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1. WO2020156768 - DISPOSITIF D'ACTIONNEMENT POUR COMMANDER UN SYSTÈME DE FERMETURE D'UN VÉHICULE AUTOMOBILE AINSI QUE PROCÉDÉ POUR LIBÉRER UN DISPOSITIF DE DÉVERROUILLAGE D'URGENCE À FONCTIONNEMENT MANUEL ET VÉHICULE AUTOMOBILE

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[ DE ]

Betätigungsvorrichtung zum Steuern eines Schließsystems eines Kraftfahr zeugs sowie Verfahren zum Freigeben einer manuell zu bedienenden No tentriegelungseinrichtung und Kraftfahrzeug

BESCHREIBUNG:

Die Erfindung betrifft eine Betätigungsvorrichtung zum Steuern eines Schließsystems eines Kraftfahrzeugs, umfassend eine Schaltungsanordnung mit einem ersten Eingang zum Empfangen eines Bediensignals und einem Ausgang zum Bereitstellen eines Steuersignals an das Schließsystem, wobei die Schaltungsanordnung dazu ausgebildet ist, das Steuersignal in Abhän gigkeit des Bediensignals zu erzeugen. Ferner betrifft die Erfindung ein Ver fahren zum Freigeben einer manuell zu bedienenden Notentriegelungsein richtung einer Betätigungsvorrichtung zum Steuern eines Schließsystems eines Kraftfahrzeugs sowie ein Kraftfahrzeug mit einer Betätigungsvorrich tung.

Aus der DE 10 2014 104 545 A1 ist ein gattungsgemäßes Elektronikmodul für einen Türgriff eines Fahrzeuges gemäß dem Oberbegriff bekannt. Das Elektronikmodul umfasst wenigstens ein Leiterelement, an dem zumindest ein elektrisches Bauteil elektrisch anordbar ist, wobei das Leiterelement und die verbundenen elektrischen Bauteile eine Elektronikeinheit bilden, und die Elektronikeinheit mit zumindest einem fahrzeugseitigen System, insbesonde re einem Sicherheitssystem, datentechnisch verbindbar ist.

Aus der DE 10 2006 042 152 A1 ist eine Handhabe, die insbesondere ein Türgriff eines Kraftfahrzeuges ist, für ein schlüsselloses Zugangs- und Fahr-berechtigungskontrollsystem bekannt.

Aus der DE 10 2012 104 928 A1 ist ein System für eine Sicherheitsvorrich tung eines Kraftfahrzeugs mit einer unbeweglichen Handhabe bekannt. Bei einer Aktivierung der Handhabe kann eine Identifikationsüberprüfung mit einem tragbaren Identifikationsgeber durchgeführt werden, wobei bei einer positiven Identifikation ein Schloss elektrisch betätigbar ist, wodurch ein Zustand des Schlosses veränderbar ist.

Nachteilig bei dem bekannten Stand der Technik ist es, dass bei einer Stö rung einer Fahrzeugelektronik ein Schließsystem des Fahrzeugs nicht mehr angesteuert werden kann. Somit besteht bei einer Störung der Fahrzeu gelektronik keine Möglichkeit, das Schließsystem zu öffnen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schließsystem bei einer Stö rung der Fahrzeugelektronik, auch in dem Fall eines Unfalls, zuverlässig zu öffnen.

Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprü che gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die abhän gigen Patentansprüche, die folgende Beschreibung sowie die Figuren offen bart.

Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass bei einer Störung der Elektro nik, insbesondere bei einem Unfall des Kraftfahrzeugs, durch eine manuell zu bedienende Notentriegelungseinrichtung das Schließsystem des Kraft fahrzeugs weiterhin zuverlässig geöffnet werden kann.

Durch die Erfindung ist eine Betätigungsvorrichtung zum Steuern eines Schließsystems eines Kraftfahrzeugs bereitgestellt. Die Betätigungsvorrich tung umfasst eine Schaltungsanordnung mit einem ersten Eingang zum Empfangen eines Bediensignals und einem Ausgang zum Bereitstellen eines Steuersignals an das Schließsystem, wobei die Schaltungsanordnung dazu ausgebildet ist, das Steuersignal in Abhängigkeit des Bediensignals zu er zeugen. Mit anderen Worten kann die Betätigungsvorrichtung eine Schal tungsanordnung umfassen, die ein Bediensignal über einen ersten Eingang empfängt und über einen Ausgang ein Steuersignal an das Schließsystem bereitstellt, wobei das Steuersignal in Abhängigkeit des Bediensignals er zeugt wird. Die Schaltungsanordnung kann eine oder mehrere Elektronik komponenten aufweisen, die durch eine Leiterplatte verbunden sein können. Beispielsweise kann eine Elektronikkomponente der Schaltungsanordnung dazu ausgebildet sein, ein Bediensignal zu empfangen, das beispielsweise ein Funksignal und/oder ein elektrisches Signal sein kann, das durch eine manuelle Aktivierung erzeugt wird. Zum Beispiel kann durch einen Benutzer ein Betätigungsfeld berührt werden, wodurch Bediensignal generiert werden kann. Zusätzlich oder alternativ kann ein Funksignal als Bediensignal emp fangen werden, mittels dessen eine Authentifizierung stattfinden kann. Da raufhin kann in Abhängigkeit des Bediensignals das Steuersignal erzeugt werden, um das Schließsystem zu steuern. Vorzugsweise kann überprüft werden, ob das Bediensignal einer hinterlegten Anforderung, wie beispiels weise einer hinterlegten Verschlüsselung, entspricht.

Die Schaltungsanordnung weist ferner einen zweiten Eingang zum Empfan gen eines Ereignissignals auf, wobei die Betätigungsvorrichtung eine manu ell zu bedienende Notentriegelungseinrichtung umfasst, wobei die Schal tungsanordnung ausgelegt ist, bei Empfang eines Ereignissignals die manu ell zu bedienende Notentriegelungseinrichtung für eine manuelle Bedienung freizugeben. Mit anderen Worten kann bei dem Empfang eines Ereignissig nals über einen zweiten Eingang eine manuell zu bedienende Notentriege lungseinrichtung von der Schaltungsanordnung freigegeben werden. Die manuell zu bedienende Notentriegelungseinrichtung kann ein mechanischer Zugang zum Schließsystem des Kraftfahrzeugs sein, der erst freigegeben wird, wenn das Ereignissignal empfangen wird. Das Ereignissignal kann beispielsweise erzeugt werden, wenn ein Fehler in einer Fahrzeugelektronik des Kraftfahrzeugs festgestellt wird, der beispielsweise bei einem Unfall des Kraftfahrzeugs auftreten kann, oder wenn festgestellt wird, dass eine Bordspannung des Kraftfahrzeugs unter einen vorbestimmten Spannungs wert fällt.

Durch die Erfindung ergibt sich der Vorteil, dass eine Betätigungsvorrichtung bereitgestellt werden kann, die nach dem Empfang des Bediensignals das Schließsystem elektronisch ansteuern kann, um dieses zu öffnen und zu schließen. Ferner kann die Betätigungsvorrichtung im Falle eines Unfalls ein Ereignissignal empfangen, welches beispielsweise von einem Aufprallsensor des Kraftfahrzeugs generiert werden kann, um daraufhin die manuell zu bedienende Notentriegelungseinrichtung freizugeben, mit der das Schließ system zuverlässig geöffnet werden kann. Durch die Erfindung kann somit einerseits der Komfort beim Öffnen und Schließen des Schließsystems er höht werden und andererseits eine zuverlässige, von der Fahrzeugelektronik unabhängige Notentriegelungseinrichtung bereitgestellt werden, durch die die Sicherheit erhöht werden kann.

Zu der Erfindung gehören auch Ausführungsformen, durch die sich zusätzli che Vorteile ergeben.

Eine Ausführungsform sieht vor, dass die manuell zu bedienende Notentrie gelungseinrichtung dazu ausgebildet ist, das Schließsystem durch eine ma nuelle Krafteinleitung durch einen Benutzer zu bedienen, um das Fahrzeug zu entriegeln. Mit anderen Worten kann das Schließsystem des Kraftfahr zeugs über eine Muskelkraft des Benutzers mittels der Notentriegelungsein richtung entriegelt werden. Hierbei kann beispielsweise ein Schalter, ein Flebel oder ein Seil beziehungsweise Seilzug vorgesehen sein, um manuell auf das Schließsystem zuzugreifen. Flierdurch ergibt sich der Vorteil, dass das Schließsystem bei einer Störung der Fahrzeugelektronik durch eine manuelle Krafteinleitung entriegelt werden kann.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Notentriegelungseinrichtung mindes tens einen Bowdenzug umfasst. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass eine Kraftübertragung durch den Benutzer platzsparend über eine weite Strecke übertragen werden kann, die eine gekrümmte Bahn aufweisen kann. Außer dem bietet sich der Vorteil, dass der Bowdenzug durch seine Ummantelung vor Umwelteinflüssen wie zum Beispiel Rost geschützt ist.

Der Bowdenzug kann insbesondere ein Griffelement zum Übertragen einer manuellen Kraft aufweisen. Ein Griff kann im einfachsten Fall eine Schlinge am Ende des Bowdenzugs sein, es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass ein ringförmiger Ziehgriff oder Haltegriff vorgesehen ist, mit dem die manuel le Krafteinleitung durchgeführt werden kann. Hierbei ergibt sich der Vorteil, dass durch einen verbesserten Halt am Bowdenzug eine höhere Krafteinlei tung vorgenommen werden kann.

Eine Ausführungsform sieht vor, dass die Betätigungsvorrichtung ferner einen Aktor umfasst, der dazu ausgebildet ist, die Notentriegelungseinrich tung für das Freigeben der manuellen Bedienung an eine Außenseite des Fahrzeugs zugänglich zu machen. Mit anderen Worten kann ein Aktor vor gesehen sein, der die Notentriegelungseinrichtung zu einer Außenseite des Kraftfahrzeugs freigibt. Der Aktor kann von der Schaltungsanordnung bei Empfangen des Ereignissignals angesteuert werden, um die Notentriege lungseinrichtung zu der Außenseite des Kraftfahrzeugs freizugeben. Bei spielsweise kann der Aktor elektrisch oder mechanisch eine Öffnung freige ben, durch die die Notentriegelungseinrichtung zugänglich ist oder die No tentriegelungseinrichtung kann durch eine Aktion des Aktors zu einer Außen seite des Fahrzeugs ausgeworfen werden. Durch diese Ausführungsform ergibt sich der Vorteil, dass die Notentriegelungseinrichtung mittels des Ak tors nach außen zugänglich gemacht werden kann.

Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass der Aktor einen Draht aus einer Formgedächtnislegierung umfasst, der dazu ausgebildet ist, sich bei dem Empfangen des Ereignissignals zu verformen und dadurch die No tentriegelungseinrichtung freizugeben. Das heißt, dass sich der Draht aus der Formgedächtnislegierung derart verformen kann, dass die Notentriege lungseinrichtung freigegeben wird. Beispielsweise kann durch die Verfor mung des Drahtes eine Sicherung eines Mechanismus gelöst werden, die die Notentriegelungseinrichtung auswirft. Beispielsweise kann hier eine vor gespannte Feder vorgesehen sein, die von einer Verschlusskappe zurück gehalten wird. Durch Verformen des Drahtes aus der Formgedächtnislegie rung kann eine Sicherung der Verschlusskappe gelöst werden und die Ver- schlusskappe kann zusammen mit der Notentriegelungseinrichtung durch die Feder ausgeworfen werden. Der Draht aus der Formgedächtnislegierung kann sich beim Empfangen des Ereignissignals beispielsweise dadurch ver formen, dass bei einem Anlegen einer elektrischen Spannung an den Draht eine Temperaturänderung im Draht stattfindet was eine Phasenumwandlung der Formgedächtnislegierung auslösen kann. Werkstoffe für die Formge dächtnislegierung können beispielsweise Nickel-Titan-Legierungen, das heißt Nitinol, oder Nickel-Titan-Kupfer sein. Weitere Werkstoffe können je doch auch Kupfer-Zink, Kupfer-Zink-Aluminium, Kupfer-Aluminium-Nickel, Eisen-Nickel-Aluminium, Eisen-Mangan-Silizium oder Zink-Gold-Kupfer sein. Durch diese Ausführungsform ergibt sich der Vorteil, dass der Aktor platz sparend bereitgestellt werden kann und gleichzeitig eine hohe Kraft im Ver gleich zum Werkstoffvolumen bereitgestellt werden kann.

Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass die Schaltungsanordnung einen Funksensor und/oder einen Betätigungssensor umfasst, wobei der Funksensor und der Betätigungssensor dazu ausgebildet sind, das Bedien signal zu empfangen. Mit anderen Worten kann das Bediensignal durch einen Funksensor und/oder einen Betätigungssensor der Schaltungsanord nung empfangen werden. Ein Funksensor kann beispielsweise ein Sensor zur Nahfeldkommunikation (NFC), ein Näherungssensor des Fahrzeugs in Verbindung mit einer automatischen Identifikation, insbesondere Kessy und/oder eine Fernbedienung, insbesondere eine in einem Kraftfahrzeug schlüssel vorhandene Fernbedienung, sein. Das Betätigungsfeld kann bei spielsweise von einer Außenseite des Fahrzeugs zugänglich sein und einen Knopf, eine kapazitive oder induktive Bedienoberfläche und/oder einen Fin gerabdrucksensor umfassen, der beispielsweise optisch oder kapazitiv einen Fingerabdruck eines Benutzers erkennen kann. Durch diese Ausführungs form ergibt sich der Vorteil, dass ein Funksignal und/oder ein Betätigungs signal das Schließsystem steuern können und kein manuelles„Umdrehen des Schlüssels“ mehr nötig ist.

Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass die Betätigungsvorrichtung ferner ein Lichtelement aufweist, das dazu ausgebildet ist, die manuell zu bedienende Notentriegelungseinrichtung zu beleuchten. Das Lichtelement kann beispielsweise eine Lampe beziehungsweise Leuchte sein, insbeson dere ein LED-Modul. Vorzugsweise kann das Lichtelement auch eine Fahr zeugtür beziehungsweise eine Handhabe der Tür beleuchten. Durch diese Ausführungsform ergibt sich der Vorteil, dass die Notentriegelungseinrich tung auch bei Dunkelheit auffindbar ist.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Freigeben einer manuell zu bedienenden Notentriegelungseinrichtung einer Betätigungsvor richtung zum Steuern eines Schließsystems eines Kraftfahrzeugs, wobei über einen ersten Eingang ein Bediensignal empfangen wird und über einen Ausgang ein Steuersignal bereitgestellt wird, wobei das Steuersignal in Ab hängigkeit des Bediensignals erzeugt wird. Ein Schritt des Verfahrens sieht vor, dass bei Empfangen eines Ereignissignals über einen zweiten Eingang der Betätigungsvorrichtung ein Freigeben der manuell zu bedienenden No tentriegelungseinrichtung stattfindet. Hierbei ergeben sich gleiche Vorteile und Variationsmöglichkeiten wie bei der Betätigungsvorrichtung.

Erfindungsgemäß ist auch ein Kraftfahrzeug mit einer Betätigungsvorrichtung vorgesehen. Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug ist bevorzugt als Kraftwa gen, insbesondere als Personenkraftwagen oder Lastkraftwagen, oder als Personenbus ausgestaltet. Die Betätigungsvorrichtung kann eine Prozesso reinrichtung aufweisen, die dazu eingerichtet ist, eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen.

Die Prozessoreinrichtung kann hierzu zumindest einen Mikroprozessor und/oder zumindest einen Mikrocontroller aufweisen. Des Weiteren kann die Prozessoreinrichtung Programmcode aufweisen, der dazu eingerichtet ist, bei Ausführen durch die Prozessoreinrichtung die Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen. Der Programmcode kann in einem Datenspeicher der Prozessoreinrichtung gespeichert sein.

Zu der Erfindung gehören auch Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens, die Merkmale aufweisen, wie sie bereits im Zusammenhang mit den Weiterbildungen Betätigungsvorrichtung beschrieben worden sind. Aus diesem Grund sind die entsprechenden Weiterbildungen des erfindungsge mäßen Verfahrens hier nicht noch einmal beschrieben.

Die Erfindung umfasst auch die Kombinationen der Merkmale der beschrie benen Ausführungsformen.

Im Folgenden sind Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben. Hierzu zeigt:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Betätigungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform;

Fig. 2 eine Seitenansicht eines Kraftfahrzeugs mit einer Betätigungs vorrichtung gemäß einer Ausführungsform.

Bei den im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich um bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Bei den Ausführungsbeispie len stellen die beschriebenen Komponenten der Ausführungsformen jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander weiterbilden. Daher soll die Offenbarung auch andere als die dargestellten Kombinationen der Merkmale der Ausführungsformen umfassen. Des Weiteren sind die beschriebenen Ausführungsformen auch durch weitere der bereits beschrie benen Merkmale der Erfindung ergänzbar.

In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen jeweils funktionsgleiche Elemente.

In Fig. 1 ist eine Betätigungsvorrichtung 10 gemäß einer Ausführungsform schematisch dargestellt. Die Betätigungsvorrichtung 10 weist in diesem Aus führungsbeispiel einen Trockenraum 12 auf, in dem eine Schaltungsanord nung 14 angeordnet ist. Der Trockenraum 12 kann dazu ausgebildet sein, die Schaltungsanordnung 14 vor Umwelteinflüssen, insbesondere vor Feuch- tigkeit, zu schützen. Die Schaltungsanordnung 14 kann eine Leiterplatte umfassen, auf der ein Funksensor und/oder ein Betätigungssensor angeord net ist. Insbesondere kann die Schaltungsanordnung 14 einen NFC-Sensor, einen Näherungssensor, wie beispielsweise Kessy, und/oder einen Sensor für eine Fernbedienung umfassen. Des Weiteren kann ein Betätigungsfeld vorgesehen sein, das zu einer Außenseite des Fahrzeugs zugänglich ist und das insbesondere ein druckempfindliches Feld sein kann, wie beispielweise eine kapazitive oder induktive Fläche.

In dem Fall des Funksensors kann ein erster Eingang zum Empfangen eines Bediensignals vorgesehen sein, der in diesem Ausführungsbeispiel eine Antenne 16 sein kann, insbesondere eine Antenne zur Nahfeldkommunikati on (NFC). Des Weiteren kann die Schaltungsanordnung 14 über einen Aus gang 18 mit einem Schließsystem eines Kraftfahrzeugs (nicht gezeigt) ge koppelt sein, über den ein Steuersignal zum Steuern des Schließsystems von der Schaltungsanordnung 14 in Abhängigkeit des Bediensignals bereit gestellt werden kann.

Die Betätigungsvorrichtung 10 weist im vorliegenden Ausführungsbeispiel ferner eine Notentriegelungseinrichtung 20 auf, die in einem Nassraum der Betätigungsvorrichtung 10 untergebracht ist, das heißt, dass diese zu einer Außenseite des Fahrzeugs zugänglich sein kann. Die Notentriegelungsein richtung 20 kann einen Auswurfmechanismus 22 umfassen, der bei einem Empfang eines Ereignissignals eine Abdeckung für eine manuelle Bedienung des Schließsystems freigeben kann, wobei die Notentriegelungseinrichtung 20 insbesondere einen Bowdenzug 24 umfassen kann.

Das Ereignissignal, das über einen zweiten Eingang 23 empfangen werden kann, kann beispielsweise dann erzeugt werden, wenn eine vorbestimmte Bedingung eintritt. Die vorbestimmte Bedingung kann beispielsweise ein Unfallsignal des Fahrzeugs sein, das beispielsweise gleichzeitig mit der Aktivierung des Airbags ausgegeben werden kann. Alternativ oder zusätzlich kann die vorbestimmte Bedingung auch ein Schwellenwert der Spannung eines Fahrzeugnetzes sein, der unterschritten wird. Hierdurch kann bei- spielsweise erreicht werden, dass die Notentriegelungseinrichtung freigege ben wird, bevor keine Bordspannung mehr vorhanden ist. Somit kann das Schließsystem des Fahrzeugs auch ohne Bordspannung beziehungsweise mit niedriger Bordspannung manuell angesteuert werden kann.

Als Auswurfmechanismus 22 kann insbesondere eine vorgespannte Feder vorgesehen sein, die beim Empfang des Ereignissignals entsichert wird und dadurch den Bowdenzug 24 auswirft. Um die vorgespannte Feder 22 zu entsichern kann ein Aktor 26 vorgesehen sein, der von der Schaltungsan ordnung 14 angesteuert werden kann. Insbesondere kann der Aktor 26 einen Draht 28 aus einer Formgedächtnislegierung, wie zum Beispiel Nitinol, um fassen, der sich durch eine an den Draht 28 angelegte elektrische Spannung verformen kann. Durch diese Verformung kann dann die vorgespannte Feder 22 entsichert werden wodurch die Feder 22 den Bowdenzug 24 auswerfen kann. Mittels des Bowdenzugs 24 kann dann ein Benutzer durch eine manu elle Krafteinleitung das Schließsystem bedienen, um das Fahrzeug zu ent riegeln.

Zusätzlich zu der Freigabe der manuell zu bedienenden Notentriegelungsein richtung 20 kann ferner ein Lichtelement 30 vorgesehen sein, das die No tentriegelungseinrichtung 20, insbesondere den Bowdenzug 24, beleuchtet. Vorzugsweise kann das Lichtelement 30 eine LED-Lampe sein, die mit einer eigenen Batterie mit Strom versorgt werden kann. Durch das Lichtelement 30 kann die Notentriegelungseinrichtung 20 auch bei Dunkelheit gefunden wer den.

In Fig. 2 ist eine Seitenansicht eines Kraftfahrzeugs 32 mit einer Betäti gungsvorrichtung 10 dargestellt, wobei die Betätigungsvorrichtung 10 in diesem Beispiel in einer Griffmulde angeordnet sein kann, die sich beispiels weise an einer der Fahrzeugsäulen befinden kann. Alternativ kann die Betä tigungsvorrichtung 10 auch in einer Griffmulde beziehungsweise in einer Handhabe angeordnet sein, die sich an einer Seitenfläche einer Fahrzeugtür befinden kann. Die Betätigungsvorrichtung 10 ist jedoch nicht darauf limitiert, sondern kann an jeder beliebigen Stelle des Kraftfahrzeugs 32 angeordnet

werden, da die Notentriegelungseinrichtung 20 durch den Bowdenzug 24 flexibel anordbar ist.

Ferner kann der Bowdenzug 24 ein Griffelement 34 umfassen, durch das eine manuelle Kraft eines Benutzers besser zu dem Schließsystem des Kraftfahrzeugs 32 weitergeleitet werden kann. Besonders bevorzugt kann das Griffelement 34 gleichzeitig eine Verschlusskappe der Notentriegelungs einrichtung 20 sein, die bei der Freigabe der Notentriegelungseinrichtung 20 über einen Auswurfmechanismus 22, der beispielsweise eine Auswurffeder sein kann, ausgeworfen wird. Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Verschlusskappe, beziehungsweise das Griffelement 34, herausnehmbar ist, falls keine Bordspannung des Kraftfahrzeugs 32 mehr vorhanden ist.

In einer weiteren beispielhaften Ausführungsform wird ein Verfahren zum Freigeben einer manuell zu bedienenden Notentriegelungseinrichtung 20 zum Steuern eines Schließsystems eines Kraftfahrzeugs 32 bereitgestellt. In dem Verfahren wird über einen ersten Eingang ein Bediensignal empfangen und über einen Ausgang ein Steuersignal bereitgestellt, wobei das Steuer signal in Abhängigkeit des Bediensignals erzeugt wird. Bei Empfangen eines Ereignissignals über einen zweiten Eingang 23 der Betätigungsvorrichtung 10 wird die manuell zu bedienende Notentriegelungseinrichtung 20 freigege ben.

Insgesamt zeigt das Beispiel, wie durch die Erfindung eine Betätigungsvor richtung 10 für eine elektronische Türaußenbetätigung bereitgestellt werden kann.