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1. WO2021037402 - SYSTÈME DE BOÎTE DE VITESSES DOTÉ D'UNE BOÎTE DE VITESSES MANUELLE AUTOMATISÉE

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[ DE ]

GETRIEBESYSTEM MIT EINEM AUTOMATISCHEN SCHALTGETRIEBE

Die Erfindung betrifft ein Getriebesystem mit einem automatischen Schaltgetrie-be, ein Getriebesteuereinrichtung, eingerichtet um das automatische Schaltge triebe zu steuern und einem durch einen Benutzer betätigbaren monostabilen Kippschalter, welcher in wenigstens, insbesondere genau, zwei Auslenkrichtun gen bewegbar ist und mittels welchem eine Vielzahl an Fahrstufen der Getriebe steuereinrichtung durch einen Fahrer anwählbar sind.

Das Dokument EP 1 045 172 B1 betrifft ein Kraftfahrzeug mit einem Antriebsmo tor und einem automatisch geschalteten Getriebe, insbesondere einem Automa tikgetriebe, und mit einem Bedienhebel als Bedienelement. Mit diesem steuert ein Fahrer eine elektrische Getriebesteuereinrichtung an, die abhängig von einer am Wählhebel gewählten Betriebsstellung für das automatisch geschaltete Ge triebe und von anderen Betriebsparametern des Kraftfahrzeugs das automatisch geschaltete Getriebe steuert, wobei durch Auslenken des Wählhebels bestimmte Betriebsstellungen des automatisch geschalteten Getriebes ausgewählt werden, und dieser längs mindestens einer Schaltgasse zum Vorwählen von einzelnen Fahrstufen im Automatikbetrieb in wenigstens zwei Auslenkrichtungen bewegbar ist und sich aus den beiden Auslenkrichtungen selbsttätig in immer dieselbe Ausgangslage zurückstellt. Dabei ist jeder Auslenkrichtung des Wählhebels in der Schaltgasse zum Vorwählen von einzelnen Fahrstufen im Automatikbetrieb jeweils dieselbe Fahrstufe des automatisch geschalteten Getriebes zugeordnet, und in mindestens eine Auslenkrichtung des Wählhebels können zwei verschie dene Fahrstufen angewählt werden, indem der Wählhebel zum Auswählen einer ersten Fahrstufe eine erste Strecke bis zu einem ersten Anschlag in die Auslen krichtung bewegbar ist und der Wählhebel zum Auswählen einer zweiten Fahr stufe eine zweite, größere Strecke bis zu einem zweiten Anschlag in dieselbe Auslenkrichtung bewegbar ist, wobei der erste Anschlag überdrückbar ist.

Mit neuen Fahrzeuggenerationen kommen weitere Fahrstufen bei automati schen Schaltgetrieben hinzu, in der Vergangenheit beispielsweise eine manuelle Auswahl der Gänge (M), mit welchen automatische Schaltvorgänge des Getrie- bes manuell eingeleitet werden können. Solche zusätzlichen Schaltmodi müssen für einen Fahrer begreifbar und schaltbar und in bestehende Schaltoptionen in tegriert werden.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Getriebesystem mit einem automatischen Schaltgetriebe und ein Verfahren und Getriebesteuereinrichtung zum Betreiben eines solchen Getriebesystems bereitzustellen. Insbesondere ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Bedienung eines Getriebesystems mit einer Vielzahl an Fahrstufen zu vereinfachen.

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Getriebesystem, ein Fahrzeug mit einem solchen Getriebesystem und ein Verfahren und Getriebesteuereinrichtung zum Betrieb eines solchen Getriebesystems gemäß den unabhängigen Ansprüchen. Vorteilhafte Ausgestaltungen werden in den abhängigen Ansprüchen bean sprucht.

Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Getriebesystem, welches ein automa tisches Schaltgetriebe aufweist. Eine Getriebesteuereinrichtung dieses Getrie besystems ist eingerichtet, um das automatische Schaltgetriebe zu steuern. Vorzugsweise weist das Getriebesystem des Weiteren einen durch einen Benut zer betätigbaren monostabilen Kippschalter auf, welcher in wenigstens, insbe sondere genau, zwei Auslenkrichtungen bewegbar ist und mittels welchem eine Vielzahl an Fahrstufen der Getriebesteuereinrichtung durch einen Fahrer an wählbar sind. Weiter vorzugsweise weist das Getriebesystem eine visuelle Ein richtung auf, welche ein Schaltschema mit durch den Kippschalter anwählbaren Fahrstufen grafisch darstellt oder darstellen kann. Die Getriebesteuereinrichtung weist vorzugsweise eine weitere Fahrstufe auf, welche nicht mittels des Kipp schalters anwählbar ist, aber durch Bewegung des Kippschalters in wenigstens eine der zwei Auslenkrichtungen verlassen werden kann. Die visuelle Einrich tung weist vorzugsweise wenigstens eine Anzeige auf, eingerichtet um ein Sym bol anzuzeigen, welches die wenigstens eine Auslenkeinrichtung des Kippschal ters angibt, durch welche die weitere Fahrstufe verlassen werden kann. Vor zugsweise ist die Getriebesteuereinrichtung des Weiteren eingerichtet, die we- nigstens eine Anzeige in der Weise zu steuern, dass das Symbol angezeigt wird, wenn die weitere Fahrstufe angewählt ist.

Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft ein Fahrzeug mit einem solchen Getrie-besystem.

Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines solchen Getriebesystems, wobei das Symbol angezeigt wird, wenn die weitere Fahrstufe angewählt ist.

Eine Fahrstufe im Sinne der Erfindung entspricht vorzugsweise ein Betriebsmo dus des automatischen Schaltgetriebes. Die Fahrstufe ist dabei weiter vorzugs weise in der Getriebesteuereinrichtung definiert.

Eine visuelle Einrichtung im Sinne der Erfindung ist eingerichtet, ein Schalt schema des automatischen Schaltgetriebes grafisch darzustellen. Vorzugsweise ist das Schaltschema dabei unveränderlich auf einer Oberfläche im Bereich des monostabilen Kippschalters angebracht. Weiter vorzugsweise kann das Schalt schema aber auch auf der wenigstens einen Anzeige grafisch dargestellt wer-den und ist in diesem Fall insbesondere veränderlich.

Die Erfindung beruht auf dem Ansatz, eine weitere Fahrstufe, welche nicht Teil einer Schaltgasse mit durch den monostabilen Kippschalter anwählbaren Fahr stufen ist, dennoch durch eine Bewegung des monostabilen Kipphebels wieder auf eine der Fahrstufen der Schaltgasse, welche durch den monostabilen Kipp hebel anwählbar sind, zurückführen zu können.

Eine solche weitere Fahrstufe kann hierbei entweder ohne eine Eingabe des Benutzers bzw. Fahrers durch die Getriebesteuereinrichtung selbst angewählt werden oder eben initiiert durch eine solche Eingabe des Fahrers. Erfindungs gemäß kann diese weitere Fahrstufe immer durch eine Betätigung des mono stabilen Kippschalters verlassen werden. Hierdurch wird eine einfache und intui tive Art des Verlassens der weiteren Fahrstufe umgesetzt. Zudem kann der Be nutzer bzw. Fahrer durch das angezeigte Symbol stets in Erfahrung bringen,

welche Fahrstufe, auch von Fahrstufen außerhalb der Schaltgasse, angewählt ist und wie er/sie diese verlassen kann. Darüber hinaus bietet die Erfindung die Möglichkeit, eine große Anzahl von weiteren Fahrstufen vorzusehen, welche durch die erfindungsgemäße Lehre in bestehende Schaltabläufe von Getriebe-Systemen integriert werden können.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Getriebesystems weist dieses des Wei teren einen durch den Benutzer betätigbaren ersten Schalter, insbesondere ein Paddel, auf, mittels welchem die weitere Fahrstufe anwählbar ist, welche nicht mittels des Kippschalters anwählbar ist.

Besonders vorteilhaft ist die Erfindung bei solchen Getrieben, welche weitere Schalter aufweisen, um die weitere Fahrstufe oder Fahrstufen anzuwählen. Bei spielsweise befindet sich automatisches Schaltgetriebe in der Fahrstufe manuel-ler Betrieb, d. h. nach Einlegen eines manuellen Gangs, nicht mehr in einem Dauerbetriebsmodus. Diese Dauerbetriebsmodi entsprechen für gewöhnlich den Fahrstufen der Schaltgasse des monostabilen Kippschalters. Daher wird die Fahrstufe manueller Betrieb im Schaltschema für den monostabilen Kippschalter auch nicht dargestellt.

Diese weitere Fahrstufe manueller Betrieb, welche insbesondere durch ein so genanntes Paddel am Lenkrad angewählt und bei welcher mittels des Paddels auch einzelne manuelle Gänge eingelegt werden können, kann erfindungsge mäß durch eine Betätigung des monostabilen Kippschalters wieder verlassen werden. Hierdurch kann ein sicheres und komfortables Verlassen der weiteren Fahrstufe gewährleistet werden, ohne dass ein weiteres Bedienelement vorge sehen werden müsste. Die Betätigung durch den monostabilen Kippschalter ist für einen Benutzer hierbei besonders intuitiv, zumal die Anzeige der visuellen Einrichtung dem Nutzer die wenigstens eine Auslenkrichtung des Kippschalters angibt, mittels welcher die weitere Fahrstufe wieder verlassen werden kann.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Getriebesystems gibt das Symbol die wenigstens eine Auslenkrichtung des Kippschalters an, insbesonde re mittels eines Dreiecks oder eines Pfeils, dessen Spitze in die wenigstens eine Auslenkrichtung deutet. Hierdurch wird einem Benutzer besonders intuitiv ver mittelt, welche Auswahloptionen er ausgehend von einer von der angewählten weiteren Fahrstufe aus hat.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Getriebesystems ist der Kipp schalter längs einer Schaltgasse, welche durch das Schaltschema angegeben wird, bewegbar, wobei die beiden Auslenkrichtungen wenigstens im Wesentli chen parallel zur Schaltgasse sind. Auch hierdurch lässt sich ein besonders intu itives Bedienen des monostabilen Kippschalters verwirklichen

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Getriebesystems ist der Kipp schalter in der Weise ausgebildet, dass dieser nicht mit der Hand umschlossen werden kann. Durch diese Maßnahme lassen sich monostabile Kippschalter realisieren, welche gegenüber einem klassischen Wählhebel wesentlich weniger Raum einnehmen und auch nicht in den Innenraum des Fahrzeugs hineinragen bzw. über eine Konsole des Fahrzeugs hervorragen.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Getriebesystems weist der Kippschalter wenigstens eine Leiste und/oder eine Riffelung auf, welche sich wenigstens im Wesentlichen senkrecht zu einer der wenigstens zwei Auslen krichtungen erstreckt oder erstrecken, und mittels welcher der Fahrer den Kipp schalter bedienen kann. Eine Leiste, welche vorzugsweise mit einer Riffelung versehen ist oder auch nur eine Riffelung stellen eine besonders platzsparende Variante eines monostabilen Kippschalters dar.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Anzeige ein hinterleuchtba-res Feld oder eine elektronische Anzeige. Im Falle des hinterleuchtbaren Felds erfolgt das Anzeigen des Symbols durch eine Aktivierung der Leuchtfunktion. Im Falle einer elektronischen Anzeige erfolgt das Anzeigen durch Erscheinen des Symbols auf der elektronischen Anzeige.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Getriebesystems ist das Schaltschema ein Teil der Anzeige. Mithin wird das Schaltschema auf der An zeige angezeigt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Getriebesystems ist das Schaltschema eine feststehende grafische Darstellung.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Getriebesystems können mit dem Kippschalter wenigstens vier Fahrstufen, vorzugsweise fünf Fahrstufen, angewählt werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Getriebesystems ist die weite-re Fahrstufe eine manuelle Fahrstufe, mit welcher Gänge des automatischen Schaltgetriebes durch den Fahrer selbst angewählt werden können.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Getriebesystem eine weitere Anzeige auf, wobei der angewählte Gang in der weiteren Fahrstufe dann angezeigt wird, wenn die weitere Fahrstufe angewählt ist. Durch die weitere An zeige kann der Benutzer überprüfen, ob die weitere Fahrstufe des automati schen Schaltgetriebes angewählt ist, und welcher Gang dieser weiteren Fahrstu fe angewählt ist. Insbesondere, wenn der letzte Schaltvorgang schon länger zu rückliegt, ist eine solche Anzeige sehr hilfreich, um den Fahrer daran zu erin-nern, welche Fahrstufe und/oder welcher Gang angewählt sind.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Getriebesystems ist die weite re Fahrstufe in der Schaltgasse zwischen den Fahrstufen Neutral und Drive an geordnet, wobei die Getriebesteuereinrichtung des Weiteren eingerichtet ist, je nach Ausrichtung des Kippschalters von der weiteren Fahrstufe in die Fahrstufe Neutral oder Drive zu schalten. Insbesondere die Möglichkeiten, von einer Fahr stufe der manuellen Auswahl der Gänge als weitere Fahrstufe in die Fahrstufe Neutral zu schalten, ist für Fahrer mit einer sportlichen Fahrweise von Interesse. In extremen Fahrsituationen kann auf diese Weise die Last vom Abtrieb ge-nommen werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Getriebesystem des Wei teren einen weiteren durch den Benutzer betätigbaren zweiten Schalter auf, mit tels welchem eine Fahrstufe Parksperrfunktion aktiviert werden kann, welche

unabhängig von dem Kippschalter und/oder dem ersten Schalter ist. Hierdurch kann die Fahrstufe Parksperrfunktion von den Fahrstufen der Dauerbetriebsmodi sowie von der weiteren Fahrstufe getrennt werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Getriebesystems ist die Anzei ge des Weiteren eingerichtet, um anzuzeigen, welche Fahrstufe angewählt ist, und die Getriebesteuereinrichtung ist des Weiteren eingerichtet, um die Anzeige in der Weise zu steuern, dass die jeweils angewählte Fahrstufe angezeigt wird. Hierdurch kann der Fahrer besonders einfach wahrnehmen, in welcher Fahrstu fe das automatische Schaltgetriebe seines Fahrzeugs betrieben wird.

Die vorhergehenden genannten Merkmale und Vorteile in Bezug auf das Getrie besystem gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung gelten entsprechend auch für die anderen Aspekte der Erfindung und umgekehrt.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Fahrzeugs steht die Leiste maximal et wa 3 cm, vorzugsweise etwa 2 cm, über eine Konsole des Fahrzeugs hervor.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Fahrzeugs ist der erste Schal ter räumlich getrennt von dem Kippschalter angeordnet, wobei der erste Schalter vorzugsweise an einem Lenkrad oder an einer Lenksäule und/oder der Kipp schalter an einer Mittelkonsole angeordnet ist.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens stellt die visuelle Einrichtung ein Schaltschema mit durch den Kippschalter anwählbaren Fahrstufen grafisch dar, wenn da Getriebesystem aktiviert ist.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird die weitere Fahrstufe angewählt, wenn der erste Schalter betätigt wird.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgen den Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Zusammenhang mit den Figu ren. Diese zeigen wenigstens teilweise schematisch:

Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines Getriebesystems eines Fahrzeugs; und

Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel eines Fahrzeugs mit einem Getriebesystem.

Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Getriebesystems 1 , welches in einem Fahrzeug zwischen einem Motor 23 und dem Abtrieb angeordnet ist. Der Abtrieb umfasst dabei ein Differential 24 sowie zwei Räder 25a und 25b.

Das Getriebesystem 1 weist ein automatisches Schaltgetriebe 2 auf, wie es im Stand der Technik bekannt ist. Insbesondere können als automatische Schaltge triebe Getriebe mit Drehmomentwandler oder auch Doppelkupplungsgetriebe zum Einsatz kommen.

Das automatische Schaltgetriebe 2 wird von einer Getriebesteuereinrichtung 3 gesteuert. Insbesondere werden mittels der Getriebesteuereinrichtung 3 der Schaltzeitpunkt sowie der einzulegende Gang, d. h. die gewünschte Überset zung, festgelegt. Dies wird vorzugsweise auf der Grundlage von Kennfeldern durchgeführt, welche betriebspunktabhängig und anforderungsabhängig die zu verwirklichende Übersetzung bestimmen.

Hierbei kommen vorzugsweise Kennfelder zum Einsatz, welche in der Getriebe steuereinrichtung 3 bzw. einer Datenbank der Getriebesteuereinrichtung 3 hin terlegt sind.

Der Betriebsmodus der Getriebesteuereinrichtung 3 kann mittels eines mono stabilen Kippschalters 4 ausgewählt werden.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel hat der monostabile Kippschalter 3 zwei Auslenkrichtungen I, II in entgegengesetzte Richtung, welche jeweils mittels ei nes strichlierten Pfeils angedeutet sind. Das eigentliche, von einem Benutzer bzw. Fahrer mit der Hand zu betätigende Schaltelement ist eine Leiste 11a, wel che vorzugsweise mit einer Riffelung 11b versehen ist. Diese Leiste 11a wird in die erste Auslenkrichtung I oder in die zweite Auslenkrichtung II durch den Be nutzer bewegt.

Der monostabile Kippschalter hat eine stabile Mittelstellung des Schaltelements bzw. der Leiste 11 a.

Mittels des monostabilen Kippschalters 4 können vorzugsweise die Dauerbe triebsmodi des automatischen Schaltgetriebes 2 angewählt werden. Hierfür wer den diese Dauerbetriebsmodi mittels des monostabilen Kippschalters 4 in der Getriebesteuereinrichtung 3 mittels sogenannter Fahrstufen eingestellt.

Vorzugsweise weist ein erfindungsgemäßes Getriebesystem 1 vier Dauerbe triebsmodi auf, welche durch die Fahrstufen Rückwärtsgang R, Leerlauf bzw. Neutral L und der Fahrstufe Drive D sowie der Fahrstufe Sport S angegeben werden. Diese vier Fahrstufen entsprechen den üblichen Fahrstufen eines au tomatischen Schaltgetriebes. Hinzu kommt im Allgemeinen ein weiterer Be-triebsmodus des automatischen Schaltgetriebes für Parken P.

Die Fahrstufen R, N, D, S, welche die Dauerbetriebsmodi des automatischen Schaltgetriebes 2 angeben, bilden ein Schaltschema 6. Die Fahrstufen R, N, D, S bzw. das Schaltschema 6 sind/ist vorzugsweise als feststehende grafische Darstellung einer visuellen Einrichtung im räumlichen Bereich des monostabilen Kippschalters 4 angeordnet. Vorzugsweise bilden die Fahrstufen R, N, D, S da bei eine sogenannte Schaltgasse 10.

Die Auslenkrichtungen I, II des Kippschalters 4 sind hierbei vorzugsweise paral-lei zu der Schaltgasse 10 ausgerichtet. Auf diese Weise ist dem Benutzer bzw. Fahrer intuitiv klar, in welche Richtung er das Schaltelement 11 a des monostabi len Kippschalters 4 bewegen muss, um von einer aktuell angewählten Fahrstufe zu einer anderen Fahrstufe in der Schaltgasse 10 zu gelangen.

Die Darstellung der Fahrstufen R, N, D, S ist vorzugsweise ein Teil einer visuel len Einrichtung 5. Weiter vorzugsweise weist diese visuelle Einrichtung 5 eine Anzeige 7 auf. Diese Anzeige kann als digitale Anzeige, insbesondere als soge nanntes LCD-Display, oder auch als Anzeige mit hinterleuchtbaren Feldern aus geführt sein.

Die visuelle Einrichtung 5 und der monostabile Kippschalter 4 sind vorzugsweise im Bereich der Mittelkonsole eines Fahrzeugs angeordnet.

Vorzugsweise kann in dieser Anzeige 7 ein Symbol M oder mehrere Symbole angezeigt werden, welche das Vorliegen eines weiteren Betriebsmodus des au tomatischen Schaltgetriebes 2 kennzeichnet bzw. kennzeichnen. Im vorliegen den Fall handelt es sich bei dem weiteren Betriebsmodus nicht um einen Dauer betriebsmodus, sondern um einen manuellen Betrieb des automatischen Schaltgetriebes 2. In diesem Betrieb wird der eigentliche Schaltvorgang zwar ebenfalls durch die Getriebesteuereinrichtung 3 gesteuert, der Zeitpunkt bzw. der Betriebspunkt, bei welchem das Schalten zwischen einzelnen Gängen bzw. Übersetzungen des automatischen Schaltgetriebes 2 gewechselt bzw. verändert wird, wird jedoch durch den Benutzer bzw. Fahrer durch eine manuelle Betäti-gung bestimmt. Ist die Fahrstufe M für diesen manuellen Betriebsmodus durch den Benutzer bzw. Fahrer angewählt, erscheint in der Anzeige 7 daher vor zugsweise das Symbol M.

Um in die weitere Fahrstufe M zu gelangen bzw. anzuwählen, weist das in dem Ausführungsbeispiel dargestellte Getriebesystem 1 einen weiteren ersten Schal ter auf, welcher durch zwei sogenannte Paddel 9a, 9b gebildet wird, welche an einer Lenksäule des Lenkrads des Fahrzeugs mit dem niedrigen System 1 an geordnet sind.

Wenn eines der Paddel 9a, 9b, wie durch die Pfeile angedeutet, angezogen wird, wechselt die Getriebesteuerung 3 in die Fahrstufe M des manuellen Be triebsmodus des automatischen Schaltgetriebes 2.

In dieser Fahrstufe M kann dann, je nachdem, ob das rechte Paddel 9a oder das linke Paddel 9b betätigt wird, ein Gangwechsel zu einer höheren Übersetzung, d. h. einem höheren Gang, oder zu einer niedrigeren Übersetzung, d. h. einem niedrigeren Gang, 1 , 2, 3, 4, 5, erfolgen. Vorzugsweise wird die manuell ange wählte Übersetzung bzw. der manuell angewählte Gang in einer weiteren, zwei ten Anzeige 12 angezeigt. Diese zweite Anzeige 12 ist vorzugsweise für den Fahrer im Blickfeld des Fahrers, beispielsweise im Dashboard, angeordnet. Bei spielsweise kann der angewählte Gang, wie in Fig. 1 dargestellt, mit einem Rand umlegt werden.

Wie sich aus der vorhergehenden Erläuterung der Fahrstufe M ergibt, ist diese weitere Fahrstufe M ausschließlich über die Paddel 9a, 9b des weiteren ersten Schalters anwählbar. Ein Anwählen mittels des monostabilen Kippschalters 4 ist hingegen nicht möglich. Um die Fahrstufe M zu verlassen, ist hingegen wiede rum eine Betätigung des monostabilen Kippschalters 4 vonnöten

Damit der Benutzer bzw. der Fahrer weiß, in welche Fahrstufen R, N, D, S der Schaltgasse 10 er mittels des monostabilen Kippschalters zurückkehren kann, werden in der Anzeige 7 vorzugsweise weitere Symbole 8a, 8b, insbesondere, wie in dem Ausführungsbeispiel dargestellt, Pfeilspitzen bzw. Dreiecke darge-stellt, welche angeben, in welche Richtung der monostabile Kippschalter 4 betä tigt werden darf, um die Fahrstufe M zu verlassen. Durch die in dem Ausfüh rungsbeispiel gezeigte Anordnung der Anzeige 7 wird dem Benutzer bzw. Fahrer auch dargestellt, welche Fahrstufe R, N, D, S der Schaltgasse er durch eine Bewegung in die erste Auslenkrichtung 1 , nämliche die Fahrstufe N, oder durch eine Bewegung in die zweite Auslenkrichtung II, nämlich die Fahrstufe D, R, er reichen kann.

Zum Anwählen des Betriebsmodus P ist vorzugsweise ein weiterer durch den Benutzer betätigbarer zweiter Schalter 13 vorhanden.

Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Fahrzeugs 20, in welchem ein Getrie besystem 1 nach Fig. 1 verbaut ist.

Wie in Fig. 2 dargestellt, ist der erste Schalter 9a, 9b vorzugsweise im Bereich des Lenkrads 21 des Fahrzeugs 20 angeordnet. Hierdurch kann der Benutzer bzw. Fahrer F die Paddels 9a, 9b betätigen, ohne die Hand vom Lenkrad 21 zu nehmen.

Der monostabile Kippschalter 4, welcher zum Anwählen der Fahrstufen R, N, D, S, also der Dauerbetriebsmodi, des automatischen Schaltgetriebes 2 dient, muss im Gegensatz zu den Paddels 9a, 9b in der Fahrstufe M wesentlich selte ner betätigt werden. Daher ist dieser vorzugsweise an einer anderen Stelle im Fahrzeug, beispielsweise im Bereich der Mittelkonsole 22, angeordnet.

Die im Vorhergehenden angegebenen Ausführungsbeispiele stellen lediglich beispielhafte Realisierungen dar, welche den Schutzbereich, welcher durch die Patentansprüche und diesen äquivalenten Ausführungen bestimmt wird, nicht einschränken.

Bezugszeichenliste

1 Getriebesystem

2 Schaltgetriebe

3 Getriebesteuereinrichtung

4 Monostabiler Kippschalter

5 Visuelle Einrichtung

6 Schaltschema

7 Anzeige

8a, 8b Symbol

9a, 9b Erster Schalter

10 Schaltgasse

11a Leiste

11b Riffelung

12 Weitere Anzeige

13 Zweiter Schalter

20 Fahrzeug

21 Lenkrad

22 Mittelkonsole

23 Motor

24 Differential

25a, 25b Räder

R Fahrstufe Rückwärtsgang

N Fahrstufe Neutral

D Fahrstufe Drive

S Fahrstufe Sport

M Fahrstufe Manuell

F Fahrer/Benutzer