilweg 50.2 hergestellt oder getrennt werden kann und mit welchem in Transportrichtung 36 eine Verbindung des ersten Teilweges 50.1 oder des zweiten Teilwe ges 50.2 mit einem Abschnitt des Förderweges 50 hergestellt oder getrennt werden kann.

Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel kann konkret mittels des Weichensystems 64 eine Verbindung des Zuführabschnitts 58 des Förderweges 50 und der Verbindungsab schnitte 62 jeweils mit dem in Transportrichtung 36 folgenden ersten Teilweg 50.1 oder dem in Transportrichtung 36 folgenden zweiten Teilweg 50.2 hergestellt oder getrennt werden und kann eine Verbindung jedes ersten Teilweges 50.1 und jedes zweiten Teilwe ges 50.2 mit dem in Transportrichtung 36 folgenden Verbindungsabschnitt 62 bzw. bei der in Transportrichtung 36 letzten Behandlungszone 52. i mit dem Abführabschnitt 60 herge stellt oder getrennt werden.

Die Transportwagen 24 können hierdurch in jeder Behandlungszone 52.1, 52.2 oder 52.3 mit Hilfe des Weichensystems 64 wahlweise dem ersten Teilweg 50.1 oder dem zweiten Teilweg 50.2 zugeführt und von dort wieder auf die Verbindungsabschnitte 62 bzw. - nach der in Transportrichtung 36 letzten Behandlungszone 52. i - wieder auf den Abführab schnitt 60 des Förderweges 50 geführt werden.

An der Eingangsseite und an der Ausgangsseite von jeder Behandlungszone 52. i sind Wei cheneinheiten 66.i angeordnet, so dass zwischen zwei Behandlungszonen 52. i jeweils zwei Weicheneinheiten 66.i befinden. Es gibt somit bei den drei vorhandenen Behandlungszo-nen 52.1 , 52.2 und 52.3 insgesamt sechs Weicheneinheiten 66, die in Figur 2 in Transport richtung 36 mit 66.1, 66.2, 66.3, 66.4, 66.5 und 66.6 bezeichnet sind.

Die Weicheneinheiten 66. i sind beim Ausführungsbeispiel nach Figur 2 nach einer ersten Art als Durchfahrweiche 68 mit Weichensträngen 70.i ausgebildet, wobei die Anzahl der Weichenstränge 70. i mit der Anzahl der vorhandenen Teilwege 50.i übereinstimmt. Vorlie gend sind dementsprechend bei jeder Weicheneinheit 66.i zwei Weichenstränge 70.1 und 70.2 vorhanden. Die Weichenstränge 70. i, 70.1 und 70.2 sind der Übersichtlichkeit halber nur bei der Weicheneinheit 66.1 am Eingang der ersten Behandlungszone 52.1 gekenn-zeichnet. Die Weichenstränge 70.i verlaufen derart, dass die Weicheneinheiten 66. i in je dem Fall ohne Stopp des Transportwagen 24 durchfahren werden können, da die Wei cheneinheiten 66.i immer in die benötigte Stellung zum ersten oder zum zweiten Teilweg 50.1, 50.2 gebracht werden können, bevor der Transportwagen 24 die Weicheneinheit 66.i erreicht.

Zusätzlich zu den Behandlungszonen 52. i, der Vorbehandlungszone 54 und der Nachbe handlungszone 56 gibt es eine Aufgabezone 72 und eine Abgabezone 74. In der Aufgabe zone 72 werden Fahrzeugkarosserien 14 aus einem vorhergehenden Anlagenabschnitt, insbesondere aus der Vormontage, in welcher die Rohkarosserie montiert wird, jeweils an einen unbeladenen Transportwagen 24 übergeben und an diesem befestigt. In Figur 2 ist lediglich ein einziger unbeladener Transportwagen 24 gezeigt. In der Abgabezone 74 wer den entsprechend Fahrzeugkarosserien 14 von einem Transportwagen 24 abgenommen, welche ihre Behandlung in den Zonen 54, 52. i und 56 durchlaufen haben.

In Figur 2 sind nun beispielhaft die Tauchbecken 16 in der ersten Behandlungszone 52.1 und in der zweiten Behandlungszone 52.2 belegt, d.h. es befindet sich jeweils ein Trans-portwagen 24 auf dem jeweils ersten Teilweg 50.1 an diesen Tauchbecken 16 und es ist dort jeweils ein Fahrzeugkarosserie 14 "Dach unten" eingetaucht; daher ist die Befesti gungseinrichtung 50 jeweils zu erkennen. Außerdem befindet sich ein Transportwagen 24 mit Fahrzeugkarosserie 14 in der Vorbehandlungszone 54.

Die Weicheneinheiten 66. i in den Behandlungszonen 52.1 , 52.2 und 52.3 sind, ebenfalls beispielhaft, in Stellungen gezeigt, so dass derjenige Transportwagen 24, der sich in der Vorbehandlungszone 54 befindet, auf seinem weiteren Weg auf den Teilwegen 50.2 der ersten Behandlungszone 52.1 und der zweiten Behandlungszone 52.2 an den dortigen Tauchbecken 16 vorbei geführt wird, in der dritten Behandlungszone 52.3 aber auf den dortigen ersten Teilweg 50.1 und so zu dem dort zugehörigen Tauchbecken 16 geführt wird.

Wenn nun beispielsweise die Behandlung der Fahrzeugkarosserie 14 in der ersten Behand lungszone 52.1 abgeschlossen ist, wird die Weicheneinheit 66.2 am Ausgang der ersten Behandlungszone 52.1 in eine Stellung gebracht, in welcher der erste Teilweg 50.1 der ers ten Behandlungszone 52.1. mit dem in Transportrichtung 36 folgenden Verbindungsab schnitt 62 verbunden ist. Außerdem wird die Weicheneinheit 66.5 am Eingang der dritten Behandlungszone 52.3 in eine Stellung gebracht, in welcher der Verbindungsabschnitt 62 zwischen der zweiten und der dritten Behandlungszone 52.2, 52.3 mit dem zweiten Teil-weg 50.2 der dritten Behandlungszone 52.2 verbunden ist.

Nun kann die Fahrzeugkarosserie 14 aus dem Tauchbecken 16 in der ersten Behandlungs zone 52.1 herausbewegt und an den Tauchbecken 16 in der zweiten und der dritten Be handlungszone 52.2, 52.3 vorbei zur Nachbehandlungszone 56 gefördert werden.

Eine nachfolgende Fahrzeugkarosserie 14 kann dann nach erfolgter Reinigung in der Vor-behandlungszone 54 in das nun leere Tauchbecken 16 der ersten Behandlungszone 52.1 eingetaucht werden, wozu die Weicheneinheit 66.i an deren Eingang zuvor entsprechend umgestellt wird.

Figur 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Tauchbehandlungsanlage 10. Einerseits ist dort zusätzlich in Transportrichtung 36 eine vierte Behandlungszone 52.4 mit ebenfalls einem Tauchbecken 16 vorgesehen. Andererseits sind die Weicheneinheiten 66.i nach ei ner zweiten Art als Querverschiebeweichen 76 mit Weichensträngen 78. i ausgebildet, wo bei die Anzahl der Weichenstränge 78. i auch hier mit der Anzahl der vorhandenen Teil wege 50. i übereinstimmt. Vorliegend sind dementsprechend bei jeder Querverschiebewei-che 76 zwei Weichenstränge 78.1 und 78.2 vorhanden, die die zwischen zwei zu verbin-denden Abschnitten des Fahrwegs 50 hin und her verschoben werden können. Die Wei chenstränge 78.i verlaufen derart, dass die Weicheneinheiten 66.i nicht mehr in jedem Fall ohne Stopp des Transportwagens 24 durchfahren werden können. Beim vorliegenden

Ausführungsbeispiel verlaufen die Weichenstränge 78.i geradlinig und parallel. Die Wei chenstränge 70.i, 70.1 und 70.2 sind auch hier der Übersichtlichkeit halber nur bei der Wei cheneinheit 66.1 am Eingang der ersten Behandlungszone 52.1 gekennzeichnet.

Es gibt bei diesem Konzept keine Verbindungsabschnitte 62 des Förderweges 50 und zwi-sehen den Behandlungszonen 52. i ist jeweils lediglich eine Weicheneinheit 66.i in Form ei ner Querverschiebeweiche 76 vorhanden; die Teilwege 50.1 , 50.2 zweier aufeinanderfol gender Behandlungszonen 52. i sind durch eine Querverschiebeweiche 76 unmittelbar mit einander verknüpft. Aus diesem Grund ist bei diesem Konzept lediglich eine Querverschie beweiche 76 mehr notwendig als Behandlungszonen 50 vorhanden sind. Bei dem anhand Figur 2 veranschaulichten Weichenkonzept mit den Durchfahrweichen 68 sind dagegen doppelt so viele Weicheneinheiten 66.i notwendig wie Behandlungszonen 50 vorhanden sind.

Es gibt somit bei den vier vorhandenen Behandlungszonen 52.1 , 52.2, 52.3 und 52.4 insge samt fünf Weicheneinheiten 66.i in Form der Quer-Verschiebweichen 76, die in Figur 3 in Transportrichtung 36 mit 66.1, 66.2, 66.3, 66.4 und 66.5 bezeichnet sind.

In einer ersten Stellung der Querverschiebeweichen 76 ist jeweils deren erster Wei chenstrang 78.1 mit einem ersten Teilweg 50.1 und deren zweiter Weichenstrang 78.2 mit einem zweiten Teilweg 50.2 des Förderweges 50 verbunden. In einer zweiten Stellung der Querverschiebeweiche 76 ist deren erster Weichenstrang 78.1 mit einem zweiten Teilweg 50.2 und deren zweiter Weichenstrang 78.2 mit keinem Teilweg 50.1 oder 50.2 des Förder weges 50 verbunden. Bei den Querverschiebeweichen 76 zwischen den Behandlungszonen 52. i sind somit in der ersten Stellung einer Querverschiebeweiche 76 jeweils die ersten Teilwege 50.1 zweier benachbarter Behandlungszonen 52. i durch den ersten Wei chenstrang 78.1 und die zweiten Teilwege 50.2 dieser Behandlungszonen 52. i durch den zweiten Weichenstrang 78.2 verbunden. Bei den Querverschiebeweichen 76 vor der ersten Behandlungszone 52.1 und nach der letzten Behandlungszone 52.4 ist der erste Wei chenstrang 78.1 in der ersten Stellung nur mit dem ersten Teilweg 50.1 der jeweils be nachbarten Behandlungszone 52.1 bzw. 52.4 verbunden, wogegen der jeweilige zweite

Weichenstrang 78.2 den Zuführabschnitt 58 mit dem zweiten Teilweg 50.2 der ersten Be handlungszone 52.1 bzw. den zweiten Teilweg 50.2 der letzten Behandlungszone 52.4 mit dem Abführabschnitt 60 des Förderweges 50 verbindet.

In Figur 3 sind beispielhaft die Tauchbecken 16 in der ersten, der dritten und der vierten Behandlungszone 52.1, 52.3 bzw. 52.4 belegt, d.h. es befindet sich jeweils ein Transportwa gen 24 auf dem jeweils ersten Teilweg 50.1 an diesen Tauchbecken 16 und es ist jeweils eine Fahrzeugkarosserie 14 "Dach unten" eingetaucht. Außerdem befindet sich ein Trans portwagen 24 mit Fahrzeugkarosserie 14 in der Vorbehandlungszone 54. Das Tauchbe cken 16 in der zweiten Behandlungszone 52.2 ist frei.

Die Weicheneinheit 66.1 am Eingang der ersten Behandlungszone 52.1 nimmt ihre zweite Stellung ein, in welcher der zweite Weichenstrang 78.2 mit dem Zuführabschnitt 58 des Förderweges 50 fluchtet und diesen mit dem zweiten Teilweg 50.2 der ersten Behand lungszone 52.1 verbindet. Auf seinem Weg zu dem leeren Tauchbecken 16 der zweiten Be handlungszone 52.2 fährt der Transportwagen 24 aus der Vorbehandlungszone 54 zu-nächst bis zur zweiten Weicheneinheit 66.2 und fährt auf deren ersten Weichenstrang 78.1 auf und stoppt dort, wozu die zweite Weicheneinheit 66.i ihre erste Stellung einnimmt. Dann wird der Transportwagen 24 zusammen mit dem ersten Schienenstrang 78.1 der Weicheneinheit 66.2 zum zweiten Teilweg 50.2 der zweiten Behandlungszone 52.2 ver schoben, auf den der Transportwagen 24 dann auffahren und so zum dortigen Tauchbe-cken 16 gelangen kann, um dort eingetaucht zu werden

In entsprechender Weise werden Transportwagen 24 zu den Tauchbecken 16 in den übri gen Behandlungszonen 52.1 , 52.3 oder 52.4 hin oder in den Behandlungszonen generell an den dortigen Tauchbecken 16 vorbei gefördert, indem die Querverschiebeweichen 76 eine jeweils passende Stellung einnehmen.

Grundsätzlich funktioniert jede Querverschiebeweiche 76 auch mit nur einem einzigen Schienenstrang. Mit dem erläuterten Mehrstrangkonzept kann jedoch ein Transportwagen 24 zu einem Tauchbecken 16 bewegt werden, aber gleichzeitig der Fahrweg an dem zuge hörigen Tauchbecken vorbei hergestellt werden.

In den Figuren 2 und 3 ist als alternative Ergänzung noch jedem zweiten Teilweg 50.2 der vorhandenen Behandlungszonen 52.1 bis 52.3 bzw. 52.1 bis 52.4 jeweils ein mit gestrichel ten Linien gezeigtes Tauchbecken 16 zugeordnet, in denen ebenfalls in entsprechender Weise jeweils eine Tauchbehandlung einer Fahrzeugkarosserie 14 durchgeführt werden kann.

In diesem Fall definieren sich die Bezeichnungen erster Teilweg und zweiter Teilweg an hand des betrachteten Tauchbeckens 16. Wenn also das Tauchbecken an dem mit 50.2 bezeichneten Teilweg betrachtet wird, ist der Teilweg 50.2 der erste Teilweg, der definiti onsgemäß zu dem betrachteten Tauchbecken 16 führt, und ist der mit 50.1 bezeichnete Teilweg der zweite Teilweg, der definitionsgemäß an diesem Tauchbecken 16 vorbei führt.

Entsprechendes gilt, wenn mehr als zwei Teilwege 50.i vorhanden sind, die jeweils zu ei nem eigenen Tauchbecken 16 führen. Hierauf wird weiter unten zu den Figuren 4 und 5 nochmals eingegangen.

Wenn an jedem Teilweg 50.1 und 50.2 einer zugehörigen Behandlungszone 52. i jeweils ein Tauchbecken 16 vorhanden ist und dort jeweils eine Fahrzeugkarosserie 14 eintaucht, kann diese Behandlungszone 52. i nicht mehr von einem weiteren Transportwagen 24 pas siert werden.

Bei der Tauchbehandlungsanlage 10 gemäß Figur 3 ist in der vierten Behandlungszone 52.4 ist noch ergänzend als Alternative veranschaulicht, dass das ein Tauchbecken 16 auch so breit ausgebildet sein kann, dass es auf beiden Teilwegen 50.1 und 50.2 von einer Fahr zeugkarosserie 14 erreicht werden kann. Dort ist anstelle von jeweils einem Tauchbecken 16 am Teilweg 50.1 und am Teilweg 50.2 ein entsprechend breites Tauchbecken 16 ge zeigt, welches sich in Richtung quer zur Transportrichtung 36 über beide dortigen Teil wege 50.1 du 50.2 hinweg erstreckt. In solchen Fällen führt ein jeweiliger Teilweg 50.1 , 50.2 zu jeweils einem Tauchbereich des Tauchbeckens, wobei der jeweils andere Teilweg 50.2, 50.1 an diesem Tauchbereich des Tauchbeckens 16 vorbei führt.

Es können bei beiden Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 2 und 3 auch mehr als zwei Teilwege 50.i in jeder oder in manchen Behandlungszonen 52. i vorhanden sein. Die

Weicheneinheiten 66.i können dann auch eine entsprechende Anzahl an Weichensträngen 70.i bei den Durchfahrweichen 68 bzw. an Weichensträngen 78. i bei den Querverschiebe-weichen 76 haben. Entsprechend kann sich auch die Anzahl von Tauchbecken 16 in jeder Behandlungszone 52.2 erhöhen.

Bei den in den Figuren 2 und 3 gezeigten Tauchbehandlungsanlagen 10 sind Tauchbecken 16 in Transportrichtung 36 hintereinander angeordnet. Wenn die optionalen, mit gestri chelten Linien gezeigten Tauchbecken 16 nicht vorgesehen sind, gilt dies zumindest für ei nen Teil der vorhandenen Tauchbecken 16, ansonsten gibt es immer die entsprechenden Gruppen von Tauchbecken 16, die in Transportrichtung 36 betrachtet nebeneinander an-geordnet sind.

Die Figuren 4 und 5 zeigen im Unterschied dazu jeweils eine Tauchbehandlungsanlage 10, bei welcher alle vorhandenen Tauchbecken 16 in dieser Weise nebeneinander angeordnet sind. Bei den beiden Ausführungsbeispielen sind jeweils zwei Tauchbecken 16 sowie ein weiteres optionales Tauchbecken 16 mit Strichlinien gezeigt. In den Figuren 4 und 5 sind nicht mehr alle Komponenten und Bauteile mit Bezugszeichen versehen.

Im Prinzip ist bei diesem Anlagenlayout jeweils nur eine Behandlungszone 52 gezeigt, in welcher sich der Fahrweg 50 in mehr als zwei Teilwege 50. i teilt, wie es oben zu den Aus führungsbeispielen der Figuren 2 und 3 bereits erläutert wurde, ohne dass diese Ausbil dung in den Figuren gezeigt ist. Konkret teilt sich der Fahrweg 50 bei den Tauchbehand-lungsanlagen gemäß den Figur 4 und 5 in drei Teilwege 50.1 , 50.2 und 50.3.

Wenn also das Tauchbecken 16 am hier mittleren Teilweg 50.2 betrachtet wird, ist dieser Teilweg 50.2 der erste Teilweg, der zu dem betrachteten Tauchbecken 16 führt, wogegen jeder der Teilwege 50.1 und 50.3 einen zweiten Teilweg definiert, der an diesem Tauchbe cken 16 vorbei führt.

Bei den Tauchbehandlungen gemäß den Figuren 4 und 5 sind bei drei Teilwegen 50. i vier Weicheneinheiten 66.i vorhanden, die mit 66.1, 66.2, 66.3, 66.4 bezeichnet sind. Bei einer solchen parallelen Führung der Teilwege 50.i ist immer lediglich eine Weicheneinheit 66.i mehr notwendig als Teilwege 50.i vorhanden sind.

Figur 6 zeigt als weiteres Ausführungsbeispiel eine Tauchbehandlungsanlage 10, bei wel cher Teilwege des Förderweges 50, die zu einem Tauchbecken 16 führen, als Sackgassen wege 80 ausgebildet sind.

Diese können von einem Transportwagen 24 jeweils über Weicheneinheiten 66. i des Wei-chensystems 64 erreicht werden, die als Drehweiche in Form einer Drehschieneneinrich tung 82 ausgebildet sind, die komplementär zu den Sackgassenwegen 80 und den Trans portwagen 24 ausgebildet sind. Bei diesem Konzept müssen die Transportwagen 24 gege benenfalls derart modifiziert sein, dass sie entsprechend die Richtung wechseln können; insbesondere müssen hierfür die Tragrollen, mit denen das Fahrwerk 26 auf der Trag-schiene 34 abrollten, um eine vertikale Achse verdrehbar gelagert sein. Die Sackgassen wege 80 sind hier exemplarisch zweispurig gezeigt, so dass ein Zusammenwirken mit dem Transportwagen 24 gemäß Figur 1 möglich ist, bei dem die Antriebsrolle 40 und eine wei tere, nicht eigens gekennzeichnete Tragrolle auf der Tragschiene 34 ablaufen. Bei nicht ei gens gezeigten Abwandlungen und einem entsprechend ausgebildeten Transportwagen 24 kann ein Sackgassenweg 80 auch nur einspurig ausgebildet sein.

An jeder Weicheneinheit 66.i teilt sich der Förderweg 50 in einen Teilweg 50.1, der einen Sackgassenweg 80 ausbildet und zu dem zugehörigen Tauchbecken 16 führt, und einen Teilweg 50.2, der an diesem Tauchbecken 16 vorbeiführt. Auf diese Weise können wieder mehrere Behandlungszonen 52 definiert werde; beim vorliegenden Ausführungsbeispiel sind vier Behandlungszonen 52.1, 52.2, 52.3 und 52.4 gezeigt.

In Figur 6 ist lediglich ein einziges Tauchbecken 16 gezeigt, dass sich über alle Behand lungszonen 52 hinweg erstreckt, so dass hier die vorhandenen Teilwege 50.1 wieder zu je weiligen Tauchbereichen dieses Tauchbeckens 16 führen und die jeweils vorhandenen Teilwege 50.2 an diesen Tauchbereichen vorbei führen.

Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 7 sind wieder jeweils gesonderte Tauchbecken 16 vorhanden, wobei sich der Förderweg 50 an jeder Weicheneinheit 66.i in drei Teilwege 50.1 , 50.2 und 50.3 teilt, von denen zwei als Sackgassenwege 80 ausgebildet sind, die in der oben beschriebenen Weise zu einem Tauchbecken 16 führen.

Bei allen oben erläuterten Ausführungsbeispielen sind alle Abschnitte des Förderweges 50, d.h. die Teilwege 50. i, der Zuführabschnitt 58, der Abführabschnitt 60, die Verbindungsab schnitte 62, die Weichenstränge 70. i, 78.i sowie die Sackgassenwege 80 und die Dreh schieneneinrichtungen 82 durch entsprechende Schienenstränge ausgebildet, welche ins-gesamt die Führungsschiene 34 des Fördersystems 20 bereitstellen.

Bei allen Varianten des Weichensystems 64 können für die Transportwagen 24 insbeson dere an den Abschnittsübergängen seitliche Stützführungen vorgesehen sein, die Schwin gungen der Transportwagen 24 bzw. der daran befestigten Gegenständen 12 zur Seite vermindern und bestenfalls weitgehend verhindern. Flierzu können die Transportwagen 24 beispielsweise Führungsarme mit endständigen Rollen mitführen, die in entsprechende Führungsschienen einfädeln können. Solche Schienen können seitlich versetzt zum Verlauf der T ragschiene 34 in dem jeweiligen Abschnitt oder auch darunter verlaufen.

In der Praxis sind zumindest zwei Tauchbecken 16 mit derselben Art einer Behandlungs flüssigkeit 18 gefüllt, um den Vorteil zu erhalten, der durch die dann gegebene Über-holmöglichkeit erzielt wird.

Die Behandlungsflüssigkeit 18 in zwei oder mehr vorhandenen Tauchbecken 16 kann aber auch unterschiedlich sein und es können durch die Teilwege 50. i verschiedene Abfolgen realisiert werden, in denen die dann mit unterschiedlichen Behandlungsflüssigkeiten 18 gefüllten Tauchbecken 16 angefahren bzw. von den Gegenständen 12 durchfahren wer-den. Es kann dann zum Beispiel auch zunächst ein erstes, mit einer ersten Behandlungs flüssigkeit 18 gefülltes Tauchbecken 16 durchfahren werden, welches entlang des Förder weges 50 in Transportrichtung 36 betrachtet hinter einem zweiten Tauchbecken 16 mit ei ner anderen Behandlungsflüssigkeit 18 angeordnet ist. Hierzu wird der betreffende Ge genstand 12 auf dem Förderweg 50 im Kreis wieder zum dem Abschnitt des Förderweges 50 mit den Tauchbecken 16 gefördert, um auf diesem Wege zu dem benötigten zweiten

Tauchbecken 16 zu gelangen.

Auch sind in der Praxis zumindest zwei Tauchbecken 16 gleich groß und zu möglichst vie len zu behandelnden Gegenständen komplementär. Es können aber auch mehrere unter-

schiedlich große Tauchbecken vorhanden sein, die zwar mit derselben Art einer Behand lungsflüssigkeit gefüllt sind, aber nur jeweils von bestimmten Gegenständen 12 durchfah ren werden. Unterschiedlich große Tauchbecken 16 können auch unterschiedliche Behand lungsflüssigkeiten 18 aufnehmen. Die Variante, bei denen sich zwei oder mehr Teilwege 50.i ein Tauchbecken 16 teilen, ist oben erläutert.

Da sich zu behandelnde Gegenstände 12 auf dem Förderweg 50 gegenseitig überholen können, ist es möglich, dass die Gegenstände 12 in einer anderen Reihenfolge zu der Ab gabezone 74 gelangen, als sie in der Aufgabezone 72 auf den Förderweg 50 gebracht wurden. Auch kann sich die Reihenfolge in den Behandlungszonen 52 mehrfach ändern.

Wenn mehrere Tauchbecken 16 mit derselben Art einer Behandlungsflüssigkeit 18 vorhan den sind, ist darüber hinaus eine Redundanz gebildet. Wenn ein Tauchbecken 16 auf Grund einer notwendigen Wartung, sei es wegen einer Störung oder wegen einer regel mäßig erforderlichen Wartungsmaßnahme, nicht zur Verfügung steht, kann auf ein oder mehrere andere Tauchbecken zurückgegriffen werden.

Schließlich können Behandlungsparameter für ein konkretes Tauchbecken 16 und für ei nen sich darin befindlichen Gegentand 12 in Echtzeit angepasst werden, wenn eine Echt zeitmessung von Überwachungsparametern, bei einer kataphoretischen Tauchlackierung zum Beispiel die Stromstärke, die Verweilzeit, das Bewegungsmuster, die Badströmung und dergleichen, zeigt, dass Abweichungen vom geplanten Behandlungsergebnis zu er-warten sind.