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1. WO2004055407 - ARTICULATION A ROTULE

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[ DE ]

Gelenklager

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Gelenklager vorzugsweise für Fahrwerkskomponenten von Kraftfahrzeugen mit dem im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten gattungsbildenden Merkmalen.

Die dort beschriebenen Gelenklager werden vorzugsweise in Fahrwerksmodulen für Nutzkraftfahrzeuge eingesetzt. Derartige Lager haben sich prinzipiell im Stand der Technik bewährt. Unter normalen Betriebsbedingungen werden radiale, axiale und kadarnische Bewegungen des Innenteils gegenüber dem Gehäuse durch molekulare Verformungen des unter axialer Vorspannung stehenden Elastomerkörpers realisiert. Die Vorspannung wird während der Montage des Gelenklagers dadurch herbeigeführt, dass das Innenteil mit dem daran haftend angeordneten Elastomerkörper und daran festhaftenden, in axialer Richtung angeordneten, als Anschlagringe ausgebildete Lagerschalen in das Gehäuse eingesetzt, anschließend der
Elastomerkörper vorzugsweise durch eine Presse über die Anschlagringe auf ein definiertes Maß zusammengedrückt und gleichzeitig der Federsicherungsring in die radiale Vertiefung des Innenraumes des Gelenkgehäuses eingesetzt wird, wobei die gegenüberliegenden Anschlagringe auf einer in das Gehäuse eingedrehten Schulter aufliegen, so dass ein Wiederentspannen des Elastomerkörpers nicht mehr oder nur geringfügig möglich ist.

In der Praxis hat es sich gezeigt, dass es unter bestimmten, extremen Betriebsbedingungen bei dynamischer Belastung des Gelenklagers, wie sie im Fahrbetrieb auftreten können, zu Relativbewegungen zwischen dem Elastomerkörper mit den daran festhaftend angeordneten Anschlagringen und dem Federsicherungsring kommen kann. Dabei besteht im Einzelfall die Gefahr, dass der Federsicherungsring aus der radialen Vertiefung des Gelenkgehäuses, in die er eingesetzt ist, herausspringt, wodurch das Gelenklager schlagartig seine Funktion einbüßt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Gelenklager der geschilderten gattungsgemäßen Art so weiter zu entwickeln, dass auch unter extremen Betriebsbedingungen die zuverlässige Funktionsweise des Gelenklagers gewährleistet ist, indem sichergestellt wird, dass der verwendete Sicherungsring, welcher eine kostengünstige und einfache Vorspannung des Elastomerkörpers des Gelenklagers darstellt, zu jeder Zeit an der im Rahmen der Montage einmal festgelegten Position verbleibt.

Diese Aufgabe wird zusammen mit den gattungsbildenden Merkmalen des Anspruches 1 durch die im kennzeichnenden Teil offenbarte technische Lehre gelöst. Erfindungsgemäß weist der mit dem Federsicherungsring zusammenwirkende
Anschlagring des Elastomerkörpers in seiner dem Federsicherungsring zugewandten axialen Außenseite eine radial an der Außenkante des Anschlagringes umlaufende Ausnehmung auf, in die der Federsicherungsring in montiertem Zustand des
Gelenklagers eingreift.

Durch diese erfindungsgemäße Merkmalskombination kann ein Herausspringen des Federsicherungsringes aus der im Gelenkgehäuse befindlichen Vertiefung infolge radialer Verformung des Federsicherungsringes zuverlässig ausgeschlossen werden.

Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung ist es dabei ausreichend, wenn die Tiefe der Ausnehmung in axialer Richtung des Gelenklagers etwa die Hälfte der Dicke des verwendeten Federsicherungsringes trägt.

Im Folgenden wird ein Ausfuhrungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigt:
Figur 1 eine Halbschnittdarstellung durch ein erfindungsgemäßes Gelenklager und
Figur 2 eine vergrößerte Darstellung des Details A aus Figur 1.

Das Gelenklager besteht entsprechend der Darstellung der Figur 1 aus einem Innenteil 1, welches an beiden freien Enden Befestigungszapfen 2 und 3 für die Verbindung mit einem Kraftfahrzeugteil aufweist. Der zentrale, kugelförmig ausgebildete Mittelbereich 4 des Innenteils 1 ist von einem Elastomerkörper 5 umschlossen, welcher mit dem Innenteil 1 festhaftend, beispielsweise durch einen Vulkanisations-prozess verbunden ist. An den in Axiallängsrichtung des Gelenklagers gesehenen Stirnseiten des Elastomerkörpers 5 sind jeweils Anschlagringe 6 und 7 angeordnet und festhaftend mit dem Elastomerkörper verbunden. Der Elastomerkörper 5 ist zusammen mit den Anschlagringen 6 und 7 in einem Gelenkgehäuse 8 aufgenommen, welches im Wesentlichen rohrförmig ausgebildet ist und einen zylindrischen Innenraum 9 bildet. Der zylindrische Innenraum 9 ist an einer Seite mit einer umlaufenden Schulter 10 versehen, gegen die sich der Anschlagring 7 abstützt. Der andere Anschlagring 6 stützt sich im montierten Zustand des Gelenklagers gegen einen Federsicherungsring 11 ab, welcher in einer umlaufenden radialen Vertiefung 12 des Innenraumes des Gelenkgehäuses eingesetzt ist. Die Vertiefung ist als U-förmige Nut ausgebildet. Der Elastomerkörper 5 besitzt in unmontiertem Zustand in axialer Längsrichtung eine größere Breite als diejenige, die zwischen der Innenseite der Schulter 10 und der Innenseite des Federsicherungsringes 11 innerhalb des Gelenkgehäuses 8 gegeben ist. Während des Montageprozesses wird der Elastomerkörper deshalb in axialer Richtung so weit zusammengedrückt, dass der Federsicherungsring 11 in die dafür im zylindrischen Innenraum 9 des Gelenkgehäuses 8 vorhandene Vertiefung 12 eingesetzt werden kann. Damit ist eine Wiederentspannung des Elastomerkörpers 5 ausgeschlossen und somit eine Vorspannung von Letzterem gegeben.

Um zu gewährleisten, dass unter allen Betriebsbedingungen, insbesondere auch bei hoher dynamischer Belastung des Gelenklagers, der Federsicherungsring 11 immer in der in der Figur 1 dargestellten Position in der Vertiefung 12 verbleibt, weist das Gelenklager erfϊndungsgemäß die in der Figur 2 als vergrößerte Zeichnung des Details A aus Figur 1 dargestellte Besonderheit auf.

In der Figur 2 ist der Befestigungsbereich des Elastomerkörpers 5 mit dem benachbarten Anschlagring 6 durch den Federsicherungsring 11 dargestellt, der in der Ausnehmung 12 des Gelenkgehäuses 8 aufgenommen ist. Die erfindungsgemäße technische Lehre sieht dabei vor, dass der mit dem Federsicherungsring 11 zusammenwirkende Anschlagring 6 an seiner dem Federsicherungsring zugewandten axialen Außenseite 13 eine Ausnehmung 14 aufweist. Diese Ausnehmung ist an der Außenkante des Anschlagringes 6 umlaufend angeordnet und besitzt einen im Wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt. Die radiale Begrenzungsfläche 15 ist dabei vom Durchmesser so bemessen, dass sie nur unwesentlich kleiner ist als der kleinste Innendurchmesser des Federsicherungsringes 11.

Der Darstellung der Figur 2 ist darüber hinaus zu entnehmen, dass das Maß T, welches die Tiefe der Ausnehmung 14 bezeichnet, im Wesentlichen halb so groß ist wie die Dicke S des Federsicherungsringes 11. Die geometrische Gestaltung und die Abmaße der Ausnehmung 14 gewährleisten, dass nach dem Einsetzen des Federsicherungsringes 11 ein Herausschnappen von Letzterem aus der Vertiefung 12 in Folge dynamischer Belastungen ausgeschlossen ist.

Bezugszeichenliste

1. Innenteil
2. Befestigungszapfen

3. Befestigungszapfen

4. Mittelbereich
5. Elastomerkörper
6. Anschlagring
7. Anschlagring
8. Gelenkgehäuse
9. Zylindrischer Innenraum

10. Schulter
11. Federsicherungsring

12. Vertiefung
13. Außenseite
14. Ausnehmung
15. radiale Begrenzungsfläche