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1. (WO2018108368) METHOD FOR CONTROLLING AN AUTOMATICALLY OPERATED MOBILE UNIT AND METHOD FOR SENDING HAZARD INFORMATION
Nota: Texto obtenido mediante procedimiento automático de reconocimiento óptico de caracteres.
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Beschreibung

Titel

Verfahren zur Steuerung einer automatisiert betriebenen mobilen Einheit und Verfahren zur Aussendung einer Gefahreninformation

Stand der Technik

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer automatisiert betriebenen mobilen Einheit bzw. ein Verfahren zur Aussendung einer Gefahreninformation, sowie entsprechende Vorrichtungen.

Aus dem Stand der Technik sind Verfahren zur automatisierten Steuerung von Fahrzeugen bekannt. Zudem sind Systeme bekannt, mit welchen

Gefahreninformationen akustisch oder visuell empfangen werden können.

Die GB 2521415 A offenbart ein Verfahren zur Steuerung eines Fahrzeugs und zur Festlegung einer Evakuierungsstrategie für Fahrzeuge während eines Notfalls.

Offenbarung der Erfindung

Es wird ein Verfahren zur Steuerung, insbesondere zur Evakuierung, einer automatisiert betriebenen mobilen Einheit beansprucht. Das Verfahren umfasst die folgenden Schritte:

• Empfangen eines Signals von einer externen Quelle, welches eine

Gefahreninformation umfasst;

• Automatisiertes Steuern der mobilen Einheit basierend auf dieser

Gefahreninformation, wobei die Steuerung derart erfolgt, dass eine für die mobile Einheit sichere Position angesteuert wird;

• Automatische Ansteuerung der mobilen Einheit basierend auf der

Gefahreninformation und/oder einem empfangenen Entwarnungssignal und/oder einem empfangenen Ansteuerungssignal,

wobei die automatische Ansteuerung derart erfolgt, dass von der mobilen Einheit eine Ausgangsposition der mobilen Einheit angesteuert wird.

Dieses Verfahren bietet den Vorteil, dass von einer Gefahr bedrohte mobile Einheiten gewarnt und diesen gegebenenfalls Evakuierungsvorschläge übermittelt werden. Durch eine automatisiert durchgeführte Evakuierung der mobilen Einheit, werden Schäden an der mobilen Einheit verhindert und/oder Zugang zu gefährdeten Bereichen für Einsatzkräfte geschaffen. Zudem wird die Akzeptanz eines entsprechenden Verfahrens zur automatisierten Steuerung einer mobilen Einheit bei einem Nutzer, Besitzer oder Verantwortlichen der mobilen Einheit erhöht, wenn die mobile Einheit automatisiert zurück zu ihrer Ausgangsposition gesteuert wird, ohne Schaden genommen zu haben.

Das Empfangen eines Signals von einer externen Quelle kann hierbei über eine geeignete Schnittstelle erfolgen und muss nicht zwingend von der Einheit durchführbar sein, auf welcher das Verfahren ausgeführt wird. Das Verfahren kann beispielsweise auf einer Steuereinheit ausgeführt werden, welche eine Schnittstelle zu einer

Empfangseinheit aufweist, welche dazu in der Lage ist, Signale externer Quellen zu empfangen. Gleiches gilt für das automatisierte Steuern der mobilen Einheit. Eine Steuereinheit, auf welcher das Verfahren ausgeführt wird, muss nicht selbst über entsprechende Aktuatoren verfügen, mit welchen eine mobile Einheit tatsächlich gesteuert wird. Unter Steuern wird verstanden, dass Befehle erzeugt und/oder ausgesendet werden, welche eine Steuerung der mobilen Einheit bewirken.

Die für die mobile Einheit sichere Position kann von der mobilen Einheit selbst bestimmt werden, beispielsweise anhand eingespeicherter sicherer Positionen, anhand einer Berechnung auf Basis der Gefahreninformation und/oder anhand eines

Abfragens weiterer internen und/oder externen Informationsquellen, wie bspw.

Datenbanken. Des Weiteren ist es möglich, eine Information über eine sichere Position zu empfangen, beispielsweise von der gleichen Quelle, welche auch die

Gefahreninformation bereitstellt. Es ist zudem denkbar, dass die Gefahreninformation bereits eine Information über eine sichere Position für die mobile Einheit umfasst. Beispiele für sichere Positionen sind Parkhäuser, Garagen, Tiefgaragen, überdachte Bereiche, Flugzeughangars, Scheunen, Unterstellplätze für Boote, Häfen, Brücken, Unterführungen, Tunnel und allgemein Bereiche, welche nicht von der mittels der Gefahreninformation angegebenen Gefahr betroffen sind.

Eine optionale berechenbare Route zu der für die mobile Einheit sicheren Position kann in der mobilen Einheit oder auf einem externen Server berechnet werden. Die Berechnung kann hierbei die Gefahreninformation mit einbeziehen, um beispielsweise Gefahren für die mobile Einheit bestmöglich zu umgehen.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens entspricht die externe Quelle einem externer Server, einer Cloud, einem Nutzer und/oder Besitzer der mobilen Einheit und/oder einer weiteren mobilen Einheit.

Diese Ausführungsform der Erfindung bietet den Vorteil, dass mehrere

Informationsquellen genutzt werden können, die alle das Potenzial besitzen,

Gefahreninformationen weiterzuleiten. Durch Hinzunahme einer oder mehrerer dieser Quellen kann die Sicherheit der mobilen Einheit verbessert werden. Unter anderem können sich mehrere mobile Einheiten untereinander austauschen, wodurch ein schneller und zuverlässiger Informationsaustausch gewährleistet wird.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens umfasst die Gefahreninformation einen Ort und/oder einen Bereich, welcher von einer Gefahr betroffen ist.

Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass die Gefahreninformation weitere Informationen umfasst, welche für die Sicherheit der mobilen Einheit entscheidend sind. Durch eine Angabe eines Orts und/oder eines Bereichs, welcher von einer Gefahr betroffen ist, kann die Gefahreninformation von der mobilen Einheit priorisiert und entsprechend auf die Gefahreninformation regiert werden. Hierdurch kann vermieden werden, dass zu viele mobile Einheiten unnötigerweise eine sichere Position ansteuern, obwohl der aktuelle Standort dieser mobilen Einheiten nicht von der Gefahreninformation bzw. der Gefahr betroffen ist. Hierdurch lassen sich gefährliche Verkehrssituationen oder ein zu hohes Verkehrsaufkommen vermeiden. Zudem kann

die mobile Einheit diese Information bei der Ermittlung einer sicheren Position für die mobile Einheit berücksichtigen.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens enthält das Verfahren den Schritt des Empfangens eines Signals, welches eine Information über eine für die mobile Einheit sichere Position umfasst. Das automatisierte Ansteuern erfolgt basierend auf dieser Information.

Das empfangene Signal kann hierbei dem Signal der externen Quelle entsprechen, welches die Gefahreninformation umfasst. Es kann sich alternativ auch um ein separates Signal handeln.

Diese Ausführungsform des Verfahrens bietet den Vorteil, dass der mobilen Einheit bereits eine sichere Position mitgeteilt wird, wodurch diese Position nicht von der mobilen Einheit bestimmt und/oder angefordert werden muss. Je nach vorliegender Gefahreninformation kann es von Vorteil sein, dass die sichere Position von einer externen Einheit bestimmt wird, welcher eine größere Fülle von Information vorliegt, aus welcher sich die sichere Position bestimmen lässt. Des Weiteren kann auf diese Weise Rechenleistung der mobilen Einheit eingespart werden. Es ist auch denkbar, dass abhängig von dem Gefahrensignal entweder ein in der mobilen Einheit gespeichertes oder ein von der externen Einheit bestimmtes Signal gewählt wird. Diese Umsetzung hat beispielsweise den Vorteil, dass ein nicht überschreibbares Default-Ziel immer angefahren werden kann. Zudem kann in einem internen Speicher eine

Beschränkung bezüglich der sicheren Positionen enthalten sein, beispielsweise in Form eines maximalen Radius um eine vergebene Position, sodass keine beliebige weit entfernte erhaltene Position angesteuert wird.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens enthält dieses den Schritt des Empfangens eines Signals, welches eine Information über mindestens eine Route zu einer für die mobile Einheit sicheren Position umfasst. Die automatisierte Ansteuerung erfolgt basierend auf diese Information.

Dieses Signal kann entweder ein separates Signal sein, welches eine Information über mindestens eine Route zu einer für die mobile Einheit sicheren Position umfasst oder kann alternativ ein in einem anderen Schritt empfangenes Signal sein, welches ergänzend zu weiteren Informationen die Information über mindestens eine Route umfasst. Beispielsweise ist es möglich, dass das von der externen Quelle empfangene Signal, welches eine Gefahreninformation umfasst, gleichzeitig auch eine Information über eine Route zu wenigstens einer sicheren Position für die mobile Einheit umfasst.

Bei einer Berechnung einer Route zu einer sicheren Position für die mobile Einheit können die Gefahreninformation berücksichtigt werden. Beispielsweise kann die Route anhand einer Bewegung eines Unwetters, anhand von bevorstehenden Krawallen und daraufhin gesperrten Straßen, oder Straßen die nicht angefahren werden sollten, berechnet werden. Hierbei können auch weitere Informationen einfließen, wie beispielsweise bereits durch Naturkatastrophen und/oder -phänomene, wie Erdrutsche und/oder Steinschläge und/oder starker Schneefall und/oder extreme Temperaturen, geschädigte Straßen, welche folglich bei der Wahl einer Route zu der sicheren Position gemieden werden können. Zudem ist es denkbar, dass weitere Daten wie Einsätze von bspw. Rettungs- oder Ordnungskräften, Stauinformationen, Baustellen-Sperrungen, Umleitungen, allgemeine Behinderungen oder Informationen wie die Eignung der Route für die Größe der mobilen Einheit einbezogen werden. Für Raumfahrzeuge sind darüber hinaus z. B. Informationen über bevorstehende Meteoriten- oder

Sonnenstürme oder ggf. mit dem Raumfahrzeug kollidierendem Weltraumschrott zu berücksichtigen

Diese Ausführungsform der Erfindung bietet den Vorteil, dass die Route nicht von der mobilen Einheit selbst bestimmt werden muss und die Bestimmung basierend auf einer größeren Fülle von Informationen erfolgt. Hierdurch lässt sich die Sicherheit der mobilen Einheit erhöhen. Des Weiteren kann Rechenkapazität der mobilen Einheit eingespart werden, wenn eine entsprechende Routenplanung auf einem externen Server durchgeführt wird. Zusätzlich kann für die Evakuierung vieler mobiler Einheiten die Routenplanung unterschiedlich und damit behinderungsvermeidend ausgeführt werden.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens enthält dieses den Schritt des Aussendens eines Signals an einen Nutzer und/oder Besitzer der mobilen Einheit

und/oder einen für die mobile Einheit Verantwortlichen. Dieses Signal umfasst hierbei Information über ein automatisiertes Steuern der mobilen Einheit.

Diese Ausführungsform des Verfahrens bietet den Vorteil, dass ein Nutzer, Besitzer oder Verantwortlicher über eine bevorstehende Steuerung informiert wird und diese gegebenenfalls beeinflussen kann. Hierdurch wird die Sicherheit der mobilen Einheit erhöht. Zudem wird die Akzeptanz eines entsprechenden Verfahrens bei einem Nutzer, Besitzer oder Verantwortlichen der mobilen Einheit erhöht, da die mobile Einheit den Nutzer, Besitzer oder Verantwortlichen über geplante Steuerungen informiert. Dieser kann gegebenenfalls in die Steuerung eingreifen und behält somit die Kontrolle über Bewegungen seiner mobilen Einheit.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens enthält dieses den zusätzlichen Schritt des Empfangens eines Bestätigungssignals des Nutzers und/oder Besitzers und/oder des für die mobile Einheitsverantwortlichen. Das automatisierte Ansteuern der mobilen Einheit erfolgt basierend auf dem Bestätigungssignal.

Das Bestätigungssignal kann zum einen eine Antwort auf eine zuvor ausgesendete Anfrage an einen Besitzer, Nutzer und/oder Verantwortlichen darstellen. Zum anderen kann das Bestätigungssignal auch von genereller Form sein, welches automatisierte Steuerungen nach dem Empfang einer Gefahreninformation beispielsweise immer erlaubt oder immer verbietet.

Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass die Akzeptanz eines entsprechenden Verfahrens zur automatisierten Steuerung einer mobilen Einheit bei einem Nutzer, Besitzer oder Verantwortlichen der mobilen Einheit erhöht werden kann.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens enthält dieses den Schritt des Empfangens eines Entwarnungssignals, welches weitere Gefahreninformation umfasst, und/oder eines Ansteuerungssignals. Die Ansteuerung der mobilen Einheit erfolgt hierbei in Abhängigkeit des Entwarnungssignals und/oder Ansteuerungssignals.

Diese Ausführungsform der Erfindung bietet den Vorteil, dass die mobile Einheit aktuelle Informationen über bestehende Gefahren enthält und eine entsprechende

automatisierte Steuerung der mobilen Einheiten möglich ist. Hierdurch erhöht sich deren Sicherheit. Des Weiteren kann durch das Empfangen eines

Ansteuerungssignals, welches beispielsweise von einem Nutzer, Besitzer und/oder Verantwortlichen der mobilen Einheit ausgesendet wurde, ein Eingriff in die

automatisierte Steuerung erfolgen. Durch diese Option wird dem Nutzer, Besitzer und/oder Verantwortlichen mehr Kontrolle über die mobile Einheit gegeben, wodurch die Akzeptanz eines entsprechenden Verfahrens zur automatisierten Ansteuerung einer mobilen Einheit bei einem Nutzer, Besitzer oder Verantwortlichen der mobilen Einheit erhöht wird. Das Ansteuerungssignal kann hierbei beispielsweise den Befehl umfassen, die mobile Einheit derart automatisiert zu steuern, dass eine vorgegebene Position angefahren wird. Diese Position kann unabhängig von der

Gefahreninformation sein und beispielsweise auch in einem Bereich liegen, welcher von der Gefahrensituation betroffen ist. Darüber hinaus können Fehlansteuerung vermieden werden, wenn automatisierte Steuerungen zunächst eine Bestätigung durch einen Nutzer, Besitzer und/oder Verantwortlichen erfordern.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens enthält dieses den zusätzlichen Schritt des Steuerns der mobilen Einheit basierend auf der Gefahreninformation und/oder dem Entwarnungssignal und/oder dem Ansteuerungssignal. Die Steuerung erfolgt hierbei derart, dass von der mobilen Einheit eine Ausgangsposition der mobilen Einheit angesteuert wird.

Dieses Steuern bzw. diese automatische Ansteuerung kann zeitlich nach dem automatischen Steuern erfolgen, welches basierend auf der Gefahreninformation erfolgt. Beispielsweise kann der Schritt der automatischen Ansteuerung / des Steuerns durchgeführt werden, wenn die Gefahr vorüber ist, beispielsweise basierend auf einem Entwarnungssignal oder einer in der Gefahreninformation enthaltenen Information über einen Zeitraum der Gefahr oder eine Uhrzeit, an welcher die Gefahr vorüber ist. Sie kann auch dann erfolgen, wenn ein Signals eines Nutzers und/oder ein

Ansteuerungssignal eine entsprechende Ansteuerung fordert/ enthält. Beispielsweise wenn der Nutzer nicht mit der Evakuierung und/oder dem automatischen Steuern der mobilen Einheit einverstanden ist.

Unter der Ausgangsposition kann hierbei insbesondere die Position der mobilen Einheit verstanden werden, in welcher sich diese beim Empfangen des Signals von der externen Quelle, welches eine Gefahreninformation umfasst, befunden hat. Des Weiteren ist es denkbar, dass unter der Ausgangsposition eine Position in der Nähe der Position verstanden wird, in welcher sich die mobile Einheit beim Empfang des Signals von der externen Quelle, welches eine Gefahreninformation umfasst, befunden hat. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine Position in einem vorgegebenen Umkreis handeln, welcher von einem Besitzer, Nutzer und/oder Verantwortlichen fest vorgegeben werden kann. Dieser Umkreis kann beispielsweise in Form eines in Metern oder Kilometern eingegebenen Radius eingegeben werden. Des Weiteren ist es möglich, dass der Umkreis durch eine Zeitangabe festgelegt wird, in welcher die mobile Einheit einen bestimmten Ort erreichen soll. Ein Nutzer der mobilen Einheit könnte dem Bereich folglich derart festlegen, dass die mobile Einheit dessen

Aufenthaltsposition innerhalb von einer vorgegebenen Zeitangabe, beispielsweise fünf Minuten, erreichen kann.

Das Steuern kann hierbei basierend auf dem von der externen Quelle empfangenen Signal, welches eine Gefahreninformation umfasst, erfolgen. Diese

Gefahreninformation kann beispielsweise einen Zeitraum enthalten, in welchem von einer Gefahr für die mobile Einheit auszugehen ist. Ist die Gefahr für die mobile Einheit vorüber, kann basierend auf der Gefahreninformation eine weitere Ansteuerung der mobilen Einheit erfolgen, sodass eine Ausgangsposition mobilen Einheit angesteuert wird.

Alternativ kann die Ansteuerung basierend auf dem Entwarnungssignal erfolgen, welches eine Information darüber enthält, dass die Gefahr für die mobile Einheit vorüber ist.

Zudem ist es möglich, dass die mobile Einheit die Ausgangsposition basierend auf dem Ansteuerungssignal ansteuert. Dieses Ansteuerungssignal kann vollständig

unabhängig von der Gefahreninformation und/oder vorliegenden Gefahren für die mobile Einheit sein. Ein Nutzer, Besitzer und/oder Verantwortlicher der mobilen Einheit kann dieses Ansteuerungssignal bzw. einen Ansteuerungsbefehl jederzeit aussenden.

Diese Ausführungsform des Verfahrens bietet den Vorteil, dass die Akzeptanz eines entsprechenden Verfahrens zur automatisierten Steuerung einer mobilen Einheit bei einem Nutzer, Besitzer oder Verantwortlichen der mobilen Einheit erhöht wird. Die mobile Einheit kann automatisiert zurück zu ihrer Ausgangsposition gesteuert werden, ohne Schaden genommen zu haben. Des Weiteren ist es für einen Nutzer, Besitzer und/oder Verantwortlichen möglich, die mobile Einheit bei Fehlwarnungen derart anzusteuern, dass sich diese automatisiert zurück an ihre Ausgangsposition bewegt.

In einer Ausführungsform des Verfahrens handelt es sich bei der automatisiert betriebenen mobilen Einheit um ein Auto, eine Drohne, einen LKW, ein Boot, ein Baustellenfahrzeug, ein Nutzfahrzeug, einen Traktor, ein Flugzeug oder

Raumfahrzeug.

Das Verfahren lässt sich für jedes automatisiert betreibbare Land-, Wasser-, Luft- oder Raumfahrzeug anwenden.

Des Weiteren wird eine Vorrichtung zur Steuerung einer mobilen Einheit beansprucht, welche eingerichtet ist, um die Schritte des Verfahrens gemäß einer der oben beschriebenen Ausführungen des Verfahrens in entsprechenden Einheiten

auszuführen.

Darüber hinaus wird ein Verfahren zur Aussendung eines Signals beansprucht, welches Gefahreninformationen umfasst. Dieses Verfahren umfasst die folgenden Schritte:

• Empfangen von Daten;

• Erzeugen einer Gefahreninformation anhand der empfangenen Daten;

• Ermitteln eines von der Gefahreninformation betroffenen Bereichs;

• Empfangen von Positionsdaten wenigstens einer mobilen Einheit;

• Ermitteln, ob sich die mobile Einheit im ermittelten Bereich befindet;

• Aussenden eines Signals, welches die Gefahreninformationen umfasst, an die mobile Einheit, falls sich diese im ermittelten Bereich befindet.

Die empfangenen Daten können hierbei von verschiedenster Natur sein. Es kann sich um Wetterwarnungen, um Warnungen vor Naturkatastrophen, wie Bränden,

Überschwemmungen, Erdrutsche oder Tsunamis, um Warnungen vor Aufständen, Protesten und/oder Demonstrationen, Schießereien oder Einsätzen von

Sicherheitskräften handeln. Des Weiteren können die Daten Positionen von Personen umfassen, beispielsweise Positionen von einzelnen Menschen, welche mithilfe von Smartphones, welche die Personen bei sich tragen, ermittelt werden.

Anhand der empfangenen Daten wird im nächsten Schritt eine Gefahreninformation erzeugt. Hierfür können die zuvor empfangenen Daten ausgewertet werden.

Beispielsweise lassen sich Warnungen über Unwetter oder Naturkatastrophen anhand der Daten erzeugen. Zudem ist es möglich, anhand von Daten über die Positionen von mehreren Personen Versammlungen, Demonstrationen oder sonstige auffällige Ereignisse zu detektieren. Anhand dieser Informationen könnte ebenfalls eine

Gefahreninformation erzeugt werden. Derartige Informationen lassen sich auch aus weiteren externen Quellen beziehen.

Unter einem von der Gefahreninformation betroffenen Bereich kann ein Bereich verstanden werden, welcher direkt von einer Gefahr betroffen ist, beispielsweise ein Ortsteil welche von einer Überschwemmung bedroht ist. Der betroffene Bereich kann allerdings auch größer als der direkt betroffene Bereich gewählt werden, sodass auch angrenzende Gebiete mit umfasst werden. Je nach Gefahrensituation können diese ebenfalls von der Gefahreninformation bzw. der Gefahr betroffen sein. Zur Definition des betroffenen Bereichs kann beispielsweise auch ein Umkreis um eine erkannte oder bekannte Gefahr angenommen werden, welche beispielsweise abhängig von der Art der Gefahr gewählt wird. Bei unberechenbaren Gefahren, wie Unwetterwarnungen oder Überschwemmungen, würde der Bereich entsprechend größer gewählt werden, als bei Gefahren, welche sehr lokal auftreten, wie beispielsweise der Brand eines Hauses.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens enthält dieses den Schritt des Bestimmens einer für die mobile Einheit sicheren Position. Das Signal umfasst hierbei eine Information über die sichere Position für die mobile Einheit.

Das Signal kann entweder individuell an einzelne Einheiten gesendet werden, wobei das Signal eine speziell auf sie angepasste Informationen über eine sichere Position umfasst. Alternativ kann dieses Signal auch an mehrere mobile Einheiten gesendet werden, welche sich in einem der Gefahrensituation betroffenen Bereich befinden. Die für die mehreren Einheiten sichere Position kann hierbei auch einen Bereich umfassen, welche von mehreren mobilen Einheiten gleichzeitig angefahren werden kann, wie beispielsweise eine Tiefgarage mit ausreichender Kapazität. Finale Endpositionen können entweder ebenfalls im Signal enthalten sein, oder vor Ort von den mobilen Einheiten oder weiteren Einrichtungen vor Ort, wie einem

Parkraummanagementsystem bestimmt werden.

Alternativ kann das Signal jedoch auch individuell für jede sich in dem betroffenen

Bereich befindende mobile Einheit ausgesendet werden und eine entsprechend individuelle sichere Position für diese Einheit enthalten. Bei dieser Position kann es sich beispielsweise um einen Parkplatz in einem Parkhaus oder um einem Bereich handeln, welcher nicht von der Gefahreninformation bzw. einer Gefahr betroffen ist.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens weist dieses den zusätzlichen Schritt des Berechnens einer möglichen Route für die mobile Einheit zu der

bestimmten sicheren Position auf. Im Schritt des Aussendens des Signals umfasst das Signal eine Information über die Route für die mobile Einheit.

Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass anhand der vorliegenden Daten eine optimale Route erstellt werden kann, welche die Sicherheit der mobilen Einheit erhöht, an welche das Signal ausgesendet wird. Für jede mobile Einheit kann mittels des Verfahrens wenigstens eine individuelle Route erstellt werden. Es können auch mehrere Routen bestimmt werden, aus welchen anschließend von der mobilen Einheit eine ausgewählt werden kann. Dies hat den Vorteil, dass weitere

Umgebungsinformationen, welche ausschließlich der mobilen Einheit vorliegen, da diese beispielsweise mittels einer Umfeldsensorik von der mobilen Einheit detektiert werden, mit in die Routenplanung einfließen können, wodurch sich die Sicherheit für die mobile Einheit weiter erhöht.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens enthält dieses den Schritt des Aussendens eines weiteren Signals an einen Nutzer und/oder Besitzer der mobilen Einheit und/oder einen für die mobile Einheit Verantwortlichen. Das Signal umfasst hierbei eine Information über das Aussenden des Signals, welches eine

Gefahreninformation umfasst, an die mobile Einheit.

Diese Ausführungsform des Verfahrens bietet den Vorteil, dass ein Nutzer und/oder Besitzer der mobilen Einheit und/oder ein für die mobile Einheit Verantwortlicher über eine bevorstehende Gefahr informiert wird und folglich Vorkehrungen treffen kann, welche die Sicherheit der mobilen Einheit weiter erhöhen.

Darüber hinaus wird eine Vorrichtung beansprucht, welche dazu eingerichtet ist, das oben beschriebene Verfahren zur Aussendung eines Signals auszuführen.

Des Weiteren wird ein Computerprogramm beansprucht, welches dazu eingerichtet ist, eines der oben beschriebenen Verfahren auszuführen. Zudem wird ein

maschinenlesbares Speichermedium beansprucht, auf welchem dieses

Computerprogramm abgespeichert ist.

Die oben beschriebenen Verfahren zur Steuerung einer mobilen Einheit und zum Aussenden eines Signals, welches eine Gefahreninformation umfasst, können selbstverständlich auch kombiniert werden, sodass ein Verfahren mit allen

notwendigen Schritten beider Verfahren entsteht, welches auf mehreren separaten Einheiten durchgeführt wird, welche entweder direkt oder indirekt miteinander kommunizieren können.

Zeichnungen

Figur 1 zeigt ein Ablaufdiagramm einer Ausführungsform des Verfahrens zur

Steuerung einer automatisiert betriebenen Einheit gemäß der vorliegenden Erfindung. Figur 2 zeigt ein Ablaufdiagramm einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens zur Steuerung einer automatisiert betriebenen Einheit gemäß der vorliegenden Erfindung. Figur 3 zeigt ein Ablaufdiagramm einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens zur Steuerung einer automatisiert betriebenen Einheit gemäß der vorliegenden Erfindung.

Figur 4 zeigt ein Ablaufdiagramm einer Ausführungsform des Verfahrens zur

Erzeugung und Aussenden einer Gefahreninformation gemäß der vorliegenden Erfindung.

Figur 5 zeigt ein Ablaufdiagramm einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens zur Erzeugung und Aussenden einer Gefahreninformation gemäß der vorliegenden

Erfindung.

Ausführungsbeispiele

In Figur 1 ist ein Verfahren zur Steuerung einer automatisiert betriebenen Einheit skizziert. Bei der automatisiert betriebenen mobilen Einheit handelt es sich in diesem Ausführungsbeispiel um eine Drohne, welche mit mehreren Kameras, einem GPS Sensor, einer Kommunikationseinheit und einer Steuereinheit ausgestattet ist. Die Steuereinheit ist hierbei derart eingerichtet, dass eine automatisierte Steuerung der Drohne möglich ist, indem entsprechende Aktuatoren angesteuert werden, ohne dass durch eine externe Ansteuerung in die Steuerung der Drohne eingegriffen werden muss. Ferner ist die Steuereinheit dazu eingerichtet, das in Figur 1 dargestellte Verfahren auszuführen. Mittels der Kommunikationseinheit ist die Drohne dazu in der Lage, Signale von externen Quellen zu empfangen und Signale auszusenden. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Kommunikationseinheit dazu eingerichtet, Signale über den Mobilfunk und über WLAN zu empfangen und auszusenden.

Das Verfahren startet in Schritt 101.

In Schritt 102 wird über die Kommunikationseinheit ein Signal eines externen

Wetterservers von der Steuereinheit empfangen, welches eine Gefahreninformation umfasst. In diesem Ausführungsbeispiel enthält die Gefahreninformation eine Warnung vor Hagel und Sturm, welcher in einem angegebenen Bereich in einem angegebenen Zeitraum auftreten soll.

In Schritt 103 erfolgt eine automatisierte Ansteuerung der Drohne basierend auf dieser Gefahreninformation. Auf einem internen Speicher, welcher ebenfalls Bestandteil der Drohne ist, sind sichere Positionen für die Drohne abgespeichert, zu welchen sich diese bei einem Auftreten von Gefahren zurückziehen bzw. bewegen kann. Basierend auf der erhaltenen Gefahreninformation wird von der Drohne eine dieser sicheren Position ausgewählt; in diesem Ausführungsbeispiel ein für sie reservierter Platz in einer Tiefgarage. Die Drohne wird derart automatisiert angesteuert, dass die Drohne vor dem Beginn des angekündigten Hagels die für sie sichere Position erreicht.

Das Verfahren endet in Schritt 104.

Anstelle einer Drohne kann es sich bei der automatisiert betriebenen mobilen Einheit auch um ein automatisiert betreibbares Kraftfahrzeug oder weitere Land-, Wasser-, Luft- und/oder Raumfahrzeuge handeln. Diese Fahrzeuge sind ebenfalls derart ausgestattet, dass sie Signale empfangen und sich automatisiert an vorgegebene Orte bewegen können.

Anstelle eine sichere Position selbst zu ermitteln, ist diese in einer alternativen Ausführungsform bereits in der Gefahreninformation enthalten. Ergänzend hierzu ist in einer weiteren Ausführungsform auch die Route zu der sicheren Position bereits in der Gefahreninformation enthalten.

In einer alternativen Ausführungsform findet sowohl die Bestimmung einer sicheren Position, als auch das Berechnen einer Route zu der sicheren Position in der mobilen Einheit statt.

In Figur 2 ist ein weiterer möglicher Ablauf des Verfahrens dargestellt. In diesem Ausführungsbeispiel läuft das Verfahren auf einem automatisiert betriebenen

Kraftfahrzeug ab. Das Kraftfahrzeug weist eine Steuereinheit, Umfeldsensorik und eine Kommunikationseinheit auf. Mittels über die Umfeldsensorik empfangener Signale kann das Kraftfahrzeug über die Steuereinheit automatisiert betrieben werden. Über die Kommunikationseinheit können Signale von externen Quellen empfangen und Signale ausgesendet werden.

Das Verfahren startet in Schritt 201.

In Schritt 202 wird von der Steuereinheit über die Kommunikationseinheit ein Signal einer externen Quelle empfangen, in diesem Ausführungsbeispiel von einer Cloud, auf welcher Daten aggregiert und Gefahreninformationen erzeugt werden. Das

empfangene Signal umfasst hierbei Gefahreninformation, in welchen ein Bereich enthalten ist, in welchem von einer Gefahr auszugehen ist. In diesem

Ausführungsbeispiel enthält die Gefahreninformation Information über anstehende oder bestehende Krawalle bzw. eine nicht angekündigte Demonstration. Des Weiteren enthält das Signal der externen Quelle eine individuell bestimmte sichere Position für das Fahrzeug und mehrere nach Priorität sortierte Routenvorschläge, welche von dem Fahrzeug angesteuert werden können, um die sichere Position zu erreichen. Im Fahrzeug werden die verschiedenen Routen mit im Fahrzeug abgespeicherten Daten über bekannte Routenabschnitte abgeglichen und eine priorisierte Route anhand des Abgleichs ausgewählt. Diese wird derart gewählt, dass bekannte Verfahren möglichst vermieden werden. Sind keine weiteren Gefahren bekannt, wird die von der externen Quelle priorisierte Route gewählt.

In Schritt 203 sendet das Fahrzeug mittels der Kommunikationseinheit ein Signal an einen Fahrzeughalter, in welchem Information über die bevorstehende Gefahr und die geplante Ansteuerung der sicheren Position enthalten sind.

In Schritt 204 wird über die Kommunikationseinheit ein Bestätigungssignal empfangen, welches von dem Fahrzeughalter ausgesendet wurde.

Nach dem Empfangen dieses Bestätigungssignals erfolgt in Schritt 205 die

automatisierte Ansteuerung des Fahrzeugs derart, dass die sichere Position über die zuvor festgelegte Route angesteuert wird.

Das Verfahren endet in Schritt 206.

In Figur 3 ist ein weiterer möglicher Ablauf des Verfahrens skizziert. In diesem

Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der mobilen Einheit um einen automatisiert betreibbaren Traktor.

Das Verfahren startet in Schritt 301.

In Schritt 302 wird vom Traktor ein Signal eines externen Servers empfangen, welches eine Information über bevorstehenden Starkregen enthält. Der Traktor ist in der Nähe eines Feldes positioniert, sodass er auf Aufforderung ohne große Zeitverzögerung auf dem Feld einsetzbar ist.

Um ein Einsinken des Traktors oder sonstige Schäden durch den Starkregen zu verhindern, erfolgt in Schritt 303 eine Steuerung des Traktors basierend auf der Information über den Starkregen. Die Steuerung erfolgt derart, dass von dem Traktor ein überdachter Stellplatz angesteuert wird. Diese für den Traktor sichere Position ist in einem internen Speicher des Traktors abgespeichert und ist im Falle von Starkregen von dem Traktor als sichere Position zu priorisieren.

In Schritt 304 wird von dem Traktor ein weiteres Signal empfangen, welches eine Entwarnung bezüglich des Starkregens enthält.

Basierend auf dieser Information erfolgt in Schritt 305 eine automatisierte Ansteuerung des Traktors zurück zu der Position, in welcher er sich beim Empfangen der

Starkregenwarnung aufgehalten hatte. Diese Position wurde zuvor im Traktor abgespeichert. Das Verfahren endet in Schritt 306.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens wird in Schritt 304 ein

Ansteuerungssignal empfangen, welches von dem Halter des Traktors ausgesendet wurde. Dieses Signal enthält einen Steuerbefehl, welcher unabhängig von einer Gefahrensituation ist. Das Signal enthält zudem eine Position, welche vom Traktor anstelle der sicheren Position angesteuert werden soll. Die Position ist hierbei unabhängig von der Starkregenwarnung ausgewählt und entspricht einem Parkplatz auf einem betonierten Hof.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel entfällt der Schritt 304 des Empfangens eines weiteren Signals. Die automatisierte Ansteuerung des Traktors in Schritt 305 erfolgt basierend auf der in Schritt 302 enthaltenen Gefahreninformation. Diese

Gefahreninformation enthält in diesem Ausführungsbeispiel einen Zeitraum, in

welchem von einer Gefahr auszugehen ist. Die automatisierte Ansteuerung des Traktors zurück zu einer Ausgangsposition erfolgt unmittelbar nach dem in der Gefahreninformation enthaltenen Zeitraum.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird das in Schritt 304 empfangene Signal von einem Nutzer des Traktors ausgesendet, da dieser mit der automatisierten Steuerung nicht einverstanden ist. Folglich bewegt sich der Traktor in Schritt 305 zurück zur Ausgangsposition, unabhängig von einer vorliegenden Gefahreninformation.

In Figur 4 ist ein weiteres Verfahrensdiagramm dargestellt. Das dargestellte Verfahren kann beispielsweise auf einem externen Server ausgeführt werden, welcher über eine geeignete Schnittstelle in der Lage ist, Daten zu empfangen. In diesem

Ausführungsbeispiel wird das Verfahren auf einer Cloud ausgeführt.

Das Verfahren startet in Schritt 401.

In Schritt 402 werden von der Cloud Daten empfangen. Dies erfolgt in diesem

Ausführungsbeispiel über eine geeignete Schnittstelle, welche zum Empfangen von Mobilfunk-Signalen ausgelegt ist und eine Verbindung zum Internet aufweist. Bei den empfangenen Daten handelt es sich um verschiedene Arten von Daten, aus welchen gegebenenfalls eine Gefahreninformation ableitbar ist. Hierunter fallen beispielsweise Wetterdaten, wie drohender Hagel, Starkregen, Regen, Sturm, Warnungen vor Naturkatastrophen wie drohendem Hochwasser, Tsunami, Erdbeben, Erdrutsch, Buschbrand, Hurrikan oder starkem Schneefall und gegebenenfalls Lawinengefahr oder Warnungen für Gefahren eines Besitzers einer mobilen Einheit, beispielsweise aufgrund eines drohenden Halteverbots an der aktuellen Position der mobilen Einheit, welches aufgrund von temporären Bauarbeiten besteht. Des Weiteren kann auch von Demonstrationen oder ähnlichen Veranstaltungen, beispielsweise von Versammlungen mehrerer Menschen oder Fahrzeug eine Gefahr ausgehen. Folglich werden Daten von Wetterstationen, Nachrichtendaten und Daten von GPS Positionen von Personen oder mobilen Einheiten empfangen, aus welchen sich gegebenenfalls auftretende

Menschenhäufungen oder Häufungen von mobilen Einheit bestimmen lassen.

In Schritt 403 wird anhand der empfangenen Daten eine Gefahreninformation erzeugt. In diesem Ausführungsbeispiel wird anhand von Positionsdaten von Fußgängern eine ungewöhnliche Anhäufung von Fußgängern festgestellt. Gleichzeitig werden

Nachrichten empfangen, die Informationen über eine mögliche Demonstration mit gewalttätigen Teilnehmern in einem gewissen Gebiet enthält. Diese Information wird mit der festgestellten Häufung kombiniert, wodurch eine Gefahreninformation entsteht, die Informationen über eine bevorstehende Demonstration enthält, von welcher Gefahren für sich in der Nähe befindliche Fahrzeuge ausgehen könnte.

In Schritt 404 wird anhand der empfangenen Daten ermittelt, welcher Bereich von der Gefahreninformation betroffen ist. In diesem Ausführungsbeispiel wird ein Umkreis von 5 km um den Versammlungsherd bzw. die Fußgängeranhäufung als Gefahrenbereich festgelegt.

In Schritt 405 wird die Position einer mobilen Einheit über eine Empfangseinrichtung empfangen. Informationen über die mobile Einheit sind in diesem Ausführungsbeispiel bereits hinterlegt, sodass gezielt der Standort dieser Einheit abgefragt werden kann.

In Schritt 406 wird festgestellt, ob sich die mobile Einheit in dem zuvor bestimmten Bereich befindet, welcher von der Gefahreninformation betroffen ist.

Wird in Schritt 406 festgestellt, dass sich die mobile Einheit zum Zeitpunkt der Abfrage in einem Bereich befindet, welcher von der Gefahreninformation betroffen ist, erfolgt in Schritt 407 ein Aussenden eines Signals, welches die Gefahreninformationen umfasst, an die mobile Einheit. Das Verfahren endet in Schritt 408.

In Figur 5 ist ein weiteres Verfahren zur Aussendung eines Signals skizziert. Dieses Verfahren wird in diesem Ausführungsbeispiel auf einer Cloud durchgeführt.

Das Verfahren startet in Schritt 501.

In Schritt 502 werden Daten über eine entsprechende Schnittstelle von der Cloud, welche durch mehrere miteinander vernetzte Server gebildet wird, empfangen. In

diesem Ausführungsbeispiel umfassen die empfangenen Daten eine Unwetterwarnung für den Großraum München, bei welchem mit starkem Hagel zu rechnen ist.

In Schritt 503 wird aus diesen Daten eine Gefahreninformation erzeugt, indem die in Schritt 502 empfangenen Daten analysiert werden. Diese enthält die Information über den angekündigten Hagel.

In Schritt 504 wird ein Bereich ermittelt, welcher von der Gefahreninformation bzw. von dem Hagel betroffen sein wird/soll. In diesem Fall wird ein um 50 km vergrößerter Radius angenommen, als der in den empfangenen Daten angekündigte Bereich, in welchem Hagel zu erwarten ist.

In Schritt 505 werden Positionsdaten mehrerer mobiler Einheiten empfangen, welche auf der Cloud registriert sind und für sie relevante Gefahreninformationen erhalten sollen.

In Schritt 506 wird ermittelt, ob sich die mobilen Einheiten in dem von der

Gefahreninformation betroffenen Bereich aufhalten/befinden oder zum Zeitpunkt der auftretenden Gefahr dort sein werden. Wo sich die mobilen Einheiten zum Zeitpunkt der Gefahr aufhalten werden, kann beispielweise durch eine Abfrage der geplanten Routen von den mobilen Einheiten erfolgen.

In Schritt 507 wird individuell für jede mobile Einheit, welche sich in einem von der Gefahreninformation betroffenen Bereich befindet oder befinden soll, eine sichere Position bestimmt. Hierbei wird berücksichtigt, um welche Art von mobiler Einheit es sich handelt. Es können verschiedene Fahrzeuge wie Dohnen, Autos, LKWs, Boote, Landmaschinen, Luft- oder Raumfahrzeuge registriert sein.

In Schritt 508 wird individuell für jede mobile Einheit wenigstens eine Route zu der in Schritt 507 bestimmten sicheren Position berechnet. In diese Berechnung fließt ebenfalls ein, wie sich die mobile Einheit bewegen kann, beispielsweise ob sie fliegen oder über das Wasser fahren kann, oder ob sie nur bestimmte Straßen verwenden darf oder muss.

In Schritt 509 erfolgt das Aussenden eines Signals an alle mobilen Einheiten, welche sich in einem Bereich befinden oder befinden werden, welcher von der

Gefahreninformation betroffen ist. Das Signal enthält hierbei die Gefahreninformation, die individuell bestimmte sichere Position und wenigstens eine Route, welche von der jeweiligen mobilen Einheit befahren werden kann bzw. darf, um zu der sichern Position zu gelangen. Es werden nur dann mehrere Routen bzw.„Evakuierungsvorschläge" gesendet, wenn dies von den jeweiligen Einheiten gewünscht ist. Diese Option kann beispielsweise bei einer Registrierung der Einheiten in der Cloud ausgewählt werden.

Das Verfahren endet in Schritt 510.

In einem optionalen zusätzlichen Schritt, kann vor, gleichzeitig oder nach dem

Aussenden des Signals an die mobilen Einheiten ein weiteres Signal ein einen Nutzer, Besitzer oder für die jeweilige mobile Einheit Verantwortlichen ausgesendet werden, sodass dieser über die bevorstehende Steuerung der mobilen Einheit informiert wird und gegebenenfalls in diese Steuerung eingreifen kann.

Die oben vorgestellten Verfahren können selbstverständlich auch miteinander kombiniert werden. Einzelne Schritte können zu jedem vorgestellten Verfahren hinzugenommen oder gegebenenfalls auch weggelassen werden. Die aufgelisteten Ausführungsbeispiele sollen hier keineswegs als vollständige Liste aller möglichen und sinnvollen Kombinationen verstanden werden. Zudem können die einzelnen

Verfahrensschritte der oben ausgeführten Verfahren auf einer gemeinsamen

Steuereinheit oder in einen Zusammenschluss mehrerer Steuereinheiten ausgeführt werden.