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1. WO2021058183 - PROCÉDÉ DE DÉTERMINATION DE DONNÉES BIOMÉTRIQUES PHYSIOLOGIQUEMENT CORRECTES D'UN OEIL

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[ DE ]

Patentansprüche

1. Verfahren zur Ermittlung physiologisch korrekter, biometrischer Messdaten ei nes Auges unter Berücksichtigung des dynamischen Verhaltens des Auges, gekennzeichnet dadurch, dass die Messdaten der einzelnen Messgrößen mit einer möglichst hohen Wiederholrate kontinuierlich über die Messzeit auf gezeichnet, die einzelnen Phasen des dynamischen Verhaltens des Auges analysiert und die Grenzen für die Phase des stabilen Sehens definiert und nur die Messdaten der einzelnen Messgrößen ausgegeben werden, die wäh rend der Phase des stabilen Sehens erfasst wurden.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , gekennzeichnet dadurch, dass folgende Messda ten aufgezeichnet werden:

- topografische,

- tomografische,

- pachymetrische,

- refraktive und

- biometrische.

3. Verfahren nach Anspruch 1 , gekennzeichnet dadurch, dass das dynamische Verhalten des Auges anhand eines, mehrerer oder auch aller folgenden Krite rien analysiert wird:

- Tränenfilm,

- Öffnung des Augenlides,

- Fixation,

- Akkommodation und

- Adaptation.

4. Verfahren nach Anspruch 1 , gekennzeichnet dadurch, dass die Messzeit für die kontinuierliche Aufzeichnung der Messdaten der einzelnen Messgrößen mindestens 0,5s, vorzugsweise 20s beträgt, wobei die Gesamtmesszeit zur Aufzeichnung aller Messdaten auch einige Minuten betragen kann.

5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 3, gekennzeichnet dadurch, dass sich die Grenzen für die Phase des stabilen Sehens aus der Analyse der einzel nen Phasen des dynamischen Verhaltens des Auges anhand eines Kriteriums ergibt.

6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 3, gekennzeichnet dadurch, dass die Analyse der einzelnen Phasen des dynamischen Verhaltens des Auges an hand verschiedener Kriterien erfolgt und sich die Grenzen für die Phase des stabilen Sehens aus deren Schnittmenge ergibt.

7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 3, gekennzeichnet dadurch, die einzel nen Phasen des dynamischen Verhaltens des Auges anhand verschiedener Kriterien analysiert und verschiedene Grenzen für die Phase des stabilen Se hens definiert werden und nur die Messdaten der einzelnen Messgrößen für eine Mittelwertbildung und/oder Medianwertbildung bzw. Bildung eines ande ren aggregierten Wertes verwendet werden und ausgegeben werden, die während der verschiedenen Phasen des stabilen Sehens aufgezeichnet wur den.

8. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, dass für das dynami sche Verhalten des Auges der Tränenfilm aufgezeichnet wird, indem der Krümmungsradius und/oder der zugehörigen Achsen des präkornealen Trä nenfilms bzw. der Hornhaut zwischen jeweils zwei Lidschlägen gemessen und analysiert wird.

9. Verfahren nach Anspruch 7, gekennzeichnet dadurch, dass die Phase des stabilen Sehens vorliegt, wenn die Änderung der Krümmungsradien der Horn haut bzw. des präkornealen Tränenfilms innerhalb einer Toleranz von R < +/- 1% liegt.

10. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, dass für das dynami sche Verhalten des Auges die Öffnung des Augenlides aufgezeichnet wird, um sicher zu stellen, dass das Augenlid weit genug geöffnet ist und bei loka len Bildausfällen von:

- beispielsweise <10% der Gesamtfläche der Kornea-Topografie einen Fit für diese Flächen auf Basis benachbarter Topografiedaten durchzuführt, bzw.

- bei >10% der Gesamtfläche der Kornea-Topografie diese lokalen Daten verwirft und dort keine Daten zur Anzeige bringt.

11. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, dass das dynamische Verhalten des Auges anhand dessen Fixation berücksichtigt wird, dass dazu kontinuierlich Messungen der Augenlängen erfolgen und nur die Messdaten ausgegeben werden, die innerhalb einer vorgegebenen Messzeit eine vorge gebene Toleranz nicht überschreiten.

12. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, dass das dynamische Verhalten des Auges anhand dessen Fixation berücksichtigt wird, dass dazu kontinuierlich Messungen der Augenlängen erfolgen und nur die Messdaten ausgegeben werden, bei denen die Fovea innerhalb bestimmter Toleranzen detektiert werden konnte.

13. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, dass die Messungen der Augenlänge OCT-basiert mit Wiederholraten von 1 Hz - 10kFIz für B- Scans bzw. 1 kFIz - 10OKFIz für A-Scans, kontinuierlich über einen Zeitraum von 0,5s bis einige Minuten, vorzugsweise von ca. 20s erfolgen, wobei die auszugebenden Messdaten innerhalb dieser Messzeiten die Toleranz von +/- 50pm, besonders bevorzugt von +/- 10 pm nicht überschreiten.

14. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, dass das dynamische Verhalten des Auges unter Berücksichtigung dessen Akkommodation analy-

siert wird, dass dazu kontinuierlich Messungen der Vorderkammertiefe erfol gen und nur die Messdaten ausgegeben werden, bei denen innerhalb einer vorgegebenen Messzeit die Vorderkammertiefe einen möglichst großen und stabilen Wert aufweist.

15. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, dass statt der Vorder kammertiefe kontinuierliche Messungen der Linsendicke oder Linsenradien oder Linsenkrümmungen innerhalb einer vorgegebenen Messzeit erfolgen.

16. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, dass das dynamische Verhalten des Auges unter Berücksichtigung dessen Akkommodation analy siert wird, dass dazu kontinuierlich Messungen der Linsendicke erfolgen und nur die Messdaten ausgegeben werden, bei denen innerhalb einer vorgege benen Messzeit die Linsendicke einen möglichst kleinen und stabilen Wert aufweist.

17. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, dass das dynamische Verhalten des Auges unter Berücksichtigung dessen Adaptation analysiert wird, dass dazu kontinuierlich Messungen des Pupillendurchmessers erfolgen und nur die Messdaten ausgegeben werden, bei denen innerhalb einer vorge gebenen Messzeit der Pupillendurchmesser einen stabilen Wert aufweist.

18. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, dass anhand des 1.

Purkinje-Reflexes an der Kornea dessen Position innerhalb der jeweiligen Pu pille und/oder Iris erfasst wird und damit der Schnittpunkt der Sehachse mit der Kornea den Messdaten zugeordnet wird.

19. Verfahren nach Anspruch 18, gekennzeichnet dadurch, dass die Variation der Lage des 1. Purkinje Reflexes zum Pupillenzentrum und/oder Iriszentrum ge nutzt wird stabile Phasen der Fixation zu bestimmen.

20. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 9, gekennzeichnet dadurch, dass nur die biometrische, topografischen, tomografischen, pachymetrischen oder re- fraktiven Messdaten zur Anzeige gebracht werden, die in der Phase des stabilen Sehens aufgezeichnet wurden, wobei ein Mittelwert und/oder Medi anwert bzw. ein anderer aggregierter Wert aus Einzelmessungen gebildet wird.

21 . Verfahren nach Anspruch 20, gekennzeichnet dadurch, dass biometrische, topografische, tomografische, pachymetrische und refraktive Messdaten in ei nem zeitlich gekoppelten Prozess aufgezeichnet werden.