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1. DE000004118878 - Process for removing tablets or pills issuing from tablet press

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[ DE ]

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Entsorgen und Weiterverarbeiten von aus einer Tabletten- oder Pillenpreßmaschine kommenden Tabletten oder Pillen gemäß den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 12.
Stand der Technik
Durch die den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 12 zugrunde liegende US 32 94 235 ist eine Tablettenpreßmaschine mit einer Kalibriereinrichtung für die Tabletten sowie einer Entgrater- und Entstauberstation bekannt geworden, die von den Tabletten aufgrund der Schwerkraft durchlaufen wird. In der Kalibriereinrichtung werden die Tabletten entsprechend ihren Maßen in "gute" und "schlechte" Tabletten sortiert, die auf einen Bandförderer bzw. in Behälter geleitet werden.
Durch die DE 35 27 186 A1 ist ein Rührwerk für pulverförmiges Gut für eine Rundlauftablettenpresse bekannt geworden, die eine senkrecht-feststehende Säule aufweist, um die eine Matrizenscheibe drehbar gelagert ist, in der austauschbare Matrizen mit Bohrungen eingesetzt sind, deren Durchmesser dem Pillendurchmesser entspricht und über denen Preßstempel angeordnet sind. Nach dem Pressen werden die Tabletten aus den Matrizen heraus seitlich wegbewegt.
Durch die DE 27 25 393 A1 ist eine Maschine zur Herstellung gefüllter Kapseln bekannt geworden mit einer Strangpresse und einer Formgebungseinheit, die den Strang in Einheitskörper aufteilt, wobei die Einheitskörper nach ihrer Formgebung mittels der Schwerkraft zur Weiterverarbeitung auf einen Bandförderer fallen.
Die aus den bekannten Tabletten- oder Pillenpreßmaschine kommenden Tabletten oder Pillen müssen anschließend weiter behandelt und versorgt werden. Hierfür ist es bekannt, die Tabletten oder Pillen in eine Entgrater- und Entstauberstation zu fördern, aus der die Tabletten oder Pillen gewöhnlich mittels einer Weiche auf Förderbänder aufgegeben werden, die die Tabletten oder Pillen wiederum nach oben fördern und entweder einem Metallprüfgerät oder einer Tablettenprüfreinrichtung aufgeben. Anschließend werden die Tabletten oder Pillen einem Verteilersystem zugeführt und in Behälter gefüllt, die gewöhnlich auf Förderbändern in langer Reihe herangeführt werden. Die gefüllten Behälter oder Fässer müssen vom Bedienungspersonal in aller Regel einzeln weggeschafft werden.
Der Nachteil des bekannten Handlings besteht darin, daß die Tabletten auf ihrem Weg der Entsorgung und Weiterverarbeitung mehrfach in die Höhe gehoben werden müssen, sei es durch Förderbänder, sei es durch Luftströme.
Ebenso benötigen die bekannten Förderer für das Handling von Tabletten für ihre Aufstellung entsprechend ihrer Länge viel Raum und sind nicht geeignet, auf engstem Platz die Beschickung einer Vielzahl von Behältern vorzunehmen, die auf kleiner Stellfläche dicht gedrängt angeordnet stehen. Deshalb stehen bei der Tablettenherstellung die verschiedenen benötigten Aggregate um die Tabletten- oder Pillenpreßmaschine herum angeordnet, weshalb der gesamte Platzbedarf für eine Tabletten- oder Pillenpreßmaschine mitsamt allen benötigen. Aggregaten einschließlich dem Abfüllen der Tabletten oder Pillen in die Behälter enorm ist.
Offenlegungs
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren der genannten Gattung zu schaffen, mit der/dem nach dem Preßvorgang auf engstem Raum ein Entsorgen und Weiterverarbeiten der Tabletten oder Pillen möglich ist einschließlich dem Befüllen der Behälter oder Fässer, wobei die Vorrichtung alle zum Entsorgen und Weiterverarbeiten von Tabletten oder Pillen benötigten Aggregate einschließlich der für das Befüllen der Behälter oder Fässer in sich vereinigen soll.
Die Lösung der Aufgabe besteht erfindungsgemäß in den Merkmalen der Ansprüche 1 und 12. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Ansprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung besitzt den Vorteil, daß mit derselben die Tabletten oder Pillen nach einer Tabletten- oder Pillenpreßmaschine auf engstem Raum weiterverarbeitet und entsorgt werden können unter Zusammenfassung sämtlicher Arbeitsschritte einschließlich dem Abfüllen der Tabletten oder Pillen, indem die Tabletten oder Pillen nur noch ein einziges Mal für den Entgratungs- und Entstaubungsvorgang hochgehoben werden und anschließend allein aufgrund der Schwerkraft die verschiedenen Stationen der Verarbeitung durchlaufen, die auf gedrängtem Raum angeordnet sind. Zwischengeschaltete Förderer zum erneuten Hochfördern der Tabletten oder Pillen für einen weiteren Verarbeitungsschritt nach dem Entgraten und Entstauben entfallen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besitzt des weiteren den Vorteil, daß diese sämtliche benötigten Aggregate auf engstem Raum in integraler Zuordnung zueinander zusammenfaßt, so daß die einzelne Aufstellung der nach einer Tabletten- oder Pillenpreßmaschine benötigten Gerätschaften entfällt. Dadurch ist die Vorrichtung imstande, eine Vielzahl von Fässern, die auf engstem Raum matrix- oder feldartig um die Vorrichtung gruppiert sind, anzusteuern und zu befüllen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung in der Kombination von Entgrater-Entstauber, Metallprüfgerät, Tablettenprüfeinrichtung, gegebenenfalls Waage, und Fördereinrichtung zu den Behältern oder Fässern, nimmt nur noch einen Bruchteil des Platzes ein, den die bekannten Gerätschaften einzelnen nach einer Tabletten- oder Pillenpreßmaschine benötigen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung und das Verfahren stellen somit ein komplettes Entsorgungs- und Weiterverarbeitungssystem von aus einer Tabletten- oder Pillenpreßmaschine kommenden Tabletten oder Pillen auf engstem Raum bis ins Faß dar.
Der in der Vorrichtung verwendete Bandförderer besitzt den Vorteil, daß derselbe imstande ist, auf engstem Raum gedrängt stehende Behälter in Form eines beliebigen Feldes oder einer beliebigen Matrix zu beschicken, ohne daß dieselben beispielsweise auf einer Kreisbahn angeordnet sein müssen. Aufgrund der relativen Verfahrbarkeit der beiden Förderbänder zueinander, der Möglichkeit der Verschwenkung der Förderbänder und der Umkehrbarkeit der Laufrichtung der Förderbänder können Behältnisse gefüllt werden, die einerseits sich im Schwenkradius mit dem größtem Durchmesser der bedienten Fläche befinden, andererseits sich auch unterhalb der Förderbänder befinden. Aufgrund der zusätzlichen Höhenverstellbarkeit des Bandförderers können auch Behälter unterschiedlicher Höhe gefüllt werden.
In vorteilhafter Weise erfolgt die Zuführung des Schüttgutes auf das obere Förderband durch die Drehachse der Halterung, wobei die obere Halterung an einem Ende schwenkbar gehaltert und in der Horizontalen auf einer Kreisbahn zu drehen imstande ist und die Drehachse senkrecht auf dem oberen Förderband steht und die untere Halterung mitsamt dem unteren Förderband im Bereich eines ihrer Enden an der oberen Halterung verschiebbar angeordnet ist.
Beispiele
Kurzbeschreibung der Zeichnung, in der zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 eine um 90 Grad gedrehte Ansicht der Vorrichtung der Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf Fig. 1 mit der Darstellung des Beschickungsradius der Fördereinrichtung in die Behälter oder Fässer,
Fig. 4 eine Ansicht des aus im Prinzip aus zwei Förderbändern bestehenden Bandförderers, der an der Hubsäule der Vorrichtung befestigt und in der Horizontalen verschwenkbar und in der Höhe verfahrbar ist,
Fig. 5 eine Ansicht von vorn auf Fig. 4 und
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 5 bei Weglassen der Abdeckungen der kastenartigen Halterungen und des Tragarmes der oberen Halterung.
Die Vorrichtung 10 besteht aus einer Standsäule 100 auf einem Fuß 101, die eine Hubsäule sein kann und die einen Support 102 trägt, auf welchem eine Säule 11 befestigt ist, die an ihrem oberen Ende eine schräg angeordnete Entgrater- und Entstauberstation 12 aufweist, an deren oberem Ende ein Einfülltrichter 13 mit einer Zuführleitung 14 angeordnet ist. Am unteren Ende weist die Entgrater- und Entstauberstation 12 vorzugsweise eine Weiche 15 zum Aufteilen des Tabletten- oder Pillenstromes in zwei Teilströme auf. Der eine Teilstrom wird über einen Weichenausgang 16 vermittels der Schwerkraft einem Metallprüfgerät 18 zugeführt, welches sich höhenmäßig unterhalb des unteren Ausganges der Entgrater- und Entstauberstation 12 befindet. Der andere Teilstrom wird über einen Weichenausgang 17 ebenfalls vermittels der Schwerkraft einer Tablettenprüfeinrichtung 19 zugeführt, in der die Tabletten nach verschiedenen Parametern wie Gewicht, Höhe, Dicke, Durchmesser und Härte geprüft und mittels einer Zuteileinrichtung sortiert in verschiedene Probenbehälter 21, 21′ ebenfalls vermittels der Schwerkraft abgelegt werden. Die Probenbehälter 21, 21′ befinden sich in einem Probensammler, der auf einem Tisch 22 der Tablettenprüfeinrichtung 19 angeordnet ist, wobei der Tisch 22 vorzugsweise in der x-y-Ebene relativ zum Support 102 horizontal verfahrbar ist.
Die im Metallprüfgerät 18 für gut befundenen Tabletten oder Pillen werden aufgrund der Schwerkraft über die Ausgangsleitung 23 weiter auf einen Bandförderer 107, 112 gegeben, der einen vorbestimmten Behälter 125, 126, 127 oder Faß zur Aufnahme der Tabletten oder Pillen ansteuert und der die Tabletten oder Pillen in den entsprechenden Behälter füllt. Die nicht für gut befundenen Tabletten oder Pillen werden aussortiert und fallen in ein Gefäß 30.
Der Support 102, der höhenverstellbar sein kann, trägt somit alle für die Entsorgung und Weiterverarbeitung notwendigen Aggregate einschließlich des Bandförderers 107, 112. Die Tabletten oder Pillen durchlaufen somit alle Aggregate nur vermittels der Schwerkraft und werden nur einmal auf die Höhe des Einfülltrichters 13 am Eingang der Entgrater- und Entstauberstation 12 angehoben.
In Fig. 3 ist eine Draufsicht auf die Vorrichtung der Fig. 1 und 2 gezeigt. Der Bandförderer kann innerhalb eines Aktionsradius 29 eine Mehrzahl von Behältern befüllen, die sich innerhalb des Aktionskreises 24 des Bandförderers 107, 112, beispielsweise auf Paletten 25, 26, 27, 28 angeordnet, befinden. Aus dieser Abbildung ist insbesondere zu entnehmen, daß die Vorrichtung auf gedrängtem Raum eine Vielzahl von Behältern oder Fässern gemäß einer Reihe von Ansteuerungskriterien ansteuern und befüllen kann.
Gemäß den Fig. 4 bis 6 besteht der Bandförderer aus einer oberen länglichen, kastenartige Halterung, die vorzugsweise ein Kasten 104 ist, an dessen Enden seitlich je eine Umlenkrolle 105, 106 angeordnet ist, um die ein Förderband 107 geschlungen ist. Die Umlenkrollen 105,106 sitzen zum Antrieb auf Wellen 128,128′, die in geeigneter Weise innerhalb des Kastens 104 gelagert sind und auf denen innerhalb des Kastens 104 weitere Umlenkrollen 113, 114 sitzen, über die ein Treibriemen 115 läuft. Die Umlenkrolle 113 bzw. die Welle 128′ wird mittels eines Elektromotors 116 angetrieben, der innerhalb des Freiraumes zwischen dem Obertrumm und dem Untertrumm des Treibriemens 115 platzsparend angeordnet ist. Auf diese Weise werden beide Wellen 128, 128′ und somit beide Umlenkrollen 105,106 für das Förderband 107 angetrieben.
Innerhalb des Kastens 104 ist ein weiterer längs angeordneter, selbstätiger Antrieb vorgesehen, der beispielsweise eine längs innerhalb des Kastens 104 angeordnete Gewindespindel 117 oder Zahnstange oder ein Treibriemen sein kann. An diesem Antrieb ist ein linear verfahrbarer Schlitten 108 angeordnet, der nach unten aus dem Kasten 104 ragt und an dem ein zweite, längliche, kastenartige Halterung angeordnet ist, die vorzugsweise ebenfalls ein Kasten 109 ist sowie dem Kasten 104 ähnlich sein kann, wobei der Schlitten 108 vorzugsweise an einem Ende des Kastens 109 angreift und diesen waagrecht haltert.
Gleichermaßen weist die untere Halterung 109 an ihren Enden ebenfalls seitlich je eine Umlenkrolle 110, 111 auf, um die ebenfalls ein Förderband 112 geschlungen ist. Zum Antrieb der Umlenkrollen 110, 111 sitzen diese auf Wellen 129, 129′, die ebenfalls in geeigneter Weise innerhalb des Kastens 109 gelagert sind und auf denen innerhalb des Kastens 109 weitere Umlenkrollen 118, 119 sitzen, über die ein Treibriemen 120 läuft. Die Umlenkrolle 118 bzw. die Welle 129′ wird mittels eines Elektromotors 121 angetrieben, der platzsparend innerhalb des Freiraumes zwischen dem Obertrumm und dem Untertrumm des Treibriemens 120 angeordnet ist. Auf diese Weise werden gleichermaßen beide Wellen 129, 129′ und somit beide Umlenkrollen 110, 111 für das Förderband 112 angetrieben. Beide Kästen 104, 109 mitsamt den Förderbändern 107, 112 können, bis auf unterschiedliche Längen, ähnlich sein.
Die Kästen 104, 109 und beide Förderbänder 107 und 112 sind längs übereinander angeordnet und parallel zueinander und vorzugsweise waagrecht ausgerichtet. Beim Antrieb des Schlittens 108 mittels eines eigenen (nicht gezeigten) Motors oder mittels der Zahnstange oder Gewindespindel 117, verfährt das untere Förderband in Längsrichtung vor und zurück in beiden Richtungen gemäß dem Bewegungsdoppelpfeil 130 unterhalb des oberen Förderbandes 107; gleichzeitig kann die Laufrichtung der Förderbänder beliebig gesteuert werden. In der in Fig. 1 gezeigten relativen Stellung der beiden Förderbänder 107, 112 zueinander wird bei Drehung beider Förderbänder im Gegenuhrzeigersinn der äußerste linke Behälter 125 befüllt; bei Drehung des oberen Förderbandes 107 im Gegenuhrzeigersinn, aber Drehung des unteren Förderbandes 102 im Uhrzeigersinn wird der rechte Behälter 127 befüllt.
Am oberen Kasten 104 greift an einem seiner Enden ein Tragarm 124 an, der in Richtung des oberen Förderbandes 107 ragt und an dessen Ende ein Drehgelenk 103 angreift, dessen Drehachse 122 senkrecht mittig im Bereich des Endes des Förderband 107 auf demselben steht. Das Drehgelenk 103 ist in geeigneter Weise am Support 102 befestigt, der auf der Hubsäule 100 montiert ist, die auf dem Fuß 101 ruht. Der Support 102 trägt neben den übrigen Aggregaten auch die Kästen 104, 109 mitsamt den Förderbändern 107, 112.
Das Drehgelenk besitzt eine Zuführung 132 für das Schüttgut, wobei das Drehgelenk 103 vorzugsweise rohrförmig ist und die Zuführung 132 somit durch das Drehgelenk 103 erfolgt. Auf diese Weise wird das Schüttgut in vorteilhafter Weise durch die Drehachse 122 des Drehgelenkes 103 direkt auf das obere Förderband 107 gefördert. Der Support 102 ist bezüglich der Hubsäule 100 höhenverfahrbar gemäß dem Bewegungsdoppelpfeil 131.
Liste der Bezugszeichen:
10 Abfüllstation
11 Säule
12 Entgrater und Entstauber
13 Einfülltrichter
14 Zuführleitung
15 Weiche
16, 17 Weichenausgänge
18 Metallprüfgerät
19 Tablettenprüfeinrichtung
20 Zuteilungsrohr 21, 21′ Probenbehälter 22 Probensammler in Form eines Tisches
23 Ausgangsleitung
24 Aktionskreis
25, 26, 27, 28 Paletten
29 Aktionsradius
30 Gefäß
100, 101 Hubsäule und Fuß der Hubsäule
102 Support
103 Drehgelenk
104, 109 kastenförmige Halterungen
105, 106, 110, 111, 113, 114, 118, 119 Umlenkrollen
107, 112 Förderbänder
108 Schlitten
115, 120 Treibriemen
116, 121 Elektromotoren
117 Zahnstange oder Gewindespindel
122 Drehachse
123, 130, 131, 133 Bewegungspfeile
124 Tragarm
125, 126, 127 Behälter
128, 128′, 129, 129′ Wellen
132 Zuführung