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1. WO2019120810 - PROCÉDÉ D’INSTALLATION ADDITIVE D’UNE STRUCTURE ET PROGICIEL INFORMATIQUE

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[ DE ]

Beschreibung

Verfahren für den additiven Aufbau einer Struktur und Compu-terprogrammprodukt

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren für den ad ditiven Aufbau einer Struktur für ein Bauteil, ein entspre chendes Computerprogrammprodukt, eine Messvorrichtung und ei ne Fixierungsvorrichtung.

Das Bauteil ist vorzugsweise für den Einsatz in einer Strö mungsmaschine, vorzugsweise im Heißgaspfad einer Gasturbine vorgesehen. Das Bauteil besteht vorzugsweise aus einer Ni ckelbasis- oder Superlegierung, insbesondere einer nickel-oder kobaltbasierten Superlegierung. Die Legierung kann aus-scheidungs- oder dispersionsgehärtet sein.

Generative oder additive Herstellungsverfahren umfassen bei spielsweise als Pulverbettverfahren das selektive Laser schmelzen (SLM) oder Lasersintern (SLS) , oder das Elektronen strahlschmelzen (EBM) .

Ein Verfahren zum selektiven Laserschmelzen ist beispielswei se bekannt aus EP 2 601 006 Bl. Additive Fertigungsverfahren (englisch: „additive manufacturing" ) haben sich als besonders vorteilhaft für komplexe oder kompliziert oder filigran de-signte Bauteile, beispielsweise labyrinthartige Strukturen, KühlStrukturen und/oder Leichtbau-Strukturen, erwiesen. Ins besondere ist die additive Fertigung durch eine besonders kurze Kette von Prozessschritten vorteilhaft, da ein Herstel-lungs- oder Fertigungsschritt eines Bauteils direkt auf Basis einer entsprechenden CAD-Datei erfolgen kann.

Weiterhin ist die additive Fertigung besonders vorteilhaft für die Entwicklung oder Herstellung von Prototypen, welche mittels konventioneller subtraktiver oder spanender Verfahren oder Gusstechnologie nicht oder nicht effizient hergestellt werden können.

Das vorliegende Verfahren betrifft vorzugsweise ein hybrides Herstellungsverfahren, wobei mittels selektiven Laserschmel-zens oder Elektronenstrahlschmelzens die Struktur auf einer vorgefertigten Komponente aufgebaut wird. Die Anwendung be trifft vorzugsweise Reparatur- bzw. Instandsetzungsprozesse von Bauteilen, insbesondere Turbinenteilen.

Um das Verfahren des selektiven Laserschmelzens oder auch das Elektronenstrahlschmelzen für die beschriebenen Anwendungen einzusetzen, ist eine genaue Ausrichtung zwischen einer Bau platte bzw. einer darauf fixierten vorgefertigten Komponente und der neu aufzubringenden Struktur erforderlich, da ein Beschichter, welcher üblicherweise eine Bearbeitungsebene für den SLM-Prozess definiert, innerhalb enger Genauigkeitstole ranzen von wenigen Mikrometern arbeiten muss, um neues Pulver auf der Bearbeitungsebene (Pulverbett) aufzutragen.

Wenn beispielsweise die Bearbeitungsebene, auf der eine neue Pulverschicht aufgetragen werden soll, nicht genau parallel zu der Beschichtungsebene ist, welche durch eine Bewegung des Beschichters definiert wird, führt dies zu Geometrieabwei chungen für die aufzubauende Struktur bzw. das ganze Bauteil. Weiterhin kann die Bauplatte im Falle einer mangelhaften Aus richtung zu der aufgebauten Struktur bei Nachbearbeitungs-oder additiven Aufbauschritten nicht oder nur schwer zur Referenzierung des Herstellungsprozesses genutzt werden, da das Risiko von Kollisionen zwischen dem Beschichter bzw. ei ner Beschichtungsvorrichtung und der (vorgefertigten) Kompo nente besteht.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Mittel anzugeben, welche den additiven Aufbau einer Struktur auf ei ner bereits vorgefertigten Komponente vereinfachen bzw. er möglichen. Insbesondere ermöglichen oder vereinfachen die vorliegend beschriebenen Mittel eine genaue Ausrichtung zwi schen einer Bearbeitungsfläche bzw. einer Beschichtungsfläche und einer Trennebene der Komponente.

Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen Pa tentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Ge genstand der abhängigen Patentansprüche.

Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren für den additiven Aufbau einer Struktur für ein Bauteil um fassend das Bereitstellen einer vorgefertigten Komponente für das Bauteil auf einer Bauplatte. Die Komponente wird vorzugs weise auf der Bauplatte fixiert. Die Komponente weist vor zugsweise weiterhin eine Trennebene auf. Die Trennebene ist vorzugsweise eine ebene Fläche, welche gleichzeitig für den additiven Aufbau der Struktur herangezogen werden soll, so-dass die Struktur ( Stoffschlüssig) über diese Ebene mit der Komponente verbunden wird. Die Trennfläche oder Trennebene wird vorzugsweise durch einen mechanischen Bearbeitungs schritt definiert oder freigelegt.

Das Verfahren umfasst weiterhin das Bereitstellen eines Pul verbettes aus einem Basismaterial für die Struktur.

Das Verfahren umfasst weiterhin das Annähern der Bauplatte an eine Beschichtungsvorrichtung oder einen Beschichter.

Das Verfahren umfasst weiterhin das Ausrichten der Bearbei tungsfläche, Bearbeitungsebene bzw. der Beschichtungsfläche und der Trennebene der Komponente zum Verhindern einer Kolli sion zwischen der Komponente und der Beschichtungsvorrich tung .

Das Verfahren umfasst weiterhin ein optisches Vermessen einer Oberfläche des Pulverbettes, beispielsweise mittels eines Streifenlichtscanners .

In einer Ausgestaltung wird die Oberfläche während der Be schichtung der Bearbeitungsfläche mit dem Basismaterial durch die Beschichtungsvorrichtung vermessen. Durch diese Ausge- staltung kann der Prozess des optischen Vermessens zeiteffi zient und parallel zu dem Beschichtungsprozess erfolgen.

In einer Ausgestaltung wird die Oberfläche während einer Rückbewegung der Beschichtungsvorrichtung von dieser vermes sen. Durch diese Ausgestaltung kann der Prozess des optischen Vermessens ebenfalls zeiteffizient und parallel zu dem Be schichtungsprozess erfolgen.

In einer Ausgestaltung wird die Oberfläche schichtweise wäh rend des additiven Aufbaus, vorzugsweise weitgehend vor oder nach einer jeden bestrahlten oder verfestigten Schicht op tisch vermessen. Durch diese Ausgestaltung können vorteil hafterweise der gesamte Aufbauprozess der Struktur überwacht, und zudem Kollisionen der Beschichtungsvorrichtung und Schä den an der ganzen additiven Herstellungsanlage verhindert werden. Weiterhin kann ein 3D-Modell der Komponente und/oder der Struktur erstellt und - z.B. als digitaler Zwilling - für weitere additive Aufbau- oder Reparaturverfahren verwendet werden .

In einer Ausgestaltung wird zum Ausrichten ein Winkel zwi schen der Bearbeitungsfläche und der Trennebene ermittelt.

In einer Ausgestaltung wird der Winkel durch das optische Vermessen eines beispielsweise aus der Bearbeitungsfläche herausragenden Teils der Komponente ermittelt. Diese Ausge staltung ermöglicht es auf zweckmäßige Weise, den Winkel zwi schen der Bearbeitungfläche/Beschichtungsfläche und der

Trennebene zu ermitteln.

In einer Ausgestaltung wird das Annähern der Bauplatte an die Beschichtungsvorrichtung mittels einer Lichtschranke durchge führt .

In einer Ausgestaltung wird die Bauplatte für das Annähern derselben schrittweise angehoben, bis die genannte Licht schranke gestört wird. Durch diese Ausgestaltung kann das An- nähern besonders zweckmäßig und vorteilhaft durchgeführt wer den .

In einer Ausgestaltung wird während des Vermessens ein Code in der Trennebene der Komponente optisch erkannt oder einge lesen, wobei der Code eine Information über eine Geometrie und/oder Ausrichtung der Komponente enthält. Durch diese Aus gestaltung kann eine Apparatur, Messvorrichtung oder Hard ware, die zum optischen Vermessen der Oberfläche des Pulver bettes eingerichtet ist, gleichzeitig zur Automatisierung des additiven Herstellungsverfahrens beitragen und den Code bei spielsweise in eine entsprechende Datenverarbeitungseinrich tung einiesen.

In einer Ausgestaltung ist die Bauplatte uneben und die Bear beitungsfläche wird als Ergebnis einer „best-fit„ Berechnung definiert. Diese Ausgestaltung ermöglicht vorteilhafterweise die Verwendung von bereits vorherig genutzten Bauplatten, welche beispielsweise nicht notwendigerweise durch aufwendige mechanische Bearbeitung, insbesondere Fräsen, Erodieren oder hochpräzises Schleifen, für einen weiteren additiven Aufbau prozess geebnet wurden. Durch das Annähern der Bauplatte an die Beschichtungsvorrichtung des beschriebenen Verfahrens können Unebenheiten der Bauplatte berücksichtigt und bei spielweise trotz der unebenen Bearbeitungsfläche der Bauplat te kann eine Kollision derselben mit der Beschichtungsvor richtung verhindert werden.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren für den additiven Aufbau einer Struktur für ein Bauteil, umfassend das Fixieren einer vorgefertigten Kompo nente für das Bauteil in einer Fixierungsvorrichtung, derart, dass eine Trennebene der Komponente parallel zu einer Refe renzoberfläche eines in der Fixierungsvorrichtung geführten Trägers ausgerichtet ist, beispielsweise einer Klemmfläche eines Stempels oder Kolbens als Träger.

Das Verfahren umfasst weiterhin das Erfassen eines Winkels zwischen der Bearbeitungsfläche bzw. Beschichtungsfläche und der Trennebene .

Das Verfahren umfasst weiterhin das Bereitstellen eines Pul verbettes aus einem Basismaterial für die Struktur.

Das Verfahren umfasst weiterhin das additive Aufbauen der Struktur auf der Bearbeitungsfläche, wobei zum Ausrichten der Bearbeitungsfläche, insbesondere relativ zu der Trennebene der Komponente, der Winkel entweder durch eine Messung oder durch Einlesen eines Codes (siehe oben) erfasst und für den additiven Aufbau berücksichtigt wird.

Dieses Verfahren kann - hinsichtlich des Ausrichtens der Be arbeitungsfläche und der Trennebene der Komponente - eine Al ternativlösung zu dem weiter oben beschriebenen Verfahren darstellen .

Durch die beschriebenen Verfahren für den additiven Aufbau der Struktur werden insbesondere entschiedene Vorteile für eine Automatisierung bzw. Standardisierung additiver Herstel lungsverfahren vorgestellt. Zusätzlich oder alternativ kann damit die Sicherheit, Effizienz und Qualität der beschriebe nen Prozesse, insbesondere pulverbettbasierter additiver Her stellungsprozesse, sowie der entsprechend hergestellten Bau teile verbessert werden.

Im Zuge des industriellen Wandels zu immer dichteren Netzwer ken zwischen Firmen und Kunden („Internet der Dinge"), können die beschriebenen Verfahren weiterhin zunehmend genutzt wer den, additive Herstellungsverfahren zu automatisieren, und/oder die entsprechend hergestellten Bauteile zu zertifi zieren und eine entsprechende Datenerfassung zu automatisie ren, und mithin „digitale Zwillinge" der Bauteile bereitzu stellen .

In einer Ausgestaltung ist der Träger standardisiert und mit einem maschinenlesbaren Code versehen ist, wobei der Code von der Vorrichtung eingelesen werden kann.

In einer Ausgestaltung ist die Fixierungsvorrichtung auf der dem Träger abgewandten Seite transparent. Dies ermöglicht mit Vorteil die optische Vermessung des genannten Winkels (Kon taktwinkel) mittels einer Kamera.

In einer Ausgestaltung wird die Komponente in der Fixierungs vorrichtung durch ein, insbesondere transparentes, Füllmate rial fixiert. Diese Ausgestaltung ermöglicht zusätzlich zur Messbarkeit des Winkels, beispielsweise durch die genannte Messvorrichtung, eine zweckmäßige Fixierung des Bauteils.

In einer Ausgestaltung wird der Winkel mittels einer Kamera gemessen, indem der Träger, vorzugsweise um 360°, gedreht wird und weiterhin der kleinste Winkel zwischen der Komponen te und dem Träger gespeichert wird.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein computerlesbares Medium, Computerprogramm bzw. ein Computer programmprodukt, umfassend Befehle, die bei der Ausführung des Programms durch einen Computer oder eine Datenverarbei tungseinrichtung, diesen veranlassen, eine Information über die relative Lage der Trennebene der Komponente, d.h. relativ beispielsweise zu der Bearbeitungsfläche, in den Computer einzulesen und mittels eines CAM Verfahrens eine Schichtun terteilung ("slicen") der Struktur und/oder eine Festlegung von Bestrahlungsparametern, insbesondere Bestrahlungsvekto ren, neu durchzuführen.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Messvorrichtung, welche an eine Beschichtungsvorrichtung zum Beschichten einer Bearbeitungsfläche für den additiven Aufbau gekoppelt ist, wobei die Messvorrichtung weiterhin zum schichtweisen optisches Vermessen der Oberfläche, wie oben beschrieben, ausgebildet ist.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Vorrichtung oder Fixierungsvorrichtung (wie oben beschrie ben) , umfassend einen Träger und eine zum linearen Führen des Trägers ausgebildete Führung, wobei der Träger standardisiert und mit einem maschinenlesbaren Code, beispielsweise einem QR-Code und/oder einem RFID-Code versehen ist.

Ausgestaltungen, Merkmale und/oder Vorteile, die sich vorlie gend auf das/die Verfahren beziehen, können ferner das Compu terprogramm/Computerprogrammprodukt, die Messvorrichtung und/oder die Fixierungsvorrichtung betreffen, oder umgekehrt.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren beschrieben.

Figur 1 zeigt eine schematische Schnitt- oder Seitenansicht eines vorgefertigten Bauteils und eines Teils einer Beschichtungsvorrichtung .

Figur 2 zeigt eine schematische Schnitt- oder Seitenansicht einer auf einer vorgefertigten Komponente aufgebau ten Struktur.

Figur 3 zeigt eine alternative schematische Schnitt- oder

Seitenansicht einer auf einer vorgefertigten Kompo nente aufgebauten Struktur.

Figur 4 zeigt eine schematische Schnitt- oder Seitenansicht einer vorgefertigten Komponente.

Figur 5 zeigt eine schematische Schnitt- oder Seitenansicht einer Messvorrichtung.

Figur 6 zeigt eine zur Figur 5 alternative schematische

Schnitt- oder Seitenansicht einer Messvorrichtung.

Figur 7 zeigt eine schematische Schnitt- oder Seitenansicht einer Vorrichtung mit einem Träger, in welcher eine Komponente fixiert ist.

Figur 8 zeigt eine im Vergleich zur Figur 7 um 180° gedreh te Vorrichtung.

Figur 9 zeigt eine zur Figur 8 alternative Ausgestaltung der Vorrichtung.

Figur 10 zeigt in einer beispielhaften Ausgestaltung eine schematische Ansicht des Trägers der Figuren 7 bis

9.

Figur 11 deutet anhand der Vorrichtung Verfahrensschritte eines erfindungsgemäßen Verfahrens an.

Figuren 12 bis 17 deuten weiterhin Teile eines erfindungsge mäßen Verfahrens an.

Figur 18 deutet zumindest einen Teil eines CAM-Verfahrens als

Teil einer additiven Prozesskette an.

Figuren 19 bis 21 deuten ähnlich zu Figur 18 Verfahrens

schritte eines erfindungsgemäßen Verfahrens an.

In den Ausführungsbeispielen und Figuren können gleiche oder gleich wirkende Elemente jeweils mit den gleichen Bezugszei chen versehen sein. Die dargestellten Elemente und deren Grö ßenverhältnisse untereinander sind grundsätzlich nicht als maßstabsgerecht anzusehen, vielmehr können einzelne Elemente, zur besseren Darstellbarkeit und/oder zum besseren Verständ nis übertrieben dick oder groß dimensioniert dargestellt sein .

Figur 1 zeigt in einer schematischen Schnitt- oder Seitenan sicht eine Bauplatte 2, auf der eine Komponente 1 angeordnet ist. Die Bauplatte 2 weist eine ebene Oberfläche (nicht ex- plizit gekennzeichnet) auf. Die Komponente 1 ist auf der Oberfläche angeordnet, beispielsweise fixiert. Vorzugsweise wurde die Komponente 1 auf der Bauplatte 2 angeordnet, um durch ein pulverbett-basiertes Verfahren, insbesondere selek tives Laserschmelzen oder Elektronenstrahlschmelzen, weiter aufgebaut oder auf diesem Wege mit einer Struktur (vergleiche Bezugszeichen 10 in den folgenden Figuren) versehen wurde.

In einer alternativen Ausgestaltung weist die Bauplatte 2 ei ne unebene, beispielsweise nicht hochpräzise geschliffene oder anderweitig bearbeitete Oberfläche auf, sodass die Aus richtung der Komponente, sofern diese auf der Bauplatte 2 an geordnet ist, bei bekannter Geometrie der Komponente 1 rela tiv zu der Bauplatte nicht eindeutig festgelegt ist.

Die Komponente 1 weist einen Trennschnitt, eine Trennfläche, oder eine Trennebene TE auf. Die Trennebene TE wird oder wur de vorzugsweise durch einen mechanischen Bearbeitungsschritt freigelegt, bei dem beispielsweise ein verschlissener Teilbe reich eines Bauteils 100 abgetragen wurde.

In den allermeisten Fällen, ist dieser Trennschnitt TE nicht parallel zu einer Grundfläche (nicht explizit gekennzeichnet) des Bauteils 100 bzw. der Komponente 1, welche vorliegend di rekt an die Bauplatte 2 angrenzt. Es ist in Figur 1 zu erken nen, dass die Trennebene TE nicht parallel zu der Oberfläche der Bauplatte 2 verläuft. Weiterhin ist die Trennebene ange stellt oder schließt einen von Null verschiedenen Winkel mit einer Bearbeitungsebene oder Bearbeitungsfläche BE ein. Die Bearbeitungsfläche BE kann beispielsweise durch einen

Beschichter oder eine Beschichtungsvorrichtung 50 definiert werden .

Die Beschichtungsvorrichtung 50 weist weiterhin eine Rakel 51 auf, welche vorzugsweise in X- und/oder Y-Richtung über ein Pulverbett (vergleiche P in den folgenden Figuren) bewegt wird, um für den Aufbau der Struktur 10 eine neue Schicht Pulver oder Basismaterial aufzutragen.

Wenn beispielsweise ein Teil der Komponente 1 über die durch die gestrichelte Linie angedeutete Bearbeitungsebene, also beispielsweise aus dem Pulverbett hinausragt, droht eine Kol lision des genannten Teilbereichs mit der Rakel 51, welche für den additiven Aufbau der Struktur (Beschichtung) bei spielsweise von rechts nach links entlang der Bearbeitungs ebene BE bewegt oder geführt wird.

Figur 2 zeigt eine Soll -Geometrie des Bauteils 100 in einer Seiten- oder Schnittansicht. Auf dem Bauteil 1 wurde vorzugs weise durch ein additives pulverbett-basiertes Verfahren (SLM oder EBM) die Struktur 10 aufgebaut, d.h. über die Trennebene TE metallurgisch mit der Komponente 1 verbunden. Die Figur 2 zeigt vorzugsweise eine ordnungsgemäße Ausrichtung der Struk tur 10 auf der Komponente 1.

Figur 3 zeigt eine Geometrie oder einen Aufbau des Bauteils 100 bei mangelhafter Ausrichtung (Ist-Geometrie) . Bei dem Bauteil 100 der Figur 3 ist beispielsweise die aufgebaute Struktur 10 ebenfalls über die Trennebene TE mit der Kompo nente 1 verbunden, wobei jedoch im Gegensatz zu Figur 2 der Aufbau derart erfolgte, dass die aufgebrachten Schichten nicht parallel zu der Trennebene TE verlaufen. Mit anderen Worten war eine mögliche Bearbeitungsebene BE nicht parallel zu der Trennebene TE ausgerichtet .

Figur 4 zeigt eine schematische Schnitt- oder Seitenansicht der Komponente 1, wobei der Trennschnitt TE (ähnlich zur Dar stellung der Figur 1) mit einem von 0 und 90° verschiedenen Winkel zu den übrigen Oberflächen der Komponente 1 ausgerich tet ist.

Figur 5 zeigt analog zur Darstellung der Figur 1 eine Bau platte 2, und, beispielsweise in einer additiven Fertigungs vorrichtung (nicht explizit gekennzeichnet) implementiert, die erfindungsgemäße Beschichtungsvorrichtung 50. Die Be schichtungsvorrichtung 50 weist weiterhin eine Messvorrich- tung 20 auf. Die Messvorrichtung 20 kann alternativ an die Beschichtungsvorrichtung 50 gekoppelt sein, wobei die Mess vorrichtung 20 weiterhin zum schichtweisen optischen Vermes sen der Oberfläche der Bauplatte bzw. eines auf der Bauplatte 2 angeordneten Pulverbettes ausgebildet ist. Die Messvorrich tung 20 kann beispielsweise weiterhin einen Streifenlicht-Scanner, einen Linienscanner, ein Infrarotscanner und/oder eine Thermographie-Einrichtung oder ähnliche Mittel, bei spielsweise zum Vermessen der Schicht- oder Aufbauqualität, aufweisen. Die Messvorrichtung 20, bzw. der genannte Scanner ist vorzugsweise ausgebildet, Unebenheiten und/oder eine To pologie des Pulverbettes und der durch eine Bestrahlungsvor richtung, einen Laser oder einen Elektronenstrahl, auf-geschmolzenen Bereiche zu ermitteln. Insbesondere kann bei einem Beschichtungsvorgang (die entsprechende Bewegung ist durch den nach links gerichteten Pfeil in Figur 5 angedeutet) eine Topologie des Pulverbettes (vorliegend nicht explizit gekennzeichnet) erfasst, und bei einer Rückbewegung (Bewegung von links nach rechts) eine Topologie des entsprechend umge schmolzenen und/oder verdichteten Pulvers oder Basismaterials ermittelt werden. Durch diese Ausgestaltung kann eine Infor mation jeder einzelnen Schicht der Struktur 10 für das Bau teil 100 (vergleiche Figuren 2 und 3) ermittelt und gespei chert werden, wobei gleichzeitig eine Früherkennung von

Strukturfehlern, Schrumpfung oder Verzerrungen, nicht auf geschmolzenen Bereichen, Fremdkörpern, Fehlstellen oder Stu fen erfasst werden kann.

Die Beschichtungsvorrichtung 50 kann weiterhin eine Licht schranke (nicht explizit gekennzeichnet) umfassen, mit deren Hilfe die Bauplatte (in einer entsprechenden Herstellungsan lage) an die Beschichtungsvorrichtung oder die Bearbeitungs ebene angenähert werden kann. Insbesondere kann die Bauplatte 2 im Wege der genannten Annäherung nach oben, an die Bearbei tungsebene BE schrittweise angehoben werden, bis eine ent sprechende Lichtschranke, welche in Figur 5 beispielweise in der Nähe der Rakel 51 eingerichtet ist, gestört wird.

Für die automatisierte Ausrichtung der Bauplatte 1 muss bei der ersten „Beschichterfahrt" eine Kollision vermieden wer den. Die genannte Lichtschranke kann sicherstellen, dass zwi schen Beschichterebene BE und Bauplatte 2 ein bestimmter Ab stand nicht unterschritten wird, z.B. 10 mm. Alternativ oder zusätzlich können mehrere Lichtschranken für X- und Y-Richtung eingerichtet sein. Die Bauplatte 2 wird automatisch angehoben, bis das Signal der Lichtschranke die Bewegung stoppt. Ist nach dem Einbau der Platte die Lichtschranke ge stört, wird automatisch abgesenkt bis der Abstand hergestellt ist und das Signal die Bewegung wieder anhält.

Anschließend wird der Winkel in einer ersten Fahrt ermittelt.

Durch Rotation um X- und Y-Achse kann die Bauplatte parallel zur Bearbeitungsebene BE ausgerichtet werden. Eine zweite „Beschichterfahrt" (Rückbewegung) kann weiterhin die Ausrich tung kontrollieren.

Figur 6 zeigt eine Situation, in der ein Pulverbett P mit ei ner entsprechenden Oberfläche 0 auf der Oberfläche der Bau platte 2 angedeutet ist. Die Oberfläche 0 wird beispielsweise gerade während eines Beschichtungsvorgangs durch die Messvor richtung 20 optisch vermessen. Dies kann bei oder für jede oder jede zweite Schicht (vergleiche Bezugszeichen 11 in den folgenden Figuren) durch die Messvorrichtung 20 erfolgen.

Während des optischen Vermessens der Oberfläche des Pulver bettes P kann beispielsweise ein Code in der Trennebene TE der Komponente 1 optisch erkannt werden, wobei der Code eine Information über eine Geometrie und/oder Ausrichtung der Kom ponente 1 enthält. Diese Information kann alternativ oder zu sätzlich von vornherein berücksichtigt werden, um eine Kolli sion zwischen einem Teil der Komponente oder Struktur 10 mit der Beschichtungsvorrichtung 50, insbesondere der Rakel 51, zu verhindern.

Figur 7 deutet einen weiteren Aspekt der vorliegenden Erfin dung an. Es ist insbesondere eine Fixierungsvorrichtung oder Vorrichtung 30 gezeigt, mit welcher die Ausrichtung bei spielsweise einer auf einem Bauteil oder einer vorgefertigten Komponente aufzubringenden Struktur zu verbessern. Mit ande ren Worten kann die Ausrichtung von Trennebene TE und

Bearbeitungfläche BE bzw. der Beschichtungsebene, wie oben beschrieben, vereinfacht und/oder automatisiert werden.

Die Messvorrichtung 30 umfasst einen Träger 31. Die Messvor richtung 30 umfasst weiterhin eine Führung 32. Der Träger 31 ist vorzugsweise entlang einer ausgezeichneten Richtung (vor liegend vertikale Richtung) in der Führung beweglich angeord net. Die Komponente 1 ist weiterhin in der Führung 32 ange ordnet, sodass die Trennebene TE der Komponente 1 vorzugweise parallel zu einer Referenzoberfläche RO des Trägers 31 ausge richtet ist. Die Trennebene TE der Komponente 1 entspricht vorliegend vorzugsweise der unteren Fläche der Komponente 1, d.h. der dem Träger gegenüberliegenden Seite (vergleiche Fi gur 7) . Der Träger 31 fixiert oder klemmt die Komponente 1 vorzugsweise zumindest teilweise in der Führung 32 ein.

Der Träger 31 kann weiterhin standardisiert sein. Der Träger 31 ist vorzugsweise weiterhin mit einem maschinenlesbaren Code C, beispielsweise einem QR-Code und/oder einem RFID-Code versehen. Zweckmäßigerweise kann der genannte Code C über entsprechende Mittel von der Vorrichtung 20 eingelesen, und so der Träger 31 identifiziert werden.

Die Vorrichtung 30 kann weiterhin in einer Ausgestaltung ei nen transparenten Boden 34 oder eine auf der dem Träger 31 abgewandten Seite transparente Struktur haben. Dieser Boden kann beispielsweise aus Glas oder Acrylglas bestehen oder diese Materialien umfassen. Der Boden 34 ermöglicht es vor zugsweise weiterhin, einen im Trennschnitt TE eingebrachten Code (siehe oben) automatisch auszulesen, beispielsweise über eine integrierte Beleuchtung. Diese Information kann bei spielsweise dem genannten Code des Trägers 31 zugeordnet und gelesen werden, insbesondere wenn eine Ausrichtung und Posi tion des Trägers in der Vorrichtung 30 oder der Ausrichtungs- winkel (s.o.) bekannt, und diese Information im Code enthal ten ist.

Figur 8 zeigt eine Ausgestaltung, in der die Vorrichtung 30 relativ zu der Figur 7 um 180° gedreht wurde.

In Figur 9 ist eine weitere Ausgestaltung gezeigt. Gemäß die ser Ausgestaltung kann über eine Öffnung 33 ein Füllmaterial 37 in die Vorrichtung 30 eingebracht werden, um die Komponen te 1 zu fixieren. Das Füllmaterial 37 wird vorzugsweise in die Vorrichtung 30 eingefüllt, um das Bauteil einzubetten.

Figur 10 zeigt eine Aufsicht oder Schnittansicht des Trägers 31, welcher mit einer Innenfläche 36 angedeutet ist. Über die Innenfläche 36, welche beispielsweise einer asymmetrischen oder von einer Zylinderform abweichenden Oberfläche ent spricht, kann eine Rotationsbewegung des Trägers 31 bei spielsweise vereinfacht durchgeführt werden.

Das Einfüllen des Füllmaterials 37 in die Führung 32 ist wei terhin in Figur 11 durch den Pfeil nahe der Öffnung 33 ange deutet .

Nach einem Aushärten des Füllmaterials 37 können beispiels weise Träger 31 und das Bauteil bzw. die Komponente 1 aus der Führung 32 entnommen werden, was anhand von Figur 12, in der die Führung 32 nicht dargestellt ist, angedeutet ist.

Das Füllmaterial 37 kann weiterhin ein Epoxidharz sein. Es kann alternativ ein Material aufweisen, das beispielsweise über eine chemische Reaktion selektiv wieder entfernt werden kann .

Figur 13 zeigt in einer alternativen Ausgestaltung, dass die Komponente 1 weiterhin über eine Verhakung oder Haken 35, mit dem Träger 31 verbunden werden kann.

Über den transparenten Boden 34 ist es weiterhin möglich, ei nen Winkel zwischen der Referenzoberfläche RO und eine an diese angrenzende Oberfläche der Komponente 1, vorzugsweise auf optischem Wege zu erfassen.

Der genannte Winkel kann für einen weiteren additiven Auf bau einer Struktur auf der Komponente 1 einem Winkel zwischen der Trennebene TE und einer Bearbeitungsfläche (siehe oben) entsprechen .

Der Winkel , wie beispielsweise anhand von Figur 14 darge stellt, auf optischem Wege, insbesondere über eine Kamera 38 erfasst werden. Der gebogene Pfeil in Figur 14 deutet an, dass der Träger 31 während der Vermessung des Winkels , vor zugsweise um 360° gedreht wird, wobei weiterhin derjenige Winkel , welcher der kleinsten Kontaktfläche (vergleiche Kreis in Figur 16) entspricht, gemessen und gespeichert wird.

Durch die Höhenmessung einer Länge L (siehe Figur 17), die Rotationswinkel und den Winkel zur Kontaktfläche ist die Lage des Trennschnitts TE bestimmt und kann automatisch im System abgespeichert werden.

Figur 15 zeigt den Winkel zwischen dem Träger 31 und der Komponente 1.

Figur 16 deutet eine Kontaktfläche (vgl. Kreis) zwischen dem Träger 31 und der Komponente 1 an.

In Figur 17 ist weiterhin der Winkel und eine vertikale Länge L der Komponente 1 gekennzeichnet .

Figur 18 zeigt eine schematische Ansicht eines Bauteils 100, welches aus einer Mehrzahl von Schichten 11 zusammengesetzt ist .

Figur 19 zeigt eine schematische Schnitt- oder Seitenansicht des Bauteils 100 bzw. eines Modells des Bauteils.

Das Modell kann zumindest teilweise eine CAD-Datei und/oder eine CAM-Datei darstellen. Der untere Teil des gezeigten Bau teils ist ausgefüllt gekennzeichnet, was die oben beschriebe ne Komponente 1 andeuten soll. Der obere Teil des Bauteils 100 ist liniert, d.h. aus einzelnen Schichten 11 bestehend, angedeutet, wodurch ein CAM-Verfahren für die additive Her stellung, beispielsweise umfassend ein sogenanntes "slicen", illustriert werden soll. Es ist weiterhin zu erkennen, dass die Übergänge von dem unteren auf den oberen Teil und/oder Seitenwände des Bauteils 100 nicht gradlinig sind, sondern der untere Teil (Komponente) und der darauf aufgebaute und/oder modellierte obere Teil (Aufbau) nicht ordnungsgemäß ausgerichtet sind (vergleiche Figur 3) . In Figur 19 ist wei terhin ein Winkel ß eingezeichnet, welcher die mangelhafte Ausrichtung inzwischen der Komponente 1 und dem additiven Aufbau beziehungsweise der Struktur 10 oder entsprechende Hauptsymmetrieachsen andeutet. Der Winkel ß kann beispiels weise maximal 3°, 5°, 10°, mehr oder weniger betragen.

Der genannte Winkel ß kann beispielsweise in einer Software, einem Computerprogramm oder Computerprogrammprodukt vorge schlagen, definiert und/oder gespeichert werden.

Vorzugsweise wird durch ein erfindungsgemäßes Verfahren, ab einem Winkel von ß größer oder größer gleich 3° (bzw. 5° 10° oder mehr) - beispielsweise im Wege eines CAM- (Computer aided Manufacturing) Verfahrens - eine Schichtunterteilung für das Bauteil 100 (vergleiche Figur 18) , insbesondere ein „Slicen" und Neuberechnen von Bestrahlungsvektoren automati siert durchgeführt. Dies geschieht vorzugsweise derart, dass eine Bauteilqualität, beispielsweise Strukturqualität, De fektdichte, Heißrissbeständigkeit, nicht beeinflusst wird, was bei stark überhängenden Bereichen des Bauteils sonst der Fall sein könnte.

Ist beispielsweise die Lage des Trennschnitts TE bekannt und z.B. in einem Prozesskontroll - und Dokumentationssystem hin- terlegt, so kann diese Information verwendet werden, um CAM-Dateien zu generieren. Alternativ kann eine 3D-Vermessung (Scan) des Bauteils 100 erfolgen und der Trennschnitt oder dessen Lage als Element ausgegeben werden. Dieses Element kann weiterhin als Aufbaufläche für den SLM-Prozess markiert werden. Aus der Information über die Aufbaufläche (Trenn schnitt) und die Sollgeometrie des finalen Bauteils können die CAM-Dateien für den additiven (SLM) -Aufbau individuell generiert werden. Über den Neigungs- und Rotationswinkel der Komponente wird das Bauteil 100 vorzugsweise neu „geslict" bzw. in Schichten unterteilt (siehe oben) . Über die Lage des Trennschnitts TE kann weiterhin die Schicht bestimmt werden, ab der der additive Aufbau der Struktur 10 erfolgen soll.

Mit dem beschriebenen Verfahren können im letzten Schritt im CAM-Verfahren für den Aufbau die X-Y-Position (laterale Posi tion in einem Bauraum) und der gemäß der oben beschriebenen Mittel erfassten Winkel übernommen werden. Die benötigten In formationen können beispielsweise vorab in einer Datenbank hinterlegt werden.

Insbesondere kann das beschriebene Verfahren, welches in ei nem Computerprogramm implementiert und dessen Ergebnis durch ein Computerprogrammprodukt beschrieben werden kann, Befehle umfassen, die einen Computer veranlassen, eine Information über die relative Lage der Trennebene TE der Komponente 1 in den Computer oder die Datenverarbeitungseinrichtung (nicht explizit gekennzeichnet) einzulesen und mittels eines CAM-Verfahrens eine Schichtunterteilung 11 der Struktur 10 und/oder eine Festlegung von Bestrahlungsparametern neu durchzuführen .

In Figur 20 ist insbesondere im Gegensatz zu Figur 19 zu er kennen, dass das Bauteil 100 bzw. ein CAD-Modell desselben, welches vorliegend ohne Beschränkung der Allgemeinheit oder Geometriefreiheit des Bauteils 100 kreuzähnlich dargestellt ist, gerade Seitenflächen aufweist. Die in Figur 20 gezeigte Schichtunterteilung der Schichten 11 ist vorzugsweise bezogen auf eine äußere Kontur der Struktur 10 von derjenigen aus Fi gur 19 verschieden. Gemäß dem beschriebenen Verfahren wurde also die Schichtunterteilung neu definiert (siehe oben) .

Figur 21 zeigt im Gegensatz zu Figur 19 eine erfindungsgemäße Ausrichtung zwischen der Komponente 1 und der Struktur 10 (Sollgeometrie) . Das Bauteil 100, welches in Figur 20 gezeigt ist, wurde vorzugsweise unter Zuhilfenahme der vorliegend be schriebenen Prozesse (nach der Modellierung oder CAD- Kon struktion) auch additiv aufgebaut . Das Bauteil 100 umfasst, wie oben beschrieben, die Komponente 1 und die (additiv auf gebaute) Struktur 10. Der obere Abschnitt der Struktur ist mit einer anderen Schraffur gekennzeichnet, als der untere Bereich. Es ist ferner zu erkennen, dass der beschriebene Winkel ß gleichen 0 ist. Mit anderen Worten ist die Ausrich tung - im Vergleich zu derjenigen, welche in Figur 19 ange deutet ist - optimal erfolgt.

Die vorliegenden erfindungsgemäßen Verfahren, welche insbe sondere alternative Lösungen zur Erfassung eines Winkels dar stellen (siehe oben) sind insbesondere für den additiven Auf bau der Struktur 10 für das Bauteil 100 vorgesehen und können die folgenden Schritte/Merkmale umfassen (vergleiche Figur 22) :

a) Bereitstellen der vorgefertigten Komponente 1 für das Bauteil 100 auf einer Bauplatte 2, wobei die Komponente 1 eine Trennebene TE aufweist,

b) Bereitstellen eines Pulverbettes P aus einem Basisma terial für die Struktur 10,

c) Annähern der Bauplatte 2 an eine Beschichtungsvorrich tung 50,

d) Ausrichten einer Bearbeitungsfläche BE und der Trenn ebene TE der Komponente 1 zum Verhindern einer Kollision zwischen der Komponente (1) und der Beschichtungsvorrich tung 50, und

e) optisches Vermessen einer Oberfläche 0 des Pulverbet tes .

Weiterhin können folgende Verfahrensschritte umfasst sein:

f) Fixieren einer vorgefertigten Komponente 1 für das Bauteil 100 in einer Fixierungsvorrichtung 30, derart, dass eine Trennebene TE der Komponente 1 parallel zu ei ner Referenzoberfläche RO eines in der Fixierungsvorrich tung 10 geführten Trägers 31 ausgerichtet ist,

g) Erfassen eines Winkels zwischen einer Bearbeitungs fläche BE und der Trennebene TE, und

h) additives Aufbauen der Struktur 10 auf der Bearbei tungsfläche BE, wobei zum Ausrichten der Bearbeitungsflä che BE, insbesondere relativ zu der Trennebene TE der Komponente 1, der Winkel entweder durch eine Messung oder durch Einlesen eines Codes C erfasst und für den ad ditiven Aufbau berücksichtigt wird.

Die Erfindung ist nicht durch die Beschreibung anhand der Ausführungsbeispiele auf diese beschränkt, sondern umfasst jedes neue Merkmal sowie jede Kombination von Merkmalen. Dies beinhaltet insbesondere jede Kombination von Merkmalen in den Patentansprüchen, auch wenn dieses Merkmal oder diese Kombi nation selbst nicht explizit in den Patentansprüchen oder Ausführungsbeispielen angegeben ist.