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1. (WO2019029881) TANK DEVICE FOR EXHAUST GAS POST-TREATMENT SYSTEM
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Beschreibung

Titel

Tankeinrichtung für Abgasnachbehandlungssystem

Die Erfindung betrifft eine Tankeinrichtung für ein Abgasnachbehandlungssystem einer Brennkraftmaschine, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, mit einem Tank zur Aufbewahrung und Bereitstellung eines flüssigen

Abgasnachbehandlungsmittels und mit einem in und/oder an dem Tank angeordneten Entnahmemodul, das zumindest eine ansteuerbare

Fördereinrichtung für das Abgasnachbehandlungsmittel, zumindest ein einer

Saugseite der Fördereinrichtung zugeordnetes Filterelement und wenigstens eine Heizeinrichtung aufweist.

Stand der Technik

Tankeinrichtungen der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der Technik bekannt. Zum Reduzieren von Abgasmissionen ist es bekannt, das Abgas einer Brennkraftmaschine mithilfe von Katalysatoren und/oder Filtern

nachzubehandeln, um Emissionen zu reduzieren. Ein häufig verwendetes Verfahren ist die sogenannte selektive katalytische Reduktion (SCR), durch welche Stickoxide im Abgas von Dieselmotoren reduziert werden. Hierzu wird das Abgas durch einen SCR- Katalysator geführt, wobei dem Abgas vor Eintreten in den SCR- Katalysator ein Abgasnachbehandlungsmittel zugeführt wird. Als Abgasnachbehandlungsmittel beziehungsweise als Reduktionsmittel wird dabei häufig eine wässrige Harnstoff lösung verwendet. Diese muss im Kraftfahrzeug mitgeführt werden, um bei Bedarf dem Abgas zugeführt werden zu können. Aus diesem Grund werden Tankeinrichtungen bereitgestellt, welche das

Abgasnachbehandlungsmittel aufbewahren und bereitstellen. Dabei ist es bekannt, in und/oder an dem Tank der Tankeinrichtung ein Entnahmemodul vorzusehen, mittels dessen das flüssige Abgasnachbehandlungsmittel aus dem

Tank heraus gefördert und dem Abgas zugeführt wird. Dazu weist das

Entnahmemodul eine Fördereinrichtung auf, die durch eine Saugöffnung mit dem Innenraum des Tanks verbunden ist. Weil das Abgasnachbehandlungsmittel bei Temperaturen unterhalb seines Gefrierpunkts gefriert und dann eine Förderung des Abgasnachbehandlungsmittels nicht mehr möglich wäre, ist es außerdem bekannt, dem Fördermodul eine Heizeinrichtung zuzuordnen, die angesteuert werden kann, um bei Bedarf gefrorenes Abgasnachbehandlungsmittel aufzutauen und zu verflüssigen. Auch ist es bekannt, der Fördereinrichtung ein Filterelement vorzuschalten, um zu vermeiden, dass Festbestandteile, beispielsweise Verunreinigungen des Abgasnachbehandlungsmittels, in die Fördereinrichtung und/oder in das Abgasnachbehandlungssystem gelangen.

Offenbarung der Erfindung

Die erfindungsgemäße Tankeinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, dass eine vorteilhafte und effiziente Heizeinrichtung zur Verfügung gestellt wird, die dem Entnahmemodul eine hohe Lebensdauer gewährleistet. Erfindungsgemäß ist hierzu vorgesehen, dass die Heizeinrichtung eine an einen Kühlwasserkreislauf der Brennkraftmaschine anschließbare/angeschlossene Kühlwasserleitung aufweist, die derart an dem Entnahmemodul befestigt ist, dass sie abschnittsweise der Fördereinrichtung zugeordnet ist und abschnittsweise oberhalb der Fördereinrichtung durch den Tank führt. Durch die Integration des Fördermoduls in den Kühlwasserkreislauf der Brennkraftmaschine ist ein besonders einfaches Aufheizen beziehungsweise Auftauen von gefrorenem Abgasnachbehandlungsmittel in dem Tank gewährleistet, ohne dass es hierfür einer separaten Heizeinrichtung mit eigenem Betriebsmittel bedarf. Insbesondere kann dabei auf eine energietechnisch ungünstige elektrische Heizeinrichtung verzichtet werden. Dadurch, dass die Kühlwasserleitung einerseits dem

Fördermodul zugeordnet ist und andererseits abschnittsweise oberhalb des Fördermoduls durch den Tank verläuft, ist eine großflächige Aufwärmung und Verflüssigung gefrorenen Abgasnachbehandlungsmittels in dem Tank möglich.

Außerdem wird dadurch ermöglicht, mit einer einzigen Kühlwasserleitung mehrere Elemente, insbesondere die Fördereinrichtung und den Tankinnenraum, aufzuheizen, was zu einer Einsparung von Komponenten führt. Bevorzugt verläuft dabei die Kühlwasserleitung von dem Fördermodul bis zum oberen Ende des Tanks und zurück, sodass ein vollständiges Auftauen des

Abgasnachbehandlungsmittels in dem Tank gewährleistet ist. Vorzugsweise

verläuft dazu die Kühlwasserleitung O- oder U-förmig, optional schraubenförmig, durch den Tank.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Entnahmemodul ein Trägerelement aufweist, an welchem die Fördereinrichtung und die Kühlwasserleitung befestigt sind, wobei das Trägerelement eine

Tanköffnung in einer Seitenwand oder im Boden des Tanks verschließt. Der Tank ist also mit einer Tanköffnung versehen, welche durch das Trägerelement des Entnahmemoduls verschlossen wird. Dadurch ist einerseits eine

Revisionsöffnung zur Verfügung gestellt, und andererseits eine eindeutige und sichere Positionierung des Entnahmemoduls an dem Tank gewährleistet.

Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das Trägerelement durch eine Verbindung an dem Tank befestigt ist, die nur durch die Zerstörung lösbar ist. Hierdurch ist eine besonders dauerhafte, sichere und dichte Verbindung zwischen dem Entnahmemodul und dem Tank gewährleistet, durch welche die Tanköffnung dauerhaft sicher verschlossen ist. Dadurch wird eine besonders robuste Tankeinrichtung geboten.

Besonders bevorzugt ist das Trägerelement mit dem Tank verschweißt, um die nur durch Zerstörung lösbare Verbindung zu realisieren. Hierdurch ist eine besonders einfache auch nachträgliche Verbindung von Tank und Trägerelement gewährleistet.

Alternativ ist das Trägerelement einstückig mit dem Tank ausgebildet. Durch diese direkte Integration des Trägerelements in den Tank beziehungsweise in eine Tankwand des Tanks, beispielsweise durch Blasformen oder

Rotationsformen im Herstellungsprozess des Tanks, wird ebenfalls eine unlösbare beziehungsweise nur durch Zerstörung lösbare Verbindung erzielt.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist außerdem

vorgesehen, dass das Filterelement und/oder die Fördereinrichtung

austauschbar an dem Trägerelement gehalten sind. Unter austauschbar ist in diesem Zusammenhang eine Befestigung der Elemente zu versehen, die zerstörungsfrei lösbar ist. Damit können die Fördereinrichtung und/oder das

Filterelement bei Bedarf ausgewechselt werden, beispielsweise zu

Wartungszwecken und/oder zu Reparaturzwecken. So kann beispielsweise das Filterelement regelmäßig entnommen, gereinigt und durch ein neues

Filterelement ersetzt werden. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass die austauschbaren Komponenten von außen, also von außerhalb des Tanks, zu erreichen sind. Dazu sind sie beispielsweise in Aussparungen des

Entnahmeelements eingesetzt und verschließen diese mediendicht, sodass sie jederzeit entnehmbar sind. Auch ist es denkbar, an der Deckeloberseite oder an einer Seitenwand eine weitere Zugangsöffnung auszubilden, durch welche ein Benutzer in den Tank eingreifen und dort die austauschbaren Komponenten aus ihren Halterungen lösen, reinigen/warten und/oder ersetzen können.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Kühlwasserleitung zumindest ein ansteuerbares Kühlwasserventil zugeordnet ist, wobei das Kühlwasserventil an dem Trägerelement befestigt ist. Durch das Kühlwasserventil ist die Heizleistung der Heizeinrichtung auf einfache Art und

Weise steuerbar oder regelbar. Dadurch, dass das Kühlwasserventil an dem Trägerelement befestigt ist, ist eine sichere und kompakte Ausführung und eine separate Halteeinrichtung für das Kühlwasserventil eingespart. Insgesamt ergibt sich eine sehr geringe Bauteileanzahl für die Heizeinrichtung und damit eine kostengünstige und kompakte Ausführungsform.

Weiterhin ist bevorzugt vorgesehen, dass als zusätzliche Komponenten an dem Trägerelement wenigstens ein ansteuerbares Ventil, zumindest ein Sensor, insbesondere Drucksensor, Temperatursensor, Konzentrationssensor und/oder Füllstandsensor, angeordnet und insbesondere austauschbar gehalten sind.

Damit weist das Entnahmemodul noch weitere Komponenten auf, die den Betrieb der Tankeinrichtung und insbesondere in Bezug auf das

Abgasnachbehandlungssystem verbessern. Mittels der Sensoren lässt sich beispielsweise ein aktueller Betriebszustand der Tankeinrichtung, insbesondere auf das in dem Tank befindliche Abgasnachbehandlungsmittel erfassen. So werden durch den Temperatursensor die aktuelle Temperatur und/oder durch den Füllstandsensor die aktuelle im Tank befindliche Menge des

Abgasnachbehandlungsmittels überwacht. Mittels des Drucksensors ist der stromabwärts der Fördereinrichtung erzeugte Druck erfassbar, um beispielsweise den Betriebsdruck zu regeln und/oder um frühzeitig eine Überlastung des

Systems erkennen zu können. Mittels des Konzentrationssenors, der als

Qualitätssensor dient, ist die Konzentration des Abgasnachbehandlungsmittels in dem Tank erfassbar. Durch den Konzentrationssensor ist es beispielsweise feststellbar, ob anstelle von Abgasnachbehandlungsmittel Wasser oder eine andere Flüssigkeit in den Tank nachgefüllt wird. Wird dies erkannt, wird insbesondere eine Warnmeldung an den Fahrer ausgegeben, dass sich in dem

Tank nicht das korrekte Mittel befindet, und/oder es wird die

Abgasnachbehandlung zumindest zeitweise ausgesetzt, um unerwünschte Reaktionen im Abgasstrang zu vermeiden.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass nur eine elektrische Anschlussschnittstelle an dem Trägerelement für die

Fördereinrichtung, das Kühlwasserventil und optional für einen oder mehrere Sensoren angeordnet ist. Die elektrische Anschlussschnittstelle weist somit bevorzugt mehrere Kontaktstellen auf, stellt jedoch einen einzigen Anschluss, insbesondere Steckanschluss dar. Damit ist eine einfache elektrische

Kontaktierung der elektrischen Komponenten der Tankeinrichtung ermöglicht, was eine einfache Montage der Tankeinrichtung im

Abgasnachbehandlungssystem eines Kraftfahrzeugs beziehungsweise einer Brennkraftmaschine erlaubt.

Weiterhin ist bevorzugt vorgesehen, dass die Kühlwasserleitung und eine Abgasnachbehandlungsmittelleitung, insbesondere eine in den Tank führende Rücklaufleitung für das Abgasnachbehandlungsmittel, durch einen gemeinsamen Wärmetauscher führen. Es ist also vorgesehen, dass das

Abgasnachbehandlungsmittel und die Kühlwasserleitung zur Wärmekonvektion durch einen gemeinsamen Wärmetauscher geführt werden, um den

Auftauvorgang der Tankeinrichtung zu verbessern. Insbesondere dann, wenn die Kühlwasserleitung und die Rücklaufleitung des Abgasnachbehandlungsmittels durch den Wärmetauscher geführt werden, wird erreicht, dass das in den Tank zurücklaufende Abgasnachbehandlungsmittel aufgeheizt wird, und erst danach in den Tank gelangt. Dadurch ist eine direkte Wärmeübertragung von dem aufgeheizten Abgasnachbehandlungsmittel auf das gegebenenfalls in dem Tank noch gefrorene Abgasnachbehandlungsmittel gewährleistet, wodurch ein schnelleres Auftauen des Tankinhalts gewährleistet ist. Die erzwungene

Strömung des Abgasnachbehandlungsmittels transportiert die Wärme besser als die natürliche Konvektion, sodass ein besonders effektiver/effizienter

Wärmeaustausch stattfindet.

Im Folgenden soll die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert werden. Dazu zeigen

Figur 1 ein Abgasnachbehandlungssystem mit einer vorteilhaften

Tankeinrichtung in einer vereinfachten Darstellung und

Figur 2 eine vereinfachte Draufsicht auf die Tankeinrichtung aus Figur 1.

Figur 1 zeigt in einer vereinfachten Darstellung ein

Abgasnachbehandlungssystem für eine hier nicht näher dargestellte

Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs. Das Abgasnachbehandlungssystem weist eine Tankeinrichtung 1 auf, sowie ein Dosiermodul 2, das einem Abgasrohr 3 einer Brennkraftmaschine zuordenbar ist, um bedarfsweise flüssiges

Abgasnachbehandlungsmittel in das Abgas der Brennkraftmaschine

stromaufwärts eines Katalysators 4 einzuspritzen. Das Dosiermodul 2 ist mit der Tankeinrichtung 1 verbunden, die dazu dient, das einzuspritzende

Abgasnachbehandlungsmittel bei Bedarf zur Verfügung zu stellen.

Die Tankeinrichtung 1 weist dazu einen Tank 5 zur Aufnahme und Bereitstellung des flüssigen Abgasnachbehandlungsmittels auf. In seinem Boden 6 weist der Tank eine Tanköffnung 7 auf, die durch ein Entnahmemodul 8 verschlossen ist. Das Entnahmemodul 8 weist ein vorliegend kreisförmiges Trägerelement 9 auf, das die Tanköffnung 7 verschließend an dem Boden 6 angeordnet ist. Dabei ist das Trägerelement 9 dauerhaft fest mit dem Boden 6 verbunden, sodass es nur durch Zerstörung von diesem gelöst werden kann. Dazu ist das Trägerelement 9 gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel mit dem Boden 6 des Tanks 5 verschweißt. Dadurch wird eine sichere und mediendichte Verbindung dauerhaft gewährleistet. Alternativ ist das Trägerelement 9 bereits bei der Herstellung des Tanks 5 in den Boden 6 des Tanks 5 integriert, beispielsweise durch Blasformen oder Rotationsformen, sodass es ebenfalls unlösbar mit dem Tank 5 verbunden ist.

Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf die Tankeinrichtung 1. Die Tankeinrichtung 1 weist an ihrer Oberseite einen beispielsweise zur Wartung entfernbaren Deckel 10 auf, der in Figur 2 nicht gezeigt ist, sodass das Entnahmemodul 8 in dem Tank 5 zu erkennen ist.

Auf der Oberseite des Trägerelements 9, also auf der dem Tankinnenraum zugewandten Seite, ist eine Saugöffnung 11 ausgebildet, die strömungstechnisch mit der Saugseite einer auf der Unterseite des Trägerelements 9 angeordneten Fördereinrichtung 12 verbunden ist. Vorliegend ist die Fördereinrichtung 12 als elektromotorisch angetriebene Pumpe ausgebildet, deren Druckseite über eine

Verbindungsleitung 13 mit dem Dosiermodul 2 verbunden beziehungsweise verbindbar ist. In Figur 2 sind an der Unterseite des Trägerelements 9

angeordnete Komponenten gestrichelt gezeigt, und auf der Oberseite

angeordnete Komponenten mit durchgezogener Linie.

Der Saugöffnung 11 ist außerdem ein Filterelement 14 zugeordnet, das stromaufwärts der Fördereinrichtung 2 beziehungsweise der Saugöffnung 11 liegt, sodass nur durch das Filterelement 14 gefiltertes

Abgasnachbehandlungsmittel der Fördereinrichtung 12 gelangt. Das

Filterelement 14 ist insbesondere austauschbar beziehungsweise zerstörungsfrei lösbar an dem Trägerelement 9 befestigt. Auch die Fördereinrichtung 12 ist bevorzugt lösbar an dem Trägerelement 9 befestigt, um eine einfache Wartung und/oder Reparatur der Fördereinrichtung 12 zu ermöglichen.

Weiterhin ist an dem Trägerelement 9 eine Sensoreinheit 15 angeordnet, die beispielsweise einen der Druckseite der Fördereinrichtung 2 beziehungsweise der Verbindungsleitung 13 zugeordneten Drucksensor sowie einen

Füllstandsensor und/oder einen Temperatursensor aufweist, welche dem

Innenraum des Tanks 5 zugeordnet sind, um einen aktuellen Betriebszustand der Tankeinrichtung 1 zu überwachen. Optional weist die Sensoreinheit 15 außerdem einen Konzentrationssensor zum Überwachen der Qualität des in dem Tank 5 befindlichen Abgasnachbehandlungsmittels auf. Auch die Sensoreinheit 15 ist bevorzugt austauschbar an dem Trägerelement 9 gehalten.

Weiterhin ist an dem Trägerelement 9 eine Heizeinrichtung 16 angeordnet. Diese weist eine Kühlwasserleitung 17 auf, die sich von dem Trägerelement 9 über die Fördereinrichtung 12 und insbesondere das Filterelement 14 und die

Saugöffnung 11 erstreckt, sowie sich von dem Entnahmemodul 8 in Richtung des Deckels 10 des Tanks 5 erstreckt, sodass es wesentliche Bereiche des Tanks 5 durchläuft. Wie in Figur 1 gezeigt, ist dazu die Kühlwasserleitung 17 innerhalb des Tanks 5 beispielsweise U- oder O-förmig ausgebildet, sodass sie auch die weiter obenliegenden Bereiche des Abgasnachbehandlungsmittels in dem Tank 5 durchläuft. Die Kühlwasserleitung 17 ist in den Kühlwasserkreis 18 der Brennkraftmaschine integrierbar, wie in Figur 1 gezeigt. Dabei ist an dem

Trägerelement 9 ein ansteuerbares Kühlwasserventil 19 befestigt, das den Kühlwasserfluss in die Kühlwasserleitung 17 bedarfsabhängig steuert oder regelt.

Im Betrieb wird der Betriebszustand der Tankeinrichtung 1 beispielsweise mittels der Sensoreinheit 15, wie zuvor beschrieben, überwacht. Wird dabei erkannt, dass die Temperatur in dem Tank 5 unterhalb des Gefrierpunkts des

Abgasnachbehandlungsmittels liegt, wird das Kühlwasserventil 19 geöffnet, sodass von der Brennkraftmaschine aufgewärmtes Kühlwasser durch die Kühlwasserleitung 17 strömt und dabei das in der Umgebung der

Kühlwasserleitung 17 befindliche Abgasnachbehandlungsmittel erwärmt und gegebenenfalls auftaut. Weil die Kühlwasserleitung 17 auch der Saugöffnung 11 und der Fördereinrichtung 12 zugeordnet ist, werden diese mitaufgetaut und es ist sichergestellt, dass flüssiges Abgasnachbehandlungsmittel zum Einspritzen in das Abgas der Brennkraftmaschine zur Verfügung steht. Dadurch, dass die Heizeinrichtung 16 in das Kühlwassersystem beziehungsweise den

Kühlwasserkreislauf der Brennkraftmaschine eingebunden/einbindbar ist, ist eine besonders einfache, kostengünstige und effiziente Aufwärmung des

Abgasnachbehandlungsmittels gewährleistet. Dadurch, dass das

Kühlwasserventil 19 direkt an dem Trägerelement 9 befestigt ist, kann auf eine zusätzliche Kühlwasserventilhalterung verzichtet werden.

Dadurch, dass die wesentlichen Komponenten des Entnahmemoduls 8 austauschbar an dem Trägerelement 9 angeordnet sind, insbesondere das Filterelement 14, die Fördereinrichtung 12, die Sensoreinheit 15 und/oder das Kühlwasserventil 19, ist außerdem eine einfache Wartung und Reparatur der Tankeinrichtung 1 gewährleistet. Die austauschbaren Komponenten sind insbesondere direkt von außen zugängig, wozu sie in Aussparungen des

Trägerelements 9 angeordnet sind, die auch von außerhalb des Tanks 5 zugängig sind, oder beispielsweise nach Entfernen des Deckels 10 innerhalb des Tanks 5 fassbar und entnehmbar beziehungsweise auswechselbar sind.

Vorzugsweise sind folgende Komponenten der Unterseite des Trägerelements 9 angeordnet: Hauptpumpe und/oder Reinigungspumpe der Fördereinrichtung 12,

Umkehrventil und Drucksensor. Dabei ist es auch denkbar, mehrere

Komponenten zu einer gemeinsamen austauschbaren Einheit

zusammenzufassen, wie beispielsweise die Hauptpumpe und die optionale Reinigungspumpe. Bei den Sensoren für Füllstand und Temperatur ist das Ausfallrisiko relativ gering, sodass ein Austausch nicht unbedingt vorgesehen werden muss, sodass die Sensoreinheit 15 beispielsweise auch fest an der Trägereinrichtung 9 und damit nicht-austauschbar angeordnet und befestigt ist. Optional ist jedoch auch die Sensoreinheit 15, wie zuvor bereits erwähnt, austauschbar an dem Trägerelement 9 gehalten.

Dadurch, dass die Heizeinrichtung 16 in das Kühlwassersystem der

Brennkraftmaschine eingebunden ist, werden Einzelbauteile zum Betreiben einer separaten Heizeinrichtung eingespart. Die Wärmeübertragung von dem

Kühlwasser auf das Kühlwasserventil 19 ist sehr gut, weil auch das Ventil im geöffneten Zustand noch eine Drosselstelle darstellt, was bei einer hohen

Strömungsgeschwindigkeit für eine gute Wärmeübertragung in das

Kühlwasserventil und in das Abgasnachbehandlungsmittel sorgt. Dadurch, dass die Kühlwasserleitung 17 von dem Trägerelement 9 ausgeht, welches auch die Saugöffnung 11 aufweist, ist sichergestellt, dass ein äußerst kleines nicht absaugbares Volumen im Tank 5 besteht, auch dann, wenn Teile des

Abgasnachbehandlungsmittels zunächst gefroren sein sollten.

Bevorzugt ist an dem Trägerelement 9 außerdem eine elektrische

Anschlussschnittstelle 20 angeordnet, die als Steckanschluss ausgebildet ist, durch welchen sämtliche elektrischen Komponenten des Entnahmemoduls 8 durch eine einfache Steckverbindung elektrisch kontaktierbar sind. So ist beispielsweise der Steckanschluss dazu ausgebildet, die elektrische Verbindung zu der Fördereinrichtung 12, der Sensoreinheit 15 und dem Kühlwasserventil 19 herzustellen. Vorzugsweise ist dazu ein vierpoliger Anschluss mit

Versorgungsspannung und CAN- Kommunikation vorhanden.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, das in Figur 1 durch gestrichelte Linien gezeigt ist, wird die Kühlwasserleitung 17 durch einen Wärmetauscher 21 geführt, durch welchen auch eine Rücklaufleitung 22 des

Abgasnachbehandlungsmittels, das von dem Dosiermodul 2 zurück in den Tank 5 geführt wird, sodass ein Wärmeaustausch von der von dem Kühlwasser geführten Wärme zu dem rückgeführten Abgasnachbehandlungsmittel in dem Wärmetauscher 21 erfolgt. Das in den Tank 5 zurückgelangende und durch das Kühlwasser aufgewärmte Abgasnachbehandlungsmittel gelangt im direkten Kontakt mit gegebenenfalls noch gefrorenem Abgasnachbehandlungsmittel, wodurch dieses aufgetaut wird. Dadurch wird ein besonders effektiver

Wärmeaustausch zwischen Kühlwasser und Abgasnachbehandlungsmittel erreicht, weil die erzwungene Strömung des Abgasnachbehandlungsmittels die Wärme wesentlich besser transportiert als die natürliche Konvektion. Damit ist in kurzer Zeit das gesamte Tankvolumen im Tank 5 auftaubar. Während gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel der Wärmetauscher 21 am oberen Ende des Tanks 5 angeordnet ist, ist gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel vorgesehen, hier nicht dargestellt, dass das Kühlwassermittel 19 und eine Drossel in der Rücklaufleitung 22 in einem gemeinsamen (Wärmetauscher-)Gehäuse integriert beziehungsweise angeordnet sind.

Optional sind in dem Tank 5 außerdem ein oder mehrere elastische

Kompensationselemente angeordnet, die bei einer Volumenausdehnung des Abgasnachbehandlungsmittels beim Gefrieren komprimiert werden können.

Insgesamt bietet die vorteilhafte Tankeinrichtung 1 eine hohe Lebensdauer, eine einfache Wartung, insbesondere von Filterelement 14 und/oder

Fördereinrichtung 12, sowie eine vorteilhafte Beheizung des in dem Tank 5 befindlichen Abgasnachbehandlungsmittels.